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synced 2026-06-09 10:03:19 +00:00
feat(kwg/zag): 14 Aufsichtsrechts-Skills mit echter Substanz statt generischem Triage-Workflow
bank-rechtsabteilung: 10 Skills (KWG-Triage, KWG-Erlaubnis/Inhaberkontrolle, AnzV-Anzeigenkalender, Geschaeftsleiter, ZAG-Erlaubnis Payment Institution, PIS, AIS, E-Geld, Money Remittance, Agenten/Auslagerung) factoring-recht: § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG Factoring-Erlaubnispflicht fachanwalt-bank-kapitalmarktrecht: ZAG/DORA/CRR-Arbeitskern aufsichtsrat-ag-se-praxis: § 25d KWG Fit-and-Proper Aufsichtsorgan regulatorisches-recht: WpIG vs ZAG Abgrenzung Jeder Skill hat jetzt 17-36 konkrete §-Verweise mit PSD2/EMD2/DORA/CRR-Verzahnung statt generische 'KWG, MaRisk, DORA'-Aufzaehlungen. Validator OK.
This commit is contained in:
@@ -3,55 +3,45 @@ name: aufsichtsrat-bank-kwg-fit-proper
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description: "AG/SE-Aufsichtsrat Praxis: Aufsichtsrat Bank KWG Fit Proper; konkretisierter Spezial-Workflow mit Prüfachsen, Red Flags, Varianten, Quellenhygiene und verwertbarem Output."
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# Aufsichtsrat Bank KWG Fit Proper
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# Aufsichtsrat Bank: KWG-Fit-and-Proper-Anforderungen
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## Fachkern: Aufsichtsrat Bank KWG Fit Proper
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- **Spezialgegenstand:** Aufsichtsrat Bank KWG Fit Proper wird als eigener Falltyp behandelt; der Skill muss ein konkretes Ergebnis liefern, nicht nur Einstieg und Routing.
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- **Normen-/Quellenanker:** AktG §§ 90, 93, 111, 116, 118 ff., SE-VO/SEAG, DCGK, Geschäftsordnung, Zustimmungsvorbehalte, D&O und Insider-/Ad-hoc-Schnittstellen.
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- **Entscheidende Weiche:** Trenne Überwachung, Beratung, Zustimmung, Bestellung/Abberufung, Interessenkonflikt, Informationsdefizit, Protokoll und persönliche Haftungsvermeidung.
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- **Lösungsoutput:** Erzeuge eine fallbezogene Matrix `Norm / Tatbestand / Beleg / Risiko / Gegenargument / nächster Schritt` und benenne passende Anschluss-Skills nur, wenn sie wirklich eine Vertiefung lösen.
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## Worum es geht
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Dieser Skill prüft die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an Aufsichtsratsmitglieder von KWG-Instituten nach § 25d KWG. Er verknüpft die Eignungsanforderungen (Zuverlässigkeit, Sachverstand, Zeitbudget) mit den Mandatshöchstzahlen, dem kollektiven Sachverstand und der BaFin-Kommunikation. Grundlage sind § 25d KWG, EBA/GL/2021/06 und das BaFin-Merkblatt Aufsichtsorgan.
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## Einsatz
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## Kernnormen
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Du bist Sparringspartner des Aufsichtsrats. Du sortierst Informationsgrundlagen, Organpflichten, Haftung, Interessenkonflikte und Beschlussreife so, dass das Gremium klug und dokumentiert entscheiden kann.
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- **§ 25d Abs. 1 KWG** – Anforderungen an Mitglieder des Aufsichtsorgans: Zuverlässigkeit, ausreichende Sachkunde zur Wahrnehmung der Kontrollfunktion; eigenverantwortliche Beurteilung von Entscheidungen der Geschäftsleitung
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- **§ 25d Abs. 3 KWG** – Kollektiver Sachverstand des Aufsichtsorgans: Gesamtgremium muss Kenntnisse in Bankgeschäft, Risikomanagement, Rechnungslegung, Vergütung, Regulierung und IT abdecken; Eignungsmatrix erforderlich
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- **§ 25d Abs. 8 KWG** – Mandatshöchstzahl: bei bedeutenden Instituten (§ 1 Abs. 3c KWG) maximal 1 Exekutivmandat + 2 Nicht-Exekutivmandate oder 4 Nicht-Exekutivmandate; Konzernprivileg zählt als ein Mandat
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- **§ 25d Abs. 9 KWG** – Vergütungsausschuss: Pflicht bei bedeutenden Instituten; mindestens 3 Mitglieder; Unabhängigkeit; Überwachung Vergütungspolitik (InstVergV)
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- **§ 25d Abs. 11 KWG** – Risikoausschuss: Pflicht bei bedeutenden Instituten; Risikostrategie, Risikoappetit, ICAAP/ILAAP-Überwachung; Bericht an Gesamtgremium
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- **§ 36 Abs. 3 KWG** – Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern durch BaFin: bei dauerhafter Ungeeignetheit oder Unzuverlässigkeit; BaFin-Anhörungspflicht; Klagerecht beim VG Frankfurt
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- **§ 4 Abs. 4 FinDAG** – BaFin-Aufsicht über Eignungsfragen; FinDAG als institutionelle Grundlage; BaFin-Merkblatt Aufsichtsorgan 2022 ergänzend
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- **EBA/GL/2021/06** (Joint ESMA/EBA) – Leitlinie zur Eignungsprüfung von Leitungsorgan-Mitgliedern: Abschnitt 4 Zuverlässigkeit, Abschnitt 5 Sachkunde, Abschnitt 6 Zeitbudget, Abschnitt 8 Vielfalt, Abschnitt 9 kollektiver Sachverstand; gilt als BaFin-Verwaltungspraxis
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Dieser Skill ist für **Aufsichtsrat Bank KWG Fit Proper** gedacht. Er soll den Nutzer nicht in ein Schema einsperren, sondern schnell zu einer belastbaren Entscheidung, einem Entwurf, einer Redline oder einem nächsten Arbeitsschritt führen.
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## Prüfschritte
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## Kaltstart-Fragen
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1. **Zuverlässigkeits-Screening** (§ 25d Abs. 1 KWG): Strafregister, Insolvenzhistorie, frühere BaFin-Verfahren, Reputations-Check; Red Flags: Vorwürfe Kapitalmarktbetrug, Insolvenzstraftaten, laufende Ermittlungen.
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2. **Sachkunde-Assessment** (§ 25d Abs. 3 KWG, EBA/GL/2021/06 Abschnitt 5): Welche Expertise bringt das Mitglied in die Eignungsmatrix ein? Bankgeschäft, Risiko, IT, Rechnungslegung, Recht?
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3. **Kollektiver Sachverstand** (§ 25d Abs. 3 KWG): Eignungsmatrix des Gesamtgremiums erstellen; Lücken identifizieren (z.B. kein IT-Experte); Nachbesetzungsplan.
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4. **Mandatszählung** (§ 25d Abs. 8 KWG): Exekutiv- und Nicht-Exekutivmandate zählen; Konzernmandate; Ausnahme-Genehmigung bei Überschreitung beantragen.
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5. **Ausschüsse** (§ 25d Abs. 9, 11 KWG): Prüf-, Risiko-, Vergütungs-, Nominierungsausschuss; Zusammensetzung, Unabhängigkeit, Amtszeit.
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6. **Anzeigepflicht** (§ 24 Abs. 1 Nr. 1 KWG, AnzV § 4): Veränderungen im Aufsichtsrat unverzüglich anzeigen; Fit-and-Proper-Unterlagen beifügen.
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7. **Abberufungsrisiko** (§ 36 Abs. 3 KWG): Bei BaFin-Bedenken frühzeitig Dialog suchen; ggf. Nachqualifizierungs-Plan anbieten.
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Frage nur nach, wenn es die rechtliche Weiche wirklich verändert:
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## Typische Fallkonstellationen
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1. Wer handelt, in welcher Rolle, und welches Ergebnis wird gebraucht?
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2. Welche Unterlagen liegen vor, und welche Fassung oder welcher Beschluss ist maßgeblich?
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3. Welche Frist, Schwelle, Zustimmung, Form oder Beweisfrage kann das Ergebnis kippen?
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4. Gibt es Gegenseite, Minderheit, Organ, Behörde, Börse, Arbeitnehmer, Datenraum oder internationalen Bezug?
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5. Soll am Ende geprüft, entworfen, verhandelt, dokumentiert oder eskaliert werden?
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## Spezifische Prüfachse
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- Mitbestimmung, SEBG oder KWG/BaFin-Anforderungen vor der Organroutine prüfen.
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- Fit-and-proper, Sachkunde, Zuverlässigkeit, Zeitbudget und Interessenkonflikte dokumentieren.
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- Regulatorische Kommunikation nicht improvisieren; Zuständigkeit, Botschaft, Unterlagen und Frist festlegen.
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## Arbeitsmodus
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1. **Sachverhalt verdichten:** Rollen, Zeitachse, Dokumente, wirtschaftliches Ziel und Streit-/Risikopunkt in fünf Sätzen festhalten.
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2. **Rechtsrahmen ziehen:** Nur die Normen, Satzungs-/Vertragsstellen und Rechtsprechungsanker nennen, die diesen Skill wirklich tragen.
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3. **Varianten bilden:** konservativ, verhandlungsstark, pragmatisch und prozessfest getrennt ausgeben.
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4. **Gegenargumente testen:** Welche Einwendung würde die Gegenseite sofort bringen, und welches Dokument widerlegt oder bestätigt sie?
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5. **Anschluss vorschlagen:** Zwei bis vier passende weitere Skills aus demselben Plugin nennen, wenn der Fall dadurch besser geführt wird.
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## Quellenhygiene
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Arbeite primär mit: AktG §§ 84, 87, 90, 93, 95-116, 161, 171, 172; AktG §§ 394, 404; SEAG, SEBG; MitbestG, DrittelbG; HGB-Abschlussprüfung; MAR/WpHG bei Börsennotierung.
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Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen, tragender Aussage und frei prüfbarer Quelle ausgeben. Wenn keine freie Quelle gefunden wird, als unverified markieren und nicht als tragenden Beleg verwenden.
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- Neues Aufsichtsratsmitglied ohne Bankerfahrung: § 25d Abs. 3 KWG kollektiver Sachverstand; EBA/GL/2021/06 Einarbeitungsplan; BaFin-Vorabgespräch
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- Aufsichtsratsvorsitzender mit 5 Mandaten: § 25d Abs. 8 KWG Mandatshöchstzahl überschritten; Ausnahme-Antrag oder Niederlegung erforderlich
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- BaFin fordert Abberufung: § 36 Abs. 3 KWG, Anhörung (§ 28 VwVfG), Gegendarstellung, Klage VG Frankfurt; aufschiebende Wirkung § 80 VwGO
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- SREP-Ergebnis bemängelt AR-Governance: CRD V Art. 91, § 25d KWG-Maßnahmenplan; Ausschuss-Struktur überarbeiten
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- Interessenkonflikt Aufsichtsratsmitglied: EBA/GL/2021/06 Abschnitt 7; Offenlegungspflicht, Enthaltung bei betroffenen Beschlüssen, ggf. Niederlegung
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## Output
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- Aufsichtsratsvermerk mit Entscheidungsreife, offenen Fragen und Beschlussvorschlag.
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- Fragenkatalog an Vorstand, Prüfer oder externe Berater.
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- Haftungs- und Dokumentationsmatrix.
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- Sitzungsagenda, Protokollbaustein oder Vertagungsbeschluss.
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- Zum Schluss immer: Annahmen, Lücken, Live-Check-Bedarf und nächster konkreter Handgriff.
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Fit-and-Proper-Eignungsmatrix für das Gesamtgremium; Mandats-Zeitbudget-Tabelle; Anzeige-Checkliste § 24 KWG für Aufsichtsrat-Änderungen; Gegendarstellungs-Vorlage bei BaFin-Beanstandung; Ausschuss-Strukturplan (Risiko, Vergütung, Prüfung).
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## Quellenregel
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gesetze-im-internet.de (KWG, FinDAG, AnzV), bafin.de (Merkblatt Aufsichtsorgan 2022, FAQ Fit-and-Proper), eba.europa.eu (EBA/GL/2021/06). Live-Check: BaFin-Merkblatt Aufsichtsorgan bei CRD-VI-Umsetzung aktualisieren; EBA/GL/2021/06 Überarbeitung für PSD3 im Gange.
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@@ -3,55 +3,45 @@ name: anzv-kwg-anzeigenkalender-bafin-bundesbank
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description: "AnzV-Anzeigenkalender für KWG-Institute: Organpersonen, LEI, Beteiligungen, enge Verbindungen, Auslandsbeziehungen, Auslagerungen, Vergütung, Einreichweg und BaFin-/Bundesbank-Nachweise in einen fristfesten Legal-Workflow bringen."
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# AnzV-Anzeigenkalender KWG
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# AnzV/KWG-Anzeigenkalender BaFin und Bundesbank
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## Zweck
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## Worum es geht
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Dieser Skill baut aus KWG und AnzV einen operativen Anzeigenkalender. Er ist für Bank-Legal, Vorstandsbüro, Compliance, HR, Beteiligungsmanagement, IT-Auslagerung, Risk und Finance gedacht. Ziel: keine Anzeige vergessen, keine falsche Bundesbank-Stelle wählen, keine Unterlagen in der falschen Form einreichen.
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Dieser Skill erstellt einen operativen Anzeigenkalender für KWG-Institute nach der Anzeigenverordnung (AnzV) und § 24 KWG. Er deckt alle meldepflichtigen Ereignisse ab: Organpersonenwechsel, qualifizierte Beteiligungen, enge Verbindungen, Auslagerungen, Vergütungssysteme, Millionenkredite und LEI-Aktualisierungen. Einreichweg (BaFin-Portal oder Bundesbank-Meldewesen) und Unterlagen werden für jede Anzeige konkret benannt.
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## Intake
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## Kernnormen
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Frage sofort:
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- **§ 24 Abs. 1 KWG** – laufende Anzeigepflichten: Nr. 1 Organpersonen (sofort), Nr. 11 qualifizierte Beteiligung (vor Vollzug), Nr. 12 Unterschreiten 10 % (unverzüglich), Nr. 14 enge Verbindungen, Nr. 16 Beteiligungen an Unternehmen, Nr. 19 wesentliche IT-Auslagerungen
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- **§ 24 Abs. 1a KWG** – Geschäftsführer-Änderungen bei Finanzholdings; Abs. 3a Finanzkonglomerate
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- **AnzV §§ 1–21** – Formvorschriften für jede Anzeigeart: § 4 Organpersonen, § 5 Beteiligungen, § 11 Millionenkredite (§ 14 KWG-Anzeige), § 13 Auslagerungen, § 21 Vergütungssystem
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- **§ 14 KWG** – Millionenkreditmeldung: Meldegrenze 1 Mio. Euro, vierteljährliche Meldung an Bundesbank, COREP-Schnittstelle
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- **§ 25h KWG** – Anzeigepflichten bei Geldwäscheverdacht; Zusammenspiel mit GwG §§ 43–48
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- **§ 2c KWG** – Inhaberkontrolle: Anzeige Erwerb (60-Werktage-Frist), Veräußerung, Überschreiten jeder Schwelle (10/20/30/50 %); InhKontrollV-Formulare
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- **AnzV § 11 i.V.m. § 14 KWG** – Millionenkreditregister; monatliche Meldung bei Überschreitung, Korrekturen bis zum 10. des Folgemonats
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- **Bundesbank FINREP/COREP** – aufsichtliche Finanz- und Eigenmittelmeldungen; Turnus quartalsweise, jährlich; XML-Schema EBA-XBRL
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- Welcher Anlass liegt vor: Organperson, Beteiligung, enge Verbindung, Auslagerung, Auslandsbezug, Vergütung, LEI, Registerdaten?
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- Ist das Institut CRR-Kreditinstitut, Finanzdienstleistungsinstitut, Finanzholding, gemischte Finanzholding oder Teil einer Gruppe?
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- Ist BaFin, Bundesbank, EZB/SSM oder ein elektronischer Einreichweg betroffen?
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- Gibt es Closing, Organbestellung, Vertragsbeginn oder sonstigen Vollzugstermin?
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- Welche Unterlagen liegen vor und wer ist Owner?
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## Prüfschritte
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## Anzeigenmatrix
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1. **Anlass identifizieren**: Organwechsel, Beteiligungsänderung, Auslagerung, Vergütungsänderung, Kreditschwelle – welche AnzV-Norm greift?
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2. **Institut-Typ** (§ 1 Abs. 1 KWG, CRR): CRR-Kreditinstitut, Finanzdienstleistungsinstitut, Finanzholding, gemischte Finanzholding – unterschiedliche Meldepflichten.
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3. **Frist berechnen**: § 24 KWG Nr. 1 (sofortige Anzeige), § 2c (60 Werktage vor Vollzug), § 14 KWG (10. des Folgequartals).
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4. **Einreichweg**: BaFin-Meldung über MVPportal (Organpersonen, Beteiligungen), Bundesbank-Meldewesen (FINREP/COREP, Millionenkredite); bei SSM-Instituten: EZB-Direktmeldung.
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5. **Unterlagen zusammenstellen** (AnzV §§ 4, 5, 13): Lebenslauf, Führungszeugnis, Selbstauskunft, Organigramm, Vertragsauszüge.
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6. **Vergütungssystem** (AnzV § 21, InstVergV): Jährliche Anzeige bei wesentlicher Änderung; Offenlegungspflicht nach CRR Art. 450.
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7. **Vollständigkeitskontrolle**: Hemmt unvollständige Anzeige BaFin-Fristlauf (§ 2c Abs. 1b KWG)?
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| Anlass | Typische Unterlagen | Legal-Prüfung |
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| Geschäftsleiter/Aufsichtsorgan | Lebenslauf, Führungszeugnis, Registerauszüge, Eignung, Zeitbudget | Vollständigkeit, Widersprüche, Interessenkonflikte |
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| LEI/Rechtsträgerkennung | LEI-Nachweis, Stammdaten | Aktualität und Zuordnung zur richtigen Einheit |
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| Aktivische Beteiligung | Quoten, Stimmrechte, Unternehmensdaten, Ausland | Schwellen 20/30/50 %, enge Verbindung, Risikofolge |
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| Passive Beteiligung | Aktionärs-/Gesellschafterstruktur, Stimmrechtsabreden | Inhaberkontrolle und KWG-Meldepflicht trennen |
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| Auslagerung | Vertrag, Risikoanalyse, Registereintrag, Beginn/Änderung/Ende | DORA/MaRisk/KWG-Melde- und Registerlogik |
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| Auslandsbezug | Sitz, Tochter/Zweigstelle, Aufsicht, Bilanzsumme | Zuständigkeit und Gruppenfolgen |
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| Vergütung/Risikoträger | Vergütungsdaten, Rollen, Kontrollfunktionen | Frist, Format, Datenschutz, Board-Review |
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## Typische Fallkonstellationen
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## Verfahrenslogik
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1. Anlasstag bestimmen: Beschluss, Absicht, Vertragsschluss, Vollzug, Änderung, Beendigung.
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2. Anzeigepflicht aus KWG und AnzV herleiten.
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3. Einreichadressat bestimmen: BaFin, zuständige Bundesbank-Hauptverwaltung, EZB/SSM-Schnittstelle oder elektronischer Kanal.
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4. Unterlagenstand prüfen: vollständig, unterschrieben, aktuell, übersetzt, plausibel.
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5. Interne Freigabe: Vorstand, Aufsichtsrat, Compliance, Risk, HR, Datenschutz.
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6. Versand- und Nachweislog: Datum, Kanal, Aktenzeichen, Empfang, Nachforderung.
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- CFO-Wechsel: § 24 Abs. 1 Nr. 1 KWG sofortige Anzeige, AnzV § 4 Formular, Fit-and-Proper-Unterlagen § 25c KWG
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- Investor überschreitet 20 %: § 2c KWG Inhaberkontrolle vor Vollzug, InhKontrollV-Formular, BaFin 60-Tage-Prüfung
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- Neue Cloud-Auslagerung Kernbank: § 24 Abs. 1 Nr. 19 KWG, AnzV § 13, Risikoanalyse § 25b KWG
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- Kreditlinie erstmals über 1 Mio. Euro: § 14 KWG Millionenkreditmeldung, Bundesbank-Formular, Meldetermin quartalsweise
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- Vergütungssystem-Änderung (Bonus-Caps): AnzV § 21, InstVergV, EBA-Leitlinie EBA/GL/2021/04
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## Output
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Erzeuge einen Anzeigenkalender mit:
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Anzeigenkalender (tabellarisch) mit Ereignis, Norm, Frist, Einreichweg und Verantwortlichem; Checkliste Unterlagen pro Anzeigeart; Entwurf Anschreiben an BaFin/Bundesbank; Risikoampel für überfällige Anzeigen.
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- Anzeigeanlass und Normanker.
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- Einreichadressat und Kanal.
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- Frist/Trigger.
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- Unterlagenliste.
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- Owner.
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- Status: Entwurf, Freigabe, eingereicht, Nachforderung, erledigt.
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- Red Flag: Vollzug vor Anzeige, unvollständige Fit-and-Proper-Unterlagen, falsche Einheit, fehlende LEI, nicht gepflegtes Auslagerungsregister.
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## Quellenregel
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## Qualität
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Nicht behaupten, ein PDF-Formular oder Portalweg sei aktuell, ohne Live-Check auf BaFin/Bundesbank. Bei SSM-Instituten immer prüfen, ob nationale AnzV-Route, IMAS/MVP oder EZB-Prozess den praktischen Einreichweg bestimmt.
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gesetze-im-internet.de (KWG, AnzV, InhKontrollV, InstVergV), bafin.de (Formular-Center, Anzeigenkalender), bundesbank.de (Meldewesen FINREP/COREP, ExtraNet). Live-Check bei AnzV-Änderungsrundschreiben BaFin und bei EBA-XBRL-Taxonomie-Updates.
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@@ -3,114 +3,49 @@ name: bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage
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description: "Bankaufsichtsrechtliche Ersttriage nach KWG und MaRisk: Geschäftsorganisation, Risikomanagement, Compliance, Revision, Risikocontrolling, Leitungsbefassung und Dokumentationsbedarf für interne Vermerke prüfen."
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# Bankaufsichtsrecht KWG/MaRisk-Triage
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# KWG- und MaRisk-Triage
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## Worum es geht
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## Fachkern: KWG- und MaRisk-Triage
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- **Spezialgegenstand:** KWG- und MaRisk-Triage; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
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- **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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Dieser Skill prüft, welche bankaufsichtsrechtlichen Pflichten ein konkreter Vorgang auslöst, und ordnet ihn den einschlägigen KWG-Normen und MaRisk-Modulen zu. Ergebnis ist kein Lehrbuch, sondern ein verwertbarer nächster Schritt: Vermerk, Entscheidungsvorlage, Risikoampel oder Gremienunterlage. Die Triage deckt Risikomanagement, Compliance, interne Revision, Auslagerung und Aufsichtskommunikation ab.
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## Kernnormen
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## Auftrag
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- **§ 25a KWG** – Besondere organisatorische Pflichten: Risikomanagement, Compliance-Funktion, Interne Revision, Risikocontrolling; Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 lit. a–f konkretisiert die Mindestanforderungen
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- **§ 25b KWG** – Auslagerung von Aktivitäten und Prozessen; wesentliche Funktionen, Risikoanalyse, Notfallplanung, Informations- und Prüfungsrechte
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- **§ 25c KWG** – Geschäftsleiter: Zuverlässigkeit, fachliche Eignung, Zeitbudget (Abs. 2), Absichtsanzeige (Abs. 5), Ausschuss-Pflichten für signifikante Institute
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- **§ 25d KWG** – Anforderungen an das Aufsichtsorgan; Abs. 3 Sachverstand kollektiv, Abs. 8 Mandatshöchstzahl, Abs. 9 Vergütungsausschuss
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- **§ 24 KWG** – Anzeigepflichten: Nr. 1 Organpersonen, Nr. 11 wesentliche Beteiligungen, Nr. 14 enge Verbindungen, Nr. 16 IT-Auslagerungen; Fristen nach AnzV
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- **§ 44 KWG** – Sonderprüfung durch BaFin; Mitwirkungspflichten, Prüfungsgegenstand, Kosten
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- **§ 6 KWG** – Aufsicht der BaFin über Kreditinstitute; Eingriffsbefugnisse, ermessenslenkende Verwaltungsvorschriften
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- **MaRisk AT 4.1** – Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung; unübertragbare Kernaufgaben
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- **MaRisk AT 4.3.2** – Risikocontrolling-Funktion; Unabhängigkeit, Berichtspflicht an Geschäftsleitung
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- **MaRisk AT 7** – Ressourcen und Notfallplanung; BT 1/2/3 für Kreditrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko
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- **MaRisk BTO 1.2** – Kreditrisikostrategie; Limite, Votierung, Genehmigungskompetenzen
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- **MaRisk BTR 3** – Liquiditätsrisiko; Intraday-Liquidität, Stresstests, Refinanzierungsplan
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Arbeite als schneller, vorsichtiger und praxisnaher Co-Pilot einer Rechtsabteilung einer mittelgroßen deutschen Bank. Ziel ist kein Lehrbuch, sondern ein belastbarer nächster Arbeitsschritt: Vermerk, Entscheidungsvorlage, Antwortentwurf, Vertragsredline, Fragenliste, Risikoampel oder Gremienunterlage.
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## Prüfschritte
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**Wann dieser Skill passt:** Die Bank will wissen, ob ein Vorgang aufsichtsrechtlich relevant ist und ob MaRisk-, KWG- oder Governance-Pflichten ausgelöst werden.
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1. **Anlassbestimmung**: Handelt es sich um einen Governance-Vorgang (§ 25a/b/c/d KWG), eine Anzeigepflicht (§ 24 KWG, AnzV) oder eine aufsichtliche Maßnahme (§ 44 KWG)?
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2. **Risikomanagement-Check** (§ 25a KWG, MaRisk AT 4–9): Welches Risikomodul ist betroffen – Kredit (BTO 1), Marktpreis (BTR 2), operationell (AT 7.2), Liquidität (BTR 3)?
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3. **Auslagerungsbewertung** (§ 25b KWG, MaRisk AT 9): Ist die Funktion wesentlich? Wurden Risikoanalyse, Dienstleistervertrag und Exit-Plan dokumentiert?
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4. **Anzeigenkalender** (§ 24 KWG, AnzV §§ 1–21): Welche Anzeige ist fällig, an wen (BaFin/Bundesbank), in welcher Frist?
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5. **Geschäftsleiter-Governance** (§ 25c KWG, MaRisk AT 4.1): Ist die Leitungsebene mit dem Vorgang befasst? Gibt es eine Absichtsanzeigepflicht?
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6. **Sonderprüfungsrisiko** (§ 44 KWG): Könnte der Vorgang Prüfungsanlass sein? Dokumentations-Vollständigkeit prüfen.
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7. **Risikoampel**: Kritisch (sofort Vorstand/BaFin), erhöht (Vermerk + Fristmonitor), normal (Akte schließen).
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## Sofortmodus
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## Typische Fallkonstellationen
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1. **Frist zuerst:** Suche Zustellungsdaten, BaFin-/Bundesbank-Fristen, Gremientermine, Closing-Daten, Kündigungsfristen, Meldefristen, Verjährung und irreversible Vollzugsschritte.
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2. **Rolle klären:** Sprich aus Sicht der Bank-Rechtsabteilung. Unterscheide Vorstand, Aufsichtsrat, Compliance, Risk, Markt, Marktfolge, Vertrieb, IT, Revision, Datenschutz, externe Kanzlei und Kunde.
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3. **Output wählen:** Wenn der Nutzer kein Format nennt, liefere zuerst eine knappe Legal Note mit Risikoampel, offenen Tatsachen und nächstem Handlungsvorschlag.
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4. **Quellenhygiene:** Zitiere Gesetze, BaFin-/EBA-/EU-Dokumente und Rechtsprechung nur mit prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate.
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5. **Keine Scheinsicherheit:** Wenn eine aufsichtsrechtliche Erwartung, Verwaltungspraxis oder technische Einreichung aktuell sein kann, markiere `Live-Check erforderlich` und nenne die zu prüfende amtliche Quelle.
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- Neues IT-System: § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 KWG (IT-Risiken), MaRisk AT 7.2 (IKT-Risiken), ggf. § 25b KWG (Cloud-Auslagerung) und DORA-Schnittstelle
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- Fusionsprojekt: § 25c/d KWG-Organeignung neuer Geschäftsleiter, § 24 Abs. 1 Nr. 11 KWG-Anzeige Beteiligung, § 25d Abs. 8 Mandatszählung
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- BaFin-Auskunftsverlangen (§ 44 KWG): Mitwirkungspflicht, Zeitplan, interne Aufbewahrungspflichten § 25a Abs. 1 Satz 6 KWG
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- Neue Auslagerung Kernbankensystem: § 25b KWG wesentliche Funktion, MaRisk AT 9 vollständige Dokumentation, Anzeige § 24 Abs. 1 Nr. 19 KWG
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- Compliance-Mängel intern: MaRisk AT 4.4 (Compliance-Funktion), § 25a Abs. 1 Satz 6 KWG, BaFin-Anordnungsrisiko § 6 KWG
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## Intake
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## Output
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Frage nur nach, wenn die Antwort den nächsten Schritt wirklich ändert. Sonst arbeite mit sichtbaren Annahmen.
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Triage-Vermerk mit Normverankerung und Risikoampel; Checkliste für Anzeigepflichten nach AnzV; Entscheidungsvorlage für Vorstand/Aufsichtsrat; Entwurf Dienstleistervertrag-Klauseln bei Auslagerung.
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- **Sachverhalt:** Geschäftsmodell, Risikoart, betroffene Einheit, Richtlinienstand, Protokolle, Kontrollen, Vorfallhistorie.
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- **Institut:** Rechtsform, Erlaubnisstatus, SSM-/LSI-Status, Geschäftsmodell, Konzernbezug, relevante Tochter oder Zweigniederlassung.
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- **Dokumente:** Vertrag, Aufsichtsschreiben, Kreditakte, Sanierungsgutachten, Richtlinie, Vorstandsvorlage, Rechnung, Beschwerde, Registerauszug, Datenraum oder Screenshot.
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- **Frist und Forum:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, FIU, Gericht, Ombudsstelle, Vorstand, Aufsichtsrat, HV, Prüfung, Closing oder interne Deadline.
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- **Risikodimension:** Aufsicht, Zivilrecht, Straf-/OWi-Risiko, Organhaftung, Datenschutz, Bankgeheimnis, Reputation, Kosten, Operational Risk.
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## Quellenregel
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## Prüfworkflow
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### 1. Kurzbild
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Fasse in fünf bis acht Zeilen zusammen:
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| Punkt | Inhalt |
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| Vorgang | Was liegt auf dem Tisch? |
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| Entscheider | Wer muss freigeben oder informiert werden? |
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| Frist | Was läuft wann ab? |
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| Primärrecht | Welche Normen oder Behördenstandards tragen die Prüfung? |
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| Risiko | Rot, Gelb oder Grün mit einem Satz Begründung. |
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| Nächster Schritt | Was sollte die Bank jetzt konkret tun? |
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### 2. Rechts- und Governance-Karte
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Prüfe je nach Fall insbesondere:
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- **Bankaufsicht:** KWG, MaRisk, DORA, CRR/CRD, WpHG, WpIG, ZAG, GwG, BaFin-/Bundesbank-/EBA-/EZB-Vorgaben.
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- **Zivilrecht:** BGB-Vertrag, AGB-Kontrolle, Darlehen, Kündigung, Sicherheiten, Haftung, Datenschutz, Geschäftsgeheimnis und Bankgeheimnis.
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- **Gesellschaftsrecht:** AktG, GmbHG, Satzung, Geschäftsordnung, Vorstand, Aufsichtsrat, Ausschüsse, HV, Interessenkonflikte und Business Judgment Rule.
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- **Kredit und Krise:** Sanierungsgutachten, Fortbestehensprognose, Liquiditätsplanung, Forbearance, Sicherheiten, Insolvenzanfechtung, StaRUG-/InsO-Schnittstelle.
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- **Vertrieb:** Handelsvertreterrecht, Vermittler, Provision, WpHG-Vertriebspflichten, Beschwerden, Ombudsmann, Produktfreigabe.
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- **Operations:** Auslagerung, IT, Cloud, DORA, Dienstleistersteuerung, interne Richtlinien, Datenraum, Rechnungsreview, Litigation.
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### 3. Beleg- und Lückenmatrix
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Erstelle eine Tabelle:
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| Behauptung oder Risiko | Beleg vorhanden? | Fehlender Beleg | Warum wichtig? | Owner |
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| ... | ja/nein | ... | ... | ... |
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### 4. Entscheidungsvorbereitung
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Liefer eine Normenkarte mit § 25a KWG, MaRisk-Modulbezug, Risikoampel und Vorstand-/Ausschuss-Eskalation.
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Baue das Ergebnis so, dass ein Syndikus es intern weitergeben kann:
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- **Für Vorstand:** stark verdichtete Entscheidung, Optionen, Risiko, Empfehlung, Kosten und Zeitplan.
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- **Für Fachbereich:** klare To-dos, keine juristische Überwältigung, aber präzise rote Linien.
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- **Für Aufsicht:** faktenstark, vollständig, konsistent, ohne unnötige Selbstbezichtigung oder Spekulation.
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- **Für externe Kanzlei:** enger Scope, konkrete Fragen, Budget, Deadline und erwartetes Arbeitsergebnis.
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## Stilregeln
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- Kurz starten, dann sauber vertiefen.
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- Keine Textwüste: Tabellen, Ampeln, Checklisten und Entscheidungssätze nutzen.
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- Bei hoher Unsicherheit die Unsicherheit verwertbar machen: welche Tatsache fehlt, wer kann sie liefern, bis wann.
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- Keine pauschalen Haftungsausschlüsse in jedem Absatz. Einmal sauber markieren, dann arbeiten.
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- Rechtsprechung nur verwenden, wenn Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und freie oder amtliche Quelle geprüft sind.
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## Ausgabeformate
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Wähle passend oder biete maximal drei Optionen an:
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1. **Legal Note** mit Kurzbild, Prüfung, Risikoampel, Empfehlung.
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2. **Vorstandsvorlage** mit Beschlussvorschlag und Alternativen.
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3. **BaFin-/Bundesbank-Antwortentwurf** mit Tatsachenmatrix.
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4. **Vertrags- oder Klauselcheck** mit Änderungsvorschlägen.
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5. **Unterlagenliste** für Fachbereich, Kanzlei, Prüfer oder Datenraum.
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6. **Red-Team-Check** gegen Aufsicht, Prozessgegner, Verwalter oder interne Revision.
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### Anschluss-Skills
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- Bei ungeklärter Ausgangslage: `bankrechtsabteilung-kaltstart-routing`.
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- Bei Aufsichtsbezug: `bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage`, `bafin-kommunikation-und-anhoerung` oder `ssm-bundesbank-aufsichtsbrief`.
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- Bei Kredit- und Krisenbezug: `kreditentscheidung-weiterfinanzierung`, `stundung-standstill-waiver`, `sanierungsgutachten-idw-s6-bewertung` oder `restrukturierung-kreditengagement`.
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- Bei Gremienbezug: `vorstandsvorlage-gutachten`, `aufsichtsrat-vorlage-bank` oder `organhaftung-business-judgment`.
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- Bei Dienstleistern und Kanzleien: `outsourcing-externe-dienstleister`, `externe-anwaelte-steuerung` oder `anwaltliche-rechnungen-review`.
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## Quellenanker
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Nutze vor tragenden Aussagen bevorzugt amtliche oder frei zugängliche Quellen: Gesetze im Internet für KWG, ZAG, WpHG, GwG, HGB, BGB und AktG; BaFin für MaRisk, Merkblätter und Aufsichtsinformationen; EUR-Lex für DORA, CRR/CRD und MiFID; EBA/EZB/Bundesbank für Leitlinien und Aufsichtspraxis. Das Quellenverzeichnis des Plugins liegt in `references/QUELLEN.md`.
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Primärquellen: gesetze-im-internet.de (KWG, AnzV), bafin.de (MaRisk aktuelle Fassung, BAIT 2021). Live-Check bei MaRisk-Änderungsrundschreiben (BaFin veröffentlicht Novellen unregelmäßig), bei laufenden EBA-Guidelines zu Internal Governance (EBA/GL/2021/05) und bei DORA-ITS/RTS (eur-lex.europa.eu).
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@@ -3,105 +3,46 @@ name: geschaeftsleiter-bestellung-kwg-zag
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description: "Geschäftsleiterbestellung nach KWG, ZAG und KAGB tief prüfen: Absichtsanzeige, Vollzugsanzeige, Zuverlässigkeit, fachliche Eignung, Zeitbudget, Lebenslauf, Führungszeugnis, Eignungsmatrix und BaFin-Kommunikation."
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# Geschäftsleiterbestellung nach KWG und ZAG
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# Geschäftsleiterbestellung KWG/ZAG
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## Worum es geht
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## Fachkern: Geschäftsleiterbestellung KWG/ZAG
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- **Spezialgegenstand:** Geschäftsleiterbestellung KWG/ZAG; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
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- **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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Dieser Skill begleitet die vollständige Geschäftsleiterbestellung bei KWG-Instituten und ZAG-Zahlungsinstituten: von der frühzeitigen Fit-and-Proper-Prüfung über die Absichtsanzeige bis zur Vollzugsanzeige. Er deckt Zuverlässigkeit, fachliche Eignung, Zeitbudget und Doppelmandate ab. Bei ZAG-Instituten gelten § 12 ZAG i.V.m. § 25c KWG entsprechend; bei KAGB-Verwaltungsgesellschaften § 18 KAGB.
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## Kernnormen
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## Aufgabe
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- **§ 25c Abs. 1 KWG** – Zuverlässigkeit und fachliche Eignung; Mindestvoraussetzungen für jede Geschäftsleiterin
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- **§ 25c Abs. 2 KWG** – Zeitbudget: ausreichende Zeitkapazität; bei bedeutenden Instituten nach EZB-Klassifizierung strengere Anforderungen (Abs. 2 Satz 2)
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- **§ 25c Abs. 4 KWG** – Mandatshöchstzahl bei bedeutenden Instituten: 1 Exekutivmandat + 2 Nicht-Exekutivmandate; Ausnahmen genehmigungspflichtig
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- **§ 25c Abs. 5 KWG** – Absichtsanzeige (unverzüglich nach Absicht zur Bestellung, vor Vollzug)
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- **§ 25d KWG** – Anforderungen ans Aufsichtsorgan; Abs. 3 kollektiver Sachverstand, Abs. 8 Mandatshöchstzahl, Abs. 9 Vergütungsausschuss, Abs. 11 Risikoausschuss
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- **§ 36 KWG** – Abberufung durch BaFin: Abs. 1 bei Unzuverlässigkeit, Abs. 2 bei dauerhafter Ungeeignetheit; aufschiebende Wirkung nur auf Antrag
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- **§ 12 ZAG** – Geschäftsleiter-Anforderungen bei Zahlungsinstituten; Abs. 1 sinngemäße Anwendung § 25c KWG; Abs. 2 Absichtsanzeige an BaFin
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- **MaRisk AT 4.1** – Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung; unübertragbare Kernaufgaben: Risikostrategie, Limitsystem, Notfallplanung, Revisionsberichte
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- **EBA/GL/2021/06** – Joint ESMA-EBA-Leitlinie zur Eignungsprüfung; Kriterien für Erfahrung, Unabhängigkeit, Zeitbudget, Vielfalt
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Bearbeite diesen Spezialfall aus Sicht einer Bank-Rechtsabteilung. Das Ergebnis muss intern verwendbar sein: als Legal Note, Vorstandsvorlage, BaFin-Fragenpaket, Produktfreigabe, Vertragscheck, Red-Team-Vermerk oder Umsetzungs-Backlog.
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## Prüfschritte
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**Wann nutzen:** Die Bank, ein Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut oder eine banknahe Tochter will eine Geschäftsleiterin oder einen Geschäftsleiter bestellen.
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1. **Vorab-Screening**: Zuverlässigkeit (§ 25c Abs. 1 KWG) – Strafregisterauszug, Schufa, frühere Aufsichtsverfahren, Insolvenzhistorie.
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2. **Fachliche Eignung** (§ 25c Abs. 1 KWG, EBA/GL/2021/06 Abschnitt 3): Mindestens 3 Jahre einschlägige Leitungserfahrung im Bankgeschäft; Ressort-Kompetenz nachweisen.
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3. **Zeitbudget** (§ 25c Abs. 2 KWG): Vollzeitäquivalent dokumentieren; Nebentätigkeiten auflisten, Interessenkonflikte prüfen.
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4. **Mandatszählung** (§ 25c Abs. 4 KWG): Bei bedeutendem Institut Mandatshöchstzahl einhalten; Konzernmandate prüfen (Ausnahme § 25c Abs. 4 Satz 3 KWG).
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5. **Absichtsanzeige** (§ 25c Abs. 5 KWG, AnzV § 4): Lebenslauf, Führungszeugnis, Selbstauskunft, Organigramm; bei ZAG: § 12 Abs. 2 ZAG.
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6. **BaFin-Dialog**: Rückfragen zeitnah beantworten; Schweigen der BaFin nach 6 Wochen = kein Einwand (§ 24 Abs. 1 Nr. 1 KWG i.V.m. VwVfG).
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7. **Vollzugsanzeige** (§ 24 Abs. 1 Nr. 1 KWG): Unverzüglich nach Bestellung; AnzV-Formular einreichen.
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## Schnellmodus
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## Typische Fallkonstellationen
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1. **Eilpunkt erkennen:** Fristen, Anzeigewege, Launch-Termine, Register-/Portal-Einreichung, Aufsichtskontakt, Kundenkommunikation und irreversible Vollzugsschritte zuerst markieren.
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2. **Regime sauber trennen:** Geltendes Recht, Verwaltungspraxis, EU-Entwurf/Vorschau und reine Produktidee nicht vermischen. Bei PSD3/PSR oder Roadmap-Themen ausdrücklich als Monitoring oder Gap-Vorschau kennzeichnen.
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3. **Tatbestand vor Meinung:** Erst Geschäftsmodell, Zahlungsfluss, Tokenrecht, Organrolle oder Registerfunktion sauber beschreiben, dann rechtlich einordnen.
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4. **Quellenhygiene:** Gesetze, BaFin, Bundesbank, EBA, EZB und EUR-Lex bevorzugen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und freier oder amtlicher Quelle.
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5. **Bankrealität:** Nicht nur sagen, ob etwas erlaubt ist. Immer mitliefern: wer entscheidet, welche Unterlagen fehlen, welcher Fachbereich Owner ist und wie die Bank das dokumentiert.
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- Erstbestellung Vorstandsvorsitzender KWG-Bank: § 25c Abs. 1, 2, 5 KWG, AnzV § 4, EBA/GL/2021/06, BaFin-Vorabgespräch empfehlen
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- Bestellung Geschäftsleiter Zahlungsinstitut: § 12 ZAG analog § 25c KWG, Absichtsanzeige BaFin Formular GF-KI
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- Doppelmandat in Konzern: § 25c Abs. 4 Satz 3 KWG Konzernausnahme prüfen; EZB-Genehmigung bei signifikantem Institut
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- Abberufungsverfahren BaFin: § 36 KWG, Anhörung (§ 28 VwVfG), Klagerecht Verwaltungsgericht; aufschiebende Wirkung § 80 VwGO
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- Aufsichtsrat-Mitglied Bank AG: § 25d KWG, Mandatshöchstzahl, kollektiver Sachverstand, EBA/GL/2021/06 Nicht-Exekutiv
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## Intake
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## Output
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Frage nur nach, wenn ohne Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Andernfalls mit Annahmen arbeiten und sie sichtbar markieren.
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Fit-and-Proper-Selbstauskunftsbogen; Absichtsanzeige-Entwurf mit allen AnzV-Unterlagen; Mandats-Zeitbudget-Tabelle; Risikovermerk bei BaFin-Einwendungsrisiko; Abberufungsschutz-Analyse.
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- **Kerninformationen:** Person, Funktion, Institutstyp, Ressort, CV, Zeitbudget, Mandate, Straf-/Aufsichtsverfahren, Formulare, Zieltermin.
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- **Institut und Rolle:** Bank, Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut, Wertpapierinstitut, CRR-Kreditinstitut, FinTech-Tochter, Vermittler, Agent, Registerführer, CASP, Emittent oder Dienstleister.
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- **Produkt oder Vorgang:** Zahlungsdienst, E-Geld, Kredit, Wertpapier, Token, Register, Organwechsel, Auslagerung, Betrugsfall, Trade Finance oder Kooperation.
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- **Aufsicht und Einreichweg:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, EBA, FIU, Register, MVP, IMAS, Bundesanzeiger, Handelsregister oder interner Ausschuss.
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- **Dokumente:** Produktbeschreibung, Flow-of-Funds, Vertragsentwurf, API-Doku, Token Terms, Organ-CV, Eignungsmatrix, Registerauszug, Kundenkommunikation, Logs oder Vorstandsvorlage.
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## Quellenregel
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## Prüfaufbau
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### 1. Kurzbild
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| Punkt | Klärung |
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| Ergebnisbedarf | Vermerk, Freigabe, BaFin-Anfrage, Vertrag, Vorstandsvorlage oder Prozessstrategie |
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| Rechtsregime | KWG, ZAG, WpHG, WpIG, eWpG, MiCAR, DORA, GwG, BGB, HGB, AktG, SEPA-/EU-Regime oder Entwurf |
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| Risiko | Aufsicht, Bußgeld, Zivilhaftung, Organhaftung, Kundenstreit, AML, Datenschutz, IT oder Reputation |
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| Frist | Anzeige, Launch, Antwort, Rückgabe, Register, Gremium oder Verjährung |
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| Entscheidung | Go, Go mit Auflagen, Stop, BaFin-Vorabklärung oder externe Spezialprüfung |
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### 2. Subsumtion und Geschäftsmodell
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Arbeite in dieser Reihenfolge:
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1. Lebenssachverhalt und Rollen in einfachen Sätzen festhalten.
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2. Geld-, Daten-, Wertpapier- oder Tokenfluss als Tabelle beschreiben.
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3. Tatbestandsmerkmale einzeln prüfen.
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4. Ausnahmen, Privilegierungen, Bestandsschutz, Übergangsregeln oder Entwurfsstand gesondert behandeln.
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5. Gegenargumente und Red-Team-Sicht der Aufsicht formulieren.
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6. Praktische Auflagen für Launch, Fortführung, Korrektur oder Ablehnung schreiben.
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### 3. Beleg- und Unterlagenliste
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| Frage | Beleg | Fehlt | Owner | Wirkung |
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| Wer erbringt welche Leistung? | Vertrag, Produktbild, Prozess | ... | Legal/Produkt | Regimewahl |
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| Fließen Kundengelder oder Kryptowerte? | Flow-of-Funds, Wallet-/Kontoauszug | ... | Operations/Risk | Erlaubnis/Haftung |
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| Gibt es Aufsichtskontakt? | Schreiben, Ticket, Portalnachweis | ... | Legal/Compliance | Frist/Strategie |
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| Sind Kunden betroffen? | AGB, FAQ, Beschwerde, Marketing | ... | Vertrieb/Legal | Transparenz/Haftung |
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### 4. Ergebnis
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Erstelle Bestellungsfahrplan, FAP-Matrix, Unterlagenliste, Risikovermerk und BaFin-/MVP-/IMAS-Einreichlogik.
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Baue das Ergebnis mit diesen Elementen:
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- **Entscheidungssatz:** Ein Satz, der intern zitiert werden kann.
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- **Risikoampel:** Rot/Gelb/Grün mit kurzer Begründung.
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- **Auflagen:** Welche Bedingungen müssen vor Go-Live oder vor Antwort erfüllt sein?
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- **Offene Punkte:** konkrete Rückfragen statt allgemeiner Rechercheaufträge.
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- **Anschluss-Skills:** passende Skills aus `bank-rechtsabteilung` nennen, insbesondere `bafin-kommunikation-und-anhoerung`, `bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage`, `dora-ict-vertraege-vorfall`, `gwg-aml-kyc-verdachtsmeldung`, `vorstandsvorlage-gutachten` oder `produktfreigabe-new-product-process`.
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## Spezialhinweise
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- **PSD3/PSR:** Als EU-Gesetzgebungsvorschau behandeln, bis finaler Text und nationale Umsetzung/Anpassung greifbar sind. Keine Scheingeltung behaupten.
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- **eWpG/MiCAR:** Immer zuerst trennen, ob der Token ein Finanzinstrument, elektronisches Wertpapier, Kryptowert, E-Geld-Token, vermögenswertreferenzierter Token oder etwas anderes ist.
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- **ZAG:** Zahlungsfluss und Besitz an Kundengeldern sind zentral. Grafische Flow-of-Funds-Logik in Worte übersetzen.
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- **Geschäftsleiter/FAP:** Nicht nur Einzelperson prüfen, sondern Kollektiveignung, Zeitverfügbarkeit, Interessenkonflikte und Einreichkanal.
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- **Tokenisierung:** Keine Technikromantik. Rechtsposition, Register, Verwahrung, Übertragung, Verlustfall, Kundenschutz und Aufsicht zuerst.
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## Geschäftsleiter-Spezifika (KWG/ZAG/KAGB)
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- Rechtsgrundlagen: §§ 25c, 32, 33, 36 KWG (Zuverlässigkeit, fachliche Eignung, ausreichende Zeit, Mandatsbegrenzung), § 21 ZAG (entsprechend für Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut), § 119 WpIG, § 17 KAGB. EBA/ESMA Joint Guidelines on suitability assessment of members of the management body (EBA/GL/2021/06, ESMA35-36-2319).
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- Anzeigewege: Absichtsanzeige vor Bestellung (§ 24 Abs. 1 Nr. 1 KWG) — formgebundene Einreichung über BaFin-MVP-Portal mit Lebenslauf, Führungszeugnis (§ 30 BZRG), Selbstauskunft, Eignungsmatrix, Mandatsübersicht; Vollzugsanzeige nach Bestellung (§ 24 Abs. 1 Nr. 2). Bei bedeutenden Instituten (Significant Institutions) ggf. EZB/SSM via IMAS-Portal.
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- Fachliche Eignung: nicht nur Einzelqualifikation, sondern Kollektiveignung des Boards (Komplementärwissen Risk/IT/Geschäft); ZeitverfügbarkeitsRichtlinien EBA Tabelle (Mandatszahl, Stundenbudget); Interessenkonflikte (§ 25c Abs. 2 KWG iVm AT 4.4 MaRisk).
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- Praxis BaFin: Hearings ("Gespräche") bei Erstbestellung üblich; Fit&Proper-Test mündlich und schriftlich; bei Nichtzustimmung Möglichkeit der Rücknahme der Anzeige vor förmlicher Abweisung.
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- Praktiker-Tipp: Eignungsmatrix als Excel + Erläuterung pro Kriterium; CV chronologisch und ohne Lücken; Führungszeugnis (Belegart "O") und gewerbliches Führungszeugnis aus dem GZR; bei Vorstrafen/aufsichtsrechtlichen Verfahren transparente Offenlegung mit eigenem Memo (Reha-Argumente, Zeitverlauf, Lerneffekt); Termin vor Bestellung nicht öffentlich kommunizieren.
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## Qualitätsgate
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Vor Ausgabe prüfen:
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- Steht klar da, was geltendes Recht ist und was Entwurf/Monitoring ist?
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- Sind BaFin-/EBA-/EUR-Lex-Quellen als Live-Check markiert, wenn sie tragen?
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- Gibt es eine konkrete Unterlagenliste?
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- Ist die Bankentscheidung dokumentationsfest?
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- Sind keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate enthalten?
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gesetze-im-internet.de (KWG, ZAG, AnzV), bafin.de (Merkblatt Geschäftsleiter, Formular GF-KI), eba.europa.eu (EBA/GL/2021/06). Live-Check bei BaFin-Merkblatt Geschäftsleiter (zuletzt aktualisiert 2023) und EBA-Q&A zur Fit-and-Proper-Leitlinie.
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+30
-103
@@ -3,118 +3,45 @@ name: kreditwesengesetz-erlaubnis-inhaberkontrolle
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description: "KWG-Erlaubnis, Erlaubniserweiterung, Inhaberkontrolle und qualifizierte Beteiligung prüfen: Geschäftsmodell, Schwellen, Anzeige, Fit-and-Proper und BaFin-Erwartungen strukturieren."
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# KWG-Erlaubnis und Inhaberkontrolle
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# KWG-Erlaubnis und Beteiligungen
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## Worum es geht
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## Fachkern: KWG-Erlaubnis und Beteiligungen
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- **Spezialgegenstand:** KWG-Erlaubnis und Beteiligungen; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
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- **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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Dieser Skill analysiert, ob ein Geschäftsmodell einer KWG-Erlaubnis bedarf, welche Tatbestandsmerkmale einschlägig sind und welche Inhaberkontrollverfahren bei qualifizierten Beteiligungen ablaufen. Die Normenstruktur folgt § 1 KWG (Tatbestände), § 32 KWG (Erlaubnispflicht) und § 2c KWG (Inhaberkontrolle). Fit-and-Proper-Anforderungen für Geschäftsleiter und Aufsichtsorgane sind eingebettet.
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## Kernnormen
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## Auftrag
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- **§ 1 Abs. 1 KWG** – abschließender Katalog der Bankgeschäfte (Nr. 1–12): Einlagengeschäft, Kreditgeschäft, Diskontgeschäft, Finanzkommissionsgeschäft u.a.; Abs. 1a: Finanzdienstleistungen (Nr. 1–11)
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- **§ 32 KWG** – Erlaubnispflicht: schriftlicher Antrag, Inhalt des Geschäftsplans, BaFin-Entscheidungsfrist (12 Monate bei vollständigem Antrag)
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- **§ 33 KWG** – Versagungsgründe: Abs. 1 Nr. 1 (Anfangskapital), Nr. 2 (Zuverlässigkeit), Nr. 3 (Eignung), Nr. 4 (Geschäftsplan), Abs. 2 (Inhaberkontrolle)
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- **§ 2c KWG** – Inhaberkontrolle bei qualifizierten Beteiligungen: Schwellen 10 %, 20 %, 30 %, 50 % oder Mehrheitsbeteiligung; Anzeigepflicht Erwerb und Veräußerung; BaFin-Untersagungsrecht; Abs. 1b Fristen
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- **§ 24 KWG** – Anzeigepflichten: Abs. 1 Nr. 1 (Organbestellung), Nr. 11 (qualifizierte Beteiligung), Nr. 12 (Unterschreiten 10 %); AnzV-Formulare
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- **§ 25c KWG** – Fit-and-Proper Geschäftsleiter: Abs. 1 Zuverlässigkeit und Sachkunde, Abs. 2 Zeitbudget (Vollzeitäquivalent), Abs. 4 Abs. 4a Doppelmandate
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- **§ 35 KWG** – Aufhebung der Erlaubnis: Abs. 1 (Antrag), Abs. 2 (Amts-wegen bei dauerhafter Nichtausübung, Versagungsgründen, Insolvenz)
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- **§ 36 KWG** – Abberufung von Geschäftsleitern durch BaFin bei dauerhafter Ungeeignetheit oder Unzuverlässigkeit
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Arbeite als schneller, vorsichtiger und praxisnaher Co-Pilot einer Rechtsabteilung einer mittelgroßen deutschen Bank. Ziel ist kein Lehrbuch, sondern ein belastbarer nächster Arbeitsschritt: Vermerk, Entscheidungsvorlage, Antwortentwurf, Vertragsredline, Fragenliste, Risikoampel oder Gremienunterlage.
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## Prüfschritte
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**Wann dieser Skill passt:** Die Bank will neue Tätigkeiten aufnehmen, eine Beteiligung erwerben oder Anteilsveränderungen bei sich selbst bewerten.
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1. **Tatbestandssubsumtion** (§ 1 Abs. 1 und 1a KWG): Welches Bankgeschäft oder welche Finanzdienstleistung liegt vor? Greift eine Ausnahme (§ 2 KWG Konzernprivileg, Nebenleistung)?
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2. **Anfangskapital** (§ 33 Abs. 1 Nr. 1 KWG, CRD-V-Verweis): Mindestkapital je Institutstyp ermitteln; für Kredit-Institute gemäß § 10 Abs. 1 KWG i.V.m. CRR Art. 92.
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3. **Geschäftsplan** (§ 32 Abs. 1 Satz 2 KWG): Drei-Jahres-Plan, IT-Konzept, Organisationsplan, Angaben zu Inhabern, Auslagerungen.
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4. **Inhaberkontrolle** (§ 2c KWG, InhKontrollV): Schwellenwert berechnen, Absichtsanzeige vorbereiten, Fristen wahren (BaFin 60 Werktage), Verlängerungsoption prüfen.
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5. **Fit-and-Proper** (§ 25c KWG, EBA/GL/2021/06): Lebenslauf, Selbstauskunft, Führungszeugnis, Zeitbudget-Nachweis für jeden Geschäftsleiter.
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6. **Erlaubnisantrag einreichen** (§ 32 KWG): vollständige Unterlagen an BaFin per MVPportal; 12-Monatsfrist läuft ab Vollständigkeit.
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7. **Versagungsrisiko** (§ 33 KWG): Prüfe alle Versagungsgründe vorab; unvollständiger Antrag hemmt Fristlauf.
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## Sofortmodus
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## Typische Fallkonstellationen
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1. **Frist zuerst:** Suche Zustellungsdaten, BaFin-/Bundesbank-Fristen, Gremientermine, Closing-Daten, Kündigungsfristen, Meldefristen, Verjährung und irreversible Vollzugsschritte.
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2. **Rolle klären:** Sprich aus Sicht der Bank-Rechtsabteilung. Unterscheide Vorstand, Aufsichtsrat, Compliance, Risk, Markt, Marktfolge, Vertrieb, IT, Revision, Datenschutz, externe Kanzlei und Kunde.
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3. **Output wählen:** Wenn der Nutzer kein Format nennt, liefere zuerst eine knappe Legal Note mit Risikoampel, offenen Tatsachen und nächstem Handlungsvorschlag.
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4. **Quellenhygiene:** Zitiere Gesetze, BaFin-/EBA-/EU-Dokumente und Rechtsprechung nur mit prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate.
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5. **Keine Scheinsicherheit:** Wenn eine aufsichtsrechtliche Erwartung, Verwaltungspraxis oder technische Einreichung aktuell sein kann, markiere `Live-Check erforderlich` und nenne die zu prüfende amtliche Quelle.
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- FinTech-Gründung plant Einlagen: § 1 Abs. 1 Nr. 1 KWG Erlaubnispflicht, § 32 KWG Antrag, Mindestkapital 5 Mio. Euro (CRD V)
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- Gesellschafter-Einstieg bei 15 %: § 2c KWG Inhaberkontrolle, Anzeigepflicht vor Vollzug, InhKontrollV-Formular
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- Erweiterung Erlaubnis (neues Kreditgeschäft): § 32 KWG Erweiterungsantrag, § 33 Nr. 4 (Geschäftsplan), BaFin-Abstimmung
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- Abberufungsverlangen BaFin: § 36 KWG, vorherige Anhörung, aufschiebende Wirkung nur bei Antrag
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- Unterschreiten 10 %-Schwelle: § 24 Abs. 1 Nr. 12 KWG Anzeige nachträglich, AnzV § 18
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## Intake
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## Output
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Frage nur nach, wenn die Antwort den nächsten Schritt wirklich ändert. Sonst arbeite mit sichtbaren Annahmen.
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Erlaubnisantrags-Checkliste mit Normbezug; Inhaberkontroll-Absichtsanzeige (Entwurf); Fit-and-Proper-Selbstauskunftsbogen; Vermerk zu Versagungsrisiken mit Risikoampel.
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- **Sachverhalt:** Geschäftsplan, Produkte, Bilanzsumme, Beteiligungsquoten, Erwerber, Organpersonen, Zeitplan.
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- **Institut:** Rechtsform, Erlaubnisstatus, SSM-/LSI-Status, Geschäftsmodell, Konzernbezug, relevante Tochter oder Zweigniederlassung.
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- **Dokumente:** Vertrag, Aufsichtsschreiben, Kreditakte, Sanierungsgutachten, Richtlinie, Vorstandsvorlage, Rechnung, Beschwerde, Registerauszug, Datenraum oder Screenshot.
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- **Frist und Forum:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, FIU, Gericht, Ombudsstelle, Vorstand, Aufsichtsrat, HV, Prüfung, Closing oder interne Deadline.
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- **Risikodimension:** Aufsicht, Zivilrecht, Straf-/OWi-Risiko, Organhaftung, Datenschutz, Bankgeheimnis, Reputation, Kosten, Operational Risk.
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## Quellenregel
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## Prüfworkflow
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### 1. Kurzbild
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Fasse in fünf bis acht Zeilen zusammen:
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| Punkt | Inhalt |
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| Vorgang | Was liegt auf dem Tisch? |
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| Entscheider | Wer muss freigeben oder informiert werden? |
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| Frist | Was läuft wann ab? |
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| Primärrecht | Welche Normen oder Behördenstandards tragen die Prüfung? |
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| Risiko | Rot, Gelb oder Grün mit einem Satz Begründung. |
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| Nächster Schritt | Was sollte die Bank jetzt konkret tun? |
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### 2. Rechts- und Governance-Karte
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Prüfe je nach Fall insbesondere:
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- **Bankaufsicht:** KWG, MaRisk, DORA, CRR/CRD, WpHG, WpIG, ZAG, GwG, BaFin-/Bundesbank-/EBA-/EZB-Vorgaben.
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- **Zivilrecht:** BGB-Vertrag, AGB-Kontrolle, Darlehen, Kündigung, Sicherheiten, Haftung, Datenschutz, Geschäftsgeheimnis und Bankgeheimnis.
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- **Gesellschaftsrecht:** AktG, GmbHG, Satzung, Geschäftsordnung, Vorstand, Aufsichtsrat, Ausschüsse, HV, Interessenkonflikte und Business Judgment Rule.
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- **Kredit und Krise:** Sanierungsgutachten, Fortbestehensprognose, Liquiditätsplanung, Forbearance, Sicherheiten, Insolvenzanfechtung, StaRUG-/InsO-Schnittstelle.
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- **Vertrieb:** Handelsvertreterrecht, Vermittler, Provision, WpHG-Vertriebspflichten, Beschwerden, Ombudsmann, Produktfreigabe.
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- **Operations:** Auslagerung, IT, Cloud, DORA, Dienstleistersteuerung, interne Richtlinien, Datenraum, Rechnungsreview, Litigation.
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### 3. Beleg- und Lückenmatrix
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Erstelle eine Tabelle:
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| Behauptung oder Risiko | Beleg vorhanden? | Fehlender Beleg | Warum wichtig? | Owner |
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| ... | ja/nein | ... | ... | ... |
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### 4. Entscheidungsvorbereitung
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Erzeuge Erlaubnis-/Anzeige-Matrix, Unterlagenliste und BaFin-Fahrplan.
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Baue das Ergebnis so, dass ein Syndikus es intern weitergeben kann:
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- **Für Vorstand:** stark verdichtete Entscheidung, Optionen, Risiko, Empfehlung, Kosten und Zeitplan.
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- **Für Fachbereich:** klare To-dos, keine juristische Überwältigung, aber präzise rote Linien.
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- **Für Aufsicht:** faktenstark, vollständig, konsistent, ohne unnötige Selbstbezichtigung oder Spekulation.
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- **Für externe Kanzlei:** enger Scope, konkrete Fragen, Budget, Deadline und erwartetes Arbeitsergebnis.
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## Stilregeln
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- Kurz starten, dann sauber vertiefen.
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- Keine Textwüste: Tabellen, Ampeln, Checklisten und Entscheidungssätze nutzen.
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- Bei hoher Unsicherheit die Unsicherheit verwertbar machen: welche Tatsache fehlt, wer kann sie liefern, bis wann.
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- Keine pauschalen Haftungsausschlüsse in jedem Absatz. Einmal sauber markieren, dann arbeiten.
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- Rechtsprechung nur verwenden, wenn Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und freie oder amtliche Quelle geprüft sind.
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## Ausgabeformate
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Wähle passend oder biete maximal drei Optionen an:
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1. **Legal Note** mit Kurzbild, Prüfung, Risikoampel, Empfehlung.
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2. **Vorstandsvorlage** mit Beschlussvorschlag und Alternativen.
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3. **BaFin-/Bundesbank-Antwortentwurf** mit Tatsachenmatrix.
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4. **Vertrags- oder Klauselcheck** mit Änderungsvorschlägen.
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5. **Unterlagenliste** für Fachbereich, Kanzlei, Prüfer oder Datenraum.
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6. **Red-Team-Check** gegen Aufsicht, Prozessgegner, Verwalter oder interne Revision.
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### Anschluss-Skills
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- Bei ungeklärter Ausgangslage: `bankrechtsabteilung-kaltstart-routing`.
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- Bei Aufsichtsbezug: `bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage`, `bafin-kommunikation-und-anhoerung` oder `ssm-bundesbank-aufsichtsbrief`.
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- Bei Kredit- und Krisenbezug: `kreditentscheidung-weiterfinanzierung`, `stundung-standstill-waiver`, `sanierungsgutachten-idw-s6-bewertung` oder `restrukturierung-kreditengagement`.
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- Bei Gremienbezug: `vorstandsvorlage-gutachten`, `aufsichtsrat-vorlage-bank` oder `organhaftung-business-judgment`.
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- Bei Dienstleistern und Kanzleien: `outsourcing-externe-dienstleister`, `externe-anwaelte-steuerung` oder `anwaltliche-rechnungen-review`.
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## Quellenanker
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Nutze vor tragenden Aussagen bevorzugt amtliche oder frei zugängliche Quellen: Gesetze im Internet für KWG, ZAG, WpHG, GwG, HGB, BGB und AktG; BaFin für MaRisk, Merkblätter und Aufsichtsinformationen; EUR-Lex für DORA, CRR/CRD und MiFID; EBA/EZB/Bundesbank für Leitlinien und Aufsichtspraxis. Das Quellenverzeichnis des Plugins liegt in `references/QUELLEN.md`.
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## AnzV- und InhKontrollV-Vertiefung
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Bei Erlaubnis, Organwechsel und Beteiligungen die Verfahrensseite nicht als Nebensache behandeln. Nutze `anzv-kwg-anzeigenkalender-bafin-bundesbank` für KWG-Anzeigen und `inhkontrollv-bedeutende-beteiligung-bank` für Erwerb, Erhöhung, Verringerung oder Aufgabe bedeutender Beteiligungen. Prüfe insbesondere Schwellen 10/20/30/50 %, mittelbare Kontrolle, Stimmrechtsabreden, Erwerberkette, Finanzierung, Fit-and-Proper, Übersetzungen, Einreichadressat BaFin/Bundesbank/EZB und Closing-Condition.
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gesetze-im-internet.de (KWG, InhKontrollV, AnzV), bafin.de (Merkblatt Inhaberkontrolle, Formular-Center), eba.europa.eu (EBA/GL/2021/06 Fit-and-Proper). Live-Check: BaFin-Merkblätter zu Erlaubnispflicht werden nach Gesetzesänderungen aktualisiert.
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@@ -3,111 +3,45 @@ name: zag-agenten-auslagerung-register
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description: "ZAG-Agenten, E-Geld-Agenten und Auslagerung prüfen: Register, Haftung, Weisungen, Schulungen, AML, Kundenkommunikation, Passporting und Abgrenzung zum bloßen Dienstleister."
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# ZAG-Agenten, E-Geld-Agenten und Auslagerung
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# ZAG-Agenten und Register
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## Worum es geht
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## Fachkern: ZAG-Agenten und Register
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- **Spezialgegenstand:** ZAG-Agenten und Register; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
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- **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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Dieser Skill prüft den Einsatz von Agenten und die Auslagerung bei ZAG-Instituten: Registrierungspflicht, Haftungsverantwortung des Hauptinstituts, AML-Integration, Auslagerungsanzeige und Anforderungen an ICT-Drittparteien nach DORA. Die Abgrenzung zwischen erlaubnispflichtigem Agenten und erlaubnisfreiem technischen Dienstleister ist zentral.
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## Kernnormen
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## Aufgabe
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- **§ 25 ZAG** – Agenten von Zahlungsinstituten: Registrierung vor Tätigkeitsaufnahme im BaFin-Agenten-Register; Angaben zu Identität, Diensten, Geschäftsgebiet; Haftung des Instituts für Agentenhandeln als eigenes
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- **§ 26 ZAG** – Auslagerung bei Zahlungsinstituten: wesentliche operative Funktionen (inkl. IT-Kernfunktionen); Vorab-Risikoanalyse; Prüfungs- und Informationsrechte; keine Auslagerung der Gesamtverantwortung
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- **§ 24 ZAG** – Auslagerung wesentlicher Funktionen: Anzeigepflicht an BaFin; Mindestvertragsinhalt (SLA, Ausstiegsklausel, Prüfungsrecht); Notfallplanung
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- **§ 23a ZAG** – E-Geld-Agenten: analoge Anforderungen wie § 25 ZAG; zusätzlich Identitätsprüfung-Pflicht (KYC) im Agentenprozess; AML-Schulungspflicht
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- **EBA/GL/2017/09** – Leitlinie zu Agenten und Auslagerung bei Zahlungsinstituten: Abgrenzungskriterien, Überwachungspflichten, Register-Inhalt, Passporting-Verfahren
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- **DORA Art. 28–30** (VO 2022/2554) – ICT-Drittparteienmanagement: Register kritischer Drittparteien (Art. 28 Abs. 3), vertragliche Mindestklauseln (Art. 30), Konzentrations-Risikoüberwachung (Art. 29); gilt für ZAG-Institute als Finanzunternehmen
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- **GwG §§ 17, 18** – AML-Pflichten bei Agentenvertrieb: Institut muss Agenten in AML-Compliance einbinden; regelmäßige Schulungen, Risikoklassifizierung Agenten
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- **§ 38 ZAG** – Passporting: Notifizierungsverfahren für grenzüberschreitende Dienste; Agenten im Aufnahmestaat über dortige Behörde registrieren
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Bearbeite diesen Spezialfall aus Sicht einer Bank-Rechtsabteilung. Das Ergebnis muss intern verwendbar sein: als Legal Note, Vorstandsvorlage, BaFin-Fragenpaket, Produktfreigabe, Vertragscheck, Red-Team-Vermerk oder Umsetzungs-Backlog.
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## Prüfschritte
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**Wann nutzen:** Zahlungsinstitut, Bank oder FinTech nutzt Agenten, Vertriebsstellen oder ausgelagerte Partner.
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1. **Agent vs. Dienstleister** (§ 25 ZAG, EBA/GL/2017/09): Handelt die Partei im Namen des Instituts gegenüber Kunden? Übernimmt sie Zahlungsdienstleistungs-Risiko? Wenn ja = Agent, Registrierungspflicht.
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2. **Agentenregistrierung** (§ 25 Abs. 1 ZAG): Vor Tätigkeitsaufnahme bei BaFin registrieren; Angaben: Name, Adresse, angebotene Zahlungsdienste, Zeitraum.
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3. **Haftungsübernahme** (§ 25 Abs. 3 ZAG): Vertragliche Haftungsübernahme des Instituts für Agentenverhalten; keine Möglichkeit zur Haftungsauslagerung.
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4. **AML-Integration** (GwG §§ 17, 18): Agenten in Risikomanagementsystem einbinden; regelmäßige Schulungen dokumentieren; Transaktionsmonitoring auch für Agenten-Transaktionen.
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5. **Auslagerungsanzeige** (§ 24, § 26 ZAG): Wesentliche Funktion definieren (IT-Plattform, Compliance, Betriebsführung); Anzeige vor Vollzug an BaFin; Vertrag mit Mindestklauseln.
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6. **DORA-Anforderungen** (Art. 28–30 VO 2022/2554): ICT-Dienstleister in Register eintragen; kritische Dienstleister identifizieren; Art. 30-Klauseln in Verträge aufnehmen (Ausstieg, Prüfungsrecht, Datenlokalisierung).
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7. **Passporting** (§ 38 ZAG): Agenten in anderen EWR-Staaten über dortige Aufsicht registrieren; Notifizierung durch BaFin.
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## Schnellmodus
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## Typische Fallkonstellationen
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1. **Eilpunkt erkennen:** Fristen, Anzeigewege, Launch-Termine, Register-/Portal-Einreichung, Aufsichtskontakt, Kundenkommunikation und irreversible Vollzugsschritte zuerst markieren.
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2. **Regime sauber trennen:** Geltendes Recht, Verwaltungspraxis, EU-Entwurf/Vorschau und reine Produktidee nicht vermischen. Bei PSD3/PSR oder Roadmap-Themen ausdrücklich als Monitoring oder Gap-Vorschau kennzeichnen.
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3. **Tatbestand vor Meinung:** Erst Geschäftsmodell, Zahlungsfluss, Tokenrecht, Organrolle oder Registerfunktion sauber beschreiben, dann rechtlich einordnen.
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4. **Quellenhygiene:** Gesetze, BaFin, Bundesbank, EBA, EZB und EUR-Lex bevorzugen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und freier oder amtlicher Quelle.
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5. **Bankrealität:** Nicht nur sagen, ob etwas erlaubt ist. Immer mitliefern: wer entscheidet, welche Unterlagen fehlen, welcher Fachbereich Owner ist und wie die Bank das dokumentiert.
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- Supermarkt als Zahlungsagent (Bargeld ein-/auszahlen): § 25 ZAG Registrierung, GwG-Schulung, Haftung des Instituts
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- Cloud-Provider für Kernbanksystem: § 26 ZAG wesentliche Auslagerung, § 24 ZAG Anzeige, DORA Art. 28–30 kritischer ICT-Drittanbieter
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- E-Geld-Vertrieb über Kiosknetz: § 23a ZAG E-Geld-Agenten, KYC-Pflicht, AML-Training, BaFin-Register
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- Passporting: Deutsches ZAG-Institut expandiert nach Frankreich: § 38 ZAG Notifizierung; Agenten in Frankreich über AMF registrieren
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- Ausgliederung Compliance-Funktion: § 26 ZAG Risikoanalyse; wesentliche Funktion; keine vollständige Delegation der Compliance-Verantwortung möglich
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## Intake
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## Output
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Frage nur nach, wenn ohne Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Andernfalls mit Annahmen arbeiten und sie sichtbar markieren.
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Agenten-Registrierungsanzeige-Vorlage § 25 ZAG; Auslagerungsvertrag-Mindestklausel-Checkliste (§ 24 ZAG, DORA Art. 30); DORA-ICT-Drittparteien-Register-Template; AML-Schulungsplan für Agenten; Risikoampel wesentliche vs. nicht-wesentliche Auslagerung.
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- **Kerninformationen:** Partnerrolle, Kundendialog, Vertragslage, Zahlungsfluss, Vergütung, Länder, AML-Pflichten, Kontrollrechte.
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- **Institut und Rolle:** Bank, Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut, Wertpapierinstitut, CRR-Kreditinstitut, FinTech-Tochter, Vermittler, Agent, Registerführer, CASP, Emittent oder Dienstleister.
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- **Produkt oder Vorgang:** Zahlungsdienst, E-Geld, Kredit, Wertpapier, Token, Register, Organwechsel, Auslagerung, Betrugsfall, Trade Finance oder Kooperation.
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- **Aufsicht und Einreichweg:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, EBA, FIU, Register, MVP, IMAS, Bundesanzeiger, Handelsregister oder interner Ausschuss.
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- **Dokumente:** Produktbeschreibung, Flow-of-Funds, Vertragsentwurf, API-Doku, Token Terms, Organ-CV, Eignungsmatrix, Registerauszug, Kundenkommunikation, Logs oder Vorstandsvorlage.
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## Quellenregel
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## Prüfaufbau
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### 1. Kurzbild
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| Punkt | Klärung |
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| Ergebnisbedarf | Vermerk, Freigabe, BaFin-Anfrage, Vertrag, Vorstandsvorlage oder Prozessstrategie |
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| Rechtsregime | KWG, ZAG, WpHG, WpIG, eWpG, MiCAR, DORA, GwG, BGB, HGB, AktG, SEPA-/EU-Regime oder Entwurf |
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| Risiko | Aufsicht, Bußgeld, Zivilhaftung, Organhaftung, Kundenstreit, AML, Datenschutz, IT oder Reputation |
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| Frist | Anzeige, Launch, Antwort, Rückgabe, Register, Gremium oder Verjährung |
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| Entscheidung | Go, Go mit Auflagen, Stop, BaFin-Vorabklärung oder externe Spezialprüfung |
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### 2. Subsumtion und Geschäftsmodell
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Arbeite in dieser Reihenfolge:
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1. Lebenssachverhalt und Rollen in einfachen Sätzen festhalten.
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2. Geld-, Daten-, Wertpapier- oder Tokenfluss als Tabelle beschreiben.
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3. Tatbestandsmerkmale einzeln prüfen.
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4. Ausnahmen, Privilegierungen, Bestandsschutz, Übergangsregeln oder Entwurfsstand gesondert behandeln.
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5. Gegenargumente und Red-Team-Sicht der Aufsicht formulieren.
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6. Praktische Auflagen für Launch, Fortführung, Korrektur oder Ablehnung schreiben.
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### 3. Beleg- und Unterlagenliste
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| Frage | Beleg | Fehlt | Owner | Wirkung |
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| Wer erbringt welche Leistung? | Vertrag, Produktbild, Prozess | ... | Legal/Produkt | Regimewahl |
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| Fließen Kundengelder oder Kryptowerte? | Flow-of-Funds, Wallet-/Kontoauszug | ... | Operations/Risk | Erlaubnis/Haftung |
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| Gibt es Aufsichtskontakt? | Schreiben, Ticket, Portalnachweis | ... | Legal/Compliance | Frist/Strategie |
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| Sind Kunden betroffen? | AGB, FAQ, Beschwerde, Marketing | ... | Vertrieb/Legal | Transparenz/Haftung |
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### 4. Ergebnis
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Liefer Rollenabgrenzung, Registercheck, Vertragsauflagen, Kontrollplan und BaFin-Meldelogik.
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Baue das Ergebnis mit diesen Elementen:
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- **Entscheidungssatz:** Ein Satz, der intern zitiert werden kann.
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- **Risikoampel:** Rot/Gelb/Grün mit kurzer Begründung.
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- **Auflagen:** Welche Bedingungen müssen vor Go-Live oder vor Antwort erfüllt sein?
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- **Offene Punkte:** konkrete Rückfragen statt allgemeiner Rechercheaufträge.
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- **Anschluss-Skills:** passende Skills aus `bank-rechtsabteilung` nennen, insbesondere `bafin-kommunikation-und-anhoerung`, `bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage`, `dora-ict-vertraege-vorfall`, `gwg-aml-kyc-verdachtsmeldung`, `vorstandsvorlage-gutachten` oder `produktfreigabe-new-product-process`.
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## Spezialhinweise
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- **PSD3/PSR:** Als EU-Gesetzgebungsvorschau behandeln, bis finaler Text und nationale Umsetzung/Anpassung greifbar sind. Keine Scheingeltung behaupten.
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- **eWpG/MiCAR:** Immer zuerst trennen, ob der Token ein Finanzinstrument, elektronisches Wertpapier, Kryptowert, E-Geld-Token, vermögenswertreferenzierter Token oder etwas anderes ist.
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- **ZAG:** Zahlungsfluss und Besitz an Kundengeldern sind zentral. Grafische Flow-of-Funds-Logik in Worte übersetzen.
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- **Geschäftsleiter/FAP:** Nicht nur Einzelperson prüfen, sondern Kollektiveignung, Zeitverfügbarkeit, Interessenkonflikte und Einreichkanal.
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- **Tokenisierung:** Keine Technikromantik. Rechtsposition, Register, Verwahrung, Übertragung, Verlustfall, Kundenschutz und Aufsicht zuerst.
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## Agent, Auslagerung oder Technikdienstleister
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Trenne strikt:
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| Rolle | Kernmerkmal | Folge |
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| ZAG-Agent | handelt für ein Zahlungsinstitut bei der Erbringung von Zahlungsdiensten gegenüber Kunden | Register-, Kontroll-, Schulungs-, AML- und Haftungslogik prüfen |
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| E-Geld-Agent/Vertriebsstelle | Vertrieb oder Rücktauschlogik rund um E-Geld | Akzeptanz, Rücktausch, Kundengelder und Informationspflichten prüfen |
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| Auslagerung | eine Tätigkeit, die sonst vom Institut selbst erbracht würde, wird an Dritte gegeben | DORA/MaRisk/KWG-Vertrag, Register, Risikoanalyse, Exit |
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| Technischer Dienstleister | technische Unterstützung ohne Geldbesitz und ohne Zahlungsentscheidung | Ausnahme nur bei sauberer Rollen- und Zugriffsbeschränkung |
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Erzeuge eine Register- und Kontrollmatrix: Partner, Rolle, Vertrag, Kundengelder, Weisungsrecht, Schulung, GwG, DORA, Subdienstleister, Passporting, Kundenkommunikation, BaFin/Bundesbank-Einreichung.
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## Qualitätsgate
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Vor Ausgabe prüfen:
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- Steht klar da, was geltendes Recht ist und was Entwurf/Monitoring ist?
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- Sind BaFin-/EBA-/EUR-Lex-Quellen als Live-Check markiert, wenn sie tragen?
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- Gibt es eine konkrete Unterlagenliste?
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- Ist die Bankentscheidung dokumentationsfest?
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- Sind keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate enthalten?
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gesetze-im-internet.de (ZAG, GwG), eur-lex.europa.eu (DORA VO 2022/2554), eba.europa.eu (EBA/GL/2017/09 Agenten und Auslagerung), bafin.de (Merkblatt ZAG-Auslagerung). Live-Check: DORA gilt seit 17.01.2025; EBA DORA-ITS/RTS auf eba.europa.eu; EBA/GL/2017/09 überarbeitet nach DORA.
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@@ -3,98 +3,46 @@ name: zag-e-geld-institut-emoney
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description: "E-Geld-Institut und E-Geld-Geschäft nach ZAG prüfen: Ausgabe, Rücktausch, monetärer Wert, Akzeptanzstellen, Sicherungsmittel, Eigenmittel, Vertrieb und Abgrenzung zu Gutschein, Token und Einlage."
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# E-Geld-Institut und E-Geld-Geschäft nach ZAG
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# E-Geld nach ZAG
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## Worum es geht
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## Fachkern: E-Geld nach ZAG
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- **Spezialgegenstand:** E-Geld nach ZAG; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
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- **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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Dieser Skill prüft das E-Geld-Geschäft nach ZAG: ob ein Produkt E-Geld im Sinne von § 1 Abs. 2 ZAG ist, welche Erlaubnisanforderungen gelten und wie Eigenmittel, Sicherung, Ausgabe und Rücktausch rechtssicher ausgestaltet werden. Abgrenzungen zu Gutscheinen, Kryptowerten (MiCAR) und Bankeinlagen (KWG) werden durchgeführt.
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## Kernnormen
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## Aufgabe
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- **§ 1 Abs. 2 ZAG** – E-Geld-Definition: elektronisch gespeicherter monetärer Wert in Form einer Forderung gegen den Emittenten, ausgegeben gegen Zahlung, zur Durchführung von Zahlungsvorgängen; drei kumulative Voraussetzungen
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- **§ 11 Abs. 1 Nr. 1 ZAG** – E-Geld-Institut-Erlaubnis: Antrag bei BaFin, Inhalt wie § 10 ZAG; Erlaubnis umfasst Zahlungsdienste nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1–6 ZAG automatisch
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||||
- **§ 17 ZAG** – Anfangskapital E-Geld-Institut: 350 TEUR (gegenüber 50/125 TEUR bei reinen ZI); laufende Eigenmittel nach Methode D (2 % des durchschnittlichen E-Geld-Umlaufs)
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- **§ 11a ZAG** – Ausgabe und Rücktausch: Ausgabe zum Nennwert, Rücktauschpflicht auf Verlangen des Inhabers, Entgeltbeschränkung beim Rücktausch
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- **§ 23a ZAG** – E-Geld-Agenten: Vertrieb durch Agenten; Registrierung, Haftung des E-Geld-Instituts für Agentenverhalten, AML-Schulungspflichten
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- **§ 16 ZAG** – Sicherung der Kundengelder (gilt auch für E-Geld-Institut): Treuhandkonto oder gleichwertige Sicherung für alle eingenommenen Gelder
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- **§ 1 Abs. 2 ZAG i.V.m. § 1 Abs. 10 Nr. 10 ZAG** – Gutschein-Ausnahme: begrenzte Netze (Einkaufsgutschein, Tankkarte) sind kein E-Geld wenn Akzeptanzstellenkreis eng begrenzt
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- **Art. 1 EMD2** (Richtlinie 2009/110/EG) – E-Geld-Definition europarechtliche Grundlage; harmonisierte Anforderungen; Umsetzung im ZAG
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Bearbeite diesen Spezialfall aus Sicht einer Bank-Rechtsabteilung. Das Ergebnis muss intern verwendbar sein: als Legal Note, Vorstandsvorlage, BaFin-Fragenpaket, Produktfreigabe, Vertragscheck, Red-Team-Vermerk oder Umsetzungs-Backlog.
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## Prüfschritte
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**Wann nutzen:** Wallet, Prepaid, Stablecoin-ähnliches Produkt, Gutschein- oder Plattformguthaben soll rechtlich eingeordnet werden.
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1. **E-Geld-Definition** (§ 1 Abs. 2 ZAG): Ist der Wert elektronisch gespeichert, stellt er eine Forderung gegen den Emittenten dar, wird er gegen Zahlung ausgegeben und für Zahlungsvorgänge akzeptiert?
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2. **Abgrenzung Einlage vs. E-Geld**: E-Geld ist keine rückzahlbare Einlage (§ 1 Abs. 2 Satz 3 ZAG); kein Zinsanspruch; kein Einlagensicherungsschutz (§ 11a Abs. 4 ZAG).
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3. **Gutschein-Ausnahme** (§ 1 Abs. 10 Nr. 10 ZAG): Akzeptanzstellen auf klar definierten Kreis begrenzt? BaFin-Merkblatt E-Geld Abgrenzungsfälle beachten.
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4. **Anfangskapital** (§ 17 ZAG): 350 TEUR nachweisen; laufende Eigenmittel 2 % des Durchschnitts-E-Geld-Umlaufs (Methode D).
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5. **Sicherungskonzept** (§ 16 ZAG): Treuhandkonto für alle E-Geld-Kundengelder; getrennt von Eigengeldern des Instituts.
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6. **Rücktauschpflicht** (§ 11a ZAG): Jederzeit auf Verlangen; Entgelt nur wenn vertraglich vereinbart und kostendeckend.
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7. **Agenten** (§ 23a ZAG): Registrierung im BaFin-Register, Haftung des Instituts, AML-Schulungen nach GwG.
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||||
8. **MiCAR-Abgrenzung**: E-Geld-Token (EMT) unter MiCAR VO 2023/1114 Art. 48 ff. – spezifischer Regulierungsweg wenn Kryptowert; kein Doppelregime.
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## Schnellmodus
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## Typische Fallkonstellationen
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1. **Eilpunkt erkennen:** Fristen, Anzeigewege, Launch-Termine, Register-/Portal-Einreichung, Aufsichtskontakt, Kundenkommunikation und irreversible Vollzugsschritte zuerst markieren.
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2. **Regime sauber trennen:** Geltendes Recht, Verwaltungspraxis, EU-Entwurf/Vorschau und reine Produktidee nicht vermischen. Bei PSD3/PSR oder Roadmap-Themen ausdrücklich als Monitoring oder Gap-Vorschau kennzeichnen.
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3. **Tatbestand vor Meinung:** Erst Geschäftsmodell, Zahlungsfluss, Tokenrecht, Organrolle oder Registerfunktion sauber beschreiben, dann rechtlich einordnen.
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4. **Quellenhygiene:** Gesetze, BaFin, Bundesbank, EBA, EZB und EUR-Lex bevorzugen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und freier oder amtlicher Quelle.
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5. **Bankrealität:** Nicht nur sagen, ob etwas erlaubt ist. Immer mitliefern: wer entscheidet, welche Unterlagen fehlen, welcher Fachbereich Owner ist und wie die Bank das dokumentiert.
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- Prepaid-Karte mit breitem Akzeptanznetz: § 1 Abs. 2 ZAG E-Geld, § 11 ZAG Erlaubnis, Anfangskapital 350 TEUR, § 16 Treuhand
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- Supermarkt-Geschenkkarte (nur eigene Filialen): § 1 Abs. 10 Nr. 10 ZAG Ausnahme; kein E-Geld, keine Erlaubnispflicht
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- Crypto-Stablecoin (EUR-backed): MiCAR Art. 48 ff. EMT-Regime statt ZAG; BaFin-Abstimmung empfehlen
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- Mobile-Wallet mit E-Geld-Funktion: § 11 ZAG Erlaubnis, § 23a ZAG wenn Vertrieb über Agenten, § 16 Sicherung pro App-Nutzer
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- Rücktauschverweigerung durch Institut: § 11a ZAG, zivilrechtlicher Anspruch des Inhabers; BaFin-Beschwerdeweg
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## Intake
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## Output
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Frage nur nach, wenn ohne Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Andernfalls mit Annahmen arbeiten und sie sichtbar markieren.
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E-Geld-Prüfungsschema (Definition-Checkliste); Erlaubnisantrags-Checkliste § 11 ZAG; Eigenmittelberechnung Methode D; Sicherungskonzept-Vorlage; Agenten-Registrierungsanforderungen § 23a ZAG.
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- **Kerninformationen:** Produkt, Aufladung, Rücktausch, Akzeptanznetz, Kundenanspruch, Bilanzierung, Händlerstruktur.
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- **Institut und Rolle:** Bank, Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut, Wertpapierinstitut, CRR-Kreditinstitut, FinTech-Tochter, Vermittler, Agent, Registerführer, CASP, Emittent oder Dienstleister.
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- **Produkt oder Vorgang:** Zahlungsdienst, E-Geld, Kredit, Wertpapier, Token, Register, Organwechsel, Auslagerung, Betrugsfall, Trade Finance oder Kooperation.
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- **Aufsicht und Einreichweg:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, EBA, FIU, Register, MVP, IMAS, Bundesanzeiger, Handelsregister oder interner Ausschuss.
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||||
- **Dokumente:** Produktbeschreibung, Flow-of-Funds, Vertragsentwurf, API-Doku, Token Terms, Organ-CV, Eignungsmatrix, Registerauszug, Kundenkommunikation, Logs oder Vorstandsvorlage.
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## Quellenregel
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## Prüfaufbau
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### 1. Kurzbild
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| Punkt | Klärung |
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| --- | --- |
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| Ergebnisbedarf | Vermerk, Freigabe, BaFin-Anfrage, Vertrag, Vorstandsvorlage oder Prozessstrategie |
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| Rechtsregime | KWG, ZAG, WpHG, WpIG, eWpG, MiCAR, DORA, GwG, BGB, HGB, AktG, SEPA-/EU-Regime oder Entwurf |
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| Risiko | Aufsicht, Bußgeld, Zivilhaftung, Organhaftung, Kundenstreit, AML, Datenschutz, IT oder Reputation |
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| Frist | Anzeige, Launch, Antwort, Rückgabe, Register, Gremium oder Verjährung |
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| Entscheidung | Go, Go mit Auflagen, Stop, BaFin-Vorabklärung oder externe Spezialprüfung |
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### 2. Subsumtion und Geschäftsmodell
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Arbeite in dieser Reihenfolge:
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1. Lebenssachverhalt und Rollen in einfachen Sätzen festhalten.
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2. Geld-, Daten-, Wertpapier- oder Tokenfluss als Tabelle beschreiben.
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3. Tatbestandsmerkmale einzeln prüfen.
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4. Ausnahmen, Privilegierungen, Bestandsschutz, Übergangsregeln oder Entwurfsstand gesondert behandeln.
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5. Gegenargumente und Red-Team-Sicht der Aufsicht formulieren.
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6. Praktische Auflagen für Launch, Fortführung, Korrektur oder Ablehnung schreiben.
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### 3. Beleg- und Unterlagenliste
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| Frage | Beleg | Fehlt | Owner | Wirkung |
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| --- | --- | --- | --- | --- |
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| Wer erbringt welche Leistung? | Vertrag, Produktbild, Prozess | ... | Legal/Produkt | Regimewahl |
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| Fließen Kundengelder oder Kryptowerte? | Flow-of-Funds, Wallet-/Kontoauszug | ... | Operations/Risk | Erlaubnis/Haftung |
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| Gibt es Aufsichtskontakt? | Schreiben, Ticket, Portalnachweis | ... | Legal/Compliance | Frist/Strategie |
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| Sind Kunden betroffen? | AGB, FAQ, Beschwerde, Marketing | ... | Vertrieb/Legal | Transparenz/Haftung |
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### 4. Ergebnis
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Erzeuge E-Geld-Prüfung, Ausnahmecheck, Erlaubnispfad, Vertragslücken und Produktfreigabeauflagen.
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Baue das Ergebnis mit diesen Elementen:
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- **Entscheidungssatz:** Ein Satz, der intern zitiert werden kann.
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- **Risikoampel:** Rot/Gelb/Grün mit kurzer Begründung.
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- **Auflagen:** Welche Bedingungen müssen vor Go-Live oder vor Antwort erfüllt sein?
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- **Offene Punkte:** konkrete Rückfragen statt allgemeiner Rechercheaufträge.
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- **Anschluss-Skills:** passende Skills aus `bank-rechtsabteilung` nennen, insbesondere `bafin-kommunikation-und-anhoerung`, `bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage`, `dora-ict-vertraege-vorfall`, `gwg-aml-kyc-verdachtsmeldung`, `vorstandsvorlage-gutachten` oder `produktfreigabe-new-product-process`.
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## Spezialhinweise
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- **PSD3/PSR:** Als EU-Gesetzgebungsvorschau behandeln, bis finaler Text und nationale Umsetzung/Anpassung greifbar sind. Keine Scheingeltung behaupten.
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- **eWpG/MiCAR:** Immer zuerst trennen, ob der Token ein Finanzinstrument, elektronisches Wertpapier, Kryptowert, E-Geld-Token, vermögenswertreferenzierter Token oder etwas anderes ist.
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- **ZAG:** Zahlungsfluss und Besitz an Kundengeldern sind zentral. Grafische Flow-of-Funds-Logik in Worte übersetzen.
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- **Geschäftsleiter/FAP:** Nicht nur Einzelperson prüfen, sondern Kollektiveignung, Zeitverfügbarkeit, Interessenkonflikte und Einreichkanal.
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- **Tokenisierung:** Keine Technikromantik. Rechtsposition, Register, Verwahrung, Übertragung, Verlustfall, Kundenschutz und Aufsicht zuerst.
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## Qualitätsgate
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Vor Ausgabe prüfen:
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- Steht klar da, was geltendes Recht ist und was Entwurf/Monitoring ist?
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- Sind BaFin-/EBA-/EUR-Lex-Quellen als Live-Check markiert, wenn sie tragen?
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- Gibt es eine konkrete Unterlagenliste?
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- Ist die Bankentscheidung dokumentationsfest?
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- Sind keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate enthalten?
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gesetze-im-internet.de (ZAG), eur-lex.europa.eu (EMD2 2009/110/EG, MiCAR VO 2023/1114), bafin.de (Merkblatt E-Geld, Abgrenzungsfälle). Live-Check: BaFin-Merkblatt E-Geld zuletzt 2022; MiCAR EMT-Regime ab Juni 2024 in Kraft.
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@@ -3,111 +3,46 @@ name: zag-erlaubnisanalyse-payment-institution
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description: "ZAG-Erlaubnisanalyse für Zahlungsinstitute: Zahlungsdienste katalogisieren, § 10 ZAG, Eigenmittel, Geschäftsplan, Sicherung von Kundengeldern, Geschäftsleiter, Auslagerungen und BaFin-Antrag prüfen."
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# ZAG-Erlaubnisanalyse Zahlungsinstitut
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# ZAG-Erlaubnis Zahlungsinstitut
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## Worum es geht
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## Fachkern: ZAG-Erlaubnis Zahlungsinstitut
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- **Spezialgegenstand:** ZAG-Erlaubnis Zahlungsinstitut; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
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- **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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Dieser Skill prüft, ob ein Geschäftsmodell der Erlaubnispflicht nach dem ZAG unterliegt, welcher Zahlungsdienst nach § 1 ZAG einschlägig ist und welche Mindestanforderungen für den BaFin-Antrag erfüllt sein müssen. Kapital, Sicherung von Kundengeldern, Geschäftsleiter-Eignung und Auslagerungen werden normseitig verankert. Abgrenzung zu Bankerlaubnis (KWG) und E-Geld-Erlaubnis wird durchgeführt.
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## Kernnormen
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## Aufgabe
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- **§ 1 Abs. 1 Satz 2 ZAG** – Katalog der Zahlungsdienste Nr. 1–8: Einzahlungs-/Auszahlungsgeschäft, Zahlungsgeschäft (Nr. 3–5), Zahlungsauslösung (Nr. 7), Kontoinformation (Nr. 8); Abgrenzungslinien zu § 1 Abs. 10 ZAG Ausnahmen
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- **§ 10 Abs. 1 ZAG** – Erlaubnispflicht für Zahlungsinstitute; schriftlicher Antrag bei BaFin; Inhalt (Geschäftsplan, Sicherungskonzept, IT, Organigramm)
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- **§ 11 ZAG** – Versagungsgründe: Nr. 1 Anfangskapital, Nr. 3 Zuverlässigkeit Geschäftsleiter, Nr. 4 fehlender Geschäftsplan, Nr. 5 Hauptverwaltung nicht in Deutschland
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- **§ 17 ZAG** – Eigenmittelanforderungen: Anfangskapital nach Dienstart – Zahlungsauslösung (Nr. 7) 50 TEUR, sonstige Zahlungsdienste (Nr. 1–6) 125 TEUR, Finanztransfer (Nr. 6) 20 TEUR; laufende Eigenmittel-Methoden A, B, C
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||||
- **§ 16 ZAG** – Sicherung der Kundengelder: Treuhandkonto oder Versicherung/Bürgschaft; Sicherungspflicht ab Entgegennahme
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- **§ 12 ZAG** – Geschäftsleiter: mindestens zwei Personen; Zuverlässigkeit, fachliche Eignung analog § 25c KWG; Absichtsanzeige
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- **§ 13 ZAG** – Inhaberkontrolle bei qualifizierten Beteiligungen analog § 2c KWG; Schwellen 10/20/30/50 %
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- **§ 24 ZAG** – Auslagerung wesentlicher Funktionen: Vorab-Risikoanalyse, Anzeigepflicht, Prüfungs- und Weisungsrechte; BaFin-Merkblatt Auslagerung ZAG
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Bearbeite diesen Spezialfall aus Sicht einer Bank-Rechtsabteilung. Das Ergebnis muss intern verwendbar sein: als Legal Note, Vorstandsvorlage, BaFin-Fragenpaket, Produktfreigabe, Vertragscheck, Red-Team-Vermerk oder Umsetzungs-Backlog.
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## Prüfschritte
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**Wann nutzen:** Bank, FinTech oder Tochter plant Zahlungsdienste oder will ein Geschäftsmodell erlaubnisrechtlich einordnen.
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1. **Dienst-Klassifikation** (§ 1 Abs. 1 Satz 2 ZAG): Welcher Zahlungsdienst Nr. 1–8 liegt vor? Greift eine Ausnahme (§ 1 Abs. 10 ZAG, z.B. Handelsnetz, begrenzte Netze)?
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2. **Abgrenzung KWG/ZAG**: Zahlungsdienst + Kreditvergabe aus Eigenmitteln = KWG § 1 Abs. 1 Nr. 2 (Kreditgeschäft); reine Durchleitung = ZAG.
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3. **Anfangskapital** (§ 17 ZAG): Dienstart bestimmen, Kapitaluntergrenze ablesen; 20 TEUR (Finanztransfer), 50 TEUR (PIS), 125 TEUR (sonstige).
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4. **Sicherungskonzept** (§ 16 ZAG): Treuhandkonto-Nachweis oder Versicherungspolice; Sicherungspflicht ab erstem Kundengeld-Eingang.
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5. **Geschäftsleiter-Eignung** (§ 12 ZAG, EBA/GL/2021/06): Mindestens zwei Geschäftsleiter, Zuverlässigkeit, Ressort-Eignung, Zeitbudget.
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6. **Inhaberkontrolle** (§ 13 ZAG): Schwellen-Check wie bei KWG; Vorab-Anzeige bei BaFin.
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7. **Auslagerungsanzeige** (§ 24 ZAG): Wesentliche Funktionen (IT-Plattform, Compliance, AML) anzeigepflichtig; Vertrag mit Prüfungsrecht.
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8. **Antragspaket** (§ 10 ZAG): Geschäftsplan, Eigenmittelnachweis, Sicherungskonzept, IT-Konzept, Inhabernachweis, Geschäftsleiter-Unterlagen.
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## Schnellmodus
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## Typische Fallkonstellationen
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1. **Eilpunkt erkennen:** Fristen, Anzeigewege, Launch-Termine, Register-/Portal-Einreichung, Aufsichtskontakt, Kundenkommunikation und irreversible Vollzugsschritte zuerst markieren.
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2. **Regime sauber trennen:** Geltendes Recht, Verwaltungspraxis, EU-Entwurf/Vorschau und reine Produktidee nicht vermischen. Bei PSD3/PSR oder Roadmap-Themen ausdrücklich als Monitoring oder Gap-Vorschau kennzeichnen.
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||||
3. **Tatbestand vor Meinung:** Erst Geschäftsmodell, Zahlungsfluss, Tokenrecht, Organrolle oder Registerfunktion sauber beschreiben, dann rechtlich einordnen.
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4. **Quellenhygiene:** Gesetze, BaFin, Bundesbank, EBA, EZB und EUR-Lex bevorzugen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und freier oder amtlicher Quelle.
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5. **Bankrealität:** Nicht nur sagen, ob etwas erlaubt ist. Immer mitliefern: wer entscheidet, welche Unterlagen fehlen, welcher Fachbereich Owner ist und wie die Bank das dokumentiert.
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- FinTech baut App für Kontoüberweisungen: § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 ZAG Zahlungsgeschäft, § 10 ZAG Erlaubnisantrag, Anfangskapital 125 TEUR
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- Marktplatz-Betreiber mit Zahlungsabwicklung: § 1 Abs. 10 Nr. 14 ZAG begrenztes Netz prüfen; sonst § 10 ZAG Erlaubnis erforderlich
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||||
- PIS-Provider (Zahlungsauslösung): § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG, Anfangskapital 50 TEUR (§ 17 ZAG), Haftpflichtversicherung statt Sicherungskonzept (§ 16 Abs. 3 ZAG)
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||||
- Passporting aus EU-Staat: § 38 ZAG-Notifizierung; BaFin-Prüfung ob Hauptverwaltung wirklich im Herkunftsstaat
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- ZAG-Institut erweitert um Kreditvergabe: Grenze zu § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG; ggf. KWG-Erlaubnis erforderlich
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## Intake
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## Output
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Frage nur nach, wenn ohne Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Andernfalls mit Annahmen arbeiten und sie sichtbar markieren.
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Erlaubnisantrags-Checkliste nach § 10 ZAG; Anfangskapital-Tabelle nach Dienstart; Sicherungskonzept-Muster; Eigenmittelberechnung Methode A/B/C; Fit-and-Proper-Unterlagenliste für Geschäftsleiter.
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||||
- **Kerninformationen:** Zahlungsfluss, Kundengelder, Rollen, Verträge, IT, Governance, Zielkunden, Länder, Partner.
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||||
- **Institut und Rolle:** Bank, Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut, Wertpapierinstitut, CRR-Kreditinstitut, FinTech-Tochter, Vermittler, Agent, Registerführer, CASP, Emittent oder Dienstleister.
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||||
- **Produkt oder Vorgang:** Zahlungsdienst, E-Geld, Kredit, Wertpapier, Token, Register, Organwechsel, Auslagerung, Betrugsfall, Trade Finance oder Kooperation.
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||||
- **Aufsicht und Einreichweg:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, EBA, FIU, Register, MVP, IMAS, Bundesanzeiger, Handelsregister oder interner Ausschuss.
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||||
- **Dokumente:** Produktbeschreibung, Flow-of-Funds, Vertragsentwurf, API-Doku, Token Terms, Organ-CV, Eignungsmatrix, Registerauszug, Kundenkommunikation, Logs oder Vorstandsvorlage.
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||||
## Quellenregel
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## Prüfaufbau
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### 1. Kurzbild
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| Punkt | Klärung |
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| --- | --- |
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| Ergebnisbedarf | Vermerk, Freigabe, BaFin-Anfrage, Vertrag, Vorstandsvorlage oder Prozessstrategie |
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| Rechtsregime | KWG, ZAG, WpHG, WpIG, eWpG, MiCAR, DORA, GwG, BGB, HGB, AktG, SEPA-/EU-Regime oder Entwurf |
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||||
| Risiko | Aufsicht, Bußgeld, Zivilhaftung, Organhaftung, Kundenstreit, AML, Datenschutz, IT oder Reputation |
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| Frist | Anzeige, Launch, Antwort, Rückgabe, Register, Gremium oder Verjährung |
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| Entscheidung | Go, Go mit Auflagen, Stop, BaFin-Vorabklärung oder externe Spezialprüfung |
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### 2. Subsumtion und Geschäftsmodell
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Arbeite in dieser Reihenfolge:
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1. Lebenssachverhalt und Rollen in einfachen Sätzen festhalten.
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2. Geld-, Daten-, Wertpapier- oder Tokenfluss als Tabelle beschreiben.
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3. Tatbestandsmerkmale einzeln prüfen.
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4. Ausnahmen, Privilegierungen, Bestandsschutz, Übergangsregeln oder Entwurfsstand gesondert behandeln.
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||||
5. Gegenargumente und Red-Team-Sicht der Aufsicht formulieren.
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6. Praktische Auflagen für Launch, Fortführung, Korrektur oder Ablehnung schreiben.
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### 3. Beleg- und Unterlagenliste
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| Frage | Beleg | Fehlt | Owner | Wirkung |
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| Wer erbringt welche Leistung? | Vertrag, Produktbild, Prozess | ... | Legal/Produkt | Regimewahl |
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| Fließen Kundengelder oder Kryptowerte? | Flow-of-Funds, Wallet-/Kontoauszug | ... | Operations/Risk | Erlaubnis/Haftung |
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| Gibt es Aufsichtskontakt? | Schreiben, Ticket, Portalnachweis | ... | Legal/Compliance | Frist/Strategie |
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| Sind Kunden betroffen? | AGB, FAQ, Beschwerde, Marketing | ... | Vertrieb/Legal | Transparenz/Haftung |
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### 4. Ergebnis
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Liefer Erlaubnismatrix, Antragspfad, BaFin-Fragen, Unterlagenliste und No-Go-Risiken.
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Baue das Ergebnis mit diesen Elementen:
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- **Entscheidungssatz:** Ein Satz, der intern zitiert werden kann.
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- **Risikoampel:** Rot/Gelb/Grün mit kurzer Begründung.
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- **Auflagen:** Welche Bedingungen müssen vor Go-Live oder vor Antwort erfüllt sein?
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- **Offene Punkte:** konkrete Rückfragen statt allgemeiner Rechercheaufträge.
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- **Anschluss-Skills:** passende Skills aus `bank-rechtsabteilung` nennen, insbesondere `bafin-kommunikation-und-anhoerung`, `bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage`, `dora-ict-vertraege-vorfall`, `gwg-aml-kyc-verdachtsmeldung`, `vorstandsvorlage-gutachten` oder `produktfreigabe-new-product-process`.
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## Spezialhinweise
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- **PSD3/PSR:** Als EU-Gesetzgebungsvorschau behandeln, bis finaler Text und nationale Umsetzung/Anpassung greifbar sind. Keine Scheingeltung behaupten.
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- **eWpG/MiCAR:** Immer zuerst trennen, ob der Token ein Finanzinstrument, elektronisches Wertpapier, Kryptowert, E-Geld-Token, vermögenswertreferenzierter Token oder etwas anderes ist.
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- **ZAG:** Zahlungsfluss und Besitz an Kundengeldern sind zentral. Grafische Flow-of-Funds-Logik in Worte übersetzen.
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- **Geschäftsleiter/FAP:** Nicht nur Einzelperson prüfen, sondern Kollektiveignung, Zeitverfügbarkeit, Interessenkonflikte und Einreichkanal.
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- **Tokenisierung:** Keine Technikromantik. Rechtsposition, Register, Verwahrung, Übertragung, Verlustfall, Kundenschutz und Aufsicht zuerst.
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## ZAG-Arbeitskern nach BaFin-Logik
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Nutze den Arbeitskern `references/zag-dora-inhkontrolle-crr-arbeitskern.md` und schalte bei komplexen Modellen `zag-bafin-merkblatt-payment-flow-red-team` zu. Prüfe den Zahlungsdienst nie vom Produktnamen her, sondern vom Zahlungsfluss:
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| Schritt | Was konkret zu prüfen ist |
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| Flow-of-Funds | Zahler, Empfänger, Konten, Wallets, Treuhand, Verfügungsmacht, Zeitpunkt der Auszahlung. |
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| Positivkatalog | § 1 Abs. 1 Satz 2 ZAG: Ein-/Auszahlung, Zahlungsgeschäft, Kreditbezug, Issuing/Acquiring, Finanztransfer, PIS, AIS. |
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| E-Geld | § 1 Abs. 2 ZAG: monetärer Wert, Ausgabe gegen Geld, elektronische Speicherung, Drittakzeptanz, Rücktausch. |
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| Kein Nebentätigkeitsprivileg | Eine Handels-, Software- oder Plattformleistung bleibt erlaubnisrelevant, wenn darin ein Zahlungsdienst steckt. |
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| Erlaubnisroute | § 10 ZAG, § 11 ZAG oder § 34 ZAG mit Geschäftsplan, Eigenmitteln, Sicherung von Kundengeldern, Geschäftsleitern, IT/DORA, GwG. |
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| Red-Team | Stärkstes BaFin-Argument formulieren, bevor ein Go-Live freigegeben wird. |
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## Qualitätsgate
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Vor Ausgabe prüfen:
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- Steht klar da, was geltendes Recht ist und was Entwurf/Monitoring ist?
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- Sind BaFin-/EBA-/EUR-Lex-Quellen als Live-Check markiert, wenn sie tragen?
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- Gibt es eine konkrete Unterlagenliste?
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- Ist die Bankentscheidung dokumentationsfest?
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- Sind keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate enthalten?
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gesetze-im-internet.de (ZAG, KWG), bafin.de (Merkblatt Zahlungsinstitute, Erlaubnisantrag-Formular ZAG), eur-lex.europa.eu (PSD2 Richtlinie 2015/2366). Live-Check: BaFin-Merkblatt ZAG-Erlaubnis, PSD3-Entwurf COM(2023)366 (noch nicht in Kraft).
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@@ -3,98 +3,46 @@ name: zag-finanztransfergeschaeft-money-remittance
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description: "Finanztransfergeschäft und Money Remittance nach ZAG prüfen: Weiterleitung von Geldbeträgen ohne Zahlungskonto, Agentenmodelle, Plattformfälle, Bargeld, Ausnahmen und BaFin-Erlaubnisrisiko."
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# Finanztransfergeschäft / Money Remittance nach ZAG
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# Finanztransfergeschäft nach ZAG
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## Worum es geht
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## Fachkern: Finanztransfergeschäft nach ZAG
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- **Spezialgegenstand:** Finanztransfergeschäft nach ZAG; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
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- **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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Dieser Skill prüft das Finanztransfergeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG (Money Remittance): Weiterleitung von Geldbeträgen ohne Eröffnung eines Zahlungskontos. Er deckt Erlaubnisanforderungen, Geldwäscheprävention, FATF-Vorgaben und die Travel-Rule-Pflichten ab. Besonderheiten bei Bargeld, Krypto-Remittance und Agentennetzen werden adressiert.
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## Kernnormen
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## Aufgabe
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- **§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG** – Finanztransfergeschäft: Dienst zur Übermittlung von Geldbeträgen; kein Zahlungskonto erforderlich; Ausführung der Transaktion über das Netz des Anbieters
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- **§ 10 ZAG** – Erlaubnispflicht; Anfangskapital nach § 17 ZAG: 20 TEUR (geringstes Anfangskapital aller Zahlungsdienste); Geschäftsplan, Sicherungskonzept, Organigramm
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- **§ 17 ZAG** – Anfangskapital 20 TEUR für Finanztransfer; laufende Eigenmittel Methode A, B oder C nach Zahlungsvolumen
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- **§ 25 ZAG** – Agenten: Registrierung, Haftung des Hauptinstituts, Schulungspflichten, AML-Einbindung; Eintrag im BaFin-Agenten-Register
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- **GwG §§ 3–10** – KYC-Pflichten: Identifizierung ab 15 Euro Bargeldtransaktion (§ 10 Abs. 3 Nr. 2 GwG), vereinfachte Sorgfalt nicht anwendbar beim Finanztransfer
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- **GwG § 15** – Verstärkte Sorgfaltspflichten: Hochrisiko-Länder (FATF-Liste), PEP-Kunden, ungewöhnliche Transaktionsmuster; Transaktionsmonitoring
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- **FATF Recommendation 16 (Travel Rule)** – Pflicht zur Übermittlung von Auftraggeber- und Empfängerinformationen bei Überweisungen; Umsetzung in EU durch Geldtransfer-VO 2015/847 (ab 2024 MiCA-Erweiterung VO 2023/1113)
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- **GwG § 43** – Verdachtsmeldepflicht bei Geldwäscheverdacht; FIU-Meldung; Durchführungsverbot vor FIU-Freigabe
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Bearbeite diesen Spezialfall aus Sicht einer Bank-Rechtsabteilung. Das Ergebnis muss intern verwendbar sein: als Legal Note, Vorstandsvorlage, BaFin-Fragenpaket, Produktfreigabe, Vertragscheck, Red-Team-Vermerk oder Umsetzungs-Backlog.
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## Prüfschritte
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**Wann nutzen:** Geld wird für Dritte angenommen und weitergeleitet, etwa Plattform, Filiale, Agent, Bargeldservice oder Auslandstransfer.
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1. **Dienst-Klassifikation** (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG): Wird Geld weitergeleitet ohne eigenes Zahlungskonto des Empfängers? Bargeld-zu-Bargeld, Bargeld-zu-Konto, Online-Remittance?
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2. **Erlaubnisantrag** (§ 10 ZAG): Anfangskapital 20 TEUR; Geschäftsplan mit Volumen-Projektion, Agentenstruktur, AML-Konzept.
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3. **KYC-Pflichten** (GwG §§ 3–10): Identifizierung aller Auftraggeber; ab 1000 Euro erhöhte Sorgfalt; bei Bargeld-Einzahlung ab 15 Euro Identifizierungspflicht.
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4. **Travel Rule** (Geldtransfer-VO 2015/847): Auftraggeber-Daten (Name, Konto/IBAN oder eindeutige Kennung, Adresse) mit jeder Überweisung übermitteln; Empfängerinstitut prüft Vollständigkeit.
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5. **Hochrisiko-Check** (GwG § 15, FATF-Länderliste): Transaktionen in/aus Hochrisikoländern; verstärkte Sorgfalt; ggf. Einzel-Genehmigung GF.
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6. **Agentennetz** (§ 25 ZAG): Jeder Agent registrieren; Schulung AML/KYC; Haftung des Instituts sicherstellen; Monitoring der Agentenaktivitäten.
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7. **Verdachtsmeldung** (GwG § 43): Transaktionsmonitoring-System; Schwellenwerte und Muster festlegen; FIU-Meldung innerhalb Frist.
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8. **Krypto-Remittance**: Ab VO 2023/1113 gilt Travel Rule auch für Kryptowert-Transfers; VASP-Status nach MiCAR prüfen.
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## Schnellmodus
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## Typische Fallkonstellationen
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1. **Eilpunkt erkennen:** Fristen, Anzeigewege, Launch-Termine, Register-/Portal-Einreichung, Aufsichtskontakt, Kundenkommunikation und irreversible Vollzugsschritte zuerst markieren.
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2. **Regime sauber trennen:** Geltendes Recht, Verwaltungspraxis, EU-Entwurf/Vorschau und reine Produktidee nicht vermischen. Bei PSD3/PSR oder Roadmap-Themen ausdrücklich als Monitoring oder Gap-Vorschau kennzeichnen.
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3. **Tatbestand vor Meinung:** Erst Geschäftsmodell, Zahlungsfluss, Tokenrecht, Organrolle oder Registerfunktion sauber beschreiben, dann rechtlich einordnen.
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4. **Quellenhygiene:** Gesetze, BaFin, Bundesbank, EBA, EZB und EUR-Lex bevorzugen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und freier oder amtlicher Quelle.
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5. **Bankrealität:** Nicht nur sagen, ob etwas erlaubt ist. Immer mitliefern: wer entscheidet, welche Unterlagen fehlen, welcher Fachbereich Owner ist und wie die Bank das dokumentiert.
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- Western-Union-Modell (Bargeld-Einzahlung, Auszahlung im Ausland): § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG, § 10 ZAG Erlaubnis, GwG KYC, Travel Rule
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- Online-Remittance-Plattform (Bank-zu-Bank ohne eigenes Konto): § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG; Abgrenzung zu Zahlungsgeschäft Nr. 3 (Kundenkonto vorhanden = Nr. 3)
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- Krypto-Remittance (BTC-Überweisung als Geldwert): MiCAR VASP + VO 2023/1113 Travel Rule; ggf. ZAG-Erlaubnis parallel
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- Transaktionen in FATF-gelistetes Land: GwG § 15 verstärkte Sorgfalt; Einzelgenehmigung Geschäftsleitung; Transaktionslimit erwägen
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- Agentenausfall mit Kundengeldverlust: § 25 ZAG Institut-Haftung, § 16 ZAG Sicherungspflicht, BaFin-Meldepflicht
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## Intake
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## Output
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Frage nur nach, wenn ohne Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Andernfalls mit Annahmen arbeiten und sie sichtbar markieren.
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Erlaubnisantrags-Checkliste § 10 ZAG für Money Remittance; KYC-Pflichten-Matrix (Schwellenwerte, Dokumente); Travel-Rule-Compliance-Check; AML-Transaktionsmonitoring-Konzept; Agenten-Überwachungs-Protokoll.
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- **Kerninformationen:** Zahlungsfluss, Besitz an Kundengeldern, Empfänger, Konto, Agenten, Vergütung, Länder, Vertragskette.
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- **Institut und Rolle:** Bank, Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut, Wertpapierinstitut, CRR-Kreditinstitut, FinTech-Tochter, Vermittler, Agent, Registerführer, CASP, Emittent oder Dienstleister.
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- **Produkt oder Vorgang:** Zahlungsdienst, E-Geld, Kredit, Wertpapier, Token, Register, Organwechsel, Auslagerung, Betrugsfall, Trade Finance oder Kooperation.
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- **Aufsicht und Einreichweg:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, EBA, FIU, Register, MVP, IMAS, Bundesanzeiger, Handelsregister oder interner Ausschuss.
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- **Dokumente:** Produktbeschreibung, Flow-of-Funds, Vertragsentwurf, API-Doku, Token Terms, Organ-CV, Eignungsmatrix, Registerauszug, Kundenkommunikation, Logs oder Vorstandsvorlage.
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## Quellenregel
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## Prüfaufbau
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### 1. Kurzbild
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| Punkt | Klärung |
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| Ergebnisbedarf | Vermerk, Freigabe, BaFin-Anfrage, Vertrag, Vorstandsvorlage oder Prozessstrategie |
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| Rechtsregime | KWG, ZAG, WpHG, WpIG, eWpG, MiCAR, DORA, GwG, BGB, HGB, AktG, SEPA-/EU-Regime oder Entwurf |
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| Risiko | Aufsicht, Bußgeld, Zivilhaftung, Organhaftung, Kundenstreit, AML, Datenschutz, IT oder Reputation |
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| Frist | Anzeige, Launch, Antwort, Rückgabe, Register, Gremium oder Verjährung |
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| Entscheidung | Go, Go mit Auflagen, Stop, BaFin-Vorabklärung oder externe Spezialprüfung |
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### 2. Subsumtion und Geschäftsmodell
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Arbeite in dieser Reihenfolge:
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1. Lebenssachverhalt und Rollen in einfachen Sätzen festhalten.
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2. Geld-, Daten-, Wertpapier- oder Tokenfluss als Tabelle beschreiben.
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3. Tatbestandsmerkmale einzeln prüfen.
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4. Ausnahmen, Privilegierungen, Bestandsschutz, Übergangsregeln oder Entwurfsstand gesondert behandeln.
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5. Gegenargumente und Red-Team-Sicht der Aufsicht formulieren.
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6. Praktische Auflagen für Launch, Fortführung, Korrektur oder Ablehnung schreiben.
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### 3. Beleg- und Unterlagenliste
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| Frage | Beleg | Fehlt | Owner | Wirkung |
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| Wer erbringt welche Leistung? | Vertrag, Produktbild, Prozess | ... | Legal/Produkt | Regimewahl |
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| Fließen Kundengelder oder Kryptowerte? | Flow-of-Funds, Wallet-/Kontoauszug | ... | Operations/Risk | Erlaubnis/Haftung |
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| Gibt es Aufsichtskontakt? | Schreiben, Ticket, Portalnachweis | ... | Legal/Compliance | Frist/Strategie |
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| Sind Kunden betroffen? | AGB, FAQ, Beschwerde, Marketing | ... | Vertrieb/Legal | Transparenz/Haftung |
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### 4. Ergebnis
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Erzeuge Tatbestandsprüfung, Ausnahmecheck, Erlaubnisrisiko, Sofortmaßnahmen und BaFin-Anfrageentwurf.
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Baue das Ergebnis mit diesen Elementen:
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- **Entscheidungssatz:** Ein Satz, der intern zitiert werden kann.
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- **Risikoampel:** Rot/Gelb/Grün mit kurzer Begründung.
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- **Auflagen:** Welche Bedingungen müssen vor Go-Live oder vor Antwort erfüllt sein?
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- **Offene Punkte:** konkrete Rückfragen statt allgemeiner Rechercheaufträge.
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- **Anschluss-Skills:** passende Skills aus `bank-rechtsabteilung` nennen, insbesondere `bafin-kommunikation-und-anhoerung`, `bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage`, `dora-ict-vertraege-vorfall`, `gwg-aml-kyc-verdachtsmeldung`, `vorstandsvorlage-gutachten` oder `produktfreigabe-new-product-process`.
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## Spezialhinweise
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- **PSD3/PSR:** Als EU-Gesetzgebungsvorschau behandeln, bis finaler Text und nationale Umsetzung/Anpassung greifbar sind. Keine Scheingeltung behaupten.
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- **eWpG/MiCAR:** Immer zuerst trennen, ob der Token ein Finanzinstrument, elektronisches Wertpapier, Kryptowert, E-Geld-Token, vermögenswertreferenzierter Token oder etwas anderes ist.
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- **ZAG:** Zahlungsfluss und Besitz an Kundengeldern sind zentral. Grafische Flow-of-Funds-Logik in Worte übersetzen.
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- **Geschäftsleiter/FAP:** Nicht nur Einzelperson prüfen, sondern Kollektiveignung, Zeitverfügbarkeit, Interessenkonflikte und Einreichkanal.
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- **Tokenisierung:** Keine Technikromantik. Rechtsposition, Register, Verwahrung, Übertragung, Verlustfall, Kundenschutz und Aufsicht zuerst.
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## Qualitätsgate
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Vor Ausgabe prüfen:
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- Steht klar da, was geltendes Recht ist und was Entwurf/Monitoring ist?
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- Sind BaFin-/EBA-/EUR-Lex-Quellen als Live-Check markiert, wenn sie tragen?
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- Gibt es eine konkrete Unterlagenliste?
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- Ist die Bankentscheidung dokumentationsfest?
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- Sind keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate enthalten?
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gesetze-im-internet.de (ZAG, GwG), eur-lex.europa.eu (Geldtransfer-VO 2015/847, VO 2023/1113 Travel Rule), fatf-gafi.org (Recommendation 16, VASP Guidance 2021), bafin.de (Merkblatt Finanztransfer, AML-Hinweise). Live-Check: VO 2023/1113 gilt ab 30.12.2024; FATF-Länderliste wird laufend aktualisiert.
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@@ -3,98 +3,45 @@ name: zag-kontoinformationsdienst-ais
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description: "Kontoinformationsdienst nach ZAG und PSD2 prüfen: Registrierung, Datenzugriff, Schnittstelle, Consent, Versicherung, Datenschutz, Open-Banking-Verträge und White-Label-Modelle."
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# Kontoinformationsdienst (AIS) nach ZAG und PSD2
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# Kontoinformationsdienst AIS
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## Worum es geht
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## Fachkern: Kontoinformationsdienst AIS
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- **Spezialgegenstand:** Kontoinformationsdienst AIS; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
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- **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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Dieser Skill prüft Kontoinformationsdienste (Account Information Services, AIS) nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG und Art. 67 PSD2. AIS-Provider unterliegen einem Light-Registrierungsregime (§ 34 ZAG) statt einer vollständigen Erlaubnis. Datenzugriffsrechte, Consent-Management, Haftungskette und die Anforderungen aus RTS-SCA Art. 36 (dedizierte Schnittstellen) werden normseitig verankert.
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## Kernnormen
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## Aufgabe
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- **§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG** – Definition Kontoinformationsdienst: Online-Dienst zur Bereitstellung konsolidierter Informationen über ein oder mehrere Zahlungskonten; kein Zahlungsvorgang, nur Datenabruf
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- **§ 34 ZAG** – Registrierungspflicht (nicht Erlaubnis); erleichtertes Verfahren; Mindestanforderungen: Berufshaftpflichtversicherung oder gleichwertige Garantie
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- **§ 50 ZAG** – Zugangsrecht des AIS-Providers zu Kontoinformationen beim kontoführenden Zahlungsdienstleister; Nicht-Diskriminierungsgebot
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- **§ 51 ZAG** – Haftungskette: AIS-Provider haftet für Schäden durch unbefugten Datenzugriff oder Datenweitergabe; Nachweis autorisierter Sitzung Voraussetzung
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- **§ 46 ZAG i.V.m. RTS-SCA Art. 10** – SCA auch beim AIS-Datenabruf: erstmaliger Zugang und alle 90 Tage erneute SCA (Art. 10 Abs. 2 RTS-SCA VO 2018/389)
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- **Art. 67 PSD2** (Richtlinie 2015/2366) – Rechte und Pflichten des AIS-Providers: Zugang nur auf explizite Zustimmung des Nutzers, Verbot der Verwendung für andere Zwecke als Informationsbereitstellung, keine Datenanreicherung ohne Einwilligung
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- **RTS-SCA Art. 36** (VO 2018/389) – AIS-spezifische Schnittstellenanforderungen: kontoführender PSP muss AIS denselben Zugang gewähren wie dem Kontoinhaber; Fallback-Mechanismus
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- **DSGVO Art. 6 Abs. 1 lit. a** – Rechtsgrundlage Einwilligung für AIS-Datenzugriff; Zweckbindung, Datensparsamkeit; Schnittstelle zu § 25 DSGVO Datenschutz by Design
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Bearbeite diesen Spezialfall aus Sicht einer Bank-Rechtsabteilung. Das Ergebnis muss intern verwendbar sein: als Legal Note, Vorstandsvorlage, BaFin-Fragenpaket, Produktfreigabe, Vertragscheck, Red-Team-Vermerk oder Umsetzungs-Backlog.
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## Prüfschritte
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**Wann nutzen:** Ein Dienst liest Zahlungskonten aus oder nutzt Kontoinformationen für Scoring, Haushaltsbuch, Kreditentscheidung oder Dashboard.
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1. **Dienst-Klassifikation** (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG): Nur Kontoinfos oder auch Zahlungsauslösung? Kombi-Dienst erfordert PIS-Erlaubnis (§ 10 ZAG) zusätzlich.
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2. **Registrierung** (§ 34 ZAG): Berufshaftpflichtversicherung beschaffen (EBA-Mindestdeckung: 0,5 Mio. Euro pro Schaden); Registrierungsantrag BaFin.
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3. **Consent-Mechanismus**: Explizite Einwilligung des Nutzers nach Art. 67 Abs. 2 lit. a PSD2; DSGVO-konforme Consent-UI; Scope klar begrenzen.
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4. **SCA-Implementierung** (§ 46 ZAG, RTS-SCA Art. 10): 90-Tage-Erneuerungs-SCA; erstmaliger Zugang mit vollständiger SCA.
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5. **API-Anforderungen** (RTS-SCA Art. 36, § 50 ZAG): Kontoführer muss Zugang ermöglichen; Qualitätsmessung gem. EBA-Leitlinie EBA/GL/2018/07 (jetzt RTS Art. 32).
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6. **Datenschutz-Check** (DSGVO, Bundesdatenschutzgesetz): Zweckbindung (nur Kontoinformation), Speicherbegrenzung, Auskunftsrechte des Nutzers.
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7. **Haftung** (§ 51 ZAG): Schadensersatzpflicht bei unbefugtem Zugriff; Nachweis gültiger Sitzung und Nutzer-Consent als Haftungsbefreiung.
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## Schnellmodus
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## Typische Fallkonstellationen
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1. **Eilpunkt erkennen:** Fristen, Anzeigewege, Launch-Termine, Register-/Portal-Einreichung, Aufsichtskontakt, Kundenkommunikation und irreversible Vollzugsschritte zuerst markieren.
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2. **Regime sauber trennen:** Geltendes Recht, Verwaltungspraxis, EU-Entwurf/Vorschau und reine Produktidee nicht vermischen. Bei PSD3/PSR oder Roadmap-Themen ausdrücklich als Monitoring oder Gap-Vorschau kennzeichnen.
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3. **Tatbestand vor Meinung:** Erst Geschäftsmodell, Zahlungsfluss, Tokenrecht, Organrolle oder Registerfunktion sauber beschreiben, dann rechtlich einordnen.
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4. **Quellenhygiene:** Gesetze, BaFin, Bundesbank, EBA, EZB und EUR-Lex bevorzugen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und freier oder amtlicher Quelle.
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5. **Bankrealität:** Nicht nur sagen, ob etwas erlaubt ist. Immer mitliefern: wer entscheidet, welche Unterlagen fehlen, welcher Fachbereich Owner ist und wie die Bank das dokumentiert.
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- PFM-App (Personal Finance Management): § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG, § 34 Registrierung, DSGVO Consent, 90-Tage-SCA-Erneuerung
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- White-Label AIS für Kreditprüfung: § 50 ZAG Datenzugang, DSGVO Art. 22 Profilierungsverbot prüfen, Zweckbindung dokumentieren
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- Kontoführer verweigert AIS-Zugang: § 50 ZAG Diskriminierungsverbot, RTS-SCA Art. 36, EBA-Eskalationsverfahren
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- AIS-Dienstleister gibt Daten weiter: § 51 ZAG Haftung, DSGVO Art. 83 Abs. 4 Bußgeld bis 10 Mio. Euro
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- Kombi AIS+PIS: Erlaubnis § 10 ZAG (PIS) + Registrierung § 34 ZAG (AIS) kombinieren
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## Intake
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## Output
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Frage nur nach, wenn ohne Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Andernfalls mit Annahmen arbeiten und sie sichtbar markieren.
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Registrierungsantrag-Checkliste § 34 ZAG; Consent-Framework-Template nach PSD2/DSGVO; SCA-Flow-Diagram für 90-Tage-Erneuerung; Haftungsanalyse-Vermerk; Datenschutz-Impact-Assessment Outline.
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- **Kerninformationen:** Datenzugriff, Kontoart, Einwilligung, API, Partner, Kundengruppe, Speicherung, Vergütung.
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- **Institut und Rolle:** Bank, Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut, Wertpapierinstitut, CRR-Kreditinstitut, FinTech-Tochter, Vermittler, Agent, Registerführer, CASP, Emittent oder Dienstleister.
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- **Produkt oder Vorgang:** Zahlungsdienst, E-Geld, Kredit, Wertpapier, Token, Register, Organwechsel, Auslagerung, Betrugsfall, Trade Finance oder Kooperation.
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- **Aufsicht und Einreichweg:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, EBA, FIU, Register, MVP, IMAS, Bundesanzeiger, Handelsregister oder interner Ausschuss.
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- **Dokumente:** Produktbeschreibung, Flow-of-Funds, Vertragsentwurf, API-Doku, Token Terms, Organ-CV, Eignungsmatrix, Registerauszug, Kundenkommunikation, Logs oder Vorstandsvorlage.
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## Quellenregel
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## Prüfaufbau
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### 1. Kurzbild
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| Punkt | Klärung |
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| Ergebnisbedarf | Vermerk, Freigabe, BaFin-Anfrage, Vertrag, Vorstandsvorlage oder Prozessstrategie |
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| Rechtsregime | KWG, ZAG, WpHG, WpIG, eWpG, MiCAR, DORA, GwG, BGB, HGB, AktG, SEPA-/EU-Regime oder Entwurf |
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| Risiko | Aufsicht, Bußgeld, Zivilhaftung, Organhaftung, Kundenstreit, AML, Datenschutz, IT oder Reputation |
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| Frist | Anzeige, Launch, Antwort, Rückgabe, Register, Gremium oder Verjährung |
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| Entscheidung | Go, Go mit Auflagen, Stop, BaFin-Vorabklärung oder externe Spezialprüfung |
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### 2. Subsumtion und Geschäftsmodell
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Arbeite in dieser Reihenfolge:
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1. Lebenssachverhalt und Rollen in einfachen Sätzen festhalten.
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2. Geld-, Daten-, Wertpapier- oder Tokenfluss als Tabelle beschreiben.
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3. Tatbestandsmerkmale einzeln prüfen.
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4. Ausnahmen, Privilegierungen, Bestandsschutz, Übergangsregeln oder Entwurfsstand gesondert behandeln.
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5. Gegenargumente und Red-Team-Sicht der Aufsicht formulieren.
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6. Praktische Auflagen für Launch, Fortführung, Korrektur oder Ablehnung schreiben.
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### 3. Beleg- und Unterlagenliste
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| Frage | Beleg | Fehlt | Owner | Wirkung |
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| Wer erbringt welche Leistung? | Vertrag, Produktbild, Prozess | ... | Legal/Produkt | Regimewahl |
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| Fließen Kundengelder oder Kryptowerte? | Flow-of-Funds, Wallet-/Kontoauszug | ... | Operations/Risk | Erlaubnis/Haftung |
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| Gibt es Aufsichtskontakt? | Schreiben, Ticket, Portalnachweis | ... | Legal/Compliance | Frist/Strategie |
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| Sind Kunden betroffen? | AGB, FAQ, Beschwerde, Marketing | ... | Vertrieb/Legal | Transparenz/Haftung |
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### 4. Ergebnis
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Liefer AIS-Einordnung, Registrierungsbedarf, Datenschutzschnittstelle, Vertragscheck und Kontrollfragen.
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Baue das Ergebnis mit diesen Elementen:
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- **Entscheidungssatz:** Ein Satz, der intern zitiert werden kann.
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- **Risikoampel:** Rot/Gelb/Grün mit kurzer Begründung.
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- **Auflagen:** Welche Bedingungen müssen vor Go-Live oder vor Antwort erfüllt sein?
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- **Offene Punkte:** konkrete Rückfragen statt allgemeiner Rechercheaufträge.
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- **Anschluss-Skills:** passende Skills aus `bank-rechtsabteilung` nennen, insbesondere `bafin-kommunikation-und-anhoerung`, `bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage`, `dora-ict-vertraege-vorfall`, `gwg-aml-kyc-verdachtsmeldung`, `vorstandsvorlage-gutachten` oder `produktfreigabe-new-product-process`.
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## Spezialhinweise
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- **PSD3/PSR:** Als EU-Gesetzgebungsvorschau behandeln, bis finaler Text und nationale Umsetzung/Anpassung greifbar sind. Keine Scheingeltung behaupten.
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- **eWpG/MiCAR:** Immer zuerst trennen, ob der Token ein Finanzinstrument, elektronisches Wertpapier, Kryptowert, E-Geld-Token, vermögenswertreferenzierter Token oder etwas anderes ist.
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- **ZAG:** Zahlungsfluss und Besitz an Kundengeldern sind zentral. Grafische Flow-of-Funds-Logik in Worte übersetzen.
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- **Geschäftsleiter/FAP:** Nicht nur Einzelperson prüfen, sondern Kollektiveignung, Zeitverfügbarkeit, Interessenkonflikte und Einreichkanal.
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- **Tokenisierung:** Keine Technikromantik. Rechtsposition, Register, Verwahrung, Übertragung, Verlustfall, Kundenschutz und Aufsicht zuerst.
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## Qualitätsgate
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Vor Ausgabe prüfen:
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- Steht klar da, was geltendes Recht ist und was Entwurf/Monitoring ist?
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- Sind BaFin-/EBA-/EUR-Lex-Quellen als Live-Check markiert, wenn sie tragen?
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- Gibt es eine konkrete Unterlagenliste?
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- Ist die Bankentscheidung dokumentationsfest?
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- Sind keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate enthalten?
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gesetze-im-internet.de (ZAG, BDSG), eur-lex.europa.eu (PSD2 2015/2366, RTS-SCA VO 2018/389), bafin.de (Merkblatt AIS-Registrierung), eba.europa.eu (EBA/GL/2018/07 API-Qualität, Q&A). Live-Check: PSD3-Entwurf COM(2023)366 verschärft Datenzugangsregeln; eba.europa.eu Q&A-Datenbank.
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@@ -3,98 +3,45 @@ name: zag-zahlungsausloesedienst-pis
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description: "Zahlungsauslösedienst nach ZAG und PSD2 prüfen: Erlaubnis, starke Kundenauthentifizierung, Haftungskette, Interface, technische Dienstleister und Händlerkommunikation."
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# Zahlungsauslösedienst (PIS) nach ZAG und PSD2
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# Zahlungsauslösedienst PIS
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## Worum es geht
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## Fachkern: Zahlungsauslösedienst PIS
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- **Spezialgegenstand:** Zahlungsauslösedienst PIS; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
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- **Entscheidende Weiche:** Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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Dieser Skill prüft Zahlungsauslösedienste (Payment Initiation Services, PIS) nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG und Art. 66 PSD2. Er deckt die Erlaubnisanforderungen, die starke Kundenauthentifizierung (SCA), die Haftungskette zwischen PIS-Provider und kontoführender Bank sowie die technischen Schnittstellenanforderungen nach der RTS-SCA (Delegierte VO 2018/389) ab.
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## Kernnormen
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## Aufgabe
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- **§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG** – Definition Zahlungsauslösedienst: Dienst zur Auslösung eines Zahlungsauftrags auf Veranlassung des Zahlungsdienstnutzers vom Zahlungskonto bei einem anderen Zahlungsdienstleister
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- **§ 10 ZAG** – Erlaubnispflicht; Anfangskapital für PIS nach § 17 ZAG: 50 TEUR (alternativ Berufshaftpflichtversicherung nach § 16 Abs. 3 ZAG)
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- **§ 49 ZAG** – Pflichten und Rechte des kontoführenden Zahlungsdienstleisters gegenüber PIS-Providern: Schnittstellenbereitstellung, Nicht-Diskriminierung, Authentifizierungs-Weiterleitung
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- **§ 55 ZAG** – Anmeldepflichten des PIS-Providers; Registrierung im BaFin-Zahlungsinstituts-Register
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- **§ 46 ZAG** – Starke Kundenauthentifizierung (SCA): Pflicht zur SCA bei elektronischen Zahlungsvorgängen; Ausnahmen nach RTS-SCA Art. 10–18
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- **§ 27 ZAG** – Haftung des PIS-Providers: bei nicht autorisierten Zahlungen Haftung gegenüber kontoführender Bank; Regress bei Verschulden des PIS-Providers
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- **Art. 66 PSD2** (Richtlinie 2015/2366) – Rechte des Zahlungsauslösedienstleisters: Zugang zum Zahlungskonto, Informationspflichten, Authentifizierungsweiterleitung, Verbot Speicherung von Zahlungsdaten
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- **Delegierte VO 2018/389 (RTS-SCA)** – technische Standards für SCA und sichere Kommunikation: Art. 4 SCA-Elemente, Art. 10–18 SCA-Ausnahmen, Art. 19–32 sichere Kommunikation (API/Fallback-Interface), Art. 33–36 dedizierte Schnittstelle
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Bearbeite diesen Spezialfall aus Sicht einer Bank-Rechtsabteilung. Das Ergebnis muss intern verwendbar sein: als Legal Note, Vorstandsvorlage, BaFin-Fragenpaket, Produktfreigabe, Vertragscheck, Red-Team-Vermerk oder Umsetzungs-Backlog.
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## Prüfschritte
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**Wann nutzen:** Ein Produkt löst auf Wunsch des Kunden Zahlungen von fremden Zahlungskonten aus oder bindet PIS-Partner ein.
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1. **Dienst-Klassifikation** (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG): Löst der Dienst tatsächlich einen Zahlungsauftrag aus (nicht nur Weiterleitung), vom Konto bei einem Dritten?
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2. **Erlaubnis** (§ 10 ZAG): Anfangskapital 50 TEUR oder Berufshaftpflichtversicherung (Deckungssumme nach EBA-Orientierung 0,5 Mio. Euro pro Schaden, 1 Mio. Euro pro Jahr).
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3. **SCA-Pflicht** (§ 46 ZAG, RTS-SCA Art. 4): Prüfe ob Ausnahme greift (geringer Betrag Art. 16, vertrauenswürdige Empfänger Art. 13, Unternehmenstransaktionen Art. 17).
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4. **Schnittstellenrecht** (§ 49 ZAG, RTS-SCA Art. 30): Kontoführer muss API bereitstellen; Fallback nur wenn dedizierte Schnittstelle nicht verfügbar.
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5. **Haftungskette** (§ 27 ZAG): PIS-Provider haftet unmittelbar bei Verschulden; Beweislast: Kontoführer muss Autorisierung nachweisen (§ 675w BGB).
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6. **Informationspflichten** (Art. 66 Abs. 3 PSD2): Transaktionsreferenz, Betrag, Empfänger; keine Speicherung von Authentifizierungsdaten.
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7. **Registrierung** (§ 55 ZAG): Eintragung im BaFin-Zahlungsinstituts-Register; Passporting in andere EWR-Staaten via § 38 ZAG-Notifizierung.
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## Schnellmodus
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## Typische Fallkonstellationen
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1. **Eilpunkt erkennen:** Fristen, Anzeigewege, Launch-Termine, Register-/Portal-Einreichung, Aufsichtskontakt, Kundenkommunikation und irreversible Vollzugsschritte zuerst markieren.
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2. **Regime sauber trennen:** Geltendes Recht, Verwaltungspraxis, EU-Entwurf/Vorschau und reine Produktidee nicht vermischen. Bei PSD3/PSR oder Roadmap-Themen ausdrücklich als Monitoring oder Gap-Vorschau kennzeichnen.
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3. **Tatbestand vor Meinung:** Erst Geschäftsmodell, Zahlungsfluss, Tokenrecht, Organrolle oder Registerfunktion sauber beschreiben, dann rechtlich einordnen.
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4. **Quellenhygiene:** Gesetze, BaFin, Bundesbank, EBA, EZB und EUR-Lex bevorzugen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und freier oder amtlicher Quelle.
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5. **Bankrealität:** Nicht nur sagen, ob etwas erlaubt ist. Immer mitliefern: wer entscheidet, welche Unterlagen fehlen, welcher Fachbereich Owner ist und wie die Bank das dokumentiert.
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- E-Commerce-Händler integriert PIS-API: § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG Erlaubnispflicht des PIS-Providers; Händler selbst erlaubnisfrei
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- Bank verweigert API-Zugang: § 49 ZAG Diskriminierungsverbot; EBA-Beschwerdeverfahren; RTS-SCA Art. 33 Qualitätsanforderungen
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- SCA-Ausnahme für Dauerauftrag: RTS-SCA Art. 14 (wiederkehrende Transaktionen gleicher Betrag/Empfänger); Erstauslösung mit SCA
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- Unbefugter Zahlungsvorgang über PIS: § 27 ZAG Haftung PIS; § 675u BGB Erstattungsanspruch Zahler gegen Kontoführer; Regress
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- Cross-Border-Betrieb (Deutschland + Frankreich): § 38 ZAG Notifizierung; RTS-SCA einheitlich anwendbar im EWR
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## Intake
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## Output
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Frage nur nach, wenn ohne Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Andernfalls mit Annahmen arbeiten und sie sichtbar markieren.
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Erlaubnisantrags-Checkliste PIS (50 TEUR oder Versicherung); SCA-Ausnahmen-Matrix mit RTS-SCA-Artikeln; Haftungs-Analyse-Vermerk; API-Anforderungs-Checkliste nach RTS-SCA Art. 30–33; Passporting-Checkliste.
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- **Kerninformationen:** Payment Flow, Händler, Konto, Kundenauthentifizierung, API, Ausfallrisiko, Verträge.
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- **Institut und Rolle:** Bank, Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut, Wertpapierinstitut, CRR-Kreditinstitut, FinTech-Tochter, Vermittler, Agent, Registerführer, CASP, Emittent oder Dienstleister.
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- **Produkt oder Vorgang:** Zahlungsdienst, E-Geld, Kredit, Wertpapier, Token, Register, Organwechsel, Auslagerung, Betrugsfall, Trade Finance oder Kooperation.
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- **Aufsicht und Einreichweg:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, EBA, FIU, Register, MVP, IMAS, Bundesanzeiger, Handelsregister oder interner Ausschuss.
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- **Dokumente:** Produktbeschreibung, Flow-of-Funds, Vertragsentwurf, API-Doku, Token Terms, Organ-CV, Eignungsmatrix, Registerauszug, Kundenkommunikation, Logs oder Vorstandsvorlage.
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## Quellenregel
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## Prüfaufbau
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### 1. Kurzbild
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| Punkt | Klärung |
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| Ergebnisbedarf | Vermerk, Freigabe, BaFin-Anfrage, Vertrag, Vorstandsvorlage oder Prozessstrategie |
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| Rechtsregime | KWG, ZAG, WpHG, WpIG, eWpG, MiCAR, DORA, GwG, BGB, HGB, AktG, SEPA-/EU-Regime oder Entwurf |
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| Risiko | Aufsicht, Bußgeld, Zivilhaftung, Organhaftung, Kundenstreit, AML, Datenschutz, IT oder Reputation |
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| Frist | Anzeige, Launch, Antwort, Rückgabe, Register, Gremium oder Verjährung |
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| Entscheidung | Go, Go mit Auflagen, Stop, BaFin-Vorabklärung oder externe Spezialprüfung |
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### 2. Subsumtion und Geschäftsmodell
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Arbeite in dieser Reihenfolge:
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1. Lebenssachverhalt und Rollen in einfachen Sätzen festhalten.
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2. Geld-, Daten-, Wertpapier- oder Tokenfluss als Tabelle beschreiben.
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3. Tatbestandsmerkmale einzeln prüfen.
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4. Ausnahmen, Privilegierungen, Bestandsschutz, Übergangsregeln oder Entwurfsstand gesondert behandeln.
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5. Gegenargumente und Red-Team-Sicht der Aufsicht formulieren.
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6. Praktische Auflagen für Launch, Fortführung, Korrektur oder Ablehnung schreiben.
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### 3. Beleg- und Unterlagenliste
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| Frage | Beleg | Fehlt | Owner | Wirkung |
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| Wer erbringt welche Leistung? | Vertrag, Produktbild, Prozess | ... | Legal/Produkt | Regimewahl |
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| Fließen Kundengelder oder Kryptowerte? | Flow-of-Funds, Wallet-/Kontoauszug | ... | Operations/Risk | Erlaubnis/Haftung |
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| Gibt es Aufsichtskontakt? | Schreiben, Ticket, Portalnachweis | ... | Legal/Compliance | Frist/Strategie |
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| Sind Kunden betroffen? | AGB, FAQ, Beschwerde, Marketing | ... | Vertrieb/Legal | Transparenz/Haftung |
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### 4. Ergebnis
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Erzeuge PIS-Prüfung, Erlaubnispfad, Haftungsmatrix, Vertragslücken und Go-Live-Gate.
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Baue das Ergebnis mit diesen Elementen:
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- **Entscheidungssatz:** Ein Satz, der intern zitiert werden kann.
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- **Risikoampel:** Rot/Gelb/Grün mit kurzer Begründung.
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- **Auflagen:** Welche Bedingungen müssen vor Go-Live oder vor Antwort erfüllt sein?
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- **Offene Punkte:** konkrete Rückfragen statt allgemeiner Rechercheaufträge.
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- **Anschluss-Skills:** passende Skills aus `bank-rechtsabteilung` nennen, insbesondere `bafin-kommunikation-und-anhoerung`, `bankaufsichtsrecht-kwg-marisk-triage`, `dora-ict-vertraege-vorfall`, `gwg-aml-kyc-verdachtsmeldung`, `vorstandsvorlage-gutachten` oder `produktfreigabe-new-product-process`.
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## Spezialhinweise
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- **PSD3/PSR:** Als EU-Gesetzgebungsvorschau behandeln, bis finaler Text und nationale Umsetzung/Anpassung greifbar sind. Keine Scheingeltung behaupten.
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- **eWpG/MiCAR:** Immer zuerst trennen, ob der Token ein Finanzinstrument, elektronisches Wertpapier, Kryptowert, E-Geld-Token, vermögenswertreferenzierter Token oder etwas anderes ist.
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- **ZAG:** Zahlungsfluss und Besitz an Kundengeldern sind zentral. Grafische Flow-of-Funds-Logik in Worte übersetzen.
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- **Geschäftsleiter/FAP:** Nicht nur Einzelperson prüfen, sondern Kollektiveignung, Zeitverfügbarkeit, Interessenkonflikte und Einreichkanal.
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- **Tokenisierung:** Keine Technikromantik. Rechtsposition, Register, Verwahrung, Übertragung, Verlustfall, Kundenschutz und Aufsicht zuerst.
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## Qualitätsgate
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Vor Ausgabe prüfen:
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- Steht klar da, was geltendes Recht ist und was Entwurf/Monitoring ist?
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- Sind BaFin-/EBA-/EUR-Lex-Quellen als Live-Check markiert, wenn sie tragen?
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- Gibt es eine konkrete Unterlagenliste?
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- Ist die Bankentscheidung dokumentationsfest?
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- Sind keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate enthalten?
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gesetze-im-internet.de (ZAG), eur-lex.europa.eu (PSD2 Richtlinie 2015/2366, RTS-SCA VO 2018/389), bafin.de (Merkblatt PIS, FAQ Open Banking), eba.europa.eu (EBA Opinion on SCA-Ausnahmen, Q&A-Datenbank). Live-Check: RTS-SCA läuft unter PSD3/PSR-Reform (Entwurf COM(2023)366); eba.europa.eu für aktuelle Q&A.
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+30
-32
@@ -3,48 +3,46 @@ name: bk-aufsicht-zag-dora-inhkontrolle-crr-arbeitskern
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description: "Fachanwalts-Spezialskill für Bankaufsicht: ZAG-Erlaubnis, DORA-IKT-Risiko, KWG-Anzeigen nach AnzV, Inhaberkontrolle und CRR-Folgen in Mandatsvermerken, Behördenantworten und Prozessstrategie verknüpfen."
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# Bankaufsicht Arbeitskern ZAG DORA Inhaberkontrolle CRR
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# Bankaufsicht: ZAG, DORA, Inhaberkontrolle und CRR – Arbeitskern
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## Wann nutzen
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## Worum es geht
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Wenn ein Mandat nicht nur Bankzivilrecht ist, sondern die Aufsicht hineinragt: Zahlungsdienste, FinTech-Kooperation, Auslagerung, Cloud, Organwechsel, Beteiligungserwerb, Kapitalanforderung, BaFin-Anhörung, Bundesbank-Nachforderung oder Schadensersatzstreit mit regulatorischem Vorwurf.
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Dieser Skill liefert den Arbeitskern für Fachanwalts-Mandate in der Bankaufsicht: Verknüpfung von ZAG-Erlaubnisfragen, DORA-IKT-Governance, KWG-Inhaberkontrollverfahren und CRR-Eigenmittelfolgen in einem einzigen Prüfraster. Ziel ist der verwertbare Mandatsvermerk, die BaFin-Erwiderung oder die Prozessstrategie – nicht die abstrakte Normdarstellung.
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## Prüfroute
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## Kernnormen
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1. **Rolle klären:** Bank, Zahlungsinstitut, E-Geld-Institut, Wertpapierinstitut, Kunde, FinTech, Erwerber, Organperson, Dienstleister oder Gegner.
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2. **Primärregime wählen:** ZAG, KWG/AnzV, InhKontrollV, DORA, CRR/CRD, WpHG/WpIG, GwG, BGB/AGB oder Prozessrecht.
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3. **Tatsachen sichern:** Zahlungsfluss, Vertrag, Anzeige, Portalnachweis, Aufsichtsschreiben, Board-Protokoll, technische Logs, Risikobericht.
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4. **Behördenroute prüfen:** BaFin, Bundesbank, EZB/SSM, EBA, Gericht, Ombudsstelle oder interne Gremien.
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5. **Mandatsziel bestimmen:** Erlaubnis vermeiden, Erlaubnis beantragen, Anzeige nachholen, Bußgeld vermeiden, Vertrag retten, Anspruch abwehren, Vergleich vorbereiten.
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- **§ 13 ZAG** – Inhaberkontrolle bei Zahlungsinstituten analog § 2c KWG: Schwellen 10/20/30/50 %, Vorab-Anzeige bei BaFin, Untersagungsrecht; Fristen identisch mit KWG-Inhaberkontrolle
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- **§ 10 ZAG** – Erlaubnisantrag Zahlungsinstitut; Versagungsgründe § 11 ZAG; Anfangskapital § 17 ZAG; verknüpft mit CRR-Eigenmittel-Anforderungen bei gruppenweiter Aufsicht
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- **DORA Art. 5–10** (VO 2022/2554) – IKT-Risikomanagement-Rahmenwerk: Art. 5 Governance (Leitungsorgan-Verantwortung), Art. 6 IKT-Risikomanagement-Rahmen, Art. 8 Identifizierung, Art. 9 Schutz, Art. 10 Erkennung; gilt für ZAG-Institute und KWG-Institute als Finanzunternehmen
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- **DORA Art. 17–23** – IKT-bezogene Vorfallmeldung: Art. 17 Klassifizierung, Art. 19 Meldung schwerwiegender Vorfälle an BaFin (erste Meldung 4 Stunden, Zwischenmeldung 72 Stunden, Abschlussmeldung 1 Monat); ITS zu Vorfallmeldung EBA/ITS/2023/04
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- **DORA Art. 24–27** – Digital Operational Resilience Testing: Art. 24 allgemeines Testprogramm, Art. 26 TLPT (Threat-Led Penetration Testing) für bedeutende Finanzunternehmen; DORA-RTS zu TLPT EBA/RTS/2024/03
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- **DORA Art. 28–30** – IKT-Drittparteienmanagement: Art. 28 Grundprinzipien, Art. 29 Vorvertragliche Risikoanalyse, Art. 30 Vertragliche Mindestklauseln (Ausstieg, Prüfungsrecht, Datenlokalisierung, Untervergabe-Kontrolle)
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- **CRR Art. 92** (VO 2013/575) – Eigenmittelanforderungen: Kernkapital (CET1) mind. 4,5 %, Tier 1 mind. 6 %, Gesamtkapitalquote mind. 8 %; SREP-Aufschläge nach CRD V Art. 104a
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- **CRR Art. 412** – Liquidity Coverage Ratio (LCR): 100 % hochliquider Aktiva gegenüber Nettoabflüssen in 30-Tage-Stressszenario; Meldung nach EBA-ITS
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- **CRD V Art. 91** (Richtlinie 2013/36/EU) – Fit-and-Proper Leitungsorgan: kollektiver Sachverstand, Unabhängigkeit, Zeitbudget; nationale Umsetzung in § 25c/d KWG
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## Fachmodule
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## Prüfschritte
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| Modul | Kernprüfung | Ergebnis |
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| ZAG | Positivkatalog, Ausnahmen, E-Geld, Registrierung, Anzeige | Erlaubnisampel und BaFin-Fragen |
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| DORA | Art. 16 oder voller Rahmen, Drittparteien, Incident, Exit | Vertragslücken und Maßnahmenplan |
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| AnzV | KWG-Anzeige, Einreichweg, LEI, Organ, Beteiligung, Auslagerung | Anzeigenkalender |
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| InhKontrollV | Bedeutende Beteiligung, Erwerberkette, Finanzierung, Kontrolle | Closing-CP und Unterlagenliste |
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| CRR | Art.-4-Begriffe, Eigenmittel, Großkredit, Liquidität, Leverage | Legal/Risk-Matrix |
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1. **Inhaberkontrolle ZAG/KWG** (§ 13 ZAG, § 2c KWG): Schwelle berechnen, Vorab-Anzeige-Frist (60 Werktage), Untersagungsrisiko-Analyse; BaFin-Dialogstrategie.
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2. **ZAG-Erlaubnisfrage** (§§ 10, 11, 17 ZAG): Dienst-Klassifikation, Anfangskapital, Versagungsrisiko; Verbindung zur Inhaberkontrolle wenn M&A-Kontext.
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3. **DORA-Compliance** (Art. 5–10 VO 2022/2554): IKT-Governance-Gap-Analyse; Leitungsorgan-Verantwortung dokumentieren; Risikomanagement-Rahmen aufsetzen.
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4. **Vorfallmeldung** (DORA Art. 17–19): Vorfalls-Klassifizierungs-Matrix aufstellen; Meldeketten definieren (4h/72h/1 Monat); ITS-Formular EBA/ITS/2023/04.
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5. **ICT-Drittparteienverträge** (DORA Art. 30): Bestandsverträge auf Art. 30-Klauseln prüfen; Nachrüstungs-Fristen beachten (DORA gilt ab 17.01.2025).
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6. **CRR-Eigenmittel** (Art. 92 CRR): Kapitalquoten-Check bei M&A; SREP-Aufschläge berücksichtigen; LCR Art. 412 bei Liquiditätsthemen.
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7. **Prozessstrategie**: Behördliche Maßnahmen (§ 44 KWG Sonderprüfung, § 36 KWG Abberufung) anfechten; aufschiebende Wirkung nach § 80 VwGO; Klage VG Frankfurt.
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## Prozess- und Haftungsblick
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## Typische Fallkonstellationen
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In zivilrechtlichen oder verwaltungsrechtlichen Mandaten regulatorische Pflichtverletzungen nicht unkontrolliert als Anerkenntnis formulieren. Baue immer zwei Spalten:
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- **Aufsichtssprache:** vollständig, kooperativ, faktenstark, ohne Spekulation.
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- **Prozesssprache:** anspruchsbezogen, beweissicher, ohne unnötige Selbstbelastung.
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- Private-Equity-Fonds erwirbt 25 % an ZAG-Institut: § 13 ZAG Inhaberkontrolle, § 2c KWG analog, DORA-Governance-Anforderungen für neuen Anteilseigner
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- BaFin verhängt DORA-Maßnahme nach IT-Vorfall: DORA Art. 17–19 Meldepflicht, § 44 KWG Sonderprüfung, Prozessstrategie VG Frankfurt
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- M&A-Transaktion: Ziel-Institut unterschreitet CRR-Kapitalquote: CRR Art. 92 Kapitalplan, CRD V Art. 104a SREP-Aufschlag, BaFin-Dialog
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- Neuer Drittanbieter-Vertrag ohne DORA-Klauseln: DORA Art. 30 Nachrüstung, Vertragsnachverhandlung, Übergangsfrist
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- Fit-and-Proper-Beanstandung CRD V Art. 91: § 25c KWG, § 36 KWG Abberufungsdrohung, EBA/GL/2021/06, Gegendarstellung-Strategie
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## Output
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Liefer bevorzugt:
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Mandatsvermerk Inhaberkontrolle mit Fristkalender; DORA-Gap-Analyse-Template; Vorfallmeldungs-Formular ITS-konform; CRR-Eigenmittel-Kurzanalyse; Behördenerwiderung-Entwurf; Prozessstrategie-Übersicht.
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- Mandatskurzbild mit Risikoampel.
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- Normen-/Quellenmatrix.
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- Dokumenten- und Beweisbedarf.
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- stärkstes Behördenargument und stärkstes Verteidigungsargument.
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- Entwurf für BaFin-/Bundesbank-Antwort oder Mandantenmemo.
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- Anschluss-Skills: `spezial-bankaufsicht-erlaubnis-und-vertrieb`, `bk-bafin-beschwerdeverfahren-workflow`, `spezial-mifid-behoerden-gericht-und-registerweg`.
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## Quellenregel
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## Quellenhygiene
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Nutze amtliche Quellen: Gesetze im Internet für KWG, ZAG, AnzV, InhKontrollV; BaFin für Merkblätter und DORA-Hinweise; EUR-Lex für DORA und CRR. Keine BeckRS-, juris- oder Kommentarzitate ohne bereitgestellte Quelle.
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gesetze-im-internet.de (KWG, ZAG), eur-lex.europa.eu (DORA VO 2022/2554, CRR VO 2013/575, CRD V 2013/36/EU), eba.europa.eu (DORA-ITS/RTS, EBA/GL/2021/06), bafin.de (DORA-Umsetzungshinweise, SREP-Methodik). Live-Check: DORA-RTS/ITS auf eba.europa.eu laufend aktualisiert; CRR3 (VO 2024/1623) ab 01.01.2025 Änderungen bei Eigenmittelanforderungen.
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+32
-30
@@ -3,43 +3,45 @@ name: kwg-erlaubnispflicht-factoring-1-abs-1a-satz-2-nr-9-kwg
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description: "KWG Erlaubnispflicht Factoring § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG: prüft die einschlägigen Voraussetzungen, Dokumente, Risiken und Ausnahmen. Norm-/Quellenanker: KWG § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9, § 32 KWG, BaFin-Merkblatt Factoring, BGB §§ 398 ff., HGB § 354a, ZAG, GwG, DSGVO."
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# KWG Erlaubnispflicht Factoring § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG
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# KWG-Erlaubnispflicht Factoring nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG
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## Fachkern: KWG Erlaubnispflicht Factoring § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG
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- **Spezialgegenstand:** KWG Erlaubnispflicht Factoring § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG; dieser Skill beginnt mit der Sachfrage und liefert eine konkrete Lösung statt bloßer Orientierung.
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- **Normen-/Quellenanker:** BGB Forderungsabtretung, HGB, KWG/ZAG-Erlaubnisfragen, InsO-Anfechtung, Factoringvertrag, Debitorenmanagement, Datenschutz und Geldwäsche.
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- **Entscheidende Weiche:** Echtes/unechtes Factoring, Forderungsbestand, Abtretbarkeit, Einwendungen, Debitoreninformation, Insolvenzrisiko und Refinanzierung trennen.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
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## Worum es geht
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Dieser Skill prüft, ob ein Factoring-Geschäftsmodell unter die Erlaubnispflicht nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG fällt. Die Norm ist der gesetzliche Anker des Factorings als Finanzdienstleistung. Zentrale Fragen sind: Liegt echtes oder unechtes Factoring vor? Handelt der Factor auf eigene Rechnung? Findet eine Bonitätsprüfung statt? Für reine Forderungseinkäufer ohne Kreditfunktion kann das Bankenprivileg fehlen.
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## Einsatz
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Nutze diesen Skill im Plugin **Factoring-Recht**, wenn genau dieses Thema sichtbar wird oder der Allgemein-Skill dorthin routet. Arbeite praktisch, schnell und verwertbar: keine Vorlesung, sondern ein geordneter Arbeitsweg mit Ergebnis.
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## Kernnormen
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**Fachlicher Fokus:** Factoring als laufender Forderungsankauf, Vertrags- und Aufsichtsrecht, BaFin-Erlaubnisfragen, Abtretung, Debitorenschutz, Insolvenz, Bilanzierung und internationale Lieferkettenfinanzierung.
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- **§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG** – Factoring als Finanzdienstleistung: Ankauf von Forderungen auf eigene Rechnung mit oder ohne Rückgriff; Tatbestandsmerkmale: gewerbsmäßig oder kaufmännischer Umfang, eigene Rechnung, Forderungsankauf; dies ist der Kern-Erlaubnistatbestand
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- **§ 32 KWG** – Erlaubnispflicht: schriftlicher Antrag bei BaFin; Geschäftsplan, IT-Konzept, Unterlagen zu Inhabern und Geschäftsleitern; Erlaubnis als Finanzdienstleistungsinstitut (nicht Kreditinstitut)
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- **§ 33 KWG** – Versagungsgründe: Anfangskapital (§ 33 Abs. 1 Nr. 1 KWG; für Finanzdienstleistungsinstitute nach § 10 Abs. 3 KWG); Zuverlässigkeit Geschäftsleiter; unzureichender Geschäftsplan
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- **§ 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 7 KWG** – Konzernprivileg: konzerninterne Forderungsverkäufe ohne BaFin-Erlaubnis möglich wenn ausschließlich innerhalb des Konzerns
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- **§ 25a KWG** – Organisationspflichten: auch Factoring-Institute müssen Risikomanagement, Compliance, Revision einrichten; MaRisk-light gilt für kleinere Institute
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- **§ 25c KWG** – Geschäftsleiter-Anforderungen: Fit-and-Proper auch bei Factoring-Instituten; Zuverlässigkeit, Sachkunde, Zeitbudget
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- **BGB §§ 398 ff.** – Abtretungsrecht: zivilrechtliche Grundlage des Forderungsankaufs; stille vs. offene Zession; Abtretungsverbote (§ 399 BGB), HGB § 354a Abtretbarkeit kaufmännischer Forderungen trotz Verbot
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- **GwG §§ 2 ff.** – Factoring-Institute als Verpflichtete nach GwG § 2 Abs. 1 Nr. 2 (Finanzdienstleistungsinstitute); KYC-Pflichten für Forderungsverkäufer und ggf. Drittschuldner
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## Startfragen
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- Wer fragt in welcher Rolle und welches Arbeitsergebnis wird gebraucht?
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- Welche Frist, Zuständigkeit, Behörde, Gericht oder Vertragssituation ist erkennbar?
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- Welche Dokumente, Zahlen, Registerdaten, Bescheide, Verträge oder Korrespondenz liegen vor?
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- Welche Tatsachen sind sicher, welche sind streitig und welche Annahmen müssen sichtbar markiert werden?
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- Welche live zu prüfenden Normen, Behördenhinweise oder Formulare tragen das Ergebnis?
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## Prüfschritte
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## Prüf- und Arbeitslogik
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1. **Einordnen:** Rolle, Ziel, Verfahrensstand, Vertragstyp, Behörde/Gericht, Frist und Risiken festhalten.
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2. **Normen live prüfen:** Vor tragenden Aussagen den aktuellen Stand aus amtlichen oder frei zugänglichen Quellen kontrollieren. Besonders prüfen: die im Fachkern genannten Normen-/Quellenanker, aktuellen amtlichen oder frei zugänglichen Fachquellen und die für diese Speziallage tragenden Formulare/Behördenhinweise.
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3. **Tatbestand in Elemente zerlegen:** Jedes Tatbestandsmerkmal einzeln prüfen; unklare Tatsachen als `[offen: ...]` markieren.
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4. **Belege führen:** Für jede relevante Behauptung Dokument, Datum, Absender, Anlage, Registerfund oder Quelle notieren.
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5. **Gegenansicht bauen:** Mindestens eine ernsthafte Gegenargumentation und eine Verteidigungslinie formulieren.
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6. **Ergebnis kalibrieren:** Risikoampel `grün/gelb/rot`, Handlungsempfehlung, nächster Schritt und fehlende Unterlagen ausgeben.
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1. **Tatbestandsprüfung § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG**: Ankauf von Forderungen auf eigene Rechnung? Gewerbsmäßig oder in kaufmännischem Umfang? Rückkaufsvereinbarung = unechtes Factoring (kein Delkredere-Übernahme)?
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2. **Echtes vs. unechtes Factoring**: Echtes Factoring (Delkredere übernommen) = eindeutig § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG; unechtes Factoring (Rückgriff bei Ausfall) = BaFin-Praxis: ebenfalls Erlaubnispflicht, aber Abgrenzung zum Kreditgeschäft beachten.
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3. **Konzernprivileg** (§ 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 7 KWG): Ausschließlich konzerninterner Forderungsankauf? Wenn ja, keine Erlaubnispflicht.
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4. **Erlaubnisantrag** (§ 32 KWG): Anfangskapital für Finanzdienstleistungsinstitut (kein Bankenstatus erforderlich); Geschäftsplan mit Factoring-Portfolio, Bonitätsprüfungskonzept.
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5. **Organisationspflichten** (§ 25a KWG): Risikomanagement (Forderungsausfallrisiko), Compliance, Revision; MaRisk-Anwendung proportional.
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6. **Zivilrechtliche Grundlagen** (BGB §§ 398 ff., HGB § 354a): Abtretbarkeit prüfen; stille Zession vs. offene Zession; Abtretungsverbote in AGB des Forderungsverkäufers.
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7. **GwG-Pflichten** (GwG § 2 Abs. 1 Nr. 2): KYC für Forderungsverkäufer; Transaktionsmonitoring auf Geldwäschesignale.
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## Typische Fallkonstellationen
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- Mittelständler gründet konzerneigenes Factoring-Vehikel: § 2 Abs. 6 Nr. 7 KWG Konzernprivileg; keine BaFin-Erlaubnis wenn rein konzerninternes Factoring
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- Selbstständiges Factoring-Unternehmen kauft Handels-Forderungen: § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG Erlaubnispflicht; § 32 KWG Antrag
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- Online-Plattform vermittelt Forderungsverkäufe: kein Eigenerwerb = kein § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG; ggf. Anlageberatung oder anderer Tatbestand prüfen
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- Factoring-Institut erweitert um Kreditvergabe: § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG Kreditgeschäft; KWG-Vollbanklizenz erforderlich
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- Unechtes Factoring mit Rückgriff: BaFin-Praxis bestätigt Erlaubnispflicht; Abgrenzung Buchforderungszession ohne Bonitätsübernahme
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## Output
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Erzeuge je nach Auftrag eines oder mehrere dieser Arbeitsergebnisse: Kurzvermerk, Prüfschema, Risikoampel, Fragenliste, Dokumentenanforderung, Entwurfsbausteine und nächster Handlungsschritt. Wenn der Nutzer unsicher ist, schlage zuerst einen Minimalpfad vor: Frist sichern, Dokumente sortieren, Kernfrage beantworten, danach Spezialprüfung vertiefen.
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## Quellenhygiene
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- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen erfinden.
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und frei/amtlich prüfbarer Quelle nennen.
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- Bei EU-Recht den aktuellen EUR-Lex-Text und einschlägige Kommissions-/Agenturhinweise prüfen.
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- Bei Behördenverfahren aktuelle Formulare, Merkblätter, Konsultationen und Fristen der zuständigen Behörde prüfen.
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Erlaubnis-Subsumtions-Vermerk § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG; Erlaubnisantrags-Checkliste § 32 KWG für Factoring-Institut; Konzernprivileg-Prüfungsschema; Zivilrechtliche Abtretungscheck-Liste (BGB/HGB); GwG-Pflichten-Übersicht für Factoring-Institute.
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## Qualitätsgate
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Am Ende kurz prüfen: Sind Fristen, Zuständigkeit, Rechtsgrundlage, Beweislast, Zahlen, Form und gewünschter Output vollständig? Ist erkennbar, was sicher ist und was noch Sachverhaltsarbeit braucht?
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## Quellenregel
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gesetze-im-internet.de (KWG, BGB, HGB, GwG), bafin.de (Merkblatt Factoring, Erlaubnisantrag Finanzdienstleistungsinstitut). Live-Check: BaFin-Merkblatt Factoring bei Gesetzesänderungen aktualisiert; BaFin-Auslegungshinweise zu § 1 Abs. 1a Nr. 9 KWG auf bafin.de.
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@@ -3,50 +3,45 @@ name: wpig-und-zag-pruefung
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description: "WpIG und ZAG Pruefung: Wertpapierinstitutsgesetz und Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz Voraussetzungen fuer Lizenz, Anwendungsbereich, Schnittstellen zu PSD3-Entwurf, Crypto-Asset-Service-Provider unter MiCAR. Pruefraster fuer Geschaeftsmodelle und Sandbox-Optionen."
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# WpIG und ZAG Lizenzpruefung
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# WpIG und ZAG: Abgrenzung und Erlaubnisraster
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## Spezialwissen: WpIG und ZAG Lizenzpruefung
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- **Spezialgegenstand:** WpIG und ZAG Lizenzpruefung / wpig und zag pruefung. Der Skill löst diese konkrete Lage und darf nicht in allgemeines Routing ausweichen.
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- **Normen-/Quellenanker:** WpIG, ZAG.
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- **Entscheidende Weiche:** Aus dem Sachverhalt sind Tatbestandsmerkmal, Zuständigkeit, Frist, Beweislast, Ermessen/Wertung und Rechtsfolge getrennt herauszuarbeiten; offene Tatsachen werden als offen markiert.
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- **Arbeitsprodukt:** Erzeuge eine fallbezogene Matrix `Norm / Tatsache / Beleg / Gegenargument / Risiko / nächster Schritt` plus einen direkt verwendbaren Baustein für Vermerk, Schreiben, Antrag, Schriftsatz oder Entscheidungsvorlage.
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## Worum es geht
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Dieser Skill prüft die Abgrenzung zwischen WpIG-Erlaubnis, ZAG-Erlaubnis und KWG-Erlaubnis für Geschäftsmodelle an der Schnittstelle von Wertpapierdienstleistung und Zahlungsdienst. Das WpIG setzt die IFD/IFR um und klassifiziert Wertpapierinstitute in Klassen 1, 2 und 3 mit stark unterschiedlichen Eigenmittelanforderungen. Überschneidungen mit ZAG (Zahlungsauslösung, Verwahrstellen) und MiCAR (CASP) werden systematsich erfasst.
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## Fallweichen
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Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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## Kernnormen
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1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
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3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
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4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
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5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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- **WpIG § 2 Abs. 1** – abschließende Liste der Wertpapierdienstleistungen: Anlagevermittlung, Anlageberatung, Portfolioverwaltung, Eigenhandel, Abschluss- und Emissionsgeschäft; Abgrenzung zu § 1 Abs. 1a KWG Finanzdienstleistungen
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- **WpIG § 15** – Erlaubnispflicht für Wertpapierinstitute: Antrag bei BaFin, Geschäftsplan, Angaben zu Inhabern, Geschäftsleitern; Erlaubnis je nach Klasse mit unterschiedlichem Umfang
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- **WpIG § 17** – Eigenmittelanforderungen nach IFR-Klasse: Klasse 3 (kleine nicht-verflochtene Institute) mind. 75 TEUR; Klasse 2 mind. 150 TEUR + Kapitalzuschlag nach K-Faktoren IFR Art. 15; Klasse 1 (systemrelevant) = KWG-Institute, CRR anwendbar
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- **IFR VO 2019/2033 Art. 9–15** – K-Faktoren-System: AUM (Art. 17), CMH (Art. 18), ASA (Art. 19), COH (Art. 20), DTF (Art. 21), NPR/CMG (Art. 22–23), TCD (Art. 24), ON/OFF Balance-Sheet (Art. 25); laufende Eigenmittelanforderung
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- **IFR Art. 43** – Meldepflichten Wertpapierinstitute: vierteljährliche Meldung an BaFin; COREP-Schemata nach EBA-ITS; IFR-Klasse beeinflusst Meldeumfang
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- **ZAG § 10** – Erlaubnis Zahlungsinstitut: kommt in Betracht wenn Wertpapierinstitut auch Zahlungsdienste erbringt (z.B. Kontoführung für Kundengelder); ggf. doppelte Erlaubnis oder WpIG-Annex-Erlaubnis
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- **WpIG § 35 i.V.m. § 25c KWG** – Fit-and-Proper Geschäftsleiter Wertpapierinstitut: Zuverlässigkeit, Sachkunde analog KWG; Absichtsanzeige bei BaFin; Zeitbudget
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- **MiCAR Art. 59–76** (VO 2023/1114) – Crypto-Asset-Service-Provider (CASP): Erlaubnispflicht für CASP-Dienstleistungen (Verwahrung, Handel, Transfer von Kryptowerten); Abgrenzung zu WpIG (E-Wertpapiere nach DLT-VO) und ZAG (E-Geld-Token)
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## Pruefraster
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## Prüfschritte
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Der Output muss als verwertbares Arbeitsprodukt aufgebaut sein:
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1. **Dienstleistungs-Klassifikation** (WpIG § 2 Abs. 1): Liegt eine WpIG-Wertpapierdienstleistung vor? Oder ZAG-Zahlungsdienst (§ 1 ZAG)? Oder KWG-Bankgeschäft? Überlagerungen dokumentieren.
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2. **WpIG-Klassen-Bestimmung** (IFR Art. 9–12): Klasse 1 (KWG-Schwelle), Klasse 2 (Standard), Klasse 3 (small non-interconnected)? Bilanzsumme, AUM, COH, NPR, DTF prüfen.
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3. **Eigenmittelberechnung** (WpIG § 17, IFR Art. 15): Mindestkapital je Klasse; K-Faktoren berechnen; Vergleich mit 25 %-Kostenkennzahl (IFR Art. 13).
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4. **ZAG-Schnittstelle** (§ 10 ZAG): Erbringt das WpIG-Institut auch Zahlungsdienste (Überweisungen für Kunden, Depotkonto)? Doppel-Erlaubnis oder Ausnahme § 1 Abs. 10 ZAG?
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5. **MiCAR-CASP-Prüfung** (MiCAR Art. 59): Werden Kryptowerte verwahrt, gehandelt oder übertragen? CASP-Erlaubnis parallel zu WpIG erforderlich? Abgrenzung E-Wertpapier (DLT-Pilot-VO 2022/858) vs. Kryptowert.
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6. **Fit-and-Proper** (WpIG § 35, § 25c KWG, EBA/GL/2021/06): Geschäftsleiter-Eignung analog KWG; Absichtsanzeige BaFin.
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7. **Meldepflichten** (IFR Art. 43, EBA-ITS): Quartalsweise COREP; Klasse 2 umfangreichere K-Faktor-Meldung; Klasse 3 vereinfacht.
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1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
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2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, zustaendige Stellen, Verfahrensart, Darlegungs-/Beweislast und nur verifizierte Rechtsprechung.
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3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
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4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
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## Typische Fallkonstellationen
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## Plugin-Kontext
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Dieser Skill gehoert zum Plugin `regulatorisches-recht`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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- Neo-Broker (Anlagevermittlung ohne Eigenhandel): WpIG § 2 Abs. 1 Nr. 1, Klasse 3 wenn small, Eigenmittel 75 TEUR; keine ZAG-Erlaubnis wenn Kundengelder bei KWG-Bank gehalten
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- Robo-Advisor (Portfolioverwaltung): WpIG § 2 Abs. 1 Nr. 7, Klasse 2, K-Faktor AUM anwendbar; Fit-and-Proper Algorithmus-Governance
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- Krypto-Exchange mit Fiat-Zahlungen: MiCAR Art. 59 CASP-Erlaubnis + ggf. ZAG § 10 (Zahlungsauslösung oder Finanztransfer) – doppelte Regulierung
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- WpIG expandiert in Kredit (z.B. Wertpapierkredit): § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG Kreditgeschäft; WpIG-Erlaubnis reicht nicht; KWG-Erlaubnis erforderlich
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- Sandbox-Option: BaFin-Innovationsbereich-Kontakt; regulatorische Erprobung unter FinDAG § 4a; DLT-Pilot-VO 2022/858 für Marktinfrastrukturen
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## Output-Module
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- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
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- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
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- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
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- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
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## Output
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WpIG/ZAG/KWG-Abgrenzungsmatrix; K-Faktoren-Berechnungsblatt (IFR); Erlaubnisantrags-Checkliste WpIG § 15; MiCAR-CASP-Prüfschema; Sandbox-Optionen-Übersicht (BaFin, DLT-Pilot).
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## Quellenregel
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link ausgeben; bei Unsicherheit erst verifizieren oder als zu pruefen markieren.
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- Keine Paywall-, Kommentar-, Aufsatz- oder Datenbankfundstelle als tragende Aussage verwenden, wenn sie nicht durch Nutzerquelle oder dokumentierten Live-Zugriff verifiziert ist.
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- Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder BeckRS-/juris-Blindzitate aus Modellwissen. Literatur nur verwenden, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff im konkreten Arbeitskontext dokumentiert ist.
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- Annahmen explizit als solche kennzeichnen; keine erfundenen Fundstellen, keine erfundenen Tatsachen, keine erfundenen Behoerdenpraxis-Saetze.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
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- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
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- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
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- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
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gesetze-im-internet.de (WpIG, ZAG, KWG), eur-lex.europa.eu (IFR VO 2019/2033, IFD 2019/2034, MiCAR VO 2023/1114, DLT-Pilot VO 2022/858), bafin.de (WpIG-Merkblatt, Erlaubnisantrag WpIG), eba.europa.eu (EBA-ITS IFR-Meldewesen). Live-Check: CRR3 (VO 2024/1623) Klasse-1-Schwelle ab 01.01.2025; MiCAR CASP-Erlaubnispflicht ab Dezember 2024.
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