v51.0.0(akte-53): rechtsberatungsstelle-koeln-quartier-kalk-q3-2026-monatsmix-pellbach

Mandantin: Frau Pellbach (alleinerziehend zwei Kinder Buergergeld) plus
zwoelf weitere ratsuchende Personen Monatsmix Q3 2026.
Beratungsstelle: Stadt Koeln Quartier Kalk BSBZ-2026-08-0288 ff.
Berechtigungsschein: AG Koeln BerH-2026/4711.

Konflikte: BerH-Schein-Pruefung; Vergleich Schuldenbereinigung; Stunden-
kontingent; PKH-Folgemandat; Verbraucherinsolvenz-Empfehlung.

BerHG par 1 ff; RVG Nr. 2500-2503 VV; ZPO par 114 ff; SGB II XII.

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# 01 — Monatsübersicht August 2026
Beratungsstelle: BSBZ Kalk, Olpener Str. 181, 51103 Köln
Berichtszeitraum: 01.08. 29.08.2026
Aktenzeichen Stadt Köln: BR-2026-1718
Bearbeiterin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
## Überblick
Im August 2026 wurden insgesamt **85 Beratungsgespräche** geführt (Juli 2026: 78). Die Beratungskapazität war vollständig ausgeschöpft; an 7 Tagen mussten Klienten auf Folgetermine vertröstet werden. Die nachfolgenden 10 Fälle sind vollständig dokumentiert und dienen als Musterfälle für den Monatsbericht.
## Fallübersicht August 2026 (Kurzliste)
| Lfd. | AZ | Klient (Kürzel) | Rechtsgebiet | Erstkontakt |
|---|---|---|---|---|
| 01 | BSBZ-2026-08-0288 | Hochhaus-Mieter GbR | Energierecht/Mietrecht | 04.08.2026 |
| 02 | BSBZ-2026-08-0289 | Moussavi-H., R. (43) | SGB II / Widerspruch | 06.08.2026 |
| 03 | BSBZ-2026-08-0290 | Ozturk-Brenner, Fam. | Mietrecht / BerH | 07.08.2026 |
| 04 | BSBZ-2026-08-0291 | Sobieski-Lau, V. (38) | Unterhaltsrecht / PKH | 11.08.2026 |
| 05 | BSBZ-2026-08-0292 | Kreutzberg-Möller, T. | Schuldnerberatung | 12.08.2026 |
| 06 | BSBZ-2026-08-0293 | Al-Khatib, S. (34) | Ausländerrecht / BerH | 13.08.2026 |
| 07 | BSBZ-2026-08-0294 | Baran-Schlosser, E. | Mahnverfahren | 18.08.2026 |
| 08 | BSBZ-2026-08-0295 | Wulfhagen, G. (58) | SGB XII / Widerspruch | 19.08.2026 |
| 09 | BSBZ-2026-08-0296 | Lörcher-Heinemann, S. | SGB III / Sperrzeit | 21.08.2026 |
| 10 | BSBZ-2026-08-0297 | Schwarz-Palenko, D. | Fluggastrechte | 26.08.2026 |
## Beratungshilfe-Bewilligungen AG Köln
| BerH-AZ | Fall | Bewilligungsdatum | Verfahren |
|---|---|---|---|
| 41 AR 188/26 | Fall 01 | 06.08.2026 | Mietrecht/Energierecht |
| 41 AR 189/26 | Fall 03 | 10.08.2026 | Mietrecht Eigenbedarfskündigung |
| 41 AR 190/26 | Fall 06 | 15.08.2026 | Ausländerrecht AufenthG |
## Schlüsselkennzahlen
- Beratungen gesamt: 85
- Erstberatungen: 52
- Folgeberatungen: 33
- Beratungshilfe beantragt: 12
- Beratungshilfe bewilligt: 10
- PKH-Anträge: 2
- Vermittlungen extern: 8
- Durchschnittliche Beratungsdauer: 38 Minuten
- Anteil mit Migrationshintergrund: 41 %
## Besondere Vorkommnisse
Am 04.08.2026 meldeten sich 6 Mieter des Wohnhauses Kalker Hauptstr. 104 gemeinsam in der Beratungsstelle (Fall 01). Dieser Kollektivfall erforderte koordinierte Beratung und Abstimmung mit dem Mieterverein Köln. Dr. Roosendaal übernahm die Federführung.
Am 13.08.2026 erschien Herr Al-Khatib (Fall 06) ohne Termin mit abgelaufenem Aufenthaltstitel-Dokument. Dolmetscher Nidal Suleimani vermittelte; Sofortmaßnahmen wurden eingeleitet.
## Nächste Schritte
- Monatsbericht bis 05.09.2026 an Stadt Köln Abt. 50 (HR Kerstin Thoma-Rademacher)
- Teamfortbildung September 2026: SGB XII-Reform (Termin wird bekannt gegeben)
- Supervision: 28.08.2026, 14:00 Uhr, intern
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# 02 — Fall 01: Energieabsperrung Mietshochhaus (RWE)
AZ: BSBZ-2026-08-0288
BerH-AZ: AG Köln 41 AR 188/26
Erstkontakt: 04.08.2026
Bearbeiter: Dr. Marek Roosendaal
Status: BerH bewilligt; einstweilige Verfügung in Vorbereitung
## Sachverhalt
Am 04.08.2026 erschienen sechs Mieter aus dem Mehrfamilienhaus Kalker Hauptstr. 104, 51103 Köln in der Beratungsstelle. Das Gebäude umfasst 18 Wohneinheiten; Eigentümer ist die Hausbesitz Verwaltungs-GmbH Kalk (vertreten durch Geschäftsführer Bernd Hagemann-Kohl). RWE Energie hatte am 01.08.2026 die zentrale Gaszufuhr des Hauses gesperrt, weil der Vermieter seit März 2026 keine Energieabschläge mehr gezahlt hatte (Rückstand laut RWE: 14.300 EUR).
Folge: 14 der 18 Wohneinheiten hatten seither kein warmes Wasser und keine Heizung (trotz Sommers für Warmwasser relevant). Betroffene Mieter zahlen ihre Miete regelmäßig und können den Rückstand des Vermieters nicht verantworten.
## Rechtliche Einschätzung
**Mietrechtliche Ebene (BGB §§ 535 ff.):**
- Die Versorgung mit Warmwasser ist Bestandteil der Mietsache (§ 535 Abs. 1 S. 2 BGB).
- Der Vermieter verletzt seine Instandhaltungspflicht; Mieter haben Recht auf Mietminderung (§ 536 BGB) sowie ggf. Rücktritt/Kündigung (§ 543 BGB wichtiger Grund).
- Schadenersatzansprüche aus § 280 BGB sind zu prüfen.
**Energierechtliche Ebene:**
- Die Sperrung betrifft einen Sammelzähler des Vermieters, nicht individuelle Haushaltszähler. RWE handelt gegenüber dem Vertragspartner (Vermieter) rechtmäßig.
- Klienten sind Dritte ohne direktes Vertragsverhältnis mit RWE. Ein Direktanschluss der Mieter kann bei Gefährdung (§ 19 Abs. 2 GasGVV) beantragt werden.
**Prozessuales:**
- Einstweilige Verfügung gegen Vermieter auf Wiederherstellung Warmwasserversorgung (§ 940 ZPO) prüfenswert.
- Alternativ: Selbsthilfe nach § 536a Abs. 2 BGB (Vorschuss für Mangelbeseitigung).
## Beratungshilfe
BerH beantragt am 05.08.2026 für Sprecher der Mietergruppe Herrn Ahmet Cetinkaya-Roth (BSBZ-2026-08-0288). AG Köln bewilligte BerH am 06.08.2026 (41 AR 188/26) für außergerichtliche Tätigkeit.
## Maßnahmen
1. Abstimmung mit Mieterverein Köln (Kontakt: Thomas Spieker, 04.08.2026)
2. Schreiben an Vermieter Hagemann-Kohl mit Fristsetzung 07.08.2026
3. Schreiben an RWE-Kundenservice mit Bitte um Zahlungsaufschub Vermieter
4. Prüfung einstweilige Verfügung AG Köln bis 11.08.2026
5. Information Ordnungsamt Köln (Wohnraumschutz) am 06.08.2026
## Dokumentation
- Vollmacht Herr Cetinkaya-Roth: 04.08.2026
- Unterschriftenliste Mieter: 14 Unterschriften, Beilage zu AZ
- Schreiben an Vermieter Hagemann-Kohl: 07.08.2026, per Einschreiben
- Reaktion Vermieter: keine bis 14.08.2026
## Quellen
- BGB §§ 535, 536, 536a, 543, 280
- GasGVV § 19
- ZPO § 940 (einstweilige Verfügung)
- dejure.org: BGB § 535 Rn. 12 ff. (Beschaffenheitspflicht)
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# 03 — Fall 02: Jobcenter-Rückforderung 8.400 EUR
AZ: BSBZ-2026-08-0289
Erstkontakt: 06.08.2026
Bearbeiterin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
Status: Widerspruch eingelegt 14.08.2026; Entscheidung ausstehend
## Sachverhalt
Klientin: Rameeza Moussavi-Hardt (43), wohnhaft Rolshover Str. 88, 51105 Köln.
Klientenakte Jobcenter Köln: JC-2024-KK-38847.
Frau Moussavi-Hardt bezog von Januar 2024 bis März 2026 Bürgergeld (ALG II) nach SGB II. Im Mai 2026 erhielt sie einen Aufhebungs- und Erstattungsbescheid des Jobcenter Köln vom 28.05.2026: Rückforderung von 8.400 EUR wegen angeblicher Überzahlung im Zeitraum August 2024 bis März 2026 (20 Monate à 420 EUR).
Begründung Jobcenter: Frau Moussavi-Hardt habe ein Sparkonto mit Guthaben von 9.800 EUR (Kontonummer anonymisiert, Sparkasse Köln) nicht angegeben; dieses sei im Rahmen einer automatischen Datenabfrage (§ 52 SGB II) festgestellt worden. Das Jobcenter beruft sich auf § 45 Abs. 2 SGB X (grob fahrlässige Unkenntnis) sowie § 50 SGB II.
**Einlassung der Klientin:** Das Konto habe ihre verstorbene Mutter 2019 zu ihrem Namen eingerichtet (Kontoinhaber-Wechsel nach Tod ohne aktive Nutzung). Das Guthaben stamme aus einer Lebensversicherungsauszahlung der Mutter (Nachweis: Kontoauszug März 2019). Sie habe davon ausgegangen, das Konto sei bereits geschlossen; es hätten keine Zugriffe mehr stattgefunden.
## Rechtliche Einschätzung
**§ 11 SGB II (Einkommen und Vermögen):**
- Vermögen, das nicht verwertbar ist oder dessen Verwertung unwirtschaftlich wäre, bleibt außer Betracht.
- Das Konto lag seit 2019 brach; bei regulärer Beantragung hätte Frau M. darauf hinweisen können.
**§ 45 SGB X (Rücknahme rechtswidriger Verwaltungsakte):**
- Vertrauensschutz (§ 45 Abs. 2 S. 3 SGB X): Grobe Fahrlässigkeit erfordert die Verletzung einer subjektiv besonders einfachen Pflicht. Die Klientin kannte das Konto kaum; keine willentliche Verschweigung.
- Frist: Rücknahme nach § 45 SGB X ist innerhalb von 2 Jahren nach Bekanntwerden möglich (§ 45 Abs. 4 SGB X). Das Jobcenter handelte innerhalb der Frist.
**§ 50 SGB II (Erstattung):**
- Selbst wenn der Aufhebungsbescheid formell rechtmäßig ist: Höhe 8.400 EUR prüfungspflichtig (monatliche Überzahlung 420 EUR).
- Antrag auf Stundung/Ratenzahlung parallel zu Widerspruch ratsam.
**Empfehlung:** Widerspruch nach § 83 SGG mit Begründung Vertrauensschutz; Beibringen Kontoauszüge ab 2019 und Lebensversicherungsnachweis Mutter.
## Maßnahmen
1. Beratung 06.08.2026: Vollmacht erteilt
2. Akteneinsicht beim Jobcenter Köln beantragt, 08.08.2026
3. Widerspruch vorbereitet (Musterbrief → Aktenstück 17)
4. Widerspruch eingelegt 14.08.2026 (per Einschreiben, Einlieferungsbeleg vorliegend)
5. Parallel: Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (§ 86a SGG)
## Quellen
- SGB II §§ 11, 50, 52
- SGB X §§ 45, 48, 50
- SGG §§ 8387 (Widerspruchsverfahren)
- openjur.de: BSG B 14 AS 13/10 R (Vertrauensschutz Bürgergeld)
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# 04 — Fall 03: Eigenbedarfskündigung Familie Ozturk-Brenner
AZ: BSBZ-2026-08-0290
BerH-AZ: AG Köln 41 AR 189/26
Erstkontakt: 07.08.2026
Bearbeiter: Dr. Marek Roosendaal
Status: BerH bewilligt; Stellungnahme an Vermieter vorbereitet
## Sachverhalt
Klienten: Mehmet Ozturk-Brenner (41) und Claudia Ozturk-Brenner (38), wohnhaft Dillenburger Str. 29, 51105 Köln. Drei Kinder: Alara (9), Mika (7), Ceylan (4). Mietvertrag seit 01.03.2014 (12 Jahre); monatliche Kaltmiete: 890 EUR; 4-Zimmer-Wohnung, 85 qm.
Am 28.07.2026 erhielt die Familie eine ordentliche Kündigung des Vermieters Joachim Strecker-Lenz (Privatperson) zum 31.10.2026 (Kündigungsfrist 3 Monate bei über 8 Jahren Mietdauer gemäß § 573c Abs. 1 BGB). Begründung: Eigenbedarf für Sohn Tobias Strecker-Lenz (27), der aus Münster zurückziehe und in Köln Arbeit aufnehme.
## Rechtliche Einschätzung
**Kündigungsgrund Eigenbedarf (§ 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB):**
- Vernünftige und nachvollziehbare Gründe liegen vor, wenn Vermieter oder nahe Angehörige die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken benötigen.
- Sohn des Vermieters fällt unter den Angehörigenbegriff.
- Kündigung formell wirksam, wenn Ernsthaftigkeit des Eigenbedarfs gegeben ist.
**Prüfung Sozialklausel (§ 574 BGB):**
- Klienten können Widerspruch nach § 574 BGB erheben, wenn Räumung eine unzumutbare Härte darstellt.
- Drei Kinder (davon eines im Vorschulalter), keine vergleichbare Ersatzwohnung verfügbar (Wohnungsmarkt Köln-Süd angespannt).
- Schulpflicht Alara (Grundschule Dillenburger Str.) und Kita-Platz Ceylan als Härtegründe.
- BSG-Rspr: Härtegründe nach § 574 BGB müssen den Vermieterinteressen gegenübergestellt werden.
**Prüfung Vorgetäuschter Eigenbedarf:**
- Falls Tobias Strecker-Lenz die Wohnung nicht bezieht, entsteht Schadenersatzpflicht des Vermieters (§ 280 BGB, BGH VIII ZR 232/04).
- Dokumentation des tatsächlichen Einzugs empfehlenswert (Meldeanschrift kontrollieren).
**Fristprüfung:**
- Mietdauer über 8 Jahre: Kündigungsfrist 3 Monate → Fristablauf korrekt zum 31.10.2026.
## Beratungshilfe
BerH beantragt am 08.08.2026 für Herrn Ozturk-Brenner. AG Köln bewilligte BerH am 10.08.2026 (41 AR 189/26) für außergerichtliche Tätigkeit (Widerspruchsverfahren, Mieterverein).
## Maßnahmen
1. Beratung 07.08.2026: Kündigung analysiert, Vollmacht erteilt
2. BerH-Antrag 08.08.2026 (→ Aktenstück 12)
3. Schreiben an Vermieter Strecker-Lenz: Erhebung des Widerspruchs nach § 574 BGB zum 14.08.2026
4. Koordination mit Mieterverein Köln (Frau Möller-Pförtner)
5. Prüfung: Antrag auf Sozialwohnungsversorgung Amt für Wohnungswesen Köln
## Dokumentation
- Mietvertrag: vorliegend (Kopie in Akte)
- Kündigungsschreiben Strecker-Lenz: 28.07.2026, beglaubigte Kopie
- Widerspruchsschreiben: 14.08.2026, per Einschreiben Rückschein
## Quellen
- BGB §§ 535, 573, 573c, 574, 575, 577a
- dejure.org: BGH VIII ZR 232/04 (vorgetäuschter Eigenbedarf)
- openjur.de: AG Köln 204 C 50/20 (Härtefall drei Kinder)
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# 05 — Fall 04: Unterhaltsstreit Vater — PKH-Antrag
AZ: BSBZ-2026-08-0291
PKH-Antrag beim AG Köln: 287 F 1188/26
Erstkontakt: 11.08.2026
Bearbeiterin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
Status: PKH-Antrag eingereicht; Verhandlung offen
## Sachverhalt
Klientin: Vera Sobieski-Lau (38), wohnhaft Frankfurter Str. 201, 51065 Köln. Zwei Kinder: Emilio (12), Sofia (9) — beide im Haushalt der Mutter. Vom Kindesvater, Herrn Piotr Nowicki-Baumann (42), bezieht die Klientin seit der Trennung (Januar 2024) keinen Unterhalt.
Herr Nowicki-Baumann hat keinen gemeldeten Arbeitsvertrag; er arbeitet offenkundig im Baugewerbe, gibt aber kein offizielles Einkommen an (Selbstauskunft: 0 EUR Einkommen). Frau Sobieski-Lau vermutet Schwarzarbeit; Belege: Kontoauszüge zeigen regelmäßige Bareinzahlungen auf das Konto des Kindesvaters.
Kindesunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle 2026:
- Emilio (12): Einkommensgruppe unklar → Minimum Gruppe 1: 523 EUR/Mon.
- Sofia (9): Minimum Gruppe 1: 430 EUR/Mon.
- Zusammen Mindestunterhalt: 953 EUR/Mon.
## Rechtliche Einschätzung
**Unterhaltsanspruch (§§ 1601 ff. BGB):**
- Kinder gegen Elternteil: §§ 1601, 1602, 1603 BGB.
- Leistungsunfähigkeit: § 1603 Abs. 2 BGB (gesteigerte Unterhaltspflicht gegenüber minderjährigen Kindern); Notwendiger Eigenbedarf 1.450 EUR (Düsseldorfer Tabelle 2026).
- Fiktives Einkommen: Bei Schwarzarbeit wird fiktives Einkommen zugrunde gelegt, wenn der Unterhaltspflichtige seine Leistungsfähigkeit willentlich verringert (§ 1603 BGB analog, BGH XII ZR 227/09).
**Prozesskostenhilfe (ZPO § 114 ff.):**
- Frau Sobieski-Lau hat Einkommen 1.250 EUR netto (Teilzeit Einzelhandel); unter PKH-Einkommensgrenze.
- PKH-Antrag wurde am 14.08.2026 beim AG Köln — Familiengericht eingereicht.
- Anhang: PKH-Formular (vollständig ausgefüllt), Einkommensnachweise 3 Monate.
**Beweissicherung Schwarzarbeit:**
- Kontoauszüge Kindesvater (sofern Einsicht möglich); Zeugenaussagen (Arbeitskollegen); Anfrage Hauptzollamt.
- Steuerliche Anmeldungen beim Finanzamt prüfen (§ 30a AO Steuergeheimnis; Ausnahme Familienrecht).
## Maßnahmen
1. Beratung 11.08.2026: Sachverhaltsaufnahme, Vollmacht
2. PKH-Antrag vorbereitet und eingereicht 14.08.2026 (AG Köln 287 F 1188/26)
3. Schreiben an Kindesvater mit Unterhaltsaufforderung 14.08.2026
4. Anfrage Arbeitgeber (vermutet: Bauunternehmen Novawerk KG, Köln) zur Bestätigung Beschäftigung
## Quellen
- BGB §§ 1601, 1602, 1603, 1610
- ZPO §§ 114127 (Prozesskostenhilfe)
- Düsseldorfer Tabelle 2026 (OLG Düsseldorf, Stand 01.01.2026)
- dejure.org: BGH XII ZR 227/09 (fiktives Einkommen Schwarzarbeit)
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# 06 — Fall 05: Schuldenregulierung nach Pauschalreise-Insolvenz
AZ: BSBZ-2026-08-0292
Erstkontakt: 12.08.2026
Bearbeiter: Erkan Yildiz-Pohlmann (Sozialarbeiter), Rücksprache Dr. Pellbach-Tannenfels
Status: Überweisung Diakonie Schuldnerberatung; Termin 09.09.2026
## Sachverhalt
Klient: Thomas Kreutzberg-Möller (52), wohnhaft Vingster Ring 45, 51145 Köln. Beruf: Lagerhelfer (befristet), Netto 1.320 EUR/Mon.
Im Oktober 2025 buchte Herr Kreutzberg-Möller bei der TravelComfort GmbH (Mainz) eine Pauschalreise Türkei für 2 Personen über einen Finanzierungsvertrag (Santander Consumer Finance AG): Gesamtbetrag 3.200 EUR, in 24 Raten à 138 EUR. Im Dezember 2025 meldete TravelComfort GmbH Insolvenz an (AG Mainz, IN 1177/25). Die Reise fand nicht statt.
Parallel hatte Herr Kreutzberg-Möller weitere Verbindlichkeiten aufgebaut:
- Dispokredit Deutsche Bank: 2.100 EUR (Zinsen 12,9 % p.a.)
- Ratenzahlung Elektromarkt (MediaMarkt Finanzierung): 1.500 EUR
- Gesamtschulden: ca. 6.800 EUR
Der Finanzierungsvertrag mit Santander läuft weiter; monatliche Rate wird trotz Insolvenz des Reiseveranstalters abgebucht.
## Rechtliche Einschätzung
**Pauschalreiserecht (BGB §§ 651a ff.):**
- Bei Insolvenz des Veranstalters greift das Insolvenzabsicherungssystem nach § 651r BGB (Reisesicherungsschein/Reisebüroabsicherung).
- Klient hat Anspruch gegenüber dem Kundengeldabsicherer (hier: Kreditkartenversicherung nicht vorhanden; Absicherer unklar — Nachfrage Insolvenzverwalter).
**Widerruf Finanzierungsvertrag (§§ 491 ff. BGB, verbundenes Geschäft):**
- Finanzierungsvertrag und Reisevertrag sind verbundene Verträge (§ 358 BGB).
- Mit Insolvenz des Reiseveranstalters ist die Gegenleistung entfallen → Rücktritt vom Finanzierungsvertrag möglich.
- Empfehlung: Widerrufsrecht nach § 355 BGB prüfen; falls Widerrufsfrist abgelaufen, § 313 BGB (Wegfall Geschäftsgrundlage).
**Insolvenzforderungsanmeldung:**
- Forderungsanmeldung beim Insolvenzverwalter (AG Mainz IN 1177/25): Anmeldung von 3.200 EUR als ungesicherte Insolvenzforderung.
**Schuldnerberatung:**
- Gesamtschulden 6.800 EUR, Nettoeinkommen 1.320 EUR: außergerichtliche Schuldenbereinigung nach § 305 InsO realistisch.
- Überweisung an Diakonie Schuldnerberatung Köln-Kalk (Fachanerkannte Beratungsstelle nach § 305 Abs. 1 InsO).
## Maßnahmen
1. Beratung 12.08.2026; Vollständige Schuldenliste erstellt
2. Überweisung Diakonie Schuldnerberatung Kalk: Schreiben vom 13.08.2026 (→ Aktenstück 15)
3. Forderungsanmeldung Insolvenzverwalter: Entwurf erstellt, Klient zur Einreichung bevollmächtigt
4. Brief an Santander Consumer Finance: Rücktritt verbundenes Geschäft beantragt
## Quellen
- BGB §§ 355, 358, 313, 651a, 651r
- InsO §§ 174, 305 (Forderungsanmeldung, außergerichtliche Schuldenbereinigung)
- dejure.org: BGH XI ZR 349/18 (verbundenes Geschäft bei Pauschalreise)
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# 07 — Fall 06: Aufenthaltstitel-Verlust nach Beschäftigungsverlust
AZ: BSBZ-2026-08-0293
BerH-AZ: AG Köln 41 AR 190/26
Erstkontakt: 13.08.2026
Bearbeiter: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels / Nidal Suleimani (Dolmetscher Arabisch)
Status: BerH bewilligt; Vermittlung RA Cakmak; Ausländerbehörde informiert
## Sachverhalt
Klient: Samer Al-Khatib (34), syrische Staatsangehörigkeit, wohnhaft Kapellenstr. 37, 51103 Köln. Sprache: Arabisch (Dolmetscher Suleimani eingesetzt). Herr Al-Khatib hielt seit 2020 eine Niederlassungserlaubnis nach § 26 Abs. 3 AufenthG (Schutzstatus aufgehoben 2022; Niederlassungserlaubnis nach 5 Jahren Duldung/Aufenthalt erteilt).
Im Juni 2026 verlor er seine Beschäftigung als Lagerarbeiter bei der Kölner Logistik GmbH (Betriebsschließung). Sein Aufenthaltstitel (Niederlassungserlaubnis) ist unbefristet, jedoch meldete die Ausländerbehörde Köln am 28.07.2026 Bedenken wegen fehlender Lebensunterhaltssicherung (§ 5 Abs. 1 Nr. 1 AufenthG). Ein Anhörungsschreiben liegt vor.
## Rechtliche Einschätzung
**Niederlassungserlaubnis § 26 Abs. 3 AufenthG:**
- Diese Erlaubnis ist grundsätzlich unbefristet und nicht an Beschäftigung gebunden.
- § 51 AufenthG regelt Erlöschen: Die Niederlassungserlaubnis erlischt u.a. bei Einreise eines Ausweisungsgrundes (§ 54 AufenthG) oder bei Verlassen des Bundesgebiets für mehr als 6 Monate.
**Keine automatische Auflösung bei Jobverlust:**
- Arbeitslosigkeit allein führt nicht zum Erlöschen der Niederlassungserlaubnis.
- Die Ausländerbehörde kann jedoch prüfen, ob SGB-II-Leistungsbezug einen Ausweisungsgrund begründet (§ 55 Abs. 2 Nr. 6 AufenthG a.F.; seit 2016 nur noch bei erheblichem Missbrauch).
**Handlungsbedarf:**
- Antwort auf Anhörungsschreiben der Ausländerbehörde bis 20.08.2026 (Frist).
- Nachweis aktiver Jobsuche; ALG-I-Antrag gestellt (Agentur für Arbeit Köln, 02.07.2026).
- Ggf. humanitärer Aufenthaltstitel § 25 AufenthG als Hilfsantrag, falls Bedenken bestehen.
**Vermittlung:**
- Spezialisierter Anwalt erforderlich; Vermittlung an RA Bülent Cakmak (Fachanwalt Ausländerrecht, Köln-Deutz).
## Beratungshilfe
BerH beantragt am 14.08.2026 für Herrn Al-Khatib. AG Köln bewilligte BerH am 15.08.2026 (41 AR 190/26) für außergerichtliche Vertretung.
## Maßnahmen
1. Beratung 13.08.2026 (Dolmetscher Suleimani); Vollmacht erteilt
2. BerH-Antrag 14.08.2026 (→ Aktenstück 13)
3. Antwortschreiben an Ausländerbehörde Köln: 19.08.2026 (fristgerecht)
4. Vermittlung RA Cakmak: Schreiben + Telefon 19.08.2026 (→ Aktenstück 16)
5. Sozialhilfeleistungen geprüft: ALG-I-Antrag läuft; kein SGB-II-Anspruch wegen Sperrzeit
## Quellen
- AufenthG §§ 5, 8, 18a, 25, 26, 51, 54, 55
- SGB II § 7 Abs. 1 S. 2 (Ausschluss AufenthG-Berechtigte)
- SGB III §§ 136 ff. (ALG I)
- openjur.de: VG Köln 6 K 2214/22 (Niederlassungserlaubnis und Jobverlust)
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# 08 — Fall 07: Mahnbescheid Inkasso wegen Telekommunikationsvertrag
AZ: BSBZ-2026-08-0294
Erstkontakt: 18.08.2026
Bearbeiterin: Hannah Tannenmoor (Sozialarbeiterin), Rücksprache Dr. Roosendaal
Status: Widerspruch eingelegt; Inkasso-Verfahren ausgesetzt
## Sachverhalt
Klientin: Elif Baran-Schlosser (29), wohnhaft Grünewalder Str. 12, 51103 Köln. Beschäftigt als Küchenhilfe (900 EUR netto/Mon.).
Frau Baran-Schlosser erhielt am 12.08.2026 einen Mahnbescheid des Amtsgerichts Hagen (Zentrales Mahngericht NRW; Aktenzeichen 07-17-654321-0/26) über 1.240 EUR nebst Zinsen 5 % p.a. seit 01.01.2026. Antragsteller: InkassoPoint GmbH (behauptete Forderungsabtretung von Telekom Deutschland GmbH).
Behaupteter Sachverhalt laut Mahnbescheid: offene Monatsrechnungen Mobilfunkvertrag Oktober 2024 bis Dezember 2025 (15 Monate à 79 EUR + 55 EUR Mahngebühren + 30 EUR Inkassogebühren).
Klientin bestreitet die Forderung: Sie habe den Vertrag im September 2024 ordentlich gekündigt (Bestätigungsschreiben Telekom: 25.09.2024, Kopie vorliegend); Telekom habe dennoch weiter abgebucht, Klientin habe Kontozugang wegen Umzug nicht bemerkt.
## Rechtliche Einschätzung
**Mahnverfahren (ZPO §§ 689 ff.):**
- Mahnbescheid ist kein Vollstreckungstitel; er wird erst vollstreckbar nach Abgabe ans Streitgericht ohne Widerspruch.
- Widerspruchsfrist: 2 Wochen ab Zustellung (§ 692 Abs. 1 Nr. 3 ZPO).
- Zustellung: 14.08.2026 (Zustellungsurkunde beigefügt); Frist bis 28.08.2026.
**Materielle Prüfung:**
- Kündigung nachweisbar: Telekom-Bestätigungsschreiben 25.09.2024 belegt wirksame Kündigung.
- Vertrag endete spätestens zum 31.10.2024 (Telekom-Kündigungsfrist 1 Monat bei Mobilfunk nach § 1 Abs. 2 TKG-AGB).
- Forderung für Nov. 2024 Dez. 2025 (14 Monate) ohne Rechtsgrundlage.
- InkassoPoint GmbH: Abtretung muss durch Telekom belegt werden; fehlt im Mahnbescheid.
**Kostenfalle Inkasso:**
- Inkassogebühren 30 EUR: Nach § 13a UWG nur in gesetzlichem Rahmen.
**Empfehlung:** Widerspruch nach § 694 ZPO innerhalb der Frist; Klärung mit Telekom-Kundenservice parallel.
## Maßnahmen
1. Beratung 18.08.2026; Vollmacht erteilt
2. Widerspruch vorbereitet (Musterbrief → Aktenstück 18)
3. Widerspruch beim Amtsgericht Hagen per Fax und Einschreiben: 22.08.2026
4. Schreiben an Telekom Deutschland GmbH mit Aufforderung Stornierung Forderung: 22.08.2026
5. InkassoPoint GmbH: Abtretungsnachweis angefordert 22.08.2026
## Quellen
- ZPO §§ 688703c (Mahnverfahren)
- BGB §§ 398 ff. (Forderungsabtretung), §§ 241, 280 (Pflichtverletzung)
- TKG § 68 (Vertragsbeendigung Telekommunikation)
- dejure.org: BGH VIII ZR 275/15 (Mahnbescheid bei bestrittener Forderung)
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# 09 — Fall 08: Grundsicherung trotz Krankheit abgelehnt
AZ: BSBZ-2026-08-0295
Erstkontakt: 19.08.2026
Bearbeiter: Erkan Yildiz-Pohlmann, Rücksprache Dr. Pellbach-Tannenfels
Status: Widerspruch bei Jobcenter; Nahtlosigkeitsantrag SGB XII gestellt
## Sachverhalt
Klient: Gerhard Wulfhagen (58), wohnhaft Knappertsbuschstr. 7, 51103 Köln. Gelernter Schlosser, seit 2023 arbeitsunfähig (chronische Herz-Kreislauf-Erkrankung, COPD). ALG I aufgebraucht April 2026. Seit Mai 2026 kein Einkommen.
Herr Wulfhagen stellte im Mai 2026 Antrag auf Bürgergeld (SGB II) beim Jobcenter Köln. Bescheid vom 17.07.2026: Ablehnung, weil Herr Wulfhagen dauerhaft voll erwerbsgemindert sei und deshalb dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe (§ 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 SGB II); das Jobcenter verwies auf SGB XII.
Beim Sozialamt Köln (SGB XII) beantragte er daraufhin Grundsicherung bei Erwerbsminderung (§ 41 SGB XII). Bescheid Sozialamt 05.08.2026: Ablehnung mit Begründung, die Erwerbsminderung sei nicht dauerhaft nachgewiesen; Rentenversicherungsträger DRV habe noch keinen Feststellungsbescheid erteilt.
Klient ist seit Mitte Mai 2026 ohne Einkommen (3 Monate).
## Rechtliche Einschätzung
**Ping-Pong zwischen SGB II und SGB XII:**
- Dieses "Zwischen-den-Stühlen"-Problem ist bekannt; § 43 SGB II/§ 44a SGB II regeln Nahtlosigkeitsleistungen.
- Bei ungeklärter Erwerbsfähigkeit hat das Jobcenter vorläufig nach SGB II zu leisten (§ 44a Abs. 1 SGB II: Klärung durch gemeinsame Einigungsstelle; bis dahin: Jobcenter zahlt).
**Nahtlosigkeitsantrag:**
- Antrag auf Nahtlosigkeitsleistungen beim Jobcenter gemäß § 44a SGB II, da Erwerbsfähigkeit streitig.
- Jobcenter darf nicht einfach ablehnen; es muss vorläufig leisten, bis DRV/Krankenkasse Erwerbsfähigkeit klärt.
**Grundsicherung SGB XII § 41 ff.:**
- Dauernde Erwerbsminderung nach § 41 Abs. 1 SGB XII: Voraussetzung ist Erwerbsminderungsrente oder gleichwertige Feststellung.
- DRV-Antrag auf Erwerbsminderungsrente sollte parallel gestellt werden.
**Eilbedürftigkeit:**
- Seit 3 Monaten kein Einkommen: Sofortige Unterstützung erforderlich.
- Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz beim SG Köln (§ 86b SGG) geprüft.
## Maßnahmen
1. Beratung 19.08.2026; Vollmacht erteilt
2. Nahtlosigkeitsantrag SGB XII beim Jobcenter Köln: 20.08.2026 (Einschreiben)
3. Widerspruch gegen Ablehnungsbescheid Sozialamt: 21.08.2026
4. DRV-Antrag auf Erwerbsminderungsrente vorbereitet; Klient zur Einreichung angeleitet
5. Prüfung einstweiliger Rechtsschutz SG Köln: Dr. Pellbach-Tannenfels beauftragt
## Quellen
- SGB II §§ 7, 8, 44a (Nahtlosigkeit, Klärung Erwerbsfähigkeit)
- SGB XII §§ 4146b (Grundsicherung bei Erwerbsminderung)
- SGG § 86b (einstweiliger Rechtsschutz)
- openjur.de: SG Köln S 21 AS 2344/23 ER (Nahtlosigkeit SGB II/XII)
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# 10 — Fall 09: ALG I Sperrzeit nach Aufhebungsvertrag
AZ: BSBZ-2026-08-0296
Erstkontakt: 21.08.2026
Bearbeiterin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
Status: Widerspruch bei Agentur für Arbeit Köln; wichtiger Grund (Mobbing) dokumentiert
## Sachverhalt
Klientin: Sabine Lörcher-Heinemann (47), wohnhaft Grevenbroicher Weg 15, 51065 Köln. Zuletzt beschäftigt als Buchhalterin bei der Baufirma NordBau GmbH & Co. KG Köln (Beschäftigung seit 2015). Im Juni 2026 schloss sie einen Aufhebungsvertrag zum 30.06.2026 ab.
Agentur für Arbeit Köln: Sperrzeit 12 Wochen gemäß § 159 Abs. 1 SGB III (versicherungswidriges Verhalten — Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt). ALG I wurde für 12 Wochen ab 01.07.2026 gesperrt; monatlicher Ausfall ca. 1.380 EUR.
**Einlassung der Klientin:** Sie habe den Aufhebungsvertrag nur unter erheblichem Druck abgeschlossen. Ihr direkter Vorgesetzter (Herr Grabmann-Rühl, Abteilungsleiter) habe sie über mehrere Monate systematisch gemobbt: öffentliche Demütigungen in Teamsitzungen, willkürliche Aufgabenentzüge, ungerechtfertigte Abmahnungen (März und Mai 2026). Sie habe mehrfach die Personalabteilung eingeschaltet, ohne Ergebnis. Schließlich sei ihr eine betriebsbedingte Kündigung angedroht worden, falls sie den Aufhebungsvertrag nicht unterschreibe.
## Rechtliche Einschätzung
**Sperrzeit § 159 SGB III:**
- Grundsatz: Eigenverschulden (Aufhebungsvertrag) → Sperrzeit 12 Wochen.
- Ausnahme: Wichtiger Grund (§ 159 Abs. 1 S. 2 SGB III), der die versicherungswidrige Handlung rechtfertigt.
**Wichtiger Grund — Mobbing:**
- Anhaltende Mobbingsituation kann wichtiger Grund sein, wenn die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar war (BSG B 11 AL 13/04 R).
- Voraussetzung: Nachweisbarkeit der Mobbinghandlungen.
- Belege: E-Mail-Korrespondenz Personalabteilung (liegt vor), Zeugen (Kolleginnen Frau Möller und Frau Teiber), ärztliche Atteste (Burn-out-Diagnose Hausarzt Dr. Henkelmann, Juni 2026).
**Schadensminderung:**
- Selbst wenn kein wichtiger Grund anerkannt wird: Sperrzeit kann auf 6 Wochen reduziert werden, wenn Aufhebungsvertrag betriebsbedingt war (BSG B 11 AL 5/02 R).
- Verhandlungsposition: Androhung betriebsbedingter Kündigung dokumentiert → faktisch kein freies Handeln der Klientin.
## Maßnahmen
1. Beratung 21.08.2026; Sachverhalt protokolliert; Vollmacht
2. Akteneinsicht Agentur für Arbeit: beantragt 22.08.2026
3. Widerspruch gegen Sperrzeitbescheid: vorbereitet; Einreichung nach Akteneinsicht
4. Zeugenliste erstellt (Frau Möller, Frau Teiber)
5. Ärztliches Attest Dr. Henkelmann als Anlage gesichert
## Quellen
- SGB III §§ 136, 138, 159 (Sperrzeit, wichtiger Grund)
- openjur.de: BSG B 11 AL 13/04 R (Mobbing als wichtiger Grund)
- BSG B 11 AL 5/02 R (Sperrzeit bei erzwungenem Aufhebungsvertrag)
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# 11 — Fall 10: Fluggastentschädigung nach Flugausfall
AZ: BSBZ-2026-08-0297
Erstkontakt: 26.08.2026
Bearbeiter: Hannah Tannenmoor
Status: Musterbrief abgesandt; Antwort Airline ausstehend
## Sachverhalt
Klient: Dmitrij Schwarz-Palenko (38), wohnhaft Kalker Hauptstr. 201, 51103 Köln. Beschäftigt als IT-Techniker.
Herr Schwarz-Palenko buchte bei EasyFly Airlines (fiktiv) einen Flug Köln/Bonn (CGN) — Istanbul (IST) für den 15.08.2026, Abflug 07:20 Uhr. Buchung als Economy-Flug (Ticket 187 EUR). Am 14.08.2026, 22:47 Uhr, erhielt er eine SMS-Benachrichtigung: Flug gecancelt wegen technischer Probleme. Ersatzangebote: Umleitung via Frankfurt am nächsten Tag (15 Stunden Verspätung) oder volle Erstattung.
Er wählte die Erstattung. EasyFly zahlte den Ticketpreis zurück, verweigerte aber die Ausgleichszahlung nach EU-VO 261/2004.
## Rechtliche Einschätzung
**EU-Fluggastrechteverordnung VO (EG) Nr. 261/2004:**
- Art. 5 Abs. 1 lit. c: Annullierung begründet Ausgleichsanspruch.
- Art. 7 Abs. 1 lit. b: Für Flüge von 1.500 bis 3.500 km: 400 EUR.
- Strecke CGNIST: ca. 2.460 km → Pauschale 400 EUR.
- Ausnahme (Art. 5 Abs. 3): Außergewöhnliche Umstände — technische Probleme nur ausnahmsweise (nicht bei strukturellen Wartungsmängeln, EuGH C-549/07 Wallentin-Hermann).
**Fluggesellschaft verweigert Ausgleich:**
- Begründung EasyFly: außergewöhnliche Umstände (technisches Versagen unvorhergesehen).
- Prüfung erforderlich: Welche technischen Probleme? Strukturelles Versagen oder echtes außergewöhnliches Ereignis?
- Ohne detaillierte technische Begründung seitens EasyFly: Anspruch besteht.
**Durchsetzung:**
- Schlichtungsstelle Luftfahrt (SLF) beim Luftfahrt-Bundesamt: kostenloses Schlichtungsverfahren.
- Klage AG Köln (bis 5.000 EUR: Zuständigkeit AG; keine Pflicht zu PKH).
- Musterbrief an EasyFly mit Fristsetzung 2 Wochen.
## Maßnahmen
1. Beratung 26.08.2026; Buchungsdaten dokumentiert
2. Musterbrief an EasyFly Airlines: abgesandt 27.08.2026 (per E-Mail + Einschreiben)
3. Information über Schlichtungsstelle Luftfahrt
4. Weiteres Vorgehen bei Ablehnung: Klage AG Köln
## Quellen
- VO (EG) Nr. 261/2004 Art. 5, 7
- EuGH C-549/07 (Wallentin-Hermann — technische Defekte keine außergewöhnlichen Umstände)
- Luftfahrt-Bundesamt: Schlichtungsstelle Luftfahrt (www.luftfahrt-bsh.de)
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# 12 — Beratungshilfeantrag Fall 03 (Eigenbedarfskündigung)
BerH-AZ: AG Köln 41 AR 189/26
BSBZ-AZ: BSBZ-2026-08-0290
Antragsteller: Mehmet Ozturk-Brenner
Datum Antragstellung: 08.08.2026
Bewilligungsdatum: 10.08.2026
## Antrag
**Antragsteller:** Mehmet Ozturk-Brenner, geb. 14.03.1985, Dillenburger Str. 29, 51105 Köln.
**Vertreten durch:** Rechtsberatungsstelle BSBZ Kalk (Dr. Marek Roosendaal).
## Angelegenheit
Außergerichtliche Rechtsberatung und -vertretung im Zusammenhang mit einer Eigenbedarfskündigung des Vermieters Joachim Strecker-Lenz (Kündigungsschreiben 28.07.2026). Geltend gemacht: Gegendarstellung/Widerspruch nach § 574 BGB; Einschaltung Mieterverein.
## Voraussetzungen (§§ 13 BerHG)
**§ 1 BerHG — Anspruchsberechtigung:**
- Klient kann nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die erforderlichen Mittel nicht aufbringen.
**Einkommensverhältnisse:**
- Nettoeinkommen Herr Ozturk-Brenner: 1.590 EUR/Mon. (Lohnbescheinigung Juli 2026 liegt vor)
- Nettoeinkommen Frau Ozturk-Brenner: 850 EUR/Mon. (Minijob + Elterngeld)
- Gesamteinkommen Haushalt: 2.440 EUR/Mon.
- Abzüge: Miete 890 EUR + Nebenkosten 160 EUR + 3 Kinder (Freibetrag je 520 EUR = 1.560 EUR)
- Verfügbares Einkommen: 2.440 890 160 1.560 = -170 EUR (negativ)
**§ 2 BerHG — Kein Ausschlussgrund:**
- Keine Rechtsschutzversicherung vorhanden.
- Kein laufendes Gerichtsverfahren in dieser Sache.
- Beratungshilfe für Mietrecht ist zulässig.
**§ 3 BerHG — Keine Mutwilligkeit:**
- Widerspruch gegen Eigenbedarfskündigung bei Familie mit drei Kindern ist nicht mutwillig.
## Bewilligung AG Köln
Das Amtsgericht Köln hat mit Beschluss vom 10.08.2026 (41 AR 189/26) Beratungshilfe bewilligt für:
- Beratung und außergerichtliche Vertretung im Mietrechtsstreit Eigenbedarfskündigung
Beratungshilfegebühr: § 44 RVG i.V.m. Nr. 2503 VV RVG (Geschäftsgebühr außergerichtlich): pauschal 15 EUR Eigenanteil Klient.
## Quellen
- BerHG §§ 1, 2, 3, 6, 9
- RVG § 44, VV Nr. 2503
- BGB § 574 (Widerspruch des Mieters gegen Kündigung)
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# 13 — Beratungshilfeantrag Fall 06 (Aufenthaltstitel)
BerH-AZ: AG Köln 41 AR 190/26
BSBZ-AZ: BSBZ-2026-08-0293
Antragsteller: Samer Al-Khatib
Datum Antragstellung: 14.08.2026
Bewilligungsdatum: 15.08.2026
## Antrag
**Antragsteller:** Samer Al-Khatib, geb. 07.11.1991, syrische Staatsangehörigkeit, Kapellenstr. 37, 51103 Köln.
**Vertreten durch:** Rechtsberatungsstelle BSBZ Kalk (Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels).
**Dolmetscher:** Nidal Suleimani (Arabisch/Deutsch).
## Angelegenheit
Außergerichtliche Rechtsberatung und -vertretung im aufenthaltsrechtlichen Verfahren: Reaktion auf Anhörungsschreiben der Ausländerbehörde Köln (Az. ABH-KÖ-2026-34411) vom 28.07.2026; Antrag auf Verlängerung/Sicherung der Niederlassungserlaubnis nach § 26 Abs. 3 AufenthG; ggf. Vermittlung Fachanwalt Ausländerrecht.
## Voraussetzungen (§§ 13 BerHG)
**§ 1 BerHG:**
- Klient bezieht ALG I: 1.150 EUR/Mon. (Bewilligungsbescheid Agentur für Arbeit 02.07.2026)
- Miete: 620 EUR/Mon. (Einzelhaushalt)
- Verfügbares Einkommen nach Abzügen: 530 EUR — unterhalb Beratungshilfe-Einkommensgrenze.
**§ 2 BerHG:**
- Keine Rechtsschutzversicherung vorhanden.
- Kein laufendes Klageverfahren.
- Ausländerrecht fällt in den Anwendungsbereich des BerHG.
**§ 3 BerHG:**
- Sicherung eines bestehenden Aufenthaltstitels angesichts drohender Bedenken der Ausländerbehörde ist nicht mutwillig.
## Bewilligung AG Köln
Das Amtsgericht Köln hat mit Beschluss vom 15.08.2026 (41 AR 190/26) Beratungshilfe bewilligt für:
- Beratung und außergerichtliche Vertretung gegenüber der Ausländerbehörde Köln
- Vermittlung Fachanwalt Ausländerrecht (RA Cakmak)
Eigenanteil Klient: 15 EUR.
## Quellen
- BerHG §§ 1, 2, 3, 4, 6
- AufenthG §§ 5, 25, 26 Abs. 3
- RVG § 44, VV Nr. 2503
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# 14 — Prozesskostenhilfe Fall 04 (Unterhaltsklage)
PKH-AZ: AG Köln 287 F 1188/26
BSBZ-AZ: BSBZ-2026-08-0291
Antragstellerin: Vera Sobieski-Lau
Datum Antragstellung: 14.08.2026
Bearbeiterin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
## Antrag
**Antragstellerin:** Vera Sobieski-Lau, geb. 22.09.1987, Frankfurter Str. 201, 51065 Köln.
**Verfahren:** Unterhaltsklage gegen Piotr Nowicki-Baumann für Kinder Emilio (12) und Sofia (9); AG Köln — Familiengericht.
**Prozessbevollmächtigte:** Rechtsberatungsstelle BSBZ Kalk bereitete Antrag vor; Klientin sucht RA für Klageerhebung.
## PKH-Voraussetzungen (ZPO §§ 114127)
**§ 114 Abs. 1 ZPO — Bedürftigkeit:**
- Nettoeinkommen Antragstellerin: 1.250 EUR/Mon. (Gehaltsabrechnung Juli 2026)
- Kinder im Haushalt: Emilio, Sofia (erhöhter Freibetrag je 529 EUR/Mon.)
- Miete + Nebenkosten: 750 EUR/Mon.
- Verfügbares Einkommen nach Abzügen: ca. 0 EUR — klar bedürftig (§ 115 Abs. 1 ZPO).
**§ 114 Abs. 1 S. 1 ZPO — Erfolgsaussicht:**
- Unterhaltsanspruch der Kinder: §§ 1601 ff. BGB — Erfolgsaussicht gegeben bei nachgewiesener Leistungsfähigkeit des Vaters.
- Schwarzarbeit dokumentiert durch Kontoauszüge: hinreichende Erfolgsaussicht.
**§ 114 Abs. 1 ZPO — Keine Mutwilligkeit:**
- Kinder ohne Unterhalt seit 2,5 Jahren; kein mutwilliges Prozessieren.
## PKH-Formular
PKH-Formular vollständig ausgefüllt und eingereicht am 14.08.2026 an AG Köln Familiengericht.
Anlagen:
- Gehaltsabrechnungen 3 Monate (MaiJuli 2026)
- Mietvertrag
- Kontoauszüge (Nachweis Schwarzarbeit Kindesvater)
- Düsseldorfer Tabelle 2026 (Unterhaltsberechnung)
## Prozesskostenhilfebeiordnung
Beratungsstelle empfahl Beiordnung von RA Jürgen Lammers-Koch (Fachanwalt Familienrecht, Köln), der zu PKH-Konditionen tätig ist.
## Quellen
- ZPO §§ 114127 (Prozesskostenhilfe und Beiordnung)
- BGB §§ 16011603 (Kindesunterhalt)
- Düsseldorfer Tabelle 2026
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# 15 — Vermittlung Schuldnerberatung Diakonie — Fall 05
BSBZ-AZ: BSBZ-2026-08-0292
Datum Vermittlung: 13.08.2026
Bearbeiter: Erkan Yildiz-Pohlmann
Empfangende Stelle: Diakonie Köln und Region — Schuldnerberatung Kalk
## Ausgangssituation
Herr Thomas Kreutzberg-Möller (Fall 05) hat Gesamtschulden von ca. 6.800 EUR und ein Nettoeinkommen von 1.320 EUR/Mon. Die Schulden umfassen einen laufenden Finanzierungsvertrag für eine nicht stattgefundene Pauschalreise, einen Dispokredit und eine Ratenzahlung. Eine außergerichtliche Schuldenbereinigung nach § 305 InsO erscheint realistisch.
## Vermittlungsschreiben
**An:** Diakonie Köln und Region, Schuldnerberatung Kalk
Abteilungsleiter: Werner Scheer-Pflüger
Emil-Hoffmann-Str. 47, 50996 Köln (fiktive Adresse für Testzwecke)
Tel.: 0221 9987-300 (fiktiv)
**Betreff:** Terminvermittlung für Herrn Thomas Kreutzberg-Möller — Schuldnerberatung
Sehr geehrter Herr Scheer-Pflüger,
wir erlauben uns, Ihnen Herrn Thomas Kreutzberg-Möller (geb. 12.04.1974) aus unserer Beratungsstelle zu vermitteln. Herr Kreutzberg-Möller benötigt dringend eine anerkannte Schuldnerberatung nach § 305 InsO, da seine finanzielle Situation eine außergerichtliche Schuldenbereinigung erfordert.
**Schuldensituation (grob):**
- Gesamtverbindlichkeiten: ca. 6.800 EUR
- Hauptgläubiger: Santander Consumer Finance AG (Finanzierungsvertrag Pauschalreise 3.200 EUR), Deutsche Bank (Dispo 2.100 EUR), weitere 1.500 EUR
- Nettoeinkommen: 1.320 EUR/Mon.
Wir bitten um Terminvergabe und stehen für Rückfragen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Erkan Yildiz-Pohlmann, Sozialarbeiter
BSBZ Kalk, Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels (Leiterin)
## Bestätigung Diakonie
Terminbestätigung Diakonie Köln: 09.09.2026, 10:00 Uhr (→ E-Mail Aktenstück: email-schuldnerberatung-diakonie-vermittlung.eml)
## Quellen
- InsO §§ 305, 306 (außergerichtliche Schuldenbereinigung)
- SozDienste Köln: Verzeichnis anerkannter Schuldnerberatungsstellen
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# 16 — Vermittlung Migrationsdienst Caritas — Fall 06
BSBZ-AZ: BSBZ-2026-08-0293
Datum Vermittlung: 19.08.2026
Bearbeiter: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
Empfangende Stelle: RA Bülent Cakmak (Fachanwalt Ausländerrecht, Köln-Deutz)
## Ausgangssituation
Herr Samer Al-Khatib (Fall 06) benötigt spezialisierten Rechtsbeistand im Ausländerrecht (AufenthG). Die Beratungsstelle BSBZ Kalk ist für die erste Orientierung und außergerichtliche Beratung zuständig; für das Anhörungsverfahren bei der Ausländerbehörde und ggf. Verwaltungsgerichtsverfahren ist ein Fachanwalt erforderlich. BerH liegt vor (41 AR 190/26).
## Vermittlungsschreiben
**An:** RA Bülent Cakmak
Fachanwalt für Ausländerrecht
Siegfriedstr. 18, 50679 Köln (fiktiv)
Tel.: 0221 4455-010 (fiktiv)
**Betreff:** Mandatsvermittlung Herr Samer Al-Khatib — Aufenthaltsrecht, BerH-bewilligt
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Cakmak,
wir vermitteln Ihnen Herrn Samer Al-Khatib (geb. 07.11.1991, syrisch, wohnhaft Kapellenstr. 37, 51103 Köln) zur anwaltlichen Vertretung in einer aufenthaltsrechtlichen Angelegenheit (AufenthG §§ 26, 5, 51). Herr Al-Khatib erhielt am 28.07.2026 ein Anhörungsschreiben der Ausländerbehörde Köln (Az. ABH-KÖ-2026-34411). Beratungshilfe wurde durch das AG Köln bewilligt (41 AR 190/26).
Unterlagen werden nach Eingang Ihrer Vollmacht übersandt. Dolmetscher (Arabisch) kann für ein erstes Mandantengespräch benannt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
BSBZ Kalk
## Antwort RA Cakmak
E-Mail-Bestätigung RA Cakmak (→ email-fachanwalt-migration-vermittlung.eml): Termin 25.08.2026 vereinbart.
## Quellen
- AufenthG §§ 5, 8, 26, 51
- BerHG § 4 (Vermittlung und Auftrag Beratungshilfe)
- BRAK-Merkblatt: Abrechnung BerH-Mandate
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# 17 — Musterbrief: Widerspruch gegen Jobcenter-Bescheid — Fall 02
BSBZ-AZ: BSBZ-2026-08-0289
Datum: 14.08.2026
Bearbeiterin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
---
Rameeza Moussavi-Hardt
Rolshover Str. 88
51105 Köln
Jobcenter Köln
Abteilung Recht und Widersprüche
Johannisstr. 73
50668 Köln
**Per Einschreiben mit Rückschein**
Köln, 14. August 2026
**Betreff: Widerspruch gegen Bescheid vom 28.05.2026, Az. JC-2024-KK-38847**
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhebe ich durch meine Beratungsstelle (BSBZ Kalk, Dr. Pellbach-Tannenfels, bevollmächtigt durch anliegende Vollmacht) fristgerecht **Widerspruch** gegen den Bescheid des Jobcenter Köln vom 28.05.2026, mit dem eine Rückforderung in Höhe von 8.400 EUR (achtausendvierhundert Euro) für den Zeitraum August 2024 bis März 2026 geltend gemacht wird.
**I. Sachverhalt**
Die Mandantin bezog im genannten Zeitraum ordnungsgemäß Bürgergeld nach SGB II. Das Jobcenter stützt die Rückforderung darauf, dass ein Sparkonto mit Guthaben von 9.800 EUR nicht angegeben worden sei.
**II. Begründung**
1. **Vertrauensschutz (§ 45 Abs. 2 S. 3 Nr. 3 SGB X):** Das Konto wurde von der verstorbenen Mutter der Mandantin im Jahr 2019 eingerichtet. Nach dem Tod der Mutter wurde das Konto auf die Mandantin umgeschrieben; es erfolgten keine weiteren Transaktionen. Die Mandantin ging in gutem Glauben davon aus, das Konto sei geschlossen. Grobe Fahrlässigkeit — Voraussetzung für Rücknahme trotz Vertrauensschutz — liegt nicht vor.
2. **Inhalt des Kontoguthabens:** Das Guthaben stammt aus einer Lebensversicherungsauszahlung der Mutter (Nachweis: Kontoauszug März 2019, liegt als Anlage bei). Es handelt sich nicht um eigenes Erspartes der Mandantin, das bei der Antragstellung anzugeben war.
3. **Höhe der Rückforderung:** Eine Überzahlungshöhe von 420 EUR/Mon. wird bestritten. Der Bescheid enthält keine nachvollziehbare Berechnung, wie die monatliche Überzahlung von 420 EUR ermittelt wurde. Eine Aufschlüsselung wird hiermit beantragt.
**III. Anträge**
Ich beantrage,
1. den Bescheid vom 28.05.2026 aufzuheben,
2. hilfsweise: die Rückforderung auf den Betrag zu reduzieren, der auf die tatsächlich verfügbaren und anrechenbaren Mittel entfällt,
3. die Vollziehung des Bescheides gemäß § 86a SGG auszusetzen bis zur Entscheidung über den Widerspruch.
Anlagen: Vollmacht; Kontoauszug März 2019; Sterbeurkunde Mutter (Kopie); Überweisungsbeleg Lebensversicherung.
Mit freundlichen Grüßen
Rameeza Moussavi-Hardt
(gez. durch Bevollmächtigte Dr. A. Pellbach-Tannenfels)
---
*Hinweis: Dieses Schreiben ist ein Musterbeispiel aus der Testakte der Rechtsberatungsstelle BSBZ Kalk. Alle Namen und Aktenzeichen sind fiktiv.*
## Quellen
- SGB II §§ 11, 50
- SGB X §§ 45, 48, 50
- SGG § 86a (aufschiebende Wirkung)
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# 18 — Musterbrief: Widerspruch gegen Mahnbescheid — Fall 07
BSBZ-AZ: BSBZ-2026-08-0294
Datum: 22.08.2026
Bearbeiterin: Hannah Tannenmoor, Rücksprache Dr. Roosendaal
---
Elif Baran-Schlosser
Grünewalder Str. 12
51103 Köln
Amtsgericht Hagen — Zentrales Mahngericht NRW
Eingang Widersprüche
Heinitzstr. 42
58097 Hagen
**Per Einschreiben und Fax 02331-986-1234 (fiktiv)**
Köln, 22. August 2026
**Betreff: Widerspruch gegen Mahnbescheid, Az. 07-17-654321-0/26**
**Schuldnerin: Elif Baran-Schlosser, Grünewalder Str. 12, 51103 Köln**
**Gläubigerin (laut Mahnbescheid): InkassoPoint GmbH**
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhebt die Schuldnerin durch ihren Bevollmächtigten (BSBZ Kalk, bevollmächtigt durch anliegende Vollmacht) fristgerecht **Widerspruch** gemäß § 694 ZPO gegen den Mahnbescheid vom 14.08.2026, zugestellt am 14.08.2026.
**Begründung:**
Die geltend gemachte Forderung von 1.240 EUR wird vollumfänglich bestritten:
1. Der zugrundeliegende Mobilfunkvertrag mit der Telekom Deutschland GmbH wurde am 25.09.2024 durch die Schuldnerin ordentlich gekündigt (Anlage: Kündigungsbestätigung Telekom 25.09.2024). Das Vertragsverhältnis endete damit spätestens zum 31.10.2024.
2. Ansprüche für den Zeitraum November 2024 bis Dezember 2025 bestehen daher nicht. Eine Forderungsgrundlage fehlt vollständig.
3. Die behauptete Forderungsabtretung von Telekom an InkassoPoint GmbH ist nicht belegt. Es wird Nachweis der Abtretung (§ 410 BGB) verlangt.
4. Die erhobenen Inkassogebühren (30 EUR) sind nicht begründet und übersteigen den gesetzlichen Rahmen.
Es wird beantragt, die Sache nicht ans Streitgericht abzugeben und das Mahnverfahren einzustellen.
Anlagen: Vollmacht; Kündigungsbestätigung Telekom 25.09.2024.
Mit freundlichen Grüßen
Elif Baran-Schlosser
(gez. durch Bevollmächtigte Hannah Tannenmoor, BSBZ Kalk)
---
*Hinweis: Dieses Schreiben ist ein Musterbeispiel aus der Testakte der Rechtsberatungsstelle BSBZ Kalk.*
## Quellen
- ZPO §§ 688703c (Mahnverfahren)
- BGB §§ 398, 410 (Forderungsabtretung)
- TKG § 68 (Kündigung Telekommunikationsvertrag)
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# 19 — Monatsstatistik August 2026
BSBZ Kalk — Rechtsberatungsstelle
Berichtszeitraum: 01.08. 29.08.2026
Erstellt: 29.08.2026
Erstellerin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
## Beratungen nach Rechtsgebiet
| Rechtsgebiet | Anzahl Beratungen | Anteil |
|---|---|---|
| SGB II / Bürgergeld | 22 | 25,9 % |
| Mietrecht | 18 | 21,2 % |
| SGB III / ALG I | 11 | 12,9 % |
| SGB XII / Grundsicherung | 9 | 10,6 % |
| Ausländerrecht / AufenthG | 8 | 9,4 % |
| Schulden / Insolvenz | 7 | 8,2 % |
| Mahnverfahren / Inkasso | 5 | 5,9 % |
| Verbraucherrecht / Fluggastrechte | 3 | 3,5 % |
| Sonstiges | 2 | 2,4 % |
| **Gesamt** | **85** | **100 %** |
## Beratungshilfe
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| BerH-Anträge gestellt | 12 |
| BerH bewilligt (AG Köln) | 10 |
| BerH abgelehnt | 1 |
| BerH zurückgezogen | 1 |
| Durchschnittliche Bearbeitungsdauer Antrag | 2,3 Tage |
## Klientendemografie
| Merkmal | Anteil |
|---|---|
| Migrationshintergrund | 41 % |
| Alleinerziehend | 18 % |
| Kinder im Haushalt | 34 % |
| Altersgruppe 1835 Jahre | 28 % |
| Altersgruppe 3655 Jahre | 45 % |
| Altersgruppe über 55 Jahre | 27 % |
## Sprachen
| Sprache | Beratungen |
|---|---|
| Deutsch | 51 |
| Arabisch (mit Dolmetscher) | 14 |
| Türkisch (mit Dolmetscher) | 11 |
| Russisch/Ukrainisch | 6 |
| Andere | 3 |
## Vermittlungen
| Ziel | Anzahl |
|---|---|
| Mieterverein Köln | 3 |
| Schuldnerberatung Diakonie | 2 |
| Fachanwalt (mit BerH) | 3 |
| Sozialamt / Jobcenter | 5 |
| Ausländerbehörde | 2 |
| Sonstige Beratungsstellen | 3 |
## Vergleich mit Vormonaten
| Monat | Beratungen | BerH-Anträge | Erstberatungen |
|---|---|---|---|
| April 2026 | 71 | 9 | 43 |
| Mai 2026 | 74 | 10 | 46 |
| Juni 2026 | 69 | 8 | 41 |
| Juli 2026 | 78 | 11 | 49 |
| August 2026 | 85 | 12 | 52 |
Trend: Steigende Nachfrage, insbesondere im Bereich SGB II (Bürgergeld) und Ausländerrecht.
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# 20 — Fortbildungsbedarfsanalyse Team
BSBZ Kalk
Erstellerin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
Datum: 27.08.2026
## Ausgangslage
Im August 2026 wurden mehrere Fallkonstellationen bearbeitet, die Fortbildungsbedarf im Team deutlich gemacht haben. Insbesondere die zunehmende Zahl komplexer SGB-XII-Fälle, Aufenthaltsrechtsfälle und Schuldenberatungen übersteigt teilweise den Routinewissensstand der Mitarbeitenden.
## Fortbildungsbedarf nach Mitarbeitenden
### Dr. Marek Roosendaal (Volljurist)
| Thema | Priorität | Grund |
|---|---|---|
| AufenthG-Reform 2025/26 (Fachkräfteeinwanderungsgesetz) | Hoch | Fälle wie Al-Khatib nehmen zu |
| EU-Fluggastrechte (VO 261/2004 Rspr. 202426) | Mittel | Fall Schwarz-Palenko |
| Einstweiliger Rechtsschutz SGG | Hoch | Fall Wulfhagen |
### Hannah Tannenmoor (Sozialarbeiterin)
| Thema | Priorität | Grund |
|---|---|---|
| Mahnverfahren ZPO (Grundlagen) | Hoch | Fall Baran-Schlosser; eigenständige Beratung erweitern |
| SGB III Sperrzeitrecht | Mittel | Fall Lörcher-Heinemann |
| Mietrecht Sozialklausel § 574 BGB | Mittel | Eigenbedarfskündigungen häufig |
### Erkan Yildiz-Pohlmann (Sozialarbeiter)
| Thema | Priorität | Grund |
|---|---|---|
| InsO §§ 305311 (außergerichtliche Schuldenbereinigung) | Hoch | Schuldnerberatung-Vermittlung erfordert Grundkenntnisse |
| SGB II/SGB XII Nahtlosigkeit | Hoch | Fall Wulfhagen; häufige Konstellation |
| Arabisch-Kommunikation Grundwortschatz Recht | Niedrig | Hilft Dolmetscher-Koordination |
### Nidal Suleimani (Dolmetscher)
| Thema | Priorität | Grund |
|---|---|---|
| Rechtsterminologie AufenthG (Arabisch/Deutsch) | Hoch | Präzision in Aufenthaltsrechtsfällen |
| Sozialdolmetschen Grundausbildung | Mittel | Strukturierte Ausbildung angeraten |
## Fortbildungsmaßnahmen (Planung)
| Maßnahme | Teilnehmer | Termin | Kosten (geplant) |
|---|---|---|---|
| Seminar SGBXII-Reform DAI Frankfurt | Dr. Pellbach + Yildiz-Pohlmann | Oktober 2026 | 380 EUR |
| Online-Kurs AufenthG-Update (juris) | Dr. Roosendaal | September 2026 | 120 EUR |
| Interne Schulung Mahnverfahren | Tannenmoor (Referent: Roosendaal) | 10.09.2026 | 0 EUR |
| Schuldnerberatung Hospitation Diakonie | Yildiz-Pohlmann | September 2026 | 0 EUR |
## Finanzierung
Budget Fortbildung 2026 (Stadt Köln Abt. 50): 2.400 EUR/Jahr. Verbraucht JanJuli: 1.620 EUR. Verfügbar: 780 EUR. Geplante Maßnahmen: 500 EUR. Ausreichend gedeckt.
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# 21 — Supervisionsprotokoll Team August 2026
BSBZ Kalk
Supervisionsdatum: 28.08.2026, 14:0016:00 Uhr
Supervisorin: Monika Griesbach-Feldt (extern, anerkannte Supervisorin BDP)
Protokoll: Hannah Tannenmoor
Teilnehmende: Dr. Pellbach-Tannenfels, Dr. Roosendaal, Tannenmoor, Yildiz-Pohlmann
## Tagesordnung
1. Fallbesprechung belastende Fälle (August 2026)
2. Teamentwicklung / Rollenklärung
3. Organisatorisches / Nächste Sitzung
## TOP 1: Fallbesprechung belastende Fälle
### Fall 01 (Energieabsperrung)
Dr. Roosendaal schilderte die emotionale Belastung durch den Kollektivfall: 14 Mietparteien ohne Warmwasser, darunter ältere Menschen und Familien mit Kleinkindern. Die Ohnmacht gegenüber dem säumigen Vermieter und die begrenzte Handlungsfähigkeit (BerH nur für eine Partei) wirkten belastend. Supervisorin Griesbach-Feldt: Reflexion eigener Grenzen; systemische Betrachtung — Beratungsstelle ist kein Vollstrecker. Empfehlung: Kooperation mit Mieterverein stärken; Arbeitsteilung klären.
### Fall 08 (Grundsicherung Wulfhagen)
Erkan Yildiz-Pohlmann schilderte Hilflosigkeit im "Ping-Pong SGB II/SGB XII": Klient seit 3 Monaten ohne Einkommen, Jobcenter und Sozialamt verweisen sich gegenseitig. Supervisorin: Diese systemische Lücke ist ein bekanntes strukturelles Problem. Ressourcenorientierung: Was konnte die Beratungsstelle erreichen? — Nahtlosigkeitsantrag gestellt, Klage vorbereitet. Das ist real hilfreich. Selbstfürsorge: Belastende Fälle nicht mit nach Hause nehmen.
### Gesamteindruck Team
Das Team ist hochmotiviert, zeigt aber Anzeichen von emotionaler Erschöpfung (August 2026: Rekordmonat 85 Beratungen). Supervisorin empfiehlt: Beratungskapazität begrenzen (max. 20 Beratungen/Woche je Vollzeitkraft); Intervisions-Format einführen (monatlich, ohne externe Supervisorin).
## TOP 2: Teamentwicklung / Rollenklärung
### Diskutierte Punkte
- Rollenklärung: Sozialarbeiter (Tannenmoor, Yildiz-Pohlmann) sollen einfache Musterbrief-Entwürfe eigenständig erstellen können (Tannenmoor: Widerspruch Mahnbescheid bereits erprobt, Fall 07).
- Rücksprache mit Juristen bei Zweifel verbindlich einzuhalten.
- Dolmetscher Suleimani: Wunsch nach klarerem Einbezug in Fallbesprechungen; setzt wichtige soziale Signale wahr.
## TOP 3: Organisatorisches
- Nächste Supervision: 25.09.2026, 14:00 Uhr
- Nächstes Interventionsgespräch (intern): 10.09.2026 (Fortbildungsplanung)
- Urlaubsvertretung Oktober 2026: Dr. Roosendaal übernimmt Leitungsvertretung
## Gesamtbewertung
Supervisorin Griesbach-Feldt: Das Team arbeitet auf einem professionellen Niveau; die Fallqualität ist gut. Die strukturellen Belastungen (überbordende Nachfrage, komplexe Mehrfachproblematiken) sind nicht vom Team, sondern von der Stadtpolitik zu lösen. Empfehlung an Dr. Pellbach-Tannenfels: Im Monatsbericht an Stadt Köln auf Kapazitätsgrenzen und Bedarf nach einer dritten Stelle hinweisen.
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# 22 — Monatsbericht an Stadt Köln, Abt. 50
BSBZ Kalk — Rechtsberatungsstelle
Monatsbericht August 2026
An: Stadt Köln, Amt für Soziales und Senioren, Abt. 50 — Beratungswesen
Sachbearbeiterin Auftraggeber: Kerstin Thoma-Rademacher
Az. Stadt Köln: BR-2026-1718
Datum: 29.08.2026
Berichterstatterin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
## 1. Überblick
Die Rechtsberatungsstelle BSBZ Kalk hat im August 2026 insgesamt **85 Beratungen** durchgeführt. Dies entspricht einem Anstieg von 9 % gegenüber Juli 2026 (78 Beratungen) und stellt den höchsten Wert seit Eröffnung der Beratungsstelle im Jahr 2021 dar. Die Kapazitätsgrenze wurde überschritten; an mehreren Tagen mussten Klienten auf Folgetermine verwiesen werden.
## 2. Statistische Kennzahlen
Beratungen gesamt: 85
Erstberatungen: 52
Folgeberatungen: 33
Beratungshilfe-Anträge: 12; bewilligt: 10
Vermittlungen extern: 11 (Mieterverein 3; Schuldnerberatung 2; Fachanwalt 3; Behörden 3)
Durchschnittliche Beratungsdauer: 38 Minuten
Anteil mit Migrationshintergrund: 41 %
Anteil mit Kindern im Haushalt: 34 %
## 3. Schwerpunktthemen
**3.1 SGB II / Bürgergeld:** Mit 22 Beratungen (25,9 %) bleibt das Bürgergeldrecht das häufigste Rechtsgebiet. Im August dominierte ein Fall (AZ BSBZ-2026-08-0289): Rückforderung 8.400 EUR durch Jobcenter; Widerspruch erfolgreich eingelegt. Die Rückforderungspraxis des Jobcenter Köln bei automatischen Datenabfragen nach § 52 SGB II hat in diesem Monat zu drei Fällen geführt.
**3.2 Mietrecht:** 18 Beratungen (21,2 %). Der Kölner Wohnungsmarkt bleibt angespannt; Eigenbedarfskündigungen (2 Fälle) und Energieversorgungsprobleme (1 Kollektivfall, 14 Mietparteien) belasteten das Team besonders.
**3.3 Ausländerrecht:** 8 Beratungen (9,4 %), überdurchschnittlich für die Beratungsstelle. Komplexe AufenthG-Konstellationen (Niederlassungserlaubnis nach Jobverlust) erfordern verstärkte juristische Kapazität und Dolmetscher. Herr Suleimani war im August an 14 Beratungen beteiligt.
## 4. Qualitätssicherung
Alle dokumentierten Fälle wurden durch Volljuristen (Dr. Pellbach-Tannenfels oder Dr. Roosendaal) überprüft. Supervision fand am 28.08.2026 statt (externe Supervisorin Griesbach-Feldt). Fortbildungsplanung SeptemberOktober 2026 ist beschlossen.
## 5. Ressourcenbedarf
Die Beratungsstelle betreibt derzeit 2 Volljuristenstellen (eine davon Leitungsstelle), 2 Sozialarbeiterstellen (je 0,75 VZÄ) und 1 Dolmetscher (0,5 VZÄ). Bei 85 Beratungen im Monat und durchschnittlich 38 Minuten Dauer ergibt sich eine Gesamtberatungszeit von ca. 54 Stunden/Monat — zuzüglich Vor-/Nachbereitung und Korrespondenz.
**Empfehlung:** Die Beratungsstelle beantragt die Einrichtung einer dritten Volljuristenstelle (0,5 VZÄ) ab Januar 2027. Begründung: steigende Fallzahlen, komplexer werdende Fälle (SGB II + AufenthG), Überlastungsgefährdung (Supervisionsprotokoll August 2026).
## 6. Ausblick September 2026
- Abschluss Widerspruchsverfahren Fall 02 (Jobcenter) erwartet
- Entscheidung AG Köln zu PKH-Antrag Fall 04
- Ggf. einstweilige Verfügung Fall 01 (Energieabsperrung)
- Teamfortbildung SGB XII-Reform Oktober 2026
## Anlage
Vollständige Monatsstatistik: → Aktenstück 19 (19-statistik-monat-august-2026.md)
Falluebersicht: → xlsx/falluebersicht-august-2026.xlsx
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
Leiterin BSBZ Kalk
Tel.: 0221 9921-4400 (fiktiv)
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# Akte: Rechtsberatungsstelle Köln-Kalk — Monatsmix August 2026, Dr. Pellbach-Tannenfels
<!-- BEGIN gesamt-pdf-section (autogen) -->
## Akte komplett herunterladen
Diese Arbeitsakte gibt es in zwei Formaten zum Direkt-Download. Das Gesamt-PDF eignet sich zum Lesen, Ausdrucken und für schnelle Durchsichten. Das Akten-ZIP enthält sämtliche Originaldateien (Markdown-Aktenstücke, Tabellen, E-Mails, Fotos, PDFs, DOCX, XLSX) im Originalordnerlayout für eigene Auswertungen.
| Was | Format | Quelle |
| --- | --- | --- |
| Gesamt-PDF (alles in einer Datei, 419 KB) | PDF | [`gesamt-pdf/rechtsberatungsstelle-koeln-quartier-kalk-q3-2026-monatsmix-pellbach_gesamt.pdf`](gesamt-pdf/rechtsberatungsstelle-koeln-quartier-kalk-q3-2026-monatsmix-pellbach_gesamt.pdf) |
| Akten-ZIP (alle Einzeldateien) | ZIP | [testakte-rechtsberatungsstelle-koeln-quartier-kalk-q3-2026-monatsmix-pellbach.zip](https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/releases/latest/download/testakte-rechtsberatungsstelle-koeln-quartier-kalk-q3-2026-monatsmix-pellbach.zip) |
Die ZIP-URL ist stabil und zeigt immer auf die aktuelle Version. Im Akten-ZIP ist das Gesamt-PDF mit enthalten.
<!-- END gesamt-pdf-section (autogen) -->
**Arbeitsakte.** Alle Personen, Anschriften, Aktenzeichen, Behörden- und Firmennamen sind anonymisiert und fiktiv. Die Akte gehört fachlich zum Plugin `rechtsberatungsstelle`.
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## Kurzbild
- Träger: Stadt Köln, Bürgerservice-Beratungszentrum Quartier Kalk (BSBZ Kalk), Olpener Str. 181, 51103 Köln
- Leiterin: Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels (Volljuristin, ehem. Rechtsanwältin, Zulassung ruhend)
- Team: Dr. Marek Roosendaal (Volljurist), Hannah Tannenmoor (Sozialarbeiterin), Erkan Yildiz-Pohlmann (Sozialarbeiter), Nidal Suleimani (Dolmetscher Arabisch/Türkisch/Deutsch)
- Berichtszeitraum: August 2026 (01.08. 29.08.2026); insgesamt 85 Beratungen, davon 10 vollständig dokumentierte Musterfälle
- Rechtsgebiete: Beratungshilfe (BerHG), Mietrecht (BGB §§ 535 ff.), Sozialrecht (SGB II, SGB III, SGB XII), Ausländerrecht (AufenthG), Schuldenberatung, Verbraucherrecht
- Institutionelle Aktenzeichen: BSBZ-2026-08-0288 bis 0297; Stadtverwaltung Köln Abt. 50 BR-2026-1718; AG Köln BerH-Bewilligungen 41 AR 188/26 ff.
---
## Konfliktstränge
1. **Fall 01 — Energieabsperrung Mietshochhaus (RWE/Vermieter):** Gastzähler eines Mehrparteienhauses in Kalk-Nord wurde nach Rückstand des Vermieters von RWE gesperrt; 14 Mietparteien ohne Gas/Warmwasser. BerH beantragt; einstweilige Verfügung geprüft.
2. **Fall 02 — Jobcenter-Rückforderung 8.400 EUR:** Rückforderungsbescheid wegen angeblicher Überzahlung ALG II (§ 50 SGB II); Widerspruch erforderlich; Klientin: Rameeza Moussavi-Hardt (43).
3. **Fall 03 — Eigenbedarfskündigung (Familie mit drei Kindern):** Kündigung durch privaten Vermieter wegen Eigenbedarfs; BerH-Antrag; Prüfung Sozialklausel (§ 574 BGB); Klient: Familie Ozturk-Brenner.
4. **Fall 04 — Unterhaltsstreit Vater:** Klägerin Frau Vera Sobieski-Lau verlangt Kindesunterhalt für zwei Kinder von Vater, der Schwarzarbeit verschleiert. PKH-Antrag.
5. **Fall 05 — Pauschalreise-Insolvenz, Schulden 6.800 EUR:** Klient Thomas Kreutzberg-Möller schloss Finanzierungsvertrag für eine Pauschalreise, Reiseveranstalter insolvent; Forderungsanmeldung; Überweisung Schuldnerberatung Diakonie.
6. **Fall 06 — Aufenthaltstitel-Verlust:** Herr Samer Al-Khatib verlor Beschäftigung; AufenthG § 19 Abs. 1 (Niederlassungserlaubnis) droht zu erlöschen; § 25 AufenthG geprüft; Vermittlung Migrationsdienst.
7. **Fall 07 — Mahnbescheid wegen Telekom-Vertrag:** Inkasso-Mahnbescheid 1.240 EUR (Telekommunikationsvertrag); ZPO § 692 Widerspruch; Klientin: Elif Baran-Schlosser.
8. **Fall 08 — Grundsicherung trotz Krankheit abgelehnt:** Klient Gerhard Wulfhagen (58) chronisch krank, ALG II abgelaufen; Jobcenter verweist auf SGB XII; Widerspruch; Nahtlosigkeitsantrag.
9. **Fall 09 — ALG I Sperrzeit nach Aufhebungsvertrag:** Klientin Sabine Lörcher-Heinemann (47); Sperrzeit 12 Wochen wegen Eigenkündigung/Aufhebungsvertrag; SGB III § 159 Prüfung wichtiger Grund.
10. **Fall 10 — Fluggastentschädigung (Flugausfall Köln/Bonn):** Klient Dmitrij Schwarz-Palenko, Flug Köln-Istanbul storniert; EU-VO 261/2004; Pauschale 400 EUR; Musterbrief.
---
## Was diese Akte demonstriert
| Skill | Aktenstück | Demonstration |
|---|---|---|
| Beratungshilfe-Antrag (BerHG §§ 19) | 12, 13 | BerH-Prüfung, Antragsformulierung, AG-Vorlage |
| Prozesskostenhilfe (ZPO § 114 ff.) | 14 | PKH-Antrag Unterhaltsklage, Voraussetzungen |
| Mietrecht / Eigenbedarfskündigung | 04 | BGB §§ 574, 577a; Sozialklausel, Härtegründe |
| Energierecht / Versorgungssperre | 02 | BGB § 241 ff.; Drittwirkung; einstweilige Verfügung |
| SGB II Rückforderung / Widerspruch | 03, 17 | § 50 SGB II, § 45 SGB X; Vertrauensschutz |
| Sperrzeit ALG I (SGB III § 159) | 10 | wichtiger Grund, Verhältnismäßigkeit |
| Grundsicherung SGB XII / Nahtlosigkeit | 09 | §§ 1, 41, 44 SGB XII; Nahtlosigkeitsantrag |
| Aufenthaltsrecht AufenthG | 07, 16 | §§ 5, 8, 18a, 25 AufenthG; humanitärer Aufenthalt |
| Schulden / Insolvenz | 06, 15 | Forderungsanmeldung; § 305 InsO; Schuldnerberatung |
| Mahnverfahren / ZPO | 08 | ZPO §§ 689703c; Widerspruch gegen Mahnbescheid |
| Kindesunterhalt / PKH | 05, 14 | Düsseldorfer Tabelle 2026; Schwarzarbeit; ZPO § 114 |
| Fluggastrechte | 11 | EU-VO 261/2004; Ausgleichszahlung; Musterbrief |
| Teamsteuerung / Fortbildung | 20, 21 | Fortbildungsbedarf-Matrix; Supervisionsprotokoll |
| Kommunale Berichtspflicht | 19, 22 | Monatsstatistik; Monatsbericht an Stadt Köln |
---
## Aktenstücke
| Nr. | Datei | Inhalt |
|---|---|---|
| 01 | [`01-uebersicht-monat-august-2026.md`](01-uebersicht-monat-august-2026.md) | Monatsübersicht August 2026, alle Fälle, Statistik |
| 02 | [`02-fall-01-energieabsperrung-rwe.md`](02-fall-01-energieabsperrung-rwe.md) | Fall 01: Energieabsperrung Mehrfamilienhaus, BerH |
| 03 | [`03-fall-02-jobcenter-rueckforderung.md`](03-fall-02-jobcenter-rueckforderung.md) | Fall 02: Jobcenter Rückforderung 8.400 EUR, § 50 SGB II |
| 04 | [`04-fall-03-vermieterkuendigung-eigenbedarf.md`](04-fall-03-vermieterkuendigung-eigenbedarf.md) | Fall 03: Eigenbedarfskündigung Familie Ozturk-Brenner |
| 05 | [`05-fall-04-unterhaltsstreit-vater.md`](05-fall-04-unterhaltsstreit-vater.md) | Fall 04: Unterhaltsstreit, PKH-Antrag |
| 06 | [`06-fall-05-schuldenregulierung-pauschalreise.md`](06-fall-05-schuldenregulierung-pauschalreise.md) | Fall 05: Pauschalreise-Insolvenz, Schulden 6.800 EUR |
| 07 | [`07-fall-06-aufenthaltstitel-verlust.md`](07-fall-06-aufenthaltstitel-verlust.md) | Fall 06: Aufenthaltstitel-Verlust nach Jobverlust |
| 08 | [`08-fall-07-mahnbescheid-inkasso.md`](08-fall-07-mahnbescheid-inkasso.md) | Fall 07: Inkasso-Mahnbescheid Telekommunikation |
| 09 | [`09-fall-08-grundsicherung-ablehnung.md`](09-fall-08-grundsicherung-ablehnung.md) | Fall 08: Grundsicherung abgelehnt, chronische Erkrankung |
| 10 | [`10-fall-09-arbeitslosengeld-sperrzeit.md`](10-fall-09-arbeitslosengeld-sperrzeit.md) | Fall 09: ALG I Sperrzeit, Aufhebungsvertrag |
| 11 | [`11-fall-10-fluggast-pauschale.md`](11-fall-10-fluggast-pauschale.md) | Fall 10: Flugausfall, EU-VO 261/2004 |
| 12 | [`12-beratungshilfeantrag-fall-03.md`](12-beratungshilfeantrag-fall-03.md) | BerH-Antrag Fall 03 (Eigenbedarfskündigung) |
| 13 | [`13-beratungshilfeantrag-fall-06.md`](13-beratungshilfeantrag-fall-06.md) | BerH-Antrag Fall 06 (Aufenthaltstitel) |
| 14 | [`14-prozesskostenhilfe-fall-04.md`](14-prozesskostenhilfe-fall-04.md) | PKH-Antrag Fall 04 (Unterhaltsklage) |
| 15 | [`15-vermittlung-schuldnerberatung-fall-05.md`](15-vermittlung-schuldnerberatung-fall-05.md) | Vermittlung Schuldnerberatung Diakonie, Fall 05 |
| 16 | [`16-vermittlung-migrationsdienst-fall-06.md`](16-vermittlung-migrationsdienst-fall-06.md) | Vermittlung Migrationsdienst Caritas, Fall 06 |
| 17 | [`17-musterbrief-widerspruch-jobcenter-fall-02.md`](17-musterbrief-widerspruch-jobcenter-fall-02.md) | Musterbrief Widerspruch Jobcenter, Fall 02 |
| 18 | [`18-musterbrief-mahnbescheid-widerspruch-fall-07.md`](18-musterbrief-mahnbescheid-widerspruch-fall-07.md) | Musterbrief Widerspruch gegen Mahnbescheid, Fall 07 |
| 19 | [`19-statistik-monat-august-2026.md`](19-statistik-monat-august-2026.md) | Monatsstatistik August 2026 |
| 20 | [`20-fortbildungsbedarf-team.md`](20-fortbildungsbedarf-team.md) | Fortbildungsbedarfsanalyse Team |
| 21 | [`21-supervisionsprotokoll-team.md`](21-supervisionsprotokoll-team.md) | Supervisionsprotokoll Team August 2026 |
| 22 | [`22-monatsbericht-an-stadt-koeln.md`](22-monatsbericht-an-stadt-koeln.md) | Monatsbericht an Stadt Köln, Abt. 50 |
---
## Anhänge
### DOCX
| Datei | Inhalt |
|---|---|
| [`docx/monatsbericht-rechtsberatungsstelle-koeln-kalk-august-2026.docx`](docx/monatsbericht-rechtsberatungsstelle-koeln-kalk-august-2026.docx) | Offizieller Monatsbericht August 2026 an Stadt Köln |
| [`docx/beratungshilfeantrag-vorlage-fall-03.docx`](docx/beratungshilfeantrag-vorlage-fall-03.docx) | Beratungshilfeantrag-Vorlage (ausgefüllt, Fall 03) |
| [`docx/widerspruch-jobcenter-vorlage-fall-02.docx`](docx/widerspruch-jobcenter-vorlage-fall-02.docx) | Widerspruchsschreiben Jobcenter Köln, Fall 02 |
### XLSX
| Datei | Inhalt |
|---|---|
| [`xlsx/falluebersicht-august-2026.xlsx`](xlsx/falluebersicht-august-2026.xlsx) | Fallübersicht August 2026 (25 Beratungen tabellarisch) |
| [`xlsx/statistik-quartal-2026.xlsx`](xlsx/statistik-quartal-2026.xlsx) | Quartalsstatistik Q3/2026 nach Rechtsgebiet |
### E-Mails (.eml)
| Datei | Inhalt |
|---|---|
| [`emails/email-amtsgericht-koeln-berh-bewilligung.eml`](emails/email-amtsgericht-koeln-berh-bewilligung.eml) | AG Köln: BerH-Bewilligung 41 AR 188/26 |
| [`emails/email-jobcenter-widerspruchsbestaetigung.eml`](emails/email-jobcenter-widerspruchsbestaetigung.eml) | Jobcenter Köln: Widerspruchsbestätigung Fall 02 |
| [`emails/email-stadt-koeln-monatsbericht.eml`](emails/email-stadt-koeln-monatsbericht.eml) | Stadt Köln Abt. 50: Empfangsbestätigung Monatsbericht |
| [`emails/email-fachanwalt-migration-vermittlung.eml`](emails/email-fachanwalt-migration-vermittlung.eml) | RA Cakmak (Fachanwalt Migrationsrecht): Vermittlung Fall 06 |
| [`emails/email-schuldnerberatung-diakonie-vermittlung.eml`](emails/email-schuldnerberatung-diakonie-vermittlung.eml) | Diakonie Köln Schuldnerberatung: Terminbestätigung Fall 05 |
### PDFs
| Datei | Inhalt |
|---|---|
| [`pdfs/monatsbericht-final.pdf`](pdfs/monatsbericht-final.pdf) | Monatsbericht August 2026 (finale PDF-Version) |
| [`pdfs/infomaterial-berH-flyer.pdf`](pdfs/infomaterial-berH-flyer.pdf) | Infomaterial: Beratungshilfe — Wer hat Anspruch? |
### Fotos
| Datei | Inhalt |
|---|---|
| [`jpg/beratungsstelle-eingangsbereich.jpg`](jpg/beratungsstelle-eingangsbereich.jpg) | Eingangsbereich BSBZ Kalk (Referenzfoto) |
| [`jpg/wartezimmer-kalk.jpg`](jpg/wartezimmer-kalk.jpg) | Wartezimmer Beratungsstelle (Referenzfoto) |
| [`jpg/monatsstatistik-grafik.jpg`](jpg/monatsstatistik-grafik.jpg) | Monatsstatistik-Diagramm August 2026 |
---
## Verfahrensstand
**Stichtag dieser Akte: 29. August 2026**
**Berichtszeitraum: 01.08. 29.08.2026**
| Verfahrensstrang | Status |
|---|---|
| Fall 01 — Energieabsperrung | BerH bewilligt 41 AR 188/26; einstw. Verfügung in Vorbereitung |
| Fall 02 — Jobcenter-Rückforderung | Widerspruch eingelegt 14.08.2026; Entscheidung ausstehend |
| Fall 03 — Eigenbedarfskündigung | BerH bewilligt 41 AR 189/26; Stellungnahme an Vermieter vorbereitet |
| Fall 04 — Unterhaltsstreit | PKH-Antrag beim AG Köln eingereicht; Verhandlung offen |
| Fall 05 — Pauschalreise-Schulden | Überweisung Diakonie Schuldnerberatung; Termin 09.09.2026 |
| Fall 06 — Aufenthaltstitel | BerH bewilligt 41 AR 190/26; Vermittlung RA Cakmak; Ausländerbehörde informiert |
| Fall 07 — Mahnbescheid | Widerspruch eingelegt; Inkasso-Verfahren ausgesetzt |
| Fall 08 — Grundsicherung | Widerspruch bei Jobcenter; Nahtlosigkeitsantrag SGB XII gestellt |
| Fall 09 — ALG-Sperrzeit | Widerspruch Agentur für Arbeit Köln; wichtiger Grund (Mobbing) dokumentiert |
| Fall 10 — Fluggastpauschale | Musterbrief abgesandt; Antwort Airline ausstehend |
Bearbeiterin: **Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels**, Leiterin BSBZ Kalk
Mitarbeiter: **Dr. Marek Roosendaal**, **Hannah Tannenmoor**, **Erkan Yildiz-Pohlmann**, **Nidal Suleimani (Dolmetscher)**
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Date: Thu, 06 Aug 2026 11:22:04 +0200
From: geschaeftsstelle.ag-koeln@justiz.nrw.de
To: bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Subject: BerH-Bewilligung 41 AR 188/26 — Beratungshilfe Mietrecht Cetinkaya-Roth
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Amtsgericht Köln
Beratungshilfe-Abteilung
Luxemburger Str. 101
50939 Köln
An: BSBZ Kalk — Rechtsberatungsstelle
z. Hd. Dr. Marek Roosendaal
bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Köln, 06. August 2026
Betreff: Beratungshilfe — Bewilligungsbeschluss
Aktenzeichen: 41 AR 188/26
Antragsteller: Ahmet Cetinkaya-Roth, Kalker Hauptstr. 104, 51103 Köln
Rechtsgebiet: Mietrecht / Energieversorgung
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Amtsgericht Köln hat mit Beschluss vom heutigen Tag Beratungshilfe
für den oben genannten Antragsteller bewilligt.
Bewilligungsumfang:
- Außergerichtliche Beratung und Vertretung im Mietrechtsstreit
(Energieabsperrung Mietshochhaus Kalker Hauptstr. 104)
- Gerichtliches Verfahren ist von der Bewilligung nicht umfasst.
Eigenanteil des Berechtigten: 15 EUR gemäß § 44 RVG.
Bitte teilen Sie dem Antragsteller mit, dass die Beratungshilfe mit dem
heutigen Beschluss wirksam ist. Weitergehende Maßnahmen bedürfen einer
gesonderten Genehmigung.
Mit freundlichen Grüßen
Geschäftsstelle Amtsgericht Köln
Beratungshilfe-Abteilung
Tel.: 0221 477-0 (Zentrale)
@@ -0,0 +1,36 @@
Date: Wed, 19 Aug 2026 16:48:09 +0200
From: kanzlei@ra-cakmak-koeln.de
To: bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Subject: Re: Mandatsvermittlung Al-Khatib — Aufenthaltsrecht BerH 41 AR 190/26
Message-ID: <20260819164809.ra-cakmak.003@ra-cakmak-koeln.de>
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Rechtsanwalt Bülent Cakmak
Fachanwalt für Ausländerrecht
Siegfriedstr. 18, 50679 Köln (fiktiv)
Tel.: 0221 4455-010 (fiktiv)
An: BSBZ Kalk — Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Köln, 19. August 2026
Betreff: Bestätigung Mandatsübernahme — Samer Al-Khatib
BerH-AZ: 41 AR 190/26
Sehr geehrte Frau Dr. Pellbach-Tannenfels,
vielen Dank für die Vermittlung von Herrn Samer Al-Khatib. Ich bestätige
die Übernahme des Mandats im Rahmen der bewilligten Beratungshilfe.
Ich habe Herrn Al-Khatib für Montag, den 25.08.2026, 10:00 Uhr eingeladen.
Falls Dolmetscher Herr Suleimani für das Erstgespräch verfügbar wäre, wäre
dies hilfreich — bitte kurz rückmelden.
Die Unterlagen (Anhörungsschreiben Ausländerbehörde, Vollmacht, BerH-Schein)
können Sie gern per E-Mail oder durch den Mandanten zum Termin mitbringen.
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
RA Bülent Cakmak
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Date: Fri, 14 Aug 2026 14:05:31 +0200
From: widerspruchsstelle@jobcenter-koeln.de
To: bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Subject: Eingangsbestaetigung Widerspruch JC-2024-KK-38847 — Moussavi-Hardt
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Jobcenter Köln
Widerspruchsstelle
Johannisstr. 73
50668 Köln
An: BSBZ Kalk — Rechtsberatungsstelle
Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels (bevollmächtigt)
bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Köln, 14. August 2026
Betreff: Eingangsbestätigung Widerspruch
Betroffene Person: Rameeza Moussavi-Hardt
Jobcenter-AZ: JC-2024-KK-38847
Bescheid vom: 28.05.2026
Sehr geehrte Frau Dr. Pellbach-Tannenfels,
wir bestätigen den Eingang Ihres Widerspruchs vom heutigen Tag (Einschreiben)
gegen den Bescheid des Jobcenter Köln vom 28.05.2026.
Ihr Widerspruch wird unter dem Aktenzeichen JC-2024-KK-38847-W01 geführt.
Die Bearbeitungsfrist beträgt in der Regel 3 Monate ab Eingang aller
erforderlichen Unterlagen.
Zur Klärung des Sachverhalts werden wir folgende Unterlagen benötigen:
- Kontoauszug des Sparkontos ab Eröffnung (2019)
- Nachweis Lebensversicherungsauszahlung (Mutter)
- Vollständige Sterbeurkunde der Mutter
Ihr Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (§ 86a SGG) wird separat bearbeitet.
Bis zur Entscheidung hierüber empfehlen wir, die geforderte Summe nicht zu
überweisen.
Mit freundlichen Grüßen
Jobcenter Köln — Widerspruchsstelle
Sachbearbeiterin: Claudia Henseler-Bauer
Tel.: 0221 22-33-456 (fiktiv)
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Date: Thu, 13 Aug 2026 13:37:55 +0200
From: schuldnerberatung-kalk@diakonie-koeln.de
To: bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Subject: Terminbestaetigung Schuldnerberatung — Thomas Kreutzberg-Möller
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Diakonie Köln und Region
Schuldnerberatung Kalk
Emil-Hoffmann-Str. 47
50996 Köln (fiktiv)
An: BSBZ Kalk — Erkan Yildiz-Pohlmann
bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Köln, 13. August 2026
Betreff: Terminbestätigung Schuldnerberatung
Klient: Thomas Kreutzberg-Möller
Sehr geehrter Herr Yildiz-Pohlmann,
wir haben Herrn Thomas Kreutzberg-Möller (geb. 12.04.1974) einen
Termin in unserer anerkannten Schuldnerberatungsstelle nach § 305 InsO
eingeräumt:
Datum: Mittwoch, 09. September 2026
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ort: Diakonie Köln Kalk, Emil-Hoffmann-Str. 47, 50996 Köln (fiktiv)
Berater: Werner Scheer-Pflüger
Bitte teilen Sie Herrn Kreutzberg-Möller mit, alle Gläubigerunterlagen
(Mahnbescheide, Kontoauszüge, Vertragsunterlagen) mitzubringen.
Bei Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Diakonie Köln — Schuldnerberatung Kalk
Tel.: 0221 9987-300 (fiktiv)
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Date: Tue, 01 Sep 2026 09:14:22 +0200
From: k.thoma-rademacher@stadt-koeln.de
To: bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Subject: Empfangsbestätigung Monatsbericht August 2026 — BR-2026-1718
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Stadt Köln
Amt für Soziales und Senioren
Abteilung 50 — Beratungswesen
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
An: BSBZ Kalk — Dr. Annegret Pellbach-Tannenfels
bsbz-kalk@stadt-koeln.de
Köln, 01. September 2026
Betreff: Empfangsbestätigung Monatsbericht August 2026
AZ Stadt Köln: BR-2026-1718
Sehr geehrte Frau Dr. Pellbach-Tannenfels,
Ihren Monatsbericht für August 2026, eingegangen am 29.08.2026,
haben wir erhalten. Vielen Dank für die pünktliche Einreichung.
Der Bericht wird in der Fachabteilung geprüft; Rückfragen ggf.
bis 10.09.2026. Bitte halten Sie die XLSX-Anlage zur Fallübersicht für
etwaige Nachfragen bereit.
Die von Ihnen beantragte Erweiterung der Personalkapazität (0,5 VZÄ
Volljurist ab Januar 2027) wird im Rahmen der Haushaltplanung 2027
berücksichtigt. Eine Entscheidung ist für Oktober 2026 geplant.
Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Thoma-Rademacher
Sachbearbeiterin Beratungswesen
Amt für Soziales und Senioren, Abt. 50
Tel.: 0221 221-24567 (fiktiv)
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