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feat(fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz): 48 Skills aufgewertet - faevvollzug-Reihe und Spezialwerkzeuge
This commit is contained in:
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name: designrecht-praxis-grundlagen
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description: "Designrecht in der Praxis: GeschmMG nun DesignG, Schutzvoraussetzungen Neuheit und Eigenart, Anmeldung beim DPMA, Gemeinschaftsgeschmacksmuster EUIPO. Verletzungsfolgen, einstweilige Verfuegung, Schadensersatz-Berechnung. Pruefraster fuer Modemarkenpraxis."
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description: "Designrecht in der Praxis: DesignG (ex GeschmMG), Schutzvoraussetzungen Neuheit und Eigenart, Anmeldung DPMA, Gemeinschaftsgeschmacksmuster EUIPO, eingetragenes und nicht eingetragenes Gemeinschaftsgeschmacksmuster. Verletzungsfolgen, einstweilige Verfügung, Schadensersatz-Berechnung. Prüfraster für Modemarkenpraxis."
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# Designrecht in der Praxis
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## Aufgabe
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Designrecht in der Praxis: GeschmMG nun DesignG, Schutzvoraussetzungen Neuheit und Eigenart, Anmeldung beim DPMA, Gemeinschaftsgeschmacksmuster EUIPO.
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Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`: Designrecht nach DesignG und GGV, Schutzvoraussetzungen Neuheit und Eigenart, Verletzung, Durchsetzung und Strategiewahl.
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## Rechtsrahmen
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## Fachlicher Arbeitskern
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| Rechtsgrundlage | Inhalt |
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|---|---|
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| § 1 Nr. 1 DesignG | Designbegriff: zweidimensionales oder dreidimensionales Erscheinungsbild |
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| § 2 Abs. 1 DesignG | Schutzvoraussetzungen: Neuheit + Eigenart |
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| § 2 Abs. 2 DesignG | Neuheit: kein identisches Design vor Anmeldetag öffentlich zugänglich gemacht |
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| § 2 Abs. 3 DesignG | Eigenart: Gesamteindruck beim informierten Benutzer unterscheidet sich |
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| § 3 DesignG | Schutzausschlüsse: technisch bedingte Merkmale, must-fit-Ausnahme |
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| § 11 DesignG | Schutzvoraussetzung: sichtbar im Normalgebrauch (Bauelementedesign) |
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| § 27 DesignG | Schutzfrist: 5 Jahre ab Anmeldetag, verlängerbar bis 25 Jahre |
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| §§ 38 ff. DesignG | Verletzungstatbestände: Herstellung, Anbieten, Inverkehrbringen |
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| § 42 DesignG | Unterlassung und Schadensersatz |
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| Art. 4 ff. GGV (VO 6/2002) | Eingetragenes und nicht eingetragenes Gemeinschaftsgeschmacksmuster |
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| Art. 11 GGV | Nicht eingetragenes GGM: 3 Jahre Schutz ab Offenbarung |
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| Art. 85 GGV | Zuständigkeit: Gemeinschaftsgeschmacksmuster-Gerichte |
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Dieser Skill ist kein allgemeiner Chat-Modus, sondern ein Arbeitswerkzeug fuer `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` zum Thema `designrecht-praxis-grundlagen`. Ausgangspunkt ist immer die konkrete Aufgabe aus der Beschreibung: Designrecht in der Praxis: GeschmMG nun DesignG, Schutzvoraussetzungen Neuheit und Eigenart, Anmeldung beim DPMA, Gemeinschaftsgeschmacksmuster EUIPO. Verletzungsfolgen, einstweilige Verfuegung, Schadensersatz-Berechnung. Pruefraster fuer Modemarkenpraxis..
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## Prüfraster Designverletzung
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Arbeite deshalb fallnah:
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**Schritt 1 – Schutzfähigkeit des Klagedesigns**
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1. **Falltyp erkennen:** Einordnung, ob es um Erstberatung, Anspruchs-/Pflichtenpruefung, Vertrags-/Bescheid-/Schriftsatzarbeit, Strategie oder Fristenrettung geht.
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2. **Entscheidungspunkte bilden:** Welche zwei bis fuenf Weichen entscheiden den Fall wirklich?
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3. **Belege anfordern:** Nur die Unterlagen nachfordern, die fuer diese Weichen gebraucht werden; keine Frageboegen um ihrer selbst willen.
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4. **Spezialwissen anwenden:** Die im Skill genannten Normen, Behoerden, Verfahrensarten, Branchenlogiken oder typischen Streitpunkte sichtbar abarbeiten.
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5. **Nutzbaren Output liefern:** Am Ende steht ein Memo, eine Matrix, ein Textbaustein, ein Schriftsatzgeruest, ein Mandantenbrief oder eine klare Naechste-Schritte-Liste.
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- Liegt eine Anmeldung beim DPMA (nationales Design) oder EUIPO (eingetragenes GGM) vor?
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- Nicht eingetragenes GGM: Offenbarung im EWR feststellbar, Frist 3 Jahre eingehalten?
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- Schutzausschluss § 3 DesignG: rein technisch bedingt? Must-fit?
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- Neuheit und Eigenart bei Anmeldung (§ 2 DesignG, Art. 5–6 GGV): vorbekannter Formenschatz?
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Wenn ein anderer Skill desselben Plugins genauer passt, schlage ihn aktiv vor und erklaere in einem Satz, warum der Wechsel die Arbeit beschleunigt.
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**Schritt 2 – Verletzungshandlung**
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- Übereinstimmender oder verwechslungsfähiger Gesamteindruck beim informierten Benutzer?
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- Gestaltungsfreiheit des Entwerfers: enger Formenschatz = kleiner Schutzbereich.
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- Angegriffene Ausführungsform: Fotos, Muster, Screenshots sichern.
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**Schritt 3 – Anspruchsinhaber und Legitimation**
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- Eingetragener Inhaber (§ 7 DesignG, DPMA/EUIPO-Registerauszug).
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- Lizenznehmerin mit entsprechender Klagebefugnis?
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- Arbeitnehmerdesign: § 13 DesignG – Dienstverhältnis, Übertragungsfiktion.
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**Schritt 4 – Ansprüche**
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| Anspruch | Norm | Voraussetzung |
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|---|---|---|
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| Unterlassung | § 42 Abs. 1 DesignG | Wiederholungs- oder Erstbegehungsgefahr |
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| Schadensersatz | § 42 Abs. 2 DesignG | Verschulden (Vorsatz/Fahrlässigkeit) |
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| Auskunft und Rechnungslegung | § 46 DesignG | Zur Bezifferung des Schadens |
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| Vernichtung und Rückruf | § 43 DesignG | Verletzende Gegenstände im Besitz des Verletzers |
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| Urteilsbekanntmachung | § 47 DesignG | Berechtigtes Interesse |
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**Schritt 5 – Schadensberechnung (drei Methoden)**
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1. Konkreter Schaden + entgangener Gewinn.
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2. Verletzergewinn (Herausgabe).
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3. Lizenzanalogie (fiktive Lizenzgebühr, marktüblicher Satz).
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## Verfahrensweg und Zuständigkeit
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- **DPMA-Nichtigkeitsverfahren:** § 33 DesignG; Nichtigkeitsgründe §§ 33 Abs. 1 DesignG.
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- **Zivilklage:** LG (Designsachen, § 52 DesignG i.V.m. § 140 MarkenG analog); spezialisierte Kammern Hamburg, Düsseldorf, München, Köln.
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- **einstweilige Verfügung:** §§ 935, 940 ZPO; Dringlichkeit nach Kenntnisnahme wahren (ca. 4–6 Wochen).
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- **EUIPO-Nichtigkeitsverfahren:** Art. 52 GGV (eingetragenes GGM); Art. 24 GGV (nicht eingetragenes GGM, Nichtigkeitseinrede).
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## Strategische Optionen
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| Konstellation | Empfehlung |
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|---|---|
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| Schnelle Unterlassung, Verletzung eindeutig | eV beim zuständigen LG (Designgericht) |
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| Bestand des Klagedesigns zweifelhaft | Defensivstrategie, Nichtigkeitsverfahren DPMA/EUIPO abwarten oder einleiten |
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| Parallelschutz Urheberrecht | § 2 Abs. 1 Nr. 4 UrhG prüfen (Werke der angewandten Kunst), Schutzschwelle seit BGH „Geburtstagszug" deutlich abgesenkt |
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| Wettbewerbsrechtlicher Schutz | § 4 Nr. 3 UWG (ergänzender Leistungsschutz): Nachahmungsschutz wenn wettbewerbliche Eigenart vorhanden |
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## Kaltstart
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Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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Frage zu Beginn nur ab, was für den nächsten Schritt unverzichtbar ist:
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1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
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3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
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4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
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5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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## Pruefraster
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Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
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1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
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2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, zustaendige Stellen, Verfahrensart, Darlegungs-/Beweislast und nur verifizierte Rechtsprechung.
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3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
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4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
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## Plugin-Kontext
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Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt – Angreifer oder Verteidiger? Welcher Output (eV-Antrag, Abmahnung, Nichtigkeitsantrag, Gutachten)?
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2. **Sachverhalt:** Welches Design ist betroffen, wann angemeldet, wo eingetragen? Welche Verletzungshandlung konkret?
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3. **Fristen:** Kenntnis seit wann, Dringlichkeit noch gewahrt?
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4. **Unterlagen:** Registerauszug, Fotos, Anmeldeunterlagen, Muster?
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5. **Format:** Memo, Schriftsatz, Checkliste, Mandantenbrief?
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## Output-Module
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- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
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- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
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- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
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- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
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- Prüfvermerk im Gutachtenstil (Schutzfähigkeit → Verletzung → Ansprüche → Strategie).
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- Prüfmatrix: Merkmal, Norm, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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- Schriftsatz-Gerüst: eV-Antrag oder Klageschrift (Muster).
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- Schadensberechnungsblatt (drei Methoden).
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## Plugin-Kontext
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Skill gehört zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Anschluss-Skills: `spezial-designverletzung-red-team-und-qualitaetskontrolle`, `spezial-designg-behoerden-gericht-und-registerweg`, `workflow-fristen-und-risikoampel`.
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## Quellenregel
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link ausgeben; bei Unsicherheit erst verifizieren oder als zu pruefen markieren.
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- Keine Paywall-, Kommentar-, Aufsatz- oder Datenbankfundstelle als tragende Aussage verwenden, wenn sie nicht durch Nutzerquelle oder dokumentierten Live-Zugriff verifiziert ist.
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- Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder BeckRS-/juris-Blindzitate aus Modellwissen. Literatur nur verwenden, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff im konkreten Arbeitskontext dokumentiert ist.
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- Annahmen explizit als solche kennzeichnen; keine erfundenen Fundstellen, keine erfundenen Tatsachen, keine erfundenen Behoerdenpraxis-Saetze.
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und Link zu [dejure.org](https://dejure.org), [openjur.de](https://openjur.de), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de), [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu).
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- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de), [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
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- DPMA-Infos: [dpma.de](https://www.dpma.de); EUIPO: [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu).
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- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
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- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
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- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
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- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
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- Kein Ersatz für eine vollständige Mandantenberatung.
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- Keine Festlegung ohne ausdrückliche Mandantenentscheidung.
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- Keine Bewertung nicht belegter Tatsachen.
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- Bei Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen: Hinweis an den fallführenden Anwalt.
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+73
-31
@@ -1,45 +1,87 @@
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name: faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zus
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description: "Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: EV-Vollziehungscheck Dringlichkeit Titel Zustellung mit geführtem Workflow, Normencheck, Beweis- und Fristenlogik, Red-Team und verwertbarem Ergebnis."
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name: faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel
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description: "EV-Vollziehungscheck: Dringlichkeit, Titel und Zustellung bei einstweiliger Verfügung im gewerblichen Rechtsschutz. § 929 ZPO Vollziehungsfrist, § 936 ZPO, § 12 UWG, Selbstzustellung, Parteibetrieb, Rechtsfolgen verspäteter Vollziehung."
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# Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: EV-Vollziehungscheck Dringlichkeit Titel Zustellung
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# EV-Vollziehungscheck: Dringlichkeit, Titel und Zustellung
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## Aufgabe
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Dieser Skill prüft den EV-Vollziehungscheck bei einstweiligen Verfügungen im gewerblichen Rechtsschutz: Dringlichkeit erhalten, Titel korrekt erwirken, fristgerechte Vollziehung und Zustellung sicherstellen.
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Dieser Skill bearbeitet **EV-Vollziehungscheck Dringlichkeit Titel Zustellung** im Bereich **Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz**. Er soll nicht schematisch antworten, sondern zuerst die praktische Lage sortieren: Wer handelt, welche Unterlagen liegen vor, welche Frist läuft, welche Behörde oder Gegenpartei entscheidet und welches Ergebnis gebraucht wird.
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## Rechtsrahmen
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## Kaltstart in 6 Fragen
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 12 Abs. 1 UWG | Dringlichkeitsvermutung für einstweilige Verfügung im Lauterkeitsrecht |
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| § 935 ZPO | Einstweilige Verfügung zur Sicherung eines Anspruchs |
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| § 936 ZPO | Anwendung der Arrestervorschriften auf einstweilige Verfügungen |
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| § 929 Abs. 2 ZPO | Vollziehungsfrist: 1 Monat ab Zustellung des Beschlusses an Antragsteller |
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| § 929 Abs. 1 ZPO | Vollziehung des Arrestes (gilt über § 936 ZPO) |
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| § 191 ZPO | Zustellung von Amts wegen vs. Parteibetrieb |
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| § 192 ZPO | Parteizustellung: Beauftragung des Gerichtsvollziehers |
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| § 922 Abs. 2 ZPO | Beschlussverfügung ohne mündliche Verhandlung |
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| § 924 ZPO | Widerspruch gegen einstweilige Verfügung |
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1. Welche Rolle hat die Nutzerin: Mandant, Unternehmen, Behörde, Kanzlei, Gericht, Verlag, Betreiber, Investor oder Betroffene?
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2. Geht es um Prüfung, Entwurf, Verteidigung, Anmeldung, Register, Frist, Verhandlung, Compliance, Streit oder Dokumentation?
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3. Welche Dokumente liegen vor und welche fehlen: Vertrag, Bescheid, Registerauszug, Screenshot, E-Mail, Rechnung, Gutachten, Normtext, Protokoll?
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4. Welche Rechtsordnung, Branche, Epoche, Sprache oder technische Umgebung ist betroffen?
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5. Welche Entscheidung muss heute fallen und welche Punkte dürfen erst nach Live-Check beantwortet werden?
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6. Soll das Ergebnis als Ampel, Memo, Klausel, Antrag, Fristenplan, Behördenschreiben, Red-Team oder Dashboard kommen?
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## Kritische Fristen und Dringlichkeit
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## Prüfprogramm
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### Dringlichkeit
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- **UWG:** Gesetzliche Dringlichkeitsvermutung (§ 12 Abs. 1 UWG), aber **Selbstwiderlegung** bei zu langem Zuwarten nach Kenntnis des Verstoßes (Faustregel: ca. 4 Wochen, je nach Kammer kürzer).
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- **Markenrecht / PatG / DesignG:** Keine gesetzliche Vermutung; Dringlichkeit ist darzulegen und glaubhaft zu machen (§ 920 ZPO).
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- **Kenntniszeitpunkt** dokumentieren: Screenshot, E-Mail, Kaufbeleg mit Datum.
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- Sachverhalt in Tatsachen, Annahmen, Wertungen und offene Beweisfragen zerlegen.
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- Normtext und aktuelle Rechtsprechung live prüfen
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- Form, Frist, Zuständigkeit und Beweis getrennt behandeln
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- Keine BeckRS- oder Literatur-Blindzitate
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- Ergebnis immer in Handlungsschritt übersetzen
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- Zuständigkeit, Form, Frist, Beweislast, Vollzug und Rechtsbehelf immer getrennt ausgeben.
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- Bei historischen, internationalen oder technischen Begriffen erst übersetzen, dann rechtlich einordnen.
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- Keine Scheingenauigkeit: Wenn Quelle, Normstand oder Rechtsprechung fehlen, einen Live-Check als nächsten Schritt formulieren.
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### Vollziehungsfrist § 929 Abs. 2 ZPO
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- Frist: **1 Monat** ab Zustellung des Beschlusses an den Antragsteller.
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- Vollziehungshandlung: Zustellung an den Antragsgegner (§ 929 Abs. 2 i.V.m. § 191, § 192 ZPO) oder Eintragung in Register (bei Immaterialgütern wenn möglich).
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- Bei Versäumnis: Titel wird unwirksam, § 929 Abs. 2 ZPO.
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## Typische Fallen
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## Checkliste EV-Vollziehung
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- Ein Begriff klingt vertraut, hat aber in der konkreten Rechtsordnung oder Praxis eine andere Funktion.
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- Zuständigkeit, Form oder Zustellung wird übersehen, obwohl der materielle Punkt gut aussieht.
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- Eine Behauptung wird aus Modellwissen mit einer Fundstelle versehen. Das ist verboten; erst prüfen, dann zitieren.
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- Der Output ist juristisch richtig, hilft aber der Nutzerin operativ nicht. Deshalb immer nächste Handlung und Dokumentationsspur liefern.
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| Schritt | Prüfpunkt | Ergebnis |
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|---|---|---|
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| 1 | Beschluss erhalten? Zustellungsdatum notieren | Fristbeginn § 929 Abs. 2 ZPO |
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| 2 | Vollziehungsfrist berechnen (1 Monat) + Kalendernotiz | Fristablauf mit Puffer eintragen |
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| 3 | Vollziehungsform wählen: Parteizustellung (§ 192 ZPO) oder Amtszustellung? | Parteibetrieb ist Standard |
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| 4 | GV beauftragen (§ 192 ZPO) oder anwaltliche Zustellung gem. § 195 ZPO | Nachweis sichern |
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| 5 | Zustellungsurkunde / Empfangsbekenntnis sichern | Für Vollziehungsnachweis |
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| 6 | Dringlichkeit: Kenntnisdatum, keine Selbstwiderlegung? | Glaubhaftmachungsmittel bereithalten |
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| 7 | Inhalt des Titels: Unterlassungsgebot klar formuliert? Ordnungsmittelhinweis? | Vollstreckbarkeit prüfen |
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| 8 | Schutzschriftenregister gegnerisch hinterlegt? | [zssr.de](https://www.zssr.de) prüfen |
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## Output
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## Zustellungswege im Vergleich
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- Memo
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- Checkliste
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- Mustertext
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- Fristenplan
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- Red-Team
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| Weg | Rechtsgrundlage | Vorteil | Risiko |
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|---|---|---|---|
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| Gerichtsvollzieher (Parteibetrieb) | §§ 192, 194 ZPO | Sicher, protokolliert | Zeitaufwand; GV-Verfügbarkeit |
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| Anwaltliche Zustellung | § 195 ZPO | Schnell bei kooperativer Gegenseite | Empfangsbekenntnis nötig |
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| Einschreiben mit Rückschein | § 175 ZPO | Einfach | Nachweis bei Nichtabholung problematisch |
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| Amtszustellung durch Gericht | § 168 ZPO | Kein Eigenaufwand | Langsam, keine Kontrolle |
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## Dringlichkeits-Selbstwiderlegung vermeiden
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- Sobald Verstoß bekannt: **sofort** dokumentieren (Screenshot, Kaufmuster, Datum).
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- Abmahnung und Reaktionsfrist (1–2 Werktage bei Dringlichkeit) zügig setzen.
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- Kein Zuwarten über die Kammergrenze hinaus (Hamburg: ca. 4 Wo; München: oft 3 Wo; Düsseldorf: teils strenger).
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- Bei grenzüberschreitendem Sachverhalt: Gerichtsstand prüfen (§ 14 UWG; Art. 7 Nr. 2 EuGVVO).
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## Kaltstart
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1. Wann wurde der Beschluss dem Antragsteller zugestellt? (Vollziehungsfristbeginn)
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2. Welche Vollziehungshandlung ist geplant oder bereits erfolgt?
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3. Liegt die Dringlichkeit noch vor oder droht Selbstwiderlegung?
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4. Welches Gericht hat den Titel erlassen, welcher Gerichtsvollzieher ist zuständig?
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5. Welcher Output wird gebraucht: Checkliste, Beauftragungsschreiben GV, Memo?
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## Anschluss-Skills
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- `faevvollzug-neu-002-parteibetrieb-und-gerichtsvollzieher-bei-unterlassungstiteln` – GV-Beauftragung im Detail.
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- `faevvollzug-neu-004-vollstreckung-aus-unterlassungsverfuegung-ordnungsmittel` – Ordnungsgeldantrag nach Zuwiderhandlung.
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- `workflow-fristen-und-risikoampel` – Fristenübersicht und Ampelbewertung.
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## Quellenregel
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und Link zu [dejure.org](https://dejure.org) oder [openjur.de](https://openjur.de).
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- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
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- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Kein Ersatz für eine vollständige Mandantenberatung.
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- Keine eigenständige Fristberechnung ohne Kenntnis aller Zustelldaten.
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- Keine Bewertung nicht belegter Zustellvorgänge.
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||||
+107
-31
@@ -1,45 +1,121 @@
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name: faevvollzug-neu-002-parteibetrieb-und-gerichtsvollzieher-bei-unt
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||||
description: "Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Parteibetrieb und Gerichtsvollzieher bei Unterlassungstiteln mit geführtem Workflow, Normencheck, Beweis- und Fristenlogik, Red-Team und verwertbarem Ergebnis."
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name: faevvollzug-neu-002-parteibetrieb-und-gerichtsvollzieher-bei
|
||||
description: "Parteibetrieb und Gerichtsvollzieher bei Unterlassungstiteln: Beauftragung, Zustellungsnachweis, Vollziehung einstweiliger Verfügungen im gewerblichen Rechtsschutz. §§ 192 und 194 und 890 ZPO, Ordnungsmittelantrag nach Zuwiderhandlung."
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# Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Parteibetrieb und Gerichtsvollzieher bei Unterlassungstiteln
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# Parteibetrieb und Gerichtsvollzieher bei Unterlassungstiteln
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## Aufgabe
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Dieser Skill steuert den Parteibetrieb bei der Vollziehung einstweiliger Verfügungen und Unterlassungstiteln: GV-Beauftragung, Zustellnachweis, Vollziehungsprotokoll und Vorbereitung des Ordnungsmittelantrags.
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Dieser Skill bearbeitet **Parteibetrieb und Gerichtsvollzieher bei Unterlassungstiteln** im Bereich **Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz**. Er soll nicht schematisch antworten, sondern zuerst die praktische Lage sortieren: Wer handelt, welche Unterlagen liegen vor, welche Frist läuft, welche Behörde oder Gegenpartei entscheidet und welches Ergebnis gebraucht wird.
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## Rechtsrahmen
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## Kaltstart in 6 Fragen
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 192 ZPO | Parteizustellung: Partei beauftragt Gerichtsvollzieher |
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| § 194 ZPO | GV als Zustellungsorgan; zuständige GV-Stelle |
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| § 195 ZPO | Anwaltliche Zustellung (Empfangsbekenntnis Gegenseite) |
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| § 929 Abs. 2 ZPO | Vollziehungsfrist 1 Monat; Beschlussvollziehung |
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| § 890 ZPO | Ordnungsgeld / Ordnungshaft bei Zuwiderhandlung gegen Unterlassungstitel |
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||||
| § 891 ZPO | Verfahren beim Ordnungsmittelantrag |
|
||||
| § 936 ZPO | Verweisung auf Arrestvorschriften für einstweilige Verfügungen |
|
||||
| § 750 ZPO | Vollstreckungsvoraussetzungen: vollstreckbare Ausfertigung, Zustellung |
|
||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die Nutzerin: Mandant, Unternehmen, Behörde, Kanzlei, Gericht, Verlag, Betreiber, Investor oder Betroffene?
|
||||
2. Geht es um Prüfung, Entwurf, Verteidigung, Anmeldung, Register, Frist, Verhandlung, Compliance, Streit oder Dokumentation?
|
||||
3. Welche Dokumente liegen vor und welche fehlen: Vertrag, Bescheid, Registerauszug, Screenshot, E-Mail, Rechnung, Gutachten, Normtext, Protokoll?
|
||||
4. Welche Rechtsordnung, Branche, Epoche, Sprache oder technische Umgebung ist betroffen?
|
||||
5. Welche Entscheidung muss heute fallen und welche Punkte dürfen erst nach Live-Check beantwortet werden?
|
||||
6. Soll das Ergebnis als Ampel, Memo, Klausel, Antrag, Fristenplan, Behördenschreiben, Red-Team oder Dashboard kommen?
|
||||
## Ablaufschema Parteibetrieb
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||||
|
||||
## Prüfprogramm
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||||
```
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||||
Beschluss erhalten
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||||
↓
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||||
Vollstreckbare Ausfertigung beantragen (§ 724 ZPO)
|
||||
↓
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||||
GV beim zuständigen Amtsgericht beauftragen
|
||||
↓
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||||
Zustellungsauftrag mit Titel und Empfängeradresse übergeben
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||||
↓
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GV stellt zu, fertigt Zustellungsurkunde (§ 182 ZPO) oder
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||||
Postzustellungsurkunde (§ 180 ZPO)
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||||
↓
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||||
Zustellungsurkunde zu den Akten nehmen
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||||
↓
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||||
Vollziehungsfrist gewahrt? Dokumentieren.
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||||
```
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||||
|
||||
- Sachverhalt in Tatsachen, Annahmen, Wertungen und offene Beweisfragen zerlegen.
|
||||
- Normtext und aktuelle Rechtsprechung live prüfen
|
||||
- Form, Frist, Zuständigkeit und Beweis getrennt behandeln
|
||||
- Keine BeckRS- oder Literatur-Blindzitate
|
||||
- Ergebnis immer in Handlungsschritt übersetzen
|
||||
- Zuständigkeit, Form, Frist, Beweislast, Vollzug und Rechtsbehelf immer getrennt ausgeben.
|
||||
- Bei historischen, internationalen oder technischen Begriffen erst übersetzen, dann rechtlich einordnen.
|
||||
- Keine Scheingenauigkeit: Wenn Quelle, Normstand oder Rechtsprechung fehlen, einen Live-Check als nächsten Schritt formulieren.
|
||||
## Zuständiger Gerichtsvollzieher
|
||||
|
||||
## Typische Fallen
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||||
- GV am Wohnsitz / Sitz des Schuldners (§ 194 Abs. 1 ZPO).
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||||
- Bei unbekanntem Aufenthaltsort: Ersuchen um Anschriftenermittlung (§ 755 ZPO) möglich.
|
||||
- Online-GV-Beauftragung: In vielen Bundesländern über Elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) oder zentrale GV-Stelle.
|
||||
|
||||
- Ein Begriff klingt vertraut, hat aber in der konkreten Rechtsordnung oder Praxis eine andere Funktion.
|
||||
- Zuständigkeit, Form oder Zustellung wird übersehen, obwohl der materielle Punkt gut aussieht.
|
||||
- Eine Behauptung wird aus Modellwissen mit einer Fundstelle versehen. Das ist verboten; erst prüfen, dann zitieren.
|
||||
- Der Output ist juristisch richtig, hilft aber der Nutzerin operativ nicht. Deshalb immer nächste Handlung und Dokumentationsspur liefern.
|
||||
## Beauftragungsschreiben (Muster)
|
||||
|
||||
## Output
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||||
```
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||||
An den Gerichtsvollzieher
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||||
[Amtsgericht / GV-Verteilungsstelle]
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||||
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||||
- Memo
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||||
- Checkliste
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||||
- Mustertext
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- Fristenplan
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||||
- Red-Team
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Beauftragungs-/Zustellungsauftrag
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||||
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Wir zeigen die Vertretung der [Mandantin] an.
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||||
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||||
Beigefügt übergeben wir:
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||||
- Vollstreckbare Ausfertigung des Beschlusses des [Gericht] vom [Datum], Az. [Az.]
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||||
- 1 Ausfertigung als Zustellstück für den Schuldner
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||||
|
||||
Wir beauftragen Sie, den Beschluss im Parteibetrieb an
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||||
|
||||
[Name und Adresse des Schuldners]
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||||
|
||||
zuzustellen und uns die Zustellungsurkunde zu übersenden.
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||||
|
||||
Die Vollziehungsfrist läuft bis [Datum]. Bitte vorrangige Bearbeitung.
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||||
|
||||
[Unterschrift, Kanzlei]
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||||
```
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||||
|
||||
## Ordnungsmittelantrag nach Zuwiderhandlung
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||||
|
||||
**Voraussetzungen § 890 ZPO:**
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||||
1. Vollstreckbarer Unterlassungstitel (eV oder Urteil).
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||||
2. Zustellung an Schuldner erfolgt und Ordnungsmittelhinweis im Titel enthalten.
|
||||
3. Konkrete Zuwiderhandlung nach Titelerlass.
|
||||
4. Verschulden des Schuldners (widerlegbare Vermutung bei feststehendem Verstoß).
|
||||
|
||||
**Antragsmuster-Struktur:**
|
||||
- Bezeichnung des Titels (Gericht, Datum, Az.).
|
||||
- Schilderung der Zuwiderhandlung (Datum, Ort, Handlung, Beweise).
|
||||
- Antrag auf Ordnungsgeld (Vorschlag: Betrag, im Regelfall bis 250.000 €, § 890 Abs. 1 ZPO) oder Ordnungshaft.
|
||||
- Glaubhaftmachung: Screenshots, Testkauf, eidesstattliche Versicherung.
|
||||
|
||||
## Checkliste vor GV-Beauftragung
|
||||
|
||||
| Schritt | Erledigt? |
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||||
|---|---|
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||||
| Vollstreckbare Ausfertigung des Beschlusses liegt vor (§ 724 ZPO) | ☐ |
|
||||
| Beschluss enthält Ordnungsmittelhinweis (§ 890 Abs. 2 ZPO) | ☐ |
|
||||
| Adresse des Schuldners aktuell und korrekt | ☐ |
|
||||
| Vollziehungsfrist (1 Monat § 929 Abs. 2 ZPO) noch nicht abgelaufen | ☐ |
|
||||
| Beauftragungsschreiben an GV-Stelle vorbereitet | ☐ |
|
||||
| Kosten für GV-Gebühren (GvKostG) vorgeschossen / bereitgestellt | ☐ |
|
||||
| Zustellungsurkunde-Eingang überwachen (Fristnotiz) | ☐ |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
|
||||
1. Welcher Titel liegt vor (Beschluss/Urteil, Gericht, Az.)?
|
||||
2. Wurde bereits vollstreckbare Ausfertigung beantragt?
|
||||
3. Ist die Vollziehungsfrist noch offen?
|
||||
4. Liegt eine Zuwiderhandlung vor (Ordnungsmittelantrag nötig)?
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||||
5. Welcher Output: GV-Beauftragungsschreiben, Ordnungsmittelantrag, Memo?
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||||
|
||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – Dringlichkeitscheck.
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||||
- `faevvollzug-neu-004-vollstreckung-aus-unterlassungsverfuegung-ordnungsmittel` – Ordnungsmittelverfahren.
|
||||
- `faevvollzug-neu-003-bea-und-elektronischer-rechtsverkehr-bei-ev-zustellung` – BeA-Zustellungsweg.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und Link zu [dejure.org](https://dejure.org) oder [openjur.de](https://openjur.de).
|
||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Kein Ersatz für eine vollständige Mandantenberatung.
|
||||
- Keine Berechnung von GV-Gebühren ohne konkrete Kenntnis der Gebührenordnung (GvKostG – live prüfen).
|
||||
- Keine Festlegung ohne ausdrückliche Mandantenentscheidung.
|
||||
|
||||
+84
-30
@@ -1,45 +1,99 @@
|
||||
---
|
||||
name: faevvollzug-neu-003-bea-und-elektronischer-rechtsverkehr-bei-ev
|
||||
description: "Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: beA und elektronischer Rechtsverkehr bei eV-Zustellung mit geführtem Workflow, Normencheck, Beweis- und Fristenlogik, Red-Team und verwertbarem Ergebnis."
|
||||
description: "BeA und elektronischer Rechtsverkehr bei EV-Zustellung: ERVV, § 130a ZPO, sichere Übermittlungswege, qualifizierte elektronische Signatur, Einreichung über beA bei einstweiligen Verfügungen im gewerblichen Rechtsschutz."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: beA und elektronischer Rechtsverkehr bei eV-Zustellung
|
||||
# BeA und Elektronischer Rechtsverkehr bei EV-Zustellung
|
||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill behandelt den elektronischen Rechtsverkehr (ERV) beim Einreichen und Zustellen von einstweiligen Verfügungen: beA (besonderes elektronisches Anwaltspostfach), ERVV, sichere Übermittlungswege und Formvorschriften.
|
||||
|
||||
Dieser Skill bearbeitet **beA und elektronischer Rechtsverkehr bei eV-Zustellung** im Bereich **Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz**. Er soll nicht schematisch antworten, sondern zuerst die praktische Lage sortieren: Wer handelt, welche Unterlagen liegen vor, welche Frist läuft, welche Behörde oder Gegenpartei entscheidet und welches Ergebnis gebraucht wird.
|
||||
## Rechtsrahmen
|
||||
|
||||
## Kaltstart in 6 Fragen
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||||
| Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| § 130a ZPO | Elektronisches Dokument: Form, Signatur, sichere Übermittlung |
|
||||
| § 130d ZPO | Nutzungspflicht ERV für Rechtsanwälte ab 1. Januar 2022 |
|
||||
| ERVV (Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung) | Technische Standards, zugelassene Übermittlungswege |
|
||||
| § 174 Abs. 3 ZPO | Elektronische Zustellung an Anwälte über beA |
|
||||
| § 195 ZPO | Anwaltliche Zustellung: Empfangsbekenntnis |
|
||||
| § 182 ZPO | Zustellungsurkunde (bei Gerichtsvollzieher-Zustellung) |
|
||||
| § 929 Abs. 2 ZPO | Vollziehungsfrist 1 Monat |
|
||||
| BORA § 14 | Pflicht zur Nutzung des beA |
|
||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die Nutzerin: Mandant, Unternehmen, Behörde, Kanzlei, Gericht, Verlag, Betreiber, Investor oder Betroffene?
|
||||
2. Geht es um Prüfung, Entwurf, Verteidigung, Anmeldung, Register, Frist, Verhandlung, Compliance, Streit oder Dokumentation?
|
||||
3. Welche Dokumente liegen vor und welche fehlen: Vertrag, Bescheid, Registerauszug, Screenshot, E-Mail, Rechnung, Gutachten, Normtext, Protokoll?
|
||||
4. Welche Rechtsordnung, Branche, Epoche, Sprache oder technische Umgebung ist betroffen?
|
||||
5. Welche Entscheidung muss heute fallen und welche Punkte dürfen erst nach Live-Check beantwortet werden?
|
||||
6. Soll das Ergebnis als Ampel, Memo, Klausel, Antrag, Fristenplan, Behördenschreiben, Red-Team oder Dashboard kommen?
|
||||
## Elektronische Einreichung beim Gericht
|
||||
|
||||
## Prüfprogramm
|
||||
### Pflicht und Technik
|
||||
- **Nutzungspflicht:** Anwälte sind seit 1.1.2022 verpflichtet, Schriftsätze über sichere Übermittlungswege einzureichen (§ 130d ZPO).
|
||||
- **Sichere Übermittlungswege (§ 130a Abs. 4 ZPO):**
|
||||
- beA (besonderes elektronisches Anwaltspostfach) – Standard für Anwälte.
|
||||
- beBPo (besonderes elektronisches Behördenpostfach).
|
||||
- EGVP-Client mit Zertifikat.
|
||||
- **Signaturpflichten:**
|
||||
- Qualifizierte elektronische Signatur (QES) des Verfassers, oder
|
||||
- Einfache Signatur + sicherer Übermittlungsweg (§ 130a Abs. 3 ZPO: „einfache Signatur" = Name im Dokument).
|
||||
|
||||
- Sachverhalt in Tatsachen, Annahmen, Wertungen und offene Beweisfragen zerlegen.
|
||||
- Normtext und aktuelle Rechtsprechung live prüfen
|
||||
- Form, Frist, Zuständigkeit und Beweis getrennt behandeln
|
||||
- Keine BeckRS- oder Literatur-Blindzitate
|
||||
- Ergebnis immer in Handlungsschritt übersetzen
|
||||
- Zuständigkeit, Form, Frist, Beweislast, Vollzug und Rechtsbehelf immer getrennt ausgeben.
|
||||
- Bei historischen, internationalen oder technischen Begriffen erst übersetzen, dann rechtlich einordnen.
|
||||
- Keine Scheingenauigkeit: Wenn Quelle, Normstand oder Rechtsprechung fehlen, einen Live-Check als nächsten Schritt formulieren.
|
||||
### EV-Antrag über beA einreichen
|
||||
1. PDF-Datei erstellen (Schriftsatz + Anlagen als Anhänge).
|
||||
2. beA öffnen, Empfänger = Gerichts-SAFE-ID des zuständigen Gerichts.
|
||||
3. Nachricht mit Betreff „EV-Antrag Az. [Az.]" senden.
|
||||
4. Sendeprotokoll und Eingangsbestätigung sichern.
|
||||
5. Sofortiger Rückruf bei Sendeproblemen und Notfalleinreichung (Fax, persönlich) dokumentieren.
|
||||
|
||||
## Typische Fallen
|
||||
## Elektronische Zustellung zwischen Anwälten
|
||||
|
||||
- Ein Begriff klingt vertraut, hat aber in der konkreten Rechtsordnung oder Praxis eine andere Funktion.
|
||||
- Zuständigkeit, Form oder Zustellung wird übersehen, obwohl der materielle Punkt gut aussieht.
|
||||
- Eine Behauptung wird aus Modellwissen mit einer Fundstelle versehen. Das ist verboten; erst prüfen, dann zitieren.
|
||||
- Der Output ist juristisch richtig, hilft aber der Nutzerin operativ nicht. Deshalb immer nächste Handlung und Dokumentationsspur liefern.
|
||||
### § 195 ZPO – Anwaltliche Zustellung
|
||||
- Antragsteller-Anwalt stellt über beA direkt an beA des Gegner-Anwalts zu.
|
||||
- Empfangsbekenntnis (EB) erforderlich: Antwort-Nachricht mit Datum des Empfangs.
|
||||
- Wichtig: EB-Datum = Zustelldatum für Fristberechnung (§ 174 Abs. 4 ZPO).
|
||||
|
||||
## Output
|
||||
### Protokoll anwaltliche Zustellung (Vorlage)
|
||||
```
|
||||
Empfangsbekenntnis gemäß § 174 Abs. 4 ZPO
|
||||
|
||||
- Memo
|
||||
- Checkliste
|
||||
- Mustertext
|
||||
- Fristenplan
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||||
- Red-Team
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||||
Ich/Wir bestätigen den Empfang der nachbezeichneten Schriftstücke:
|
||||
Beschluss des [Gericht] vom [Datum], Az. [Az.]
|
||||
|
||||
Datum des Empfangs (= Zustellungsdatum): [Datum]
|
||||
[Unterschrift / Stempel der empfangenden Kanzlei]
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Häufige Fehler und Fallstricke
|
||||
|
||||
| Fehler | Folge | Vermeidung |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| Kein Sendeprotokoll gesichert | Vollziehungsnachweis fehlt | Immer PDF-Protokoll aus beA sichern |
|
||||
| QES vergessen bei formgebundenen Anlagen | Zurückweisung | Signaturcheck vor Versand |
|
||||
| EB nicht eingeholt | Zustellung streitig | Empfangsaufforderung per beA direkt schicken |
|
||||
| Notfalleinreichung per Fax ohne Aktennotiz | Beweis- und Haftungsrisiko | Notfalleinreichung sofort dokumentieren |
|
||||
| Falscher SAFE-ID-Empfänger | Fehlleitung | SAFE-ID des zuständigen Spruchkörpers vorab im Gerichtsregister prüfen |
|
||||
|
||||
## Notfallplan bei beA-Ausfall
|
||||
|
||||
1. Technische Störung dokumentieren (Screenshot der Fehlermeldung mit Zeitstempel).
|
||||
2. Alternative Einreichung: Fax oder persönliche Abgabe bei Gericht mit Eingangsstempel.
|
||||
3. Unverzüglich Notfalleinreichung der Ersatzform beim Gericht nachweisen (§ 130d Satz 2 ZPO: nur bei technischer Unmöglichkeit).
|
||||
4. Glaubhaftmachung der Unmöglichkeit in separatem Schriftsatz.
|
||||
|
||||
## Kaltstart
|
||||
1. Ist der Schriftsatz bereits fertig und liegt als PDF vor?
|
||||
2. Welches Gericht (SAFE-ID des Spruchkörpers bekannt)?
|
||||
3. Soll die Zustellung über beA an gegnerischen Anwalt erfolgen?
|
||||
4. Liegt ein EB vor oder muss es noch eingeholt werden?
|
||||
5. Welcher Output: Einreichungsprotokoll, EB-Vorlage, Notfallprotokoll?
|
||||
|
||||
## Anschluss-Skills
|
||||
- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – Vollziehungsfristen.
|
||||
- `faevvollzug-neu-002-parteibetrieb-und-gerichtsvollzieher-bei-unterlassungstiteln` – GV-Zustellung.
|
||||
- `workflow-fristen-und-risikoampel` – Fristenübersicht.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de) (ZPO, ERVV).
|
||||
- beA-Informationen: [bea.brak.de](https://www.bea.brak.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Kein technischer IT-Support für beA-Softwareprobleme.
|
||||
- Keine Garantie für aktuelle SAFE-IDs (live im EGVP-Adressbuch prüfen).
|
||||
- Keine vollständige Mandantenberatung.
|
||||
|
||||
+98
-31
@@ -1,45 +1,112 @@
|
||||
---
|
||||
name: faevvollzug-neu-004-vollstreckung-aus-unterlassungsverfuegung-or
|
||||
description: "Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Vollstreckung aus Unterlassungsverfügung Ordnungsmittel mit geführtem Workflow, Normencheck, Beweis- und Fristenlogik, Red-Team und verwertbarem Ergebnis."
|
||||
name: faevvollzug-neu-004-vollstreckung-aus-unterlassungsverfuegung
|
||||
description: "Vollstreckung aus Unterlassungsverfügung: Ordnungsgeld und Ordnungshaft nach § 890 ZPO, Tatbestandsvoraussetzungen, Antragstellung, Zuwiderhandlungsnachweis, Höhe des Ordnungsmittels, Ordnungsmittelverfahren."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Vollstreckung aus Unterlassungsverfügung Ordnungsmittel
|
||||
# Vollstreckung aus Unterlassungsverfügung: Ordnungsmittel
|
||||
|
||||
## Aufgabe
|
||||
Dieser Skill behandelt die Vollstreckung aus Unterlassungstiteln (einstweilige Verfügung oder Urteil) nach § 890 ZPO: Voraussetzungen, Nachweis der Zuwiderhandlung, Antragstellung und Höhe des Ordnungsmittels.
|
||||
|
||||
Dieser Skill bearbeitet **Vollstreckung aus Unterlassungsverfügung Ordnungsmittel** im Bereich **Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz**. Er soll nicht schematisch antworten, sondern zuerst die praktische Lage sortieren: Wer handelt, welche Unterlagen liegen vor, welche Frist läuft, welche Behörde oder Gegenpartei entscheidet und welches Ergebnis gebraucht wird.
|
||||
## Rechtsrahmen
|
||||
|
||||
## Kaltstart in 6 Fragen
|
||||
| Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| § 890 Abs. 1 ZPO | Ordnungsgeld bis 250.000 €, Ordnungshaft bis 6 Monate je Zuwiderhandlung |
|
||||
| § 890 Abs. 2 ZPO | Androhungserfordernis im Titel (ohne: erst Androhungsbeschluss nötig) |
|
||||
| § 891 ZPO | Verfahren: Beschluss auf Antrag; Schuldner ist zu hören |
|
||||
| § 892 ZPO | Ordnungsgeld gegen juristische Personen / Personengesellschaften |
|
||||
| § 888 ZPO | Erzwingungshaft (unvertretbare Handlungen) – abzugrenzen von § 890 ZPO |
|
||||
| § 750 ZPO | Vollstreckungsvoraussetzungen: Ausfertigung + Zustellung |
|
||||
| § 929 Abs. 2 ZPO | Vollziehungsfrist (relevant: muss gewahrt sein) |
|
||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die Nutzerin: Mandant, Unternehmen, Behörde, Kanzlei, Gericht, Verlag, Betreiber, Investor oder Betroffene?
|
||||
2. Geht es um Prüfung, Entwurf, Verteidigung, Anmeldung, Register, Frist, Verhandlung, Compliance, Streit oder Dokumentation?
|
||||
3. Welche Dokumente liegen vor und welche fehlen: Vertrag, Bescheid, Registerauszug, Screenshot, E-Mail, Rechnung, Gutachten, Normtext, Protokoll?
|
||||
4. Welche Rechtsordnung, Branche, Epoche, Sprache oder technische Umgebung ist betroffen?
|
||||
5. Welche Entscheidung muss heute fallen und welche Punkte dürfen erst nach Live-Check beantwortet werden?
|
||||
6. Soll das Ergebnis als Ampel, Memo, Klausel, Antrag, Fristenplan, Behördenschreiben, Red-Team oder Dashboard kommen?
|
||||
## Tatbestandsvoraussetzungen § 890 ZPO
|
||||
|
||||
## Prüfprogramm
|
||||
1. **Vollstreckbarer Titel:** Rechtskräftiges Urteil oder vollzogene eV mit Ordnungsmittelandrohung.
|
||||
2. **Androhung im Titel:** § 890 Abs. 2 ZPO – Titel muss Ordnungsmittelandrohung enthalten; fehlt sie, zunächst Androhungsbeschluss beantragen.
|
||||
3. **Zustellung an Schuldner:** Titel + Androhungsbeschluss müssen dem Schuldner zugestellt sein (§ 750 ZPO).
|
||||
4. **Konkrete Zuwiderhandlung:** nach Titelerlass / nach Zustellung; Begehungsform, Datum, Ort.
|
||||
5. **Verschulden des Schuldners:** Widerlegliche Vermutung; Schuldner muss Entlastung darlegen.
|
||||
|
||||
- Sachverhalt in Tatsachen, Annahmen, Wertungen und offene Beweisfragen zerlegen.
|
||||
- Normtext und aktuelle Rechtsprechung live prüfen
|
||||
- Form, Frist, Zuständigkeit und Beweis getrennt behandeln
|
||||
- Keine BeckRS- oder Literatur-Blindzitate
|
||||
- Ergebnis immer in Handlungsschritt übersetzen
|
||||
- Zuständigkeit, Form, Frist, Beweislast, Vollzug und Rechtsbehelf immer getrennt ausgeben.
|
||||
- Bei historischen, internationalen oder technischen Begriffen erst übersetzen, dann rechtlich einordnen.
|
||||
- Keine Scheingenauigkeit: Wenn Quelle, Normstand oder Rechtsprechung fehlen, einen Live-Check als nächsten Schritt formulieren.
|
||||
## Nachweisführung Zuwiderhandlung
|
||||
|
||||
## Typische Fallen
|
||||
| Beweismittel | Qualität |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Screenshot mit Zeitstempel (URL + Datum) | Mittelhoch; leicht manipulierbar, daher ergänzen |
|
||||
| Testkauf mit Quittung | Stark: physischer Beweis der Verletzungshandlung |
|
||||
| Eidesstattliche Versicherung des Mandanten | Glaubhaftmachung (§ 294 ZPO); genügt für Beschlussantrag |
|
||||
| Abmahnschreiben und Lieferbestätigung | Zeigt Wiederholung nach Kenntnis |
|
||||
| Notarprotokoll / Internetseitenausdruck notariell | Sehr stark, aber aufwändig |
|
||||
| Privatgutachten | Hilfreich bei technischen Fragen |
|
||||
|
||||
- Ein Begriff klingt vertraut, hat aber in der konkreten Rechtsordnung oder Praxis eine andere Funktion.
|
||||
- Zuständigkeit, Form oder Zustellung wird übersehen, obwohl der materielle Punkt gut aussieht.
|
||||
- Eine Behauptung wird aus Modellwissen mit einer Fundstelle versehen. Das ist verboten; erst prüfen, dann zitieren.
|
||||
- Der Output ist juristisch richtig, hilft aber der Nutzerin operativ nicht. Deshalb immer nächste Handlung und Dokumentationsspur liefern.
|
||||
## Antragsmuster § 890 ZPO
|
||||
|
||||
## Output
|
||||
```
|
||||
An das [Gericht, Spruchkörper]
|
||||
Az.: [Az. der EV]
|
||||
|
||||
- Memo
|
||||
- Checkliste
|
||||
- Mustertext
|
||||
- Fristenplan
|
||||
- Red-Team
|
||||
Antrag auf Festsetzung eines Ordnungsgeldes gemäß § 890 ZPO
|
||||
|
||||
In der Sache [Antragsteller] ./. [Antragsgegner]
|
||||
|
||||
beantragen wir, gegen den Antragsgegner wegen Zuwiderhandlung gegen den
|
||||
Beschluss vom [Datum], Az. [Az.], ein
|
||||
|
||||
Ordnungsgeld in Höhe von [Betrag, z.B. 10.000 €],
|
||||
ersatzweise Ordnungshaft von [x Tagen]
|
||||
|
||||
festzusetzen.
|
||||
|
||||
Begründung:
|
||||
|
||||
I. Titel und Zustellung
|
||||
[Datum und Form der Zustellung des Titels mit Androhung belegen]
|
||||
|
||||
II. Zuwiderhandlung
|
||||
Am [Datum] hat der Antragsgegner [Handlung] vorgenommen.
|
||||
Beweis: Anlage [Screenshot / Testkaufbeleg / Eidesstattliche Versicherung]
|
||||
|
||||
III. Verschulden
|
||||
Der Antragsgegner handelte vorsätzlich/fahrlässig, weil [Begründung].
|
||||
|
||||
IV. Höhe
|
||||
Der beantrage Betrag ist angemessen, weil [wirtschaftlicher Vorteil, Schwere,
|
||||
Wiederholungsgefahr].
|
||||
|
||||
[Unterschrift / Kanzleistempel]
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```
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## Höhe des Ordnungsgeldes – Orientierungspunkte
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| Faktor | Richtung |
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|---|---|
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| Wirtschaftlicher Vorteil aus Zuwiderhandlung | Erhöhend |
|
||||
| Schwere und Dauer des Verstoßes | Erhöhend |
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| Vorsatz / bewusste Missachtung | Stark erhöhend |
|
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| Erstmalige Zuwiderhandlung | Eher moderat |
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| Sofortige Unterlassung nach Kenntnis | Mildernd |
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| Geringer Unternehmensumsatz | Mildernd |
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Gerichtsübliche Ausgangsbeiträge: 500 – 5.000 € (gering); 5.000 – 25.000 € (mittel); über 25.000 € (schwer/wiederholt).
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||||
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||||
## Kaltstart
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1. Liegt ein Unterlassungstitel mit Androhung vor (§ 890 Abs. 2 ZPO)? Wenn nein: erst Androhungsbeschluss beantragen.
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2. Wann wurde der Titel mit Androhung zugestellt?
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||||
3. Welche konkrete Zuwiderhandlung ist dokumentiert (Datum, Ort, Beweise)?
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||||
4. Wie hoch soll das Ordnungsgeld beantragt werden?
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5. Output: Ordnungsmittelantrag, Memo, Beweismittelliste?
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||||
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – Titelvoraussetzungen.
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||||
- `faevvollzug-neu-002-parteibetrieb-und-gerichtsvollzieher-bei-unterlassungstiteln` – Zustellnachweis.
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||||
- `spezial-verfuegung-beweislast-und-darlegungslast` – Beweisführung.
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||||
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||||
## Quellenregel
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||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [openjur.de](https://openjur.de), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
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||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine Garantie für gerichtliche Festsetzungsquoten (stark einzelfallabhängig).
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
|
||||
+87
-30
@@ -1,45 +1,102 @@
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||||
---
|
||||
name: faevvollzug-neu-005-gegnerische-schutzschrift-auswerten
|
||||
description: "Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Gegnerische Schutzschrift auswerten mit geführtem Workflow, Normencheck, Beweis- und Fristenlogik, Red-Team und verwertbarem Ergebnis."
|
||||
description: "Gegnerische Schutzschrift auswerten: Inhalt, Angriffsmittel, Reaktionsoptionen bei einstweiliger Verfügung im gewerblichen Rechtsschutz. Zentrales Schutzschriftenregister (ZSSR), Widerspruch, Abschlussschreiben, Antwortstrategien."
|
||||
---
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||||
# Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Gegnerische Schutzschrift auswerten
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||||
# Gegnerische Schutzschrift auswerten
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||||
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill hilft beim Auswerten einer Schutzschrift der Gegenseite vor oder nach Erlass einer einstweiligen Verfügung: Argumente identifizieren, Schwächen benennen, Reaktionsstrategie entwickeln.
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||||
|
||||
Dieser Skill bearbeitet **Gegnerische Schutzschrift auswerten** im Bereich **Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz**. Er soll nicht schematisch antworten, sondern zuerst die praktische Lage sortieren: Wer handelt, welche Unterlagen liegen vor, welche Frist läuft, welche Behörde oder Gegenpartei entscheidet und welches Ergebnis gebraucht wird.
|
||||
## Rechtsrahmen
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||||
|
||||
## Kaltstart in 6 Fragen
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||||
| Norm / Quelle | Inhalt |
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||||
|---|---|
|
||||
| § 945a ZPO | Zentrales Schutzschriftenregister (ZSSR) – Einreichung und Abruf |
|
||||
| § 922 ZPO | Beschlussverfügung ohne mündliche Verhandlung |
|
||||
| § 924 ZPO | Widerspruch gegen einstweilige Verfügung |
|
||||
| § 925 ZPO | Mündliche Verhandlung nach Widerspruch |
|
||||
| § 936 ZPO | Verweisung auf Arrestvorschriften |
|
||||
| § 920 ZPO | Glaubhaftmachung: Verfügungsanspruch + Verfügungsgrund |
|
||||
| § 294 ZPO | Mittel der Glaubhaftmachung (eidesstattliche Versicherung etc.) |
|
||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die Nutzerin: Mandant, Unternehmen, Behörde, Kanzlei, Gericht, Verlag, Betreiber, Investor oder Betroffene?
|
||||
2. Geht es um Prüfung, Entwurf, Verteidigung, Anmeldung, Register, Frist, Verhandlung, Compliance, Streit oder Dokumentation?
|
||||
3. Welche Dokumente liegen vor und welche fehlen: Vertrag, Bescheid, Registerauszug, Screenshot, E-Mail, Rechnung, Gutachten, Normtext, Protokoll?
|
||||
4. Welche Rechtsordnung, Branche, Epoche, Sprache oder technische Umgebung ist betroffen?
|
||||
5. Welche Entscheidung muss heute fallen und welche Punkte dürfen erst nach Live-Check beantwortet werden?
|
||||
6. Soll das Ergebnis als Ampel, Memo, Klausel, Antrag, Fristenplan, Behördenschreiben, Red-Team oder Dashboard kommen?
|
||||
## Aufbau einer Schutzschrift – typische Angriffspunkte
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||||
|
||||
## Prüfprogramm
|
||||
Eine gegnerische Schutzschrift greift regelmäßig an:
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||||
|
||||
- Sachverhalt in Tatsachen, Annahmen, Wertungen und offene Beweisfragen zerlegen.
|
||||
- Normtext und aktuelle Rechtsprechung live prüfen
|
||||
- Form, Frist, Zuständigkeit und Beweis getrennt behandeln
|
||||
- Keine BeckRS- oder Literatur-Blindzitate
|
||||
- Ergebnis immer in Handlungsschritt übersetzen
|
||||
- Zuständigkeit, Form, Frist, Beweislast, Vollzug und Rechtsbehelf immer getrennt ausgeben.
|
||||
- Bei historischen, internationalen oder technischen Begriffen erst übersetzen, dann rechtlich einordnen.
|
||||
- Keine Scheingenauigkeit: Wenn Quelle, Normstand oder Rechtsprechung fehlen, einen Live-Check als nächsten Schritt formulieren.
|
||||
1. **Verfügungsanspruch:** Kein Schutzrecht, kein Verstoß, fehlende Aktivlegitimation.
|
||||
2. **Verfügungsgrund / Dringlichkeit:** Selbstwiderlegung durch Zuwarten; kein Eilbedürfnis.
|
||||
3. **Verhältnismäßigkeit:** Antrag zu weit gefasst; Schaden nicht unverhältnismäßig.
|
||||
4. **Prozessuale Mängel:** Keine ordnungsgemäße Vollmacht; fehlende Anlagen; unklares Verbotsbegehren.
|
||||
5. **Materiell-rechtliche Gegenrechte:** Erschöpfung (§ 24 MarkenG), eigene Schutzrechte, fehlende Verwechslungsgefahr.
|
||||
|
||||
## Typische Fallen
|
||||
## Auswertungsmatrix
|
||||
|
||||
- Ein Begriff klingt vertraut, hat aber in der konkreten Rechtsordnung oder Praxis eine andere Funktion.
|
||||
- Zuständigkeit, Form oder Zustellung wird übersehen, obwohl der materielle Punkt gut aussieht.
|
||||
- Eine Behauptung wird aus Modellwissen mit einer Fundstelle versehen. Das ist verboten; erst prüfen, dann zitieren.
|
||||
- Der Output ist juristisch richtig, hilft aber der Nutzerin operativ nicht. Deshalb immer nächste Handlung und Dokumentationsspur liefern.
|
||||
| Punkt in Schutzschrift | Rechtliche Einordnung | Stärke | Gegenargument | Beleg nötig |
|
||||
|---|---|---|---|---|
|
||||
| Selbstwiderlegung Dringlichkeit | § 12 UWG / § 935 ZPO | Hoch, wenn belegt | Kenntnisdatum dokumentiert? | Ja: Datum der Kenntnis |
|
||||
| Kein Schutzrecht / kein Verstoß | Materiell | Je nach Fallgestaltung | Registerauszug, Verletzungsnachweis | Ja |
|
||||
| Erschöpfung § 24 MarkenG | Materiell | Prüfen: erstmaliges IVB im EWR? | Keine Erschöpfung bei Reimport mit veränderten Waren | Ja: Lieferkette |
|
||||
| Unverhältnismäßigkeit | § 935 ZPO | Gering (wird selten durchgesetzt) | Schutzrechtsinhaber trägt kein Übermaß-Risiko | Meist kein gesonderter Beleg |
|
||||
| Fehlende Vollmacht | Prozessual | Relevant wenn rügbar | Vollmacht nachlegen | Vollmacht |
|
||||
|
||||
## Output
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||||
## Reaktionsoptionen
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||||
- Memo
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- Checkliste
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- Mustertext
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||||
- Fristenplan
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||||
- Red-Team
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||||
| Situation | Empfehlung |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Schutzschrift lag vor EV-Antrag vor (ZSSR) | Gericht hat sie gesehen; Antrag angepasst einreichen; Schutzschrift-Argumente vorab entkräften |
|
||||
| Schutzschrift nach EV erhalten | Widerspruchsverhandlung vorbereiten; Schriftsatz vorbereiten |
|
||||
| Schwache Schutzschrift | EV-Antrag aufrechterhalten; keine Überwertung der Gegenseite |
|
||||
| Starke Schutzschrift mit echten Schwächen | Strategie überdenken: Abschlussschreiben vs. Widerspruchsverhandlung |
|
||||
| Dringlichkeitsargument überzeugend | Kenntnisdatum präzise darlegen; eigene eidesstattliche Versicherung |
|
||||
|
||||
## Workflow Reaktion auf Schutzschrift
|
||||
|
||||
```
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||||
Schutzschrift auswerten
|
||||
↓
|
||||
Angriffspunkte kategorisieren (prozessual / materiell / Dringlichkeit)
|
||||
↓
|
||||
Für jeden Punkt: Gegenbeweis / Gegenargument formulieren
|
||||
↓
|
||||
Entscheidung: EV-Antrag aufrechterhalten, anpassen oder zurücknehmen?
|
||||
↓
|
||||
Erwidernden Schriftsatz oder Anlage zum EV-Antrag vorbereiten
|
||||
↓
|
||||
ggf. mündliche Verhandlung nach Widerspruch (§ 925 ZPO) vorbereiten
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Checkliste Schutzschriften-Auswertung
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||||
|
||||
| Prüfpunkt | Ergebnis |
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||||
|---|---|
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||||
| Schutzschrift aus ZSSR abgerufen? ([zssr.de](https://www.zssr.de)) | ☐ |
|
||||
| Angriffspunkte vollständig erfasst? | ☐ |
|
||||
| Dringlichkeitsargument entkräftbar? | ☐ |
|
||||
| Materiell-rechtliche Einwände belegbar? | ☐ |
|
||||
| Prozessuale Mängel identifiziert und heilbar? | ☐ |
|
||||
| Strategie festgelegt (EV aufrechterhalten / anpassen) | ☐ |
|
||||
| Erwidernder Schriftsatz in Entwurf | ☐ |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
|
||||
1. Liegt die Schutzschrift im Volltext vor? (Einreichung über ZSSR oder direkt an Gericht?)
|
||||
2. Welche konkreten Angriffspunkte enthält sie?
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||||
3. Hat das Gericht die Schutzschrift bereits berücksichtigt (EV erlassen / abgelehnt)?
|
||||
4. Besteht Widerspruch (§ 924 ZPO) der Gegenseite?
|
||||
5. Output: Gegenargumentations-Matrix, Schriftsatz-Entwurf, Strategiememo?
|
||||
|
||||
## Anschluss-Skills
|
||||
- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – Dringlichkeitscheck.
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||||
- `faevvollzug-neu-006-abschlussschreiben-kosten-und-frist` – Abschlussschreiben nach EV.
|
||||
- `spezial-verfuegung-beweislast-und-darlegungslast` – Beweisführung.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [openjur.de](https://openjur.de), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- ZSSR: [zssr.de](https://www.zssr.de).
|
||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Keine inhaltliche Bewertung ohne vollständige Schutzschrift.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
|
||||
|
||||
+99
-30
@@ -1,45 +1,114 @@
|
||||
---
|
||||
name: faevvollzug-neu-006-abschlussschreiben-kosten-und-frist
|
||||
description: "Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Abschlussschreiben Kosten und Frist mit geführtem Workflow, Normencheck, Beweis- und Fristenlogik, Red-Team und verwertbarem Ergebnis."
|
||||
description: "Abschlussschreiben nach einstweiliger Verfügung: Frist, Kosten, Unterlassungserklärung als Abschlussregelung, Abschlussgebühr RVG, Übergang zu Hauptsacheklage oder endgültige Erledigung im gewerblichen Rechtsschutz."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Abschlussschreiben Kosten und Frist
|
||||
# Abschlussschreiben: Kosten, Frist und Abschlussregelung
|
||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill behandelt das Abschlussschreiben nach Erlass einer einstweiligen Verfügung: Aufforderung zur Abgabe einer Abschlusserklärung, Fristen, Kostenerstattung und Übergang zur Hauptsache.
|
||||
|
||||
Dieser Skill bearbeitet **Abschlussschreiben Kosten und Frist** im Bereich **Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz**. Er soll nicht schematisch antworten, sondern zuerst die praktische Lage sortieren: Wer handelt, welche Unterlagen liegen vor, welche Frist läuft, welche Behörde oder Gegenpartei entscheidet und welches Ergebnis gebraucht wird.
|
||||
## Rechtsrahmen
|
||||
|
||||
## Kaltstart in 6 Fragen
|
||||
| Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| § 91 ZPO | Kostentragungspflicht der unterlegenen Partei |
|
||||
| § 93 ZPO | Kostenfreiheit bei sofortigem Anerkenntnis (anerkennungsähnlich) |
|
||||
| § 99 ZPO | Kosten des Rechtsmittels |
|
||||
| RVG VV Nr. 2300 | Geschäftsgebühr (0,5–2,5) für Abschlussschreiben; Streitwert relevant |
|
||||
| RVG VV Nr. 2303 | Einigungsgebühr bei Abschlussvereinbarung |
|
||||
| § 12 UWG | Einstweilige Verfügung und Abschlussverfahren |
|
||||
| BGH, Urt. v. 22.1.2009 – I ZR 30/07 | „Abschlussschreiben"-Entscheidung (Kostenerstattung) |
|
||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die Nutzerin: Mandant, Unternehmen, Behörde, Kanzlei, Gericht, Verlag, Betreiber, Investor oder Betroffene?
|
||||
2. Geht es um Prüfung, Entwurf, Verteidigung, Anmeldung, Register, Frist, Verhandlung, Compliance, Streit oder Dokumentation?
|
||||
3. Welche Dokumente liegen vor und welche fehlen: Vertrag, Bescheid, Registerauszug, Screenshot, E-Mail, Rechnung, Gutachten, Normtext, Protokoll?
|
||||
4. Welche Rechtsordnung, Branche, Epoche, Sprache oder technische Umgebung ist betroffen?
|
||||
5. Welche Entscheidung muss heute fallen und welche Punkte dürfen erst nach Live-Check beantwortet werden?
|
||||
6. Soll das Ergebnis als Ampel, Memo, Klausel, Antrag, Fristenplan, Behördenschreiben, Red-Team oder Dashboard kommen?
|
||||
## Funktion des Abschlussschreibens
|
||||
|
||||
## Prüfprogramm
|
||||
Das Abschlussschreiben fordert den Unterlassungsschuldner nach Erlass und Vollziehung der einstweiligen Verfügung auf, die eV als endgültige Regelung anzuerkennen (Abschlusserklärung). Damit wird verhindert, dass die Gläubigerin eine teure Hauptsacheklage erheben muss.
|
||||
|
||||
- Sachverhalt in Tatsachen, Annahmen, Wertungen und offene Beweisfragen zerlegen.
|
||||
- Normtext und aktuelle Rechtsprechung live prüfen
|
||||
- Form, Frist, Zuständigkeit und Beweis getrennt behandeln
|
||||
- Keine BeckRS- oder Literatur-Blindzitate
|
||||
- Ergebnis immer in Handlungsschritt übersetzen
|
||||
- Zuständigkeit, Form, Frist, Beweislast, Vollzug und Rechtsbehelf immer getrennt ausgeben.
|
||||
- Bei historischen, internationalen oder technischen Begriffen erst übersetzen, dann rechtlich einordnen.
|
||||
- Keine Scheingenauigkeit: Wenn Quelle, Normstand oder Rechtsprechung fehlen, einen Live-Check als nächsten Schritt formulieren.
|
||||
**Abschlusserklärung:** Schuldner erkennt Unterlassungsverpflichtung als endgültig und dauerhaft an; keine zeitliche Begrenzung auf EV-Bestand.
|
||||
|
||||
## Typische Fallen
|
||||
## Checkliste Abschlussschreiben
|
||||
|
||||
- Ein Begriff klingt vertraut, hat aber in der konkreten Rechtsordnung oder Praxis eine andere Funktion.
|
||||
- Zuständigkeit, Form oder Zustellung wird übersehen, obwohl der materielle Punkt gut aussieht.
|
||||
- Eine Behauptung wird aus Modellwissen mit einer Fundstelle versehen. Das ist verboten; erst prüfen, dann zitieren.
|
||||
- Der Output ist juristisch richtig, hilft aber der Nutzerin operativ nicht. Deshalb immer nächste Handlung und Dokumentationsspur liefern.
|
||||
| Schritt | Erledigt? |
|
||||
|---|---|
|
||||
| EV vollzogen und Vollziehungsfrist gewahrt? | ☐ |
|
||||
| Kein Widerspruch der Gegenseite oder Widerspruch zurückgenommen? | ☐ |
|
||||
| Frist zum Abschlussschreiben sinnvoll (ca. 2 Wochen nach Vollziehung) | ☐ |
|
||||
| Abschlusserklärung als Entwurf beigefügt | ☐ |
|
||||
| Kostenerstattungsanspruch beziffert | ☐ |
|
||||
| Frist für Reaktion gesetzt (1–2 Wochen) | ☐ |
|
||||
| Hauptsacheklage vorbereitet (Drohung oder Einreichung bei Nichtreaktion) | ☐ |
|
||||
|
||||
## Output
|
||||
## Muster-Abschlussschreiben
|
||||
|
||||
- Memo
|
||||
- Checkliste
|
||||
- Mustertext
|
||||
- Fristenplan
|
||||
- Red-Team
|
||||
```
|
||||
[Briefkopf Kanzlei] [Ort, Datum]
|
||||
|
||||
An [Schuldner / Rechtsanwalt der Gegenseite] - Per Einschreiben/Rückschein -
|
||||
|
||||
Abschlussschreiben gemäß Beschluss des [Gericht] vom [Datum], Az. [Az.]
|
||||
|
||||
Sehr geehrte Damen und Herren,
|
||||
|
||||
das [Gericht] hat mit Beschluss vom [Datum] eine einstweilige Verfügung
|
||||
gegen Sie / Ihre Mandantin erlassen und diese wurde Ihnen / Ihrer Mandantin
|
||||
am [Datum] vollzogen. [Ggf.: Widerspruch ist nicht eingelegt worden / wurde
|
||||
zurückgenommen.]
|
||||
|
||||
Wir fordern Sie auf, bis zum [Frist: 2 Wochen] die beiliegende
|
||||
Abschlusserklärung zu unterzeichnen und an uns zurückzusenden.
|
||||
|
||||
Die Abschlusserklärung ersetzt die Hauptsacheklage. Ohne Ihre Abschluss-
|
||||
erklärung sind wir gezwungen, Hauptsacheklage zu erheben.
|
||||
|
||||
Unsere Kostenrechnung gemäß RVG:
|
||||
- Geschäftswert: [Streitwert, z.B. 50.000 €]
|
||||
- Geschäftsgebühr VV Nr. 2300 (1,3-fach): [Betrag] €
|
||||
- Auslagenpauschale VV Nr. 7002: [Betrag] €
|
||||
- Umsatzsteuer 19 %: [Betrag] €
|
||||
Gesamtbetrag: [Summe] € – fällig bis [Datum]
|
||||
|
||||
Mit freundlichen Grüßen
|
||||
[Unterschrift]
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Kostenberechnung Abschlussschreiben
|
||||
|
||||
| Streitwert | Geschäftsgebühr 1,3 (RVG VV 2300) | USt. 19 % | Auslagenpauschale | Gesamt (ca.) |
|
||||
|---|---|---|---|---|
|
||||
| 10.000 € | 725,40 € | 137,83 € | 20 € | 883,23 € |
|
||||
| 25.000 € | 1.077,20 € | 204,67 € | 20 € | 1.301,87 € |
|
||||
| 50.000 € | 1.641,00 € | 311,79 € | 20 € | 1.972,79 € |
|
||||
| 100.000 € | 2.472,00 € | 469,68 € | 20 € | 2.961,68 € |
|
||||
|
||||
*Werte beispielhaft; aktuelle RVG-Tabelle (Anlage 2 RVG) live prüfen.*
|
||||
|
||||
## Übergang zur Hauptsache
|
||||
|
||||
| Situation | Maßnahme |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Abschlusserklärung fristgerecht abgegeben | Hauptsache erledigt; Ordnungsmitteltatbestand bleibt |
|
||||
| Keine Reaktion auf Abschlussschreiben | Hauptsacheklage einreichen; Klageerhebung § 253 ZPO |
|
||||
| Widerspruch erhoben | Mündliche Verhandlung § 925 ZPO; Aufhebungsrisiko prüfen |
|
||||
| Gegenansprüche auf Aufhebung geltend gemacht | Abwägung: Vergleich vs. Hauptsacheklage |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
|
||||
1. Ist die EV vollzogen und die Vollziehungsfrist gewahrt?
|
||||
2. Liegt ein Widerspruch der Gegenseite vor?
|
||||
3. Soll das Abschlussschreiben jetzt versandt werden?
|
||||
4. Streitwert für Kostenberechnung?
|
||||
5. Output: Abschlussschreiben-Entwurf, Abschlusserklärung-Muster, Kostenrechnung?
|
||||
|
||||
## Anschluss-Skills
|
||||
- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – Vollziehungscheck.
|
||||
- `faevvollzug-neu-004-vollstreckung-aus-unterlassungsverfuegung-ordnungsmittel` – Bei Zuwiderhandlung.
|
||||
- `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` – Schadensersatz-Abrechnung.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- RVG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/rvg/).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Keine verbindliche Kostenberechnung (RVG-Tabelle live prüfen).
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
|
||||
|
||||
+80
-30
@@ -1,45 +1,95 @@
|
||||
---
|
||||
name: faevvollzug-neu-007-grenzueberschreitende-ip-eilverfuegung
|
||||
description: "Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Grenzüberschreitende IP-Eilverfügung mit geführtem Workflow, Normencheck, Beweis- und Fristenlogik, Red-Team und verwertbarem Ergebnis."
|
||||
description: "Grenzüberschreitende IP-Eilmaßnahmen: Internationale Zuständigkeit EuGVVO, fliegender Gerichtsstand, Unionsmarke und Gemeinschaftsgeschmacksmuster-Gerichte, UPC (Einheitspatent), Cross-border-Injunctions, WIPO-UDRP, Vollstreckung im EU-Ausland."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Grenzüberschreitende IP-Eilverfügung
|
||||
# Grenzüberschreitende IP-Eilverfügung
|
||||
|
||||
## Aufgabe
|
||||
Dieser Skill behandelt einstweilige Verfügungen mit grenzüberschreitendem Bezug im gewerblichen Rechtsschutz: internationale Zuständigkeit, anwendbares Recht, Unionsschutzrechte und grenzüberschreitende Vollstreckung.
|
||||
|
||||
Dieser Skill bearbeitet **Grenzüberschreitende IP-Eilverfügung** im Bereich **Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz**. Er soll nicht schematisch antworten, sondern zuerst die praktische Lage sortieren: Wer handelt, welche Unterlagen liegen vor, welche Frist läuft, welche Behörde oder Gegenpartei entscheidet und welches Ergebnis gebraucht wird.
|
||||
## Rechtsrahmen
|
||||
|
||||
## Kaltstart in 6 Fragen
|
||||
| Norm / Instrument | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Art. 7 Nr. 2 EuGVVO (VO 1215/2012) | Internationale Zuständigkeit bei Delikt: Ort des schädigenden Ereignisses |
|
||||
| Art. 35 EuGVVO | Einstweilige Maßnahmen: Zuständigkeit auch ohne Hauptsachezuständigkeit |
|
||||
| Art. 125 UMV (VO 2017/1001) | Unionsmarkengericht: Klägerort, Beklagtenort, Verletzungsort |
|
||||
| Art. 82 GGV (VO 6/2002) | Gemeinschaftsgeschmacksmuster-Gerichte |
|
||||
| Art. 126 f. UMV | Gerichtliche Zuständigkeit Unionsmarkensachen |
|
||||
| Art. 24 EPGÜ (UPC Agreement) | Unified Patent Court: zuständig für Einheitspatent |
|
||||
| § 14 UWG | Fliegender Gerichtsstand bei Online-Verstößen: eingeschränkt |
|
||||
| Rom II-VO (VO 864/2007) | Anwendbares Recht für außervertragliche Schuldverhältnisse (IP) |
|
||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die Nutzerin: Mandant, Unternehmen, Behörde, Kanzlei, Gericht, Verlag, Betreiber, Investor oder Betroffene?
|
||||
2. Geht es um Prüfung, Entwurf, Verteidigung, Anmeldung, Register, Frist, Verhandlung, Compliance, Streit oder Dokumentation?
|
||||
3. Welche Dokumente liegen vor und welche fehlen: Vertrag, Bescheid, Registerauszug, Screenshot, E-Mail, Rechnung, Gutachten, Normtext, Protokoll?
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4. Welche Rechtsordnung, Branche, Epoche, Sprache oder technische Umgebung ist betroffen?
|
||||
5. Welche Entscheidung muss heute fallen und welche Punkte dürfen erst nach Live-Check beantwortet werden?
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||||
6. Soll das Ergebnis als Ampel, Memo, Klausel, Antrag, Fristenplan, Behördenschreiben, Red-Team oder Dashboard kommen?
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## Internationale Zuständigkeit im Überblick
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## Prüfprogramm
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### Marke und Design (Unions-Schutzrechte)
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- Einstweilige Maßnahmen für **EU-weite Geltung**: zuständiges UMG/GGM-Gericht (Art. 125 UMV, Art. 82 GGV).
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- In Deutschland: LG Düsseldorf, LG Hamburg, LG München I als designierte Unionsmarkengerichte.
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||||
- Territoriale Wirkung: Unionsmarken-EV kann EU-weit gelten; nationale EV nur national.
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- Sachverhalt in Tatsachen, Annahmen, Wertungen und offene Beweisfragen zerlegen.
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- Normtext und aktuelle Rechtsprechung live prüfen
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||||
- Form, Frist, Zuständigkeit und Beweis getrennt behandeln
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||||
- Keine BeckRS- oder Literatur-Blindzitate
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||||
- Ergebnis immer in Handlungsschritt übersetzen
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||||
- Zuständigkeit, Form, Frist, Beweislast, Vollzug und Rechtsbehelf immer getrennt ausgeben.
|
||||
- Bei historischen, internationalen oder technischen Begriffen erst übersetzen, dann rechtlich einordnen.
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||||
- Keine Scheingenauigkeit: Wenn Quelle, Normstand oder Rechtsprechung fehlen, einen Live-Check als nächsten Schritt formulieren.
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### Patent (Einheitspatent und klassisches Patent)
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- **Einheitspatent / UPC:** Zuständigkeit des UPC (Lokale Kammer oder Zentralkammer) ab Juni 2023.
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- Opt-out-Möglichkeit für bestehende EP-Patente läuft ab; Status prüfen.
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||||
- **Klassisches deutsches Patent:** BPatG (Verletzung), LG (Verletzungsklage), zuständige Kammern.
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- **EPÜ-Patent:** Verletzung nach nationalem Recht des Verletzungsortes.
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## Typische Fallen
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### UWG und unlauterer Wettbewerb
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- Grenzüberschreitend: Art. 6 Rom II-VO (wettbewerbsrechtliche Delikte); Marktortprinzip.
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||||
- Gerichtsstand: Beklagten-/Niederlassungsort (Art. 4 EuGVVO) oder Verletzungsort (Art. 7 Nr. 2 EuGVVO).
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||||
- Ein Begriff klingt vertraut, hat aber in der konkreten Rechtsordnung oder Praxis eine andere Funktion.
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||||
- Zuständigkeit, Form oder Zustellung wird übersehen, obwohl der materielle Punkt gut aussieht.
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||||
- Eine Behauptung wird aus Modellwissen mit einer Fundstelle versehen. Das ist verboten; erst prüfen, dann zitieren.
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||||
- Der Output ist juristisch richtig, hilft aber der Nutzerin operativ nicht. Deshalb immer nächste Handlung und Dokumentationsspur liefern.
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## Grenzüberschreitende Vollstreckung von IP-EV
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## Output
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| Instrument | Anwendungsbereich | Verfahren |
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|---|---|---|
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| EuGVVO Art. 39 | Vollstreckbarerklärung EU-Mitgliedstaaten | Automatic enforcement; kein Exequatur mehr |
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| UPC-Titel | Einheitspatent-Entscheidungen | UPC-Register; unmittelbar vollstreckbar |
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||||
| WIPO UDRP | Domain-Streitigkeiten (.com, .net, .org) | Verfahren bei WIPO oder NAF, kein staatliches Gericht |
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| § 1095 ZPO | Vollstreckbarerklärung ausländischer Titel | Exequatur bei deutschem LG |
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- Memo
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- Checkliste
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- Mustertext
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- Fristenplan
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- Red-Team
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## WIPO UDRP (Domain-Streitigkeiten)
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**Anwendungsbereich:** gTLDs (.com, .net, .org, .info) und viele ccTLDs (z.B. .eu, .de per DENIC-DRO).
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**Drei-Kriterien-Test UDRP:**
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1. Identische oder verwechslungsfähige Domain mit Marke des Beschwerdeführers.
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2. Keine berechtigten Interessen des Domainhalters.
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3. Domain bösgläubig registriert und genutzt.
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**Verfahren:** Online-Beschwerde beim WIPO-Center; Entscheidung meist in 60 Tagen; keine Kostenerstattung; schneller als Gerichtsverfahren für reine Domain-Übertragung.
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**Abgrenzung:** Bei Schadensersatz / komplexem Sachverhalt → nationaler Gerichtsweg (§§ 5, 15 MarkenG + § 12 BGB).
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## Strategieoptionen bei grenzüberschreitendem Verstoß
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| Konstellation | Empfehlung |
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|---|---|
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| Unionsmarken-Verletzung EU-weit | EV beim deutschen UMG-Gericht mit EU-weiter Wirkung |
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| Einheitspatent-Verletzung | UPC Lokale/Zentrale Kammer (schnelle einstweilige Maßnahme) |
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||||
| Domain-Hijacking | WIPO UDRP, ergänzend § 12 BGB + § 15 MarkenG |
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||||
| Verletzung in Nicht-EU-Land | Nationales Recht + ggf. TRIPs-Maßnahmen; Kooperationsanwalt lokal einschalten |
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||||
| Online-Marktplatz (Amazon/eBay) | Brand Registry-Takedown parallel zu EV-Antrag |
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## Kaltstart
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1. Welches Schutzrecht ist betroffen (Unionsmarke / nat. Marke / Patent / Design)?
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||||
2. In welchen Ländern findet die Verletzung statt?
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3. Besteht Dringlichkeit (Vollziehungsfrist, Selbstwiderlegungsrisiko)?
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||||
4. Welches Gericht soll angerufen werden (national / UMG / UPC)?
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||||
5. Output: Zuständigkeitsmemo, EV-Antrag grenzüberschreitend, UDRP-Complaint-Gerüst?
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## Anschluss-Skills
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- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – Dringlichkeitscheck.
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- `spezial-euipo-internationaler-bezug-und-schnittstellen` – EUIPO-Schnittstellen.
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||||
- `gr-uebersetzung-marke-osterreich-schweiz-spezial` – AT/CH-Schutzrechtsfragen.
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||||
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||||
## Quellenregel
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||||
- EuGVVO, UMV, GGV: [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
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||||
- UPC: [unified-patent-court.org](https://www.unified-patent-court.org).
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||||
- WIPO UDRP: [wipo.int/amc/en/domains](https://www.wipo.int/amc/en/domains/).
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||||
- Rechtsprechung: [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu), [dejure.org](https://dejure.org).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine länderspezifische Rechtsberatung außerhalb Deutschlands/EU ohne lokale Quellenverifizierung.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
+89
-30
@@ -1,45 +1,104 @@
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||||
---
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||||
name: faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung
|
||||
description: "Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Qualitätsgate vor Vollziehung mit geführtem Workflow, Normencheck, Beweis- und Fristenlogik, Red-Team und verwertbarem Ergebnis."
|
||||
description: "Qualitätsgate vor EV-Vollziehung: Letzter Check vor Zustellung der einstweiligen Verfügung. Titel, Dringlichkeit, Zustellungsweg, Schutzschrift, Kosten-Nutzen, Red-Team-Fragen, Rücknahmeoptionen im gewerblichen Rechtsschutz."
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||||
---
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||||
# Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz: Qualitätsgate vor Vollziehung
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||||
# Qualitätsgate vor EV-Vollziehung
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||||
## Aufgabe
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Dieser Skill ist der letzte Qualitätscheck vor der Vollziehung einer einstweiligen Verfügung: Vollständigkeit des Titels, Dringlichkeit, Zustellungsweg, Red-Team-Analyse, Kostenrisiken und Rücknahmeoptionen.
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||||
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||||
Dieser Skill bearbeitet **Qualitätsgate vor Vollziehung** im Bereich **Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz**. Er soll nicht schematisch antworten, sondern zuerst die praktische Lage sortieren: Wer handelt, welche Unterlagen liegen vor, welche Frist läuft, welche Behörde oder Gegenpartei entscheidet und welches Ergebnis gebraucht wird.
|
||||
## Warum dieses Qualitätsgate?
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||||
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## Kaltstart in 6 Fragen
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||||
Die Vollziehung einer einstweiligen Verfügung ist reversibel kaum möglich. Vollzogene, aber fehlerhafte oder zu früh vollzogene Verfügungen können:
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||||
- Schadensersatzpflicht nach § 945 ZPO auslösen (bei ungerechtfertigter EV).
|
||||
- Dringlichkeit durch späteres Zuwarten widerlegen.
|
||||
- Kostenrisiken durch unnötige Eskalation schaffen.
|
||||
- Verhandlungsposition verschlechtern.
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||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die Nutzerin: Mandant, Unternehmen, Behörde, Kanzlei, Gericht, Verlag, Betreiber, Investor oder Betroffene?
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||||
2. Geht es um Prüfung, Entwurf, Verteidigung, Anmeldung, Register, Frist, Verhandlung, Compliance, Streit oder Dokumentation?
|
||||
3. Welche Dokumente liegen vor und welche fehlen: Vertrag, Bescheid, Registerauszug, Screenshot, E-Mail, Rechnung, Gutachten, Normtext, Protokoll?
|
||||
4. Welche Rechtsordnung, Branche, Epoche, Sprache oder technische Umgebung ist betroffen?
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||||
5. Welche Entscheidung muss heute fallen und welche Punkte dürfen erst nach Live-Check beantwortet werden?
|
||||
6. Soll das Ergebnis als Ampel, Memo, Klausel, Antrag, Fristenplan, Behördenschreiben, Red-Team oder Dashboard kommen?
|
||||
## Red-Team-Fragen vor Vollziehung
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||||
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||||
## Prüfprogramm
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**Zum Verfügungsanspruch:**
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||||
- Ist das Schutzrecht eingetragen / wirksam entstanden (Registerauszug geprüft)?
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||||
- Sind alle Anspruchsvoraussetzungen (Verwechslungsgefahr, Verletzungshandlung, Aktivlegitimation) sauber belegt?
|
||||
- Gibt es Gegenrechte (Erschöpfung § 24 MarkenG, Prior Use, eigene ältere Schutzrechte der Gegenseite)?
|
||||
- Hat die Gegenseite bereits eine Schutzschrift hinterlegt (ZSSR gecheckt)?
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||||
|
||||
- Sachverhalt in Tatsachen, Annahmen, Wertungen und offene Beweisfragen zerlegen.
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||||
- Normtext und aktuelle Rechtsprechung live prüfen
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||||
- Form, Frist, Zuständigkeit und Beweis getrennt behandeln
|
||||
- Keine BeckRS- oder Literatur-Blindzitate
|
||||
- Ergebnis immer in Handlungsschritt übersetzen
|
||||
- Zuständigkeit, Form, Frist, Beweislast, Vollzug und Rechtsbehelf immer getrennt ausgeben.
|
||||
- Bei historischen, internationalen oder technischen Begriffen erst übersetzen, dann rechtlich einordnen.
|
||||
- Keine Scheingenauigkeit: Wenn Quelle, Normstand oder Rechtsprechung fehlen, einen Live-Check als nächsten Schritt formulieren.
|
||||
**Zum Verfügungsgrund:**
|
||||
- Dringlichkeit noch unversehrt? Kenntnisdatum dokumentiert?
|
||||
- Keine Selbstwiderlegung durch Zuwarten (Kammer-spezifische Frist beachten)?
|
||||
- Dringlichkeit glaubhaft gemacht (§ 294 ZPO, eidesstattliche Versicherung)?
|
||||
|
||||
## Typische Fallen
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||||
**Zum Titel:**
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||||
- Unterlassungsformulierung klar und vollstreckbar?
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||||
- Ordnungsmittelandrohung (§ 890 Abs. 2 ZPO) im Tenor?
|
||||
- Vollstreckbare Ausfertigung vorhanden (§ 724 ZPO)?
|
||||
|
||||
- Ein Begriff klingt vertraut, hat aber in der konkreten Rechtsordnung oder Praxis eine andere Funktion.
|
||||
- Zuständigkeit, Form oder Zustellung wird übersehen, obwohl der materielle Punkt gut aussieht.
|
||||
- Eine Behauptung wird aus Modellwissen mit einer Fundstelle versehen. Das ist verboten; erst prüfen, dann zitieren.
|
||||
- Der Output ist juristisch richtig, hilft aber der Nutzerin operativ nicht. Deshalb immer nächste Handlung und Dokumentationsspur liefern.
|
||||
**Zum Zustellungsweg:**
|
||||
- Zustellungsform gewählt und Zustellungsadresse verifiziert?
|
||||
- Vollziehungsfrist berechnet und eingetragen?
|
||||
|
||||
## Output
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||||
## Qualitätsgate-Checkliste
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||||
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- Memo
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||||
- Checkliste
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||||
- Mustertext
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||||
- Fristenplan
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||||
- Red-Team
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||||
| Prüfpunkt | Status (Ja/Nein/Offen) | Priorität |
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||||
|---|---|---|
|
||||
| Schutzrecht aktiv und eingetragen (Registerauszug DPMA/EUIPO) | ☐ | MUSS |
|
||||
| Verletzungshandlung konkret dokumentiert (Datum, Form, Beweis) | ☐ | MUSS |
|
||||
| Aktivlegitimation belegt (Inhaber / Lizenznehmer) | ☐ | MUSS |
|
||||
| Schutzschrift ZSSR geprüft ([zssr.de](https://www.zssr.de)) | ☐ | MUSS |
|
||||
| Dringlichkeit: Kenntnis-Datum belegt, Frist eingehalten | ☐ | MUSS |
|
||||
| Titel mit Ordnungsmittelandrohung § 890 Abs. 2 ZPO | ☐ | MUSS |
|
||||
| Vollstreckbare Ausfertigung vorhanden | ☐ | MUSS |
|
||||
| Vollziehungsfrist berechnet (1 Monat § 929 Abs. 2 ZPO) | ☐ | MUSS |
|
||||
| Zustellungsadresse verifiziert | ☐ | MUSS |
|
||||
| Kosten-Nutzen-Analyse: Vollziehungskosten vs. Schutzinteresse | ☐ | SOLL |
|
||||
| Gegenseite zur einvernehmlichen Lösung kontaktiert? | ☐ | KANN |
|
||||
| Hauptsacheklage vorbereitet (falls EV scheitert) | ☐ | SOLL |
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||||
|
||||
## § 945 ZPO – Schadensersatzrisiko
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||||
|
||||
Wird die einstweilige Verfügung aufgehoben oder der Hauptsacheanspruch abgewiesen, hat der Antragsgegner Anspruch auf Schadensersatz gemäß § 945 ZPO – **ohne Verschulden** des Antragstellers (verschuldensunabhängig).
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||||
|
||||
**Risikofaktoren für § 945 ZPO:**
|
||||
- Anspruch war von Anfang an nicht begründet.
|
||||
- Dringlichkeit war nicht gegeben (Selbstwiderlegung).
|
||||
- Schutzrecht wurde nach EV für nichtig erklärt.
|
||||
|
||||
**Gegenmaßnahme:** Sorgfältige Prüfung vor Vollziehung; bei Zweifeln Abmahnung zuerst oder Aufhebungsrisiko einpreisen.
|
||||
|
||||
## Entscheidungsbaum Vollziehung
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||||
|
||||
```
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||||
Alle MUSS-Punkte erfüllt?
|
||||
Nein → Nicht vollziehen; Lücken schließen
|
||||
Ja →
|
||||
Gegenrechte (Erschöpfung, Prior Use) ausgeschlossen?
|
||||
Nein → Strategie neu bewerten; ggf. Abmahnung statt EV
|
||||
Ja →
|
||||
§ 945-Risiko vertretbar?
|
||||
Nein → Mandantenfreigabe einholen
|
||||
Ja → Vollziehung durchführen
|
||||
```
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||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
1. Liegt vollstreckbare Ausfertigung des Beschlusses vor?
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||||
2. Ist die Dringlichkeit noch unversehrt (Kenntnisdatum, Kammer-Frist)?
|
||||
3. Schutzschrift beim ZSSR hinterlegt?
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||||
4. Welcher konkrete Punkt des Qualitätsgates ist unklar oder offen?
|
||||
5. Output: Checkliste ausgefüllt, Risikomemo, Mandantenbrief, Entscheidungsvorlage?
|
||||
|
||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – Vollziehungsfristen.
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||||
- `faevvollzug-neu-005-gegnerische-schutzschrift-auswerten` – Schutzschrift-Analyse.
|
||||
- `workflow-redteam-qualitygate` – Übergreifendes Red-Team-Gate.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- ZSSR: [zssr.de](https://www.zssr.de).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Kein Ersatz für vollständige anwaltliche Prüfung.
|
||||
- Keine Garantie gegen § 945 ZPO-Haftung (einzelfallabhängig).
|
||||
|
||||
@@ -1,49 +1,128 @@
|
||||
---
|
||||
name: gr-abmahnung-workflow
|
||||
description: "Workflow Abmahnung im gewerblichen Rechtsschutz: Formelles (Berechtigung, Vollmacht), Inhalt (konkrete Verletzungsform, Anspruch, Frist), Unterlassungserklaerung modifiziert annehmen. Pruefraster und Mustertexte."
|
||||
description: "Workflow Abmahnung im gewerblichen Rechtsschutz: Berechtigung, Vollmacht, konkrete Verletzungsform, Anspruch, Frist, Unterlassungserklärung modifiziert annehmen. Prüfraster für Markenrecht, Patentrecht, Designrecht, UWG und UrhG. Mustertexte."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# GR: Abmahnung-Workflow
|
||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Workflow Abmahnung im gewerblichen Rechtsschutz: Formelles (Berechtigung, Vollmacht), Inhalt (konkrete Verletzungsform, Anspruch, Frist), Unterlassungserklaerung modifiziert annehmen.
|
||||
Dieser Skill steuert den vollständigen Abmahnung-Workflow im gewerblichen Rechtsschutz: von der Prüfung der Berechtigung über Inhalt und Fristsetzung bis zur Reaktion auf die Unterlassungserklärung.
|
||||
|
||||
## Rechtsrahmen
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||||
|
||||
| Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|
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||||
| § 14 Abs. 6 MarkenG | Unterlassungs- und Schadensersatzanspruch bei Markenverletzung |
|
||||
| § 9 PatG | Ausschließliches Benutzungsrecht; Verletzungsansprüche § 139 PatG |
|
||||
| § 42 DesignG | Unterlassung und Schadensersatz bei Designverletzung |
|
||||
| § 97 UrhG | Unterlassung und Schadensersatz bei Urheberrechtsverletzung |
|
||||
| § 97a UrhG | Abmahnung: Form, Inhalt, Kostenerstattung |
|
||||
| § 8 UWG | Unterlassungsanspruch bei unlauterem Wettbewerb |
|
||||
| § 13 Abs. 2 UWG | Formerfordernisse der Abmahnung |
|
||||
| § 13 Abs. 3 UWG | Kostenerstattung bei berechtigter Abmahnung |
|
||||
| § 8c UWG | Rechtsmissbräuchliche Abmahnung: Ausschluss Kostenerstattung |
|
||||
|
||||
## Prüfschema vor der Abmahnung
|
||||
|
||||
**Schritt 1 – Aktivlegitimation**
|
||||
|
||||
| Schutzrecht | Aktivlegitimierter |
|
||||
|---|---|
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||||
| Marke | Eingetragener Inhaber (§ 14 MarkenG), ausschließlicher Lizenznehmer (wenn ermächtigt) |
|
||||
| Patent | Patentinhaber (§ 139 PatG), ausschließlicher Lizenznehmer |
|
||||
| Design | Eingetragener Inhaber (§ 42 DesignG) |
|
||||
| Urheberrecht | Urheber (§ 7 UrhG), Werknutzungsberechtigter (§ 31 UrhG) |
|
||||
| UWG | Mitbewerber (§ 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG), qualifizierter Verband (§ 8 Abs. 3 Nr. 2 UWG) |
|
||||
|
||||
**Schritt 2 – Verletzungshandlung konkret benennen**
|
||||
- Exakte Beschreibung: Welches Schutzrecht, welche Handlung, wann, wo, wie?
|
||||
- Beweissicherung: Screenshots mit Zeitstempel, Testkauf mit Quittung, eidesstattliche Versicherung.
|
||||
|
||||
**Schritt 3 – Fristdauer**
|
||||
- Regelmäßig: **2–3 Werktage** bei UWG-Eilsachen (wenn eV-Antrag droht).
|
||||
- **1–2 Wochen** bei Patent-/Marken-/Design-Abmahnungen ohne akute Dringlichkeit.
|
||||
- Längere Frist: bei komplexen technischen Sachverhalten sinnvoll.
|
||||
|
||||
**Schritt 4 – Unterlassungserklärung (UE)**
|
||||
- Anforderungen: strafbewehrt, unbefristet, ausreichend weit formuliert.
|
||||
- Vertragsstrafe: Hamburger Brauch (Angemessenheitsvorbehalt) vs. fester Betrag.
|
||||
- Modifizierte UE: Annahme nur wenn abgegebene UE die Wiederholungsgefahr beseitigt.
|
||||
|
||||
## Muster-Abmahnung (Gerüst)
|
||||
|
||||
```
|
||||
[Briefkopf Kanzlei] [Ort, Datum]
|
||||
|
||||
An [Verletzer / Anwalt der Gegenseite] - Per E-Mail + Einschreiben -
|
||||
|
||||
Abmahnung wegen Verletzung von [Schutzrecht]
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||||
Unsere Mandantin: [Name]
|
||||
|
||||
Sehr geehrte Damen und Herren,
|
||||
|
||||
wir zeigen die Vertretung der [Mandantin] an (Vollmacht Anlage 1).
|
||||
|
||||
I. Schutzrecht unserer Mandantin
|
||||
[Beschreibung des Schutzrechts, Reg.-Nr., Anmeldetag, Schutzbereich]
|
||||
(Anlage 2: Registerauszug)
|
||||
|
||||
II. Verletzungshandlung
|
||||
Am [Datum] haben Sie auf / in [Plattform / Medium] folgende Handlung vorgenommen:
|
||||
[konkrete Beschreibung] (Anlage 3: Screenshot / Testkauf).
|
||||
|
||||
III. Ansprüche
|
||||
Die oben beschriebene Handlung verletzt [Schutzrecht] und berechtigt unsere
|
||||
Mandantin zur Geltendmachung von Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz.
|
||||
|
||||
IV. Aufforderung
|
||||
Wir fordern Sie auf, bis zum [Datum, Frist] die beigefügte strafbewehrte
|
||||
Unterlassungserklärung (Anlage 4) zu unterzeichnen und uns zuzusenden.
|
||||
|
||||
V. Kosten
|
||||
Die Kosten dieser Abmahnung betragen [Betrag] €. Wir erwarten Zahlung bis [Datum].
|
||||
|
||||
Ohne fristgerechte Reaktion werden wir einstweilige Verfügung beantragen.
|
||||
|
||||
[Unterschrift]
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Reaktion auf eingehende Abmahnung
|
||||
|
||||
| Reaktion | Wann sinnvoll | Risiko |
|
||||
|---|---|---|
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||||
| Vollständige UE unterzeichnen | Verletzung eindeutig; schnelle Lösung | Anerkenntnis der Verletzung |
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||||
| Modifizierte UE | Formulierung zu weit; Sachverhalt klärungsbedürftig | Wiederholungsgefahr bleibt ggf. |
|
||||
| Keine Reaktion / Ablehnung | Abmahnung unbegründet; Missbrauch § 8c UWG | EV-Antrag der Gegenseite |
|
||||
| Negative Feststellungsklage | Zur Perpetuierung der Gerichtszuständigkeit | Kostentragung bei Verlust |
|
||||
| Schutzschrift ZSSR | Vorbeugende Schutzschrift ([zssr.de](https://www.zssr.de)) | Kein Rechtsmittel, nur Prävention |
|
||||
|
||||
## Kostenpositionen
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||||
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||||
| Position | Grundlage | Streitwert-Beispiel 50.000 € |
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|---|---|---|
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| Geschäftsgebühr 1,3 | RVG VV Nr. 2300 | 1.641 € |
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||||
| Auslagenpauschale | RVG VV Nr. 7002 | 20 € |
|
||||
| USt. 19 % | UStG | 311,79 € |
|
||||
| Gesamt | | 1.972,79 € |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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||||
|
||||
1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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||||
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
|
||||
3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
|
||||
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
|
||||
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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## Pruefraster
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Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
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1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
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2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, Rechtsprechung BGH/BVerfG/EuGH, Literatur.
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3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
|
||||
4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
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||||
1. Welches Schutzrecht und welche Verletzungshandlung liegen vor?
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2. Wer ist aktivlegitimiert (Markeninhaber / Lizenznehmer / UWG-Mitbewerber)?
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3. Liegt eine eingehende Abmahnung vor, oder soll eine ausgehende vorbereitet werden?
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4. Welche Fristen laufen (Dringlichkeit, Verjährung)?
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5. Output: Abmahnungsentwurf, UE-Entwurf, Reaktionsmemo, Schutzschriften-Auftrag?
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## Plugin-Kontext
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Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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## Output-Module
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- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
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- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
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- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
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- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
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Skill gehört zu `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Anschluss-Skills: `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung`, `spezial-verfuegung-beweislast-und-darlegungslast`, `workflow-fristen-und-risikoampel`.
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## Quellenregel
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link (`dejure.org`, `openjur.de`, `bundesgerichtshof.de`, `bundesverfassungsgericht.de`, `curia.europa.eu`).
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- Keine Zitate aus `anwalt24.de`. Keine `BeckRS` als alleinige Fundstelle bei tragenden Aussagen.
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- Aufsaetze mit Verfasser, Zeitschrift, Jahr, Heft (falls relevant) und Seite.
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- Kommentare mit Bearbeiter und Randnummer.
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- Annahmen explizit als solche kennzeichnen, keine Erfindungen.
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- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [openjur.de](https://openjur.de), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
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- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
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- ZSSR: [zssr.de](https://www.zssr.de).
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- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
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- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
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- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
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- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
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- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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- Keine eigenständige Schutzrechts-Prüfung ohne Registerauszug.
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- Keine Bewertung nicht belegter Verletzungshandlungen.
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@@ -1,63 +1,122 @@
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name: gr-einfuehrung-saeulen
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description: "Einfuehrung Saeulen gewerblicher Rechtsschutz: Markenrecht, Wettbewerbsrecht UWG, Designrecht, Patent- und Gebrauchsmusterrecht, Sortenschutz, Urheberrecht-Schnittstellen. Pro Saeule: Schutzgegenstand, Erwerb, Verteidigung, Wirkungsbereich. Entscheidungstabelle."
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description: "Einführung in den gewerblichen Rechtsschutz: Fünf Säulen (Markenrecht, Patentrecht, Designrecht, Urheberrecht, Lauterkeitsrecht/UWG), FAO-Anforderungen § 14k, Behördenübersicht DPMA/EUIPO/EPA, Verfahrensarten, Schutzrechts-Portfolio."
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# GR: Saeulen einfuehrend
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# Einführung: Die fünf Säulen des gewerblichen Rechtsschutzes
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## Aufgabe
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Einfuehrung Saeulen gewerblicher Rechtsschutz: Markenrecht, Wettbewerbsrecht UWG, Designrecht, Patent- und Gebrauchsmusterrecht, Sortenschutz, Urheberrecht-Schnittstellen.
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Dieser Skill vermittelt den systematischen Überblick über den gewerblichen Rechtsschutz: Rechtsgebiete, Behörden, Schutzrechte, Verfahrensarten und Routing in die passenden Spezial-Skills.
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## Die fünf Säulen
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## Fachlicher Arbeitskern
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### 1. Markenrecht
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Dieser Skill ist kein allgemeiner Chat-Modus, sondern ein Arbeitswerkzeug fuer `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` zum Thema `gr-einfuehrung-saeulen`. Ausgangspunkt ist immer die konkrete Aufgabe aus der Beschreibung: Einfuehrung Saeulen gewerblicher Rechtsschutz: Markenrecht, Wettbewerbsrecht UWG, Designrecht, Patent- und Gebrauchsmusterrecht, Sortenschutz, Urheberrecht-Schnittstellen. Pro Saeule: Schutzgegenstand, Erwerb, Verteidigung, Wirkungsbereich. Entscheidungstabelle..
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| Rechtsquelle | Wesentlicher Inhalt |
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|---|---|
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| MarkenG §§ 3, 4 | Schutzfähige Zeichen; Schutzentstehung: Anmeldung, Verkehrsgeltung, notorische Bekanntheit |
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| MarkenG §§ 8–10 | Absolute und relative Schutzhindernisse |
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| MarkenG § 14 | Verletzung: Identitätsschutz, Verwechslungsschutz, Bekanntheitsschutz |
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| MarkenG § 24 | Erschöpfung: erstmalige Inverkehrbringung im EWR |
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| MarkenG §§ 32 ff. | Anmeldung beim DPMA |
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| MarkenG §§ 41 ff. | Widerspruch gegen eingetragene Marken |
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| MarkenG §§ 49 ff. | Verfall und Nichtigkeit |
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| UMV (VO 2017/1001) | Unionsmarke; EUIPO-Verfahren |
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| Madrider Markenabkommen (MMA/PMMA) | Internationale Markenanmeldung (IR-Marke) über WIPO |
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Arbeite deshalb fallnah:
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**Typische Mandate:** Markenanmeldung, Widerspruchsverfahren, Verletzungsabmahnung, Erschöpfungseinwand, Verwechslungsgutachten.
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1. **Falltyp erkennen:** Einordnung, ob es um Erstberatung, Anspruchs-/Pflichtenpruefung, Vertrags-/Bescheid-/Schriftsatzarbeit, Strategie oder Fristenrettung geht.
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2. **Entscheidungspunkte bilden:** Welche zwei bis fuenf Weichen entscheiden den Fall wirklich?
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3. **Belege anfordern:** Nur die Unterlagen nachfordern, die fuer diese Weichen gebraucht werden; keine Frageboegen um ihrer selbst willen.
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4. **Spezialwissen anwenden:** Die im Skill genannten Normen, Behoerden, Verfahrensarten, Branchenlogiken oder typischen Streitpunkte sichtbar abarbeiten.
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5. **Nutzbaren Output liefern:** Am Ende steht ein Memo, eine Matrix, ein Textbaustein, ein Schriftsatzgeruest, ein Mandantenbrief oder eine klare Naechste-Schritte-Liste.
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### 2. Patentrecht
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Wenn ein anderer Skill desselben Plugins genauer passt, schlage ihn aktiv vor und erklaere in einem Satz, warum der Wechsel die Arbeit beschleunigt.
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| Rechtsquelle | Wesentlicher Inhalt |
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|---|---|
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| PatG §§ 1, 3, 4 | Patentierbarkeit: Neuheit, erfinderische Tätigkeit, gewerbliche Anwendbarkeit |
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| PatG § 9 | Ausschließliches Recht des Patentinhabers |
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| PatG §§ 139 ff. | Verletzungsklage: Unterlassung, Schadensersatz, Auskunft, Vernichtung |
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| PatG § 81 | Beschränkungs- und Nichtigkeitsverfahren vor BPatG |
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| EPÜ | Europäisches Patentübereinkommen; EPA-Anmeldeverfahren |
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| PCT | Patent Cooperation Treaty: internationale Patenanmeldung |
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| EPGÜ / UPC | Einheitspatent und Unified Patent Court (ab 2023) |
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| ArbnErfG | Arbeitnehmererfindungen: Meldepflicht, Vergütung, Recht-Übergang |
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**Typische Mandate:** Erfindungsmeldung, Patentanmeldung, Verletzungsklage, Nichtigkeitsklage BPatG, UPC-Verfahren.
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### 3. Designrecht
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| Rechtsquelle | Wesentlicher Inhalt |
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|---|---|
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| DesignG | Nationales Design; Schutzvoraussetzungen Neuheit + Eigenart |
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| GGV (VO 6/2002) | Gemeinschaftsgeschmacksmuster (eingetragen / nicht eingetragen) |
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| § 2 DesignG | Schutzausschluss bei rein technisch bedingten Merkmalen |
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| §§ 38 ff. DesignG | Verletzungstatbestände und Ansprüche |
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**Typische Mandate:** Designanmeldung, Verletzungsabmahnung, Nichtigkeitsverfahren, Parallelschutz UrhG.
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### 4. Urheberrecht (IP-Schnittstelle)
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| Rechtsquelle | Wesentlicher Inhalt |
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|---|---|
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| UrhG § 7 | Urheberpersönlichkeitsrecht: Schöpfer als Urheber |
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| UrhG § 15 | Verwertungsrechte: Vervielfältigung, Verbreitung, öffentliche Zugänglichmachung |
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| UrhG § 31 | Nutzungsrechte: einfach vs. ausschließlich |
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| UrhG § 97 | Unterlassung und Schadensersatz |
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| UrhG § 97a | Abmahnung: Inhalt und Kostenerstattung |
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**Typische Mandate:** Software-, Bild-, Text-Piraterie; Designschutz (angewandte Kunst); KI-Trainingsdaten.
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### 5. Lauterkeitsrecht (UWG)
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| Rechtsquelle | Wesentlicher Inhalt |
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|---|---|
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| § 3 UWG | Generalklausel: unlautere geschäftliche Handlungen |
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| § 5 UWG | Irreführende Werbung |
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| § 5a UWG | Irreführung durch Unterlassen wesentlicher Informationen |
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| § 8 UWG | Unterlassungsanspruch; Aktivlegitimation |
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| § 12 UWG | Einstweilige Verfügung (Dringlichkeitsvermutung) |
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**Typische Mandate:** Abmahnung wegen irreführender Werbung, Schleichwerbung, Mitbewerberschutz, Abgrenzung zu Schutzrechtsverletzungen.
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## Behörden und Gerichte im Überblick
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| Institution | Funktion | Link |
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|---|---|---|
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| DPMA | Anmeldung und Verwaltung dt. Marken, Patente, Designs | [dpma.de](https://www.dpma.de) |
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| EUIPO | Unionsmarken, Gemeinschaftsgeschmacksmuster | [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu) |
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| EPA | Europäische Patentanmeldungen (EPÜ) | [epo.org](https://www.epo.org) |
|
||||
| UPC | Einheitspatent und Streitigkeiten | [unified-patent-court.org](https://www.unified-patent-court.org) |
|
||||
| BPatG | Beschränkungs-/Nichtigkeitsverfahren; Beschwerden DPMA | [bundespatentgericht.de](https://www.bundespatentgericht.de) |
|
||||
| BGH | Revisionen IP-Sachen (I. ZS: Gewerblicher Rechtsschutz) | [bundesgerichtshof.de](https://www.bundesgerichtshof.de) |
|
||||
| WIPO | IR-Marke; UDRP-Domainstreitigkeiten | [wipo.int](https://www.wipo.int) |
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## FAO § 14k – Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz
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Besondere praktische Erfahrungen in **drei der fünf Bereiche**: Markenrecht, Patentrecht, Gebrauchsmusterrecht, Designrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht – davon mind. zwei IP-Bereiche.
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## Routing in Spezialskills
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| Falltyp | Empfohlener Skill |
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|---|---|
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| Markenanmeldung und Widerspruch | `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz-marken-widerspruch` |
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| Abmahnung UWG | `gr-abmahnung-workflow` |
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| Verletzungsklage Patent | `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz-patent-nichtigkeitsklage` |
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| Designverletzung | `designrecht-praxis-grundlagen` |
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| EV beantragen oder vollziehen | `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` |
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| UrhG / KI | `ki-trainingsdaten-und-urheberrecht-spezial` |
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## Kaltstart
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Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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||||
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
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3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
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||||
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
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||||
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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## Pruefraster
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Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
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1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
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||||
2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, zustaendige Stellen, Verfahrensart, Darlegungs-/Beweislast und nur verifizierte Rechtsprechung.
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||||
3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
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||||
4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
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## Plugin-Kontext
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||||
Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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||||
## Output-Module
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- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
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||||
- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
|
||||
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
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||||
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
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||||
1. Welches Schutzrecht oder welcher Rechtsbereich ist betroffen?
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||||
2. Handelt es sich um Anmeldung, Durchsetzung oder Abwehr?
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3. Welche Behörde / welches Gericht ist involviert?
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4. Gibt es Fristen oder eilige Schritte?
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5. Output: Überblicksmemo, Routing-Empfehlung, Checkliste?
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## Quellenregel
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link ausgeben; bei Unsicherheit erst verifizieren oder als zu pruefen markieren.
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- Keine Paywall-, Kommentar-, Aufsatz- oder Datenbankfundstelle als tragende Aussage verwenden, wenn sie nicht durch Nutzerquelle oder dokumentierten Live-Zugriff verifiziert ist.
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||||
- Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder BeckRS-/juris-Blindzitate aus Modellwissen. Literatur nur verwenden, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff im konkreten Arbeitskontext dokumentiert ist.
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||||
- Annahmen explizit als solche kennzeichnen; keine erfundenen Fundstellen, keine erfundenen Tatsachen, keine erfundenen Behoerdenpraxis-Saetze.
|
||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de), [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
|
||||
- Behörden: [dpma.de](https://www.dpma.de), [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu), [epo.org](https://www.epo.org).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen ausdrücklich markieren.
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||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
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||||
- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
|
||||
- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
|
||||
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
- Kein Einzel-Rechtsgebiet-Tiefgang (dafür Spezial-Skills nutzen).
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+88
-35
@@ -1,49 +1,102 @@
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||||
name: gr-mitbewerberabmahnung-aktivlegitimation-spezial
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||||
description: "Spezialfall Aktivlegitimation Mitbewerber-Abmahnung nach UWG: konkretes Wettbewerbsverhaeltnis, Substituierbarkeit, BGH-Linie zu Online-Plattformen. Pruefraster fuer Abmahner und Abgemahnten."
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||||
description: "Aktivlegitimation bei Mitbewerberabmahnung: konkretes Wettbewerbsverhältnis § 2 Abs. 1 Nr. 4 UWG, Mitbewerberbegriff BGH, Verbands- und Kammerbefugnis § 8 Abs. 3 UWG, Missbrauchsprüfung § 8c UWG, negative Feststellungsklage als Gegenmaßnahme."
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# GR: Aktivlegitimation Mitbewerber
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# Aktivlegitimation bei Mitbewerberabmahnung
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## Aufgabe
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Spezialfall Aktivlegitimation Mitbewerber-Abmahnung nach UWG: konkretes Wettbewerbsverhaeltnis, Substituierbarkeit, BGH-Linie zu Online-Plattformen.
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Dieser Skill prüft die Aktivlegitimation bei UWG-Abmahnungen: konkretes Wettbewerbsverhältnis, Mitbewerberbegriff, Verbandsbefugnis und Missbrauchsprüfung.
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## Rechtsrahmen
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG | Aktivlegitimation Mitbewerber: konkretes Wettbewerbsverhältnis |
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| § 8 Abs. 3 Nr. 2 UWG | Qualifizierte Wirtschaftsverbände (Liste beim BfJ) |
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||||
| § 8 Abs. 3 Nr. 3 UWG | Qualifizierte Verbraucherverbände |
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||||
| § 8 Abs. 3 Nr. 4 UWG | IHK, HWK, Berufskammern |
|
||||
| § 8b UWG | Qualifizierte Einrichtungen (neue Liste ab 2022) |
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||||
| § 8c UWG | Rechtsmissbräuchliche Abmahnung: Ausschluss Kostenerstattung, Gegenanspruch |
|
||||
| § 2 Abs. 1 Nr. 4 UWG | Mitbewerberbegriff: Unternehmer, der mit dem Handelnden in einem konkreten Wettbewerbsverhältnis steht |
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||||
| § 11 UWG | Verjährung: 6 Monate ab Kenntnis |
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||||
## Prüfung: Konkretes Wettbewerbsverhältnis
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**BGH-Formel:** Ein konkretes Wettbewerbsverhältnis besteht, wenn beide Parteien gleichartige Waren oder Dienstleistungen innerhalb desselben Endverbraucherkreises absetzen, mit der Folge, dass das konkret beanstandete Wettbewerbsverhalten den anderen beeinträchtigen, das heißt im Absatz behindern oder stören kann.
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||||
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||||
**Prüfpunkte:**
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| Punkt | Frage | Beleg |
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|---|---|---|
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| Gleiche Branche? | Sind die angebotenen Waren / Dienstleistungen vergleichbar? | Handelsregister, Website, Produktbeschreibung |
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| Gleicher Markt / Kundenkreis? | Richten sich die Angebote an denselben Verbraucherkreis? | Standortanalyse, Zielgruppe |
|
||||
| Konkrete Beeinträchtigung? | Schadet die Handlung dem Absatz des Abmahnenden? | Marktanalyse, Umsatzvergleich |
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||||
| Kein bloßes Seitwärtsverhältnis | Ist das Wettbewerbsverhältnis direkt und nicht nur indirekt? | Argumentation |
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||||
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||||
**Häufige Fehler:**
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- Abmahner und Abgemahnter in verschiedenen Branchen ohne Überschneidung.
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- Abmahner ist Verband, aber nicht in der Liste beim BfJ eingetragen (§ 8b UWG).
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||||
- Abmahner nimmt Marktanteil kaum wahr, keine konkrete Beeinträchtigung nachweisbar.
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## Verbands- und Kammerbefugnis
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| Typ | Norm | Voraussetzung |
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|---|---|---|
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| Wirtschaftsverband | § 8 Abs. 3 Nr. 2 UWG | Satzungsgemäße Aufgabe, erhebliche Anzahl Mitglieder, repräsentativ |
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||||
| Verbraucherverband | § 8 Abs. 3 Nr. 3 UWG | Eintrag in Qualifizierte-Einrichtungen-Liste (BfJ) |
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||||
| IHK / HWK | § 8 Abs. 3 Nr. 4 UWG | Zuständigkeitsbereich betroffen |
|
||||
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||||
**Neue Anforderungen ab 2022 (§ 8b UWG):** Qualifizierte Wirtschaftsverbände müssen im Verzeichnis des Bundesamts für Justiz eingetragen sein. Prüfung: [bundesjustizamt.de](https://www.bundesjustizamt.de).
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||||
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||||
## Missbrauchsprüfung § 8c UWG
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||||
|
||||
**Indizien für Missbrauch (§ 8c Abs. 2 UWG):**
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1. Unverhältnis von Vertragsstrafe zu Verstoß und wirtschaftlicher Bedeutung.
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||||
2. Massenabmahnungen ohne individuelle Prüfung.
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||||
3. Mehrheitlich auf Kostenerstattung ausgerichtetes Abmahnverhalten.
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||||
4. Abmahner hat kein eigenes Interesse an der Unterlassung.
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||||
5. Keine eigene aktive Geschäftstätigkeit im betroffenen Bereich.
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||||
**Rechtsfolge Missbrauch:**
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||||
- Kein Anspruch auf Kostenerstattung (§ 8c Abs. 3 Nr. 1 UWG).
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||||
- Gegenanspruch auf Erstattung der Abwehrkosten (§ 8c Abs. 3 Nr. 2 UWG).
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- Unwirksamkeit der Abmahnung (prozessual).
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## Reaktionsoptionen bei zweifelhafter Aktivlegitimation
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| Situation | Maßnahme |
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|---|---|
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| Kein konkretes Wettbewerbsverhältnis erkennbar | Zurückweisung der Abmahnung + negative Feststellungsklage erwägen |
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| Verband nicht in BfJ-Liste | Rüge der fehlenden Legitimation; keine UE unterzeichnen |
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| Missbrauch § 8c UWG | Schutzschrift + Klage auf Erstattung der Abwehrkosten |
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| Mitbewerber eindeutig legitim | UWG-Sachprüfung, nicht Aktivlegitimation als Verteidigung |
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## Negative Feststellungsklage
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**Zweck:** Sicherung der Gerichtsstandswahl des Abgemahnten; verhindert, dass der Abmahnende das günstigste Forum selbst wählt.
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**Wann sinnvoll:** Abgemahnte hat starke Gründe, die Aktivlegitimation zu bestreiten; möchte am eigenen Gerichtsstand klagen.
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**Risiko:** Kostentragung bei Verlust. Kläger trägt das Feststellungsinteresse (§ 256 ZPO) vor.
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## Kaltstart
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Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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||||
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
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3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
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||||
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
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5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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## Pruefraster
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Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
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1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
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2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, Rechtsprechung BGH/BVerfG/EuGH, Literatur.
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3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
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4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
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1. Wer mahnt ab (Mitbewerber, Verband, IHK)?
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2. Besteht ein konkretes Wettbewerbsverhältnis – in welcher Branche, welchem Markt?
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3. Gibt es Hinweise auf missbräuchliche Abmahntätigkeit (§ 8c UWG)?
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4. Soll die Aktivlegitimation angegriffen oder akzeptiert und der Sachverhalt geprüft werden?
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5. Output: Aktivlegitimations-Memo, Reaktionsempfehlung, Abwehrschreiben?
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## Plugin-Kontext
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||||
Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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## Output-Module
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- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
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- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
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||||
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
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- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
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Anschluss-Skills: `gr-abmahnung-workflow`, `spezial-gewerblichen-tatbestand-beweis-und-belege`, `faevvollzug-neu-005-gegnerische-schutzschrift-auswerten`.
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## Quellenregel
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link (`dejure.org`, `openjur.de`, `bundesgerichtshof.de`, `bundesverfassungsgericht.de`, `curia.europa.eu`).
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||||
- Keine Zitate aus `anwalt24.de`. Keine `BeckRS` als alleinige Fundstelle bei tragenden Aussagen.
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||||
- Aufsaetze mit Verfasser, Zeitschrift, Jahr, Heft (falls relevant) und Seite.
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||||
- Kommentare mit Bearbeiter und Randnummer.
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||||
- Annahmen explizit als solche kennzeichnen, keine Erfindungen.
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- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [openjur.de](https://openjur.de), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
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||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
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||||
- BfJ-Liste: [bundesjustizamt.de](https://www.bundesjustizamt.de).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
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||||
- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
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- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
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||||
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
- Keine Bewertung ohne Kenntnis der konkreten Markt- und Geschäftslage.
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@@ -1,49 +1,110 @@
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name: gr-portfolio-pflege-workflow
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description: "Workflow IP-Portfolio-Pflege fuer Mandanten: jaehrlicher Bestandscheck, Verlaengerungsfristen, Loeschungspflicht ungebrauchter Marken, Defensivanmeldungen, internationaler Schutz. Mustertext fuer Jahresbericht."
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||||
description: "Schutzrechtsportfolio-Pflege: Jahresgebühren-Fristenplan, Verlängerungsfristen Marke/Patent/Design/Gebrauchsmuster, Löschungsrisiken, DPMA-Statusabfrage, Portfolioaudit, Kostenoptimierung und strategische Aufgabe von Schutzrechten."
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# GR: Portfolio-Pflege
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# Schutzrechtsportfolio-Pflege
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## Aufgabe
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Workflow IP-Portfolio-Pflege fuer Mandanten: jaehrlicher Bestandscheck, Verlaengerungsfristen, Loeschungspflicht ungebrauchter Marken, Defensivanmeldungen, internationaler Schutz.
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Dieser Skill steuert die systematische Pflege eines Schutzrechtsportfolios: Fristen, Gebühren, Verlängerungen, Statusabfragen und strategische Entscheidungen über Beibehaltung oder Aufgabe von Schutzrechten.
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## Fristenübersicht nach Schutzrechtstyp
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### Markenrecht
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| Schutzrecht | Schutzfrist | Verlängerungsfrist | Gebühr |
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|---|---|---|---|
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| Deutsche Marke (DPMA) | 10 Jahre ab Anmeldetag | Vor Ablauf (6 Monate Nachfrist + Zuschlag) | [dpma.de/dpma/gebuehren](https://www.dpma.de/dpma/gebuehren/index.html) |
|
||||
| Unionsmarke (EUIPO) | 10 Jahre ab Anmeldetag | Vor Ablauf (6 Monate Nachfrist) | [euipo.europa.eu/fees](https://euipo.europa.eu/ohimportal/en/fees-and-payments) |
|
||||
| IR-Marke (WIPO) | 10 Jahre ab Registrierung | Verlängerung bei WIPO (zentral) | [wipo.int/madrid/fees](https://www.wipo.int/madrid/en/fees/) |
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||||
**Benutzungspflicht:** Deutsche Marke: ernsthafte Benutzung innerhalb von 5 Jahren nach Eintragung (§ 26 MarkenG); Nichtbenutzung = Verfallsrisiko (§ 49 MarkenG).
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### Patentrecht
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| Schutzrecht | Laufzeit | Jahresgebühren | Fristbeginn |
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|---|---|---|---|
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| Deutsches Patent | Max. 20 Jahre ab Anmeldetag | Ab 3. Jahr (PatG § 17) | Anmeldetag |
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| EP-Patent (EPÜ) | Max. 20 Jahre | Nationaler Jahresbeitrag je Validierungsland | Anmeldetag |
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||||
| Einheitspatent (UPC) | Max. 20 Jahre | Einheitliche Jahresgebühr beim EPA | Erteilungstag |
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||||
| Gebrauchsmuster (DE) | 3 Jahre, verlängerbar bis 10 Jahre | Verlängerungsgebühr je Periode | Anmeldetag |
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### Designrecht
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| Schutzrecht | Laufzeit | Verlängerung |
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|---|---|---|
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| Deutsches Design (DPMA) | 5 Jahre, bis 25 Jahre verlängerbar | Verlängerungsgebühr vor Ablauf (§ 27 DesignG) |
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| Eingetragenes GGM (EUIPO) | 5 Jahre, bis 25 Jahre verlängerbar | Verlängerungsgebühr bei EUIPO |
|
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| Nicht eingetragenes GGM | 3 Jahre ab Offenbarung, nicht verlängerbar | – |
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## Portfolioaudit-Matrix
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| Schutzrecht | Status (aktiv/abgelaufen) | Nächste Frist | Priorität | Strategie |
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|---|---|---|---|---|
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| Marke [Name] DPMA | | | | Verlängern / Aufgeben |
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||||
| Patent [Nr.] EPA | | | | Jahresgebühr zahlen / Fallenlassen |
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||||
| Design [Nr.] EUIPO | | | | Verlängern / Aufgeben |
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| Gebrauchsmuster [Nr.] | | | | Verlängern / Ablaufen lassen |
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## Strategische Entscheidungen im Portfolio
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||||
**Beibehaltung sinnvoll wenn:**
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- Aktive Benutzung des Schutzrechts (Marke) oder laufende Entwicklung / Produktion.
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- Wettbewerber in der Branche präsent; Schutzrecht als Abwehrmittel wertvoll.
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||||
- Lizenzeinnahmen oder Lizenzierungspotenzial.
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||||
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**Aufgabe / Nichtfortsetzung sinnvoll wenn:**
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||||
- Kein wirtschaftliches Interesse mehr.
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- Kerngeschäft hat sich verschoben.
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||||
- Jährliche Gebühren übersteigen wirtschaftlichen Nutzen.
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||||
- Schutzrecht hat Nichtigkeitsrisiko (unklare Schutzfähigkeit).
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||||
**Teilweise Aufgabe:**
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- Einschränkung des Waren-/Dienstleistungsverzeichnisses (Beschränkungsantrag DPMA/EUIPO).
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||||
- Rückgabe einzelner Patentansprüche.
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- Nationale Phase eines PCT-Patents nur in Schlüsselmärkten weiterverfolgen.
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## Fristen-Checkliste (laufend)
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| Schutzrecht | Ablaufdatum | Verlängerungsfrist | Gebühr gezahlt? | Zuständig |
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|---|---|---|---|---|
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| | | | ☐ | |
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||||
| | | | ☐ | |
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## DPMA-Statusabfrage
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- Markenregister: [dpma.de/marken/markenrecherche](https://www.dpma.de/marken/markenrecherche/)
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- Patentregister: [dpma.de/patente/patentsuche](https://www.dpma.de/patente/patentsuche/)
|
||||
- Designregister: [dpma.de/designs/designrecherche](https://www.dpma.de/designs/designrecherche/)
|
||||
- Unionsmarken: [euipo.europa.eu/eSearch](https://euipo.europa.eu/eSearch/)
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||||
- EP-Patente: [epo.org/en/searching-for-patents/technical/espacenet](https://www.epo.org/en/searching-for-patents/technical/espacenet)
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## Kostenoptimierung
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| Maßnahme | Einsparpotenzial |
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|---|---|
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| Gebührenreduktion durch Bündelung (Verlängerung mehrerer Schutzrechte gleichzeitig) | Gering |
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| Aufgabe nicht mehr genutzter Schutzrechte | Mittel–Hoch |
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||||
| Nationalphasen-Selektion bei PCT-Patenten | Hoch |
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||||
| Gebrauchsmuster statt Patent (kürzer, billiger) bei kurzlebigen Produkten | Mittel |
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||||
| Portfolioverkauf / Lizenzierung statt Pflege | Fallabhängig |
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## Kaltstart
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||||
Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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||||
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||||
1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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||||
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
|
||||
3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
|
||||
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
|
||||
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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||||
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||||
## Pruefraster
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||||
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||||
Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
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1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
|
||||
2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, Rechtsprechung BGH/BVerfG/EuGH, Literatur.
|
||||
3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
|
||||
4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
|
||||
1. Welche Schutzrechte sollen geprüft werden (Typ, Nummer, Inhaber)?
|
||||
2. Sind Verlängerungsfristen bekannt oder sollen sie recherchiert werden?
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||||
3. Besteht ein konkreter Anlass (drohender Verfall, Budgetentscheidung)?
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||||
4. Soll eine Priorisierungsmatrix oder ein Fristenplan erstellt werden?
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||||
5. Output: Portfolioaudit-Tabelle, Fristenplan, Kostenschätzung, Strategiememo?
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||||
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||||
## Plugin-Kontext
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||||
Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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||||
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||||
## Output-Module
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||||
- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
|
||||
- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
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||||
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
|
||||
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
|
||||
Anschluss-Skills: `spezial-markenanmeldung-compliance-dokumentation-und-akte`, `spezial-rechtsschutz-fristen-form-und-zustaendigkeit`, `workflow-fristen-und-risikoampel`.
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||||
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||||
## Quellenregel
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link (`dejure.org`, `openjur.de`, `bundesgerichtshof.de`, `bundesverfassungsgericht.de`, `curia.europa.eu`).
|
||||
- Keine Zitate aus `anwalt24.de`. Keine `BeckRS` als alleinige Fundstelle bei tragenden Aussagen.
|
||||
- Aufsaetze mit Verfasser, Zeitschrift, Jahr, Heft (falls relevant) und Seite.
|
||||
- Kommentare mit Bearbeiter und Randnummer.
|
||||
- Annahmen explizit als solche kennzeichnen, keine Erfindungen.
|
||||
- DPMA: [dpma.de](https://www.dpma.de); EUIPO: [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu); EPA: [epo.org](https://www.epo.org).
|
||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de) (MarkenG, PatG, DesignG, GebrMG).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
|
||||
- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
|
||||
- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
|
||||
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
|
||||
- Keine vollständige Fristenberechnung ohne Kenntnis aller konkreten Anmeldedaten.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung und laufende Fristenüberwachung.
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+90
-35
@@ -1,49 +1,104 @@
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||||
name: gr-uebersetzung-marke-osterreich-schweiz-spezial
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||||
description: "Spezialfall identische Marke in DACH-Raum: nationale Marken in DE / AT / CH oder Unionsmarke plus Schweiz, Madrider Markenabkommen. Pruefraster fuer Konfliktloesung und Koexistenzvereinbarung."
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||||
description: "Markenrecht in Österreich und der Schweiz: Österreichisches Markengesetz (MSchG), Österreichisches Patentamt (ÖPA), Schweizer Markenschutzgesetz (MSchG CH), IGE/IPI Bern, IR-Marke als Erweiterungsweg, EUIPO-Ausschluss Schweiz, Besonderheiten und Fallstricke."
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# GR: Marke DACH-Konflikt
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# Markenrecht in Österreich und der Schweiz
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## Aufgabe
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Spezialfall identische Marke in DACH-Raum: nationale Marken in DE / AT / CH oder Unionsmarke plus Schweiz, Madrider Markenabkommen.
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Dieser Skill behandelt die Besonderheiten des Markenrechts in Österreich und der Schweiz: nationale Verfahren, Anmeldewege, Unterschiede zum deutschen/EU-Recht und Fallstricke für deutschsprachige Mandate.
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## Österreich – Markenrecht
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### Rechtsrahmen
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||||
| Rechtsquelle | Inhalt |
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|---|---|
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| MSchG (AT) – Markenschutzgesetz | Nationales österreichisches Markenrecht |
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||||
| ÖPA – Österreichisches Patentamt | Anmelde- und Verwaltungsbehörde; [patentamt.at](https://www.patentamt.at) |
|
||||
| UMV (VO 2017/1001) | EU-Recht direkt anwendbar in Österreich (EU-Mitglied) |
|
||||
| WTO/TRIPs | Mindeststandards |
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### Wesentliche Unterschiede zu Deutschland
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| Punkt | Österreich | Deutschland |
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|---|---|---|
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||||
| Anmeldebehörde | ÖPA (Österreichisches Patentamt) | DPMA |
|
||||
| Widerspruchsfrist | 3 Monate ab Eintragung | 3 Monate ab Bekanntmachung |
|
||||
| Markeneintragungsregister | [basismarke.at](https://www.basismarke.at) (ÖPA-Datenbank) | [dpma.de](https://www.dpma.de) |
|
||||
| Einheitliche EU-Marke | Ja (EUIPO zuständig) | Ja (EUIPO zuständig) |
|
||||
| Benutzungspflicht | 5 Jahre (wie DE) | 5 Jahre § 26 MarkenG |
|
||||
| Ältere Firmenbezeichnung | § 9 UWG (AT): Namensverletzung als Gegenrecht | § 5, 15 MarkenG |
|
||||
|
||||
### IR-Marke als Erweiterungsweg für Österreich
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||||
|
||||
Da Österreich EU-Mitglied ist, deckt eine Unionsmarke (EUIPO) auch Österreich ab. Für rein nationale österreichische Marke: direkte Anmeldung beim ÖPA oder IR-Marke mit Benennung „AT".
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## Schweiz – Markenrecht
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||||
### Rechtsrahmen
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||||
| Rechtsquelle | Inhalt |
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|---|---|
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||||
| MSchG (CH) – Markenschutzgesetz | Nationales Schweizer Markenrecht |
|
||||
| IGE / IPI | Institut für Geistiges Eigentum Bern; [ige.ch](https://www.ige.ch) |
|
||||
| UWG (CH) | Schweizer UWG; anders als deutsches UWG strukturiert |
|
||||
| Lugano-Übereinkommen | Gerichtszuständigkeit Schweiz–EU |
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||||
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### Schweiz: KEIN EU-Mitglied – wichtige Konsequenzen
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||||
|
||||
| Punkt | Schweiz | Deutschland / EU |
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|---|---|---|
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||||
| Unionsmarke (EUIPO) | **Nicht** gültig in der Schweiz | Gültig in allen EU-Mitgliedstaaten |
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||||
| Schutz in der Schweiz | Nur über CH-Nationalmarke (IGE) oder IR-Marke mit Benennung „CH" | – |
|
||||
| Gerichtsbarkeit | Schweizer Bundesgericht; kein EuGH | EuGH, BGH |
|
||||
| Verfahrenssprache | Deutsch, Französisch, Italienisch je nach Kanton | Deutsch |
|
||||
| Benutzungspflicht | 5 Jahre ab Eintragung (Art. 12 MSchG CH) | 5 Jahre § 26 MarkenG |
|
||||
|
||||
### IR-Marke (Madrider System) für Schweiz
|
||||
|
||||
Die effizienteste Möglichkeit, Markenschutz in der Schweiz zu erlangen, ist die IR-Marke über WIPO mit Benennung „CH":
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||||
- Basismarke: DE, EU oder andere.
|
||||
- Einreichung beim DPMA (als receiving office) oder direkt bei WIPO.
|
||||
- Schutzbeurteilung durch IGE/IPI (provisorische Zurückweisung möglich).
|
||||
- Kosten: [wipo.int/madrid/en/fees](https://www.wipo.int/madrid/en/fees/).
|
||||
|
||||
## Fallstricke bei DACH-Mandaten
|
||||
|
||||
| Fallstrick | Erläuterung |
|
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|---|---|
|
||||
| EU-Marke schützt nicht die Schweiz | Häufiger Irrtum bei Mandanten; separaten CH-Schutz erwirken |
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||||
| Österreichische ältere Marke als Basismarke der IR-Marke | Möglichkeit, aber ÖPA-Verfahren beachten |
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||||
| Abmahnung in der Schweiz auf Basis dt. UWG | Nicht möglich; Schweizer UWG (ch) und ggf. MSchG CH anwenden |
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||||
| Gerichtsstand bei grenzüberschreitendem Online-Verstoß | Lugano-Übereinkommen (CH) vs. EuGVVO (AT/DE) |
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||||
| Benutzungsnachweise separat je Land | IR-Marke: Benutzungsnachweis je Designierungsland separat |
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## Registerabfragen
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| Register | Link |
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|---|---|
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| ÖPA Markenregister | [basismarke.at](https://www.basismarke.at) |
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||||
| IGE/IPI Schweiz | [ige.ch/de/marken/markensuche](https://www.ige.ch/de/marken/markensuche.html) |
|
||||
| WIPO Madrid Monitor | [branddb.wipo.int](https://branddb.wipo.int) |
|
||||
| EUIPO (keine Wirkung CH) | [euipo.europa.eu/eSearch](https://euipo.europa.eu/eSearch/) |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
|
||||
|
||||
1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
|
||||
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
|
||||
3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
|
||||
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
|
||||
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
|
||||
|
||||
## Pruefraster
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||||
|
||||
Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
|
||||
|
||||
1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
|
||||
2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, Rechtsprechung BGH/BVerfG/EuGH, Literatur.
|
||||
3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
|
||||
4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
|
||||
1. In welchem Land soll Markenschutz erlangt oder durchgesetzt werden (AT / CH / DACH)?
|
||||
2. Besteht bereits ein Schutzrecht (DPMA, EUIPO, IR-Marke)?
|
||||
3. Soll eine Verletzung abgemahnt oder ein neues Schutzrecht angemeldet werden?
|
||||
4. Liegt ein grenzüberschreitender Online-Sachverhalt vor?
|
||||
5. Output: Anmeldeweg-Memo, Abmahn-Entwurf AT/CH, Registerrecherche, Strategievergleich?
|
||||
|
||||
## Plugin-Kontext
|
||||
Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
|
||||
|
||||
## Output-Module
|
||||
- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
|
||||
- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
|
||||
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
|
||||
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
|
||||
Anschluss-Skills: `spezial-euipo-internationaler-bezug-und-schnittstellen`, `gr-portfolio-pflege-workflow`, `faevvollzug-neu-007-grenzueberschreitende-ip-eilverfuegung`.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link (`dejure.org`, `openjur.de`, `bundesgerichtshof.de`, `bundesverfassungsgericht.de`, `curia.europa.eu`).
|
||||
- Keine Zitate aus `anwalt24.de`. Keine `BeckRS` als alleinige Fundstelle bei tragenden Aussagen.
|
||||
- Aufsaetze mit Verfasser, Zeitschrift, Jahr, Heft (falls relevant) und Seite.
|
||||
- Kommentare mit Bearbeiter und Randnummer.
|
||||
- Annahmen explizit als solche kennzeichnen, keine Erfindungen.
|
||||
- ÖPA: [patentamt.at](https://www.patentamt.at); IGE: [ige.ch](https://www.ige.ch); WIPO: [wipo.int](https://www.wipo.int).
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||||
- Normen: AT MSchG (ris.bka.gv.at); CH MSchG (fedlex.admin.ch).
|
||||
- Rechtsprechung: OGH Wien (AT); Bundesgericht (CH); [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu) (EU-Recht).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
|
||||
- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
|
||||
- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
|
||||
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
|
||||
- Keine vollständige Rechtsberatung nach österreichischem oder schweizerischem Recht ohne Kooperation mit Lokalkanzlei.
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||||
- Kein Ersatz für Anwaltsmandat in AT oder CH.
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||||
+87
-43
@@ -1,63 +1,107 @@
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||||
name: influencer-marketing-uwg-spezial
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description: "Influencer-Marketing UWG-Spezial: Trennungsgebot Werbung und redaktioneller Inhalt, Kennzeichnungspflicht (Werbung, Anzeige), BGH-Cathy-Hummels-Linie 2021, kein Influencer-Privileg fuer eigene Produkte. Pruefraster und Abwehrlinie gegen Verbandsklagen."
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||||
description: "Influencer-Marketing und UWG: Kennzeichnungspflicht Werbung § 5a UWG, § 6 TMG, MStV, BGH 'Influencer'-Entscheidungen, organische vs. bezahlte Posts, Schleichwerbung, Abmahnpraxis, Plattformregeln Instagram/TikTok/YouTube, DS-GVO-Schnittstellen."
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# Influencer-Marketing UWG
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# Influencer-Marketing und UWG
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## Aufgabe
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Influencer-Marketing UWG-Spezial: Trennungsgebot Werbung und redaktioneller Inhalt, Kennzeichnungspflicht (Werbung, Anzeige), BGH-Cathy-Hummels-Linie 2021, kein Influencer-Privileg fuer eigene Produkte.
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Dieser Skill behandelt die lauterkeitsrechtlichen Anforderungen an Influencer-Marketing: Kennzeichnungspflicht, Schleichwerbungsverbot, Abmahnpraxis und aktuelle BGH-Rechtsprechung.
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## Rechtsrahmen
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## Fachlicher Arbeitskern
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 5a Abs. 1 UWG | Irreführung durch Unterlassen: Vorenthaltung wesentlicher Information |
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| § 5a Abs. 4 UWG (a.F.) / § 5b UWG (n.F.) | Kennzeichnungspflicht kommerzieller Kommunikation |
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| § 6 Abs. 1 Nr. 1 TMG | Erkennbarkeit kommerzieller Kommunikation |
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| § 22 MStV (Medienstaatsvertrag) | Werbung in Telemedien: Kennzeichnungsgebot |
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| §§ 3, 7 RStV (alt) | Weitgehend durch MStV ersetzt |
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| Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG Nr. 11 | Redaktionell getarnte Werbung: per se unlauter |
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| AVMD-RL (RL 2018/1808) | EU-Richtlinie audiovisuelle Mediendienste: Product Placement, Werbung |
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||||
Dieser Skill ist kein allgemeiner Chat-Modus, sondern ein Arbeitswerkzeug fuer `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` zum Thema `influencer-marketing-uwg-spezial`. Ausgangspunkt ist immer die konkrete Aufgabe aus der Beschreibung: Influencer-Marketing UWG-Spezial: Trennungsgebot Werbung und redaktioneller Inhalt, Kennzeichnungspflicht (Werbung, Anzeige), BGH-Cathy-Hummels-Linie 2021, kein Influencer-Privileg fuer eigene Produkte. Pruefraster und Abwehrlinie gegen Verbandsklagen..
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## BGH-Leitentscheidungen zum Influencer-Marketing
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Arbeite deshalb fallnah:
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| Entscheidung | Az. / Datum | Kernaussage |
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|---|---|---|
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| BGH „Influencer I" | I ZR 90/20, 9.9.2021 | Kein kommerzieller Zweck, wenn kein Entgelt und keine geldwerten Vorteile; organische Posts ohne Gegenleistung = keine Kennzeichnungspflicht |
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| BGH „Influencer II" | I ZR 125/20, 9.9.2021 | Verlinkung auf Unternehmenswebsite durch Influencer für eigene Zwecke: kein Werbezweck |
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| BGH „Influencer III" | I ZR 126/20, 9.9.2021 | Entsprechendes zu Tap-Tags; Kennzeichnung erforderlich wenn kommerzielle Zwecke nicht klar erkennbar |
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1. **Falltyp erkennen:** Einordnung, ob es um Erstberatung, Anspruchs-/Pflichtenpruefung, Vertrags-/Bescheid-/Schriftsatzarbeit, Strategie oder Fristenrettung geht.
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2. **Entscheidungspunkte bilden:** Welche zwei bis fuenf Weichen entscheiden den Fall wirklich?
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||||
3. **Belege anfordern:** Nur die Unterlagen nachfordern, die fuer diese Weichen gebraucht werden; keine Frageboegen um ihrer selbst willen.
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4. **Spezialwissen anwenden:** Die im Skill genannten Normen, Behoerden, Verfahrensarten, Branchenlogiken oder typischen Streitpunkte sichtbar abarbeiten.
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5. **Nutzbaren Output liefern:** Am Ende steht ein Memo, eine Matrix, ein Textbaustein, ein Schriftsatzgeruest, ein Mandantenbrief oder eine klare Naechste-Schritte-Liste.
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*Alle Entscheidungen live verifizieren: [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de) und [dejure.org](https://dejure.org).*
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Wenn ein anderer Skill desselben Plugins genauer passt, schlage ihn aktiv vor und erklaere in einem Satz, warum der Wechsel die Arbeit beschleunigt.
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## Kennzeichnungspflicht: Wann und wie?
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### Wann Kennzeichnung erforderlich?
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| Konstellation | Kennzeichnung nötig? |
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|---|---|
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| Entgeltlicher Post (Bargeld, Sachleistung, Rabatt) | **Ja, immer** |
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| Kostenlose Zustellung von Produkten zur Besprechung | **Ja**, wenn Bezug zur Werbung |
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| Organischer Post ohne jede Gegenleistung | Nein (BGH „Influencer I") |
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| Verlinkung auf eigenes Unternehmen / eigene Marke | Nein, wenn eigenwirtschaftlicher Zweck klar |
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| Affiliate-Links mit Provision | **Ja** |
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| Product Placement in Video | **Ja**, gesonderte Kennzeichnung MStV |
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### Wie kennzeichnen?
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| Plattform | Empfohlene Kennzeichnung |
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|---|---|
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| Instagram (Post / Reel) | „Werbung" oder „Anzeige" am Anfang; bezahlte Partnerschaft-Tool |
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| TikTok | „#Werbung" oder „#Anzeige" deutlich sichtbar |
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| YouTube | „Anzeige" zu Beginn des Videos + Beschreibungsbox |
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| Blog / Website | „Werbung" oder „Sponsored Post" deutlich über dem Inhalt |
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**Anforderungen BGH:** Kennzeichnung muss **unverzüglich** erkennbar sein, also vor dem eigentlichen Inhalt oder direkt darunter; nicht erst am Ende oder in Kleindruck.
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## Abmahnpraxis
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**Typische Abmahner:**
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- Mitbewerber des werbenden Unternehmens (§ 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG).
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- Verbraucherverbände (§ 8 Abs. 3 Nr. 3 UWG), z.B. vzbv.
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- Marktüberwachungsbehörden (LFÄ, Landesmedienanstalten).
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**Häufige Streitwerte:** 5.000–30.000 € je nach Reichweite des Influencers und wirtschaftlicher Bedeutung.
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**Prüfpunkte bei eingehender Abmahnung:**
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1. Liegt überhaupt eine kommerzielle Kommunikation vor?
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2. War die Kennzeichnung objektiv erkennbar?
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3. Ist der Abmahner aktivlegitimiert (§ 8 Abs. 3 UWG)?
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4. Liegt Missbrauch § 8c UWG vor?
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## Verantwortlichkeit: Influencer und Unternehmen
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| Partei | Haftung |
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|---|---|
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| Influencer | Unmittelbar als Handelnder (§ 2 Abs. 1 Nr. 2 UWG) |
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| Auftraggeber / Marke | Störer oder Mittäter (§ 830 BGB analog); Auftrag umfasst Werbung |
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| Plattform | Keine Haftung für Inhalte Dritter (§ 10 TMG / Art. 6 DSA); außer Kenntnis und Untätigkeit |
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## Vertragsgestaltung Influencer-Vertrag (Mindestklauseln)
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- Kennzeichnungspflicht ausdrücklich verankern.
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- Haftungsfreistellung bei Verstößen gegen Kennzeichnungspflicht.
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- Freigabeprozess für Posts und Inhalte.
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- Lizenzrechte an Content (§§ 31 ff. UrhG) klären.
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- DS-GVO-Konformität des Datensatzes von Followern.
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## Kaltstart
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Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
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3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
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4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
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5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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## Pruefraster
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Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
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1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
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2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, zustaendige Stellen, Verfahrensart, Darlegungs-/Beweislast und nur verifizierte Rechtsprechung.
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||||
3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
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||||
4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
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1. Wer ist Mandant: Influencer, Marke / Auftraggeber oder Wettbewerber / Verband?
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2. Welche Posts oder Inhalte sind konkret betroffen?
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3. Liegt eine Abmahnung vor oder soll eine ausgesprochen werden?
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4. Besteht ein Influencer-Vertrag?
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5. Output: Kennzeichnungs-Audit, Abmahnungs-Entwurf, Vertragsprüfung, Reaktionsmemo?
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## Plugin-Kontext
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||||
Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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## Output-Module
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- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
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- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
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||||
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
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||||
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
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||||
Anschluss-Skills: `gr-mitbewerberabmahnung-aktivlegitimation-spezial`, `uwg-systematik-und-anwendung`, `gr-abmahnung-workflow`.
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## Quellenregel
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link ausgeben; bei Unsicherheit erst verifizieren oder als zu pruefen markieren.
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||||
- Keine Paywall-, Kommentar-, Aufsatz- oder Datenbankfundstelle als tragende Aussage verwenden, wenn sie nicht durch Nutzerquelle oder dokumentierten Live-Zugriff verifiziert ist.
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||||
- Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder BeckRS-/juris-Blindzitate aus Modellwissen. Literatur nur verwenden, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff im konkreten Arbeitskontext dokumentiert ist.
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||||
- Annahmen explizit als solche kennzeichnen; keine erfundenen Fundstellen, keine erfundenen Tatsachen, keine erfundenen Behoerdenpraxis-Saetze.
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||||
- BGH-Entscheidungen: [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de), [dejure.org](https://dejure.org).
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||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de) (UWG, TMG, MStV).
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- AVMD-RL: [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
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- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
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- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
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- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
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- Keine plattformspezifische Technikberatung (Algorithmus, Reichweite).
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+78
-43
@@ -1,63 +1,98 @@
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name: ki-trainingsdaten-und-urheberrecht-spezial
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||||
description: "Spezialfall KI-Trainingsdaten und Urheberrecht: § 44b UrhG Text- and Data-Mining-Schranke, Vorbehalt durch Rechteinhaber maschinenlesbar, EU-KI-VO Art. 53 Trainingsdaten-Zusammenfassung, GEMA und Wort-Forderungen gegen LLM-Anbieter. Pruefraster und Mustertexte."
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||||
description: "KI-Trainingsdaten und Urheberrecht: Text and Data Mining (TDM) §§ 44a, 44b UrhG, Opt-out-Vorbehalt, KI-generierte Werke und Schutzfähigkeit, EU AI Act, Haftung für KI-Output, Datenbankschutz § 87a UrhG, aktuelle EuGH-/BGH-Leitlinien."
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# KI-Trainingsdaten und UrhG
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# KI-Trainingsdaten und Urheberrecht
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## Aufgabe
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Spezialfall KI-Trainingsdaten und Urheberrecht: § 44b UrhG Text- and Data-Mining-Schranke, Vorbehalt durch Rechteinhaber maschinenlesbar, EU-KI-VO Art.
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Dieser Skill behandelt die urheberrechtlichen Fragen rund um KI-Trainingsdaten, Text and Data Mining (TDM), Schutzfähigkeit KI-generierter Inhalte und Haftungsfragen nach dem EU AI Act.
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## Rechtsrahmen
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## Fachlicher Arbeitskern
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 44a UrhG | Vorübergehende Vervielfältigungshandlungen (Caching, Pufferung) |
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| § 44b UrhG | Text und Data Mining (TDM): Privilegierung + Opt-out |
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| § 60d UrhG | TDM für wissenschaftliche Forschung |
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| § 87a UrhG | Datenbankherstellerrecht: schutzwürdige Investition |
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| § 87b UrhG | Ausschließliches Recht des Datenbankerstellers |
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||||
| § 97 UrhG | Unterlassung und Schadensersatz bei UrhR-Verletzung |
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| DSM-RL (RL 2019/790) | Richtlinie Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt; TDM Art. 3–4 |
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| EU AI Act (VO 2024/1689) | Risikobasierter Rahmen für KI-Systeme |
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Dieser Skill ist kein allgemeiner Chat-Modus, sondern ein Arbeitswerkzeug fuer `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` zum Thema `ki-trainingsdaten-und-urheberrecht-spezial`. Ausgangspunkt ist immer die konkrete Aufgabe aus der Beschreibung: Spezialfall KI-Trainingsdaten und Urheberrecht: § 44b UrhG Text- and Data-Mining-Schranke, Vorbehalt durch Rechteinhaber maschinenlesbar, EU-KI-VO Art. 53 Trainingsdaten-Zusammenfassung, GEMA und Wort-Forderungen gegen LLM-Anbieter. Pruefraster und Mustertexte..
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## Text and Data Mining (TDM) – § 44b UrhG
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Arbeite deshalb fallnah:
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### Privilegierung (§ 44b Abs. 1 UrhG)
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- Vervielfältigung zum Zweck des TDM ist erlaubt, wenn rechtmäßiger Zugang zu den Werken besteht.
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- Gilt für **alle** Nutzer (kommerziell und nichtkommerziell).
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1. **Falltyp erkennen:** Einordnung, ob es um Erstberatung, Anspruchs-/Pflichtenpruefung, Vertrags-/Bescheid-/Schriftsatzarbeit, Strategie oder Fristenrettung geht.
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2. **Entscheidungspunkte bilden:** Welche zwei bis fuenf Weichen entscheiden den Fall wirklich?
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3. **Belege anfordern:** Nur die Unterlagen nachfordern, die fuer diese Weichen gebraucht werden; keine Frageboegen um ihrer selbst willen.
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4. **Spezialwissen anwenden:** Die im Skill genannten Normen, Behoerden, Verfahrensarten, Branchenlogiken oder typischen Streitpunkte sichtbar abarbeiten.
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5. **Nutzbaren Output liefern:** Am Ende steht ein Memo, eine Matrix, ein Textbaustein, ein Schriftsatzgeruest, ein Mandantenbrief oder eine klare Naechste-Schritte-Liste.
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### Opt-out-Vorbehalt (§ 44b Abs. 3 UrhG)
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- Rechteinhaber können TDM durch **maschinenlesbare Erklärung** vorbehalten (z.B. `robots.txt`, Metadaten, AGB-Klausel).
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||||
- **Wenn Vorbehalt klar und maschinenlesbar kommuniziert:** TDM ohne Erlaubnis unzulässig.
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||||
- **Praxishinweis:** Zeitpunkt des Vorbehalts entscheidend; nachträglicher Vorbehalt gilt nur für zukünftige Zugriffe.
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||||
Wenn ein anderer Skill desselben Plugins genauer passt, schlage ihn aktiv vor und erklaere in einem Satz, warum der Wechsel die Arbeit beschleunigt.
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### Wissenschaftliches TDM (§ 60d UrhG)
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- Privilegierung für Forschungseinrichtungen.
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- Kopien nach Abschluss der Forschung zu löschen oder Zugang einzuschränken.
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## KI-generierte Werke: Schutzfähigkeit
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### Urheberrechtlicher Schutz setzt menschliche Schöpfung voraus
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| Konstellation | Schutzfähigkeit |
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|---|---|
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| Mensch nutzt KI als Werkzeug (gestalterische Entscheidungen beim Menschen) | Urheberrechtlich schutzfähig (§ 2 UrhG), sofern Schöpfungshöhe erreicht |
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| Vollständig autonom KI-generierter Output ohne menschliches Zutun | **Keine** urheberrechtliche Schutzfähigkeit nach aktuellem dt. Recht (§ 7 UrhG: Urheber = natürliche Person) |
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||||
| KI-Output mit erheblichem menschlichem Kreativbeitrag | Schutzfähig, soweit menschlicher Anteil überwiegt |
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||||
**EuGH-Linie (Painer, Cofemel, Brompton):** Schutzfähigkeit bei persönlichem geistigen Schöpfungsakt; keine rein technischen Routinen. Auf KI-generierten Output übertragbar: Ohne menschliche Kreativität kein Schutz.
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## Haftung für KI-Output
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| Szenario | Haftungsgrundlage |
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|---|---|
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| KI generiert rechtsverletzenden Text / Bild | Anbieter: ggf. § 97 UrhG wenn Werk genutzt wurde; Nutzer: Mitverantwortung |
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| Trainingsdaten enthalten geschütztes Material | Anbieter: Verletzung § 97 UrhG, es sei denn TDM-Privilege greift |
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||||
| KI-Output verletzt Marke | § 14 MarkenG; ggf. § 15 MarkenG (Unternehmenskennzeichen) |
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||||
| Fehlerhafte KI-Empfehlung im Rechtsbereich | Keine spezifische KI-Norm; allgemeines Deliktsrecht §§ 823 ff. BGB |
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||||
## EU AI Act (Verordnung 2024/1689)
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**Relevanz für IP-Praktiker:**
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- Art. 53 EU AI Act: Anbieter von Allzweck-KI-Modellen müssen Trainingsrichtlinien und TDM-Compliance dokumentieren.
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- Opt-out-Vorbehalte müssen respektiert werden (Verbindung zu § 44b UrhG).
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||||
- Hochrisiko-KI-Systeme: zusätzliche Transparenz- und Dokumentationspflichten.
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- Bußgelder: bis 35 Mio. € / 7 % des globalen Jahresumsatzes.
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## Praktische Handlungsoptionen
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### Für Rechteinhaber (Schutz vor KI-Training ohne Erlaubnis)
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1. Maschinenlesbaren Opt-out-Vorbehalt implementieren (`robots.txt`, `noai`-Direktive, Metadaten).
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2. AGB-Klausel: „Verarbeitung durch KI-Systeme ausdrücklich untersagt."
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3. Bei Verstoß: Unterlassungsklage § 97 UrhG + Auskunft § 101 UrhG.
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### Für KI-Anbieter / Nutzer
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1. TDM-Compliance prüfen: Opt-out-Vorbehalte systematisch respektieren.
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2. Datenbankherstellerrecht § 87b UrhG beachten (erhebliche Investition).
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3. Lizenzierung von Trainingsdaten vereinbaren.
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## Kaltstart
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Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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||||
2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
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||||
3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
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||||
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
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||||
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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## Pruefraster
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Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
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||||
1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
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||||
2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, zustaendige Stellen, Verfahrensart, Darlegungs-/Beweislast und nur verifizierte Rechtsprechung.
|
||||
3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
|
||||
4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
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||||
1. Wessen Rechte sind betroffen: Rechteinhaber (Schutz) oder KI-Anbieter / Nutzer (Compliance)?
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2. Geht es um Trainingsdaten-Nutzung oder KI-generierten Output?
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||||
3. Besteht ein Opt-out-Vorbehalt des Rechteinhabers?
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4. Welcher konkrete Verstoß (TDM ohne Erlaubnis / UrhR-verletzender Output)?
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||||
5. Output: Compliance-Memo, Abmahnungs-Entwurf, Opt-out-Muster, Risikoampel?
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||||
## Plugin-Kontext
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||||
Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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||||
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||||
## Output-Module
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||||
- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
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||||
- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
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||||
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
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||||
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
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Anschluss-Skills: `spezial-urhg-livequellen-und-rechtsprechungscheck`, `uwg-systematik-und-anwendung`, `fachanwalt-gewrechts-ki-vo-50-genai`.
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## Quellenregel
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link ausgeben; bei Unsicherheit erst verifizieren oder als zu pruefen markieren.
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||||
- Keine Paywall-, Kommentar-, Aufsatz- oder Datenbankfundstelle als tragende Aussage verwenden, wenn sie nicht durch Nutzerquelle oder dokumentierten Live-Zugriff verifiziert ist.
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||||
- Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder BeckRS-/juris-Blindzitate aus Modellwissen. Literatur nur verwenden, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff im konkreten Arbeitskontext dokumentiert ist.
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- Annahmen explizit als solche kennzeichnen; keine erfundenen Fundstellen, keine erfundenen Tatsachen, keine erfundenen Behoerdenpraxis-Saetze.
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||||
- UrhG, DSM-RL, EU AI Act: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de), [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
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||||
- EuGH: [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu); BGH: [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Annahmen und Live-Check-Bedarf (insb. EU AI Act Umsetzungsstand) ausdrücklich markieren.
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
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||||
- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
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||||
- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
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||||
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
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||||
- Keine technische Beratung zu KI-Architekturen.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+90
-32
@@ -1,48 +1,106 @@
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name: spezial-abmahnung-formular-portal-und-einreichung
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description: "Abmahnung: Formular, Portal und Einreichungslogik im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
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description: "Abmahnung: Formularanforderungen, Einreichungsportale und Übermittlungswege im gewerblichen Rechtsschutz. § 13 UWG Formerfordernisse, DPMA-Online-Dienste, EUIPO-Portal, beA-Einreichung, Vollmachtsnachweis, Fehlerquellen und Heilung."
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# Abmahnung: Formular, Portal und Einreichungslogik
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## Aufgabe
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Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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Dieser Skill behandelt die formalen Anforderungen an Abmahnungen im gewerblichen Rechtsschutz: gesetzliche Formerfordernisse, Übermittlungswege, Portalzugang und häufige Fehlerquellen.
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Er führt durch **Formular, Portal und Einreichungslogik** im Themenfeld **Abmahnung**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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## Formale Anforderungen Abmahnung
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### UWG-Abmahnung (§ 13 Abs. 2 UWG)
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## Fachlicher Zuschnitt
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Seit der UWG-Reform 2020 muss die Abmahnung folgende Pflichtangaben enthalten:
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- **Thema:** Abmahnung.
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- **Arbeitsfokus:** Formular, Portal und Einreichungslogik.
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- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
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- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
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- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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| Pflichtangabe | § 13 Abs. 2 UWG | Inhalt |
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|---|---|---|
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| Name / Firma Abmahnender | Nr. 1 | Vollständige Angabe; bei Verband: Vereinsname |
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| Anschrift Abmahnender | Nr. 1 | Zustellfähige Anschrift |
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| Beanstandetes Verhalten | Nr. 2 | Konkrete Verletzungsform, nicht pauschal |
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| Begründung der Verletzung | Nr. 2 | Normtext, Tatbestand, Subsumtion |
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| Klare Unterlassungsforderung | Nr. 3 | Was soll konkret unterlassen werden? |
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| Strafbewehrte Unterlassungserklärung | Nr. 4 | Muster beigefügt |
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| Hinweis auf Kostenersatz | Nr. 5 | Betrag oder Berechnungsgrundlage |
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**Rechtsfolge mangelhafter Abmahnung:** Keine Kostentragungspflicht; ggf. sofortiges Anerkenntnis § 93 ZPO.
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### Marken-/Patent-/Designrecht
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Keine spezifischen gesetzlichen Formerfordernisse wie § 13 UWG; aber Vollmachtsnachweis (§ 174 BGB) und klare Anspruchsdarlegung sind Best Practice.
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## Übermittlungswege im Vergleich
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| Weg | Nachweis | Empfehlung |
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|---|---|---|
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| Einschreiben mit Rückschein | Rückschein = Zustellnachweis | Standard; sicher |
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| Bote / Kurier | Boten-Protokoll | Schnell; kein Postweg |
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| Fax mit Sendebericht | Sendebericht sichern | Schnell; Empfang streitig |
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| E-Mail (anwaltlich) | Lesebestätigung oder EB | Nur wenn Gegenseite E-Mail akzeptiert |
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| beA → beA (Anwalt-zu-Anwalt) | beA-Sendeprotokoll + EB | Sicher und nachweisbar |
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| Persönliche Übergabe | Empfangsbekenntnis | Sichert genaues Datum |
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**Praxis-Hinweis:** Abmahnung immer per Einschreiben / beA senden **und** parallel per E-Mail (als Vorabkopie) – damit Reaktionsfrist sofort läuft, falls E-Mail akzeptiert wird.
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## Einreichungsportale für verwandte Verfahren
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### DPMA Online-Dienste
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- Markenanmeldung, Widerspruch, Löschungsantrag: [dpma.de/service/e-dienste](https://www.dpma.de/service/e-dienste/index.html)
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- DPMA.online: vollständige Verfahrensabwicklung.
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- Authentifizierung: ELSTER-Zertifikat oder eID.
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### EUIPO-Portal
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- Unionsmarken, GGM-Anmeldungen, Widerspruchsverfahren: [euipo.europa.eu/ohimportal](https://euipo.europa.eu/ohimportal/en/apply-now)
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- Interlocutory Revision und Beschwerdekammer: gesonderte Portale.
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### UPC (Einheitspatent)
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- Klageinreichung beim UPC: [cms.unified-patent-court.org](https://cms.unified-patent-court.org)
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- Nur für UPC-registrierte Anwälte (eigene Zulassung nötig).
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### Zentrales Schutzschriftenregister (ZSSR)
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- Einreichung Schutzschrift: [zssr.de](https://www.zssr.de)
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- Abruf durch Gerichte bundesweit.
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## Vollmachtsnachweis
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| Konstellation | Anforderung |
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|---|---|
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| Abmahnung durch Anwalt | Schriftliche Originalvollmacht oder beglaubigte Kopie auf Verlangen (§ 174 BGB); Rüge sofort bei Übersendung der Abmahnung |
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| Abmahnung durch Unternehmen selbst | Keine Vollmacht nötig; ggf. Handelsregistervollmacht belegen |
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| Widerspruch DPMA | Vollmachtsformular DPMA |
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| UPC-Klage | UPC-Prozessvertreter-Zulassung (Art. 48 EPGÜ) |
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**§ 174 BGB-Rüge:** Unverzüglich nach Empfang der Abmahnung erheben, wenn keine Vollmacht beigefügt; ansonsten ist die Rüge verspätet.
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## Häufige Fehlerquellen und Heilung
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| Fehler | Folge | Heilung |
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|---|---|---|
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| Fehlende § 13 Abs. 2-Angaben (UWG) | Unwirksame Abmahnung; kein Kostenersatz | Neue formgültige Abmahnung aussprechen |
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| Pauschal formuliertes Unterlassungsbegehren | Nicht vollstreckbar; Wiederholungsgefahr ggf. nicht beseitigt | Präzisierung in neuer Abmahnung |
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| Falsche Adresse Abgemahnter | Zustellungsmangel | Korrekte Adresse ermitteln; erneute Zustellung |
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| Vollmacht nicht beigefügt | § 174 BGB-Rüge möglich | Vollmacht unverzüglich nachreichen |
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| Veraltete Schutzrechts-Registerdaten | Anspruch ggf. nicht belegt | Registerauszug aktuell beifügen |
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. Geht es um eine ausgehende oder eingehende Abmahnung?
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2. Welches Schutzrecht oder welcher UWG-Tatbestand ist betroffen?
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3. Welcher Übermittlungsweg soll genutzt werden?
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4. Liegen Vollmacht und Registerauszug vor?
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5. Output: Abmahnungs-Entwurf, Fehleranalyse eingehende Abmahnung, Checkliste?
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1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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## Arbeitsworkflow
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1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Abmahnung** prüfen.
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3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
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4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
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||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
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## Output-Standard
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- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
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- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
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- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Anschluss-Skills
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- `gr-abmahnung-workflow` – Gesamter Abmahnung-Workflow.
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- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – EV nach Abmahnung.
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- `spezial-rechtsschutz-fristen-form-und-zustaendigkeit` – Fristen und Formalien.
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## Quellenregel
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- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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||||
- UWG, ZPO: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
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||||
- DPMA: [dpma.de](https://www.dpma.de); EUIPO: [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu); ZSSR: [zssr.de](https://www.zssr.de).
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||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine verbindliche Fristenberechnung ohne vollständige Sachverhaltskenntnis.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+104
-34
@@ -1,48 +1,118 @@
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name: spezial-bezuege-zahlen-schwellen-und-berechnung
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||||
description: "Bezuege: Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
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||||
description: "Streitwerte, Gebühren, Schwellenwerte und Berechnungen im gewerblichen Rechtsschutz: Streitwertrahmen Marke/Patent/Design/UWG, RVG-Gebühren, Gerichtskosten GKG, Schadensersatzberechnung (drei Methoden), DPMA/EUIPO-Gebührentabellen, Vertragsstrafe."
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# Bezuege: Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung
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||||
# Bezüge, Zahlen, Schwellen und Berechnung
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## Aufgabe
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Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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||||
Dieser Skill liefert die wichtigsten Zahlen, Gebühren und Berechnungsrahmen im gewerblichen Rechtsschutz: Streitwerte, Anwaltsgebühren, Gerichtsgebühren, Schadensersatz und Behördengebühren.
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||||
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||||
Er führt durch **Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung** im Themenfeld **Bezuege**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Streitwertrahmen – Orientierungspunkte
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||||
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||||
*Streitwerte sind einzelfallabhängig. Folgende Spannen spiegeln gängige Praxis wider; Live-Prüfung anhand aktueller BGH/OLG-Rspr. erforderlich.*
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## Fachlicher Zuschnitt
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||||
| Verfahrensart | Typischer Streitwertrahmen |
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|---|---|
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| UWG-Abmahnung (einfacher Online-Verstoß) | 5.000–20.000 € |
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||||
| UWG-Abmahnung (irreführende Werbung, branchenrelevant) | 20.000–50.000 € |
|
||||
| Markenverletzung (nicht eingetragene Marke) | 25.000–75.000 € |
|
||||
| Markenverletzung (eingetragene Marke, identisches Zeichen) | 50.000–250.000 € |
|
||||
| Patentrechtliche einstweilige Verfügung | 100.000–500.000 € |
|
||||
| Designverletzung | 10.000–100.000 € |
|
||||
| Urheberrechtliche Abmahnung (Bild / Text) | 1.000–20.000 € |
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||||
| Hauptsacheklage Markenverletzung | Ab 50.000 € |
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||||
|
||||
- **Thema:** Bezuege.
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||||
- **Arbeitsfokus:** Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung.
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||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
## RVG-Gebühren (Auszug)
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||||
|
||||
*RVG-Vergütungstabellen: Anlage 2 RVG – stets live prüfen bei [gesetze-im-internet.de/rvg](https://www.gesetze-im-internet.de/rvg/).*
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||||
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||||
| Gebührentatbestand | RVG VV | Faktor |
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||||
|---|---|---|
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||||
| Geschäftsgebühr (Abmahnung, außergerichtlich) | Nr. 2300 | 0,5–2,5 (Regelfall 1,3) |
|
||||
| Verfahrensgebühr (Klage, EV-Antrag) | Nr. 3100 | 1,3 |
|
||||
| Terminsgebühr (mündliche Verhandlung) | Nr. 3104 | 1,2 |
|
||||
| Einigungsgebühr | Nr. 1000 | 1,5 |
|
||||
| Abschlussschreiben | Nr. 2300 | 1,3 |
|
||||
| Auslagenpauschale | Nr. 7002 | 20 € (max.) |
|
||||
|
||||
**Beispiel Streitwert 50.000 €:**
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||||
- Geschäftsgebühr 1,3 × Tabellenwert (Anlage 2 RVG): 1.641 €
|
||||
- Auslagen: 20 €
|
||||
- USt. 19 %: 311,79 €
|
||||
- Gesamt: 1.972,79 €
|
||||
|
||||
## Gerichtskosten GKG (Auszug)
|
||||
|
||||
*GKG-Tabellen: Anlage 2 GKG – live prüfen.*
|
||||
|
||||
| Verfahren | GKG-Gebühr |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Klage (Streitwert 50.000 €) | 3 Gerichtsgebühren = 1.695 € (ca.) |
|
||||
| EV-Antrag (Streitwert 50.000 €) | 1,5 Gebühren = 847,50 € (ca.) |
|
||||
| Widerspruchsverfahren (UWG) | je nach Verfahrensabschnitt |
|
||||
| Berufung | 4,0 Gebühren |
|
||||
|
||||
## DPMA-Gebühren (Auszug, live prüfen bei [dpma.de/gebuehren](https://www.dpma.de/dpma/gebuehren/index.html))
|
||||
|
||||
| Verfahren | Gebühr (ca.) |
|
||||
|---|---|
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||||
| Markenanmeldung (bis 3 Klassen) | 290 € (online) |
|
||||
| Markenanmeldung (jede weitere Klasse) | 100 € |
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||||
| Markenverlängerung (10 Jahre) | 750 € |
|
||||
| Widerspruch gegen Marke | 250 € |
|
||||
| Löschungsantrag (Nichtigkeit) | 300 € |
|
||||
| Gebrauchsmuster-Anmeldung | 30 € (online) |
|
||||
| Design-Anmeldung (1 Design) | 70 € (online) |
|
||||
|
||||
## EUIPO-Gebühren (Auszug, live prüfen bei [euipo.europa.eu/fees](https://euipo.europa.eu/ohimportal/en/fees-and-payments))
|
||||
|
||||
| Verfahren | Gebühr (ca.) |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Unionsmarken-Anmeldung (1 Klasse) | 850 € (online) |
|
||||
| Unionsmarken-Anmeldung (2. Klasse) | 50 € |
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||||
| Unionsmarken-Anmeldung (ab 3. Klasse) | 150 € je weitere |
|
||||
| Verlängerung Unionsmarke | 850 € (1. Klasse) |
|
||||
| Widerspruch Unionsmarke | 320 € |
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| GGM-Anmeldung | 350 € (1 Design) |
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## Schadensersatzberechnung (drei Methoden)
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### Methode 1: Konkreter Schaden
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Entgangener Gewinn + nachgewiesener Schaden.
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- Schwierig zu beziffern; Anforderungen an Kausalitätsnachweis hoch.
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|
||||
### Methode 2: Verletzergewinn
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||||
- Einnahmen des Verletzers aus der Verletzungshandlung.
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||||
- Auskunft und Rechnungslegung § 140b PatG / § 19 MarkenG / § 46 DesignG / § 101 UrhG vorab erwirken.
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||||
|
||||
### Methode 3: Lizenzanalogie (fiktive Lizenzgebühr)
|
||||
- Fiktiver Lizenzbetrag bei hypothetischem Lizenzvertrag.
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- Marktübliche Lizenzsätze je Branche (live recherchieren; keine pauschalen Modellwerte).
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||||
- Zuschlag für „Verletzerbonus" (Zinsen, Mehrwert).
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## Vertragsstrafe
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| Typ | Höhe | Anmerkung |
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|---|---|---|
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| Hamburger Brauch | „nach billigem Ermessen des Gläubigers" mit Reduktionsvorbehalt | Flexibel; OLG-Prüfung angemessen? |
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||||
| Feste Vertragsstrafe | Betrag festgelegt (z.B. 5.000 €) | Klar, aber unflexibel |
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||||
| Gestaffelte Strafe | Höhe je nach Schwere / Wiederholung | Bei komplexen UE-Vereinbarungen |
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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||||
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1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
|
||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
|
||||
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
|
||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
|
||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
|
||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Bezuege** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
1. Welcher Streitwert ist anzusetzen (Rechtsverletzung, Branche, Reichweite)?
|
||||
2. Welche Gebühren sollen berechnet werden (Anwaltsgebühren, Gerichtskosten, Behördengebühren)?
|
||||
3. Schadensersatz: Welche Methode ist sinnvoll (konkreter Schaden / Verletzergewinn / Lizenzanalogie)?
|
||||
4. Liegt eine Vertragsstrafe vor und ist diese zu beziffern?
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||||
5. Output: Gebührentabelle, Kostenrechnung, Schadensersatzberechnung, Streitwert-Memo?
|
||||
|
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## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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||||
- RVG: [gesetze-im-internet.de/rvg](https://www.gesetze-im-internet.de/rvg/); GKG: [gesetze-im-internet.de/gkg](https://www.gesetze-im-internet.de/gkg/).
|
||||
- DPMA: [dpma.de/dpma/gebuehren](https://www.dpma.de/dpma/gebuehren/); EUIPO: [euipo.europa.eu/ohimportal/en/fees-and-payments](https://euipo.europa.eu/ohimportal/en/fees-and-payments).
|
||||
- Keine Berechnung aus Modellwissen ohne Live-Prüfung aktueller Tabellen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine verbindlichen Kostenberechnungen ohne vollständige Daten.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
|
||||
- Keine Garantie für Streitwertfestsetzung durch Gerichte (einzelfallabhängig).
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||||
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||||
+115
-33
@@ -1,48 +1,130 @@
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||||
name: spezial-designg-behoerden-gericht-und-registerweg
|
||||
description: "Designg: Behörden-, Gerichts- oder Registerweg im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "DesignG: Behörden, Gerichte und Registerwege. DPMA-Anmeldung, EUIPO-GGM, Nichtigkeitsverfahren, Registerrecherche, Zuständigkeitsverteilung zwischen DPMA und Designgerichten, Musterschutzklage, Rechtsmittelwege."
|
||||
---
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||||
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# Designg: Behörden-, Gerichts- oder Registerweg
|
||||
# DesignG: Behörden, Gerichte und Registerweg
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||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill behandelt die behördlichen und gerichtlichen Wege im Designrecht: Anmeldung, Register, Nichtigkeitsverfahren, Gerichtszuständigkeiten und Rechtsmittelwege.
|
||||
|
||||
Er führt durch **Behörden-, Gerichts- oder Registerweg** im Themenfeld **Designg**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Rechtsrahmen
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|
||||
| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| §§ 11–23 DesignG | Anmeldung und Eintragungsverfahren beim DPMA |
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| § 33 DesignG | Nichtigkeitsgründe und Nichtigkeitsverfahren |
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||||
| § 34a DesignG | Beschränkungsverfahren |
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||||
| § 52 DesignG | Gerichtliche Zuständigkeit: Designsachen |
|
||||
| § 53 DesignG | Zuständige Gerichte (LG mit designrechtlicher Kammer) |
|
||||
| Art. 52 GGV | Nichtigkeitsverfahren beim EUIPO |
|
||||
| Art. 85 GGV | Gemeinschaftsgeschmacksmuster-Gerichte |
|
||||
|
||||
## Fachlicher Zuschnitt
|
||||
## Anmeldung beim DPMA
|
||||
|
||||
- **Thema:** Designg.
|
||||
- **Arbeitsfokus:** Behörden-, Gerichts- oder Registerweg.
|
||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
### Verfahrensablauf nationales Design
|
||||
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||||
```
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||||
Entwurf / Abbildung erstellen (§ 11 DesignG: Wiedergabe)
|
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↓
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Antrag beim DPMA einreichen (online: dpma.de/service/e-dienste)
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- Angaben: Anmelder, Entwerfer, Erzeugnisklasse (Locarno), Abbildungen
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↓
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DPMA prüft Formalia (kein Sachprüfungsverfahren)
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↓
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Eintragung und Bekanntmachung im Designblatt
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↓
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Schutzfrist: 5 Jahre ab Anmeldetag; verlängerbar bis 25 Jahre
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```
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### Sammelanmeldung
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- Bis zu 100 Designs in einer Anmeldung möglich (§ 12 DesignG).
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- Kostenvorteil: Gebühr je Design reduziert; sinnvoll für Modekollektionen.
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### Aufschiebende Bekanntmachung
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- § 21 DesignG: Bekanntmachung kann bis zu 30 Monate aufgeschoben werden.
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- Zweck: Schutz vor Nachahmung bei noch nicht auf den Markt gebrachten Erzeugnissen.
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## Anmeldung beim EUIPO (Gemeinschaftsgeschmacksmuster)
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### Eingetragenes GGM (Art. 36 ff. GGV)
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- Online-Einreichung: [euipo.europa.eu/ohimportal/en/apply-for-a-design](https://euipo.europa.eu/ohimportal/en/apply-for-a-design)
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- Schutz: gesamte EU; 5 Jahre ab Anmeldetag, verlängerbar bis 25 Jahre.
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- Sachprüfung: keine (nur Formalia); Nichtigkeitsrisiko bleibt.
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### Nicht eingetragenes GGM (Art. 11 GGV)
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- Entsteht automatisch mit Offenbarung im EWR.
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- Schutzfrist: 3 Jahre ab Offenbarung; nicht verlängerbar.
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- Schutzumfang: nur gegen Nachahmung (keine Doppelschöpfung ausgeschlossen).
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## Gerichtliche Zuständigkeit
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### Nationale Designsachen
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| Gericht | Zuständigkeit |
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|---|---|
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| LG mit Designkammer | Erstinstanzliche Verletzungssachen (§ 52 DesignG) |
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| LG Hamburg | Traditionell führende Designkammer |
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| LG Düsseldorf, München I, Köln | Weitere spezialisierte Kammern |
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| OLG | Berufungsinstanz |
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| BGH (I. ZS) | Revision in Designsachen |
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### GGM-Gerichte (Art. 80 GGV)
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Deutschland hat folgende GGM-Gerichte designiert:
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- LG Düsseldorf (Hauptzuständigkeit für GGM-Verletzungen).
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- LG Hamburg, LG München I als weitere GGM-Gerichte.
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**Wichtig:** Entscheidung eines deutschen GGM-Gerichts wirkt EU-weit (Art. 83 Abs. 1 GGV).
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## Nichtigkeitsverfahren
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### DPMA-Nichtigkeitsverfahren (§ 33 DesignG)
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| Aspekt | Inhalt |
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|---|---|
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| Antragsteller | Jedermann |
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| Nichtigkeitsgründe | § 33 Abs. 1 DesignG: keine Schutzvoraussetzungen, Schutzausschluss, älteres Recht |
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| Kosten | 300 € Antragsgebühr (DPMA) |
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| Verfahren | Schriftlich; DPMA entscheidet; Beschwerde → BPatG |
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| Wirkung | Ex-tunc-Nichtigkeit; rückwirkend von Anfang an |
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### EUIPO-Nichtigkeitsverfahren (Art. 52 GGV)
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- Antrag beim EUIPO (Nichtigkeitsabteilung).
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- Beschwerde: EUIPO-Beschwerdekammer → EuGH.
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### Nichtigkeitseinrede im Verletzungsverfahren
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- § 33 Abs. 3 DesignG: Nichtigkeitseinrede im Verletzungsprozess möglich.
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- GGV Art. 85 Abs. 2: GGM-Gericht setzt Verfahren aus und verweist an Nichtigkeitsbehörde, wenn begründet.
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## Registerrecherche
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| Register | Link | Inhalt |
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|---|---|---|
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| DPMA Designregister | [dpma.de/designs/designrecherche](https://www.dpma.de/designs/designrecherche/) | Nationale Designs DE |
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| EUIPO GGM-Register | [euipo.europa.eu/eSearch](https://euipo.europa.eu/eSearch/) | Eingetragene GGM EU |
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||||
| Hague Monitor (WIPO) | [ipportal.wipo.int](https://ipportal.wipo.int) | Internationale Designs |
|
||||
| Locarno-Klassifikation | [wipo.int/classifications/locarno](https://www.wipo.int/classifications/locarno/en/) | Erzeugnisklassen |
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. Welches Design ist betroffen (DPMA / EUIPO / nicht eingetragenes GGM)?
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||||
2. Geht es um Anmeldung, Verletzungsabwehr, Nichtigkeitsantrag oder Registerrecherche?
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||||
3. In welchem Land findet die Verletzung statt (Zuständigkeit)?
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4. Gibt es Fristen (Klage, Nichtigkeitsantrag)?
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||||
5. Output: Anmeldeweg-Übersicht, Gerichtszuständigkeits-Memo, Nichtigkeitsantrag-Gerüst?
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1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
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1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Designg** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
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||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `designrecht-praxis-grundlagen` – Schutzvoraussetzungen und Verletzungsprüfung.
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||||
- `spezial-designverletzung-red-team-und-qualitaetskontrolle` – Red-Team bei Designverletzung.
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||||
- `spezial-euipo-internationaler-bezug-und-schnittstellen` – EUIPO-Verfahren international.
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||||
|
||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
|
||||
- DesignG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/designg/); GGV: [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
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||||
- DPMA: [dpma.de](https://www.dpma.de); EUIPO: [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de), [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine vollständige Designprüfung ohne Kenntnis der Abbildungen.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
+76
-32
@@ -1,48 +1,92 @@
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||||
---
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||||
name: spezial-designverletzung-red-team-und-qualitaetskontrolle
|
||||
description: "Designverletzung: Red-Team und Qualitätskontrolle im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "Designverletzung: Red-Team-Analyse und Qualitätskontrolle. Schwachstellen des Klagedesigns, Gegenargumente (Nichtigkeitseinwand, Erschöpfung, Gestaltungsfreiheit), Beweissicherung, Verfahrensstrategie und kritische Prüfung des eigenen Angriffs."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Designverletzung: Red-Team und Qualitätskontrolle
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||||
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill unterzieht einen Designverletzungsfall einem Red-Team-Check: Schwächen des eigenen Vortrags identifizieren, Gegenargumente der Gegenseite antizipieren, Beweislücken schließen.
|
||||
|
||||
Er führt durch **Red-Team und Qualitätskontrolle** im Themenfeld **Designverletzung**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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||||
## Rechtsrahmen
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||||
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||||
| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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||||
| § 2 DesignG | Schutzvoraussetzungen: Neuheit + Eigenart |
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||||
| § 3 DesignG | Schutzausschlüsse: technisch bedingte Merkmale |
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||||
| §§ 38 ff. DesignG | Verletzungstatbestände |
|
||||
| § 33 DesignG | Nichtigkeitsgründe |
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||||
| Art. 4–8 GGV | Schutzvoraussetzungen GGM |
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||||
| § 945 ZPO | Schadensersatz bei ungerechtfertigter EV |
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||||
## Fachlicher Zuschnitt
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## Red-Team-Matrix: Angriff und Gegenargument
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||||
- **Thema:** Designverletzung.
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||||
- **Arbeitsfokus:** Red-Team und Qualitätskontrolle.
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||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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||||
### 1. Schutzfähigkeit des Klagedesigns
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||||
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||||
| Angriffsthese Gegenseite | Gegenargument Klägerin | Beleg |
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|---|---|---|
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||||
| Kein Schutzrecht eingetragen / abgelaufen | Registerauszug aktuell beifügen | DPMA-Auszug mit Datum |
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||||
| Neuheit nicht gegeben (identisches Vordesign) | Prioritätszeitpunkt prüfen; war Vordesign wirklich früher öffentlich zugänglich? | Offenbarungsnachweis Gegenseite |
|
||||
| Keine Eigenart (zu geringer Gesamteindruck-Unterschied) | Gestaltungsfreiheit des Entwerfers eingeschränkt? Starker Schutzbereich? | Sachverständigengutachten |
|
||||
| Rein technisch bedingte Merkmale (§ 3 DesignG) | Nur ästhetische Merkmale, keine technische Zwingung | Technisches Gutachten |
|
||||
| Must-fit (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 DesignG) | Merkmal ist nicht zwingend für Verbindung | Technische Analyse |
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||||
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||||
### 2. Verletzungshandlung
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||||
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||||
| Angriffsthese Gegenseite | Gegenargument Klägerin | Beleg |
|
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|---|---|---|
|
||||
| Gesamteindruck unterscheidet sich | Detaillierter Vergleich beim informierten Benutzer | Fotovergleich, ggf. Sachverständiger |
|
||||
| Schutzbereich eng wegen breitem Formenschatz | Eigenart hoch; Schutzbereich weit | Formenschatz-Recherche vor Anmeldetag |
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||||
| Angegriffene AF ist eigenständige Entwicklung (Doppelschöpfung) | Nur bei nicht eingetragenen Rechten; bei eingetragenen GGM irrelevant | Entwicklungsdokumentation Gegenseite prüfen |
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||||
| Verletzungshandlung vor Schutzentstehung | Anmeldetag und Verletzungsdatum genau festhalten | Kaufbeleg mit Datum |
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||||
|
||||
### 3. Legitimation und Verfahren
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||||
|
||||
| Angriffsthese Gegenseite | Gegenargument Klägerin | Beleg |
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||||
|---|---|---|
|
||||
| Kein Schadensersatz: kein Verschulden | Fachkenntnisse des Verletzers; handelsübliche Sorgfalt | Branchenkenntnisse belegen |
|
||||
| Erschöpfung (nicht bei Design, aber analoge Erwägungen) | Erschöpfung gilt nicht für Design wie bei § 24 MarkenG | Rechtsprechung prüfen |
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||||
| Dringlichkeit weggefallen (Selbstwiderlegung) | Kenntnisdatum dokumentiert; Frist eingehalten | Screenshot mit Datum |
|
||||
| § 945 ZPO-Risiko bei EV | Vorab sorgfältig prüfen | Bewertungsmemo anlegen |
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||||
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## Qualitätsgate vor Klage / EV-Antrag
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||||
| Prüfpunkt | Status | Risiko |
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|---|---|---|
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| Registerauszug aktuell (DPMA / EUIPO) | ☐ | Kein Schutzrecht = Klage unzulässig |
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||||
| Verletzungshandlung konkret dokumentiert | ☐ | Ohne Beweis: Klage unbegründet |
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||||
| Informierter Benutzer: Gesamteindruck-Analyse | ☐ | Schwacher Vortrag = Klageabweisung |
|
||||
| Formenschatz recherchiert | ☐ | Breiter Formenschatz = enger Schutz |
|
||||
| Sachverständiger bei technischen Fragen eingeplant | ☐ | Ohne SV: Gericht entscheidet allein |
|
||||
| Dringlichkeit (EV): Kenntnis-Datum belegt | ☐ | Selbstwiderlegung = EV scheitert |
|
||||
| § 945 ZPO-Risiko abgewogen | ☐ | Schadensersatzrisiko bei ungerechtfertigter EV |
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||||
| Nichtigkeitsrisiko des Klagedesigns bewertet | ☐ | Gegenwiderklage auf Nichtigkeit möglich |
|
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## Beweis- und Dokumentationsstrategie
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1. **Verletzungsnachweis sichern:** Testkauf + Quittung, Screenshots mit URL + Zeitstempel, eidesstattliche Versicherung.
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||||
2. **Formenschatz-Recherche:** Locarno-Klassifikation, DPMA/EUIPO-Suche vor Anmeldetag; zeigt Schutzbereich.
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||||
3. **Entwicklungshistorie des eigenen Designs:** Entwurfsskizzen, Emailverkehr mit Datum – belegt Schöpfung und Anmeldetag.
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4. **Sachverständige:** Bei komplexen Designfragen frühzeitig einholen.
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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||||
1. Welches Design wird angegriffen / verteidigt?
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2. Liegt der Registerauszug (DPMA / EUIPO) vor?
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||||
3. Welche konkreten Verletzungshandlungen sind dokumentiert?
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4. Soll der eigene Vortrag (Klägerin) oder die Verteidigungsstrategie (Beklagte) geprüft werden?
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5. Output: Red-Team-Matrix, Qualitätsgate-Checkliste, Beweissicherungsplan?
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||||
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||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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## Arbeitsworkflow
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1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
|
||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Designverletzung** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
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|
||||
## Output-Standard
|
||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
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## Anschluss-Skills
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- `designrecht-praxis-grundlagen` – Schutzvoraussetzungen und Verletzungsprüfung.
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||||
- `spezial-designg-behoerden-gericht-und-registerweg` – Gerichtszuständigkeiten.
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- `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung` – Qualitätsgate vor EV-Vollziehung.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
|
||||
- DesignG, GGV: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de), [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de), [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine endgültige Schutzbereichsbestimmung ohne vollständige Designunterlagen.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+112
-33
@@ -1,48 +1,127 @@
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---
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name: spezial-dpma-mehrparteien-konflikt-und-interessen
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||||
description: "Dpma: Mehrparteienkonflikt und Interessenmatrix im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "DPMA-Mehrparteienverfahren: Widerspruchsverfahren MarkenG §§ 41–43, Verfalls- und Nichtigkeitsverfahren, Beschwerde zum BPatG, Beteiligtenrechte, Kollidierende Interessen mehrerer Schutzrechtsinhaber, Prioritätskonflikte, Verfahrensstrategie."
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---
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||||
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||||
# Dpma: Mehrparteienkonflikt und Interessenmatrix
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# DPMA-Mehrparteienverfahren: Konflikte und Interessen
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||||
## Aufgabe
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Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill behandelt DPMA-Verfahren mit mehreren Beteiligten: Widerspruchsverfahren, Löschungsverfahren, Beschwerde beim BPatG und Strategiefragen bei kollidierenden Schutzrechten.
|
||||
|
||||
Er führt durch **Mehrparteienkonflikt und Interessenmatrix** im Themenfeld **Dpma**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Rechtsrahmen
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||||
|
||||
| Norm | Inhalt |
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||||
|---|---|
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||||
| § 41 MarkenG | Widerspruch gegen Markeneintragung |
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||||
| § 42 MarkenG | Widerspruchsfrist: 3 Monate ab Bekanntmachung |
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||||
| § 43 MarkenG | DPMA-Prüfung des Widerspruchs; Nichtbenutzungseinrede |
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||||
| § 49 MarkenG | Verfall der Marke (Nichtbenutzung, Freizeichen, Irreführung) |
|
||||
| § 50 MarkenG | Nichtigkeit wegen absoluter Schutzhindernisse |
|
||||
| § 51 MarkenG | Nichtigkeit wegen relativer Schutzhindernisse (ältere Rechte) |
|
||||
| § 66 MarkenG | Beschwerde zum BPatG gegen DPMA-Entscheidungen |
|
||||
| § 81 PatG | Beschränkungs- und Nichtigkeitsverfahren Patent |
|
||||
| §§ 33, 36 DesignG | Nichtigkeitsverfahren Design beim DPMA |
|
||||
|
||||
## Fachlicher Zuschnitt
|
||||
## Widerspruchsverfahren Marke
|
||||
|
||||
- **Thema:** Dpma.
|
||||
- **Arbeitsfokus:** Mehrparteienkonflikt und Interessenmatrix.
|
||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
### Ablauf
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|
||||
```
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||||
Markeneintragung wird im Markenblatt bekannt gemacht
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||||
↓
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||||
Widerspruchsfrist: 3 Monate ab Bekanntmachung (§ 42 Abs. 1 MarkenG)
|
||||
↓
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||||
Widerspruch einlegen (§ 41 MarkenG):
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||||
- Schriftlich beim DPMA; Gebühr 250 €
|
||||
- Älteres Recht bezeichnen (Marke, Unternehmenskennzeichen, etc.)
|
||||
↓
|
||||
DPMA gibt Widerspruch dem Markeninhaber bekannt
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||||
↓
|
||||
Nichtbenutzungseinrede möglich (§ 43 Abs. 1 MarkenG) nach Fristablauf
|
||||
↓
|
||||
Verhandlung / Entscheidung durch DPMA
|
||||
↓
|
||||
Beschwerde beim BPatG (§ 66 MarkenG) → Rechtsbeschwerde BGH
|
||||
```
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||||
|
||||
### Nichtbenutzungseinrede (§ 43 Abs. 1 MarkenG)
|
||||
- Ältere Widerspruchsmarke muss **5 Jahre** vor dem maßgeblichen Zeitpunkt ernsthaft benutzt worden sein.
|
||||
- Beweislast: Widersprechender muss Benutzung glaubhaft machen (Umsatzzahlen, Kataloge, Rechnungen).
|
||||
- Einrede greift nur, wenn Marke überhaupt 5 Jahre eingetragen war.
|
||||
|
||||
### Mehrere Widersprüche gegen eine Marke
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||||
|
||||
| Situation | Strategie |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Mehrere ältere Marken des gleichen Inhabers | Widersprüche bündeln; Synergien nutzen |
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||||
| Widersprüche verschiedener Inhaber | DPMA koordiniert; Abstimmung sinnvoll |
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||||
| Gegeneinander widersprechende ältere Rechte | Prioritätsprinzip; ältestes Recht entscheidet |
|
||||
|
||||
## Löschungsverfahren (Verfall und Nichtigkeit)
|
||||
|
||||
### Verfallsverfahren § 49 MarkenG
|
||||
|
||||
| Verfallsgrund | Norm | Antragsteller |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| Nichtbenutzung 5 Jahre | § 49 Abs. 1 MarkenG | Jedermann |
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| Marke zur Gattungsbezeichnung geworden | § 49 Abs. 2 Nr. 1 | Jedermann |
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| Täuschungsgeeignetheit | § 49 Abs. 2 Nr. 2 | Jedermann |
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| Gebühr: 100 € (DPMA) | | |
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### Nichtigkeitsverfahren §§ 50–51 MarkenG
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| Nichtigkeitsgrund | Norm |
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|---|---|
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| Absolute Schutzhindernisse § 8 MarkenG | § 50 Abs. 1 MarkenG |
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| Bösgläubige Anmeldung | § 10 MarkenG (ältere Markenpolitik) |
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| Älteres Recht des Antragstellers | § 51 Abs. 1 MarkenG |
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## Mehrparteienkonflikte: Strategiefragen
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### Prioritätskonflikt
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- Älteres Recht schlägt jüngeres (§ 6 MarkenG, § 9 MarkenG).
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- Parallele Koexistenzvereinbarung möglich: schriftliche Abgrenzungsvereinbarung.
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### Abgrenzungsvereinbarung
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- Regelt, welche Waren/Dienstleistungen jede Partei nutzen darf.
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- Wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit prüfen (GWB, Art. 101 AEUV bei spürbarer Marktbeschränkung).
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- Schriftlich; mit klaren Geltungsbereichen (Branchen, Territorien).
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### Gerichtsschutz zusätzlich zu DPMA-Verfahren
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- Parallelklage vor LG möglich (§ 55 MarkenG: Unterlassung; § 51 Abs. 4 MarkenG: Nichtigkeit).
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- Abstimmung DPMA-Verfahren und Zivilprozess (Aussetzung, §§ 148, 246 ZPO analog).
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## Checkliste Mehrparteienverfahren
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| Schritt | Erledigt? |
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|---|---|
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| Älteres Recht identifiziert und Registerauszug vorhanden | ☐ |
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| Widerspruchsfrist berechnet und eingetragen | ☐ |
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| Nichtbenutzungsrisiko der eigenen älteren Marke bewertet | ☐ |
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| Benutzungsnachweise gesichert und geordnet | ☐ |
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| Mehrere Widersprüche abgestimmt | ☐ |
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| Abgrenzungsvereinbarung geprüft (Möglichkeit, Risiken) | ☐ |
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| Beschwerdestrategie bei DPMA-Niederlage vorbereitet | ☐ |
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. Welches Verfahren ist konkret anstehend (Widerspruch, Löschung, Nichtigkeit)?
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2. Welche älteren Rechte stehen zur Verfügung?
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3. Gibt es mehrere Widersprecher oder kollidierenden Interessen?
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4. Sind Fristen bekannt (Widerspruchsfrist, Beschwerdegrenze)?
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5. Output: Verfahrensstrategie-Memo, Checkliste, Abgrenzungsvereinbarungs-Entwurf?
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1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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## Arbeitsworkflow
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1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Dpma** prüfen.
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||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
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||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
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||||
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||||
## Output-Standard
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||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
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||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Anschluss-Skills
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||||
- `spezial-euipo-internationaler-bezug-und-schnittstellen` – EUIPO-Widerspruch.
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||||
- `spezial-markeng-risikoampel-und-gegenargumente` – Risikoampel Markenrecht.
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||||
- `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz-marken-widerspruch` – Vollständiger Widerspruchsworkflow.
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||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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||||
- MarkenG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/markeng/); DPMA: [dpma.de](https://www.dpma.de).
|
||||
- BPatG: [bundespatentgericht.de](https://www.bundespatentgericht.de); BGH: [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [openjur.de](https://openjur.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine vollständige Beurteilung ohne Kenntnis der konkreten Marken und Registerauszüge.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+124
-33
@@ -1,48 +1,139 @@
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||||
---
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||||
name: spezial-einstweilige-mandantenkommunikation-entscheidungsvorlage
|
||||
description: "Einstweilige: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "Mandantenkommunikation im Eilverfahren: Entscheidungsvorlage für einstweilige Verfügung, Risiko-Chancen-Abwägung, Kostenaufklärung § 49b BRAO, Mandantenbrief EV-Antrag oder Reaktion auf EV, Informationspflichten und Dokumentation."
|
||||
---
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||||
# Einstweilige: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage
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||||
# Mandantenkommunikation: Entscheidungsvorlage Eilverfügung
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||||
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill unterstützt die Mandantenkommunikation in Eilsituationen: strukturierte Entscheidungsvorlage für oder gegen eine einstweilige Verfügung, Kostenaufklärung und mandantengerechte Darstellung der Optionen.
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||||
|
||||
Er führt durch **Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage** im Themenfeld **Einstweilige**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Rechtsrahmen
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||||
|
||||
| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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||||
| § 49b BRAO | Vergütungsvereinbarung und Kostentransparenz |
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||||
| § 11 BORA | Informations- und Aufklärungspflichten des Anwalts |
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||||
| § 935 ZPO | Einstweilige Verfügung: Verfügungsanspruch + Verfügungsgrund |
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||||
| § 945 ZPO | Schadensersatzpflicht bei ungerechtfertigter EV |
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||||
| § 12 Abs. 1 UWG | Dringlichkeitsvermutung UWG |
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||||
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||||
## Fachlicher Zuschnitt
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||||
## Entscheidungsvorlage: Für oder gegen EV-Antrag
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||||
- **Thema:** Einstweilige.
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||||
- **Arbeitsfokus:** Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage.
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||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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||||
### Struktur
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||||
**1. Ausgangslage (max. 5 Sätze)**
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||||
- Was ist passiert (Verletzungshandlung, Schutzrecht)?
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- Wer ist betroffen (Mandant als Angreifer oder Verteidiger)?
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||||
- Welche Frist läuft (Dringlichkeit)?
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||||
|
||||
**2. Optionen mit Kosten und Risiken**
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||||
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||||
| Option | Beschreibung | Vorteile | Nachteile / Risiken | Kosten (ca.) |
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||||
|---|---|---|---|---|
|
||||
| EV-Antrag | Sofortiger gerichtlicher Schutz; Unterlassungsgebot | Schnell (1–3 Tage); keine Anhörung | Kosten; § 945 ZPO-Risiko | Streitwert-abhängig |
|
||||
| Abmahnung zuerst | Gegenseite zur Unterlassung auffordern | Günstiger; Kostenerstattung möglich | Dringlichkeit: Frist genau setzen | RVG 1,3 Geschäftsgebühr |
|
||||
| Keine Reaktion | Beobachten | Kostensparend | Verletzung setzt sich fort | 0 |
|
||||
| Negative Feststellungsklage (Abgemahnte) | Gerichtsstand sichern | Eigene Zuständigkeit | Kosten; Risiko bei Verlust | Streitwert-abhängig |
|
||||
|
||||
**3. Empfehlung des Anwalts**
|
||||
- Begründete Empfehlung mit Hinweis auf entscheidende Punkte (Dringlichkeit, Beweislage, Gegenseite).
|
||||
|
||||
**4. Kostenaufklärung (§ 49b BRAO)**
|
||||
- Konkrete Kostenschätzung:
|
||||
- Anwaltsgebühren (Streitwert × Gebührenfaktor).
|
||||
- Gerichtsgebühren GKG.
|
||||
- Ggf. Sicherheitsleistung.
|
||||
- Kostenrisiko bei Unterliegen (gegnerische Anwaltskosten).
|
||||
|
||||
**5. Freigabe / Zustimmung Mandant**
|
||||
- Klare Frage an den Mandanten: Freigabe für EV-Antrag erteilen?
|
||||
- Protokollierung der Entscheidung (Memo an Akte).
|
||||
|
||||
## Muster-Mandantenbrief: EV-Antrag (kurz)
|
||||
|
||||
```
|
||||
[Briefkopf Kanzlei] [Ort, Datum]
|
||||
|
||||
An [Mandant Name] - vertraulich -
|
||||
|
||||
Beratungsschreiben: Einstweilige Verfügung [Ihr Sachverhalt]
|
||||
|
||||
Sehr geehrte/r [Mandant],
|
||||
|
||||
1. Sachverhalt
|
||||
[Kurze Zusammenfassung: Verstoß, wann bekannt, wann eingestellt]
|
||||
|
||||
2. Unsere Empfehlung
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||||
Wir empfehlen, unverzüglich eine einstweilige Verfügung zu beantragen.
|
||||
|
||||
Begründung: [2–3 Sätze zur Dringlichkeit, Beweislage, Schutzrecht]
|
||||
|
||||
3. Kosten und Risiken
|
||||
Unsere Gebühren: ca. [Betrag] €
|
||||
Gerichtsgebühren: ca. [Betrag] €
|
||||
Kostenrisiko bei Aufhebung der EV (§ 945 ZPO): [Einschätzung]
|
||||
|
||||
4. Ihr nächster Schritt
|
||||
Bitte geben Sie uns bis [Datum, Uhrzeit] Ihre Freigabe.
|
||||
Ohne Freigabe können wir die Frist nicht wahren.
|
||||
|
||||
Mit freundlichen Grüßen
|
||||
[Kanzlei]
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Muster-Mandantenbrief: Reaktion auf EV (kurz)
|
||||
|
||||
```
|
||||
Sehr geehrte/r [Mandant],
|
||||
|
||||
gegen Sie wurde eine einstweilige Verfügung erlassen / angedroht.
|
||||
|
||||
1. Lage
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||||
[EV-Beschluss erhalten am X; Inhalt: Unterlassung von Y]
|
||||
|
||||
2. Ihre Optionen
|
||||
A) Unterlassungserklärung abgeben → Verfahren erledigt; Marke des Angriffs anerkennen
|
||||
B) Widerspruch einlegen → Mündliche Verhandlung; teurer, aber Gegenargumente möglich
|
||||
C) Abschlussschreiben abwarten → Zuwarten bis Gegner Abschluss fordert
|
||||
|
||||
3. Empfehlung
|
||||
Wir empfehlen [Option] weil [Begründung].
|
||||
|
||||
4. Kosten
|
||||
[Kosten je Option]
|
||||
|
||||
5. Frist für Ihre Entscheidung: [Datum]
|
||||
[Kanzlei]
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Dokumentationspflichten
|
||||
|
||||
| Schritt | Dokumentation |
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||||
|---|---|
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||||
| Beratungsgespräch | Beratungsprotokoll / E-Mail-Bestätigung |
|
||||
| Mandantenfreigabe | E-Mail-Bestätigung oder schriftliche Vollmacht |
|
||||
| Kostenaufklärung | Aktennotiz mit Datum, Betrag, Mandantenkenntnis |
|
||||
| Entscheidung gegen EV | Aktennotiz mit Mandantenwunsch |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
|
||||
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
|
||||
1. Ist der Mandant Angreifer (EV beantragen) oder Verteidiger (auf EV reagieren)?
|
||||
2. Wie viel Zeit bleibt bis zum Fristablauf?
|
||||
3. Soll eine Entscheidungsvorlage oder ein Mandantenbrief erstellt werden?
|
||||
4. Welcher Streitwert ist realistisch (Kostenabschätzung)?
|
||||
5. Output: Entscheidungsvorlage, Mandantenbrief, Kostenübersicht, Freigabe-Checkliste?
|
||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
|
||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
|
||||
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
|
||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
|
||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
|
||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Einstweilige** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
## Anschluss-Skills
|
||||
- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – Vollziehung nach Freigabe.
|
||||
- `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung` – Qualitätsgate.
|
||||
- `spezial-bezuege-zahlen-schwellen-und-berechnung` – Kostenberechnung.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
|
||||
- BRAO, BORA: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de); ZPO: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- RVG, GKG: [gesetze-im-internet.de/rvg](https://www.gesetze-im-internet.de/rvg/), [gesetze-im-internet.de/gkg](https://www.gesetze-im-internet.de/gkg/).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Keine verbindliche Kostenberechnung ohne vollständige Daten.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung und individuelle Aufklärung.
|
||||
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||||
+111
-33
@@ -1,48 +1,126 @@
|
||||
---
|
||||
name: spezial-euipo-internationaler-bezug-und-schnittstellen
|
||||
description: "Euipo: Internationaler Bezug und Schnittstellen im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "EUIPO: Internationale Schnittstellen und Verfahren. Unionsmarke UMV, GGM-Verfahren, EUIPO-Beschwerdekammer, EuGH-Vorabentscheidungen, IR-Marke Madrider System, TM5/IP5, WIPO-Schnittstellen, nationale Designierung über Hague-System."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Euipo: Internationaler Bezug und Schnittstellen
|
||||
# EUIPO: Internationale Bezüge und Schnittstellen
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||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill behandelt EUIPO-Verfahren mit internationalem Bezug: Unionsmarken, GGM, IR-Marken, Beschwerdekammer, EuGH-Vorabentscheidungen und Schnittstellen zu WIPO.
|
||||
|
||||
Er führt durch **Internationaler Bezug und Schnittstellen** im Themenfeld **Euipo**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Rechtsrahmen
|
||||
|
||||
| Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| UMV (VO 2017/1001) | Unionsmarkenverordnung: Anmeldung, Verletzung, Widerspruch, Nichtigkeit |
|
||||
| GGV (VO 6/2002) | Gemeinschaftsgeschmacksmuster-Verordnung |
|
||||
| Art. 165 ff. UMV | Schnittstelle IR-Marke (Madrider Protokoll) |
|
||||
| Madrider Protokoll (PMMA) | Internationale Markenanmeldung über WIPO |
|
||||
| Haager System (HMA) | Internationale Designanmeldung über WIPO |
|
||||
| Art. 267 AEUV | EuGH-Vorabentscheidungsverfahren |
|
||||
| RL 2015/2436 | Markenrechts-Richtlinie (Angleichung nationale Markenrechte) |
|
||||
|
||||
## Fachlicher Zuschnitt
|
||||
## EUIPO-Verfahrensübersicht
|
||||
|
||||
- **Thema:** Euipo.
|
||||
- **Arbeitsfokus:** Internationaler Bezug und Schnittstellen.
|
||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
### Anmeldeverfahren Unionsmarke
|
||||
|
||||
```
|
||||
Online-Einreichung bei EUIPO (euipo.europa.eu)
|
||||
↓
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||||
Formelle Prüfung (Klassen, Abbildung, Beschreibung)
|
||||
↓
|
||||
Absolute Schutzhindernisse prüfen (Art. 7 UMV)
|
||||
↓
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||||
Bekanntmachung im EUIPO-Amtsblatt
|
||||
↓
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||||
Widerspruchsfrist: 3 Monate ab Bekanntmachung
|
||||
↓
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||||
Eintragung oder Widerspruchsverfahren
|
||||
↓
|
||||
Gültig in allen 27 EU-Mitgliedstaaten
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||||
```
|
||||
|
||||
### Widerspruchsverfahren EUIPO
|
||||
|
||||
| Aspekt | Inhalt |
|
||||
|---|---|
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||||
| Grundlage | Art. 46 UMV |
|
||||
| Frist | 3 Monate ab Bekanntmachung |
|
||||
| Gebühr | 320 € |
|
||||
| Ältere Rechte | Unionsmarke, nationale Marke, bekannte Marke, Unternehmenskennzeichen |
|
||||
| Beweispflicht | Inhaberschaft + Schutzrechtsnachweis |
|
||||
| Nichtbenutzungseinrede | Wenn ältere Marke > 5 Jahre: Benutzungsnachweis durch Widersprechenden |
|
||||
|
||||
### Nichtigkeits- und Verfallsverfahren EUIPO
|
||||
|
||||
| Verfahren | Norm | Kosten |
|
||||
|---|---|---|
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||||
| Nichtigkeit (absolute Gründe) | Art. 59 UMV | 1.000 € |
|
||||
| Nichtigkeit (relative Gründe) | Art. 60 UMV | 1.000 € |
|
||||
| Verfall | Art. 58 UMV | 1.000 € |
|
||||
| GGM-Nichtigkeit | Art. 52 GGV | 350 € |
|
||||
|
||||
## Beschwerdekammer EUIPO
|
||||
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||||
- Beschwerde gegen Entscheidungen der Prüfungsabteilung oder Widerspruchsabteilung: Frist 2 Monate.
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||||
- Gebühr: 720 € (Marken).
|
||||
- Entscheidungen der BK: Beschwerde zum **EuG** (Gericht der EU), dann EuGH.
|
||||
- Rechtsprechung der Beschwerdekammern: [euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/contentPdfs/about_euipo/who_we_are/consolidated_decisions_en.pdf](https://euipo.europa.eu/ohimportal/en/decisions)
|
||||
|
||||
## IR-Marke: Schnittstelle WIPO / EUIPO
|
||||
|
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### Zentralanmeldung über WIPO
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||||
1. Basismarke in Heimatland (z.B. DPMA-Marke) als Ausgangspunkt.
|
||||
2. IR-Antrag beim DPMA als Übermittlungsbehörde (§§ 119 ff. MarkenG).
|
||||
3. WIPO registriert IR-Marke und notifiziert gewählte Länder.
|
||||
4. Länder haben 12–18 Monate Zeit zur Zurückweisung (provisorische Ablehnung).
|
||||
5. Wenn kein Widerspruch: Schutz entsteht im jeweiligen Land.
|
||||
|
||||
### Designierung EU über IR-Marke
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- EU kann als Designierungsland benannt werden.
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- EUIPO prüft wie bei direkter UM-Anmeldung.
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- Vorteil: Eine IR-Marke deckt DE + EU + weitere Länder ab.
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## Haager System: Internationale Designanmeldung
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| Aspekt | Inhalt |
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|---|---|
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| Grundlage | Haager Abkommen + WIPO |
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| Verwaltung | WIPO (ipportal.wipo.int) |
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| Designierbarkeit EU | Ja; EUIPO prüft GGV-Anforderungen |
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| Gebühren | WIPO-Grundgebühr + Designierungsgebühr je Land/Region |
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| Schutzfrist | Je nach Land; EU: 5 Jahre verlängerbar bis 25 Jahre |
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## EuGH-Leitentscheidungen (ausgewählte Themen)
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| Thema | Aussage | Quelle |
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|---|---|---|
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| Verwechslungsgefahr | Gesamtabwägung; Ähnlichkeit Zeichen + Waren; Wechselwirkungsgrundsatz | EuGH, Rs. C-39/97 – Canon |
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| Bekannte Marke | Schutz auch ohne Verwechslungsgefahr bei Rufausbeutung / Schädigung | EuGH, Rs. C-292/00 – Davidoff |
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| Erschöpfung | Erstmaliges IVB im EWR; kein Verbot bei Reimport aus EWR | EuGH, Rs. C-355/96 – Silhouette |
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*Alle Entscheidungen live prüfen: [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu)*
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. Welches Schutzrecht ist betroffen (Unionsmarke / GGM / IR-Marke)?
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2. In welchem Verfahrensstadium steht die Sache (Anmeldung / Widerspruch / Nichtigkeit / Beschwerde)?
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3. Gibt es eine internationale Komponente (IR-Marke, Hague System)?
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4. Welche Fristen laufen (Widerspruchsfrist, Beschwerdegrenze)?
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5. Output: Verfahrensübersicht, Strategie-Memo, Beschwerdeschreiben-Gerüst?
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1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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## Arbeitsworkflow
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1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Euipo** prüfen.
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3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
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4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
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5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
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## Output-Standard
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- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
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- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
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- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Anschluss-Skills
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- `spezial-dpma-mehrparteien-konflikt-und-interessen` – DPMA-Widerspruchsverfahren.
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- `gr-uebersetzung-marke-osterreich-schweiz-spezial` – DACH-Schnittstellen.
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- `faevvollzug-neu-007-grenzueberschreitende-ip-eilverfuegung` – Grenzüberschreitende EV.
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## Quellenregel
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- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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||||
- UMV, GGV: [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
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- EUIPO: [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu).
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- WIPO: [wipo.int](https://www.wipo.int).
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||||
- EuGH: [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine länderspezifische IP-Beratung für Nicht-EU-Länder ohne Quellenverifizierung.
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- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+112
-33
@@ -1,48 +1,127 @@
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||||
name: spezial-fachanwalt-erstpruefung-und-mandatsziel
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||||
description: "Fachanwalt: Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
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||||
description: "Erstprüfung und Mandatsziel im gewerblichen Rechtsschutz: Erstgespräch-Systematik, Schutzrechts-Screening, Interessenabwägung, Mandatszieldefinition, Interessenkonfliktprüfung, Kostenaufklärung und strategische Weichenstellung."
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# Fachanwalt: Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel
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# Erstprüfung und Mandatsziel
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## Aufgabe
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Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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||||
Dieser Skill strukturiert die anwaltliche Erstprüfung im gewerblichen Rechtsschutz: Screening der Schutzrechte, Definition des Mandatsziels, Kostenaufklärung und erste strategische Weichenstellung.
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Er führt durch **Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel** im Themenfeld **Fachanwalt**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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## Erstprüfungs-Schema
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### Schritt 1 – Interessenkonflikt prüfen (§ 43a BRAO)
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- Vertritt die Kanzlei die Gegenseite oder eine verbundene Partei in der gleichen Sache?
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- Frühere Mandate mit Berührungspunkten?
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- **Bei Konflikt:** Ablehnung des Mandats oder Trennlösung; keine Beratung beider Seiten.
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## Fachlicher Zuschnitt
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### Schritt 2 – Sachverhaltsaufnahme
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- **Thema:** Fachanwalt.
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- **Arbeitsfokus:** Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel.
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||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
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||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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| Bereich | Fragen |
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|---|---|
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||||
| Person / Unternehmen | Wer ist der Mandant; Unternehmensstruktur; Branche |
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| Schutzrechte | Welche Marken, Patente, Designs, Urheberrechte bestehen; eingetragen? |
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||||
| Verletzungshandlung | Was genau passiert; wann; wer; wo; wie dokumentiert? |
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||||
| Gegenseite | Wer ist Verletzer / Angreifer; bekannte Schutzrechte der Gegenseite? |
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| Wirtschaftliche Lage | Umsatz im betroffenen Bereich; Schadensausmaß; Budgetrahmen |
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||||
### Schritt 3 – Mandatsziel klären
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||||
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||||
| Mandatsziel | Typischer Weg |
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|---|---|
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||||
| Schnelle Unterlassung | EV-Antrag (§ 935 ZPO) |
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||||
| Schadensersatz beziffern | Auskunftsklage → Stufenklage § 254 ZPO |
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||||
| Langfristige Unterlassung | Hauptsacheklage + UE |
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||||
| Schutzrecht angreifen (Nichtigkeit) | Widerspruch / Löschungsverfahren / Nichtigkeitsklage |
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||||
| Vergleich / Koexistenz | Verhandlung + Abgrenzungsvereinbarung |
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||||
| Lizenz regulieren | Lizenzvertragsverhandlung / Lizenzverletzungsklage |
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||||
|
||||
### Schritt 4 – Schutzrechts-Screening
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||||
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||||
**Eigene Schutzrechte:**
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||||
- Markenregister: [dpma.de/marken](https://www.dpma.de/marken/markenrecherche/); [euipo.europa.eu/eSearch](https://euipo.europa.eu/eSearch/)
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||||
- Patentregister: [dpma.de/patente](https://www.dpma.de/patente/patentsuche/); [epo.org/espacenet](https://worldwide.espacenet.com/)
|
||||
- Designregister: [dpma.de/designs](https://www.dpma.de/designs/designrecherche/)
|
||||
- Gebrauchsmusterregister: DPMA
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||||
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||||
**Gegnerische Schutzrechte:**
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||||
- Gleiche Recherchequellen auf Gegenseite anwenden.
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||||
- Prioritätsrang der Schutzrechte vergleichen.
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||||
### Schritt 5 – Risikoampel
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||||
| Ampel | Kriterien |
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||||
|---|---|
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||||
| Grün | Schutzrecht eindeutig; Verletzung klar; Dringlichkeit gewahrt; keine Gegenrechte erkennbar |
|
||||
| Gelb | Schutzrecht fraglich; Verletzung nicht eindeutig; Gegenrechte möglich; Dringlichkeit knapp |
|
||||
| Rot | Schutzrecht unsicher; Nichtigkeitsrisiko hoch; Gegenseite hat ältere Rechte; § 945 ZPO-Risiko |
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||||
|
||||
### Schritt 6 – Kostenaufklärung (§ 49b BRAO)
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||||
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||||
- Geschätzter Streitwert (Begründung).
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||||
- Anwaltsgebühren: Geschäftsgebühr + ggf. Verfahrensgebühr.
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||||
- Gerichtsgebühren (GKG) bei gerichtlichem Vorgehen.
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||||
- Kostenrisiko bei Unterliegen.
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||||
- Vergütungsvereinbarung (wenn abweichend von RVG) schriftlich.
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||||
|
||||
## Mandantenbrief Erstprüfungsergebnis (Gerüst)
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||||
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```
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Sehr geehrte/r [Mandant],
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||||
nach unserem Erstgespräch vom [Datum] fassen wir zusammen:
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||||
1. Ihr Schutzrecht
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||||
[Bezeichnung, Registernummer, Schutzbereich]
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||||
|
||||
2. Die festgestellte Verletzung
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||||
[Beschreibung, Datum, Beweise]
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||||
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||||
3. Unsere Ersteinschätzung (Ampel: Grün / Gelb / Rot)
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||||
[Begründung in 2–3 Sätzen; Risiken]
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||||
|
||||
4. Empfohlener nächster Schritt
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||||
[Option A, Option B mit Kosten je Option]
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||||
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||||
5. Kosten (Schätzung)
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||||
[Streitwert, Gebühren, Kostenrisiko]
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||||
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||||
6. Ihre Entscheidung
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||||
Bitte geben Sie uns bis [Datum] Rückmeldung.
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||||
[Kanzlei]
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```
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||||
## Checkliste Erstgespräch
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| Punkt | Erledigt? |
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|---|---|
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| Interessenkonflikt geprüft und verneint | ☐ |
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| Sachverhalt vollständig aufgenommen | ☐ |
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| Mandatsziel definiert und dokumentiert | ☐ |
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||||
| Schutzrechte recherchiert (eigen + gegnerisch) | ☐ |
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||||
| Risikoampel bewertet | ☐ |
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| Kostenaufklärung durchgeführt und protokolliert | ☐ |
|
||||
| Nächster Schritt festgelegt und Frist kommuniziert | ☐ |
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||||
## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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||||
1. Neues Mandat oder laufendes Verfahren mit neuem Fokus?
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2. Liegt eine eingehende Abmahnung, eine EV oder ein Sachverhalt ohne gegnerische Handlung vor?
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||||
3. Was ist das primäre Mandatsziel (Unterlassung / Schadensersatz / Nichtigkeit / Lizenz)?
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||||
4. Welche Unterlagen liegen vor?
|
||||
5. Output: Erstprüfungs-Memo, Risikoampel, Mandantenbrief, Checkliste?
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||||
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||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
|
||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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||||
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
|
||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
|
||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
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||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
|
||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Fachanwalt** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `workflow-kaltstart-und-routing` – Routing in passende Spezialskills.
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||||
- `spezial-fao-dokumentenmatrix-und-lueckenliste` – FAO-Dokumentation.
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- `gr-abmahnung-workflow` – Nach Erstprüfung: Abmahnung vorbereiten.
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||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
|
||||
- BRAO, BORA: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Register: [dpma.de](https://www.dpma.de), [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu), [epo.org](https://www.epo.org).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Kein Ersatz für vollständiges Erstgespräch mit dem Mandanten.
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||||
- Keine Schutzrechts-Prüfung ohne Registerauszüge.
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||||
+94
-33
@@ -1,48 +1,109 @@
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---
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||||
name: spezial-fao-dokumentenmatrix-und-lueckenliste
|
||||
description: "FAO: Dokumentenmatrix, Lückenliste und Nachforderung im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "FAO-Dokumentenmatrix: Nachweise für Fachanwaltschaft gewerblicher Rechtsschutz § 14k FAO. Falllistenführung, Fallgruppen, qualifizierte Fälle, besondere praktische Erfahrungen, Lückenliste, Zulassungsantrag und häufige Fehler."
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---
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|
||||
# FAO: Dokumentenmatrix, Lückenliste und Nachforderung
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||||
# FAO-Dokumentenmatrix und Lückenliste
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||||
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill unterstützt bei der Vorbereitung des Antrags auf Verleihung der Fachanwaltsbezeichnung „Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz" (§ 14k FAO): Falllistenstruktur, Dokumentation, Lückenanalyse.
|
||||
|
||||
Er führt durch **Dokumentenmatrix, Lückenliste und Nachforderung** im Themenfeld **FAO**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Rechtsrahmen
|
||||
|
||||
| Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| § 14k FAO | Besondere praktische Erfahrungen: gewerblicher Rechtsschutz |
|
||||
| § 5 FAO | Allgemeine Anforderungen: persönliche Erfahrungen in den letzten 3 Jahren |
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||||
| § 6 FAO | Fallzahlen und Fallkategorien |
|
||||
| § 7 FAO | Qualifizierung durch Lehrgang (120 Stunden) |
|
||||
| § 10 FAO | Antrag auf Fachanwaltsbezeichnung; Form; Frist |
|
||||
| § 15 FAO | Fortbildungspflicht 15 Stunden/Jahr |
|
||||
|
||||
## Fachlicher Zuschnitt
|
||||
## § 14k FAO – Anforderungen im Überblick
|
||||
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||||
- **Thema:** FAO.
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||||
- **Arbeitsfokus:** Dokumentenmatrix, Lückenliste und Nachforderung.
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||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
### Lehrgang (§ 7 FAO)
|
||||
- **120 Unterrichtsstunden** in einem staatlich anerkannten Kurs.
|
||||
- Inhalt: Markenrecht, Patentrecht, Designrecht, Urheberrecht, Lauterkeitsrecht (Mindestlehrplan).
|
||||
- Leistungsnachweis: Klausur oder Aufsichtsarbeit.
|
||||
|
||||
### Praktische Erfahrungen (§ 14k Abs. 1 FAO)
|
||||
- Mindest-Fallzahlen je Bereich (§ 14k FAO i.V.m. § 6 FAO):
|
||||
- Markenrecht, Patentrecht, Designrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht.
|
||||
- Mindestens **je 5 Fälle** in mindestens **3 der 5 Bereiche** (genaue Anforderungen in § 14k FAO prüfen – Änderungen durch RAK-Satzungen möglich).
|
||||
|
||||
**Live-Check erforderlich:** [brak.de](https://www.brak.de) und zuständige RAK für aktuelle Fallzahlenanforderungen.
|
||||
|
||||
## Falllistenmatrix
|
||||
|
||||
| Fall-Nr. | Bereich | Falltyp | Jahr | Rolle (beratend / gerichtl.) | Status | Besonderheit |
|
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
|
||||
| 1 | Markenrecht | Abmahnung / EV | 20XX | gerichtlich | abgeschlossen | Nichtbenutzungseinrede |
|
||||
| 2 | Patentrecht | Verletzungsklage | 20XX | gerichtlich | abgeschlossen | UPC-Übergang |
|
||||
| 3 | UWG | Abmahnung | 20XX | beratend | abgeschlossen | § 8c UWG |
|
||||
| 4 | Designrecht | Widerspruchsverfahren | 20XX | behördlich | abgeschlossen | DPMA |
|
||||
| 5 | UrhG | Unterlassung | 20XX | gerichtlich | abgeschlossen | § 97a UrhG |
|
||||
| … | | | | | | |
|
||||
|
||||
## Qualifizierungsanforderungen je Bereich
|
||||
|
||||
| Bereich | Typische qualifizierende Fälle |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Markenrecht | Widerspruchsverfahren DPMA/EUIPO; Verletzungsabmahnung; EV-Antrag; Nichtigkeitsklage; Lizenzstreit |
|
||||
| Patentrecht | Verletzungsklage; Nichtigkeitsverfahren BPatG; ArbnErfG-Streit; EPA-Einspruchsverfahren |
|
||||
| Designrecht | Verletzungsabmahnung; DPMA-Anmeldung; GGM-Verfahren; Nichtigkeitsantrag |
|
||||
| Urheberrecht | Abmahnung; EV; Lizenzstreit; TDM/KI-Frage; Software-Copyright |
|
||||
| Wettbewerbsrecht | UWG-Abmahnung; EV (§ 12 UWG); Verbandsklage; Schleichwerbung |
|
||||
|
||||
## Lückenliste und Auffüllstrategie
|
||||
|
||||
**Lückenanalyse:**
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||||
1. Aktuelle Fallliste zusammenstellen.
|
||||
2. Mit FAO-Mindestanforderungen abgleichen.
|
||||
3. Fehlende Bereiche oder Falltypen identifizieren.
|
||||
|
||||
**Lücken auffüllen:**
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||||
- Mandate in unterrepräsentierten Bereichen aktiv annehmen.
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||||
- Fortbildungen in Lückenbereichen priorisieren.
|
||||
- Kooperationen mit spezialisierten Kollegen, um Erfahrung zu dokumentieren.
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||||
- Archivierte Fälle aus den letzten 3 Jahren prüfen (§ 5 FAO: Zeitraum beachten).
|
||||
|
||||
## Checkliste Zulassungsantrag
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||||
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||||
| Voraussetzung | Status |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Lehrgang 120 Stunden abgeschlossen (Zertifikat) | ☐ |
|
||||
| Leistungsnachweis (Klausur) bestanden | ☐ |
|
||||
| Fallliste erstellt und qualifiziert | ☐ |
|
||||
| Mindest-Fallzahlen je Bereich erreicht | ☐ |
|
||||
| Zeugnisse / Bescheinigungen (Mandanten, Gerichte) vorbereitet | ☐ |
|
||||
| Antrag bei RAK eingereicht | ☐ |
|
||||
| Fortbildungsnachweis aktuell (§ 15 FAO: 15 Stunden/Jahr) | ☐ |
|
||||
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||||
## Häufige Fehler beim Zulassungsantrag
|
||||
|
||||
| Fehler | Konsequenz | Vermeidung |
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||||
|---|---|---|
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||||
| Fälle außerhalb des 3-Jahres-Zeitraums (§ 5 FAO) | Nicht anrechenbar | Zeitraum vor Antrag sorgfältig prüfen |
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||||
| Rein beratende Tätigkeit zählt nicht gleichwertig | Fehlende gerichtliche Erfahrung | Gerichtliche Mandate gezielt annehmen |
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||||
| Falsche Bereichszuordnung | RAK korrigiert; ggf. Lücke | Bereich vorab mit RAK abstimmen |
|
||||
| Lehrgang zu alt (§ 7 Abs. 2 FAO: keine zeitliche Begrenzung, aber aktuell halten) | Je nach RAK | Aktualität sicherstellen |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
|
||||
1. Wie weit ist die Fallliste und in welchen Bereichen fehlen noch Nachweise?
|
||||
2. Wie viele Stunden des Fachanwaltslehrgangs sind absolviert?
|
||||
3. Welcher Zeitraum ist für die Fallzählung maßgeblich?
|
||||
4. Output: Lückenliste, Fallmatrix, Checkliste, Strategie zum Auffüllen?
|
||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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||||
## Arbeitsworkflow
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||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **FAO** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
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||||
## Output-Standard
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||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
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||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
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||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Anschluss-Skills
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||||
- `spezial-fachanwalt-erstpruefung-und-mandatsziel` – Fallaufnahme und Mandatsziel.
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||||
- `workflow-dokumentenintake` – Dokumentenerfassung.
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||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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||||
- FAO: [brak.de](https://www.brak.de) (aktuelle Fassung abrufbar); [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/brao/).
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||||
- Für aktuelle Anforderungen immer bei zuständiger RAK nachfragen.
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine verbindliche Aussage über FAO-Anforderungen ohne Live-Prüfung (RAK und BRAK).
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||||
- Kein Ersatz für Beratung durch RAK oder Fachanwaltskommission.
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+103
-33
@@ -1,48 +1,118 @@
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---
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||||
name: spezial-gebrmg-verhandlung-vergleich-und-eskalation
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||||
description: "Gebrmg: Verhandlung, Vergleich und Eskalation im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "Gebrauchsmusterrecht: Verhandlung, Vergleich und Eskalation. GebrMG §§ 1–25, Abgrenzung zum Patent, Schutzansprüche, Verletzungsklage, Löschungsverfahren DPMA, Vergleichsoptionen, Eskalationspfade und Kostenabwägung."
|
||||
---
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||||
# Gebrmg: Verhandlung, Vergleich und Eskalation
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||||
# Gebrauchsmusterrecht: Verhandlung, Vergleich und Eskalation
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||||
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill behandelt das Gebrauchsmusterrecht in der Praxis: Schutzvoraussetzungen, Abgrenzung zum Patent, Verletzungsverfahren, Verhandlungs- und Vergleichsstrategie und Eskalationspfade.
|
||||
|
||||
Er führt durch **Verhandlung, Vergleich und Eskalation** im Themenfeld **Gebrmg**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Rechtsrahmen
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||||
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||||
| Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| § 1 GebrMG | Schutzgegenstand: räumlich-körperliche Gebilde; Neuheit + erfinderischer Schritt |
|
||||
| § 3 GebrMG | Neuheit: nicht Stand der Technik; 6-Monats-Neuheitsschonfrist (§ 3 Abs. 1 S. 3 GebrMG) |
|
||||
| § 4 GebrMG | Erfinderischer Schritt (niedrigere Schwelle als PatG) |
|
||||
| §§ 11–19 GebrMG | Verfahren: Anmeldung, Eintragung ohne Sachprüfung, Schutzdauer |
|
||||
| § 13 GebrMG | Schutzdauer: 3 Jahre, verlängerbar bis 10 Jahre |
|
||||
| § 17 GebrMG | Umwandlungsantrag Patent → Gebrauchsmuster |
|
||||
| §§ 23 ff. GebrMG | Löschungsantrag beim DPMA |
|
||||
| § 24 GebrMG | Löschungsgründe: fehlende Schutzvoraussetzungen, älteres Recht |
|
||||
| §§ 139 ff. PatG | Verletzungsansprüche (analog anwendbar auf GebrM) |
|
||||
|
||||
## Fachlicher Zuschnitt
|
||||
## Abgrenzung Gebrauchsmuster – Patent
|
||||
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||||
- **Thema:** Gebrmg.
|
||||
- **Arbeitsfokus:** Verhandlung, Vergleich und Eskalation.
|
||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
| Merkmal | Gebrauchsmuster | Patent |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| Schutzgegenstand | Räumlich-körperliche Gebilde (keine Verfahren) | Erzeugnisse und Verfahren |
|
||||
| Sachprüfung | Nein (nur formal) | Ja (vollständige Prüfung) |
|
||||
| Erteilungsdauer | Wochen | 2–5 Jahre |
|
||||
| Schutzdauer | Max. 10 Jahre | Max. 20 Jahre |
|
||||
| Neuheitsschonfrist | Ja, 6 Monate | Nein (außer Ausnahmen EPÜ) |
|
||||
| Schwelle Erfinderischer Schritt | Niedriger | Höher (erfinderische Tätigkeit §§ 1, 4 PatG) |
|
||||
| Löschungsverfahren | DPMA (§ 23 GebrMG) | BPatG (§ 81 PatG) |
|
||||
| Kosten | Günstiger | Höher |
|
||||
|
||||
## Verletzungsverfahren
|
||||
|
||||
### Verletzungsansprüche
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||||
- Entsprechend §§ 139 ff. PatG: Unterlassung, Schadensersatz, Auskunft, Vernichtung.
|
||||
- Aktivlegitimiert: eingetragener Inhaber, ausschließlicher Lizenznehmer.
|
||||
- Gerichtsstand: LG mit Patentkammer (§ 143 PatG analog; zuständige LG).
|
||||
|
||||
### Einwand fehlender Schutzfähigkeit im Verletzungsverfahren
|
||||
- Nichtigkeitseinwand im Verletzungsprozess: Gericht setzt ggf. aus bis DPMA-Löschungsentscheidung.
|
||||
- Paralleler Löschungsantrag beim DPMA als Strategie.
|
||||
|
||||
## Löschungsverfahren DPMA (§§ 23–25 GebrMG)
|
||||
|
||||
| Aspekt | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Antragsteller | Jedermann |
|
||||
| Gründe | § 24 GebrMG: fehlende Schutzfähigkeit, entgegenstehender Stand der Technik, älteres Recht |
|
||||
| Gebühr | 300 € |
|
||||
| Verfahren | Schriftlich; DPMA entscheidet; Beschwerde BPatG |
|
||||
| Wirkung | Ex-tunc-Löschung |
|
||||
|
||||
## Verhandlung und Vergleich
|
||||
|
||||
### Wann Vergleich sinnvoll?
|
||||
|
||||
| Konstellation | Vergleich sinnvoll? |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Schutzbereich des GebrM unsicher; Löschungsrisiko hoch | Ja: Vergleich limitiert Risiko |
|
||||
| Gegenseite hat starke technische Gegenargumente | Ja: Kreuz-Lizenz oder Koexistenz |
|
||||
| Mandant braucht schnelle Kostenlösung | Ja: schnelle Einigung |
|
||||
| Verletzung eindeutig, Gegenseite hat keine Ressourcen | Eher Unterlassung durchsetzen |
|
||||
|
||||
### Vergleichsoptionen
|
||||
|
||||
| Option | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Koexistenzvereinbarung | Beide Parteien können Technologie in definierten Bereichen nutzen |
|
||||
| Kreuz-Lizenz | Gegenseitige Nutzungsrechte; keine Zahlungen |
|
||||
| Einfache Lizenz | Verletzter zahlt Lizenzgebühr; Nutzung erlaubt |
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||||
| Aufgabe des GebrM gegen Vergleichssumme | Inhaber gibt Schutzrecht auf |
|
||||
|
||||
## Eskalationspfad
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||||
|
||||
```
|
||||
Verletzung festgestellt
|
||||
↓
|
||||
Abmahnung (mit Unterlassungsforderung)
|
||||
↓
|
||||
Reaktion: UE abgegeben? → Vergleich / Abschluss
|
||||
↓
|
||||
Keine ausreichende UE → EV-Antrag oder Klage
|
||||
↓
|
||||
Parallele Strategie: Löschungsantrag DPMA prüfen (Gegenseite)
|
||||
↓
|
||||
Verhandlung nach Klagezustellung: Vergleich prüfen
|
||||
↓
|
||||
Urteil → ggf. Berufung
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
|
||||
1. Welches Gebrauchsmuster ist betroffen (Nummer, Anmeldetag, Schutzbereich)?
|
||||
2. Liegt eine Verletzungshandlung oder ein Löschungsangriff vor?
|
||||
3. Besteht Vergleichsbereitschaft der Gegenseite?
|
||||
4. Wie ist das Verhältnis GebrM / entsprechendes Patent der Gegenseite?
|
||||
5. Output: Verhandlungs-Memo, Löschungsantrag-Gerüst, Vergleichsoptions-Matrix?
|
||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
|
||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
|
||||
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
|
||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
|
||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
|
||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Gebrmg** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
## Anschluss-Skills
|
||||
- `vergleich-statt-streit-strategie` – Vergleichsstrategie allgemein.
|
||||
- `spezial-patg-schriftsatz-brief-und-memo-bausteine` – Schriftsatzbausteine Patentrecht.
|
||||
- `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` – Schadensersatz.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
|
||||
- GebrMG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/gebrmg/); PatG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/patg/).
|
||||
- DPMA: [dpma.de](https://www.dpma.de); BPatG: [bundespatentgericht.de](https://www.bundespatentgericht.de).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Keine technische Bewertung der Schutzansprüche ohne Patentschrift und Sachverständige.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
|
||||
|
||||
+99
-33
@@ -1,48 +1,114 @@
|
||||
---
|
||||
name: spezial-gewerblichen-tatbestand-beweis-und-belege
|
||||
description: "Gewerblichen: Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen und Beleglage im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "Tatbestand, Beweis und Belege im gewerblichen Rechtsschutz: Beweismittel für Marken-, Patent-, Design- und UWG-Verletzungen, Darlegungs- und Beweislastverteilung, Beweissicherungsklage, Vernichtungsanspruch, eidesstattliche Versicherung, Testkauf."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Gewerblichen: Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen und Beleglage
|
||||
# Tatbestand, Beweis und Belege im gewerblichen Rechtsschutz
|
||||
|
||||
## Aufgabe
|
||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill behandelt die Beweisführung bei gewerblichen Schutzrechtsverletzungen: Beweismittel, Darlegungslast, Beweissicherungsklage und Beweissicherung im Eilverfahren.
|
||||
|
||||
Er führt durch **Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen und Beleglage** im Themenfeld **Gewerblichen**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Rechtsrahmen
|
||||
|
||||
| Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| § 286 ZPO | Freie richterliche Beweiswürdigung |
|
||||
| § 294 ZPO | Glaubhaftmachung: eidesstattliche Versicherung; für EV ausreichend |
|
||||
| § 422 ZPO | Vorlegung von Urkunden |
|
||||
| § 144 PatG | Beweissicherungsklage (vorprozessualer Sachverständigenzugang) |
|
||||
| § 19 MarkenG | Auskunftsanspruch (Lieferkette) |
|
||||
| § 101 UrhG | Auskunftsanspruch bei offensichtlicher Rechtsverletzung |
|
||||
| § 46 DesignG | Auskunft und Rechnungslegung |
|
||||
| § 140b PatG | Auskunftsanspruch Patentrecht |
|
||||
| § 33 Abs. 1 UWG | Schadenersatz; Anspruch auf Auskunft |
|
||||
|
||||
## Fachlicher Zuschnitt
|
||||
## Beweismittelübersicht nach Verletzungsart
|
||||
|
||||
- **Thema:** Gewerblichen.
|
||||
- **Arbeitsfokus:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen und Beleglage.
|
||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
### Markenverletzung
|
||||
|
||||
| Beweismittel | Qualität | Beschaffung |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| Testkauf mit Quittung (Original) | Sehr hoch | Testkauf organisieren; Quittung aufheben |
|
||||
| Screenshot der Website (URL + Datum sichtbar) | Mittel | Ergänzen durch Internetarchiv |
|
||||
| Notarprotokoll / Internetseiten-Notarisierung | Hoch | Notar beauftragen (teuer) |
|
||||
| Eidesstattliche Versicherung Mandant | Ausreichend für EV (§ 294 ZPO) | Mandant unterschreibt eV |
|
||||
| Registrierungsnachweis (DPMA-Auszug) | Hoch | Online: dpma.de |
|
||||
| Sicherheitsmuster / Originalware zum Vergleich | Hoch | Original des Schutzrechtsinhabers |
|
||||
|
||||
### Patentverletzung
|
||||
|
||||
| Beweismittel | Qualität | Beschaffung |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| Testkauf verletzende Ware | Hoch | Mit Quittung, Verpackung |
|
||||
| Patentschrift + Verletzungsanalyse (Sachverständiger) | Sehr hoch | Patentanwalt / Sachverständiger |
|
||||
| Herstellungsprozess-Analyse | Sehr hoch | Nur über Auskunft oder Beweissicherungsklage |
|
||||
| Messe-Exponat | Hoch | Fotografisch dokumentiert |
|
||||
| Produktdatenblatt / Betriebsanleitung | Mittel | Aus offiziellen Quellen |
|
||||
|
||||
### UWG-Verletzung
|
||||
|
||||
| Beweismittel | Qualität | Beschaffung |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| Screenshot irreführende Werbung (URL, Datum) | Mittel–Hoch | Zeitstempel-Tool, Wayback Machine |
|
||||
| E-Mail-Werbung (Original mit Header) | Hoch | Vollständige E-Mail mit Metadaten |
|
||||
| Werbemittel (Prospekt, Anzeige) | Hoch | Original sichern |
|
||||
| Eidesstattliche Versicherung | Für EV ausreichend | Mandant unterschreibt |
|
||||
|
||||
## Darlegungs- und Beweislast
|
||||
|
||||
| Anspruch | Darlegungslast | Beweislast |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| Verletzungsunterlassung | Kläger: Schutzrecht + Verletzungshandlung | Kläger; Gegenseite: Erschöpfung / Lizenz |
|
||||
| Schadensersatz | Kläger: Verletzung + Verschulden + Schaden | Kläger; Schaden kann durch Gericht geschätzt werden (§ 287 ZPO) |
|
||||
| Vernichtung | Kläger: Verletzung + Besitz Verletzter | Kläger |
|
||||
| Auskunft | Kläger: Verletzung + Auskunftspflichtiger | Kläger |
|
||||
|
||||
## Auskunftsanspruch vor der Hauptklage
|
||||
|
||||
**Stufenklage (§ 254 ZPO):** Auskunft → Abrechnung → Schadensersatz.
|
||||
|
||||
1. Klage auf Auskunft: Lieferkette, Mengen, Umsätze.
|
||||
2. Gegenseite ist zur Auskunft verurteilt.
|
||||
3. Nach Auskunft: Schadensersatz beziffern und geltend machen.
|
||||
|
||||
**Auskunftsansprüche:**
|
||||
- MarkenG § 19; PatG § 140b; DesignG § 46; UrhG § 101; UWG § 33 Abs. 1.
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||||
|
||||
## Beweissicherungsklage (§ 144 PatG analog)
|
||||
|
||||
- Vorprozessualer Anspruch auf Besichtigung, Probenahme, Inaugenscheinnahme.
|
||||
- Voraussetzung: hinreichende Wahrscheinlichkeit einer Verletzung; Sachverständigenbegutachtung sinnvoll.
|
||||
- Anwendung auch im Marken- und Designrecht (analog).
|
||||
|
||||
## Checkliste Beweissicherung vor EV
|
||||
|
||||
| Schritt | Erledigt? |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Verletzungshandlung fotografisch / schriftlich dokumentiert | ☐ |
|
||||
| Datum und Uhrzeit des Verstoßes belegt | ☐ |
|
||||
| Registerauszug (Schutzrecht) aktuell vorhanden | ☐ |
|
||||
| Eidesstattliche Versicherung des Mandanten vorbereitet (§ 294 ZPO) | ☐ |
|
||||
| Testkauf oder Muster der verletzenden Ware gesichert | ☐ |
|
||||
| Auskunftsanspruch überlegt (sofort oder nach Unterlassung) | ☐ |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
|
||||
1. Welche Verletzungshandlung muss bewiesen werden (Marke / Patent / Design / UWG)?
|
||||
2. Welche Beweismittel liegen bereits vor?
|
||||
3. Ist eine eidesstattliche Versicherung ausreichend (EV) oder ist Hauptsachebeweis nötig?
|
||||
4. Besteht Bedarf an Auskunftsklage / Stufenklage?
|
||||
5. Output: Beweissicherungsplan, Checkliste, Auskunftsklage-Gerüst?
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||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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## Arbeitsworkflow
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||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Gewerblichen** prüfen.
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||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
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||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
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||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
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||||
## Output-Standard
|
||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `spezial-verfuegung-beweislast-und-darlegungslast` – Beweislast in der EV.
|
||||
- `spezial-verletzungsklage-sonderfall-und-edge-case` – Sonderfälle Beweis.
|
||||
- `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung` – Qualitätsgate vor EV.
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||||
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## Quellenregel
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- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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- Normen ZPO, PatG, MarkenG, UrhG, DesignG, UWG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
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- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [openjur.de](https://openjur.de), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
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- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine technische Verletzungsanalyse ohne Sachverständigen.
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- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+97
-33
@@ -1,48 +1,112 @@
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name: spezial-lizenzanaloger-fristennotiz-und-naechster-schritt
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description: "Lizenzanaloger: Fristennotiz und nächster Schritt im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
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||||
description: "Lizenzanaloger Schadensersatz: Berechnung, Marktrecherche für Lizenzsätze, Stufenklage, Fristen für Auskunft und Schadensersatz, nächster Handlungsschritt nach Unterlassungsurteil oder EV-Abschluss im gewerblichen Rechtsschutz."
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# Lizenzanaloger: Fristennotiz und nächster Schritt
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# Lizenzanaloger Schadensersatz: Berechnung und nächster Schritt
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## Aufgabe
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Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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||||
Dieser Skill behandelt den lizenzanalogen Schadensersatz als bevorzugte Methode der Schadensberechnung im IP-Recht: Berechnungsgrundlage, Marktrecherche, Stufenklage und Fristenmanagement.
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Er führt durch **Fristennotiz und nächster Schritt** im Themenfeld **Lizenzanaloger**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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## Rechtsrahmen
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 14 Abs. 6 MarkenG | Schadensersatz; fiktive Lizenzgebühr ausdrücklich genannt |
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| § 139 Abs. 2 PatG | Schadensersatz Patent: entgangener Gewinn oder fiktive Lizenz |
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| § 42 Abs. 2 DesignG | Schadensersatz Design: drei Methoden |
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| § 97 Abs. 2 UrhG | Schadensersatz Urheberrecht: fiktive Lizenzgebühr |
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| § 9 UWG | Schadensersatz UWG: konkreter Schaden; Lizenzanalogie möglich |
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| § 254 ZPO | Stufenklage: Auskunft → Abrechnung → Schadensersatz |
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| § 287 ZPO | Schadensschätzung durch Gericht |
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## Fachlicher Zuschnitt
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## Die drei Methoden der Schadensberechnung
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- **Thema:** Lizenzanaloger.
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- **Arbeitsfokus:** Fristennotiz und nächster Schritt.
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- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
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||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
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||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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| Methode | Inhalt | Vorteil | Nachteil |
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|---|---|---|---|
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| 1. Konkreter Schaden | Nachgewiesener Schaden + entgangener Gewinn | Voller Ausgleich | Schwer nachzuweisen; hohe Kausalitätsanforderungen |
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| 2. Verletzergewinn | Gewinn des Verletzers aus der Verletzung | Macht Verletzung unattraktiv | Auskunft nötig; Gewinnnachweis durch Verletzter |
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| 3. Lizenzanalogie | Fiktiver Lizenzbetrag bei hypothetischem Lizenzvertrag | Einfach; kein Gewinnnachweis; favorisiert von Gerichten | Branchenüblicher Satz muss recherchiert werden |
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## Lizenzanaloge Berechnung – Schritt für Schritt
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### Schritt 1: Verletzungszeitraum und -umfang
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- Beginn der Verletzung (Datum der ersten Verletzungshandlung).
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- Ende (Unterlassungsverpflichtung / Einstellung der Verletzung).
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- Menge der verletzenden Handlungen (Stückzahl, Liefermenge, Online-Abrufe).
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### Schritt 2: Lizenzsatz recherchieren
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- Branchenübliche Lizenzsätze:
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- In Deutschland keine einheitliche Datenbank; Vergleichslizenzverträge oder Sachverständige.
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||||
- Orientierung: DPMA-Lizenzstatistiken, Branchenverbände, Rechercheberichte.
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- **Keine pauschalen Modellzahlen nutzen; branchenspezifische Recherche erforderlich.**
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- Eigenart / Bekanntheit der Marke / des Patents erhöhen den Satz.
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- Niedrige Marktstellung: niedrigerer Satz.
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### Schritt 3: Berechnungsformel
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```
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Lizenzanaloger Schaden =
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Anzahl der verletzenden Einheiten (oder Umsatz des Verletzers)
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× marktüblicher Lizenzsatz (%)
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+ Zinsen (§ 288 BGB: 5 % über Basiszinssatz)
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```
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||||
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||||
### Schritt 4: Auskunft erwirken (§ 19 MarkenG / § 140b PatG etc.)
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- Vor Schadensberechnung: Auskunft über Umfang der Verletzung fordern.
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- **Stufenklage (§ 254 ZPO):** Klage auf Auskunft + Schadensersatz in einer Klage.
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## Fristen-Notiz nach Unterlassung / EV
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| Schritt | Zeitpunkt | Frist |
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|---|---|---|
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| Auskunftsbegehren nach Unterlassung | Sofort nach Titel / UE | Keine gesetzliche Frist; zeitnah |
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| Abschlussschreiben (EV → Hauptsache) | Nach Vollziehung EV | 2–4 Wochen empfohlen |
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||||
| Verjährung Schadensersatz | Ab Kenntnis | § 195 BGB: 3 Jahre; § 199 BGB: ab Ende des Jahres der Kenntnis |
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||||
| Stufenklage (falls Auskunft verweigert) | Nach Ablehnung | Unverzüglich |
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||||
## Muster-Auskunftsbegehren nach Unterlassung
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||||
```
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An [Verletzer / Anwalt]
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Auskunft gemäß § 19 MarkenG / § 140b PatG / § 46 DesignG
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||||
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||||
Wir fordern Sie auf, uns bis zum [Frist: 2 Wochen] folgende Auskünfte
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zu erteilen:
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1. Umfang der Verletzungshandlungen: Datum, Stückzahl, Preise, Umsatz.
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||||
2. Herkunft der verletzenden Erzeugnisse: Lieferant, Hersteller.
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||||
3. Namen und Adressen weiterer Abnehmer und Lieferanten.
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||||
|
||||
Wir behalten uns vor, auf Basis dieser Auskunft Schadensersatz geltend
|
||||
zu machen (§ [14 Abs. 6 MarkenG / 139 Abs. 2 PatG / 97 Abs. 2 UrhG]).
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||||
|
||||
[Kanzlei]
|
||||
```
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||||
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||||
## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. In welchem Stadium befindet sich das Verfahren (Unterlassung gesichert / noch ausstehend)?
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||||
2. Welche Informationen über Umfang der Verletzung liegen vor?
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||||
3. Welche Methode der Schadensberechnung ist sinnvoll?
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||||
4. Sind Fristen für Auskunft oder Verjährung relevant?
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||||
5. Output: Schadensberechnungsblatt, Auskunftsbegehren, Stufenklage-Gerüst, Fristenplan?
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||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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||||
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
|
||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
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||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Lizenzanaloger** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
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||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
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||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
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||||
|
||||
## Output-Standard
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||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
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||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` – Abschlusskalkulation.
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||||
- `spezial-bezuege-zahlen-schwellen-und-berechnung` – Gebühren und Streitwerte.
|
||||
- `workflow-fristen-und-risikoampel` – Fristenmanagement.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
|
||||
- MarkenG, PatG, DesignG, UrhG, UWG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Lizenzsätze nicht aus Modellwissen; immer branchenspezifisch recherchieren.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine verbindliche Schadensberechnung ohne vollständige Daten zur Verletzungshistorie.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
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+102
-33
@@ -1,48 +1,117 @@
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||||
---
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||||
name: spezial-markenanmeldung-compliance-dokumentation-und-akte
|
||||
description: "Markenanmeldung: Compliance-Dokumentation und Aktenvermerk im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "Markenanmeldung: Compliance, Dokumentation und Aktenführung. Vor-Anmeldungs-Recherche, Klassifikation (Nizza), DPMA/EUIPO-Formulare, Anmeldeakte, Vollmachten, Fristen-Tracking, Benutzungsnachweis-Vorsorge, Markenpolitik-Dokumentation."
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||||
---
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||||
# Markenanmeldung: Compliance-Dokumentation und Aktenvermerk
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||||
# Markenanmeldung: Compliance, Dokumentation und Akte
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||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill behandelt die Compliance-Anforderungen und Aktenführung bei Markenanmeldungen: Vor-Recherche, Anmeldeakte, Fristen-Tracking und Benutzungsnachweis-Vorsorge.
|
||||
|
||||
Er führt durch **Compliance-Dokumentation und Aktenvermerk** im Themenfeld **Markenanmeldung**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Rechtsrahmen
|
||||
|
||||
| Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|
|
||||
| §§ 32–41 MarkenG | Anmeldung, Prüfung, Eintragung, Bekanntmachung |
|
||||
| § 8 MarkenG | Absolute Schutzhindernisse |
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||||
| § 9 MarkenG | Relative Schutzhindernisse (ältere Rechte) |
|
||||
| § 26 MarkenG | Benutzungspflicht: 5 Jahre ernsthafte Benutzung |
|
||||
| § 49 MarkenG | Verfall bei Nichtbenutzung |
|
||||
| Nizza-Abkommen | Internationale Klassifikation von Waren und Dienstleistungen |
|
||||
| UMV Art. 28 ff. | Anmeldung Unionsmarke beim EUIPO |
|
||||
|
||||
## Fachlicher Zuschnitt
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||||
## Vor-Anmeldungs-Recherche
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|
||||
- **Thema:** Markenanmeldung.
|
||||
- **Arbeitsfokus:** Compliance-Dokumentation und Aktenvermerk.
|
||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
### Identitäts- und Ähnlichkeitsrecherche
|
||||
|
||||
| Quelle | Zweck | Link |
|
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|---|---|---|
|
||||
| DPMA-Markenrecherche (online) | Nationale Marken DE | [dpma.de/marken/markenrecherche](https://www.dpma.de/marken/markenrecherche/) |
|
||||
| EUIPO eSearch | Unionsmarken | [euipo.europa.eu/eSearch](https://euipo.europa.eu/eSearch/) |
|
||||
| WIPO BRANDDB | IR-Marken | [branddb.wipo.int](https://branddb.wipo.int) |
|
||||
| Handelsregister | Firmenname als ältere Kennzeichnung | [handelsregister.de](https://www.handelsregister.de) |
|
||||
| DENIC-Whois | Domainname als älteres Recht | [denic.de](https://www.denic.de) |
|
||||
|
||||
**Ziel:** Identische oder ähnliche Zeichen im gleichen oder ähnlichen Waren-/Dienstleistungsbereich aufdecken (§ 9 MarkenG, Art. 8 UMV).
|
||||
|
||||
### Absolute Schutzhindernisse prüfen (§ 8 MarkenG)
|
||||
|
||||
- Freihaltebedürfnis: Beschreibende Angaben (§ 8 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG).
|
||||
- Fehlende Unterscheidungskraft (§ 8 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG).
|
||||
- Täuschungsgeeignetheit, Sittenwidrigkeit.
|
||||
|
||||
## Nizza-Klassifikation
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- Waren und Dienstleistungen in **45 Klassen** (Nizza-Abkommen).
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||||
- Korrekte Klassenzuordnung entscheidend für Schutzbereich.
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- Zu enge Klassenwahl → Lücken im Schutz.
|
||||
- Zu breite Klassenwahl → Benutzungspflicht schwer zu erfüllen.
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||||
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**Hilfsmittel:** [dpma.de/marken/markenanmeldung/klassifikation](https://www.dpma.de/marken/markenanmeldung/klassifikation/); EUIPO-TMClass: [tmclass.tmdn.org](https://tmclass.tmdn.org).
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||||
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## Anmeldeakte – Pflichtbestandteile
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||||
|
||||
| Dokument | Inhalt |
|
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|---|---|
|
||||
| Vollmacht (Originalunterschrift) | Bevollmächtigung zur Anmeldung; DPMA und EUIPO getrennt |
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||||
| Markenabbildung (wenn Bildmarke) | Qualitätsanforderungen: DPMA/EUIPO-Spezifikationen |
|
||||
| Waren-/Dienstleistungsverzeichnis | Nizza-Klassen; vollständig und klar |
|
||||
| Prioritätsdokument (wenn Unionspriorität) | Bei Beanspruchung einer Priorität (§ 34 MarkenG) |
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||||
| Zahlungsnachweis Anmeldegebühr | DPMA 290 € (online), EUIPO 850 € (1. Klasse) |
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||||
| Eingangsbestätigung DPMA / EUIPO | Anmeldenummer, Anmeldetag |
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||||
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||||
## Fristen-Tracking nach Anmeldung
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||||
| Ereignis | Frist | Maßnahme |
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|---|---|---|
|
||||
| Prüfung auf absolute Schutzhindernisse (DPMA) | Innerhalb von Wochen bis Monaten | Reaktion auf Beanstandung fristgerecht |
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||||
| Bekanntmachung im Markenblatt | Nach positiver Prüfung | Widerspruchsfrist 3 Monate läuft ab |
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||||
| Widerspruchsfrist (§ 42 MarkenG) | 3 Monate ab Bekanntmachung | Marktbeobachtung; ggf. Widerspruch |
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||||
| Eintragung | Nach Ablauf Widerspruchsfrist | Schutzrechtszertifikat sichern |
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||||
| Erstverlängerung (10 Jahre) | Vor Ablauf der 10 Jahre | Verlängerungsgebühr rechtzeitig |
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||||
| Benutzungspflicht (§ 26 MarkenG) | 5 Jahre nach Eintragung | Benutzungsbelege ab Eintragung sammeln |
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||||
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||||
## Benutzungsnachweis-Vorsorge (§ 26 MarkenG)
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||||
**Ab Tag der Eintragung Benutzungsbelege sammeln:**
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||||
- Rechnungen mit Markeneindruck und Datum.
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- Produktfotos mit Marke.
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- Kataloge, Werbemittel, Verpackungen.
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- Online-Screenshots mit Zeitstempel (URL, Datum).
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- Umsatzdaten je Klasse.
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||||
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||||
**Zeitraum:** Zusammengehörige Benutzungsdokumentation über mindestens 5 Jahre.
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||||
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||||
**Warum wichtig:** Bei Verletzungsklage kann Gegenseite Nichtbenutzungseinrede (§ 43 MarkenG) erheben; ohne Belege droht Klageabweisung.
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||||
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||||
## Markenpolitik-Dokumentation
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||||
| Thema | Dokumentation |
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|---|---|
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| Anmeldestrategie | Welche Zeichen, Klassen, Territorien; warum? |
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||||
| Prioritätsentscheidungen | Welche Länder prioritär; warum? |
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||||
| Verlängerungsentscheidungen | Welche Marken verlängern; Budget; Nutzungsanalyse |
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||||
| Lizenzierung | Lizenznehmer, Lizenzgebühren, Nutzungsbeschränkungen |
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||||
| Übertragungen | Datum, Vertragsparteien, DPMA-Umschreibung |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
|
||||
1. Wird eine neue Marke angemeldet oder eine bestehende geprüft / verlängert?
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||||
2. Welche Waren / Dienstleistungen sollen geschützt werden (Nizza-Klassen)?
|
||||
3. Liegt eine Vor-Recherche vor?
|
||||
4. Besteht Vollmacht für DPMA und/oder EUIPO?
|
||||
5. Output: Anmeldeakte-Checkliste, Recherche-Auftrag, Fristen-Kalender, Benutzungsdokumentation-Schema?
|
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||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
|
||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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||||
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
|
||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
|
||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
|
||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Markenanmeldung** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
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||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `gr-portfolio-pflege-workflow` – Portfolioübersicht und Verlängerungen.
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||||
- `spezial-dpma-mehrparteien-konflikt-und-interessen` – Widerspruchsverfahren.
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||||
- `spezial-rechtsschutz-fristen-form-und-zustaendigkeit` – Fristen und Formalien.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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||||
- MarkenG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/markeng/); UMV: [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
|
||||
- DPMA: [dpma.de](https://www.dpma.de); EUIPO: [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Keine eigenständige Ähnlichkeitsrecherche ohne konkrete Zeichen.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung und Aktenführung durch zuständige Kanzlei.
|
||||
|
||||
+92
-33
@@ -1,48 +1,107 @@
|
||||
---
|
||||
name: spezial-markeng-risikoampel-und-gegenargumente
|
||||
description: "Markeng: Risikoampel, Gegenargumente und Verteidigungslinien im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "MarkenG: Risikoampel und Gegenargumente. Verwechslungsgefahr § 9 MarkenG, Erschöpfung § 24 MarkenG, Nichtbenutzungseinrede § 26, relative Schutzhindernisse, Gegenrechte bei Abmahnung, Verteidigungslinien und Prüfmatrix."
|
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|
||||
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# Markeng: Risikoampel, Gegenargumente und Verteidigungslinien
|
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# MarkenG: Risikoampel und Gegenargumente
|
||||
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## Aufgabe
|
||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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Dieser Skill liefert die Risikoampel und Gegenargumente für Markensachen: Verwechslungsgefahr prüfen, Erschöpfungseinwand, Nichtbenutzung und weitere Verteidigungslinien.
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Er führt durch **Risikoampel, Gegenargumente und Verteidigungslinien** im Themenfeld **Markeng**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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## Rechtsrahmen
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 3 MarkenG | Schutzfähige Zeichen |
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| § 8 MarkenG | Absolute Schutzhindernisse |
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| § 9 MarkenG | Relative Schutzhindernisse: Verwechslungsgefahr |
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| § 14 MarkenG | Verletzungstatbestände: Identitätsschutz, Verwechslungsschutz, Bekanntheitsschutz |
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| § 15 MarkenG | Schutz geschäftlicher Bezeichnungen |
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| § 24 MarkenG | Erschöpfung: erstmaliges IVB im EWR |
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| § 26 MarkenG | Benutzungspflicht; ernsthafte Benutzung |
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| § 49 MarkenG | Verfall bei Nichtbenutzung |
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| § 51 MarkenG | Nichtigkeit wegen älterer Rechte |
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## Fachlicher Zuschnitt
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## Risikoampel Markenverletzung
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- **Thema:** Markeng.
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- **Arbeitsfokus:** Risikoampel, Gegenargumente und Verteidigungslinien.
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- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
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||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
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- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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### Ampelbewertung
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| Ampel | Kriterien |
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|---|---|
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| **Grün** (klare Verletzung) | Identisches Zeichen für identische Waren; eingetragenes Schutzrecht aktiv; keine Erschöpfung; keine älteren Rechte der Gegenseite |
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| **Gelb** (Verletzung möglich) | Ähnliche Zeichen; ähnliche Waren; Verwechslungsgefahr nach Gesamtabwägung; Schutzrecht besteht, aber Nichtbenutzungsrisiko |
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| **Rot** (Verletzung zweifelhaft) | Schwache Kennzeichnungskraft; breiter Formenschatz; Erschöpfungseinwand möglich; ältere Rechte der Gegenseite; Nichtigkeitsrisiko des Klagezeichens |
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## Prüfschema Verwechslungsgefahr (§ 9 MarkenG)
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**BGH-Wechselwirkungsgrundsatz:** Stärke des Zeichens, Waren-/Dienstleistungsähnlichkeit und Zeichenähnlichkeit stehen in Wechselwirkung. Geringe Ähnlichkeit des Zeichens kann durch hohe Waren-Ähnlichkeit kompensiert werden und umgekehrt.
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| Prüfpunkt | Frage | Bewertung |
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|---|---|---|
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| Schutzrechtsbestand | Eingetragene Marke aktiv (DPMA-Auszug)? | Ohne Recht kein Anspruch |
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| Benutzungspflicht | Marke ernsthaft benutzt (§ 26 MarkenG, 5 Jahre)? | Nichtbenutzungseinrede möglich |
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| Zeichenähnlichkeit | Klanglich / schriftbildlich / begrifflich ähnlich? | BGH-Formel: Gesamteindruck |
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| Warenähnlichkeit | Gleiche / ähnliche Waren oder Dienstleistungen? | Nizza-Klassen; Verkehrsauffassung |
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| Kennzeichnungskraft | Durchschnittlich / hoch / schwach? | Stärke beeinflusst Schutzumfang |
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| Bekanntheitsschutz (§ 14 Abs. 2 Nr. 3) | Bekannte Marke; Rufausbeutung oder Schädigung? | Auch ohne Waren-Ähnlichkeit |
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## Gegenargumente (Verteidigung)
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### 1. Erschöpfung (§ 24 MarkenG)
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- Ware wurde vom Markeninhaber oder mit seiner Zustimmung **erstmals im EWR** in den Verkehr gebracht.
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- **Kein Erschöpfungseinwand bei:** Wesentlicher Veränderung des Zustands; Umverpackung ohne Zustimmung; Reimport aus Nicht-EWR.
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- EuGH-Linie: Erschöpfung scheitert bei veränderten Waren (EuGH „Hoffmann-La Roche").
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### 2. Nichtbenutzungseinrede (§ 26 MarkenG, § 43 Abs. 1 MarkenG)
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- Ältere Marke muss in den letzten 5 Jahren vor dem Beanstandungszeitpunkt ernsthaft benutzt worden sein.
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- **Benutzungsnachweis**: Rechnungen, Fotos, Kataloge (DPMA/Gericht); Glaubhaftmachung durch Eidesstattliche Versicherung.
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### 3. Fehlende Verwechslungsgefahr
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- Zeichen zu unterschiedlich (klangliche / schriftbildliche / begriffliche Unterschiede).
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- Waren / Dienstleistungen nicht ähnlich.
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- Schwache Kennzeichnungskraft der älteren Marke (häufiger Bestandteil im Verkehr).
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### 4. Älteres Recht der Gegenseite
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- Ältere eingetragene Marke (§ 6 Abs. 2 MarkenG: Priorität = Anmeldetag).
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- Priorität des Benutzungszeichens (§ 4 Nr. 2 MarkenG: Verkehrsgeltung).
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### 5. Nichtigkeitsangriff (§ 50–51 MarkenG)
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- Angriff auf das Klagezeichen selbst: absolute oder relative Schutzhindernisse.
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- Gegenangriff: Nichtigkeitsantrag beim DPMA (300 €).
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## Verteidigungsmatrix
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| Einwand | Norm | Beleg benötigt | Stärke |
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|---|---|---|---|
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| Erschöpfung | § 24 MarkenG | Lieferkettendokumentation | Hoch bei EWR-Erstverkauf |
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| Nichtbenutzung | §§ 26, 43 MarkenG | Keine Benutzungsnachweise des Klägers | Mittel–Hoch (kläger-abhängig) |
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| Fehlende Verwechslungsgefahr | § 9 MarkenG | Zeichenvergleich, Marktanalyse | Fallabhängig |
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| Nichtigkeitsangriff | §§ 50–51 MarkenG | Prioritäres Recht oder absolutes Hindernis | Hoch wenn begründet |
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| Fehlende Aktivlegitimation | § 14 MarkenG | Kein Registerrecht | Klar wenn nachweisbar |
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. Liegt eine Abmahnung vor oder wird eine eigene Durchsetzungsstrategie bewertet?
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2. Welches Zeichen und welche Waren / Dienstleistungen sind betroffen?
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3. Besteht ein eingetragenes Schutzrecht (Registerauszug vorhanden)?
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4. Gibt es Anhaltspunkte für Erschöpfung, Nichtbenutzung oder ältere Rechte der Gegenseite?
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5. Output: Risikoampel, Gegenargumentations-Matrix, Verteidigungsstrategie-Memo?
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1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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## Arbeitsworkflow
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1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Markeng** prüfen.
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||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
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||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
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||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
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## Output-Standard
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- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
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- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
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||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Anschluss-Skills
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||||
- `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz-marken-widerspruch` – Widerspruchsverfahren.
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||||
- `spezial-markeng-risikoampel-und-gegenargumente` – Dieser Skill.
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||||
- `spezial-dpma-mehrparteien-konflikt-und-interessen` – DPMA-Mehrparteienverfahren.
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||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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||||
- MarkenG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/markeng/).
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||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de), [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine vollständige Verwechslungsbeurteilung ohne Kenntnis beider Zeichen.
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- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+150
-33
@@ -1,48 +1,165 @@
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name: spezial-patg-schriftsatz-brief-und-memo-bausteine
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||||
description: "Patg: Schriftsatz-, Brief- und Memo-Bausteine im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
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||||
description: "PatG: Schriftsatz-, Brief- und Memo-Bausteine für Patentverletzungsklagen, Nichtigkeitsklagen BPatG, UPC-Verfahren, Berechtigungsanfragen, Lizenzverhandlungen und EPA-Einspruch. Normen §§ 9 und 139 ff. PatG, EPÜ, EPGÜ."
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||||
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||||
# Patg: Schriftsatz-, Brief- und Memo-Bausteine
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||||
# PatG: Schriftsatz-, Brief- und Memo-Bausteine
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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||||
Dieser Skill liefert Schriftsatz-Gerüste, Briefbausteine und Memo-Strukturen für patenrechtliche Mandate: Verletzungsklage, Nichtigkeitsklage, Berechtigungsanfrage und UPC-Verfahren.
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||||
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||||
Er führt durch **Schriftsatz-, Brief- und Memo-Bausteine** im Themenfeld **Patg**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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||||
## Rechtsrahmen
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||||
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||||
| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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||||
| § 9 PatG | Ausschließliches Recht: Herstellung, Anbieten, Inverkehrbringen, Benutzen |
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| § 10 PatG | Mittelbare Patentverletzung |
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| § 11 PatG | Schranken: private Nutzung, Forschungsprivileg, Vorbenutzungsrecht |
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||||
| § 13 PatG | Zwangslizenz (öffentliches Interesse) |
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||||
| § 139 PatG | Verletzungsklage: Unterlassung, Schadensersatz |
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||||
| § 140a PatG | Vernichtungsanspruch |
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||||
| § 140b PatG | Auskunftsanspruch |
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||||
| § 140c PatG | Vorlagenanspruch; Beweissicherungsklage |
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||||
| § 81 PatG | Nichtigkeitsklage / Beschränkungsverfahren vor BPatG |
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||||
| EPÜ Art. 99–105 | Einspruch gegen EP-Patent beim EPA |
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||||
| EPGÜ (UPC Agreement) | Unified Patent Court; Einheitspatent |
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| ArbnErfG | Arbeitnehmererfindungen: Meldung, Vergütung, Inanspruchnahme |
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## Fachlicher Zuschnitt
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||||
## Schriftsatz-Gerüst: Patentverletzungsklage
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- **Thema:** Patg.
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||||
- **Arbeitsfokus:** Schriftsatz-, Brief- und Memo-Bausteine.
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||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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||||
```
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||||
An das Landgericht [Ort], Patentkammer
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Klage
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der [Klägerin GmbH], vertreten durch ...
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– Klägerin –
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gegen
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||||
[Beklagte GmbH], vertreten durch ...
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– Beklagte –
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||||
wegen: Verletzung des deutschen Patents Nr. [Pat-Nr.], Az. [Az.]
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||||
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||||
KLAGEANTRÄGE
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||||
I. Die Beklagte wird verurteilt, es zu unterlassen, im Geltungsbereich
|
||||
des DE-Patents Nr. [XX] [verletzte Handlung] zu [tun],
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||||
bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden
|
||||
Ordnungsgeldes bis zu 250.000 €, ersatzweise Ordnungshaft.
|
||||
|
||||
II. Die Beklagte wird verurteilt, der Klägerin Auskunft zu erteilen über
|
||||
Menge, Umsatz und Abnehmer der verletzenden Produkte.
|
||||
|
||||
III. Die Beklagte wird verurteilt, Schadensersatz zu zahlen; Höhe nach
|
||||
Auskunft zu beziffern.
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||||
|
||||
IV. Die Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits.
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||||
|
||||
SACHVERHALT
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A. Schutzrecht der Klägerin
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[Patentnummer, Anmeldedatum, Anspruch 1 und relevante Unteransprüche]
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B. Verletzungshandlung
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[Beschreibung: Produkt, Handlung, Datum, Marktort; Anlage: Testkauf / Produktdatenblatt]
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||||
C. Verletzungsanalyse
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||||
[Anspruchsmerkmale des Patentanspruchs; Subsumtion auf das angegriffene Produkt]
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||||
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||||
RECHTLICHE WÜRDIGUNG
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||||
§ 9 PatG: Herstellung / Anbieten / Inverkehrbringen des geschützten Gegenstands.
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||||
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||||
BEWEISANGEBOTE
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||||
[Zeuge, SV-Gutachten, Urkunden, Augenschein]
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```
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||||
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## Brief-Baustein: Berechtigungsanfrage
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||||
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```
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An [Adressat]
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Berechtigungsanfrage betreffend Patent Nr. [XX]
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Sehr geehrte Damen und Herren,
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wir zeigen die Vertretung der [Mandantin] an.
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||||
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||||
Unsere Mandantin ist Inhaberin des deutschen Patents Nr. [XX] mit folgenden
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Schutzansprüchen: [Kurzfassung Anspruch 1].
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Wir haben festgestellt, dass Sie mit dem Produkt [Beschreibung] möglicherweise
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||||
von diesem Schutzrecht Gebrauch machen.
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||||
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||||
Wir bitten Sie, bis zum [Frist] mitzuteilen:
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||||
1. Auf welcher Rechtsgrundlage Sie die betreffende Handlung vornehmen.
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||||
2. Ob Sie bereit sind, eine Lizenzvereinbarung abzuschließen.
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||||
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||||
Sofern Sie keine Berechtigung nachweisen können, werden wir unsere Mandantin
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||||
über weitere Maßnahmen beraten.
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||||
[Unterschrift / Kanzlei]
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```
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## Memo-Baustein: Patentverletzungsanalyse
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```
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Vertraulicher Prüfvermerk: Patent [Nr.]
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I. Schutzrecht
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Patentinhaber: [Name]
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Priorität: [Datum]
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Anspruch 1: [Text]
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II. Angegriffene Ausführungsform (AAF)
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Produkt: [Bezeichnung]
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Quelle: [Testkauf / Datenblatt / Messe]
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III. Verletzungsanalyse (merkmalsweise)
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Merkmal 1: [Anspruchstext] | AAF: [konkrete Ausführung] | Subsumtion: ✓ / ✗
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Merkmal 2: ... | ... | ✓ / ✗
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||||
...
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||||
IV. Ergebnis
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Alle Merkmale wortsinngemäß verwirklicht: Ja / Nein
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Äquivalenzverletzung: Prüfen / Ja / Nein
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||||
V. Risiken
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[Nichtigkeitsrisiko; Erschöpfungseinwand; Vorbenutzungsrecht § 12 PatG]
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||||
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||||
VI. Empfehlung
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||||
[Nächster Schritt: Abmahnung / EV / Klage / Verhandlung]
|
||||
```
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## ArbnErfG: Meldung und Inanspruchnahme
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||||
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||||
| Schritt | Norm | Frist |
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|---|---|---|
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| Erfindungsmeldung durch Arbeitnehmer | § 5 ArbnErfG | Unverzüglich |
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| Inanspruchnahme durch Arbeitgeber | § 6 ArbnErfG | 4 Monate ab vollständiger Meldung |
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| Vergütung (falls Inanspruchnahme) | § 9 ArbnErfG | Nach Richtlinien (Einzelerfindung) |
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||||
| Freigabe (falls keine Inanspruchnahme) | § 8 ArbnErfG | Automatisch nach 4 Monaten |
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. Geht es um eine Verletzungsklage, Nichtigkeitsklage, Berechtigungsanfrage oder ArbnErfG?
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||||
2. Welches Patent ist betroffen (Nummer, Ansprüche, relevante Merkmale)?
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||||
3. Welche konkrete Verletzungshandlung wurde festgestellt?
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||||
4. Welcher Schriftsatztyp / Baustein wird benötigt?
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||||
5. Output: Klageschrift-Gerüst, Briefbaustein, Verletzungsanalyse-Memo?
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||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
|
||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
|
||||
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
|
||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
|
||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
|
||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Patg** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `spezial-gewerblichen-tatbestand-beweis-und-belege` – Beweisführung Patent.
|
||||
- `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` – Schadensersatz.
|
||||
- `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz-patent-nichtigkeitsklage` – Vollständiger Nichtigkeitsworkflow.
|
||||
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||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
|
||||
- PatG, ArbnErfG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- EPÜ: [epo.org](https://www.epo.org); UPC: [unified-patent-court.org](https://www.unified-patent-court.org).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de), [bundespatentgericht.de](https://www.bundespatentgericht.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine technische Verletzungsanalyse ohne Patentschrift und Produktbeschreibung.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung und Patentanwaltsbegutachtung.
|
||||
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||||
+108
-33
@@ -1,48 +1,123 @@
|
||||
---
|
||||
name: spezial-rechtsschutz-fristen-form-und-zustaendigkeit
|
||||
description: "Rechtsschutz: Fristen, Form, Zuständigkeit und Rechtsweg im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "Fristen, Form und Zuständigkeit im gewerblichen Rechtsschutz: Klagefrist, Verjährung, Widerspruchsfristen DPMA/EUIPO, Beschwerdefristen BPatG, gerichtliche Zuständigkeit (LG/OLG/BGH), Formvorschriften, elektronischer Rechtsverkehr."
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# Rechtsschutz: Fristen, Form, Zuständigkeit und Rechtsweg
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# Fristen, Form und Zuständigkeit im gewerblichen Rechtsschutz
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## Aufgabe
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Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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Dieser Skill liefert eine systematische Übersicht der Fristen, Formvorschriften und Zuständigkeiten in allen Teilbereichen des gewerblichen Rechtsschutzes.
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||||
Er führt durch **Fristen, Form, Zuständigkeit und Rechtsweg** im Themenfeld **Rechtsschutz**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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## Verjährungsfristen
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| Anspruch | Norm | Frist | Beginn |
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|---|---|---|---|
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| Unterlassung (UWG) | § 11 Abs. 1 UWG | 6 Monate | Kenntnis des Verletzers und der Verletzung |
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| Unterlassung (MarkenG, PatG, UrhG) | § 20 MarkenG; § 141 PatG; § 102 UrhG i.V.m. §§ 195, 199 BGB | 3 Jahre | Ende des Jahres der Kenntnis |
|
||||
| Schadensersatz (allgemein) | §§ 195, 199 BGB | 3 Jahre | Ende des Jahres der Kenntnis |
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||||
| Schadensersatz (PatG) | § 141 PatG | 3 Jahre | Wie BGB |
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| Schadensersatz maximal | § 199 Abs. 3, 4 BGB | 10 / 30 Jahre | Taggenau ab Entstehung |
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## Fachlicher Zuschnitt
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## Behördliche Fristen
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- **Thema:** Rechtsschutz.
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- **Arbeitsfokus:** Fristen, Form, Zuständigkeit und Rechtsweg.
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- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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### DPMA
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| Verfahren | Frist | Norm |
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|---|---|---|
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| Widerspruch gegen Marke | 3 Monate ab Bekanntmachung | § 42 Abs. 1 MarkenG |
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| Beschwerde gegen DPMA-Entscheidung | 1 Monat ab Zustellung | § 66 Abs. 2 MarkenG |
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||||
| Löschungsantrag (Verfall) | Keine Frist | § 53 MarkenG |
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||||
| Patentgebühr (Jahresgebühr) | Je Fälligkeit; Nachzahlungsfrist 2 Monate (§ 17 Abs. 4 PatG) | § 17 PatG |
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| Einspruch gegen EP-Patent (EPA) | 9 Monate ab Erteilung | Art. 99 EPÜ |
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### EUIPO
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| Verfahren | Frist | Norm |
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|---|---|---|
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| Widerspruch gegen Unionsmarke | 3 Monate ab Bekanntmachung | Art. 46 UMV |
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| Beschwerde gegen EUIPO-Entscheidung | 2 Monate ab Zustellung | Art. 68 UMV |
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||||
| Verlängerungsantrag Unionsmarke | Vor Ablauf; Nachfrist 6 Monate | Art. 53 UMV |
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| Widerspruch GGM | 3 Monate ab Bekanntmachung | Art. 38 GGV |
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## Gerichtliche Fristen
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| Frist | Norm | Anmerkung |
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|---|---|---|
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| EV-Vollziehung | § 929 Abs. 2 ZPO | 1 Monat ab Zustellung an Antragsteller |
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||||
| Widerspruch gegen EV | § 924 ZPO | Keine gesetzliche Frist; im Titel angegeben |
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||||
| Berufung | § 517 ZPO | 1 Monat ab Zustellung Urteil |
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| Berufungsbegründung | § 520 Abs. 2 ZPO | 2 Monate ab Zustellung (Urteil) |
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||||
| Revision | § 548 ZPO | 1 Monat ab Zustellung |
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| Revisibegründung | § 551 ZPO | 2 Monate ab Zustellung |
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## Gerichtliche Zuständigkeit
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### Markenrecht / UWG
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| Instanz | Zuständigkeit |
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|---|---|
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| LG (Kammer für Handelssachen / Zivilkammer) | Erstinstanz: ab 5.000 € Streitwert |
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| Konzentrierte Zuständigkeit (MarkenG § 140) | Bestimmte LG (Hamburg, Düsseldorf, München I, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart) |
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||||
| OLG | Berufungsinstanz |
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| BGH (I. ZS) | Revision |
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### Patentrecht
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| Instanz | Zuständigkeit |
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|---|---|
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| LG mit Patentkammer (§ 143 PatG) | Verletzungsklage; konzentriert in Düsseldorf, München I, Mannheim, Hamburg |
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| BPatG | Nichtigkeitsklage (§ 81 PatG); Beschwerden DPMA |
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||||
| BGH (X. ZS für Patent) | Revision Verletzungsklage; Rechtsbeschwerden |
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| UPC | Einheitspatent und klassische EP-Patente (opt-out möglich) |
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### Designrecht
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| Instanz | Zuständigkeit |
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|---|---|
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| LG (Designkammer, § 52 DesignG) | Erstinstanz |
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| GGM-Gerichte | Hamburg, Düsseldorf, München I |
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| EuG / EuGH | GGM-Beschwerden aus EUIPO-Verfahren |
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## Formvorschriften (Auswahl)
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| Dokument | Formvorschrift |
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|---|---|
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| Schriftsätze vor Gericht | § 130 ZPO; Schriftform; § 130d ZPO: ERV-Pflicht Anwälte |
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| Vollmacht | § 80 ZPO; Schriftform; auf Rüge vorzulegen |
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||||
| Eidesstaatliche Versicherung | §§ 294, 156 ZPO; eigenhändige Unterschrift |
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||||
| DPMA-Anmeldung | Online oder Papier; § 36 MarkenG |
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| Beachsichtigter Vorbehalt (§ 44b UrhG) | Maschinenlesbar; schriftlich oder AGB |
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## Checkliste Fristen und Zuständigkeit
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| Prüfpunkt | Frist / Zuständigkeit bekannt? |
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|---|---|
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| Verjährungsfrist Unterlassung / Schadensersatz | ☐ |
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| DPMA / EUIPO-Widerspruchsfrist | ☐ |
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| EV-Vollziehungsfrist (§ 929 Abs. 2 ZPO) | ☐ |
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||||
| Berufungs- / Revisionsfrist | ☐ |
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| Zuständiges Gericht ermittelt | ☐ |
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| ERV-Pflicht beachtet | ☐ |
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. Welches Verfahren ist betroffen (Verletzungsklage / EV / Widerspruch / Löschung)?
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2. Welche Fristen laufen und sind diese bereits berechnet?
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||||
3. Welches Gericht / welche Behörde ist zuständig?
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4. Gibt es Formvorschriften, die noch nicht erfüllt sind?
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5. Output: Fristen-Checkliste, Zuständigkeitsmemo, Fristenkalender?
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||||
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1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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||||
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## Arbeitsworkflow
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1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Rechtsschutz** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
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||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
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||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
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||||
## Output-Standard
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||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
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||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `workflow-fristen-und-risikoampel` – Automatisierter Fristencheck.
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||||
- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – EV-Fristen.
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||||
- `spezial-bezuege-zahlen-schwellen-und-berechnung` – Kosten.
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||||
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||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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||||
- ZPO, MarkenG, PatG, DesignG, UrhG, UWG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
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||||
- EPÜ, UMV: [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu), [epo.org](https://www.epo.org).
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||||
- BPatG: [bundespatentgericht.de](https://www.bundespatentgericht.de); BGH: [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine verbindliche Fristberechnung ohne vollständige Sachverhaltskenntnis.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
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+125
-32
@@ -1,48 +1,141 @@
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||||
---
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||||
name: spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe
|
||||
description: "Schadensersatz: Abschlussprodukt und Übergabe im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "Schadensersatz-Abschlussprodukt und Übergabe: Schadensberechnung abschließen, Vergleichsverhandlung, Zahlungsvereinbarung, Vollstreckung des Schadensersatzurteils, Abschluss-Memo und Übergabe an Mandanten."
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---
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# Schadensersatz: Abschlussprodukt und Übergabe
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
|
||||
Dieser Skill behandelt den Abschluss eines Schadensersatzverfahrens im gewerblichen Rechtsschutz: Bezifferung, Vergleich, Zahlungsvereinbarung, Vollstreckung und Mandantenübergabe.
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||||
|
||||
Er führt durch **Abschlussprodukt und Übergabe** im Themenfeld **Schadensersatz**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
|
||||
## Rechtsrahmen
|
||||
|
||||
| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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||||
| § 249 BGB | Naturalrestitution |
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||||
| § 251 BGB | Geldersatz (wenn Naturalrestitution unmöglich) |
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||||
| § 252 BGB | Entgangener Gewinn |
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||||
| § 287 ZPO | Schadensschätzung durch Gericht |
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||||
| § 254 ZPO | Stufenklage: Auskunft → Schadensersatz |
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||||
| § 14 Abs. 6 MarkenG | Schadensersatz Marke: drei Methoden |
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||||
| § 139 Abs. 2 PatG | Schadensersatz Patent |
|
||||
| § 97 Abs. 2 UrhG | Schadensersatz Urheberrecht |
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||||
| § 9 UWG | Schadensersatz UWG |
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||||
| § 323 ZPO | Abänderungsklage bei wiederkehrenden Leistungen |
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||||
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||||
## Fachlicher Zuschnitt
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## Schadensberechnung abschließen
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||||
- **Thema:** Schadensersatz.
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||||
- **Arbeitsfokus:** Abschlussprodukt und Übergabe.
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||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
### Checkliste vor Bezifferung
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||||
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||||
| Schritt | Erledigt? |
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|---|---|
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||||
| Auskunft der Gegenseite vollständig erhalten | ☐ |
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| Mengen, Preise, Umsätze aus Auskunft plausibilisiert | ☐ |
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||||
| Methode gewählt (Lizenzanalogie / Verletzergewinn / konkreter Schaden) | ☐ |
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||||
| Lizenzsatz recherchiert und belegt (nicht aus Modellwissen) | ☐ |
|
||||
| Zinsen berechnet (§ 288 Abs. 1 BGB: 5 % über Basiszinssatz) | ☐ |
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||||
| Verjährung geprüft (§§ 195, 199 BGB: 3 Jahre) | ☐ |
|
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|
||||
### Berechnungsbeispiel Lizenzanalogie
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```
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Verletzungszeitraum: [Datum von] – [Datum bis]
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Verletzte Einheiten: [Stückzahl]
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Nettoumsatz des Verletzers: [EUR]
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||||
Branchenüblicher Lizenzsatz: [X %] (Quelle: [Branchenverband / Vergleichslizenz])
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||||
Lizenzanaloger Schaden: EUR [Betrag]
|
||||
Zinsen 5 % p.a. ab [Datum]: EUR [Zinsbetrag]
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||||
Gesamtschaden: EUR [Summe]
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```
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||||
## Vergleichsverhandlung Schadensersatz
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||||
### Wann Vergleich sinnvoll?
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| Situation | Tendenz |
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|---|---|
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| Schaden schwer bezifferbar; Auskunft unvollständig | Vergleich: Vermeidet Schätzungsrisiko |
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||||
| Verletzter Umfang gering; Gegenseite zahlungsunfähig | Vergleich: Lieber sicherer Betrag |
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||||
| Gegenseite streitet Verletzung weiter | Klage effektiver; Vergleich nur wenn Gegenangebot attraktiv |
|
||||
| Beide Seiten wollen schnelle Lösung | Vergleich: Ressourcen schonen |
|
||||
|
||||
### Vergleichsprotokoll-Muster
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|
||||
```
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||||
Vergleich gemäß § 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO (gerichtlich)
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||||
oder außergerichtlicher Vergleich § 779 BGB
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||||
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||||
Parteien: [Klägerin] und [Beklagte]
|
||||
Az.: [Az.]
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||||
Die Parteien einigen sich wie folgt:
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1. Zahlung: Die Beklagte zahlt an die Klägerin EUR [Betrag] als
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||||
pauschalen Schadensersatz und Abgeltung aller Ansprüche aus der
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||||
Verletzung des [Schutzrechts] bis einschließlich [Datum].
|
||||
|
||||
2. Zahlungsziel: Zahlung bis zum [Datum] auf das Konto [IBAN].
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||||
|
||||
3. Kosten: Jede Partei trägt ihre außergerichtlichen Kosten selbst.
|
||||
Gerichtskosten werden geteilt / trägt [Partei].
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||||
|
||||
4. Erledigungserklärung: Beide Parteien erklären die Hauptsache für erledigt.
|
||||
```
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||||
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||||
## Vollstreckung des Schadensersatzurteils
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||||
|
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| Schritt | Norm | Inhalt |
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|---|---|---|
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| Vollstreckbarer Titel | § 704 ZPO | Rechtskräftiges Urteil oder Vergleich |
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| Vollstreckungsklausel | § 724 ZPO | Antrag auf Vollstreckungsklausel bei Gericht |
|
||||
| Forderungspfändung | §§ 828 ff. ZPO | Pfändung von Bankkonten, Forderungen |
|
||||
| Sachpfändung | §§ 803 ff. ZPO | Pfändung beweglicher Sachen durch GV |
|
||||
| Immobiliarzwangsvollstreckung | §§ 864 ff. ZPO | Einleitung über GV / Grundbuch |
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||||
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## Abschluss-Memo und Mandantenübergabe
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### Abschluss-Memo (Muster-Struktur)
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```
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Aktennotiz / Abschluss-Memo
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||||
Mandat: [Aktenzeichen Kanzlei]
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||||
Schutzrecht: [Bezeichnung]
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Zeitraum: [Mandatsannahme] – [Abschluss]
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||||
I. Ergebnis
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||||
Unterlassung: [Erledigt durch UE / Urteil / Vergleich]
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||||
Schadensersatz: EUR [Betrag] gezahlt / tituliert am [Datum]
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||||
Sonstige Ansprüche: [Vernichtung / Auskunft / Urteilsbekanntmachung]
|
||||
|
||||
II. Offene Punkte
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||||
[Nachbeobachtung Benutzung; erneute Verletzung?; Verjährungslauf]
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||||
III. Übergabe an Mandant
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□ Zahlungseingang bestätigt
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||||
□ Originaldokumente übergeben / archiviert
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||||
□ Hinweise für Zukunft (Benutzungsnachweis, Portfoliopflege)
|
||||
□ Schlussrechnung gestellt
|
||||
```
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||||
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||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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||||
1. In welchem Stadium steht das Schadensersatzverfahren (Auskunft / Bezifferung / Vollstreckung)?
|
||||
2. Liegt eine vollständige Auskunft der Gegenseite vor?
|
||||
3. Welche Methode der Schadensberechnung soll verwendet werden?
|
||||
4. Soll ein Vergleich angestrebt oder die Vollstreckung vorbereitet werden?
|
||||
5. Output: Schadensberechnung, Vergleichsentwurf, Abschluss-Memo, Vollstreckungsplan?
|
||||
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||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
|
||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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||||
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
|
||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
|
||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
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||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
|
||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Schadensersatz** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
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||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `spezial-lizenzanaloger-fristennotiz-und-naechster-schritt` – Lizenzanalogie detailliert.
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||||
- `spezial-bezuege-zahlen-schwellen-und-berechnung` – Gebühren und Streitwerte.
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||||
- `vergleich-statt-streit-strategie` – Vergleichsstrategie.
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||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
|
||||
- BGB, ZPO, MarkenG, PatG, UrhG, UWG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine Schätzung des Lizenzsatzes ohne branchenspezifische Recherche.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
|
||||
+92
-33
@@ -1,48 +1,107 @@
|
||||
---
|
||||
name: spezial-urhg-livequellen-und-rechtsprechungscheck
|
||||
description: "Urhg: Livequellen- und Rechtsprechungscheck im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "UrhG: Live-Quellen und Rechtsprechungscheck. Leitentscheidungen BGH und EuGH zu Urheberrecht, Schutzschwelle (Geburtstagszug), Urheber-Schutzfähigkeit, Verwertungsrechte §§ 15 ff., Nutzungsrechte §§ 31 ff., Abmahnung § 97a UrhG, aktuelle Quellen."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Urhg: Livequellen- und Rechtsprechungscheck
|
||||
# UrhG: Live-Quellen und Rechtsprechungscheck
|
||||
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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||||
Dieser Skill liefert einen strukturierten Überblick der wichtigsten UrhG-Leitentscheidungen mit verifizierbaren Quellen und eine Anleitung zum aktuellen Rechtsprechungs-Check.
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||||
Er führt durch **Livequellen- und Rechtsprechungscheck** im Themenfeld **Urhg**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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||||
## Rechtsrahmen
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||||
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 2 UrhG | Schutzfähige Werke: Werkkategorien |
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| § 7 UrhG | Urheber: persönliche geistige Schöpfung |
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| §§ 15–23 UrhG | Verwertungsrechte: Vervielfältigung, Verbreitung, Aufführung, öffentl. Zugänglichmachung |
|
||||
| § 31 UrhG | Nutzungsrechte: einfach und ausschließlich |
|
||||
| §§ 44a–60h UrhG | Schranken: Privatkopie, TDM, Zitat, Unterricht |
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| § 97 UrhG | Unterlassung und Schadensersatz |
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| § 97a UrhG | Abmahnung: Form, Inhalt, Kostenerstattung |
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| § 101 UrhG | Auskunftsanspruch gegen Verletzer und Dritte |
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||||
| § 102 UrhG | Verjährung (§§ 195, 199 BGB analog) |
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| DSM-RL (RL 2019/790) | Text and Data Mining; Presseverleger-Leistungsschutzrecht |
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## Fachlicher Zuschnitt
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## Leitentscheidungen BGH (Urheberrecht)
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- **Thema:** Urhg.
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- **Arbeitsfokus:** Livequellen- und Rechtsprechungscheck.
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- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
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- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
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||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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### Schutzschwelle
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| Entscheidung | Az. | Datum | Kernaussage | Quelle |
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|---|---|---|---|---|
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| Geburtstagszug | I ZR 182/11 | 13.11.2013 | Schutzschwelle für Werke angewandter Kunst abgesenkt auf allgemeines Niveau; menschlicher Geistesschöpfung genügt | [dejure.org/Bghz/I-ZR-182-11](https://dejure.org/Bghz/I-ZR-182-11) |
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||||
| Metall auf Metall | I ZR 28/18 | 30.4.2020 | Nach EuGH: Sampling nur bei nicht wahrnehmbaren Teilen ohne Urheberpflicht; sonst Einwilligung | [dejure.org](https://dejure.org) |
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*Live-Prüfung erforderlich: [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de) → Urteile / I. Zivilsenat.*
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### Schutzumfang und Verwertungsrechte
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| Entscheidung | Az. | Datum | Kernaussage | Quelle |
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|---|---|---|---|---|
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| Vorschaubilder I | I ZR 69/08 | 29.4.2010 | Google-Image-Suche: konkludente Einwilligung durch öffentl. Zugänglichmachung; kein UrhR-Verstoß | [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de) |
|
||||
| Vorschaubilder II | I ZR 140/10 | 19.10.2011 | Keine Einwilligung bei fremden Bildern; Sorgfaltspflichten des Betreibers | [dejure.org](https://dejure.org) |
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### Nutzungsrechte und Lizenzen
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| Entscheidung | Az. | Datum | Kernaussage |
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|---|---|---|---|
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| Schul-Cloud | Live prüfen | – | Open-Source-Lizenz: Bedingungen einhalten; GPL-Verletzung durch fehlenden Quellcode | Bitte live verifizieren |
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## Leitentscheidungen EuGH (Urheberrecht)
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| Entscheidung | Rs. | Datum | Kernaussage | Quelle |
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|---|---|---|---|---|
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| Infopaq | C-5/08 | 16.7.2009 | Schutzfähigkeit von 11-Wort-Ausschnitten möglich; persönliche Schöpfung genügt | [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu) |
|
||||
| SGAE/Rafael Hoteles | C-306/05 | 7.12.2006 | Hotelzimmer-TV = öffentliche Wiedergabe | [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu) |
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||||
| Cofemel | C-683/17 | 12.9.2019 | Schutzfähigkeit von Modeerzeugnissen; persönlicher geistiger Schöpfungsakt maßgebend | [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu) |
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||||
| Brompton Bicycle | C-833/18 | 11.6.2020 | Technisch motivierte Form kann urheberrechtlich geschützt sein wenn Gestaltungsraum vorhanden | [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu) |
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## Live-Quellen für Rechtsprechungs-Check
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| Quelle | Inhalt | Link |
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|---|---|---|
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| BGH-Urteilsdatenbank | Alle BGH-Entscheidungen (Volltext) | [bundesgerichtshof.de](https://www.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/list.py?Gericht=bgh) |
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| dejure.org | Normverknüpfungen; verlinkte Rechtsprechung | [dejure.org](https://dejure.org) |
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||||
| openjur.de | Kostenfrei; LG/OLG-Entscheidungen | [openjur.de](https://openjur.de) |
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||||
| curia.europa.eu | EuGH / EuG-Volltext | [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu) |
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||||
| DPMA Recht | UrhG-Normenüberblick | [dpma.de/service/recht](https://www.dpma.de/service/recht/) |
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||||
| gesetze-im-internet.de | UrhG, DSM-RL-Umsetzung | [gesetze-im-internet.de/urhg](https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/) |
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## Abmahnung § 97a UrhG
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### Formerfordernisse (§ 97a Abs. 2 UrhG)
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| Pflichtangabe | Inhalt |
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|---|---|
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| Name / Firma Abmahnender | Vollständig |
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| Beanstandetes Werk / beanstandete Handlung | Konkret |
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| Begründung der Verletzung | Normbenennung, Tatbestand |
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| Klare Unterlassungsaufforderung | Was soll unterlassen werden? |
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| Strafbewehrte UE (Muster) | Beigefügt |
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| Kostenhinweis | Betrag oder Grundlage |
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### Kostenbegrenzung (§ 97a Abs. 3 UrhG)
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Bei einfachen Rechtsverletzungen (nicht kommerziell, keine Wiederholung) ist der Aufwendungsersatz auf Streitwert **1.000 €** begrenzt → Kosten max. ca. 124 €.
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. Welches Werk ist betroffen (Text / Bild / Software / Musik / Design)?
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2. Welche Verletzungshandlung liegt vor (Vervielfältigung / Verbreitung / öffentl. Zugänglichmachung)?
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3. Soll eine Abmahnung ausgesprochen oder auf eine reagiert werden?
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4. Gibt es TDM / KI-Bezug?
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5. Output: Rechtsprechungs-Check, Abmahnungs-Entwurf, Verletzungsanalyse, Quellennachweis?
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1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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## Arbeitsworkflow
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1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Urhg** prüfen.
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||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
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||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
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||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
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## Output-Standard
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- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
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||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
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||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Anschluss-Skills
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||||
- `ki-trainingsdaten-und-urheberrecht-spezial` – TDM und KI.
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- `gr-abmahnung-workflow` – Abmahnungsworkflow.
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- `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` – Schadensersatz UrhG.
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## Quellenregel
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- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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||||
- UrhG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/); DSM-RL: [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
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||||
- BGH: [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de); EuGH: [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu); OLG: [openjur.de](https://openjur.de).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Jede Entscheidung vor Ausgabe live verifizieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine Werkanalyse ohne Kenntnis des konkreten Werks.
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- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+117
-33
@@ -1,48 +1,132 @@
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name: spezial-verfuegung-beweislast-und-darlegungslast
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||||
description: "Verfuegung: Beweislast, Darlegungslast und Substantiierung im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
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||||
description: "Einstweilige Verfügung: Beweislast und Darlegungslast. Glaubhaftmachung § 294 ZPO, Verfügungsanspruch und Verfügungsgrund, eidesstattliche Versicherung, Gegenglaubhaftmachung, sekundäre Darlegungslast, Beweismittel im Eilverfahren."
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---
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# Verfuegung: Beweislast, Darlegungslast und Substantiierung
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# Einstweilige Verfügung: Beweislast und Darlegungslast
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## Aufgabe
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Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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||||
Dieser Skill behandelt die Darlegungs- und Beweislast in einstweiligen Verfügungsverfahren: Glaubhaftmachung von Verfügungsanspruch und -grund, Mittel und Grenzen.
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||||
Er führt durch **Beweislast, Darlegungslast und Substantiierung** im Themenfeld **Verfuegung**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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## Rechtsrahmen
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 920 Abs. 2 ZPO | Glaubhaftmachung: Verfügungsanspruch und Verfügungsgrund |
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||||
| § 294 ZPO | Mittel der Glaubhaftmachung: Urkunden, eidesstattliche Versicherung, alle Beweismittel |
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||||
| § 935 ZPO | Einstweilige Verfügung: Sicherung des Anspruchs |
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||||
| § 940 ZPO | Einstweilige Verfügung zur Regelung eines Zustands |
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||||
| § 936 ZPO | Verweisung auf Arrestvorschriften |
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||||
| § 12 Abs. 1 UWG | Dringlichkeitsvermutung im Lauterkeitsrecht |
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||||
| § 286 ZPO | Freie Beweiswürdigung (Hauptsache) |
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||||
| § 294 Satz 2 ZPO | Sofortiger Beweis durch Glaubhaftmachungsmittel; keine Vereidigung nötig |
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## Fachlicher Zuschnitt
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||||
## Verfügungsanspruch – Darlegungsanforderungen
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||||
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||||
- **Thema:** Verfuegung.
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||||
- **Arbeitsfokus:** Beweislast, Darlegungslast und Substantiierung.
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||||
- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
|
||||
- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
|
||||
- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
|
||||
### Was muss dargelegt werden?
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||||
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||||
| Element | Inhalt | Beweismittel |
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|---|---|---|
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| Schutzrecht | Inhaber, Registernummer, Schutzbereich, Schutzfähigkeit | Registerauszug (DPMA/EUIPO) |
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| Verletzungshandlung | Wann, wo, wie, durch wen | Screenshot, Testkauf, eV Mandant |
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||||
| Aktivlegitimation | Schutzrechtsinhaber oder bevollmächtigter Lizenznehmer | Registerauszug, Lizenzvertrag |
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||||
| Verletzungsform | Identisch / ähnlich; Verwechslungsgefahr; Tatbestandsmerkmale | Vergleichsmaterial |
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||||
### Glaubhaftmachungsgrad
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- **Kein voller Beweis** nötig (§ 294 ZPO): überwiegende Wahrscheinlichkeit genügt.
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||||
- Eidesstattliche Versicherung des Mandanten als zentrales Instrument.
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||||
- Sachverständige können auch im EV-Verfahren eingesetzt werden, aber zeitkritisch.
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||||
## Verfügungsgrund – Darlegungsanforderungen
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### Dringlichkeit
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||||
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||||
| Schutzrecht / Rechtsbereich | Dringlichkeit |
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|---|---|
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| UWG | Gesetzliche Vermutung § 12 Abs. 1 UWG; widerlegt bei Selbstwiderlegung |
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||||
| MarkenG, PatG, DesignG | Keine Vermutung; muss dargelegt werden: Kenntnisdatum, Erstmalige Verletzung, Eilbedürfnis |
|
||||
| UrhG | Keine Vermutung; wie IP allgemein |
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||||
|
||||
### Selbstwiderlegung vermeiden
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||||
- Dringlichkeit ist **widerlegt**, wenn der Antragsteller zu lange zugewartet hat nach Kenntnis vom Verstoß.
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||||
- Faustregel nach Kammer: Hamburg ~4 Wochen; München ~4 Wochen; Düsseldorf ~4 Wochen; Köln ~6 Wochen (Einzelfälle variieren).
|
||||
- **Tipp:** Kenntniszeitpunkt genau dokumentieren; sofort handeln nach Kenntnis.
|
||||
|
||||
## Eidesstattliche Versicherung (eV) – Muster
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```
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||||
Eidesstattliche Versicherung
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Ich, [Name, Geburtsdatum], wohnhaft [Adresse], versichere an Eides statt
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und erkläre folgendes:
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1. [Mandant] betreibt [Unternehmen / Schutzrecht].
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||||
2. Am [Datum] habe ich auf der Website [URL] / in [Medium] folgende
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||||
Verletzungshandlung festgestellt: [Beschreibung].
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||||
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||||
3. [Screenshot / Testkauf / Muster] ist als Anlage [X] beigefügt und
|
||||
gibt den Sachverhalt zutreffend wieder.
|
||||
|
||||
4. Von diesem Sachverhalt hatte ich erstmals am [Datum] Kenntnis.
|
||||
|
||||
5. Diese Erklärung gebe ich wahrheitsgemäß ab.
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||||
|
||||
[Ort, Datum]
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||||
[Unterschrift]
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||||
|
||||
Ich bin mir bewusst, dass eine vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche
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||||
eidesstattliche Versicherung nach § 156 StGB strafbar ist.
|
||||
```
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||||
## Gegenglaubhaftmachung durch Antragsgegner
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||||
| Strategie Antragsgegner | Ziel |
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|---|---|
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||||
| Eigene eidesstattliche Versicherung | Sachverhalt bestreiten |
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| Schutzschrift (ZSSR) | Gegenvortrag zu Verfügungsanspruch und -grund |
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||||
| Sofortiger Widerspruch | Mündliche Verhandlung erzwingen (§ 924 ZPO) |
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||||
| Einwand fehlender Dringlichkeit | Selbstwiderlegung der Antragstellerin darlegen |
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||||
## Sekundäre Darlegungslast
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Bei bestimmten Sachverhalten (Verletzungsumfang, Herstellungsprozesse, Lieferkette) obliegt dem Antragsgegner eine sekundäre Darlegungslast, wenn er die Informationen exklusiv besitzt.
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||||
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||||
- BGH-Grundsatz: Wer über Informationen allein verfügt, muss substantiiert bestreiten oder darlegen.
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||||
- Anwendung im IP-Recht: Herkunft der Ware; Importmengen; technische Herstellungsdetails.
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||||
|
||||
## Checkliste Darlegungs- und Beweislast EV
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| Prüfpunkt | Erledigt? |
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|---|---|
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| Schutzrecht belegt (Registerauszug) | ☐ |
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| Verletzungshandlung konkret dargelegt und datiert | ☐ |
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||||
| Kenntnisdatum dokumentiert (Selbstwiderlegungsschutz) | ☐ |
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||||
| Eidesstattliche Versicherung unterschrieben | ☐ |
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||||
| Anlagen nummeriert und dem Gericht übergeben | ☐ |
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||||
| Dringlichkeit dargelegt (UWG: Vermutung; sonst: positiv) | ☐ |
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||||
| Gegenglaubhaftmachung der Gegenseite antizipiert | ☐ |
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||||
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## Kaltstart
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||||
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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||||
1. Liegt eine eigene eV vor oder muss sie noch aufgesetzt werden?
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||||
2. Ist das Kenntnisdatum dokumentiert?
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||||
3. Welche weiteren Glaubhaftmachungsmittel liegen vor (Testkauf, Screenshots)?
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||||
4. Hat die Gegenseite eine Schutzschrift hinterlegt?
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||||
5. Output: eV-Muster, Checkliste, Dringlichkeits-Memo, Gegenglaubhaftmachungs-Analyse?
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||||
|
||||
1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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||||
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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||||
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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||||
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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||||
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
|
||||
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Verfuegung** prüfen.
|
||||
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
|
||||
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
|
||||
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
|
||||
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
|
||||
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung` – Qualitätsgate.
|
||||
- `spezial-gewerblichen-tatbestand-beweis-und-belege` – Beweismittelübersicht.
|
||||
- `faevvollzug-neu-005-gegnerische-schutzschrift-auswerten` – Schutzschrift.
|
||||
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||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
|
||||
- ZPO: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/); MarkenG, UWG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [openjur.de](https://openjur.de), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
|
||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine Bewertung der Dringlichkeit ohne Kenntnis des konkreten Kenntnisdatums.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
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||||
+105
-33
@@ -1,48 +1,120 @@
|
||||
---
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||||
name: spezial-verletzungsklage-sonderfall-und-edge-case
|
||||
description: "Verletzungsklage: Sonderfall und Edge-Case-Prüfung im Plugin fachanwalt gewerblicher rechtsschutz; schärft Rollen, Belege, Fachnormen, Risiken, Gegenargumente und nächsten verwertbaren Schritt statt austauschbarer Standardprüfung."
|
||||
description: "Verletzungsklage: Sonderfälle und Edge Cases. Mittelbare Patentverletzung § 10 PatG, Erschöpfungseinwand § 24 MarkenG, Vorbenutzungsrecht § 12 PatG, Markenrechtliche Erschöpfung bei Reimport, fehlerhafte Schutzrechts-Übertragung, Designverletzung bei must-fit, Parallelimport."
|
||||
---
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||||
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||||
# Verletzungsklage: Sonderfall und Edge-Case-Prüfung
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||||
# Verletzungsklage: Sonderfälle und Edge Cases
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||||
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Ausgangspunkt ist: Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahnung §§ 8 ff. UWG. Designverletzung. Einstweilige Verfuegung Verletzungsklage Lizenzanaloger Schadensersatz.
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||||
Dieser Skill behandelt die typischen Sonderfälle und Edge Cases bei Verletzungsklagen im gewerblichen Rechtsschutz: ungewöhnliche Einwände, Abgrenzungsprobleme und Randkonstellationen.
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||||
Er führt durch **Sonderfall und Edge-Case-Prüfung** im Themenfeld **Verletzungsklage**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.
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## Rechtsrahmen (Sonderfälle)
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||||
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||||
| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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||||
| § 10 PatG | Mittelbare Patentverletzung: Liefern von Mitteln |
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| § 11 PatG | Schranken: Forschungsprivileg, private Nutzung, Vorbenutzungsrecht |
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||||
| § 12 PatG | Vorbenutzungsrecht: Benutzung vor Anmeldetag |
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||||
| § 24 MarkenG | Erschöpfung; Reimport; Parallelimport |
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| § 3 DesignG | Schutzausschluss must-fit, must-match |
|
||||
| § 4 Nr. 3 UWG | Ergänzender Leistungsschutz: wettbewerbliche Eigenart |
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| Art. 5 EPÜ | Gebietsausnahmen für Luftfahrt, Forschungsschiffe |
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||||
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||||
## Fachlicher Zuschnitt
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## Edge Cases Patent
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||||
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- **Thema:** Verletzungsklage.
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- **Arbeitsfokus:** Sonderfall und Edge-Case-Prüfung.
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- **Plugin-Rahmen:** Plugin Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz nach FAO § 14k. MarkenG. DesignG. UWG. PatG GebrMG. UrhG-Bezuege. Markenanmeldung DPMA EUIPO. UWG-Abmahn....
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- **Qualitätsanspruch:** Antworte nicht mit einer austauschbaren Standard-Checkliste. Nutze die Fachlogik dieses Plugins, benenne die konkret einschlägigen Normgruppen, Behörden, Register, Fristen, Dokumente oder Verfahrenshandlungen und trenne sichere Punkte von Live-Check-Bedarf.
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- **Eloquenz und Nutzen:** Führe die Nutzerin oder den Nutzer wie eine erfahrene Fachperson: kurze Orientierung, präzise Rückfragen, dann ein verwertbares Produkt mit Varianten, Gegenargumenten und nächstem Handgriff.
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### Mittelbare Patentverletzung (§ 10 PatG)
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**Tatbestand:** Liefern von Mitteln zur patentgeschützten Erfindung an Nicht-Berechtigte; Mittel bezieht sich auf wesentliches Element; Lieferer weiß oder hätte wissen müssen, dass Abnehmer Erfindung benutzt.
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**Abgrenzung:** § 10 Abs. 2 PatG: Handelsübliche Erzeugnisse sind ausgenommen, außer bei gezielter Einwirkung auf Nutzung der Erfindung.
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**Praxis:** Lieferant von Spezialchemikalien an jemanden, der damit patentiertes Verfahren anwendet.
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### Vorbenutzungsrecht (§ 12 PatG)
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**Tatbestand:** Wer am Anmeldetag des Patents das geschützte Verfahren / Erzeugnis im Inland bereits benutzte oder konkrete Vorkehrungen dazu getroffen hatte, darf weiter benutzen.
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**Grenzen:** Vorbenutzungsrecht ist **nicht übertragbar** (außer mit dem Betrieb, § 12 Abs. 1 S. 2 PatG). Erweiterung der Benutzung über den ursprünglichen Umfang hinaus ist nicht gedeckt.
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**Beweislast:** Vorbenutzungsberechtigter muss Vorbenutzung darlegen und beweisen.
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### Forschungsprivileg (§ 11 Nr. 2 PatG)
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Handlungen, die **ausschließlich** Versuchszwecken dienen, sind keine Verletzungshandlungen. Grenze: gewerbliche Nutzung der Forschungsergebnisse oder kommerzielle Herstellung.
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## Edge Cases Marke
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### Erschöpfung bei Reimport (§ 24 MarkenG)
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**Grundsatz:** Erschöpfung tritt ein, wenn Ware mit Zustimmung des Markeninhabers **erstmals im EWR** in den Verkehr gebracht wurde.
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**Sonderfall Reimport:** Reimport aus Drittland (z.B. USA → DE): **keine** Erschöpfung, auch wenn ursprünglich vom Markeninhaber exportiert.
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**Sonderfall Grauware / Parallelimport:** Originale Ware aus einem anderen EWR-Land: Erschöpfung ja; aber: Umpacken ohne Zustimmung kann Erschöpfung beseitigen (EuGH „Boehringer Ingelheim vs. Swingward").
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**EuGH-Linie:** Erschöpfung scheitert, wenn Markeninhaber berechtigte Gründe hat, weitere Benutzung zu untersagen (Art. 15 Abs. 2 UMV).
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### Markenrechtsverletzung durch Metatags / Adwords
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- BGH: Benutzung einer fremden Marke im HTML-Quelltext (Metatag) kann Verletzung sein.
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- EuGH „Google France": Google AdWords – Nutzung als Keyword durch Mitbewerber ist Verletzung, wenn Herkunftshinweisfunktion beeinträchtigt.
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## Edge Cases Design
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### Must-fit / Must-match (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 DesignG)
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**Must-fit:** Merkmale, die mechanische Verbindung ermöglichen (z.B. Steckverbindungen), sind schutzausgeschlossen.
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**Must-match:** Ersatzteile, die sichtbar sind und äußeres Erscheinungsbild bestimmen: Seit 2021 keine gesetzliche Ausnahme in DE; EUIPO-Praxis differiert. (Live-Prüfung empfohlen.)
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**Praxisrelevanz:** Automobilersatzteile, Konsumgüter mit Ersatzteilen, modulare Systeme.
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## Edge Cases UWG
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### Ergänzender Leistungsschutz (§ 4 Nr. 3 UWG)
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**Schutzvoraussetzungen:**
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1. Wettbewerbliche Eigenart des Originals.
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2. Nachahmung (identische Übernahme oder nachschaffende Übernahme).
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3. Begleitende Umstände: Täuschung über Herkunft, Rufausbeutung oder Behinderung.
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**Abgrenzung zu Designschutz:** Ergänzender Leistungsschutz setzt kein eingetragenes Recht voraus; schützt aber nur im Zusammenhang mit unlauterem Wettbewerb.
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## Sonderproblem: Fehlerhafte Schutzrechts-Übertragung
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- Klage durch ehemaligen Inhaber: Kein Anspruch mehr nach Übertragung.
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- Klage durch Erwerber ohne vollständige Registrierung: Legitimation prüfen; Registerauszug aktuell.
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- Konsequenz: Klageabweisung mangels Aktivlegitimation; Kosten des Klägers.
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## Checkliste Edge Cases
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| Prüfpunkt | Relevant? |
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|---|---|
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| Mittelbare Patentverletzung (§ 10 PatG): Lieferant von Mitteln? | ☐ |
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| Vorbenutzungsrecht (§ 12 PatG): Nutzung vor Anmeldetag? | ☐ |
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| Forschungsprivileg (§ 11 Nr. 2 PatG): Rein wissenschaftlich? | ☐ |
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| Erschöpfungseinwand: EWR-Erstverkauf belegt? | ☐ |
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| Must-fit / Must-match: Verbindungsmerkmal zwingend? | ☐ |
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| Ergänzender Leistungsschutz: Begleitumstände? | ☐ |
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| Aktivlegitimation: Registerübertragung vollständig? | ☐ |
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## Kaltstart
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Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
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1. Welche Verletzungsklage oder welcher Einwand ist konkret?
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2. Liegt einer der Edge Cases vor (mittelbare Verletzung / Erschöpfung / Vorbenutzung)?
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3. Sind die relevanten Unterlagen vorhanden (Patent, Register, Testkauf)?
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4. Output: Edge-Case-Analyse, Checkliste, Argumenationsmemo?
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1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
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2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
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3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
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4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
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5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
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## Arbeitsworkflow
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1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
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2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Verletzungsklage** prüfen.
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3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
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4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
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5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
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## Output-Standard
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- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
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- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
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- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
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- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Anschluss-Skills
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- `spezial-markeng-risikoampel-und-gegenargumente` – Marken-Gegenargumente.
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- `spezial-verfuegung-beweislast-und-darlegungslast` – Beweislast.
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- `spezial-patg-schriftsatz-brief-und-memo-bausteine` – Patent-Schriftsätze.
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## Quellenregel
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- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
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- PatG, MarkenG, DesignG, UWG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
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- EuGH: [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu); BGH: [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
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- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine vollständige technische Verletzungsanalyse ohne Sachverständigen.
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- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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+111
-43
@@ -1,63 +1,131 @@
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name: uwg-systematik-und-anwendung
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description: "UWG-Systematik: § 3 (unlautere geschaeftliche Handlungen), § 5 (Irrefuehrung), § 5a (Vorenthaltungstatbestaende), §§ 4 ff. (Mitbewerber), §§ 8 ff. (Anspruchsberechtigung, Verband, Mitbewerber). Aktive Mitbewerber, eingetragene Verbaende. Beispielfaelle und Schriftsatzbausteine."
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||||
description: "UWG-Systematik: § 3 (unlautere geschäftliche Handlungen), § 5 (Irreführung), § 5a (Vorenthalten wesentlicher Informationen), §§ 4 ff. (Mitbewerber), §§ 8 ff. (Anspruchsberechtigung, Verband, Mitbewerber). Aktive Mitbewerber, eingetragene Verbände. Beispielfälle und Schriftsatzbausteine."
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# UWG: Systematik
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# UWG: Systematik und Anwendung
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## Aufgabe
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UWG-Systematik: § 3 (unlautere geschaeftliche Handlungen), § 5 (Irrefuehrung), § 5a (Vorenthaltungstatbestaende), §§ 4 ff.
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Dieser Skill liefert die systematische Übersicht des UWG und praxisnahe Werkzeuge: Tatbestandsaufbau, Anspruchsberechtigung, Beispielfälle und Schriftsatzbausteine.
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## Rechtsrahmen
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## Fachlicher Arbeitskern
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| Norm | Inhalt |
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|---|---|
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| § 1 UWG | Schutzzweck: Mitbewerber, Verbraucher, allgemeine Öffentlichkeit |
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| § 2 UWG | Definitionen: geschäftliche Handlung, Mitbewerber, Verbraucher |
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| § 3 Abs. 1 UWG | Generalklausel: unlautere geschäftliche Handlungen verboten |
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| § 3a UWG | Rechtsbruchtatbestand: Verletzung einer Marktverhaltensregel |
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| § 4 UWG | Mitbewerberschutz: Behinderung, Anschwärzung |
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| § 4a UWG | Aggressive geschäftliche Handlungen |
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| § 5 UWG | Irreführende Werbung (aktives Tun) |
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| § 5a UWG | Irreführung durch Unterlassen wesentlicher Informationen |
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| § 5b UWG | Wesentliche Informationen; Aufmachung |
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| § 6 UWG | Vergleichende Werbung: zulässig wenn objektiv, klar kenntlich gemacht |
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| § 7 UWG | Unzumutbare Belästigung: Spam, Kalt-Akquise |
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||||
| § 8 UWG | Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch |
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| § 8c UWG | Rechtsmissbräuchliche Abmahnung |
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| § 9 UWG | Schadensersatz bei Vorsatz / Fahrlässigkeit |
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| § 11 UWG | Verjährung: 6 Monate (Unterlassung), 3 Jahre (Schadensersatz) |
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| § 12 UWG | Einstweilige Verfügung: Dringlichkeitsvermutung |
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||||
| § 13 UWG | Abmahnung: Formerfordernisse, Kostenerstattung |
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| § 14 UWG | Gerichtliche Zuständigkeit |
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||||
Dieser Skill ist kein allgemeiner Chat-Modus, sondern ein Arbeitswerkzeug fuer `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` zum Thema `uwg-systematik-und-anwendung`. Ausgangspunkt ist immer die konkrete Aufgabe aus der Beschreibung: UWG-Systematik: § 3 (unlautere geschaeftliche Handlungen), § 5 (Irrefuehrung), § 5a (Vorenthaltungstatbestaende), §§ 4 ff. (Mitbewerber), §§ 8 ff. (Anspruchsberechtigung, Verband, Mitbewerber). Aktive Mitbewerber, eingetragene Verbaende. Beispielfaelle und Schriftsatzbausteine..
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## Prüfungsaufbau Lauterkeitsklage
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Arbeite deshalb fallnah:
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```
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Schritt 1: Anwendungsbereich
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→ Geschäftliche Handlung i.S.v. § 2 Abs. 1 Nr. 2 UWG?
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→ B2B oder B2C? (Unterschiede im Rechtsschutz)
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1. **Falltyp erkennen:** Einordnung, ob es um Erstberatung, Anspruchs-/Pflichtenpruefung, Vertrags-/Bescheid-/Schriftsatzarbeit, Strategie oder Fristenrettung geht.
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2. **Entscheidungspunkte bilden:** Welche zwei bis fuenf Weichen entscheiden den Fall wirklich?
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3. **Belege anfordern:** Nur die Unterlagen nachfordern, die fuer diese Weichen gebraucht werden; keine Frageboegen um ihrer selbst willen.
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4. **Spezialwissen anwenden:** Die im Skill genannten Normen, Behoerden, Verfahrensarten, Branchenlogiken oder typischen Streitpunkte sichtbar abarbeiten.
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5. **Nutzbaren Output liefern:** Am Ende steht ein Memo, eine Matrix, ein Textbaustein, ein Schriftsatzgeruest, ein Mandantenbrief oder eine klare Naechste-Schritte-Liste.
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Schritt 2: Verbotstatbestand
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→ §§ 3a, 4, 4a, 5, 5a, 6, 7 UWG oder Anhang?
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→ Spürbarkeit (§ 3 Abs. 1 UWG; bei Verbraucherschutz: entfällt bei schwarzer Liste)
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Wenn ein anderer Skill desselben Plugins genauer passt, schlage ihn aktiv vor und erklaere in einem Satz, warum der Wechsel die Arbeit beschleunigt.
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Schritt 3: Aktivlegitimation (§ 8 Abs. 3 UWG)
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||||
→ Mitbewerber (konkretes Wettbewerbsverhältnis)?
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→ Qualifizierter Verband (BfJ-Liste § 8b UWG)?
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→ IHK / HWK / Kammer?
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Schritt 4: Wiederholungsgefahr / Erstbegehungsgefahr
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→ Begehungsform (Unterlassung vs. Beseitigung)
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Schritt 5: Verschulden (für Schadensersatz § 9 UWG)
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→ Vorsatz oder Fahrlässigkeit
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||||
Schritt 6: Anspruchsumfang
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→ Unterlassung (§ 8 Abs. 1 UWG)
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→ Beseitigung
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→ Schadensersatz (§ 9 UWG)
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→ Auskunft (§ 9 Abs. 1 UWG: „soweit erforderlich")
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→ Abmahnkosten (§ 13 Abs. 3 UWG)
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```
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## Typische Tatbestände mit Beispielen
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### § 5 UWG – Irreführende Werbung
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| Fallbeispiel | Irre geführte Erwartung | Ergebnis |
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|---|---|---|
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| „Marktführer" ohne Beleg | Größe / Marktstellung | Irreführend § 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 UWG |
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| „UVP 100 €, unser Preis 50 €" | Preisvergleich; UVP nie so hoch | Irreführend § 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 UWG |
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| „Aus deutschen Landen" für importiertes Produkt | Herkunft | Irreführend § 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 UWG |
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### § 5a UWG – Irreführung durch Unterlassen
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| Fallbeispiel | Vorenthaltene Information | Ergebnis |
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|---|---|---|
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| Online-Preis ohne Versandkosten | Gesamtpreis | Wesentliche Information vorenthalten |
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| Werbung ohne Impressum | Unternehmensidentität | § 5a Abs. 1 UWG |
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| Influencer-Post ohne Werbekennzeichnung | Kommerzieller Charakter | § 5a Abs. 4 UWG (Entsprechung n.F.) |
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### § 7 UWG – Unzumutbare Belästigung
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| Fallbeispiel | Verstoß |
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|---|---|
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| E-Mail-Werbung ohne Einwilligung | § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG |
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| Kalt-Telefonat Verbraucher | § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG |
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| Automatisierte Fax-Werbung | § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG |
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## Schriftsatzbaustein: Unterlassungsantrag UWG
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```
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In der Sache [Antragsteller] ./. [Antragsgegner]
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beantragen wir, dem Antragsgegner durch einstweilige Verfügung,
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gegebenenfalls ohne vorherige Anhörung, zu untersagen,
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[genaue Beschreibung der Verletzungshandlung],
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wie geschehen am [Datum] auf [Plattform / Medium] (Anlage A: Screenshot),
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bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung zu verhängenden
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Ordnungsgeldes bis 250.000 €, ersatzweise Ordnungshaft.
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Begründung:
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I. Antragstellerin ist Mitbewerberin i.S.v. § 2 Abs. 1 Nr. 4 UWG.
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II. Die Verletzungshandlung verwirklicht [§ 5 / § 5a / § 7] UWG.
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III. Dringlichkeit: § 12 Abs. 1 UWG; Kenntniszeitpunkt: [Datum].
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```
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## Kaltstart
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Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
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3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
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||||
4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
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5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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## Pruefraster
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Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
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1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
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2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, zustaendige Stellen, Verfahrensart, Darlegungs-/Beweislast und nur verifizierte Rechtsprechung.
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3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
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||||
4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
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||||
1. Welcher konkrete Verstoß liegt vor (Irreführung / Spam / Nachahmung / Rechtsbruch)?
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||||
2. Wer ist aktivlegitimiert (Mitbewerber, Verband)?
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3. Liegt eine eingehende oder ausgehende Abmahnung vor?
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||||
4. Ist Dringlichkeit gegeben (Kenntnisdatum, Selbstwiderlegungsrisiko)?
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5. Output: Prüfschema, Schriftsatzbaustein, Abmahnungsentwurf, Schadensersatzmemo?
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## Plugin-Kontext
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Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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## Output-Module
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- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
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- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
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- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
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- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
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||||
Anschluss-Skills: `gr-abmahnung-workflow`, `gr-mitbewerberabmahnung-aktivlegitimation-spezial`, `influencer-marketing-uwg-spezial`, `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung`.
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## Quellenregel
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link ausgeben; bei Unsicherheit erst verifizieren oder als zu pruefen markieren.
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- Keine Paywall-, Kommentar-, Aufsatz- oder Datenbankfundstelle als tragende Aussage verwenden, wenn sie nicht durch Nutzerquelle oder dokumentierten Live-Zugriff verifiziert ist.
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||||
- Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder BeckRS-/juris-Blindzitate aus Modellwissen. Literatur nur verwenden, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff im konkreten Arbeitskontext dokumentiert ist.
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||||
- Annahmen explizit als solche kennzeichnen; keine erfundenen Fundstellen, keine erfundenen Tatsachen, keine erfundenen Behoerdenpraxis-Saetze.
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||||
- UWG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/).
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||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [openjur.de](https://openjur.de), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
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||||
- BfJ-Liste qualifizierter Verbände: [bundesjustizamt.de](https://www.bundesjustizamt.de).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
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- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
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- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
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- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
- Keine Einzelfallbewertung ohne vollständige Sachverhaltskenntnis.
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+122
-44
@@ -1,63 +1,141 @@
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name: vergleich-statt-streit-strategie
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description: "Vergleichsstrategie statt Streit im gewerblichen Rechtsschutz: Standstill-Vereinbarung, Lizenzvereinbarung mit Stillhalte-Klausel, Cease-and-Settle. Pruefraster nach Faktoren wie Anspruchslage, Beweislast, Kosten, Image. Mustertexte. Routet in vergleichsverhandlung-strategie."
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||||
description: "Vergleich statt Streit: Strategische Vergleichsführung im gewerblichen Rechtsschutz. Wann Vergleich sinnvoll, Vergleichsoptionen (Abgrenzung, Kreuzlizenz, Einmalzahlung), Vergleichsprotokoll, RVG-Einigungsgebühr, Vergleichsklauseln und Risiken."
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# GR: Vergleich statt Streit
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# Vergleich statt Streit: Strategie im gewerblichen Rechtsschutz
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## Aufgabe
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Vergleichsstrategie statt Streit im gewerblichen Rechtsschutz: Standstill-Vereinbarung, Lizenzvereinbarung mit Stillhalte-Klausel, Cease-and-Settle.
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Dieser Skill entwickelt Vergleichsstrategien für Schutzrechts- und Wettbewerbsrechtsstreitigkeiten: Entscheidungsrahmen, Optionen, Verhandlungsführung, Vertragsbausteine und Kostenaspekte.
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## Wann Vergleich sinnvoll?
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## Fachlicher Arbeitskern
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### Entscheidungsmatrix
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Dieser Skill ist kein allgemeiner Chat-Modus, sondern ein Arbeitswerkzeug fuer `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` zum Thema `vergleich-statt-streit-strategie`. Ausgangspunkt ist immer die konkrete Aufgabe aus der Beschreibung: Vergleichsstrategie statt Streit im gewerblichen Rechtsschutz: Standstill-Vereinbarung, Lizenzvereinbarung mit Stillhalte-Klausel, Cease-and-Settle. Pruefraster nach Faktoren wie Anspruchslage, Beweislast, Kosten, Image. Mustertexte. Routet in vergleichsverhandlung-strategie..
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| Faktor | Vergleich empfohlen | Klage / EV empfohlen |
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|---|---|---|
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| Schutzrecht | Bestandsunsicherheit hoch | Eingetragenes Recht klar, starke Kennzeichnungskraft |
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| Verletzung | Grenzfall; Einwände plausibel | Klare Verletzung, keine Gegenrechte |
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| Gegenseite | Kooperationsbereitschaft; wirtschaftliche Schwäche | Keine Kooperationsbereitschaft; Präzedenz erwünscht |
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| Zeit | Schnelle Lösung nötig | Unterlassung um jeden Preis |
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| Kosten | Prozessrisiko hoch; RVG-Kosten erheblich | Mandant bereit und in der Lage |
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| Branche | Langfristige Koexistenz sinnvoll | Markt ausschließen |
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| Schaden | Bezifferbar; Auskunft vorliegend | Unbekannter Umfang; Auskunft nötig |
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Arbeite deshalb fallnah:
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## Vergleichsoptionen im IP-Recht
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1. **Falltyp erkennen:** Einordnung, ob es um Erstberatung, Anspruchs-/Pflichtenpruefung, Vertrags-/Bescheid-/Schriftsatzarbeit, Strategie oder Fristenrettung geht.
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2. **Entscheidungspunkte bilden:** Welche zwei bis fuenf Weichen entscheiden den Fall wirklich?
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3. **Belege anfordern:** Nur die Unterlagen nachfordern, die fuer diese Weichen gebraucht werden; keine Frageboegen um ihrer selbst willen.
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4. **Spezialwissen anwenden:** Die im Skill genannten Normen, Behoerden, Verfahrensarten, Branchenlogiken oder typischen Streitpunkte sichtbar abarbeiten.
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5. **Nutzbaren Output liefern:** Am Ende steht ein Memo, eine Matrix, ein Textbaustein, ein Schriftsatzgeruest, ein Mandantenbrief oder eine klare Naechste-Schritte-Liste.
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### Option 1: Einfache Lizenz
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Wenn ein anderer Skill desselben Plugins genauer passt, schlage ihn aktiv vor und erklaere in einem Satz, warum der Wechsel die Arbeit beschleunigt.
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| Aspekt | Inhalt |
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|---|---|
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| Inhalt | Verletzer erhält einfaches Nutzungsrecht gegen Lizenzgebühr |
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| Vorteil | Weiternutzung möglich; Einnahmen für Schutzrechtsinhaber |
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| Risiko | Lizenzgebühr zu niedrig oder Nutzungsbereich unklar |
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| Abgrenzung | Sachlich, zeitlich, räumlich klar definieren |
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### Option 2: Kreuzlizenz
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| Aspekt | Inhalt |
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|---|---|
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| Inhalt | Gegenseitige Lizenzierung beider Parteien; oft ohne Zahlungen |
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| Vorteil | Neutralisiert gegenseitige Angriffe; Ruhe im Markt |
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| Risiko | Wettbewerbsrechtliche Grenzen (GWB, Art. 101 AEUV) |
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| Typisch | Technologieunternehmen mit breiten Patentportfolios |
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### Option 3: Abgrenzungsvereinbarung
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| Aspekt | Inhalt |
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|---|---|
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| Inhalt | Jede Partei nutzt Zeichen / Recht in klar abgegrenzten Bereichen |
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| Vorteil | Koexistenz; kein Nutzungsrecht übertragen |
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| Risiko | Ungenaue Abgrenzung führt zu neuem Streit |
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| Typisch | Markenrecht; ähnliche Zeichen in verschiedenen Branchen |
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### Option 4: Einmalzahlung und Abschluss
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| Aspekt | Inhalt |
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|---|---|
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| Inhalt | Einmalzahlung für entstandene Schäden; vollständige Erledigung |
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| Vorteil | Klarer Schnitt; keine laufenden Verpflichtungen |
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| Risiko | Höhe der Einmalzahlung streitig |
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| Typisch | Verletzung eindeutig; Schaden überschaubar |
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### Option 5: Schutzrecht-Aufgabe gegen Entschädigung
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| Aspekt | Inhalt |
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|---|---|
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| Inhalt | Schutzrechtsinhaber gibt Recht auf; erhält Entschädigungszahlung |
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| Vorteil | Klare Bereinigung |
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| Risiko | Wert des Schutzrechts schwer zu bestimmen |
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| Typisch | Marke wird nicht mehr aktiv genutzt; Koexistenz unmöglich |
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## Verhandlungsführung
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### Vorbereitung
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1. Beste Alternative zum Vergleich (BATNA): Was passiert, wenn kein Vergleich zustande kommt?
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2. Mindestlösung definieren: Was ist das unterste Akzeptanzlevel?
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3. Spielraum einschätzen: Was will die Gegenseite wirklich?
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4. Informationsasymmetrien identifizieren: Wer weiß was?
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### Taktische Elemente
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- **Eröffnungsgebot:** Über Mindestlösung beginnen; Verhandlungsspielraum schaffen.
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- **Paketenverhandlung:** Mehrere Punkte bündeln; Tauschgeschäfte ermöglichen.
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- **Zeitdruck nutzen:** Prozessdruck durch Klageeinreichung oder EV-Vollziehung.
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- **Eskalationsdrohung:** Glaubwürdig ankündigen, was bei Scheitern folgt.
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## Vergleichs-Klauselbausteine
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### Erledigungsklausel
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```
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Die Parteien sind sich einig, dass mit diesem Vergleich sämtliche Ansprüche
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aus der Verletzung des [Schutzrechts] bis zum [Datum] vollständig und
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endgültig erledigt sind. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht.
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```
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### Geheimhaltungsklausel
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```
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Die Parteien verpflichten sich, den Inhalt dieses Vergleichs vertraulich
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zu behandeln und ihn nicht an Dritte weiterzugeben, es sei denn, dies ist
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gesetzlich erforderlich oder ausdrücklich vereinbart.
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```
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### Unterlassungsklausel (fortbestehend)
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```
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Die Beklagte verpflichtet sich, die in diesem Vergleich beschriebene
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Handlung auch künftig zu unterlassen, bei Zahlung einer Vertragsstrafe
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von EUR [Betrag] für jeden Fall der Zuwiderhandlung (Hamburger Brauch).
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```
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## RVG-Einigungsgebühr
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- Gebührentatbestand: RVG VV Nr. 1000 (Einigungsgebühr); Faktor 1,5.
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- Entsteht, wenn anwaltliche Tätigkeit zur Einigung beigetragen hat.
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- Streitwert-Beispiel 50.000 €: 1,5 × Tabellenwert = ca. 1.893 € netto.
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## Kaltstart
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Frage zu Beginn nur ab, was fuer den naechsten Schritt unverzichtbar ist. Wenn Material vorliegt, mit dem Material arbeiten und nur eine gezielte Rueckfrage stellen.
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1. In welchem Stadium ist das Verfahren (Abmahnung / EV / Klage / bereits tituliert)?
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2. Gibt es Anzeichen für Vergleichsbereitschaft der Gegenseite?
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||||
3. Welche Vergleichsoption kommt in Betracht (Lizenz / Abgrenzung / Einmalzahlung)?
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4. Was ist das BATNA des Mandanten?
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||||
5. Output: Entscheidungsmatrix, Vergleichsoptions-Memo, Vergleichsentwurf?
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1. **Rolle und Ziel:** Wer fragt, welche Rolle, welcher gewuenschte Output (Memo, Schriftsatz, Tabelle, Checkliste)?
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2. **Sachverhalt:** Welche unstreitigen Tatsachen liegen vor, was ist streitig, was fehlt noch?
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3. **Fristen:** Gibt es Termine, Fristen, eilbeduerftige Schritte?
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4. **Unterlagen:** Welche Dokumente, Bescheide, Vertraege, Auszuege liegen vor?
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||||
5. **Format:** Wie ausfuehrlich, fuer wen, in welcher Tonalitaet?
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## Pruefraster
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Der Skill erwartet folgenden inhaltlichen Aufbau im Output:
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1. **Sachverhalt fixieren** - streitige und unstreitige Tatsachen trennen, Lueckentafel.
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2. **Rechtliche Einordnung** - einschlaegige Normen, zustaendige Stellen, Verfahrensart, Darlegungs-/Beweislast und nur verifizierte Rechtsprechung.
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||||
3. **Pruefung im Gutachtenstil** - Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis.
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||||
4. **Handlungsempfehlung** - konkret, mit naechstem Schritt, verantwortlicher Person, Frist.
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||||
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||||
## Plugin-Kontext
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||||
Dieser Skill gehoert zum Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er ergaenzt die uebrigen Skills des Plugins um einen vertieften Spezialfall oder eine systematische Einfuehrung. Bei Folgefragen werden andere Skills des Plugins als Anschluss vorgeschlagen.
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||||
## Output-Module
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- Strukturierter Pruefvermerk im Gutachtenstil mit klaren Ueberschriften.
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||||
- Tabellen und Checklisten, wo das die Lesbarkeit erhoeht.
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||||
- Anschreiben-, Antrags- oder Klageschriftsatz-Geruest, wenn die Aufgabe das verlangt.
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||||
- Quellenliste mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, frei pruefbarem Link.
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||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` – Schadenssabschluss.
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||||
- `spezial-gebrmg-verhandlung-vergleich-und-eskalation` – GebrMG-Vergleiche.
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||||
- `faevvollzug-neu-006-abschlussschreiben-kosten-und-frist` – Abschlussschreiben nach EV.
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||||
## Quellenregel
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei pruefbarem Link ausgeben; bei Unsicherheit erst verifizieren oder als zu pruefen markieren.
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- Keine Paywall-, Kommentar-, Aufsatz- oder Datenbankfundstelle als tragende Aussage verwenden, wenn sie nicht durch Nutzerquelle oder dokumentierten Live-Zugriff verifiziert ist.
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||||
- Keine Kommentar-, Handbuch-, Aufsatz- oder BeckRS-/juris-Blindzitate aus Modellwissen. Literatur nur verwenden, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff im konkreten Arbeitskontext dokumentiert ist.
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||||
- Annahmen explizit als solche kennzeichnen; keine erfundenen Fundstellen, keine erfundenen Tatsachen, keine erfundenen Behoerdenpraxis-Saetze.
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||||
- BGB (Vergleich § 779), ZPO: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- RVG: [gesetze-im-internet.de/rvg](https://www.gesetze-im-internet.de/rvg/).
|
||||
- GWB, Art. 101 AEUV: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/gwb/), [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Kein Ersatz fuer eine vollstaendige Mandantenberatung.
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- Keine Festlegung des Mandanten ohne dessen ausdrueckliche Entscheidung.
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- Keine Bewertung von Tatsachen, die nicht durch Unterlagen oder klare Mandantenangaben gedeckt sind.
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||||
- Bei erkennbaren Interessenkonflikten oder Berufsrechtsfragen Hinweis an den fallfuehrenden Anwalt.
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||||
- Keine Wertermittlung von Schutzrechten.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung und Vertragsgestaltung durch Anwalt.
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+87
-23
@@ -1,35 +1,99 @@
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||||
name: workflow-anschluss-skills-router
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||||
description: "Anschluss-Skills Router im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: schlägt nach der ersten Prüfung die passenden Spezialskills aus demselben Plugin vor."
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||||
description: "Anschluss-Skills Router im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: schlägt nach der ersten Prüfung die passenden Spezialskills aus demselben Plugin vor, erklärt die Weiterleitung und minimiert Doppelarbeit."
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# Anschluss-Skills Router
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## Aufgabe
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Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Anschluss-Skills Router im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: schlägt nach der ersten Prüfung die passenden Spezialskills aus demselben Plugin vor.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
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||||
Dieser Workflow-Skill steuert den Übergang von der Erstprüfung zu den richtigen Spezialskills im Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er erkennt den Falltyp, identifiziert die nächste Arbeitsphase und schlägt konkrete Anschluss-Skills mit Begründung vor.
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## Routing-Logik
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### Nach Falltyp
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| Falltyp | Primärer Anschluss-Skill | Warum |
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|---|---|---|
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| Markenrechtsverletzung (Abmahnung / EV) | `gr-abmahnung-workflow` | Vollständiger Abmahnungs-Workflow |
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| Markenrechtsverletzung (Risikoeinschätzung) | `spezial-markeng-risikoampel-und-gegenargumente` | Ampel und Gegenargumente |
|
||||
| Markenanmeldung DPMA / EUIPO | `spezial-markenanmeldung-compliance-dokumentation-und-akte` | Anmelde-Compliance |
|
||||
| Markenwiderspruch DPMA | `spezial-dpma-mehrparteien-konflikt-und-interessen` | DPMA-Verfahren |
|
||||
| Designverletzung | `designrecht-praxis-grundlagen` | Schutzvoraussetzungen und Verletzung |
|
||||
| Designbehörde / Register | `spezial-designg-behoerden-gericht-und-registerweg` | Behörden und Registerweg |
|
||||
| Patentverletzung / Schriftsatz | `spezial-patg-schriftsatz-brief-und-memo-bausteine` | Schriftsatzbausteine |
|
||||
| Gebrauchsmusterstreit | `spezial-gebrmg-verhandlung-vergleich-und-eskalation` | GebrMG-Eskalation |
|
||||
| UWG-Abmahnung | `uwg-systematik-und-anwendung` | UWG-Prüfschema |
|
||||
| UWG Aktivlegitimation | `gr-mitbewerberabmahnung-aktivlegitimation-spezial` | Aktivlegitimations-Check |
|
||||
| EV beantragen / vollziehen | `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` | EV-Vollziehung |
|
||||
| EV-Qualitätsgate | `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung` | Letzter Check |
|
||||
| Schutzschrift auswerten | `faevvollzug-neu-005-gegnerische-schutzschrift-auswerten` | Schutzschrift |
|
||||
| Ordnungsmittelantrag | `faevvollzug-neu-004-vollstreckung-aus-unterlassungsverfuegung-ordnungsmittel` | Vollstreckung |
|
||||
| EUIPO / internationale Marke | `spezial-euipo-internationaler-bezug-und-schnittstellen` | EUIPO international |
|
||||
| Österreich / Schweiz | `gr-uebersetzung-marke-osterreich-schweiz-spezial` | AT/CH-Schnittstellen |
|
||||
| Grenzüberschreitende EV | `faevvollzug-neu-007-grenzueberschreitende-ip-eilverfuegung` | Cross-border EV |
|
||||
| Schadensersatz | `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` | Schadensabschluss |
|
||||
| Lizenzanalogie | `spezial-lizenzanaloger-fristennotiz-und-naechster-schritt` | Lizenzberechnung |
|
||||
| Vergleich anstreben | `vergleich-statt-streit-strategie` | Vergleichsstrategie |
|
||||
| Beweis sichern / Tatbestand | `spezial-gewerblichen-tatbestand-beweis-und-belege` | Beweismittel |
|
||||
| Fristen und Zuständigkeit | `spezial-rechtsschutz-fristen-form-und-zustaendigkeit` | Fristenkatalog |
|
||||
| Portfoliopflege | `gr-portfolio-pflege-workflow` | Portfolio |
|
||||
| Influencer / UWG | `influencer-marketing-uwg-spezial` | Influencer |
|
||||
| KI / TDM | `ki-trainingsdaten-und-urheberrecht-spezial` | KI und UrhG |
|
||||
| UrhG Rechtsprechung | `spezial-urhg-livequellen-und-rechtsprechungscheck` | UrhG Live-Check |
|
||||
| FAO Nachweis | `spezial-fao-dokumentenmatrix-und-lueckenliste` | FAO-Dokumentation |
|
||||
|
||||
## Übergangsformat
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||||
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||||
Nach Erstprüfung (z.B. in `spezial-fachanwalt-erstpruefung-und-mandatsziel`):
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```
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Erste Einschätzung:
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||||
[Kurzlage in 3 Sätzen: Schutzrecht / Verletzung / Frist]
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||||
Empfohlener nächster Skill:
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||||
→ [Skill-Name]: [Warum dieser Skill die Arbeit jetzt beschleunigt]
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||||
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||||
Alternativ:
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||||
→ [Skill-Name]: [Wenn Alternative B zutrifft]
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```
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||||
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||||
## Workflow nach Phase
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||||
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||||
| Phase | Empfohlener Skill |
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|---|---|
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||||
| Erstprüfung | `spezial-fachanwalt-erstpruefung-und-mandatsziel` |
|
||||
| Abmahnvorbereitung | `gr-abmahnung-workflow` |
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||||
| Beweissicherung | `spezial-gewerblichen-tatbestand-beweis-und-belege` |
|
||||
| EV-Antrag | `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` |
|
||||
| Qualitätsgate EV | `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung` |
|
||||
| Vollziehung | `faevvollzug-neu-002-parteibetrieb-und-gerichtsvollzieher-bei-unterlassungstiteln` |
|
||||
| Abschlussschreiben | `faevvollzug-neu-006-abschlussschreiben-kosten-und-frist` |
|
||||
| Hauptsache / Schadensersatz | `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` |
|
||||
| Vergleich | `vergleich-statt-streit-strategie` |
|
||||
| Mandantenübergabe | `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` |
|
||||
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||||
## Qualitätssicherung beim Routing
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||||
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||||
- Nie in ein Spezialgebiet weiterleiten ohne zu prüfen, ob der korrekte Falltyp erkannt wurde.
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||||
- Wenn unklar: Zuerst Kaltstart-Fragen stellen (max. 3).
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||||
- Wenn mehrere Skills parallel relevant sind: Priorisierung nach Dringlichkeit.
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||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
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||||
1. Was ist der aktuelle Stand der Sache (Abmahnung / EV / Klage / Nichtigkeitsverfahren)?
|
||||
2. Welcher konkrete Output wird als nächstes gebraucht?
|
||||
3. Gibt es Fristen, die das Routing beschleunigen?
|
||||
4. Liegt Material vor, das den nächsten Schritt konkretisiert?
|
||||
5. Output: Routing-Vorschlag, Übergangstext für nächsten Skill, Phasenplan?
|
||||
|
||||
1. Wer fragt in welcher Rolle?
|
||||
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
|
||||
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
|
||||
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
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||||
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
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||||
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
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||||
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
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||||
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
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||||
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
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||||
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
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||||
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
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||||
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
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||||
## Plugin-Kontext
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||||
Skill gehört zu `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er wird typischerweise nach einem ersten Kaltstart oder nach Abschluss einer Arbeitsphase aktiviert, um nahtlos weiterzuarbeiten.
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||||
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||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
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||||
- Normen werden im jeweils aufgerufenen Spezialskill benannt.
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||||
- Dieser Skill trifft keine inhaltlichen Aussagen, sondern steuert den Workflow.
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||||
- Annahmen und fehlende Informationen ausdrücklich benennen.
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine inhaltliche Rechtsprüfung (das übernehmen die Spezialskills).
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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||||
- Keine Priorisierung ohne Kenntnis der Fristen und Dringlichkeit.
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||||
|
||||
+108
-23
@@ -1,35 +1,120 @@
|
||||
---
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||||
name: workflow-chronologie-und-belegmatrix
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||||
description: "Chronologie und Belegmatrix im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: macht aus unordentlichem Material eine Timeline mit Belegstellen und offenen Widersprüchen."
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||||
description: "Chronologie und Belegmatrix im gewerblichen Rechtsschutz: Zeitachse aufbauen, Dokumente chronologisch sortieren, Lücken identifizieren, Beweiskette strukturieren für Verletzungsverfahren, EV, Klagschrift und Mandantenakte."
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---
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||||
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||||
# Chronologie und Belegmatrix
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Chronologie und Belegmatrix im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: macht aus unordentlichem Material eine Timeline mit Belegstellen und offenen Widersprüchen.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
|
||||
Dieser Workflow-Skill hilft beim strukturierten Aufbau der Zeitachse und Belegmatrix: Sachverhalts-Chronologie, Dokumentenordnung und Beweiskette für anwaltliche Verfahren im gewerblichen Rechtsschutz.
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## Warum Chronologie und Belegmatrix?
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Eine präzise Zeitachse und lückenlose Belegmatrix sind die Basis für:
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||||
- **EV-Anträge:** Glaubhaftmachung des Kenntnisdatums (Dringlichkeit); Verletzungsdatum.
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||||
- **Klagschriften:** Lückenloser Sachverhaltsvortrag nach § 253 ZPO.
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||||
- **Schadensersatzberechnung:** Verletzungszeitraum, Mengen, Umsätze.
|
||||
- **Widerspruchs- / Löschungsverfahren:** Prioritätsdaten, Erstbenutzungsdaten.
|
||||
- **Mandantenkommunikation:** Nachvollziehbare Aktenlage für Übergabe.
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||||
|
||||
## Chronologie-Schema
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```
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[Datum] Ereignis Dokument / Beleg Status
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─────────────────────────────────────────────────────────────
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[Anmeldetag] Schutzrecht angemeldet DPMA-Eingangsbeleg ✓ vorhanden
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[Eintragungs- Schutzrecht eingetragen Registerauszug DPMA ✓ vorhanden
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datum]
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[Datum] Verletzungshandlung Screenshot URL+Datum ✓ vorhanden
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||||
erstmalig erkannt
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||||
[Datum] Kenntnis Mandant E-Mail Mandant an Kanzlei ✓ vorhanden
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||||
[Datum] Beweissicherung Testkauf mit Quittung ✓ vorhanden
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||||
[Datum] Abmahnung versandt Einschreiben-Rückschein ✓ vorhanden
|
||||
[Datum] Frist Abmahnung Fristkalender ✓ offen
|
||||
[Datum] Reaktion Gegenseite UE / Ablehnung / Keine ○ ausstehend
|
||||
[Datum] EV-Antrag beA-Sendeprotokoll ○ ausstehend
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```
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||||
## Belegmatrix
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|
||||
| Nr. | Dokument | Datum | Bezug im Vortrag | Format | Vorhanden? |
|
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|---|---|---|---|---|---|
|
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| 1 | Registerauszug DPMA | [Datum] | Schutzrecht aktiv | PDF | ✓ |
|
||||
| 2 | Screenshot Verletzung | [Datum] | Verletzungshandlung | PNG/PDF | ✓ |
|
||||
| 3 | Testkauf-Quittung | [Datum] | Beweissicherung | Original | ✓ |
|
||||
| 4 | E-Mail Mandant (Kenntnis) | [Datum] | Dringlichkeit | PDF | ✓ |
|
||||
| 5 | Abmahnung (Entwurf / Kopie) | [Datum] | Abmahnvoraussetzung | PDF | ✓ |
|
||||
| 6 | Rückschein / beA-Protokoll | [Datum] | Zustellungsnachweis | Scan | ○ |
|
||||
| 7 | Eidesstattliche Versicherung | [Datum] | Glaubhaftmachung | Original | ○ |
|
||||
| 8 | UE der Gegenseite | [Datum] | Wiederholungsgefahr | Original | ○ |
|
||||
| … | … | … | … | … | ○ |
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|
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## Lückenidentifikation
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Häufige Dokumentenlücken und Schließungsstrategie:
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| Lücke | Schließung |
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|---|---|
|
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| Kein Nachweis Erstbenutzung Marke | Alte Rechnungen, Kataloge, Fotos mit Datum beschaffen |
|
||||
| Verletzungsdatum unklar | Wayback Machine ([web.archive.org](https://web.archive.org)); Notarprotokoll |
|
||||
| Kenntnisdatum nicht dokumentiert | E-Mail-Korrespondenz suchen; Zeugen befragen; eV Mandant |
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| Registerauszug veraltet | Aktuell herunterladen (DPMA-Online); Datum im Auszug sichtbar |
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| Testkauf nicht organisiert | Sofortiger Testkauf mit Quittung, Versandbestätigung |
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||||
| Schutzschrift (ZSSR) nicht geprüft | [zssr.de](https://www.zssr.de) sofort prüfen |
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## Checkliste Chronologie
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| Schritt | Erledigt? |
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|---|---|
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| Anmeldetag / Entstehungsdatum Schutzrecht dokumentiert | ☐ |
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| Eintragungsdatum und Verlängerungen im Register | ☐ |
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| Erstbenutzungsdatum belegt (§ 4 Nr. 2, § 26 MarkenG) | ☐ |
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| Verletzungsdatum und -ort konkret und datiert | ☐ |
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||||
| Kenntnisdatum Mandant belegt (Dringlichkeit EV) | ☐ |
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||||
| Beweissicherung vollständig (Testkauf, Screenshots) | ☐ |
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||||
| Abmahnungsdatum und Zustellungsnachweis | ☐ |
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| Reaktion Gegenseite protokolliert | ☐ |
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| Verfahrensdaten (EV, Klage) eingetragen | ☐ |
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## Anwendungsbeispiel: Markenverletzung
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```
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Zeitachse Markenverletzung
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2020-03-15 Marke "BEISPIEL" beim DPMA angemeldet (Aktenzeichen [XX])
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2020-09-01 Eintragung; Registerauszug vom 2020-09-01 vorhanden
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||||
2023-11-12 Website Gegenseite: Zeichen "BEISPIEL" auf Startseite entdeckt
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||||
→ Beleg: Screenshot Anlage 1 (URL, Datum)
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||||
2023-11-12 Mandant informiert Kanzlei via E-Mail
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||||
→ Beleg: E-Mail-Ausdruck Anlage 2
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||||
2023-11-14 Testkauf von verletzendem Produkt
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||||
→ Beleg: Quittung, Foto, eV Anlage 3
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||||
2023-11-17 Abmahnung versandt per Einschreiben + beA
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||||
→ Beleg: Rückschein, beA-Protokoll Anlage 4
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||||
2023-11-24 Fristablauf (10 Tage UE-Frist)
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||||
2023-11-25 EV-Antrag beim LG Hamburg
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```
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||||
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||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
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||||
1. Welcher Fall liegt vor und in welchem Stadium?
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||||
2. Welche Dokumente sind bereits vorhanden?
|
||||
3. Wo sind Lücken in der Zeitachse?
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||||
4. Für welchen Zweck wird die Chronologie benötigt (EV / Klageschrift / Mandantenbrief)?
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||||
5. Output: Zeitachse aufgefüllt, Belegmatrix, Lückenliste, nächster Schritt?
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||||
|
||||
1. Wer fragt in welcher Rolle?
|
||||
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
|
||||
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
|
||||
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
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||||
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
|
||||
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
|
||||
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
|
||||
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
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||||
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
|
||||
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
|
||||
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
|
||||
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
|
||||
## Anschluss-Skills
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||||
- `workflow-dokumentenintake` – Dokumentenerfassung.
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||||
- `spezial-gewerblichen-tatbestand-beweis-und-belege` – Beweismitteldetails.
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||||
- `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung` – Qualitätsgate EV.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
|
||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Wayback Machine: [web.archive.org](https://web.archive.org).
|
||||
- ZSSR: [zssr.de](https://www.zssr.de).
|
||||
- Register: [dpma.de](https://www.dpma.de), [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen und Lücken ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Keine Bewertung ohne vollständige Zeitachse.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
|
||||
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||||
@@ -1,35 +1,126 @@
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||||
---
|
||||
name: workflow-dokumentenintake
|
||||
description: "Dokumentenintake im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: liest Uploads, sortiert Dokumentarten, markiert Fristen und baut eine knappe Arbeitsakte."
|
||||
description: "Dokumentenintake im gewerblichen Rechtsschutz: Ersterfassung eingehender Unterlagen, Dokument-Screening, Kategorisierung, Vollständigkeitsprüfung und Weiterleitung an passende Spezialskills. Checkliste für alle Schutzrechts- und Verfahrenstypen."
|
||||
---
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||||
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||||
# Dokumentenintake
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Dokumentenintake im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: liest Uploads, sortiert Dokumentarten, markiert Fristen und baut eine knappe Arbeitsakte.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
|
||||
Dieser Workflow-Skill steuert die Ersterfassung und Kategorisierung eingehender Mandantenunterlagen im gewerblichen Rechtsschutz: Screening, Lückenanalyse und Weiterleitung an den passenden Bearbeitungsweg.
|
||||
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||||
## Warum strukturierter Dokumentenintake?
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|
||||
- Verhindert, dass wichtige Unterlagen übersehen werden.
|
||||
- Identifiziert sofort Lücken, die die Bearbeitung blockieren.
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||||
- Ermöglicht gezielte Rückfragen statt pauschaler Fragelisten.
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||||
- Sichert Fristen durch frühe Erkennung zeitkritischer Dokumente.
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||||
|
||||
## Intake-Checkliste nach Verfahrenstyp
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||||
### A) Markenrechtsverletzung / Markenabmahnung
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||||
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| Dokument | Priorität | Vorhanden? |
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|---|---|---|
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| Registerauszug (DPMA / EUIPO) mit aktuellem Datum | MUSS | ☐ |
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||||
| Benutzungsnachweise (§ 26 MarkenG, 5 Jahre) | MUSS | ☐ |
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||||
| Screenshot / Foto der Verletzungshandlung | MUSS | ☐ |
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||||
| Eingehende Abmahnung (falls vorhanden) | MUSS | ☐ |
|
||||
| Vollmacht für Kanzlei | MUSS | ☐ |
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||||
| Handelsregisterauszug Mandant | SOLL | ☐ |
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||||
| Lizenzvertrag (falls Lizenznehmer klagt) | KANN | ☐ |
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||||
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||||
### B) Patentverletzung
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||||
| Dokument | Priorität | Vorhanden? |
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|---|---|---|
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||||
| Patentschrift mit Ansprüchen | MUSS | ☐ |
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||||
| Registerauszug (DPMA / EPA) | MUSS | ☐ |
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||||
| Verletzende Ware / Produkt (Testkauf, Datenblatt) | MUSS | ☐ |
|
||||
| Verletzungsanalyse (Eigenanalyse oder SV-Gutachten) | MUSS | ☐ |
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||||
| Lizenznehmer-Vereinbarungen (falls relevant) | SOLL | ☐ |
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||||
| ArbnErfG-Dokumentation (falls Arbeitnehmererfindung) | KANN | ☐ |
|
||||
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||||
### C) Designverletzung
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||||
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||||
| Dokument | Priorität | Vorhanden? |
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|---|---|---|
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||||
| Designregistrierung (DPMA / EUIPO) | MUSS | ☐ |
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||||
| Abbildungen des Klagedesigns | MUSS | ☐ |
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||||
| Abbildungen der angegriffenen Ausführungsform | MUSS | ☐ |
|
||||
| Entstehungsdokumentation (Entwürfe, Datum) | SOLL | ☐ |
|
||||
| Formenschatz-Recherche (Vordesigns) | SOLL | ☐ |
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||||
|
||||
### D) UWG-Abmahnung
|
||||
|
||||
| Dokument | Priorität | Vorhanden? |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| Eingehende Abmahnung (vollständig) | MUSS | ☐ |
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||||
| Beanstandetes Werbematerial / Screenshot | MUSS | ☐ |
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||||
| Belege zur eigenen Branchenzugehörigkeit (Mitbewerber) | MUSS | ☐ |
|
||||
| UE-Entwurf (falls vorhanden) | SOLL | ☐ |
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||||
| Vollmacht | MUSS | ☐ |
|
||||
|
||||
### E) Einstweilige Verfügung (beantragen)
|
||||
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||||
| Dokument | Priorität | Vorhanden? |
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|---|---|---|
|
||||
| Alle obigen Grundlagen je Schutzrecht | MUSS | ☐ |
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||||
| Nachweis Kenntnisdatum (E-Mail, Datum Screenshot) | MUSS | ☐ |
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||||
| Eidesstattliche Versicherung unterschrieben | MUSS | ☐ |
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||||
| Vollstreckbarer Titel falls schon vorhanden | SOLL | ☐ |
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||||
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||||
## Dokumenten-Screening
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||||
|
||||
Bei Eingang von Unterlagen:
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||||
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1. **Dokumententyp identifizieren:** Bescheid, Registerauszug, Urteil, Vertrag, Abmahnung, Schriftsatz, E-Mail, Screenshot?
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||||
2. **Zeitkritisch?** Ablauffristen, Antwortfristen, Dringlichkeit?
|
||||
3. **Vollständig?** Seiten vollständig; Anhänge vollständig; Datum und Unterschriften vorhanden?
|
||||
4. **Verfahren zuordnen:** Welches Verfahren / welche Partei / welches Schutzrecht?
|
||||
5. **Lücken notieren:** Was fehlt und wann ist Nachlieferung nötig?
|
||||
|
||||
## Intake-Protokoll (Muster)
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||||
|
||||
```
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||||
Intake-Protokoll – Mandat: [Aktenzeichen] – Datum: [Datum]
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||||
|
||||
Eingang: [Eingangskanal: Post / E-Mail / beA / Übergabe]
|
||||
|
||||
Eingegangene Dokumente:
|
||||
1. [Dokument 1] – [Datum des Dokuments] – vollständig: Ja / Nein
|
||||
2. [Dokument 2] – [Datum] – vollständig: Ja / Nein
|
||||
...
|
||||
|
||||
Zeitkritische Fristen:
|
||||
- [Frist 1]: [Datum] – [Handlung]
|
||||
- [Frist 2]: [Datum] – [Handlung]
|
||||
|
||||
Fehlende Dokumente (Nachlieferung angefordert):
|
||||
- [Dokument X] – angefordert per [E-Mail / Telefon] am [Datum]
|
||||
|
||||
Weitergeleitet an Skill / Bearbeiter:
|
||||
[Skill-Name oder Bearbeiter-Kürzel]
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
|
||||
1. Welche Unterlagen liegen dem Intake-Prozess vor?
|
||||
2. Welches Verfahren / Schutzrecht ist betroffen?
|
||||
3. Gibt es zeitkritische Fristen (sofort erkennbar aus Dokumenten)?
|
||||
4. Was fehlt für den nächsten Bearbeitungsschritt?
|
||||
5. Output: Intake-Protokoll, Lückenliste, Fristenüberblick, Weiterleitungsvorschlag?
|
||||
|
||||
1. Wer fragt in welcher Rolle?
|
||||
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
|
||||
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
|
||||
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
|
||||
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
|
||||
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
|
||||
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
|
||||
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
|
||||
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
|
||||
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
|
||||
## Anschluss-Skills
|
||||
- `workflow-chronologie-und-belegmatrix` – Zeitachse und Belege.
|
||||
- `workflow-fristen-und-risikoampel` – Fristencheck.
|
||||
- `spezial-fachanwalt-erstpruefung-und-mandatsziel` – Erstprüfung.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
|
||||
- Normen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Register: [dpma.de](https://www.dpma.de), [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu).
|
||||
- Keine inhaltlichen Urteile in diesem Skill; nur Prozessteuerung.
|
||||
- Annahmen und Lücken ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine inhaltliche Rechtsprüfung (das machen die Spezialskills).
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
|
||||
- Keine Fristberechnung ohne vollständige Sachverhaltskenntnis.
|
||||
|
||||
+97
-38
@@ -1,49 +1,108 @@
|
||||
---
|
||||
name: workflow-fristen-und-risikoampel
|
||||
description: "Fristen- und Risikoampel im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: macht eine Sofortampel für Frist, Zuständigkeit, Haftung, Eilbedarf und fehlende Unterlagen."
|
||||
description: "Fristen und Risikoampel im gewerblichen Rechtsschutz: systematischer Fristencheck, Risikoampel Grün/Gelb/Rot für alle Verfahrensarten (Marke, Patent, Design, UWG, EV, Klage), Fristenkalender und Eskalationshinweise."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Fristen- und Risikoampel
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||||
# Fristen und Risikoampel
|
||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Fristen- und Risikoampel im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: macht eine Sofortampel für Frist, Zuständigkeit, Haftung, Eilbedarf und fehlende Unterlagen.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
|
||||
Dieser Workflow-Skill führt einen systematischen Fristencheck durch und bewertet das Risiko mit einer Ampel: Grün (sicher), Gelb (Handlungsbedarf), Rot (Eskalation sofort).
|
||||
|
||||
## Risikoampel-Systematik
|
||||
|
||||
| Ampel | Bedeutung | Handlung |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| 🟢 Grün | Alle Fristen sicher gewahrt; kein unmittelbarer Handlungsbedarf | Laufende Überwachung |
|
||||
| 🟡 Gelb | Frist läuft in < 2 Wochen; Handlung vorzubereiten | Unverzüglich vorbereiten |
|
||||
| 🔴 Rot | Frist läuft heute oder morgen, oder bereits abgelaufen | Sofortiger Handlungsbedarf / Schadensminimierung |
|
||||
|
||||
## Fristenkatalog – Gewerblicher Rechtsschutz
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### EV-Vollziehungsfristen
|
||||
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||||
| Frist | Norm | Laufzeit | Ampel prüfen |
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|---|---|---|---|
|
||||
| Vollziehungsfrist EV | § 929 Abs. 2 ZPO | 1 Monat ab Beschluss-Zustellung | → Wann Zustellung? |
|
||||
| Dringlichkeit UWG | § 12 Abs. 1 UWG | ~4 Wochen nach Kenntnis | → Kenntnis seit wann? |
|
||||
| Widerspruch EV | § 924 ZPO | Im Titel angegeben | → Titel vorhanden? |
|
||||
|
||||
### Marken-Verfahrensfristen
|
||||
|
||||
| Frist | Norm | Laufzeit | Auslöser |
|
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|---|---|---|---|
|
||||
| Widerspruch DPMA | § 42 Abs. 1 MarkenG | 3 Monate | Bekanntmachung Markenblatt |
|
||||
| Beschwerde BPatG | § 66 Abs. 2 MarkenG | 1 Monat | Zustellung DPMA-Bescheid |
|
||||
| Benutzungspflicht | § 26 MarkenG | 5 Jahre | Eintragungsdatum |
|
||||
| Verlängerung Marke | MarkenG | Vor Ablauf 10 Jahre | Anmeldetag |
|
||||
|
||||
### Patent-Verfahrensfristen
|
||||
|
||||
| Frist | Norm | Laufzeit | Auslöser |
|
||||
|---|---|---|---|
|
||||
| Einspruch EPA | Art. 99 EPÜ | 9 Monate | Erteilungstag |
|
||||
| Jahresgebühr Patent | § 17 PatG | Jährlich ab 3. Jahr | Anmeldetag |
|
||||
| Nachzahlungsfrist Jahresgebühr | § 17 Abs. 4 PatG | + 2 Monate | Fälligkeit |
|
||||
| Nichtigkeitsklage BPatG | § 81 PatG | Keine absolute Frist; Verjährung beachten | – |
|
||||
|
||||
### Design-Fristen
|
||||
|
||||
| Frist | Norm | Laufzeit | Auslöser |
|
||||
|---|---|---|---|
|
||||
| Verlängerung Design | § 27 DesignG | Vor Ablauf 5-Jahres-Periode | Anmeldetag |
|
||||
| Nichtigkeitsantrag DPMA | § 33 DesignG | Keine absolute Frist | – |
|
||||
| Schutzfrist nicht eingetragenes GGM | Art. 11 GGV | 3 Jahre ab Offenbarung | Offenbarungsdatum |
|
||||
|
||||
### Zivilprozess-Fristen
|
||||
|
||||
| Frist | Norm | Laufzeit | Auslöser |
|
||||
|---|---|---|---|
|
||||
| Berufung | § 517 ZPO | 1 Monat | Zustellung Urteil |
|
||||
| Berufungsbegründung | § 520 Abs. 2 ZPO | 2 Monate | Zustellung Urteil |
|
||||
| Revision | § 548 ZPO | 1 Monat | Zustellung Urteil |
|
||||
| Verjährung Unterlassung UWG | § 11 Abs. 1 UWG | 6 Monate | Kenntnis |
|
||||
| Verjährung Schadensersatz | §§ 195, 199 BGB | 3 Jahre | Ende des Jahres der Kenntnis |
|
||||
|
||||
## Fristenkontroll-Tabelle (Ausfüllmuster)
|
||||
|
||||
| Verfahren / Frist | Fristauslöser (Datum) | Fristende | Erledigt? | Ampel |
|
||||
|---|---|---|---|---|
|
||||
| Widerspruch DPMA (Marke X) | [Bekanntmachung] | +3 Monate | ☐ | |
|
||||
| EV-Vollziehung | [Beschluss-Zustellung] | +1 Monat | ☐ | |
|
||||
| EPA-Einspruch Patent Y | [Erteilungsdatum] | +9 Monate | ☐ | |
|
||||
| Verlängerung Marke Z | [Anmeldetag] | [Ablauf] | ☐ | |
|
||||
| Berufungsfrist | [Urteil-Zustellung] | +1 Monat | ☐ | |
|
||||
|
||||
## Eskalationshinweise bei Rot
|
||||
|
||||
**Wenn eine Frist bereits abgelaufen ist:**
|
||||
1. Sofortige Schadensminimierung (Wiedereinsetzung § 91a ZPO / § 123 MarkenG?).
|
||||
2. Mandant informieren; Haftungsrisiko dokumentieren.
|
||||
3. Rechtsmittel gegen Fristversäumnis prüfen (Wiedereinsetzung in den vorigen Stand).
|
||||
4. Anwaltliche Haftpflichtversicherung informieren (§ 51 BRAO).
|
||||
|
||||
**Wenn Dringlichkeit (EV) selbst widerlegt:**
|
||||
1. Prüfen, ob Untätigkeit begründbar (komplexer Sachverhalt, laufende Verhandlungen).
|
||||
2. Abmahnstrategie ohne EV; Hauptsacheklage.
|
||||
3. Schadensbegrenzung dokumentieren.
|
||||
|
||||
## Kaltstart
|
||||
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
|
||||
1. Welches Verfahren / welche Fristen sind zu prüfen?
|
||||
2. Liegen Auslöse-Daten vor (Bekanntmachungsdatum, Zustellungsdatum, Kenntnisdatum)?
|
||||
3. Gibt es bereits einen Kalender oder soll einer erstellt werden?
|
||||
4. Welche Fristen laufen als nächstes ab (Top 3)?
|
||||
5. Output: Fristenkontroll-Tabelle ausgefüllt, Risikoampel je Frist, Eskalationshinweise?
|
||||
|
||||
1. Wer fragt in welcher Rolle?
|
||||
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
|
||||
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
|
||||
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
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||||
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
|
||||
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
|
||||
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
|
||||
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
|
||||
|
||||
## Schlüsselfristen Gewerblicher Rechtsschutz
|
||||
- Marke: Widerspruchsfrist drei Monate ab Veröffentlichung der Eintragung (§ 42 MarkenG); Verfalls-/Löschungsantrag jederzeit.
|
||||
- Patent: Einspruchsfrist neun Monate ab Erteilung (§ 59 PatG); Nichtigkeitsklage danach.
|
||||
- Gebrauchsmuster: Löschungsantrag jederzeit (§ 15 GebrMG); kein Vor-Prüfungsverfahren.
|
||||
- Design: Anfechtbarkeitsklage drei Jahre ab Eintragung (§§ 33 ff. DesignG).
|
||||
- Unionsmarke (EUIPO): Widerspruch drei Monate; Anmeldung nach EUTMR (VO 2017/1001).
|
||||
- UPC/Einheitspatent: Klagefristen nach UPC-Regelwerk; opt-out-Frist beachten.
|
||||
- Verjährung UWG: sechs Monate kenntnisabhängig (§ 11 UWG) — sehr kurz, dringend!
|
||||
- Verjährung MarkenG/PatG: drei Jahre (§ 20 MarkenG, § 141 PatG iVm §§ 195, 199 BGB).
|
||||
|
||||
## Trade-off
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||||
- Schutzschrift (vorsorgliche Verteidigung gegen EV) vs. abwartendes Verhalten: Schutzschrift bindet Ressourcen, verhindert aber überraschende EV ohne mündliche Verhandlung.
|
||||
- Abmahnung mit URVE vs. unmittelbarer EV-Antrag: bei Wettbewerbsrecht (UWG) Abmahnerfordernis nach § 13 UWG; ohne Abmahnung Kostenrisiko § 13 Abs. 3 UWG.
|
||||
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||||
## Output-Standard
|
||||
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
|
||||
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
|
||||
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
|
||||
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
|
||||
## Anschluss-Skills
|
||||
- `spezial-rechtsschutz-fristen-form-und-zustaendigkeit` – Normen zu Fristen.
|
||||
- `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung` – EV-Fristen.
|
||||
- `gr-portfolio-pflege-workflow` – Portfolio-Fristen.
|
||||
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## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
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||||
- ZPO, MarkenG, PatG, DesignG, EPÜ: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de), [epo.org](https://www.epo.org).
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||||
- DPMA: [dpma.de](https://www.dpma.de); BPatG: [bundespatentgericht.de](https://www.bundespatentgericht.de).
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||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
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||||
- Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.
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||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine automatische Fristberechnung ohne vollständige Eingangsdaten.
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung und laufende Fristenüberwachung.
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+78
-28
@@ -1,46 +1,96 @@
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---
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||||
name: workflow-kaltstart-und-routing
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||||
description: "Kaltstart und Routing im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills."
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||||
description: "Kaltstart und Routing im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko, Frist und Anschluss-Skills. Enthält Routing-Heuristik für alle fünf Rechtsgebiete."
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# Kaltstart und Routing
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## Aufgabe
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Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Kaltstart und Routing im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
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||||
Dieser Workflow-Skill startet jede neue Arbeitssession im Plugin `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` und steuert die Erstorientierung: Rolle und Ziel erkennen, Frist identifizieren, Unterlagen sichten, passenden Spezialskill vorschlagen.
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## Kaltstart
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Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
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## Kaltstart-Fragen (maximal 5)
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1. Wer fragt in welcher Rolle?
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2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
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3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
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||||
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
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||||
Wenn kein Material vorliegt, nur die nächsten Weichen klären:
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## Arbeitsworkflow
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1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
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2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
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3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
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4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
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1. **Wer fragt in welcher Rolle?** Anwalt / Kanzlei, Mandant (Unternehmen / Privatperson), Behördenvertreter, Richter?
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||||
2. **Was ist das gewünschte Ergebnis?** Abmahnung, EV, Klage, Vertragsgestaltung, Registrierung, Nichtigkeitsangriff, Beratung?
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||||
3. **Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen oder Sanktionen?** Wenn ja: welche und bis wann?
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||||
4. **Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen vor?** Registerauszug, Abmahnung, Bescheid, Screenshot, Vertrag, Vollmacht?
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||||
5. **Welcher Output wird gebraucht?** Memo, Schriftsatz, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Brief, Risikoampel?
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||||
Wenn Material vorliegt: zuerst mit dem Material arbeiten; nur eine gezielte Rückfrage stellen.
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## Routing-Heuristik Gewerblicher Rechtsschutz
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- Markenverletzung → §§ 14, 15 MarkenG; Schutzbereich identische/ähnliche Waren-Dienstleistungen, Verwechslungsgefahr.
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||||
- Patentverletzung → §§ 9, 139 PatG; UPC bei Einheitspatent (Übergang); Wahl Bundespatentgericht/UPC.
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||||
- Designverletzung → §§ 38 ff. DesignG; Schutz für sichtbares Erscheinungsbild.
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||||
- Geschäftsgeheimnis → GeschGehG (Umsetzung RL 2016/943); angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen Voraussetzung.
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||||
- Wettbewerbsrecht → UWG; Mitbewerber-/Verbraucherschutz, schwarze Liste Anhang § 3 Abs. 3.
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||||
- Domainrecht → §§ 5, 15 MarkenG iVm § 12 BGB; .de-Streit DENIC bzw. WIPO UDRP.
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||||
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||||
## Praxis-Hinweis
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||||
- Streitgenossenschaft (§ 60 ZPO) bei mehreren Verletzern; Streitwert separierbar nach Stafflung BGH-Rspr.
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||||
### Markenrecht
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||||
- **Verletzung (Abmahnung):** → `gr-abmahnung-workflow`
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||||
- **Risikoampel / Gegenargumente:** → `spezial-markeng-risikoampel-und-gegenargumente`
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||||
- **Anmeldung / Portfolio:** → `spezial-markenanmeldung-compliance-dokumentation-und-akte`
|
||||
- **Widerspruch DPMA / EUIPO:** → `spezial-dpma-mehrparteien-konflikt-und-interessen`
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||||
- **International (EUIPO / IR-Marke):** → `spezial-euipo-internationaler-bezug-und-schnittstellen`
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||||
- **AT / CH:** → `gr-uebersetzung-marke-osterreich-schweiz-spezial`
|
||||
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||||
### Patentrecht
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||||
- **Verletzungsschriftsatz:** → `spezial-patg-schriftsatz-brief-und-memo-bausteine`
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||||
- **Nichtigkeitsklage BPatG:** → `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz-patent-nichtigkeitsklage`
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||||
- **Gebrauchsmuster:** → `spezial-gebrmg-verhandlung-vergleich-und-eskalation`
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||||
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||||
### Designrecht
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||||
- **Grundlagen / Verletzungsprüfung:** → `designrecht-praxis-grundlagen`
|
||||
- **Red-Team:** → `spezial-designverletzung-red-team-und-qualitaetskontrolle`
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||||
- **Behörde / Register:** → `spezial-designg-behoerden-gericht-und-registerweg`
|
||||
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||||
### Urheberrecht
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||||
- **Abmahnung / Verletzung:** → `gr-abmahnung-workflow`
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||||
- **Rechtsprechungs-Check:** → `spezial-urhg-livequellen-und-rechtsprechungscheck`
|
||||
- **KI / TDM:** → `ki-trainingsdaten-und-urheberrecht-spezial`
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||||
|
||||
### Lauterkeitsrecht (UWG)
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||||
- **Systematik / Prüfschema:** → `uwg-systematik-und-anwendung`
|
||||
- **Aktivlegitimation Mitbewerber:** → `gr-mitbewerberabmahnung-aktivlegitimation-spezial`
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||||
- **Influencer-Kennzeichnung:** → `influencer-marketing-uwg-spezial`
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||||
|
||||
### Einstweilige Verfügung (Prozess)
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||||
- **Dringlichkeit / Vollziehungscheck:** → `faevvollzug-neu-001-ev-vollziehungscheck-dringlichkeit-titel-zustellung`
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||||
- **GV / Parteibetrieb:** → `faevvollzug-neu-002-parteibetrieb-und-gerichtsvollzieher-bei-unterlassungstiteln`
|
||||
- **Schutzschrift:** → `faevvollzug-neu-005-gegnerische-schutzschrift-auswerten`
|
||||
- **Qualitätsgate:** → `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung`
|
||||
|
||||
### Strategie und Abschluss
|
||||
- **Vergleich:** → `vergleich-statt-streit-strategie`
|
||||
- **Schadensersatz:** → `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe`
|
||||
- **Lizenzanalogie:** → `spezial-lizenzanaloger-fristennotiz-und-naechster-schritt`
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||||
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||||
### Workflow-Unterstützung
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||||
- **Dokumentenintake:** → `workflow-dokumentenintake`
|
||||
- **Fristen / Ampel:** → `workflow-fristen-und-risikoampel`
|
||||
- **Chronologie / Belege:** → `workflow-chronologie-und-belegmatrix`
|
||||
- **Rechtsquellen live:** → `workflow-rechtsquellen-livecheck`
|
||||
- **Red-Team:** → `workflow-redteam-qualitygate`
|
||||
- **Output wählen:** → `workflow-output-waehlen`
|
||||
|
||||
## Praxis-Hinweise für den Kaltstart
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||||
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||||
- **Streitgenossenschaft (§ 60 ZPO):** Bei mehreren Verletzern; Streitwert je Verletzer.
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||||
- **Fliegender Gerichtsstand UWG:** Eingeschränkt (§ 14 Abs. 2 UWG n.F.); Beklagten-Sitz prüfen.
|
||||
- **Schutzschrift ZSSR:** Immer prüfen ([zssr.de](https://www.zssr.de)) bevor EV-Antrag eingereicht wird.
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||||
- **§ 945 ZPO-Risiko:** Vor EV-Vollziehung bewerten; verschuldensunabhängige Haftung.
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||||
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||||
## Output-Standard
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||||
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
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||||
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
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||||
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
|
||||
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
|
||||
|
||||
- **Kurzbild:** Worum es geht, was gesichert ist, was offen ist – in max. 5 Sätzen.
|
||||
- **Prüf- oder Bearbeitungsmatrix:** Punkt, Norm, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
|
||||
- **Konkreter nächster Schritt:** Mit Frist, Zuständigkeit und benötigten Unterlagen.
|
||||
- **Bei Außenkommunikation:** Knapper, sachlicher Textbaustein.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Register und EU-Recht live prüfen.
|
||||
- Rechtsprechung: [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de), [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu).
|
||||
- ZSSR: [zssr.de](https://www.zssr.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Handbuch-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
|
||||
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||||
## Was dieser Skill nicht macht
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||||
- Keine inhaltliche Tiefprüfung (das übernehmen die Spezialskills).
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||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
|
||||
- Keine eigenständige Fristberechnung ohne vollständige Daten.
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||||
|
||||
+139
-23
@@ -1,35 +1,151 @@
|
||||
---
|
||||
name: workflow-mandantenkommunikation
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||||
description: "Mandantenkommunikation im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: übersetzt das Ergebnis in eine klare Nachricht mit Entscheidungspunkten, Risiken und nächsten Schritten."
|
||||
description: "Mandantenkommunikation im gewerblichen Rechtsschutz: Mandantenbriefe, Entscheidungsvorlagen, Statusberichte, Kostenaufklärung, Beratungsprotokoll, Tonalität und BRAO-Informationspflichten. Mustertexte für alle Phasen des Mandats."
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||||
---
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||||
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||||
# Mandantenkommunikation
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||||
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||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Mandantenkommunikation im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: übersetzt das Ergebnis in eine klare Nachricht mit Entscheidungspunkten, Risiken und nächsten Schritten.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
|
||||
Dieser Workflow-Skill unterstützt die gesamte Mandantenkommunikation im gewerblichen Rechtsschutz: von der Erstberatung über laufende Statusberichte bis zur Mandatsabschluss-Kommunikation.
|
||||
|
||||
## BRAO-Informationspflichten
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||||
|
||||
| Pflicht | Norm | Inhalt |
|
||||
|---|---|---|
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||||
| Aufklärung über Kosten | § 49b BRAO; § 10 RVG | Vor der Mandatsübernahme; Vergütungshinweis |
|
||||
| Interessenkonflikte | § 43a BRAO | Keine Vertretung widerstreitender Interessen |
|
||||
| Sachgerechte Information | § 11 BORA | Aktuelle, zutreffende Informationen zum Stand |
|
||||
| Fristmitteilung | Allgemeine Sorgfaltspflicht | Fristen proaktiv mitteilen |
|
||||
| Keine irreführende Darstellung | BRAO allg. | Erfolgschancen nicht übertreiben |
|
||||
|
||||
## Kommunikationsphasen
|
||||
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||||
### Phase 1: Erstberatung
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||||
|
||||
**Inhalt:**
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||||
- Kurzer Sachverhaltsüberblick (was der Mandant schildert).
|
||||
- Einschätzung (Risikoampel: Grün / Gelb / Rot).
|
||||
- Handlungsoptionen mit Vor-/Nachteilen.
|
||||
- Kostenaufklärung (Streitwert-Schätzung, Gebühren, Gerichtskosten, Risiko).
|
||||
- Klare Frage: Mandat erteilt? Welche Option?
|
||||
|
||||
**Tonalität:** Ruhig, klar, keine Panik; realistische Einschätzung.
|
||||
|
||||
### Phase 2: Laufende Bearbeitung
|
||||
|
||||
**Statusbericht (Muster):**
|
||||
|
||||
```
|
||||
Statusbericht Mandat [Aktenzeichen]
|
||||
Stand: [Datum]
|
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||||
I. Sachstand
|
||||
[1–2 Sätze: Wo stehen wir]
|
||||
|
||||
II. Letzte Aktivitäten
|
||||
- [Datum]: [Maßnahme] → Ergebnis: [...]
|
||||
- [Datum]: [Maßnahme] → Ergebnis: [...]
|
||||
|
||||
III. Nächste Schritte
|
||||
- [Maßnahme] bis [Datum]: Verantwortlich: [Name]
|
||||
|
||||
IV. Offene Punkte (Ihre Mithilfe benötigt)
|
||||
- [Bitte um Unterlagen / Entscheidung / Freigabe]
|
||||
|
||||
V. Kosten aktuell
|
||||
Bislang entstanden: EUR [Betrag]
|
||||
Voraussichtlich gesamt: EUR [Schätzung]
|
||||
```
|
||||
|
||||
### Phase 3: Entscheidungsvorlagen
|
||||
|
||||
Bei jeder wichtigen Weichenstellung:
|
||||
|
||||
```
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||||
Entscheidungsvorlage – [Thema]
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||||
Mandat: [Aktenzeichen] – Datum: [Datum]
|
||||
|
||||
Sachverhalt: [2 Sätze]
|
||||
|
||||
Option A: [Beschreibung]
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||||
Vorteil: ...
|
||||
Nachteil / Risiko: ...
|
||||
Kosten: ca. EUR [Betrag]
|
||||
|
||||
Option B: [Beschreibung]
|
||||
Vorteil: ...
|
||||
Nachteil / Risiko: ...
|
||||
Kosten: ca. EUR [Betrag]
|
||||
|
||||
Unsere Empfehlung: Option [A/B], weil [Begründung in 2 Sätzen].
|
||||
|
||||
Bitte geben Sie uns bis [Datum, Uhrzeit] Ihre Entscheidung bekannt.
|
||||
```
|
||||
|
||||
### Phase 4: Mandatsabschluss
|
||||
|
||||
**Abschlussbrief (Muster):**
|
||||
|
||||
```
|
||||
Abschlussbrief Mandat [Aktenzeichen]
|
||||
|
||||
Sehr geehrte/r [Mandant],
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||||
|
||||
das Mandat ist abgeschlossen. Zusammenfassung:
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||||
|
||||
Ergebnis: [Kurze Beschreibung: Unterlassung / Vergleich / Urteil / Einigung]
|
||||
Kosten gesamt: EUR [Betrag] (davon Ihr Anteil: EUR [Betrag])
|
||||
Zahlungseingang: [Datum]
|
||||
|
||||
Hinweise für die Zukunft:
|
||||
- [z.B. Benutzungsnachweis der Marke weiterführen]
|
||||
- [z.B. Portfoliopflege – nächste Verlängerung am ...]
|
||||
|
||||
Wir danken für das Vertrauen und stehen für künftige Mandate gerne zur Verfügung.
|
||||
|
||||
[Kanzlei]
|
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```
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||||
|
||||
## Tonalitäts-Leitfaden
|
||||
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||||
| Situation | Tonalität |
|
||||
|---|---|
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||||
| Erste Kontaktaufnahme | Professionell, offen, keine Panik |
|
||||
| Eilsituation (Frist läuft) | Klar, direkt, handlungsorientiert |
|
||||
| Schlechte Nachricht (Klage abgewiesen) | Ehrlich, ruhig, Alternativen aufzeigen |
|
||||
| Gute Nachricht (EV erwirkt) | Positiv, aber nüchtern; nächste Schritte sofort |
|
||||
| Kostenüberschreitung | Frühzeitig informieren; Gründe erläutern |
|
||||
|
||||
## Checkliste Mandantenkommunikation
|
||||
|
||||
| Schritt | Erledigt? |
|
||||
|---|---|
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||||
| Kostenaufklärung vor Mandatsübernahme | ☐ |
|
||||
| Interessenkonflikt-Check | ☐ |
|
||||
| Erstbewertung (Risikoampel) kommuniziert | ☐ |
|
||||
| Fristen proaktiv mitgeteilt | ☐ |
|
||||
| Entscheidungsvorlagen bei Weichenstellungen | ☐ |
|
||||
| Statusberichte in regelmäßigen Abständen | ☐ |
|
||||
| Abschlussbrief versandt | ☐ |
|
||||
| Originalunterlagen zurückgegeben / archiviert | ☐ |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
|
||||
1. In welcher Phase des Mandats befindet sich die Kommunikation?
|
||||
2. Welche Botschaft soll übermittelt werden (Sachstand / Entscheidungsvorlage / Kosten)?
|
||||
3. Welche Tonalität ist angemessen (neutral / dringend / positiv / kritisch)?
|
||||
4. Liegt Material vor, das in den Brief eingearbeitet werden soll?
|
||||
5. Output: Mandantenbrief, Statusbericht, Entscheidungsvorlage, Abschlussbrief?
|
||||
|
||||
1. Wer fragt in welcher Rolle?
|
||||
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
|
||||
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
|
||||
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
|
||||
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
|
||||
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
|
||||
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
|
||||
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
|
||||
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
|
||||
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
|
||||
## Anschluss-Skills
|
||||
- `spezial-einstweilige-mandantenkommunikation-entscheidungsvorlage` – EV-Entscheidungsvorlage.
|
||||
- `spezial-schadensersatz-abschlussprodukt-und-uebergabe` – Abschluss-Memo.
|
||||
- `spezial-bezuege-zahlen-schwellen-und-berechnung` – Kostenabschätzung.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
|
||||
- BRAO, BORA, RVG: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
|
||||
- Keine inhaltlichen Urteile in diesem Skill (nur Kommunikationsstruktur).
|
||||
- Annahmen und Lücken ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Keine inhaltliche Rechtsprüfung (das machen die Spezialskills).
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung und individuelle Aufklärung.
|
||||
|
||||
@@ -1,35 +1,131 @@
|
||||
---
|
||||
name: workflow-output-waehlen
|
||||
description: "Output wählen im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: entscheidet zwischen Memo, Schriftsatz, Tabelle, Brief, Checkliste, Vermerk, Redline oder Mandantenübersetzung."
|
||||
description: "Output-Auswahl im gewerblichen Rechtsschutz: Welches Ergebnisformat passt zur Aufgabe? Schriftsatz, Memo, Checkliste, Tabelle, Mandantenbrief, Risikoampel, Entwurf, Red-Team. Entscheidungsbaum und Formatbeschreibungen."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Output wählen
|
||||
# Output-Auswahl
|
||||
|
||||
## Aufgabe
|
||||
Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Output wählen im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: entscheidet zwischen Memo, Schriftsatz, Tabelle, Brief, Checkliste, Vermerk, Redline oder Mandantenübersetzung.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
|
||||
Dieser Workflow-Skill hilft bei der Entscheidung, welches Output-Format für die aktuelle Aufgabe am besten geeignet ist, und liefert Beschreibungen und Einsatzbereiche der verfügbaren Formate.
|
||||
|
||||
## Output-Formate im Überblick
|
||||
|
||||
| Format | Wann einsetzen | Typischer Empfänger |
|
||||
|---|---|---|
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||||
| Memo / Prüfvermerk | Rechtliche Einordnung; interne Analyse | Anwalt / Team |
|
||||
| Mandantenbrief | Information, Entscheidungsvorlage, Abschluss | Mandant |
|
||||
| Schriftsatz-Gerüst | Klageschrift, EV-Antrag, Schriftsatz | Gericht (extern) |
|
||||
| Checkliste | Schritt-für-Schritt-Kontrolle; Qualitätsgate | Anwalt / Team |
|
||||
| Tabelle / Matrix | Vergleich, Übersicht, Belege, Kosten | Intern / Mandant |
|
||||
| Risikoampel | Schnelle Bewertung; Entscheidungsbasis | Mandant / Anwalt |
|
||||
| Entwurf | Abmahnung, UE, Vergleich, Bescheid | Gegenseite / Mandant |
|
||||
| Red-Team-Analyse | Schwächen im eigenen Vortrag identifizieren | Anwalt / Team |
|
||||
| Fristenplan | Übersicht laufender Fristen | Anwalt / Team |
|
||||
| Rechtsquellen-Report | Normnachweis; Quellenverifikation | Anwalt |
|
||||
|
||||
## Entscheidungsbaum Output-Wahl
|
||||
|
||||
```
|
||||
Aufgabe: Was ist das Ziel?
|
||||
│
|
||||
├── Rechtliche Analyse für interne Entscheidung
|
||||
│ → Memo / Prüfvermerk
|
||||
│
|
||||
├── Kommunikation mit Mandant
|
||||
│ ├── Information über Sachstand → Statusbericht
|
||||
│ ├── Entscheidung einfordern → Entscheidungsvorlage
|
||||
│ └── Mandat abschließen → Abschlussbrief
|
||||
│
|
||||
├── Gerichtliches Dokument
|
||||
│ ├── Klage / EV-Antrag → Schriftsatz-Gerüst
|
||||
│ └── Widerspruch / Beschwerde → Schriftsatz-Gerüst
|
||||
│
|
||||
├── Prüfung der eigenen Position
|
||||
│ └── Schwächen / Gegenargumente → Red-Team-Analyse
|
||||
│
|
||||
├── Verwaltung / Prozesssteuerung
|
||||
│ ├── Fristen kontrollieren → Fristenplan + Risikoampel
|
||||
│ ├── Dokumente erfassen → Belegmatrix
|
||||
│ └── Qualitätsgate vor EV → Checkliste
|
||||
│
|
||||
└── Normen und Rechtsprechung verifizieren
|
||||
→ Rechtsquellen-Report
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Format-Beschreibungen
|
||||
|
||||
### Memo / Prüfvermerk
|
||||
|
||||
**Struktur:**
|
||||
1. Sachverhalt (streitig / unstreitig).
|
||||
2. Rechtliche Einordnung (Normen, Tatbestand).
|
||||
3. Prüfung im Gutachtenstil (Obersatz, Definition, Subsumtion, Zwischenergebnis).
|
||||
4. Handlungsempfehlung (konkret, mit Frist).
|
||||
|
||||
**Länge:** 1–3 Seiten für Einzel-Frage; bis 10 Seiten bei komplexen Mandaten.
|
||||
|
||||
### Schriftsatz-Gerüst
|
||||
|
||||
**Struktur:**
|
||||
1. Rubrum (Parteien, Gericht, Az.).
|
||||
2. Klageanträge / Antragsformulierung.
|
||||
3. Sachverhalt.
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||||
4. Rechtliche Würdigung (je Klageantrag).
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||||
5. Beweisangebote.
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||||
6. Kostenantrag.
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### Risikoampel
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**Struktur:**
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- Ampel: Grün / Gelb / Rot.
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- 3–5 Stichpunkte pro Kategorie.
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- Empfehlung in einem Satz.
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### Checkliste
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||||
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||||
**Struktur:**
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- Überschrift mit Kontext.
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||||
- Punkte als Checkboxen (☐).
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- Priorität (MUSS / SOLL / KANN).
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||||
- Feld für Status / Verantwortlichen.
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||||
### Tabelle / Matrix
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||||
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||||
**Varianten:**
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||||
- Prüfmatrix: Punkt | Norm | Tatsache | Beleg | Bewertung | To-do.
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- Vergleichstabelle: Option A | Option B | Vor/Nachteil.
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||||
- Belegmatrix: Dokument | Datum | Bezug | Vorhanden.
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||||
### Red-Team-Analyse
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||||
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||||
**Struktur:**
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- Stärken des eigenen Vortrags.
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- Schwächen (Angriffspunkte der Gegenseite).
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||||
- Gegenargumente.
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- Verbesserungsmaßnahmen.
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||||
## Kaltstart
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||||
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
|
||||
1. Was ist das Ziel der aktuellen Aufgabe?
|
||||
2. Für wen ist das Ergebnis bestimmt (intern / Mandant / Gericht)?
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||||
3. Wie viel Zeit ist verfügbar?
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4. Liegt Material vor, das eingearbeitet werden soll?
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||||
5. Output: Output-Empfehlung, Format-Muster, Gerüst für das gewählte Format?
|
||||
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||||
1. Wer fragt in welcher Rolle?
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||||
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
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||||
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
|
||||
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
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||||
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
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||||
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
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||||
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
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||||
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
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||||
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
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||||
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
|
||||
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
|
||||
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
|
||||
## Anschluss-Skills
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||||
Nach Wahl des Formats: passenden Spezial- oder Workflow-Skill aufrufen:
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||||
- Schriftsatz → `spezial-patg-schriftsatz-brief-und-memo-bausteine`, `gr-abmahnung-workflow`.
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||||
- Risikoampel → `spezial-markeng-risikoampel-und-gegenargumente`, `workflow-fristen-und-risikoampel`.
|
||||
- Red-Team → `workflow-redteam-qualitygate`, `spezial-designverletzung-red-team-und-qualitaetskontrolle`.
|
||||
- Checkliste → `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung`, `workflow-dokumentenintake`.
|
||||
- Mandantenbrief → `workflow-mandantenkommunikation`, `spezial-einstweilige-mandantenkommunikation-entscheidungsvorlage`.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
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||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
|
||||
- Dieser Skill trifft keine inhaltlichen Rechtsentscheidungen.
|
||||
- Format-Vorschläge basieren auf fachlicher Praxis; Anpassung je Einzelfall.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Annahmen ausdrücklich markieren.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Keine inhaltliche Rechtsprüfung.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
|
||||
- Kein vollständiger Schriftsatz ohne Eingaben des Nutzers.
|
||||
|
||||
+91
-24
@@ -1,35 +1,102 @@
|
||||
---
|
||||
name: workflow-rechtsquellen-livecheck
|
||||
description: "Rechtsquellen-Livecheck im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: zwingt vor tragenden Aussagen zum aktuellen Quellencheck bei Gesetzen, Behörden, Gerichten und Formularen."
|
||||
description: "Rechtsquellen-Livecheck im gewerblichen Rechtsschutz: Verifikation von Normen, Rechtsprechung und Behördeninformationen. Quellenhierarchie, Live-Check-Protokoll, zugelassene Quellen und Vorgehensweise bei unsicheren Angaben."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Rechtsquellen-Livecheck
|
||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Rechtsquellen-Livecheck im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: zwingt vor tragenden Aussagen zum aktuellen Quellencheck bei Gesetzen, Behörden, Gerichten und Formularen.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
|
||||
Dieser Workflow-Skill sichert die Qualität von Rechtsquellen im gewerblichen Rechtsschutz: Live-Verifikation von Normen, Urteilen und Behördeninformationen vor Ausgabe oder Verwendung in Schriftsätzen.
|
||||
|
||||
## Warum Livecheck?
|
||||
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||||
- Normen werden häufig geändert (UWG 2020, UrhG DSM-Umsetzung 2021, UPC 2023, EU AI Act 2024).
|
||||
- Modellwissen kann veraltete Fassungen enthalten.
|
||||
- Nicht verifizierte Urteile in Schriftsätzen sind berufsrechtlich riskant.
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||||
- Behördenformulare und Gebühren ändern sich regelmäßig.
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||||
|
||||
## Quellenhierarchie
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||||
|
||||
| Priorität | Quelltyp | Verlässlichkeit |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| 1 | Amtliche Gesetzesdatenbanken (gesetze-im-internet.de; eur-lex.europa.eu) | Sehr hoch |
|
||||
| 2 | Behördliche Websites (DPMA, EUIPO, EPA, BGH, BPatG, ZSSR) | Sehr hoch |
|
||||
| 3 | Offiziell veröffentlichte Gerichtsentscheidungen (bgh.de, bverfg.de, curia.europa.eu) | Sehr hoch |
|
||||
| 4 | Dejure.org, openjur.de (Volltext-Reproduktionen mit Normenverknüpfung) | Hoch |
|
||||
| 5 | Kommentare, Lehrbücher, Aufsätze | Mittel (nur mit Bearbeiter, Datum, Fundstelle) |
|
||||
| 6 | Modellwissen / Trainingsdaten | Nicht ausreichend allein; immer mit Level 1–4 kombinieren |
|
||||
|
||||
## Zugelassene Live-Quellen
|
||||
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||||
| Thema | Quelle | Link |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| Deutsche Gesetze | gesetze-im-internet.de | [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de) |
|
||||
| EU-Recht | EUR-Lex | [eur-lex.europa.eu](https://eur-lex.europa.eu) |
|
||||
| BGH-Rechtsprechung | BGH-Website | [bundesgerichtshof.de](https://www.bundesgerichtshof.de) |
|
||||
| BVerfG | BVerfG-Website | [bundesverfassungsgericht.de](https://www.bundesverfassungsgericht.de) |
|
||||
| BPatG | BPatG-Website | [bundespatentgericht.de](https://www.bundespatentgericht.de) |
|
||||
| EuGH / EuG | Curia | [curia.europa.eu](https://curia.europa.eu) |
|
||||
| Normen + Rspr. verknüpft | dejure.org | [dejure.org](https://dejure.org) |
|
||||
| OLG-/LG-Entscheidungen | openjur.de | [openjur.de](https://openjur.de) |
|
||||
| DPMA | DPMA-Website | [dpma.de](https://www.dpma.de) |
|
||||
| EUIPO | EUIPO-Website | [euipo.europa.eu](https://euipo.europa.eu) |
|
||||
| EPA | EPA-Website | [epo.org](https://www.epo.org) |
|
||||
| UPC | UPC-Website | [unified-patent-court.org](https://www.unified-patent-court.org) |
|
||||
| ZSSR | ZSSR | [zssr.de](https://www.zssr.de) |
|
||||
| WIPO | WIPO-Website | [wipo.int](https://www.wipo.int) |
|
||||
|
||||
## Live-Check-Protokoll
|
||||
|
||||
Für jede tragende Rechtsquelle:
|
||||
|
||||
```
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||||
Rechtsquelle: [Normbezeichnung / Aktenzeichen / Entscheidungsname]
|
||||
Fundstelle: [URL]
|
||||
Abgerufen am: [Datum]
|
||||
Aktueller Inhalt: [Kernaussage; Normtext-Auszug oder Urteilstenor]
|
||||
Veraltet? Nein / Ja → ggf. aktuellere Fassung:
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Umgang mit unsicheren Angaben
|
||||
|
||||
| Situation | Handlung |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Aktenzeichen oder Datum unsicher | Ausdrücklich als „zu prüfen" markieren; Quelle angeben |
|
||||
| Norm geändert (Verweis auf alte Fassung) | Neue Fassung aus gesetze-im-internet.de prüfen |
|
||||
| Urteil nicht auffindbar | Nicht zitieren; als „Live-Check ausstehend" markieren |
|
||||
| Gebühr / Frist geändert | Aus aktueller Behördenquelle neu ermitteln |
|
||||
| Kommentar-Meinung als Tatsache dargestellt | Kommentar-Meinung als solche kennzeichnen (Autor, Werk, Randnummer, Datum) |
|
||||
|
||||
## Red-Flag-Liste (niemals ohne Live-Prüfung)
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||||
|
||||
- Jahresgebühren DPMA / EUIPO / EPA (ändern sich regelmäßig).
|
||||
- EUIPO-Widerspruchsgebühren.
|
||||
- RVG-Tabellenwerte (bei Gesetzesänderungen).
|
||||
- UPC-Verfahrensregeln (seit 2023 laufend angepasst).
|
||||
- EU AI Act Umsetzungsdetails (in Anwendungsphase).
|
||||
- Länderspezifische Verfahrensregeln (AT, CH, nicht-EU).
|
||||
|
||||
## Checkliste Livecheck vor Ausgabe
|
||||
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||||
| Prüfpunkt | Erledigt? |
|
||||
|---|---|
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||||
| Alle zitierten Normen aus gesetze-im-internet.de / EUR-Lex verifiziert | ☐ |
|
||||
| Alle Urteile mit Gericht, Datum, AZ und Link aus offizieller Quelle | ☐ |
|
||||
| Behördengebühren aus aktueller Behördenwebsite | ☐ |
|
||||
| Unsichere Angaben als „zu prüfen" markiert | ☐ |
|
||||
| Keine Kommentar-Blindzitate ohne Quellenangabe | ☐ |
|
||||
| Keine Entscheidungen aus Modellwissen ohne Verifikation | ☐ |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
|
||||
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
|
||||
1. Welche Rechtsquellen müssen für die aktuelle Aufgabe live geprüft werden?
|
||||
2. Liegen bereits Normen / Aktenzeichen vor, die verifiziert werden sollen?
|
||||
3. Handelt es sich um ein EU-Verfahren (EUR-Lex + Curia) oder ein nationales Verfahren?
|
||||
4. Output: Live-Check-Protokoll, verifizierte Quellenangaben, Markierung unsicherer Stellen?
|
||||
|
||||
1. Wer fragt in welcher Rolle?
|
||||
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
|
||||
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
|
||||
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
|
||||
## Plugin-Kontext
|
||||
Skill gehört zu `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz`. Er wird von allen anderen Skills aufgerufen, wenn Rechtsquellen ausgegeben werden müssen.
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
|
||||
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
|
||||
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
|
||||
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
|
||||
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
|
||||
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
|
||||
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Keine Interpretation von Quellen (das machen Spezialskills).
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige juristische Würdigung.
|
||||
- Keine Garantie für Vollständigkeit der Quellen (Lücken ausdrücklich markieren).
|
||||
|
||||
+111
-24
@@ -1,35 +1,122 @@
|
||||
---
|
||||
name: workflow-redteam-qualitygate
|
||||
description: "Red-Team Qualitygate im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: prüft das Ergebnis auf Halluzinationen, Fristenfehler, Zuständigkeit, Quellen, Beweise und Ton."
|
||||
description: "Red-Team und Qualitätsgate für alle Arbeitsprodukte im gewerblichen Rechtsschutz: Schwachstellenanalyse von Schriftsätzen, Memos, Abmahnungen, EV-Anträgen und Vergleichsentwürfen. Kritische Gegenfragen und Freigabekriterien."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Red-Team Qualitygate
|
||||
# Red-Team und Qualitätsgate
|
||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Red-Team Qualitygate im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: prüft das Ergebnis auf Halluzinationen, Fristenfehler, Zuständigkeit, Quellen, Beweise und Ton.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
|
||||
Dieser Workflow-Skill führt ein systematisches Red-Team-Review durch: Er sucht Schwächen, Lücken und logische Fehler in Arbeitsprodukten, bevor sie nach außen gehen oder für Entscheidungen verwendet werden.
|
||||
|
||||
## Warum Red-Team im IP-Recht?
|
||||
|
||||
Fehler in anwaltlichen Arbeitsprodukten haben gravierende Folgen:
|
||||
- **Schriftsätze:** Klageabweisung durch schlechten Sachvortrag oder Formfehler.
|
||||
- **EV-Anträge:** § 945 ZPO-Haftung bei ungerechtfertigter EV.
|
||||
- **Abmahnungen:** Missbräuchliche Abmahnung § 8c UWG; Kostenerstattungspflicht.
|
||||
- **Vergleichsverträge:** Unklare Klauseln führen zu neuem Streit.
|
||||
- **Rechtsquellenangaben:** Falsche AZ oder überholte Normen schädigen die Reputation.
|
||||
|
||||
## Red-Team-Fragen nach Dokumenttyp
|
||||
|
||||
### Abmahnung
|
||||
|
||||
| Frage | Prüfergebnis |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Schutzrecht aktiv und eingetragen? | |
|
||||
| Beanstandete Handlung konkret und datiert? | |
|
||||
| UWG: § 13 Abs. 2-Anforderungen vollständig? | |
|
||||
| Aktivlegitimation belegt? | |
|
||||
| UE-Muster beigefügt und ausreichend weit? | |
|
||||
| Vertragsstrafe angemessen (kein § 8c UWG)? | |
|
||||
| Kostenerstattungsanspruch korrekt berechnet? | |
|
||||
| Frist realistisch (Dringlichkeit vs. Reaktionszeit)? | |
|
||||
|
||||
### EV-Antrag
|
||||
|
||||
| Frage | Prüfergebnis |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Verfügungsanspruch: alle Tatbestandsmerkmale? | |
|
||||
| Verfügungsgrund: Dringlichkeit noch nicht selbst widerlegt? | |
|
||||
| Eidesstattliche Versicherung unterschrieben? | |
|
||||
| Anlagen vollständig nummeriert und beschrieben? | |
|
||||
| § 945 ZPO-Risiko abgewogen? | |
|
||||
| Schutzschrift ZSSR geprüft? | |
|
||||
| Ordnungsmittelhinweis im Tenor? | |
|
||||
| Streitwert realistisch? | |
|
||||
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||||
### Schriftsatz (Klage / Berufung)
|
||||
|
||||
| Frage | Prüfergebnis |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Rubrum vollständig (Parteien, Gericht)? | |
|
||||
| Klageanträge vollständig und bestimmt (§ 253 ZPO)? | |
|
||||
| Sachverhalt lückenlos, chronologisch, ohne Lücken? | |
|
||||
| Normen aktuell und richtig zitiert? | |
|
||||
| Beweisangebote vollständig (je Tatsachenbehauptung)? | |
|
||||
| Keine unverifizierten Urteile? | |
|
||||
| Kostenantrag enthalten? | |
|
||||
| ERV-Pflicht beachtet (§ 130d ZPO)? | |
|
||||
|
||||
### Memo / Prüfvermerk
|
||||
|
||||
| Frage | Prüfergebnis |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Gutachtenstil korrekt (Obersatz, Definition, Subsumtion)? | |
|
||||
| Alle relevanten Normen berücksichtigt? | |
|
||||
| Gegenauffassung / Gegenargumente erwähnt? | |
|
||||
| Annahmen als solche gekennzeichnet? | |
|
||||
| Handlungsempfehlung konkret (mit Frist und Verantwortlichen)? | |
|
||||
| Quellen live verifiziert oder als „zu prüfen" markiert? | |
|
||||
|
||||
### Vergleichsentwurf
|
||||
|
||||
| Frage | Prüfergebnis |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Parteien korrekt bezeichnet? | |
|
||||
| Erledigungsklausel ausreichend weit / eng formuliert? | |
|
||||
| Vertragsstrafe-Klausel enthalten (wenn Unterlassung fortbesteht)? | |
|
||||
| Geheimhaltungsklausel eingeschlossen (wenn gewünscht)? | |
|
||||
| Kostenregelung eindeutig? | |
|
||||
| GWB / Art. 101 AEUV: Wettbewerbsrechtliche Grenzen geprüft? | |
|
||||
|
||||
## Freigabekriterien
|
||||
|
||||
Ein Arbeitsprodukt wird freigegeben, wenn:
|
||||
|
||||
| Kriterium | Erfüllt? |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Alle MUSS-Prüfpunkte mit OK bewertet | ☐ |
|
||||
| Keine offenen Live-Check-Punkte bei tragenden Aussagen | ☐ |
|
||||
| Annahmen klar markiert | ☐ |
|
||||
| Mandantenfreigabe eingeholt (bei Außenkommunikation) | ☐ |
|
||||
| Fristen berechnet und Kalender eingetragen | ☐ |
|
||||
|
||||
## Ampel-Bewertung Red-Team
|
||||
|
||||
| Ampel | Bedeutung |
|
||||
|---|---|
|
||||
| 🟢 Grün | Alle Prüfpunkte OK; Freigabe |
|
||||
| 🟡 Gelb | 1–2 Punkte offen; Nacharbeit nötig, aber kein K.O.-Kriterium |
|
||||
| 🔴 Rot | K.O.-Kriterium offen (z.B. Schutzrecht abgelaufen; keine eV); Dokument nicht freigeben |
|
||||
|
||||
## Kaltstart
|
||||
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
|
||||
1. Welches Dokument soll reviewed werden (Abmahnung / EV-Antrag / Schriftsatz / Memo / Vergleich)?
|
||||
2. Liegt das Dokument als Text vor?
|
||||
3. Gibt es bereits bekannte Schwachstellen?
|
||||
4. Soll nur eine Checkliste ausgefüllt oder ein vollständiges Review durchgeführt werden?
|
||||
5. Output: Red-Team-Checkliste ausgefüllt, Ampel-Bewertung, Verbesserungsvorschläge?
|
||||
|
||||
1. Wer fragt in welcher Rolle?
|
||||
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
|
||||
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
|
||||
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
|
||||
|
||||
## Arbeitsworkflow
|
||||
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
|
||||
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
|
||||
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
|
||||
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
|
||||
|
||||
## Output-Standard
|
||||
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
|
||||
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
|
||||
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
|
||||
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
|
||||
## Anschluss-Skills
|
||||
- `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung` – Qualitätsgate EV-Vollziehung.
|
||||
- `spezial-designverletzung-red-team-und-qualitaetskontrolle` – Red-Team Design.
|
||||
- `workflow-rechtsquellen-livecheck` – Quellen-Verifikation.
|
||||
|
||||
## Quellenregel
|
||||
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
|
||||
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
|
||||
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
|
||||
- Dieser Skill bewertet Inhalte; Normen und Urteile werden im Review auf Live-Verifizierung geprüft.
|
||||
- Quellen: [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de), [dejure.org](https://dejure.org), [bgh.de](https://www.bundesgerichtshof.de).
|
||||
- Keine BeckRS-, juris- oder Kommentar-Blindzitate aus Modellwissen.
|
||||
|
||||
## Was dieser Skill nicht macht
|
||||
- Kein inhaltliches Tiefenreview ohne vollständiges Dokument.
|
||||
- Kein Ersatz für vollständige anwaltliche Prüfung.
|
||||
|
||||
+105
-24
@@ -1,35 +1,116 @@
|
||||
---
|
||||
name: workflow-unterlagen-lueckenliste
|
||||
description: "Unterlagen- und Lückenliste im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: erstellt eine präzise Nachforderungsliste statt allgemeiner Fragebögen."
|
||||
description: "Unterlagen-Lückenliste im gewerblichen Rechtsschutz: systematische Identifikation fehlender Dokumente für alle Verfahrenstypen (Marke, Patent, Design, UWG, EV), gezielte Nachforderungsschreiben und Priorisierung nach Dringlichkeit."
|
||||
---
|
||||
|
||||
# Unterlagen- und Lückenliste
|
||||
# Unterlagen-Lückenliste
|
||||
|
||||
## Aufgabe
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||||
Dieser Workflow-Skill für `fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz` Unterlagen- und Lückenliste im Plugin fachanwalt-gewerblicher-rechtsschutz: erstellt eine präzise Nachforderungsliste statt allgemeiner Fragebögen.. Er ist dazu da, den Nutzer schneller und sicherer in die richtige Bearbeitung zu führen.
|
||||
Dieser Workflow-Skill identifiziert fehlende Unterlagen für den aktuellen Verfahrensstand und erstellt gezielte, priorisierte Nachforderungslisten mit Erklärung für Mandant oder Gegenseite.
|
||||
|
||||
## Systematik: Fehlende Unterlagen erkennen
|
||||
|
||||
**Grundregel:** Nur die Unterlagen nachfordern, die für die nächste Entscheidungsweiche tatsächlich gebraucht werden. Keine Fragebogen-Bürokratie.
|
||||
|
||||
**Priorisierung:**
|
||||
- **P1 (Blockiert):** Ohne dieses Dokument kann die nächste Handlung nicht erfolgen.
|
||||
- **P2 (Wichtig):** Fehlen schadet der Qualität erheblich; aber Teilvorgehen möglich.
|
||||
- **P3 (Nützlich):** Vervollständigt das Bild; kann nachgereicht werden.
|
||||
|
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## Lückenliste nach Verfahrenstyp
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### Markenrechtsverletzung / Abmahnung
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| Dokument | Priorität | Zweck | Status |
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| Registerauszug DPMA / EUIPO (aktuell) | P1 | Schutzrechtsnachweis | ☐ |
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| Benutzungsnachweise (5 Jahre, § 26 MarkenG) | P1 | Gegen Nichtbenutzungseinrede | ☐ |
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| Screenshots / Fotos Verletzungshandlung | P1 | Verletzungsnachweis | ☐ |
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| Vollmacht | P1 | Kanzlei-Mandat | ☐ |
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| Testkauf-Belege (Quittung, Ware) | P2 | Verletzungsbeleg | ☐ |
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| Handelregisterauszug Gegenseite | P2 | Zustellung | ☐ |
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| Eingehende Abmahnung (falls vorhanden) | P2 | Reaktion vorbereiten | ☐ |
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### Patentverletzung
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| Dokument | Priorität | Zweck | Status |
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| Patentschrift mit Ansprüchen (alle Ansprüche) | P1 | Schutzbereichsbestimmung | ☐ |
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| Registerauszug DPMA / EPA | P1 | Aktivlegitimation | ☐ |
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| Verletzende Ware / Datenblatt | P1 | Verletzungsnachweis | ☐ |
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| Verletzungsanalyse (Merkmalsgliederung) | P1 | Subsumtion | ☐ |
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| ArbnErfG-Unterlagen (falls AN-Erfindung) | P2 | Inhaberschaft klären | ☐ |
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### Designverletzung
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| Dokument | Priorität | Zweck | Status |
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| Designregistrierung mit Abbildungen | P1 | Schutzrecht | ☐ |
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| Angegriffene Ausführungsform (Fotos/Produktbilder) | P1 | Verletzungsnachweis | ☐ |
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| Formenschatz-Recherche (Vordesigns) | P2 | Schutzbereich bestimmen | ☐ |
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| Entwicklungsunterlagen des eigenen Designs | P2 | Entstehungsnachweis | ☐ |
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### UWG-Abmahnung
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| Dokument | Priorität | Zweck | Status |
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| Vollständige eingehende Abmahnung | P1 | Reaktion | ☐ |
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| Beanstandetes Werbemittel / Screenshot | P1 | Tatbestand prüfen | ☐ |
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| Nachweis Mitbewerbereigenschaft | P1 | Aktivlegitimation § 8 UWG | ☐ |
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| Umsatzbelege im betroffenen Bereich | P2 | Konkrete Beeinträchtigung | ☐ |
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### Einstweilige Verfügung
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| Dokument | Priorität | Zweck | Status |
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| Alle o.g. Grundlagen je Schutzrecht | P1 | EV-Antrag | ☐ |
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| Nachweis Kenntnisdatum (E-Mail, Screenshot mit Datum) | P1 | Dringlichkeit | ☐ |
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| Eidesstattliche Versicherung (unterschrieben) | P1 | Glaubhaftmachung § 294 ZPO | ☐ |
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| Vollmacht für Gerichtsverfahren | P1 | Prozessvollmacht | ☐ |
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## Nachforderungsschreiben (Muster)
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An [Mandant] [Ort, Datum]
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Unterlagencheck – Mandat [Aktenzeichen]
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Sehr geehrte/r [Mandant],
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für die Vorbereitung des [EV-Antrags / der Abmahnung / des Schriftsatzes]
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benötigen wir noch folgende Unterlagen. Bitte übermitteln Sie uns diese
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bis zum [Datum], um den nächsten Schritt fristgerecht durchführen zu können:
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DRINGEND (P1 – blockiert weiteres Vorgehen):
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1. [Dokument]: [kurze Erklärung, warum nötig]
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2. [Dokument]: [kurze Erklärung]
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WICHTIG (P2 – erhebliche Qualitätsverbesserung):
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3. [Dokument]: [kurze Erklärung]
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Bitte melden Sie sich, falls Sie Fragen zur Beschaffung haben.
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[Kanzlei]
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## Kaltstart
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Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
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1. Welches Verfahren läuft und in welcher Phase befindet es sich?
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2. Welche Unterlagen liegen bereits vor?
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3. Welche Handlung ist als nächstes geplant (Abmahnung / EV / Klage)?
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4. Gibt es Fristen, die die Nachforderung beschleunigen?
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5. Output: Priorisierte Lückenliste, Nachforderungsschreiben, Fristenhinweis?
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1. Wer fragt in welcher Rolle?
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2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
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3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
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4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
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## Arbeitsworkflow
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1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
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2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
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3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
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4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
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## Output-Standard
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- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
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- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
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- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
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- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
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## Anschluss-Skills
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- `workflow-dokumentenintake` – Erfassung eingehender Dokumente.
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- `workflow-chronologie-und-belegmatrix` – Belege chronologisch ordnen.
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- `faevvollzug-neu-008-qualitaetsgate-vor-vollziehung` – Qualitätsgate.
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## Quellenregel
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- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
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- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
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- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
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- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
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- Dieser Skill enthält keine Rechtsquellen-Zitate (nur Prozesssteuerung).
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- Normen für Beweisanforderungen: ZPO, MarkenG, PatG usw. über [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de).
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- Annahmen und Lücken ausdrücklich markieren.
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## Was dieser Skill nicht macht
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- Keine inhaltliche Rechtsprüfung.
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- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
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- Keine automatische Prüfung auf Dokumentenvollständigkeit ohne Eingaben.
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