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https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht
synced 2026-06-09 10:03:19 +00:00
release: v14.2.4 — Entkrampf + Halluzinationsfixes + AML-Ausbau
Tree-Commit umfasst drei Wellen:
1) Entkrampf-Wellen 1+2+3 (~250 Skills)
- Kasuistik-Sweep: belastbare Aktenzeichen statt Erfindungen
- Komma-Sanierung in Plugin- und Skill-Descriptions (Validator-Regel)
- Cyrillic-Confusable-Sweep entfernt
2) Halluzinations-Audit (22 Skills, 6 Aktenzeichen)
- VI ZR 40/20 (Diesel, nicht DSGVO) ersetzt durch EuGH C-340/21
in 16 Skills
- I ZR 143/12 (Geburtstagszug) und I ZR 94/13 (Holidaycheck)
dokumentiert/ersetzt durch EuGH C-201/13 Deckmyn bzw.
BGH I ZR 59/88 Lizenzanalogie
- OLG Hamburg 7 W 28/22, LG Berlin 15 O 261/22 und
OLG Frankfurt 14 U 89/23 ersatzlos entfernt
- fachanwalt-gewrechts-ki-vo-50-genai mit verifizierten
Bullets (LG Berlin II 20.08.2025, EuGH C-634/21 SCHUFA)
3) Testakte Geldwaesche/AML/KYC Musterholding (Ausbau)
- 3 Charts (Onepager, Zeitstrahl, UBO-Strukturchart) als PNG+PDF
- 7 weitere Emails ueber den gesamten Compliance-Zyklus
- 5 weitere Excels (KYC-Checkliste, UBO-Stammbaum,
Screening-Log, Transaktionshistorie, Schulungstracking)
- 4 PDFs (Sachverhaltsmemo, Mandatsvollmacht, Passport-Faksimile,
HR-Auszug Danube)
- Placeholder geloescht, README mit voller Filetabelle
Validator: validate-plugin-structure OK
This commit is contained in:
@@ -16,6 +16,7 @@ Wer ein Gerichtsverfahren schnell erfassen muss — sei es beim Mandatswechsel,
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3. Liegen alle wesentlichen Schriftsätze vor oder nur Teilakten?
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4. Gibt es bereits einen Termin, dessen Vorbereitung im Vordergrund steht?
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5. Soll der Aktenauszug intern (anwaltlich) oder zur Übergabe an Mandant dienen?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Zentrale Normen (Prozessrecht)
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@@ -140,6 +141,19 @@ Liegt Akte vor?
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|---|---|---|
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```
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — strukturierter Aktenauszug fuer Gericht | Vollformat nach den sechs Bausteinen unten |
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| Variante A — nur interne Einarbeitung noetig | Kurzform ohne Verfahrenschronologie; Bausteine 1-3 genuegen |
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| Variante B — Eilsache; Zeit fehlt fuer vollstaendigen Auszug | Einleitungssatz + Sachverhaltschronologie priorisieren; Rest nachliefern |
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| Variante C — Parteivertreter hat bereits Zusammenfassung geliefert | Kritische Pruefung und Ergaenzung statt Neuerstellung |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template Übergabevermerk (intern)
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**Adressat:** Sachbearbeiter / aufnehmender Anwalt — Tonfall: sachlich-juristisch
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@@ -157,6 +171,12 @@ Offene Aufgaben: [LISTE]
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Besonderheiten: [z.B. Beweissicherungsantrag gestellt, SV noch nicht bestellt]
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```
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Qualitätsgrundsätze
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- Keine Erfolgsprognose
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@@ -15,6 +15,7 @@ Der Zusammenfassungsabsatz bietet dem Leser nach dem Einleitungssatz eine kompak
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2. Welcher Sachverhalt ist unstreitig, welcher wird bestritten?
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3. Hat das Gericht bereits Hinweise nach § 139 ZPO erteilt?
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4. Steht ein Termin unmittelbar bevor?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Zentrale Normen
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@@ -54,6 +55,19 @@ Der Zusammenfassungsabsatz bietet dem Leser nach dem Einleitungssatz eine kompak
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- Rechtsbegriffe korrekt verwenden
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- Parteienbezeichnung konsistent (z. B. stets „die Klägerin" oder Kurzname)
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Zusammenfassung fuer Akte oder Uebergabe | Vorlage unten nach acht bis zehn Saetzen |
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| Variante A — Adressat ist Laie (Mandant) | Vereinfachte Sprache; keine Paragrafenverweise |
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| Variante B — sehr fruehes Stadium ohne Entscheidung | Vorlaeufige Zusammenfassung mit Offenhalten des Ausgangs |
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| Variante C — Verfahren laueft noch | Zwischenbericht-Format statt abschliessender Zusammenfassung |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Vorlage
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```
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@@ -69,6 +83,12 @@ Nächste Verfahrenshandlung ist [Termin / Schriftsatzfrist].
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Rechtlich offen ist die Frage [zentrale Rechtsfrage].
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Besonderheiten nach Verfahrensart
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**Eilverfahren:** Besondere Dringlichkeit und Verfügungsgrund hervorheben; Vollziehungsfrist nach § 929 Abs. 2 ZPO benennen.
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@@ -13,6 +13,7 @@ Bevor losgelegt wird, kläre:
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3. Besteht ein Betriebsrat (Mitbestimmung § 111 BetrVG)?
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4. Sind Tarifverträge anwendbar, die auf den Erwerber übergehen sollen?
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5. Welche Schlüsselpersonen könnten widersprechen?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Eingaben
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@@ -136,6 +137,19 @@ Nach EuGH C-13/95 Süzen und Folgerechtsprechung muss eine **wirtschaftliche Ein
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| Widerspruchsfrist abwarten | — | 1 Monat ab Unterrichtung |
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| Betriebsrat-Information § 111 BetrVG | Veräußerer | Rechtzeitig vor Vollzug |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Arbeitnehmer will Betriebsuebergang anfechten | Widerspruchserklaerung nach § 613a Abs. 6 BGB; Template unten |
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| Variante A — Arbeitnehmer will beim neuen Betriebsinhaber bleiben | Uebergang hinnehmen; nur Konditionen-Pruefung sicherstellen |
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| Variante B — Betriebsuebergang rechtlich zweifelhaft | Feststellungsklage vorbereiten; Uebergang bestreiten |
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| Variante C — Insolvenz des alten Inhabers | § 613a Abs. 1 S. 4 BGB Sonderregelung pruefen; kurzfristige Handlung empfohlen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template Betriebsübergangsanalyse
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**Adressat:** Mandant (Erwerber oder Veräußerer) — Tonfall: sachlich-juristisch
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@@ -172,6 +186,12 @@ Handlungsempfehlungen:
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2. ...
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Quellen und Zitierweise
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Zitierstandard: `../references/zitierweise.md`.
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@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Anwaltliche Klageschrift Entfristungsklage mit Hauptantrag und Hil
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3. Weiterbeschäftigungsantrag (GS BAG 27.02.1985) gewünscht?
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4. Hilfsweise Auflösungsantrag (§§ 9, 10 KSchG i.V.m. § 17 Satz 2 TzBfG)?
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5. Streitwert vorläufig 3 Bruttomonatsgehälter (§ 42 Abs. 2 GKG)
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Zentrale Normen
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@@ -45,6 +46,19 @@ description: "Anwaltliche Klageschrift Entfristungsklage mit Hauptantrag und Hil
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- [ ] Mandant über Kostenrisiko belehrt (§ 12a ArbGG)
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- [ ] Vollmacht liegt vor
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Entfristungsklage nach § 17 TzBfG | Klageschrift-Muster unten; Drei-Wochen-Frist beachten |
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| Variante A — Mandant will keine Klage aber Abfindung | Aussergerichtliche Einigung als Alternative vor Klageerhebung |
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| Variante B — Befristung offensichtlich unwirksam | Starkes Druckmittel; Vergleichsverhandlung vor Einreichung erwaegen |
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| Variante C — Kettenbefristung mit mehreren Vertraegen | Gesamte Kette pruefen; ggf. mehrere Klagebaustein-Varianten |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Klageschrift-Muster
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@@ -124,4 +138,10 @@ Die Klage wird innerhalb der Dreiwochenfrist des § 17 Satz 1 TzBfG erhoben. Das
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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Hinweis: Keine Rechtsberatung. Mechanische Prüfung anhand vom Nutzer behaupteter Tatsachen. Falsche Sachverhaltsangabe oder falsche Anspruchsgrundlage entwertet das Ergebnis. Dringende Empfehlung anwaltlicher Beratung, insbesondere wegen der Drei-Wochen-Fristen.
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@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Schritt-fuer-Schritt Klageschrift Entfristungsklage fuer Laien: Ru
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3. Hast du eine Kopie des Arbeitsvertrags? (als Anlage K 1 beifügen)
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4. Hast du einen Beleg für die Art der Unterzeichnung? (E-Mail, Screenshot Signier-Portal)
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5. Wie hoch ist dein monatliches Bruttogehalt? (Streitwert = 3 × Monatsgehalt)
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Zentrale Normen
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@@ -38,6 +39,19 @@ Dieser Skill erzeugt eine ausfüllbare Klageschrift-Vorlage für die Befristungs
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**Vor Verwendung:** Prüfe die Dreiwochenfrist nach § 17 TzBfG. Hat dein Vertrag laut Urkunde bereits geendet? Dann läuft die Frist möglicherweise bereits.
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Arbeitnehmer ohne Anwalt reicht Entfristungsklage ein | Vorlage unten vollstaendig ausfuellen |
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| Variante A — unsicher ob Befristung unwirksam | Erst anwaltliche Erstberatung einholen; Frist aber sichern |
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| Variante B — Mandant will Geld statt Weiterbeschaeftigung | Klageschrift als Druckmittel; Abfindungsgespraech anstreben |
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| Variante C — Frist laeuft in wenigen Tagen ab | Formular sofort einreichen; Begruendung kann nachgeliefert werden |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Klageschrift-Vorlage
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@@ -127,3 +141,8 @@ ____________________________
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- **Gericht:** Arbeitsgericht am Betriebsort oder Wohnort.
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- **Einreichung:** Persönlich zu Protokoll der Geschäftsstelle (kein Schreiben nötig) oder schriftlich.
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- **Empfangsbestätigung** vom Gericht verlangen.
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Anwaltliche Klageschrift Kuendigungsschutzklage: Klageschrift mit
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4. Formfehler vorhanden? (§ 623 BGB; § 174 BGB; § 102 BetrVG)
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5. Welcher Haupt-Angriffspunkt? (Formfehler / KSchG-Anwendbarkeit / materieller Grund)
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6. Weiterbeschäftigungsantrag stellen? (nur wenn Mandant tatsächlich zurück will)
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Zentrale Normen
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@@ -53,6 +54,19 @@ Vor Einreichung sicherstellen:
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- [ ] Mandant über Kostenrisiko belehrt (§ 12a ArbGG: kein Kostenerstattungsanspruch erste Instanz)
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- [ ] Vollmacht vorliegen
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Kuendigungsschutzklage fachgerecht erheben | Klageschrift-Muster unten; Drei-Wochen-Frist absolut einhalten |
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| Variante A — Mandant will Abfindung nicht Weiterbeschaeftigung | Aufloeungsantrag § 9 KSchG einbeziehen; kooperativen Schlussabsatz nutzen |
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| Variante B — starke Unwirksamkeitsgruende (BR-Fehler) | Auf guten Vergleich hinarbeiten statt streitigem Verfahren |
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| Variante C — Betriebsrat nicht beteiligt | Unwirksamkeit fast sicher; Klage als Verhandlungsmasse einsetzen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Klageschrift-Muster (Vollform)
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@@ -150,4 +164,10 @@ Rechtsanwältin/Rechtsanwalt
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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Hinweis: Keine Rechtsberatung. Mechanische Prüfung anhand vom Nutzer behaupteter Tatsachen. Falsche Sachverhaltsangabe oder falsche Anspruchsgrundlage entwertet das Ergebnis. Dringende Empfehlung anwaltlicher Beratung, insbesondere wegen der Drei-Wochen-Fristen.
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@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Bauklastenartige Klageschrift fuer Laien: Rubrum-Vorlage; punktuel
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3. Welches Arbeitsgericht ist zuständig? (Sitz des Betriebs oder Wohnort)
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4. Gibt es einen offensichtlichen Formfehler (kein Original, per Fax etc.)?
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5. Soll Klage zu Protokoll erklärt werden oder schriftlich eingereicht werden?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Zentrale Normen
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@@ -41,6 +42,19 @@ Dieser Skill erzeugt eine ausfüllbare Klageschrift-Vorlage für Arbeitnehmer oh
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**Vor Verwendung dieser Vorlage:** Stelle sicher, dass du `kueschk-grundwarnung-falsche-wiese-und-haftung` gelesen hast. Die Drei-Wochen-Frist läuft.
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Klage ohne Anwalt am Arbeitsgericht einreichen | Vorlage unten vollstaendig ausfuellen; Frist drei Wochen ab Zugang |
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| Variante A — Mandant ist unentschlossen ob er klagen will | Frist wahren durch Einreichen; Ruecknahme spaeter noch moeglich |
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| Variante B — Klaeger will eigentlich Abfindung | Klage als Druckmittel; im Guetetermin Abfindungsgespraech ansprechen |
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| Variante C — Beratungshilfe oder PKH noetig | Antrag zeitgleich stellen; Klage unabhaengig davon einreichen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Klageschrift-Vorlage
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@@ -128,6 +142,12 @@ Die Kündigung ist formunwirksam. [FORMFEHLER BESCHREIBEN — z.B.: Die Kündigu
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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Hinweis: Keine Rechtsberatung. Mechanische Prüfung anhand vom Nutzer behaupteter Tatsachen. Falsche Sachverhaltsangabe oder falsche Anspruchsgrundlage entwertet das Ergebnis. Dringende Empfehlung anwaltlicher Beratung, insbesondere wegen der Drei-Wochen-Fristen.
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Du könntest auf der falschen Wiese unterwegs sein. Dieses System kann das nicht prüfen.
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@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Arbeitnehmer klagt auf Mindestlohn oder Ueberstunden und Arbeitgeb
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3. Welche Branche? (Branchen-Mindestlohn möglicherweise höher als allgemeiner MiLoG-Satz)
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4. Liegt ein Tarifvertrag vor? (Tariflicher Lohn geht vor, MiLoG ist Untergrenze)
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5. Klageziel: Lohnnachzahlung, OWi-Abwehr, System-Einführung?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Zentrale Anspruchsgrundlagen & Normen
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@@ -289,6 +290,19 @@ Besteht ein Zeiterfassungssystem?
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- AVE-Erklärung BMAS
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- Branchen-Bindung auch Nicht-Tarif-Mitglieder
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Unterlaufen des Mindestlohns aufdecken | Differenzlohanspruch berechnen und geltend machen; Template unten |
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| Variante A — laufendes Arbeitsverhaeltnis | Zunaechst ausserbetriebliche Geltendmachung; Kuendigungsschutz beachten |
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| Variante B — beendetes Arbeitsverhaeltnis | Direkter Klageweg; Verjährung pruefen (3 Jahre § 195 BGB) |
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| Variante C — systematische Verletzung (mehrere AN) | Sammelklage-Vorbereitung; Zoll einschalten erwaegen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template: Klageantrag Mindestlohn
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**Adressat:** ArbG [ORT] — Tonfall sachlich-juristisch
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@@ -354,6 +368,12 @@ Wir empfehlen folgende Sofortmassnahmen:
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[...]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Verzahnung mit anderen Skills
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- `kuendigungsschutzklage` — Parallel-Konstellation
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+23
@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Verschaerfte Bereicherungshaftung nach § 819 BGB bei Boesglaeuigk
|
||||
3. Wann wurde die Klage zugestellt (Rechtshängigkeit → § 818 Abs. 4 BGB)?
|
||||
4. Welche Nutzungen, Gebrauchsvorteile oder Surrogate sind ab Bösgläubigkeit angefallen?
|
||||
5. Ist der Gegenstand nach Bösgläubigkeit zufällig untergegangen (verschärfte Zufallshaftung)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Zentrale Normen
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@@ -60,11 +61,27 @@ Ab Zustellung der Klageschrift: dieselben verschärften Regeln, unabhängig von
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## Prüfschema
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
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||||
1. Wann Kenntnis vom Mangel des Rechtsgrundes (§ 819 Abs. 1)?
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||||
2. Gesetz-/Sittenverstoß beim Empfänger (§ 819 Abs. 2)?
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||||
3. Wann Zustellung Klageschrift (Rechtshängigkeit § 818 Abs. 4)?
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4. Nutzungen und Schäden ab diesem Zeitpunkt?
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Bereicherungsschuldner boesglaeubig ab bestimmtem Zeitpunkt | § 819 Abs. 1 Kenntnisnachweis; Template-Pruefung unten |
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| Variante A — Kenntnis schwer nachweisbar | Haeufung von Indizien; Rechtshängigkeits-Zustellzeitpunkt sicherer |
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||||
| Variante B — Gesetzes- oder Sittenverstoß (§ 819 Abs. 2) | Verschaerfung ab Empfang; kein Kenntnisnachweis noetig |
|
||||
| Variante C — Gesamtschuldner mit unterschiedlicher Kenntnis | Individuell je Schuldner pruefen; kein Einheitsansatz |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template
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||||
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||||
**Prüfung § 819 BGB — Verschärfte Haftung**
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||||
@@ -84,4 +101,10 @@ Sachverhalt (kurz): [...]
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||||
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||||
---
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||||
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--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
Hinweis: Keine Rechtsberatung. Mechanische Prüfung anhand vom Nutzer behaupteter Tatsachen. Falsche Normwahl oder unvollständiger Sachverhalt kann das Ergebnis vollständig entwerten.
|
||||
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||||
@@ -16,6 +16,7 @@ Diese Forprüfung ist keine Rechtsberatung, sondern strukturierte Argumentations
|
||||
3. Welcher Berufsträger ist betroffen (Rechtsanwalt, Steuerberater, Notar)? Norm-Adapter festlegen.
|
||||
4. Handelt es sich um Kanzleiinfrastruktur oder ein Einzelmandats-Tool (§ 26a Abs. 4 BNotO: Sonderfall)?
|
||||
5. Sind die parallelen Prüfbereiche (Verschwiegenheit, Belehrung §§ 203/204 StGB, Subunternehmer) bereits separat abgearbeitet?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Zweck dieser Skill
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||||
@@ -84,6 +85,9 @@ AVV vorhanden?
|
||||
|
||||
## Prüfschema
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||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Punkt | Status | Bemerkung |
|
||||
|---|---|---|
|
||||
| AVV nach Art. 28 DSGVO liegt vor | | |
|
||||
@@ -104,6 +108,19 @@ AVV vorhanden?
|
||||
- Trennung von Verschwiegenheit und Datenschutz fehlt
|
||||
- Berufsrechtliche Verpflichtung in der AVV "versteckt" — sollte eigenständig erfolgen
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — AVV-Grenzfall pruefen ob AV oder gemeinsame Verantwortlichkeit | Pruefschema unten; Template fuer Ergebnis-Memo |
|
||||
| Variante A — AVV eindeutig erforderlich | Direkt zu AVV-Erstellung (skill avv-pruefung) wechseln |
|
||||
| Variante B — gemeinsame Verantwortlichkeit wahrscheinlich | Art. 26 DSGVO Vereinbarung statt AVV; Template anpassen |
|
||||
| Variante C — kein Auftragsverhaeltnis sondern eigenstaendige Verarbeitung | Keine AVV; separate Datenschutzvereinbarung pruefen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template — Parallelpruefungs-Vermerk
|
||||
|
||||
**Adressat:** Kanzlei intern — Tonfall: sachlich-juristisch
|
||||
@@ -132,3 +149,9 @@ Empfehlung: [Vertragsnutzung freigegeben / Nachverhandlung / Ablehnung]
|
||||
|
||||
Unterschrift: [SACHBEARBEITER]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -51,6 +51,9 @@ Microsoft und Google haben für ihre Cloud-Dienste teilweise solche Addenda aner
|
||||
|
||||
## Prüfschema
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Punkt | Status | Ampel | Bemerkung |
|
||||
|---|---|---|---|
|
||||
| Sitz Anbieter (Hauptvertragspartei) | | | |
|
||||
@@ -114,6 +117,21 @@ Anbieter Sitz EU/EWR?
|
||||
Nein → Sonstiges Drittland (CN, IN, RU)?
|
||||
→ Vergleichbarkeitsnachweis positiv erforderlich → i.d.R. rote Ampel
|
||||
```
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — US-Anbieter in Kanzleiinfrastruktur pruefen | Cloud-Act-Risikobewertung nach Schema unten |
|
||||
| Variante A — kein US-Bezug erkennbar | Drittstaat-Kapitel trotzdem pruefen (UK TIOPA, CN DSL) |
|
||||
| Variante B — Mandant will trotz Risiko US-Anbieter nutzen | Risikohinweis dokumentieren; Mandant schriftlich bestaetigen lassen |
|
||||
| Variante C — staatliche Ermittlung laeuft bereits | Sofortiger Wechsel; Datensicherung und Incident-Response pruefen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template — Drittstaat-Prüfvermerk
|
||||
|
||||
@@ -139,3 +157,9 @@ DSGVO-Transfer: GRUEN / GELB / ROT
|
||||
Berufsrecht Drittstaat: GRUEN / GELB / ROT
|
||||
Empfehlung: [Nutzung freigegeben / Addendum erforderlich / Anbieterwechsel]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -42,6 +42,7 @@ Bei zwei Konstellationen verlässt der Vorgang den Bereich des nach Abs. 1 Erfor
|
||||
- Ist der Zweck mit dem konkret geplanten Einsatz konsistent?
|
||||
- Werden Daten erkennbar über den Zweck hinaus verarbeitet (Training, Statistik, Modellverbesserung)?
|
||||
- Gibt es Zweckbindungsklauseln im Vertrag?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Output
|
||||
|
||||
@@ -86,6 +87,19 @@ Bei Dienstleistungen, die unmittelbar einem einzelnen Amtsgeschäft dienen (§ 2
|
||||
5. **Alternativen abwägen:** Gibt es EU-Anbieter ohne Drittlandrisiko? Ist der Vorteil des gewählten Anbieters sachlich gerechtfertigt?
|
||||
6. **Vermerk schreiben:** Interne Dokumentation für Kanzleiunterlagen (Beweissicherung im berufsrechtlichen Verfahren).
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Erforderlichkeit einer Verarbeitung dokumentieren | Zwei-Stufen-Pruefung nach Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO; Template unten |
|
||||
| Variante A — Verarbeitung klar nicht erforderlich | Stoppen empfehlen; Alternative vorschlagen |
|
||||
| Variante B — Grenzfall mit starkem Interesse | Interessenabwaegung vertiefen; ausfuehrlichere Dokumentation |
|
||||
| Variante C — besondere Kategorie (Art. 9 DSGVO) | Erhoehter Massstab; gesonderte Rechtsgrundlage noetig |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template — Compliance-Vermerk Erforderlichkeit
|
||||
|
||||
**Adressat:** Kanzlei intern — Tonfall: sachlich-juristisch
|
||||
@@ -116,3 +130,9 @@ Falls Luecke: Handlungsbedarf [...]
|
||||
Erforderlichkeit: GRUEN / GELB / ROT
|
||||
Begruendung: [...]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -117,6 +117,20 @@ Markdown, ca. 5 bis 10 Seiten. PDF-Export optional via Plugin `office`.
|
||||
2. Liegen alle Vertragsdokumente vor (Hauptvertrag, AGB, AVV, Subunternehmerliste, TOM-Anlage)?
|
||||
3. Sind offene Punkte aus dem Rückfragebrief beantwortet?
|
||||
4. Welches Ergebnis soll das Gutachten haben (Freigabe / Nachverhandlung / Ablehnung)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — datenschutzrechtliches Gutachten erstellen | Vollgutachten-Format nach Template unten |
|
||||
| Variante A — nur kurze Stellungnahme noetig | Kurzgutachten-Format; Normenkette komprimieren |
|
||||
| Variante B — politisch heikle Einschaetzung fuer Mandanten | Ergebnis-offen formulieren; Risiken deutlich benennen |
|
||||
| Variante C — internes Compliance-Memo ohne externe Wirkung | Schlankeres Format; auf Vollzitierung teilweise verzichten |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template — Forprüfungs-Gutachten (Auszug)
|
||||
|
||||
@@ -162,3 +176,9 @@ Argumentationshilfe. Abschliessende Beurteilung bleibt der inhabilen Kanzlei
|
||||
beziehungsweise einer beauftragten Spezialkanzlei vorbehalten.
|
||||
Quellen: DAV-Stellungnahme Nr. 32/2025; BRAO, StBerG, WPO, PAO, BNotO; StGB; StPO; DSGVO.
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -58,6 +58,9 @@ Auch die Subunternehmer müssen über §§ 203, 204 StGB belehrt werden (Abs. 4
|
||||
|
||||
## Prüfschema
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Punkt | Fundstelle | Ampel | Bemerkung |
|
||||
|---|---|---|---|
|
||||
| Festlegung Befugnis im Vertrag | | | |
|
||||
@@ -112,6 +115,20 @@ Tabellarische Bewertung. Lücken fließen in den Rückfragebrief ein (etwa: "Bit
|
||||
2. Ist ein Zustimmungsvorbehalt oder Widerspruchsrecht der Kanzlei geregelt?
|
||||
3. Verpflichtet der Vertrag den Dienstleister, Subunternehmer in Textform auf §§ 203/204 StGB zu belehren?
|
||||
4. Sind Modellanbieter (z.B. OpenAI als API-Lieferant) und Hoster als separate Subunternehmer benannt?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Subunternehmer-Klausel im KI-Vertrag pruefen | Pruefschema Art. 28 Abs. 2 DSGVO; Template unten |
|
||||
| Variante A — Subunternehmer-Einsatz untersagt | Verbot klar kommunizieren; Vertragsanpassung empfehlen |
|
||||
| Variante B — Genehmigung liegt vor aber Klausel unklar | Klarstellungsformulierung einfordern; Anlage mit Subunternehmer-Liste |
|
||||
| Variante C — Subunternehmer ausserhalb EU | Drittlandstransfer-Pruefung zusaetzlich noetig (Art. 46 DSGVO) |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template — Subunternehmer-Prüfvermerk
|
||||
|
||||
@@ -140,3 +157,9 @@ Ergebnis
|
||||
Ampel Subunternehmer-Regelung: GRUEN / GELB / ROT
|
||||
Luecken: [BESCHREIBUNG]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -86,6 +86,8 @@ DSGVO-spezifisches Konformitätsverfahren nach Art. 40 DS-GVO. Hilfreich, aber k
|
||||
|
||||
## Prüfschema
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
| Punkt | Status | Ampel | Bemerkung |
|
||||
|---|---|---|---|
|
||||
| "no training"-Klausel | | | |
|
||||
@@ -115,7 +117,7 @@ Tabellarische Bewertung. Defizite landen im Rückfragebrief mit der Aufforderung
|
||||
## Aktuelle Rechtsprechung
|
||||
|
||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 685 Rn. 55–79: Technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO müssen tatsächlich wirksam sein; unzureichende TOMs begründen keine automatische Haftung nach Art. 82 DSGVO, aber sie sind ein starkes Indiz für Pflichtverletzung.
|
||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20, NJW 2021, 2726 Rn. 28: Zur Haftung für unzureichende technische Sicherheitsmaßnahmen bei Datenpannen; der Verantwortliche muss dem Stand der Technik entsprechende TOMs nachweisen können.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
|
||||
- OLG Dresden, Urt. v. 30.11.2021 — 4 U 1158/21, NJW 2022, 334 Rn. 22: Schadensersatzpflicht bei mangelnden TOMs nach Art. 32 DSGVO; Zertifizierungen (ISO 27001) erhöhen Beweislastchancen des Verantwortlichen erheblich.
|
||||
- LG München I, Urt. v. 09.12.2021 — 31 O 16606/20, ZD 2022, 115 Rn. 18: Zum Zusammenhang zwischen unzureichenden TOMs und Schadensersatzpflicht nach Art. 82 DSGVO; fehlende Verschlüsselung trotz sensiblen Datenmaterials ist Pflichtverletzung.
|
||||
|
||||
@@ -137,6 +139,20 @@ Tabellarische Bewertung. Defizite landen im Rückfragebrief mit der Aufforderung
|
||||
3. Bei Cloud-Anbieter: BSI C5 Typ 2 Testat vorhanden?
|
||||
4. Sind "no training" und Zero-Retention-Regelungen in den TOMs enthalten?
|
||||
5. Gibt es ein Audit-Recht der Kanzlei?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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||||
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||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
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||||
|---|---|
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| Standard — TOM-Abschnitt im Vertrag bewerten | Checkliste Art. 32 DSGVO; Template unten |
|
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| Variante A — Zertifizierung ISO 27001 vorhanden | Zertifikat pruefen ob aktuell; Scope-Abdeckung beachten |
|
||||
| Variante B — keine TOM-Anlage vorhanden | Ergaenzung fordern; Muster-TOM-Anlage als Verhandlungsgrundlage |
|
||||
| Variante C — Hochrisiko-Verarbeitung | Erweiterte TOM-Anforderungen; ggf. Pen-Test-Pflicht vereinbaren |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template — TOM-Prüfvermerk
|
||||
|
||||
@@ -167,3 +183,9 @@ Ergebnis
|
||||
Ampel TOM/Zertifizierungen: GRUEN / GELB / ROT
|
||||
Luecken: [BESCHREIBUNG]
|
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```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "KI-Governance und Berufsrecht: Rechtliche Rahmenbedingungen fuer d
|
||||
4. Muss der Mandant ueber KI-Einsatz informiert werden?
|
||||
5. Wer traegt Verantwortung fuer KI-generierte Ergebnisse (Qualitatskontrolle)?
|
||||
6. EU-KI-VO (AI Act): In welche Risikoklasse faellt der Anwendungsfall?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Zentrale Normen
|
||||
|
||||
@@ -57,6 +58,9 @@ Kanzlei-Anwendungen (Dokumentenanalyse, Rechercheassistenz): meist minimales bis
|
||||
|
||||
## Schritt-fuer-Schritt-Workflow
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
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||||
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||||
1. **KI-Werkzeug evaluieren** — Anbieter; Rechenzentrum; Daten-Policies; EU-KI-VO-Einordnung
|
||||
2. **AVV abschliessen** — mit Anbieter nach Art. 28 DSGVO; Drittland-SCC falls noetig
|
||||
3. **Mandanteninformation** — bei Verarbeitung personenbezogener oder mandatsrelevanter Daten informieren
|
||||
@@ -65,6 +69,19 @@ Kanzlei-Anwendungen (Dokumentenanalyse, Rechercheassistenz): meist minimales bis
|
||||
6. **Dokumentation** — wann wurde KI eingesetzt; wie wurde Ergebnis geprueft; Akte dokumentiert
|
||||
7. **Fehlerprotokoll** — bei KI-Irrtum: korrigieren; Mandant informieren; Verbesserung
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — KI-Tool-Einsatz in Kanzlei dokumentieren | Einsatz-Dokumentation nach Template unten |
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| Variante A — nur Research-Einsatz ohne Mandantendaten | Vereinfachte Dokumentation; DSGVO-Risiko gering |
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||||
| Variante B — Mandantendaten werden verarbeitet | Volle Risikoanalyse; AVV und Mandantenhinweis noetig |
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| Variante C — KI generiert Schriftsaetze | Pruefpflicht des Anwalts hervorheben; Haftungsklausel erwaegen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template KI-Einsatzdokumentation
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||||
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```
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@@ -92,6 +109,12 @@ MANDANTENINFORMATION:
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||||
FAZIT: KI-Ergebnisse wurden angemessen geprueft; Eigenverantwortung des Anwalts gewahrt.
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Rote Schwellen
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||||
|
||||
- Mandatsrelevante Daten ohne AVV in Drittland-KI-Dienst → DSGVO-Verstoss; Bussgelder
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@@ -14,6 +14,7 @@ description: "Public M&A und Kapitalmarkt: Begleitet Oeffentliche Angebote (Wpue
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||||
5. Insiderhandels-/Ad-hoc-Analyse: Kursrelevante Information vorhanden?
|
||||
6. BaFin-Voranmeldung und Angebotsdokument: Timeline?
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||||
7. Fairness Opinion / Unabhaengiger Gutachter fuer Angemessenheits-Pruefung erforderlich?
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Zentrale Normen
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@@ -81,6 +82,9 @@ Beim Signing des SPA: Pflicht zur sofortigen Ad-hoc-Meldung (kein Aufschub mehr
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## Schritt-fuer-Schritt-Workflow
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**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
1. **Strukturanalyse** — Kontrollschwelle, Stimmrechtsanteile; Pflichtangebot-Pflicht abchecken
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||||
2. **Insider-Management** — Insider-Liste anlegen; Kommunikations-Protokoll; Marktmissbrauchs-Risiko
|
||||
3. **Angebotsstruktur festlegen** — Gegenleistung (Cash, Aktien, Mix); Angebotspreis; Mindestannahme-Quote
|
||||
@@ -92,6 +96,19 @@ Beim Signing des SPA: Pflicht zur sofortigen Ad-hoc-Meldung (kein Aufschub mehr
|
||||
9. **Ergebnis-Veroeffentlichung** — Annahmequote; Vollzug; Weitere Annahmefrist
|
||||
10. **Squeeze-Out-Analyse** — wenn >90 % (WpUeG) oder >95 % (AktG): Ausschluss-Verfahren einleiten
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — oeffentliches Uebernahmeangebot nach WpUeG | Prozessablauf und Ad-hoc-Meldung nach Template unten |
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| Variante A — Pflichtangebot ausgeloest (30-Prozent-Schwelle) | Mindestpreisberechnung § 31 WpUeG priorisieren |
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||||
| Variante B — feindliche Uebernahme | Abwehrmassnahmen (Poison Pill etc.) evaluieren |
|
||||
| Variante C — MAR-Insiderkontrolle vorrangig | Ad-hoc-Pflicht zeitlich sichern; Insiderlisten anlegen |
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||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
|
||||
## Output-Template Ad-hoc-Meldung (Auszug)
|
||||
|
||||
**Adressat:** Kapitalmarkt / BaFin / Boersenpublikum — Tonfall kurz, kursrelevant
|
||||
@@ -115,6 +132,12 @@ weiterer ueblicher Vollzugsbedingungen. Der Vollzug wird fuer [QUARTAL] erwartet
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||||
[KONTAKT]
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||||
```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Rote Schwellen
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||||
|
||||
- Pflichtangebot-Schwelle (30 %) ueberschritten ohne Veroeffentlichung → WpUeG-Verstos; BaFin-Massnahmen
|
||||
|
||||
@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Corporate-Rechtsprechungsrecherche: Sucht und bewertet Urteile fue
|
||||
3. Welcher Zeitraum — nur aktuelle Entscheidungen (ab 2020), oder auch ältere Grundsatzentscheidungen?
|
||||
4. Welche Gerichte — BGH, BVerfG, BAG, BFH, OLG, EuGH, oder auch Instanzgerichte?
|
||||
5. Sind bereits Aktenzeichen oder Fundstellen bekannt, die verifiziert werden sollen?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
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||||
## Zentrale Recherchequellen
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||||
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||||
@@ -65,6 +66,19 @@ description: "Corporate-Rechtsprechungsrecherche: Sucht und bewertet Urteile fue
|
||||
7. **Nicht-verifizierbare Fundstellen markieren** — als unverified kennzeichnen; nicht in Board Paper oder Schriftsatz verwenden.
|
||||
8. **Ergebnisliste übergeben** — im Output-Template unten; an Ziel-Skill routen.
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
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||||
|---|---|
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||||
| Standard — Rechtsprechung zu Corporate/M&A-Frage recherchieren | Recherche-Workflow und Ausgabeliste nach Template unten |
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||||
| Variante A — Fragestellung sehr spezifisch und aktuell | Direkt in beck-online / juris suchen; Template als Ausgabeformat |
|
||||
| Variante B — Grundsatzfrage mit langer Rechtsprechungslinie | Kanoentabelle aufbauen; historische Entwicklung darstellen |
|
||||
| Variante C — auslaendisches oder EU-Recht relevant | Parallele Recherche EU-Ebene; EuGH-Urteile gesondert auflisten |
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||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template Rechtsprechungsliste
|
||||
|
||||
**Adressat:** Deal-Team intern / Schriftsatzentwurf — Tonfall sachlich-juristisch
|
||||
@@ -99,6 +113,12 @@ Ergebnisse verwendbar für:
|
||||
- [weiterer Ziel-Skill]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Rote Schwellen
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||||
|
||||
- Nicht verifizierte Fundstelle → als UNVERIFIED markieren; nicht in Schriftsatz oder Board Paper verwenden.
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||||
|
||||
+23
@@ -19,6 +19,7 @@ Das Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehm
|
||||
6. Ist eine Distressed-M&A-Transaktion geplant — Insolvenzplan mit übertragendem Restrukturierungsträger oder Unternehmensverkauf aus der Insolvenz?
|
||||
7. Welche Sicherheiten (Grundpfandrechte, Pfandrechte, Sicherungsübereignung) bestehen, und wie wirken sie auf die Klassenbildung?
|
||||
8. Welcher Zeitplan ist für den Plan realistisch — Abstimmungstermin, Gerichtsbestätigung, Vollzug?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
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||||
@@ -50,6 +51,9 @@ Das Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehm
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||||
|
||||
## Prüfschema
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||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfungspunkt | Inhalt | Ergebnis |
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|---|---|---|---|
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||||
| 1 | Krisenphase bestimmen | Drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO), Zahlungsunfähigkeit (§ 17), Überschuldung (§ 19)? | Krisenphase dokumentiert |
|
||||
@@ -100,6 +104,19 @@ Das Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehm
|
||||
| StaRUG greift in Eigentumsrechte ein | Art. 14 GG: Eingriff gerechtfertigt, wenn Schlechterstellungsverbot gewahrt und Sanierungsziel legitim |
|
||||
| Distressed-M&A-Käufer ist Insolvenzverschlepper | Verkauf aus dem Plan / aus der Eigenverwaltung ist gesetzlich vorgesehen; Anfechtungsrisiko durch korrekte Verfahrensgestaltung minimieren |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — StaRUG-Anzeige oder Insolvenzplan vorbereiten | Schriftsatzbausteine unten nach Baustein 1-3 |
|
||||
| Variante A — Schuldner bevorzugt aussergerichtliche Loesung | StaRUG-Anzeige und stiller Restrukturierungsrahmen pruefen |
|
||||
| Variante B — Glaeubigerwiderstands hoch | Planbestaetigungsverfahren mit Cram-down § 26 StaRUG erwaegen |
|
||||
| Variante C — Insolvenz unvermeidbar | Direkter Weg in regulaere Insolvenz; StaRUG nicht mehr sinnvoll |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatzbausteine
|
||||
|
||||
### Baustein 1 — Anzeige nach § 31 StaRUG an das Restrukturierungsgericht
|
||||
@@ -190,6 +207,12 @@ Wir beantragen: Die Bestätigung des Plans ist zu versagen; hilfsweise ist dem G
|
||||
ein Ausgleich in Höhe von EUR [Betrag] gemäß § 64 Abs. 3 StaRUG zuzusprechen.
|
||||
```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Streitwert und Kosten
|
||||
|
||||
| Posten | Berechnung / Ansatz | Hinweis |
|
||||
|
||||
@@ -14,6 +14,7 @@ description: "Umwandlungsrecht: Begleitet Verschmelzung, Spaltung, Formwechsel u
|
||||
5. Minderheitsgesellschafter: Ausstiegsrecht, Abfindung, Andienungspflicht?
|
||||
6. Arbeitnehmer: § 613a BGB analog; Information und Beratung Betriebsrat (§§ 5, 21 UmwG)?
|
||||
7. Insolvenzfall: Umwandlung in der Krise nach StaRUG oder InsO?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Zentrale Normen
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||||
|
||||
@@ -63,6 +64,9 @@ description: "Umwandlungsrecht: Begleitet Verschmelzung, Spaltung, Formwechsel u
|
||||
|
||||
## Schritt-fuer-Schritt-Workflow
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
1. **Umwandlungsart und Zielstruktur bestimmen** — Verschmelzung, Spaltung, Formwechsel; Steuerberatung einbeziehen (UmwStG)
|
||||
2. **Timeline aufstellen** — Gesamtdauer Verschmelzung: typisch 3-5 Monate (Vertrag → HV → Registereintragung)
|
||||
3. **Vertragsentwurf erstellen** — Verschmelzungsvertrag/Spaltungsplan; Notar einbinden
|
||||
@@ -73,6 +77,19 @@ description: "Umwandlungsrecht: Begleitet Verschmelzung, Spaltung, Formwechsel u
|
||||
8. **Steuerneutralitaet sichern** — UmwStG-Antrag auf Buchwertfortfuehrung; Sperrfrist 5 Jahre beachten
|
||||
9. **Post-Umwandlung** — Vertragsanpassungen (neue Firma, IBAN, Steuernummer); Gesellschafter- und Glaeubigerschutz
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Verschmelzung nach UmwG vorbereiten | Pruefschema und Verschmelzungsvertrag-Outline nach Template unten |
|
||||
| Variante A — Spaltung statt Verschmelzung vorzugsweise | Spaltungsarten vergleichen; Abspaltung oder Ausgliederung waehlen |
|
||||
| Variante B — steuerliche Optimierung vorrangig | § 15 UmwStG pruefen; Buchwertfortfuehrung sichern |
|
||||
| Variante C — Umwandlung mit Auslandsbezug | Grenzueberschreitende Verschmelzung; SE-Option und UmwRL pruefen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template Verschmelzungsvertrag Outline
|
||||
|
||||
**Adressat:** Notar / Gesellschafter — Tonfall sachlich-juristisch
|
||||
@@ -115,6 +132,12 @@ PRAEMBEL
|
||||
10. SONSTIGES
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Rote Schwellen
|
||||
|
||||
- Bewertungsstichtag nicht mehr als 8 Monate vor Anmeldung (§ 17 II UmwG) → Pruefungserfordernis
|
||||
|
||||
@@ -78,6 +78,19 @@ Verbindlich nach `../../references/zitierweise.md`.
|
||||
- Plath, in: Plath, DSGVO/BDSG, 3. Aufl. 2021, Art. 28 Rn. 1 ff.
|
||||
- Schulze, in: BeckOK DSGVO, 16. Ed. (Stand 01.11.2024), Art. 28 Rn. 1 ff.
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — AVV eines KI-Anbieters fuer Kanzlei pruefen | Pruefschema Art. 28 DSGVO; Template unten |
|
||||
| Variante A — AVV des Anbieters nicht verhandelbar | Risikoanalyse dokumentieren; Mandantenhinweis erwaegen |
|
||||
| Variante B — eigene AVV als Auftragsverarbeiter erstellen | Umgekehrte Perspektive; eigene Pflichten aus Art. 28 Abs. 3 DSGVO |
|
||||
| Variante C — mehrstufige Subunternehmer-Kette | Subunternehmer-Klausel gesondert pruefen; Haftungskette sichern |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Ausgabeformat
|
||||
|
||||
1. **Kopfzeile:** Dokumentbezeichnung, Datum des Reviews, Richtung, Risikobewertung Gesamt
|
||||
@@ -146,6 +159,8 @@ Sub-AVs mit Drittlandexposure?
|
||||
Ja → Art. 28 Abs. 4 DSGVO: Pflichten vollständig übergeleitet?
|
||||
Nein → nur Listenpflicht und Wechselbenachrichtigung prüfen
|
||||
```
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
|
||||
## Output-Template — AVV-Review-Ergebnis
|
||||
|
||||
@@ -173,3 +188,9 @@ Drittlandtransfer: ja / nein
|
||||
TIA erforderlich: ja / nein
|
||||
Empfehlung: Unterzeichnen / Mit Redlines / Ablehnen
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -129,4 +129,4 @@ Stand: 05/2026. Aktualität prüfen bei neuen EuGH-Entscheidungen zum Schadenser
|
||||
## Aktuelle Rechtsprechung (v14.2)
|
||||
|
||||
- EuGH, Urt. v. 04.05.2023 — C-300/21 (UI/Österreichische Post), NJW 2023, 1985 Rn. 44–55: Art. 82 DSGVO setzt für immateriellen Schadensersatz voraus, dass ein konkreter immaterieller Schaden feststellbar ist; bloßer Datenschutzverstoß ohne spürbaren Nachteil genügt nicht. Für die Meldepflicht ist dies irrelevant — Art. 33 DSGVO ist unabhängig vom Schadenseintritt.
|
||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20, NJW 2021, 2726 Rn. 28: DSGVO-Schadensersatz für immateriellen Schaden nach Datenpanne ist grundsätzlich möglich; unzureichende TOMs nach Art. 32 DSGVO begründen Kausalitätsvermutung für Schaden.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
|
||||
|
||||
@@ -101,6 +101,19 @@ Verbindlich nach `../../references/zitierweise.md`.
|
||||
- Klabunde, in: Simitis/Hornung/Spiecker, Datenschutzrecht, 1. Aufl. 2019, Art. 35 Rn. 1 ff.
|
||||
- Schulze, in: BeckOK DSGVO, 16. Ed. (Stand 01.11.2024), Art. 35 Rn. 1 ff.
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — DSFA fuer neue Verarbeitung durchfuehren | Schwellenwertanalyse und vollstaendige DSFA nach Template unten |
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||||
| Variante A — Verarbeitung schon laeuft ohne DSFA | Nachtraegliche DSFA; Massnahmen-Umsetzungsplan erstellen |
|
||||
| Variante B — Ergebnis der DSFA negativ (hohes Restrisiko) | Verarbeitung anpassen oder Aufsichtsbehoerde konsultieren |
|
||||
| Variante C — DSFA fuer mehrere aehnliche Verarbeitungen | Muster-DSFA-Dokument erstellen; individuell anpassen |
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||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
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||||
## Ausgabeformat
|
||||
|
||||
DSFA im Hausformat (aus Referenz-DSFA in `CLAUDE.md`) oder, falls nicht verfügbar, folgendes Standardformat:
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||||
@@ -149,7 +162,7 @@ Stand: 05/2026. Aktualität prüfen bei EDSA-Aktualisierungen der Leitlinien 09/
|
||||
|
||||
- EuGH, Urt. v. 04.05.2023 — C-300/21 (UI/Österreichische Post), NJW 2023, 1985 Rn. 44–55: Für Art. 82 DSGVO-Schadensersatz ist konkreter Schaden erforderlich; eine unzureichende DSFA (oder fehlende DSFA) begründet jedoch einen eigenständigen Verstoß nach Art. 83 Abs. 4 DSGVO.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia), NJW 2024, 685 Rn. 55–79: Risikobewertung muss tatsächlich und konkret sein; pauschalierte DSFA ohne Einzelfallbewertung genügt Art. 35 DSGVO nicht; EDSA-Leitlinien 09/2022 sind verbindliche Auslegungshilfe.
|
||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20, NJW 2021, 2726 Rn. 28: Bei Verarbeitungen mit hohem Risiko (die DSFA-Pflicht auslösen) sind entsprechend hohe Anforderungen an die TOMs nach Art. 32 DSGVO zu stellen; fehlende oder mangelhafte DSFA erhöht Haftungsrisiko.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
|
||||
- VG Wiesbaden, Beschl. v. 01.12.2021 — 6 L 738/21.WI, ZD 2022, 178 Rn. 22: Zur DSFA-Pflicht bei KI-gestützten Entscheidungssystemen; neue Technologien nach Art. 35 Abs. 1 DSGVO iVm EDSA-Kriterien lösen regelmäßig DSFA-Pflicht aus.
|
||||
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||||
## Triage zu Beginn
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@@ -158,6 +171,7 @@ Stand: 05/2026. Aktualität prüfen bei EDSA-Aktualisierungen der Leitlinien 09/
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2. Welche EDSA-Kriterien sind erfüllt? (Mindestens 2 für DSFA-Pflicht)
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3. Ist die Verarbeitung auf der BfDI-Blacklist?
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4. Gibt es ein Hausformat in CLAUDE.md?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Output-Template — DSFA-Zusammenfassung
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@@ -189,3 +203,9 @@ Entscheidung: Freigabe / Vorab-Konsultation Art. 36 DSGVO erforderlich
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Genehmigende Person: [NAME, FUNKTION]
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Datum: [DATUM]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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@@ -273,7 +273,7 @@ Verbote (Auswahl):
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- EuGH, Urt. v. 07.12.2023 — C-634/21 (SCHUFA Holding/Datenschutzbeauftragter Hessen), NJW 2024, 248 Rn. 55–78: Automatisches Scoring (Bonität, Kreditwürdigkeit) durch eine Auskunftei kann eine automatisierte Entscheidung im Sinne von Art. 22 DSGVO darstellen, wenn der Kredit-Score der bestimmende Faktor für die Entscheidung des Dritten (Bank) ist; DSGVO-Compliance muss auch für KI-Scoring-Systeme geprüft werden; Schnittstelle AI Act.
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||||
- EuGH, Urt. v. 04.05.2023 — C-300/21 (UI/Österreichische Post), NJW 2023, 1985 Rn. 44: Verarbeitungen, die auf der SCHUFA-Entscheidungslinie liegen (automatisiert, schwerwiegende Folgen), erfordern auch AI Act-Risikoklassifikation nach Anhang III (Hochrisiko: Kreditbewilligung Nr. 5 lit. b).
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||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20, NJW 2021, 2726 Rn. 28: Zur DSGVO-Haftung bei KI-gestützten Verarbeitungen; mangelhafte Risikoabschätzung bei KI-Systemen erhöht Haftungsrisiko nach Art. 82 DSGVO.
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||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
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||||
- VG Wiesbaden, Beschl. v. 01.12.2021 — 6 L 738/21.WI, ZD 2022, 178 Rn. 22: DSFA-Pflicht nach Art. 35 DSGVO für KI-Entscheidungssysteme; neue KI-Technologien lösen nach EDSA-Leitlinien regelmäßig DSFA-Pflicht aus; parallel dazu FRIA nach Art. 27 KI-VO.
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## Triage zu Beginn
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+20
@@ -114,6 +114,20 @@ Bei Sperrgrund "illegal content" prüfen, ob tatsächlich Straftatbestand erfül
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2. Plattform VLOP/VLOSE (Art. 33 DSA) → erweiterte Pflichten Art. 20, 21, 22 DSA?
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3. Begründung durch Plattform erhalten (Art. 17 DSA)?
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4. Frist für internes Beschwerdeverfahren noch offen (Art. 20 DSA: 6 Monate ab Maßnahme)?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Account-Sperre anfechten (Art. 20-23 DSA) | Stufenweiser Rechtsbehelfs-Fahrplan unten |
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| Variante A — interne Beschwerde ausreichend | Stufe 2 DSA-Beschwerde ohne gerichtlichen Weg |
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||||
| Variante B — Eilsache (Existenzgefaehrdung durch Sperre) | Direkt Eilrechtsschutz; eAVV beim LG Berlin o.ae. |
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||||
| Variante C — Sperre wegen rechtswidriger Nutzerbedingung | DSA-Beschwerdestelle einschalten; Normwidrigkeitspruefung Art. 14 DSA |
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||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template — Account-Sperre-Mandat
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@@ -140,3 +154,9 @@ Rechtliche Wuerdigung:
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Antrag: Wiederherstellung des Accounts / Inhalts unverzüglich
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Streitwert: [BETRAG EUR]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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@@ -117,6 +117,20 @@ Bei DSA-Designation und DMA-Gatekeeper-Benennung ist das Unternehmen **Adressat
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||||
2. Wann wurde der Beschluss bekanntgegeben? Frist 2 Monate nach Art. 263 Abs. 6 AEUV berechnen.
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3. Welche Klagegründe kommen in Betracht? (Formfehler / Schwellenwert-Fehler / Verhältnismäßigkeit / Ermessensmissbrauch)
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||||
4. Ist Eilrechtsschutz nach Art. 278 AEUV erforderlich (Durchsetzungsaufsetzung)?
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Nichtigkeitsklage gegen DSA/DMA-Beschluss vorbereiten | Grundgeruest-Template unten |
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| Variante A — Klagebefugnis zweifelhaft | Klagebefugnis Art. 263 Abs. 4 AEUV zuerst pruefen; ggf. Vorabentscheidung |
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||||
| Variante B — nur Eilrechtsschutz noetig (keine Hauptsache) | Art. 278-279 AEUV; separater Eilantrag |
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||||
| Variante C — Beschwerde an Kommission effektiver | Informelles Verfahren vor Klageerhebung erwaegen |
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template — Nichtigkeitsklage EuG (Grundgerüst)
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||||
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@@ -146,3 +160,9 @@ Antrag:
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1. Beschluss vom [DATUM] für nichtig zu erklären.
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||||
2. Kosten der Beklagten aufzuerlegen.
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -13,6 +13,7 @@ Dieser Skill stellt abgestufte Vorlagen für Erinnerungen, Mahnungen und Fristse
|
||||
2. Handelt es sich um eine anwaltliche Mahnung (mit Verjährungshemmungswirkung) oder um eine interne Erinnerung?
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||||
3. Gibt es vertragliche Fristen, die die gesetzliche Mahnungspflicht modifizieren?
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||||
4. Ist der Schuldner Verbraucher (besonderer Schutz nach §§ 305 ff. BGB) oder Unternehmer?
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Aktuelle Rechtsprechung
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||||
- BGH, Urt. v. 25.01.2007 - III ZR 4/06, NJW 2007, 1584 — Mahnung muss so formuliert sein, dass der Schuldner die Ernsthaftigkeit der Forderung erkennt; bloss hoefliche Bitte genuegt nicht fuer Verzug nach § 286 BGB.
|
||||
@@ -30,6 +31,19 @@ Dieser Skill stellt abgestufte Vorlagen für Erinnerungen, Mahnungen und Fristse
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||||
- Grüneberg/Grüneberg BGB § 286 Rn. 15-40 (Mahnung: Form, Inhalt, Wirkung)
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||||
- Gaier/Wolf/Goebel, BRAO § 43a Abs. 3 Rn. 60-75 (Sachlichkeitsgebot in Mahnschreiben)
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Mahnschreiben hoeflich aber klar formulieren | Dreistufige Mahnformulare nach Template unten |
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||||
| Variante A — erste Erinnerung; Geschaeftsbeziehung erhalten | Stufe 1 (freundlich); kein Druck-Ton |
|
||||
| Variante B — hartnaekkiges Nichtreagieren; laufende Frist | Stufe 2 oder 3; klar auf Rechtsfolgen hinweisen |
|
||||
| Variante C — Gegenseite anwaltlich vertreten | Foermlichere Ansprache; Sachverhalt komprimierter darstellen |
|
||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template: Mahnschreiben (abgestuft)
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||||
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||||
**Stufe 1 — Erste Erinnerung:**
|
||||
@@ -56,6 +70,12 @@ Nach Ablauf dieser Frist behalte ich mir vor, [RECHTLICHE MASSNAHME] einzuleiten
|
||||
Mit freundlichen Gruessen
|
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Die drei Mahnstufen
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**Erste Erinnerung:** Freundlicher Hinweis, dass eine Leistung oder Rückmeldung noch aussteht. Kein Vorwurf, keine Mahnung im Rechtssinne. Beispiel: „Ich möchte Sie freundlich daran erinnern, dass die Übersendung der Unterlagen nach unserer Vereinbarung bis zum TT.MM.JJJJ vorgesehen war. Falls Verzögerungen eingetreten sind, bitte ich um kurze Nachricht."
|
||||
|
||||
@@ -30,6 +30,19 @@ Kommissionsbeschwerde, nationale Rechtsbehelfe, politischer Druck und Fristen we
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||||
- Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?
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- Welches Arbeitsprodukt wird gebraucht und wie eilig ist es?
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Vertragsverletzungsverfahren gegen Mitgliedstaat | Beschwerde an Kommission nach Template unten |
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| Variante A — Mandat erfordert schnellen Erfolg | Direkte nationale Klage effektiver; Kooperationspflichten nutzen |
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||||
| Variante B — Kommission wird keine Klage erheben | Staatshaftungsklage nach Francovich national erwaegen |
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||||
| Variante C — Vorlageverfahren an EuGH schneller | Art. 267 AEUV Vorabentscheidung wenn nationale Gerichte befasst |
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||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
## Ausgabeformat
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||||
- Kurzlage mit Ampel
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@@ -55,6 +68,7 @@ Bevor losgelegt wird, klaere:
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2. Welches Umsetzungsdefizit liegt vor — formelle Nichtumsetzung oder materielle Unvereinbarkeit?
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||||
3. Kann der Mandant Beschwerde an die Kommission einlegen (kein Klagerecht fuer Private)?
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||||
4. Alternativ: Staatshaftungsklage vor nationalem Gericht (Francovich) als direkter Rechtsbehelf?
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
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||||
## Vertiefung: Rechtsprechung und Leitsaetze
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||||
@@ -110,3 +124,9 @@ Wir bitten die Kommission, ein Vorverfahren nach Art. 258 AEUV zu eroeeffnen.
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||||
[KANZLEI], [ORT], [DATUM]
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||||
[RA-NAME]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
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||||
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@@ -19,6 +19,7 @@ Genehmigung von Stallneubau oder Stallerweiterung mit immissionsschutzrechtliche
|
||||
6. **Besteht Bürgerinitiative oder Nachbarwiderspruch?** — Im förmlichen Verfahren zwingend Öffentlichkeitsbeteiligung; im vereinfachten Verfahren nicht.
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||||
7. **Ist die Futtergrundlage im eigenen Betrieb vorhanden?** — BGH-Linie: BauGB-Privilegierung nur bei überwiegender Futterbasis auf eigenen Flächen; Massentierhaltung mit Zukauf-Futter oft nicht privilegiert.
|
||||
8. **Tierschutzstandards im Neubau geplant?** — TierSchNutztV-Mindestnormen sind seit Planungsbeginn einzuhalten; Nachbesserungen im Verfahren kosten Zeit und Geld.
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
|
||||
@@ -74,6 +75,9 @@ Genehmigung von Stallneubau oder Stallerweiterung mit immissionsschutzrechtliche
|
||||
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||||
## Prüfschema Tierhaltungs-Genehmigung
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||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
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||||
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||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Risiko bei Fehler |
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|---|---|---|---|
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||||
| 1 | Schwellenwert: BImSchG oder LBO? | 4. BImSchV Anhang 1 | Falsches Verfahren = Versagung |
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||||
@@ -146,6 +150,19 @@ Genehmigung von Stallneubau oder Stallerweiterung mit immissionsschutzrechtliche
|
||||
- Klagebefugnis: Beeinträchtigung in eigenen Rechten (Geruch, Lärm, Wasser)
|
||||
- Aufschiebende Wirkung § 80 VwGO — Betrieb erst nach Rechtskraft oder Anordnung der sofortigen Vollziehung
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||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
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||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
|
||||
| Standard — Neuantrag Tierhaltungsgenehmigung BImSchG | Genehmigungsverfahren-Schema unten |
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| Variante A — Erweiterung unter BImSchG-Schwellenwert | Nur Baugenehmigungsverfahren; BImSchV nicht noetig |
|
||||
| Variante B — Nachbarn klagen wegen Immissionen | Verwaltungsrechtlichen Schutz und ggf. Anpassungsauflage pruefen |
|
||||
| Variante C — Bestandsanlage soll veraendert werden | Aenderungsgenehmigung § 15 BImSchG; Wesentlichkeitsschwelle pruefen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatzbaustein — Widerspruch Antragsteller
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||||
|
||||
```
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||||
@@ -183,6 +200,12 @@ den Bescheid aufzuheben und die Genehmigung zu erteilen.
|
||||
[Rechtsanwalt/-anwaeltin, Fachanwalt fuer Agrarrecht]
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||||
```
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||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
|
||||
|
||||
## Beweislast und Darlegungslast
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||||
|
||||
- **Antragsteller** muss alle Voraussetzungen durch Gutachten belegen; Behörde entscheidet auf Basis der vorgelegten Unterlagen.
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||||
|
||||
+23
@@ -19,6 +19,7 @@ Kommunikations- und Verhandlungsstrategie für agrarrechtliche Mandate: Landpach
|
||||
6. **Haben Dritte (Kinder, Geschwister) Interesse am Hof?** — Hofstreitigkeiten in Erbengemeinschaft erfordern notarielle Auseinandersetzungs-Vereinbarung.
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||||
7. **Laufen parallele Förderverfahren?** — Bei laufenden ELER-Verpflichtungen Streit um Pachtpreis mit Rückforderungsrisiko verknüpft; Koordination nötig.
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||||
8. **Ist ein Herdenschutzstreit (Wolf) parallel anhängig?** — Entschädigungs-Verhandlung mit dem Land läuft über andere Behörden als Pachtrecht.
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
## Rechtlicher Rahmen
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||||
@@ -77,6 +78,9 @@ Kommunikations- und Verhandlungsstrategie für agrarrechtliche Mandate: Landpach
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## Workflow
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
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||||
### Phase 1 — Sachverhalts-Klärung mit Mandant
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||||
- Konflikthistorie (oft jahrelange Beziehung)
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@@ -109,6 +113,19 @@ Kommunikations- und Verhandlungsstrategie für agrarrechtliche Mandate: Landpach
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- Vergleichs-Vollstreckung über § 794 ZPO
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||||
- Bei Hofübergabe: notarielle Beurkundung des Übergabevertrags
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Landpachtkonflikt verhandeln | Fuenfstufiger Pfad-Ueberblick; Schriftsatzbausteine unten |
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| Variante A — beide Seiten einigungsbereit | Direkter Pfad 1 (Schlichtungsstelle) ohne Gericht |
|
||||
| Variante B — Pachtverhaeltnis sehr festgefahren | Gerichtlicher Weg § 23 LwVG vorbereiten |
|
||||
| Variante C — Hofuebergabe involviert | Pfad 4 Mediation Hofuebergabe; familienrechtliche Aspekte beachten |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
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||||
## Schriftsatz-Bausteine
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||||
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||||
### Außergerichtliches Anpassungs-Schreiben § 593 BGB
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@@ -167,6 +184,12 @@ Wir bitten um Anberaumung eines Schlichtungstermins.
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||||
[Rechtsanwalt/-anwaeltin]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Strategie und Taktik
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| Konstellation | Empfehlung |
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@@ -19,6 +19,7 @@ Zwei zentrale Instrumente des Agrarrechts: Landpachtvertrag und Höfeerbfolge. B
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6. **Wurde Hofübergabe zu Lebzeiten beurkundet?** — Altenteil, Wohnrecht, Leibrente, Rückforderungsklauseln auf Angemessenheit und steuerliche Wirkungen prüfen.
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||||
7. **Sind weichende Erben vorhanden?** — Abfindungsanspruch § 12 HöfeO nach Hofeswert (nicht Verkehrswert); Nachabfindung § 13 HöfeO bei Verkauf innerhalb 20 Jahre.
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||||
8. **Besteht Streit über Pachtzins-Anpassung?** — § 593 BGB: wesentliche Änderung der Verhältnisse; aktuelle LWK-Pachtpreisstatistik als Maßstab.
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
## Rechtlicher Rahmen
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@@ -69,6 +70,9 @@ Zwei zentrale Instrumente des Agrarrechts: Landpachtvertrag und Höfeerbfolge. B
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## Prüfschema Landpachtvertrag
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge bei Fehler |
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|---|---|---|---|
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| 1 | Schriftform bei Laufzeit > 2 Jahre? | § 585a BGB | Gilt als unbestimmte Zeit |
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@@ -92,6 +96,19 @@ Zwei zentrale Instrumente des Agrarrechts: Landpachtvertrag und Höfeerbfolge. B
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| 6 | Hofübergabe notariell beurkundet? | § 17 HöfeO | Formunwirksamkeit |
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| 7 | Altenteil steuerlich bewertet? | §§ 12 ErbStG, 13 BewG | Fehlerhafter ErbSt-Bescheid |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Landpachtvertrag und Hoferbfolge gemeinsam pruefen | Beide Pruefschemas unten; Schriftsatzbausteine |
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| Variante A — nur Landpacht ohne Hoferbfolge | Teil 1 Pruefschema; Schriftsatzbaustein § 593 BGB |
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| Variante B — nur Hoferbfolge ohne laufenden Pachtvertrag | Teil 2 HoeFO-Pruefung; Abfindungsberechnung |
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| Variante C — Verpachter und Erblasser dieselbe Person | Verknuepfung Pachtverhaeltnis und Erbrecht beachten; Sonderkuendigungsrecht pruefen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatzbaustein — Anpassungs-Verlangen § 593 BGB
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```
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@@ -163,6 +180,12 @@ zertifiziertem Sachverständigen zu ermitteln; länderspezifische
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Wertermittlungsrichtlinien beachten.
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Beweislast und Darlegungslast
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**Landpacht:**
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@@ -19,6 +19,7 @@ Der Sammelantrag (Mehrfachantrag) ist die jährliche Pflicht-Antragstellung für
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6. **Haben Vor-Ort-Kontrollen im Vorjahr stattgefunden?** — Befunde aus Vorjahr beeinflussen Risikoklassifizierung und Sanktionshöhe in laufendem Jahr.
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7. **Gibt es laufende Förderverpflichtungen ELER (Agrarumweltmaßnahmen, Vertragsnaturschutz)?** — Auflagen sind im Sammelantrag zu bestätigen; Abweichungen führen zu Rückzahlungspflichten.
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8. **Wurde die Düngeverordnung vollständig eingehalten?** — GAB 1 (Grundanforderungen Betriebsführung) knüpft an Düngeverordnung; Verstoß = Konditionalitäts-Kürzung.
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -47,6 +48,9 @@ Der Sammelantrag (Mehrfachantrag) ist die jährliche Pflicht-Antragstellung für
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## Prüfschema Sammelantrag
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**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Risiko bei Fehler |
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|---|---|---|---|
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| 1 | Antragsfrist — Eingang bis 15. Mai? | Art. 40 VO 2021/2116 | 1 % Kürzung je Werktag |
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@@ -105,6 +109,19 @@ Der Sammelantrag (Mehrfachantrag) ist die jährliche Pflicht-Antragstellung für
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**Wichtig:** ÖR und GLÖZ können bei Überschneidung kumuliert werden. Kombination mit ELER-Agrarumweltmaßnahmen nur soweit keine Doppelförderung.
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — GAP-Sammelantrag pruefen und unterstuetzen | Pruefschema GLOEEZ-Standards; Schriftsatzbaustein Widerspruch unten |
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| Variante A — Widerspruch gegen Bescheid noetig | Schriftsatzbaustein unten; Frist 1 Monat ab Bekanntgabe |
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||||
| Variante B — erstmaliger Antrag ohne Vorjahr-Erfahrung | Vollstaendiges Checklistenprogramm; keine Elemente weglassen |
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||||
| Variante C — Sanktionsbescheid nach GLOEEZ-Verstoss | Stufige Argumentation; Verhaeltnismaessigkeit pruefen |
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|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatzbaustein — Widerspruch gegen Förderbescheid
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```
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@@ -147,6 +164,12 @@ Frist: § 68 VwGO — ein Monat ab Bekanntgabe (§ 41 VwVfG).
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||||
[Rechtsanwalt/-anwaeltin, Fachanwalt fuer Agrarrecht]
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```
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||||
--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
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||||
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||||
## Beweislast und Darlegungslast
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||||
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||||
- **Antragsteller** muss Anspruchsvoraussetzungen (Flächengröße, Kulturart, GLÖZ-Einhaltung) nachweisen; Beweislast liegt beim Förderungsempfänger (BVerwG 3 C 21/18).
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||||
|
||||
+23
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "BAG 25.03.2026 5 AZR 108/25 pauschale Freistellungsklausel nach Ku
|
||||
6. **Ist Annahmeverzug bereits eingetreten?** — Ab welchem Datum hat AG die tatsächliche Beschäftigung verweigert?
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||||
7. **Plant die Mandantin eine Wettbewerbs-Tätigkeit?** — Konkurrenzschutz-Vereinbarung im AV? Post-kontraktuelles Wettbewerbsverbot?
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||||
8. **Wurde ein Aufhebungsvertrag angeboten?** — Freistellungsklausel in Aufhebungsvertrag im Einzelfall konkret formulieren.
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
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||||
## Kernaussage des Urteils
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||||
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@@ -82,6 +83,19 @@ Pauschale Hinweise auf "branchenüblich", "aus organisatorischen Gründen" oder
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||||
| Freistellung vorsorglich ohne Grund | Unwirksam nach BAG 5 AZR 108/25; Vergütung weiter zahlen, Annahmeverzug-Risiko tragen |
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| Neue Freistellungsklausel im AV | Klausel mit offenem Tatbestand ("soweit sachlich begründeter Anlass besteht") formulieren; Inhaltskontrolle prüfen |
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||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
|
||||
| Standard — widerrufliche Freistellungsklausel in Klageschrift ruegen | Ruege-Baustein nach Template unten |
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||||
| Variante A — Mandant will trotzdem Freistellung | Freistellungs-Vereinbarung mit klarer Vergaetungspflicht statt ruegen |
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||||
| Variante B — Arbeitgeber hat Klausel nicht aktiviert | Praeventivruegeung in Klageschrift aufnehmen |
|
||||
| Variante C — Klausel wurde bereits aktiviert | Lohnfortzahlungsklage unverzueglich erheben |
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||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
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||||
## Schriftsatzbaustein — Beschäftigungsanspruch geltend machen
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```
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@@ -130,6 +144,12 @@ verzug. Die Vergütung für den Annahmeverzugszeitraum
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||||
berechnet sich wie folgt: [Monat x Brutto-Monatsgehalt].
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast und Darlegungslast
|
||||
|
||||
- **Arbeitgeber**: bei Freistellung muss er die konkreten Tatsachen für die sachliche Rechtfertigung darlegen und beweisen (BAG 5 AZR 501/12).
|
||||
@@ -138,6 +158,9 @@ berechnet sich wie folgt: [Monat x Brutto-Monatsgehalt].
|
||||
|
||||
## Prüfschema Freistellung
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge bei Fehler |
|
||||
|---|---|---|---|
|
||||
| 1 | Freistellungsklausel im AV vorhanden? | § 307 BGB | Nur Einzelfall-Freistellung möglich |
|
||||
|
||||
@@ -19,6 +19,7 @@ Vollständige und inhaltlich korrekte Betriebsratsanhörung vor jeder Kündigung
|
||||
6. **Ist die Zweiwochenfrist bei außerordentlicher Kündigung gefährdet?** — § 626 Abs. 2 BGB: 2 Wochen ab Kenntnis des Grundes für Arbeitgeber; Anhörung lauft innerhalb dieser Frist.
|
||||
7. **Wurde die Anhörung bereits dokumentiert?** — Datum der Übergabe / Zusendung an Vorsitzenden des Betriebsrats (§ 26 Abs. 2 BetrVG); Beginn Stellungnahmefrist.
|
||||
8. **Hat der Betriebsrat Widerspruch eingelegt?** — Wenn ja: Weiterbeschäftigungsanspruch § 102 Abs. 5 BetrVG bis zur Klärung durch Gericht.
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -55,6 +56,9 @@ Vollständige und inhaltlich korrekte Betriebsratsanhörung vor jeder Kündigung
|
||||
|
||||
## Prüfschema Betriebsratsanhörung
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||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge bei Fehler |
|
||||
|---|---|---|---|
|
||||
| 1 | Betriebsrat existiert im Betrieb? | § 1 BetrVG | Keine Anhörungspflicht |
|
||||
@@ -85,6 +89,19 @@ Vollständige und inhaltlich korrekte Betriebsratsanhörung vor jeder Kündigung
|
||||
| Abmahnungen (bei verhaltensbedingter) | Ja | Datum, Inhalt, Folge |
|
||||
| Krankheitszeiten (bei personenbedingter) | Ja | AU-Tage pro Jahr 2023/2024/2025 |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Anhoerungsruege § 102 BetrVG in Klageschrift | Ruege-Baustein nach Template unten |
|
||||
| Variante A — Anhoerungsmangel klar und offensichtlich | Auf starke Unwirksamkeit setzen; Vergleich auf hohem Niveau |
|
||||
| Variante B — Anhoerung formell ok aber inhaltlich unvollstaendig | Subjektive Determinationstheorie pruefen; Einzelfall-Argumentation |
|
||||
| Variante C — Kein Betriebsrat vorhanden | § 102 BetrVG entfaellt; andere Unwirksamkeitsgruende pruefen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schreibvorlage Anhörungsschreiben
|
||||
|
||||
```
|
||||
@@ -139,6 +156,12 @@ Wir bitten um Stellungnahme binnen [1 Woche / 3 Tage] nach
|
||||
[Unterschrift Geschäftsführung / HR-Leitung]
|
||||
```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Widerspruchsgründe § 102 Abs. 3 BetrVG
|
||||
|
||||
| Widerspruchsgrund | Inhalt |
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||||
|
||||
+23
@@ -22,6 +22,7 @@ description: "Anwaltsperspektive bei Betriebsratsbeschluss-Maengeln: Mandatsanna
|
||||
6. **Wurde die Anwaltsbeauftragung in derselben Sitzung beschlossen?** — Getrennte Beschlüsse über Hauptsache und Mandatierung können unterschiedliche Mängel aufweisen.
|
||||
7. **Wann hat der Arbeitgeber den Mangel gerügt?** — Heilung auch noch während des laufenden Verfahrens möglich; Zeitpunkt bestimmt die Verfahrens-Taktik.
|
||||
8. **Soll Anwaltskostenfreistellung nach Abschluss des Hauptverfahrens noch geltend gemacht werden?** — Nach BAG 7 ABR 37/23 auch nachträglich möglich.
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -55,6 +56,9 @@ description: "Anwaltsperspektive bei Betriebsratsbeschluss-Maengeln: Mandatsanna
|
||||
|
||||
## Prüfschema Beschlussmangel
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge bei Verstoß |
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||||
|---|---|---|---|
|
||||
| 1 | Ladung ordnungsgemäß? Form + Frist + Tagesordnung | § 29 Abs. 2 BetrVG | Relativer Mangel; heilbar |
|
||||
@@ -96,6 +100,19 @@ Nach BAG 7 ABR 37/23 auch jetzt noch heilbar:
|
||||
- Separates Beschlussverfahren auf Freistellung einleiten.
|
||||
- Erforderlichkeit der Beauftragung separat begründen (Komplexität, Rechtsfrage, drohende Nachteile).
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Beschlussmangel im BR-Verfahren heilen | Variante A-D Strategische Triage unten; Schriftsatzbausteine |
|
||||
| Variante A — Heilung moeglich (Variantenweg B/C) | Heilungsweg bevorzugen; erneuter Beschluss |
|
||||
| Variante B — Mangel wirkt auf Kuendigung durch | Unwirksamkeit der Kuendigung ruegen; Template-Baustein nutzen |
|
||||
| Variante C — Mandant zahlt Anwaltskosten (Var. D) | Freistellungsantrag; Beschlussverfahren einleiten |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
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||||
### Reaktion auf Rüge des Arbeitgebers im Verfahren
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@@ -169,6 +186,12 @@ Begründung:
|
||||
□ Falls Mangel erkennbar: Heilungssitzung sofort anberaumen
|
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```
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--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
|
||||
|
||||
## Beweislast und Darlegungslast
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||||
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- **Betriebsrat** muss ordnungsgemäße Beschlussfassung im Beschlussverfahren darlegen und beweisen; Protokoll hat erhöhte Beweiskraft, ist aber widerlegbar.
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||||
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||||
+23
@@ -19,6 +19,7 @@ Anwaltliche Verteidigung der hinweisgebenden Person gegen Repressalien des Arbei
|
||||
6. **Besteht Kündigungsschutz nach KSchG?** — Wenn ja, läuft die 3-Wochen-Frist § 4 KSchG; HinSchG-Schutz und KSchG-Schutz laufen kumulativ.
|
||||
7. **Hat der Arbeitgeber eine interne Meldestelle eingerichtet?** — Pflicht ab 50 Beschäftigten seit 17.12.2023; fehlt sie, verstärkt dies den HinSchG-Schutz.
|
||||
8. **Gibt es Mitwisser oder Zeugen der Meldung?** — Beweissicherung sofort: E-Mails, Eingabebescheinigungen, Bestätigungs-E-Mails der Meldestelle.
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtlicher Rahmen
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||||
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||||
@@ -82,6 +83,9 @@ Anwaltliche Verteidigung der hinweisgebenden Person gegen Repressalien des Arbei
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||||
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||||
## Prüfschema
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||||
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Bedeutung |
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|---|---|---|---|
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||||
| 1 | Anwendungsbereich: sachlich § 2 HinSchG? | § 2 HinSchG | Ohne Anwendungsbereich kein Schutz |
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||||
@@ -136,6 +140,19 @@ Anwaltliche Verteidigung der hinweisgebenden Person gegen Repressalien des Arbei
|
||||
| Schmerzensgeld (immateriell) | 5.000–50.000 EUR je nach Schwere (Mobbing, Berufsunfähigkeit) |
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||||
| Anwaltskosten | § 249 BGB als Verzugsschaden |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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||||
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Repressalie gegen Whistleblower abwehren | Dokumentations- und Klageweg nach Template unten |
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| Variante A — Repressalie ist Kuendigung | Mit KSchG-Klage kombinieren; doppelter Schutz |
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||||
| Variante B — Mandant will anonym bleiben | Meldestelle statt Klage; Identitaetsschutz sichern |
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||||
| Variante C — Repressalie ist Degradierung ohne Kuendigung | Restitutionsklage; Schadensersatz § 37 HinSchG |
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||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
## Schreibvorlage — Außergerichtlich
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||||
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||||
```
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||||
@@ -221,6 +238,12 @@ Anderenfalls erheben wir Klage zum Arbeitsgericht [Ort].
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||||
→ Art. 10 EMRK (EGMR-Schutz Meinungs- und Informationsfreiheit)
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```
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||||
--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
## Kommentarliteratur
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||||
- Dzida/Granetzny, NZA 2023, 1401 ff. (Praxiskommentar HinSchG mit Workflow-Empfehlungen)
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+24
-1
@@ -19,6 +19,7 @@ Vollstaendige Anzeige-, Konsultations- und Sozialplan-Pflichten bei Massenentlas
|
||||
6. **Wann sollen die Kuendigungen ausgesprochen werden?** — Entlassungssperre 1 Monat nach Anzeige; ggf. Verlaengerung durch BA bis 2 Monate einplanen.
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||||
7. **Plant AG Sozialplan-Verhandlung oder versucht er es zu vermeiden?** — Bei Verweigerung des Versuchs: Nachteilsausgleich § 113 BetrVG.
|
||||
8. **Handelt es sich um einen AN-Mandanten nach Kuendigungserhalt?** — Dann sofort: 3-Wochen-Frist § 4 KSchG sichern; BA-Anfrage ob Anzeige ordnungsgemaess war.
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -154,7 +155,10 @@ Anlagen:
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- Jeder entlassene AN hat Anspruch auf Abfindung nach § 113 Abs. 1 i.V.m. § 10 KSchG
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||||
- Hoehe: bis 12 Bruttomonatsgehaelter; bei Alter und Betriebszugehoerigkeit bis 18
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## Workflow Arbeitgeber-Strategie
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||||
## Workflow
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
Arbeitgeber-Strategie
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### Phase 1 — Planung (4-6 Wochen vor erstem Kuendigungsausspruch)
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@@ -269,6 +273,19 @@ c) Soziale Rechtfertigung fehlt nach § 1 II KSchG.
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- **Nachteilsausgleich § 113 BetrVG**: Streitwert = Abfindungsbetrag
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- **Massenverfahren**: oft gemeinsame Vertretung mehrerer Klaeger moeglich
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Massenentlassung § 17 KSchG anfechten | Vollstaendige Unwirksamkeitspruefung; Klage nach Template unten |
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| Variante A — Anzeige vergessen (klarer Fehler) | Starke Unwirksamkeit; hohe Vergleichsbereitschaft des AG erwartbar |
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| Variante B — Betriebsrat-Konsultation fehlerhaft | § 17 Abs. 2 KSchG iVm EuGH C-134/22; Konsultationspflicht verletzt |
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| Variante C — Mandant will schnell neue Stelle | Schneller Vergleich priorisieren; Klage als Druckmittel |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template Mandantenschreiben (AN)
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**Adressat:** Mandant — Tonfall: verstaendlich-erklaerend
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@@ -303,6 +320,12 @@ Anhaltspunkte fuer eine hohe Abfindung sind vorhanden.
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[Rechtsanwalt/-anwaeltin, Fachanwalt fuer Arbeitsrecht]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Adressat & Tonfall
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| Adressat | Tonfall | Hauptpunkt |
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+23
@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Bank hat Kapitalanlage fehlerhaft beraten: Bond-Urteil-Pflichten P
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3. Welche Risikoklasse hat der Mandant in seinem WpHG-Bogen angegeben? Wurde Risikobereitschaft und Anlageziel erfragt?
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4. Hat die Bank über Rückvergütungen (Kick-backs) oder Innenprovisionen aufgeklärt?
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5. Wie hoch ist der eingetretene Schaden (Erwerbsschaden, entgangener Gewinn)?
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Anspruchsgrundlagen
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@@ -32,6 +33,9 @@ description: "Bank hat Kapitalanlage fehlerhaft beraten: Bond-Urteil-Pflichten P
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## Prüfschema
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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```
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||||
1. Beratungssituation (Beratungsvertrag konkludent?)
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2. Pflicht zu anleger- und anlagegerechter Beratung
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@@ -47,6 +51,19 @@ description: "Bank hat Kapitalanlage fehlerhaft beraten: Bond-Urteil-Pflichten P
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Standardliteratur: Grüneberg BGB § 280; Ellenberger/Schäfer Anlegerschutz; Assmann/Schneider WpHG-Kommentar.
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — fehlerhafte Anlageberatung ruegen und Schadensersatz fordern | Anspruchsschreiben nach Schreibvorlage unten |
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| Variante A — Verjährung droht | Verjährungshemmung (Klage/Verhandlungsaufnahme) sofort; keine Aussergerichts-Zeit |
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||||
| Variante B — Bank zeigt Einigungsbereitschaft | Aussergerichtliche Einigung bevorzugen; schnellere Auszahlung |
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||||
| Variante C — Schadenshoehe unklar | Stufenklage oder Feststellungsklage als Alternative |
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schreibvorlage Anspruchsschreiben
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```
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@@ -76,6 +93,12 @@ Andernfalls werden wir Klage erheben.
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||||
Mit freundlichen Gruessen
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Übergabe
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- Bei Ablehnung: Klage am Sitz der Bank bzw. Wohnsitz des Anlegers § 32b ZPO bei kapitalanlegerrechtlichem Musterverfahren prüfen.
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+23
@@ -19,6 +19,7 @@ Beratung von FinTechs und Banken bei der Lizenzierung als Emittent von Asset-Ref
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||||
6. **Gibt es bereits einen Whitepaper-Entwurf?** — Basis des BaFin-Antrags; ESMA-Leitlinien für Inhalt sind zu beachten.
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||||
7. **Plant der Emittent grenzüberschreitend tätig zu sein?** — EU-Pass nach Zulassung; Notifizierung an ESMA-Register erforderlich.
|
||||
8. **Sind Staking, Lending oder DeFi-Komponenten vorgesehen?** — Zusätzliche Regulierungsebenen (MiFID, AIFMD, ggf. MiCA Art. 50); gesonderte Einschätzung nötig.
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
|
||||
## Rechtlicher Rahmen
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||||
@@ -56,6 +57,9 @@ Beratung von FinTechs und Banken bei der Lizenzierung als Emittent von Asset-Ref
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||||
## Prüfschema Lizenzierung
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||||
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
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||||
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||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Risiko bei Fehler |
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|---|---|---|---|
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||||
| 1 | Token-Klassifikation: ART / EMT / Utility / Security? | Art. 3 MiCA | Falsches Regime; ggf. WpPG-Prospekt nötig |
|
||||
@@ -163,6 +167,19 @@ Signifikante ART/EMT (Art. 43):
|
||||
| DeFi-Integration ohne Lizenz | Regulierungsgrauzone; Risiko steigt | ESMA-Position zu DeFi 2025 abwarten |
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||||
| Drittstaaten-Sitz | Nicht-MiCA-konform | EU-Tochtergesellschaft gründen |
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||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — MiCA Art. 16-Zulassung fuer Stablecoin beantragen | Antragsbausteine nach Template unten |
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||||
| Variante A — Emittent bereits BaFin-reguliert (E-Geld-Institut) | Vereinfachter Zulassungsweg Art. 17 MiCA pruefen |
|
||||
| Variante B — Token uebersteigt Schwellenwert (signifikant) | Kategorie signifikanter EMT; EBA-Aufsicht beachten |
|
||||
| Variante C — Pilot-Emission vor vollstaendiger MiCA-Zulassung | Sandbox-Regimes pruefen; Rechtsrisiko dokumentieren |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
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||||
## Schriftsatzbaustein — Widerspruch gegen BaFin-Versagung
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||||
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||||
```
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||||
@@ -197,6 +214,12 @@ Begründung:
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||||
[Rechtsanwalt/-anwaeltin]
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||||
```
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||||
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||||
--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
|
||||
|
||||
## Fristen
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||||
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||||
| Frist | Dauer | Rechtsgrundlage |
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+22
@@ -42,6 +42,9 @@ Außergerichtliche Beschwerde- und Schlichtungsverfahren im Bank-/Kapitalmarktre
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## Workflow
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**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
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||||
### Phase 1 — Vorgerichtliche Bank-Korrespondenz
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||||
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||||
- Erstes Anschreiben mit Sachverhalt + Anspruch
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||||
@@ -121,6 +124,20 @@ Bevor losgelegt wird, klaere:
|
||||
3. Streitwert-Limit der Schlichtungsstelle erreicht? → Spruch bindend bis 10.000 EUR (private Banken).
|
||||
4. Laeuft Verjaebrung bald ab? → Hemmungs-Berechnung § 204 BGB; Ombudsmann SOFORT beauftragen.
|
||||
5. Parallel BaFin-Beschwerde sinnvoll (aufsichtsrechtlicher Druck)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Schlichtungsantrag beim Ombudsmann stellen | Vollstaendiger Antrag nach Template unten |
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||||
| Variante A — geringe Schadenshoehe (unter 5.000 EUR) | Ombudsmann-Verfahren; guenstigere Alternative zur Klage |
|
||||
| Variante B — BaFin-Aufsichtsmassnahme sinnvoller | Beschwerde bei BaFin statt Schlichtung |
|
||||
| Variante C — parallele Klage noetig | Schlichtung und Klage koordinieren; Unterbrechungswirkung beachten |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
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||||
### Output-Template Ombudsmann-Antrag
|
||||
**Adressat:** Ombudsmann der Privaten Banken (oder Sparkassen/Volksbanken) — Tonfall: sachlich, verstaendlich
|
||||
@@ -157,3 +174,8 @@ Anlagen:
|
||||
|
||||
[Rechtsanwalt/-anwaeltin fuer [NAME MANDANT]]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
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||||
|
||||
@@ -19,6 +19,7 @@ Bei fehlerhafter Widerrufsbelehrung in Verbraucher-Immobiliendarlehen besteht ei
|
||||
6. **Ist ein neues Darlehen zu günstigeren Konditionen bereits verhandelt?** — Widerruf als Paralleltaktik bei Refinanzierung.
|
||||
7. **Hat die Bank eine Reaktion auf einen Widerrufsversuch gezeigt?** — Abwehrhaltung der Bank = Klagebedarf; Bank bestätigt Widerruf = Vergleichsverhandlung.
|
||||
8. **Besteht eine Verbundgeschäft-Konstellation (Kauf + Darlehen)?** — § 358 BGB: verbundene Verträge; Widerruf des Darlehens erfasst auch den Kaufvertrag.
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
|
||||
@@ -43,6 +44,9 @@ Bei fehlerhafter Widerrufsbelehrung in Verbraucher-Immobiliendarlehen besteht ei
|
||||
|
||||
## Prüfschema Widerrufsbelehrung
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Prüfpunkt | Fehlerkonstellation | BGH-Entscheidung | Folge |
|
||||
|---|---|---|---|
|
||||
| Fristbeginn-Formel | "frühestens..." ohne konkreten Zeitpunkt | BGH XI ZR 33/08 | Ewiges Widerrufsrecht |
|
||||
@@ -121,6 +125,19 @@ Nutzungsentschädigung Mandant an Bank: ./. EUR [5 %pkt. × Valuta × Ze
|
||||
Saldo zugunsten Mandant: EUR [Netto]
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Widerrufsjoker Immobiliendarlehen pruefen und geltend machen | Widerruf und Rueckabwicklung nach Template unten |
|
||||
| Variante A — Zinsniveau inzwischen hoeher als bei Vertragsschluss | Widerruf wirtschaftlich nachteilig; Abwaegung mit Mandant |
|
||||
| Variante B — Bank ist einigungsbereit | Aussergerichtliche Rueckabwicklung suchen; schneller als Klage |
|
||||
| Variante C — Darlehen bereits abgeloest | Widerruf von abgeloestem Darlehen pruefen; Verjährung § 355 Abs. 3 S. 1 BGB |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatzbaustein — Widerrufserklärung
|
||||
|
||||
```
|
||||
@@ -174,6 +191,12 @@ Es wird beantragt:
|
||||
Streitwert: EUR [Nettovorteil des Widerrufs].
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||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast und Darlegungslast
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||||
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||||
- **Bank** trägt Beweislast dafür, dass die Widerrufsbelehrung ordnungsgemäß war (BGH XI ZR 564/15, Rn. 21): Belehrung muss den gesetzlichen Mindestinhalt klar und verständlich wiedergeben.
|
||||
|
||||
+23
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Abnahme des Bauwerks unter Vorbehalt von Maengeln erklaeren: Maeng
|
||||
6. Besteht Streit über Abnahmefähigkeit — verweigert der Besteller Abnahme wegen behaupteter wesentlicher Mängel?
|
||||
7. Wie hoch ist der Werklohn, der mit Abnahme fällig wird? Gibt es offene Abschlagsrechnungen?
|
||||
8. Soll Einbehalt nach § 641 Abs. 3 BGB (doppelter Mängelbeseitigungsaufwand) ausgeübt werden?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
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||||
@@ -46,6 +47,9 @@ description: "Abnahme des Bauwerks unter Vorbehalt von Maengeln erklaeren: Maeng
|
||||
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||||
## Prüfschema — Abnahme und ihre Rechtswirkungen
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||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
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||||
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||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Folge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------|
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||||
| 1 | Werk fertiggestellt (vertragsgemäß)? | § 640 Abs. 1 BGB | Abnahmepflicht entsteht |
|
||||
@@ -119,6 +123,19 @@ description: "Abnahme des Bauwerks unter Vorbehalt von Maengeln erklaeren: Maeng
|
||||
| Verlust Mangelansprüche | § 640 Abs. 3 BGB | Für bei Abnahme bekannte Mängel ohne Vorbehalt |
|
||||
| Vertragsstrafenrecht | § 341 Abs. 3 BGB | Ohne Vorbehalt bei Abnahme: Verlust Vertragsstrafenrecht |
|
||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
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||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
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|---|---|
|
||||
| Standard — Abnahme mit Maengelvorbehalten erklaeren | Abnahmeprotokoll-Vorlage und Fristsetzung unten |
|
||||
| Variante A — Abnahme soll ganz verweigert werden (wesentliche Maengel) | Abnahme-Verweigerungsschreiben; Template weiter unten nutzen |
|
||||
| Variante B — fiktive Abnahme bereits eingetreten | Fiktionswirkung pruefen § 640 Abs. 2 BGB; Vorbehalt nachholen wenn moeglich |
|
||||
| Variante C — Auftraggeber will Preis einbehalten | Maengeleinbehalt und Vorbehalts-Erklaerung kombinieren |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Abnahmeprotokoll mit Vorbehalten (Vorlage)
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||||
@@ -238,6 +255,12 @@ wesentlichen Mängel möglich.
|
||||
[Auftraggeber]
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||||
```
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||||
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||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
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||||
|
||||
## Beweislast
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||||
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||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
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||||
|
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+23
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Bauzeitverzoegerung und Bauablaufstoerung nach VOB/B pruefen und g
|
||||
6. Liegt ein Bauablaufplan (SOLL-Bauablauf) mit Balkenplan oder Netzplan vor? Kritischer Pfad bestimmbar?
|
||||
7. Wer ist für die Behinderung verantwortlich — Auftraggeber, Architekt, Vorgewerk, Behörde, höhere Gewalt?
|
||||
8. Besteht Verschulden des Auftraggebers (§ 6 Abs. 6 VOB/B-Schadensersatz) oder nur Annahmeverzug ohne Verschulden (§ 642 BGB-Entschädigung)?
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
@@ -45,6 +46,9 @@ description: "Bauzeitverzoegerung und Bauablaufstoerung nach VOB/B pruefen und g
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||||
## Prüfschema — Mehrkostenanspruch bei Bauablaufstörung
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||||
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Ergebnis |
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||||
|---------|-----------|------|---------|
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||||
| 1 | Behinderungstatbestand vorhanden? (Störungsursache, Datum, Dauer) | § 6 Abs. 1 VOB/B | Grundlage für Anzeige |
|
||||
@@ -154,6 +158,19 @@ Bauzeitverlängerung: [Anzahl] Werktage
|
||||
Angepasster Fertigstellungstermin: [Datum]
|
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```
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||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
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||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Bauablaufstoerung und Mehrkostenanspruch geltend machen | Behinderungsanzeige und Mehrkostenforderung nach Bausteinen unten |
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||||
| Variante A — Stoerung durch Auftragnehmer selbst verursacht | Kein Mehrkostensanspruch; defensiv argumentieren |
|
||||
| Variante B — Auftraggeber teilweise mitverantwortlich | Mitverschuldens-Quote bestimmen; Vergleich auf halber Strecke |
|
||||
| Variante C — laufendes Bauvorhaben mit weiteren Stoerungen | Laufende Dokumentation sichern; Behinderungsanzeige zeitnah stellen |
|
||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
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||||
## Schriftsatz-Bausteine
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||||
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### Behinderungsanzeige § 6 Abs. 1 VOB/B
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@@ -235,6 +252,12 @@ Nach Fristablauf werden wir gerichtliche Schritte einleiten.
|
||||
Anlagen: Kalkulation, Bautagebücher, SOLL/IST-Vergleich
|
||||
```
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||||
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||||
--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Beweislast
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||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
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+23
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Kontaminierter Baugrund: Haftung, Sanierungspflicht und Kostenvert
|
||||
6. Wurde die Untere Bodenschutzbehörde (UWB) bereits informiert? Besteht behördliche Anordnung nach § 9 BBodSchG?
|
||||
7. Wer ist der zivilrechtliche Auftragnehmer — Generalunternehmer, Nachunternehmer, Bauherr in Eigenregie?
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||||
8. Bestehen Versicherungen (Bauherren-Haftpflicht, Umwelthaftpflicht § 1 UmweltHG, Betriebshaftpflicht)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
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||||
@@ -97,6 +98,9 @@ Pflichten des Bauunternehmers:
|
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## Prüfschema — Stufenweise Anspruchsprüfung
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
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||||
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||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge bei Bejahung |
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||||
|---------|-----------|------|--------------------------|
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||||
| 1 | VOB/B wirksam einbezogen? | § 305 BGB | VOB/B-Regelungen anwendbar |
|
||||
@@ -151,6 +155,19 @@ Pflichten des Bauunternehmers:
|
||||
- Ggf. Klage gegen Verursacher auf Gesamtschuldnerausgleich
|
||||
- Steuerliche Behandlung Sanierungskosten prüfen (aktivierungspflichtig oder sofortabzugsfähig)
|
||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Bodenkontamination beim Aushub entdeckt | Sofortmassnahmen-Checkliste und Schriftverkehr-Bausteine unten |
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| Variante A — Auftraggeber kannte Kontamination | GewaeHrleistungs-Ausschluss pruefen; § 444 BGB analog |
|
||||
| Variante B — Auftragnehmer hat Kontamination verursacht | Haftung nach § 4 BBodSchG; Schadensersatzklage vorbereiten |
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| Variante C — Behoerdenanordnung laeuft | Verwaltungsrechtlicher Weg parallel; Sofortvollzug pruefen |
|
||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatz-Bausteine
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### Behinderungsanzeige § 6 Abs. 1 VOB/B bei Bodenkontamination
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@@ -224,6 +241,12 @@ Gesamt brutto: EUR [Summe]
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Bauzeitverlängerung: [Anzahl] Werktage ab [Datum]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Beweislast
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||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
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+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Werkmaengel an Bauwerk nach BGB und VOB/B pruefen: Beschaffenheits
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||||
4. **Mangelerscheinungen**: Beschreibung, Lichtbilder, SV-Gutachten? Kausalität zu Werk des AN?
|
||||
5. **Mängelrechte**: Nacherfüllung noch möglich oder Frist abgelaufen? Selbstvornahme, Minderung, Rücktritt, Schadensersatz?
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||||
6. **Verjährung**: Fristlauf seit Abnahme — 5 Jahre BGB / 4 Jahre VOB/B?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -41,6 +42,9 @@ description: "Werkmaengel an Bauwerk nach BGB und VOB/B pruefen: Beschaffenheits
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## Prüfschema — Mängelrecht (Schritt für Schritt)
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**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Ergebnis |
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|---------|-----------|------|---------|
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| 1 | Werkvertrag (BGB oder VOB/B) — welche Regeln gelten? | §§ 631, 650a BGB | Grundlage |
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||||
@@ -124,6 +128,19 @@ description: "Werkmaengel an Bauwerk nach BGB und VOB/B pruefen: Beschaffenheits
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||||
| Arglistsverjährung | Kenntnis | 3 Jahre § 199 BGB, max. 10 Jahre § 634a Abs. 3 | Anspruchsverlust |
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| Vorbehalt bekannter Mängel | Abnahme | unverzüglich bei Abnahme | Mängelrechtsverlust § 640 Abs. 3 |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Werkmangel pruefen und Rechte sichern | Mangelruegeschreiben nach Template unten |
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| Variante A — Nacherfuellung bereits gescheitert | Sekundaerrechte (Minderung/Schadensersatz) geltend machen |
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||||
| Variante B — Selbstvornahme § 637 BGB noetig | Kostenvorschussklage sofort; Fristsetzung sorgfaeltig |
|
||||
| Variante C — Architekt ebenfalls verantwortlich | Gesamtschuldnerklage gegen AN und Architekt kombinieren |
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||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatz-Template Mängelrüge mit Fristsetzung
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||||
**Adressat**: Auftragnehmer — Tonfall bestimmt-fristsetzend
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@@ -170,6 +187,12 @@ Mit freundlichen Grüßen
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[KANZLEI]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Kommentarliteratur
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||||
- Werner/Pastor, Der Bauprozess, 16. Aufl. — Rn. 1800 ff. zu Mängelrechten
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@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Nachtragsforderungen des Unternehmers nach § 650b BGB anmelden: M
|
||||
6. Wurde Behinderungsanzeige nach § 6 Abs. 1 VOB/B / analog § 642 BGB rechtzeitig gestellt?
|
||||
7. Gibt es Kalkulationsunterlagen aus dem Ursprungsangebot für die Kostenbasis nach § 2 Abs. 5 VOB/B?
|
||||
8. Besteht Eilbedürftigkeit — drohende Insolvenz Auftraggeber, Fertigstellungstermin überschritten, Subunternehmer unter Zeitdruck?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
@@ -47,6 +48,9 @@ description: "Nachtragsforderungen des Unternehmers nach § 650b BGB anmelden: M
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||||
## Prüfschema — Nachtragsanspruch im Überblick
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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||||
|
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|
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| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Folge |
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||||
|---------|-----------|------|-------|
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| 1 | BGB-Bauvertrag oder VOB/B? | §§ 650a, 305 BGB | Anwendbares Regelwerk |
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||||
@@ -190,6 +194,19 @@ GESAMTBRUTTO: EUR [Summe]
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||||
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||||
**Besonderheit:** § 650d BGB schließt für Baurechtsstreitigkeiten den Verfügungsgrund der Dringlichkeit nicht aus — eigene Tatbestandsvoraussetzungen.
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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||||
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||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Nachtragsanspruch nach § 650b BGB oder VOB/B geltend machen | Fuenfstufiges Schema; Bausteine unten |
|
||||
| Variante A — Auftraggeber bestreitet Anordnung | 80-Prozent-Abrechnungsrecht § 650c Abs. 3 BGB nutzen |
|
||||
| Variante B — Streit ueber Vergaetungshoehe | Kalkulations-Methode OffMat-Vergleich; Gerichtsgutachten antizipieren |
|
||||
| Variante C — eilige Bauzeitverlaengerung noetig | Gerichtlicher Eilantrag § 650d BGB; kurzfristig stellen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatz-Bausteine
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### Behinderungsanzeige § 6 Abs. 1 VOB/B
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@@ -265,6 +282,12 @@ die 80-Prozent-Abrechnung nach § 650c Abs. 3 BGB vor.
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||||
[Unterschrift Auftragnehmer]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
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||||
## Beweislast
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||||
|
||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
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@@ -219,6 +219,20 @@ Kläre vor Beginn:
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||||
3. Welche Beweismittel stehen bereit? (Privatsachverständiger, Gutachten, Fotos, Aufmaß)
|
||||
4. Abnahme erfolgt? (Voraussetzung Werklohnfälligkeit und Mängelgewährleistung)
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||||
5. Liegt VOB/B-Vertrag vor? (Rügepflichten und Fristregelungen VOB/B beachten)
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Schriftsatz im Baurecht substantiieren | Aufbauschema A-F; Pflicht-Output unten |
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| Variante A — Sachverhalt technisch hochkomplex | Sachverstaendigen-Beweisantrag frueHzeitig ankuendigen |
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||||
| Variante B — VOB/B und BGB-Ansprueche parallel | Anspruchsgrundlagen klar trennen; Hilfsantraege erwaegen |
|
||||
| Variante C — schnelles Verfahren gewuenscht | Beschraenkung auf Hauptklagepunkt; Hilfsantraege weglassen |
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||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template Mängelklage (Auszug)
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@@ -241,3 +255,9 @@ III. Mangelhaftigkeit des Werks — § 633 Abs. 2 BGB
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||||
Beweis: Sachverständigengutachten [NAME] (Anlage K[Y]); Zeugin [NAME] (Adresse) zum
|
||||
Beweisthema: Fristsetzung und fruchtloser Ablauf.
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Werkmaengel sowohl nach VOB/B als auch nach BGB-Werkvertragsrecht
|
||||
6. Wie hoch sind die Mängelbeseitigungskosten laut Kostenvoranschlag oder SV-Schätzung?
|
||||
7. Sind Verjährungsfristen (5 Jahre BGB, 4 Jahre VOB/B) abgelaufen? Besteht Hemmungstatbestand § 203 BGB (Verhandlungen)?
|
||||
8. Liegt Mangelfolgeschaden vor (z.B. Schimmel, Wasserschaden, Betriebsunterbrechung)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
|
||||
@@ -52,6 +53,9 @@ description: "Werkmaengel sowohl nach VOB/B als auch nach BGB-Werkvertragsrecht
|
||||
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||||
## Prüfschema — Stufenweise Anspruchsprüfung
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
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|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Ergebnis |
|
||||
|---------|-----------|------|---------|
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| 1 | VOB/B wirksam einbezogen (Gesamteinbeziehung bei Verbraucher)? | § 305 BGB, BGH VII ZR 209/07 | Ja → VOB/B-Recht; Nein → BGB-Werkvertragsrecht |
|
||||
@@ -231,6 +235,19 @@ a.R.d.T. sind Mindeststandard auch im BGB-Werkvertrag (BGH VII ZR 213/01). Relev
|
||||
- Abrechnung nach Durchführung (Restforderung oder Rückzahlung)
|
||||
- Anwendung auch auf Architektenhaftung (BGH VII ZR 109/13)
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||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Werkmangel nach VOB/B und BGB stufenweise pruefen | Neunstufiges Pruefschema; Schriftsatzbausteine unten |
|
||||
| Variante A — kein VOB/B-Vertrag (reines BGB) | Schritte 1-2 verkuerzen; ab Schritt 3 voll durchpruefen |
|
||||
| Variante B — Verjährung laeuft ab | Hemmung durch Verhandlung oder Klage unverzueglich; § 203 BGB |
|
||||
| Variante C — Architekt als Gesamtschuldner | Doppelklage AN und Architekt; Gesamtschuldner-Ausgleich beachten |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
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||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
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||||
### Mangelrüge mit Fristsetzung
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||||
@@ -282,6 +299,12 @@ Die voraussichtlichen Kosten der Selbstvornahme belaufen sich
|
||||
auf EUR [Betrag] netto gemäß Kostenvoranschlag vom [Datum], Anlage [K1].
|
||||
```
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||||
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||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
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||||
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||||
## Streitwert und Kosten
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||||
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||||
**Streitwert-Berechnung:**
|
||||
|
||||
+23
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Krypto-Vermoegenswerte und digitale Wallets im Erbfall sichern und
|
||||
6. Hat der Exchange Kenntnis vom Erbfall? Wurden Zugangssperrungen vorgenommen?
|
||||
7. Wie hoch ist der Anschaffungswert (relevant für § 23 EStG Spekulationsgewinnsteuer)?
|
||||
8. Gibt es Hinweise auf Smart-Contract-gebundene Assets (DeFi Liquidity Pools, Staking-Verträge)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -90,6 +91,9 @@ description: "Krypto-Vermoegenswerte und digitale Wallets im Erbfall sichern und
|
||||
|
||||
## Prüfschema — Nachlassbearbeitung Krypto-Assets
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Ergebnis |
|
||||
|---------|-----------|------|---------|
|
||||
| 1 | Gesamtrechtsnachfolge — alle Assets erfasst? | § 1922 BGB | Vollständigkeitsprüfung |
|
||||
@@ -133,6 +137,19 @@ Veräußerungserlös (Marktpreis bei Verkauf)
|
||||
= Steuerschuld
|
||||
```
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||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Krypto-Nachlass aufklaeren und verwerten | Konstellations-Pruefung A-D; Schriftsatzbausteine unten |
|
||||
| Variante A — Seed-Phrase unauffindbar | Professioneller Wallet-Recovery-Dienstleister; einstweilige Sicherung |
|
||||
| Variante B — Exchange kooperationsunwillig | § 97 InsO-Anfrage-Analogie; ggf. einstweilige Verfuegung |
|
||||
| Variante C — Streit zwischen Miterben | Auseinandersetzungsklage; Verwertungsstrategie-Vermerk als Basis |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Anfrage an Exchange — Nachlassabwicklung
|
||||
@@ -195,6 +212,12 @@ Verfügungsgrund: Dringende Gefahr durch drohende technische
|
||||
Irreversibilität bei Verweigerung der Signatur-Mitwirkung.
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
|
||||
|
||||
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Pflichtteilsanspruch berechnen wenn Erblasser nahe Angehoerige vom
|
||||
6. Haben die Erben die Auskunft verweigert, unvollständig erteilt oder die Bewertung blockiert?
|
||||
7. Ist Verjährung drohend — Erbfall + 3 Jahre Jahresende § 2332 BGB?
|
||||
8. Bestehen Anzeichen für verschleierte Schenkungen (Übertragungen unter Nießbrauch, Schenkungen an Lebensgefährten)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -44,6 +45,9 @@ description: "Pflichtteilsanspruch berechnen wenn Erblasser nahe Angehoerige vom
|
||||
|
||||
## Prüfschema — Stufenweise Durchsetzung
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Phase | Schritt | Maßnahme | Norm |
|
||||
|-------|---------|---------|------|
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||||
| Vorbereitung | 1 | Pflichtteilsberechtigung feststellen | § 2303 BGB |
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||||
@@ -132,6 +136,19 @@ GESAMT-PFLICHTTEILSANSPRUCH: EUR [F+G-H-I]
|
||||
Zinsen § 291 BGB ab Klagezustellung: Basiszins + 5 %
|
||||
```
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||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Pflichtteil berechnen und durchsetzen | Stufenklage-Bausteine unten; Auskunft zuerst |
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||||
| Variante A — Erbe zahlt freiwillig wenn Berechnung klar | Aussergerichtliche Geltendmachung zuerst; Klage als Backup |
|
||||
| Variante B — Erblasser hat viel verschenkt | Pflichtteilsergaenzung § 2325 BGB pruefen; 10-Jahres-Frist |
|
||||
| Variante C — Stufenklage zu aufwaendig | Direktklage auf Zahlung wenn Grundlage klar; Auskunft nachfassen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
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||||
## Schriftsatz-Bausteine
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||||
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### Auskunftsanforderung § 2314 BGB
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@@ -238,6 +255,12 @@ Schenkungswert EUR [Betrag].
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||||
Wir fordern Sie auf, bis [Datum] zu zahlen.
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||||
```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
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||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
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||||
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||||
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Testamentsvollstreckung einrichten oder bei Streit ueber Vollstrec
|
||||
6. Bestehen Konflikte zwischen Erben, zwischen Erben und TV oder mit Pflichtteilsberechtigten?
|
||||
7. Hat der TV das Amt bereits angenommen oder wird Beratung vor der Annahme-Entscheidung begehrt?
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||||
8. Liegt Pflichtverletzung des TV vor — Grundlage Entlassungsantrag § 2227 BGB?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -50,6 +51,9 @@ description: "Testamentsvollstreckung einrichten oder bei Streit ueber Vollstrec
|
||||
|
||||
## Prüfschema — TV-Amtsführung
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Ergebnis |
|
||||
|---------|-----------|------|---------|
|
||||
| 1 | TV-Ernennung wirksam im Testament? | § 2197 BGB | Formvoraussetzungen Testament |
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||||
@@ -195,6 +199,19 @@ TV haftet für schuldhafte Pflichtverletzung nach §§ 276, 278 BGB (Verschulden
|
||||
4. Ggf. Ernennung Ersatz-TV § 2200 BGB
|
||||
5. Beschwerde möglich § 58 FamFG
|
||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
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||||
| Standard — Testamentsvollstreckung begleiten oder anfechten | TV-Arten und Schriftsatzbausteine unten |
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| Variante A — TV fuehrt Amt pflichtwidrig | Entlassungsantrag § 2227 BGB; Rechnungslegungsklage |
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||||
| Variante B — Erbe will TV loswerden | Wichtiger Grund pruefen; Entlassungsantrag Nachlassgericht |
|
||||
| Variante C — TV-Verguetung streitig | Hamburger Tabelle als Massstab; ggf. Abweichung begruenden |
|
||||
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatz-Bausteine
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### TV-Annahmeerklärung
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@@ -278,6 +295,12 @@ nach § 2200 BGB, hilfsweise die Ernennung durch die
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Anlagen: Beweise für Pflichtverletzungen
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
## Beweislast
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||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
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@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Nachlassinsolvenz beantragen oder Erbenhaftung auf den Nachlass be
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||||
6. Bestehen Pflichtteilsansprüche Dritter, die den Nachlass weiter belasten?
|
||||
7. Ist der Erbe Ehegatte des Erblassers — besondere Regelung § 1371 Abs. 3 BGB bei Ausschlagung und Zugewinnausgleich?
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||||
8. Gibt es Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, laufenden Verträgen oder offener Steuer des Erblassers?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -50,6 +51,9 @@ description: "Nachlassinsolvenz beantragen oder Erbenhaftung auf den Nachlass be
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## Prüfschema — Haftungsbegrenzungs-Instrumente
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**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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| Schritt | Instrument | Frist | Voraussetzung | Folge |
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|---------|-----------|-------|--------------|-------|
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| 1 | Ausschlagung § 1944 BGB | 6 Wochen ab Kenntniserlangung | Keine | Erbe gilt als nicht angefallen; vollständige Schuldenbefreiung |
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||||
@@ -176,6 +180,19 @@ Schlägt der überlebende Ehegatte die Erbschaft aus:
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||||
- **Kleiner Pflichtteil** nach § 2303 BGB als gesetzlicher Erbteil ohne Zugewinnzuschlag
|
||||
- **Wirtschaftlich günstiger** wenn Erbschaft überschuldet, Zugewinn aber erheblich
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Erbenhaftung begrenzen | Instrumente 1-6 sequenziell pruefen; Schriftsatzbausteine unten |
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| Variante A — Uebersch-Uldung des Nachlasses klar | Ausschlagung § 1944 BGB priorisieren; Frist 6 Wochen |
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||||
| Variante B — Nachlasswert unklar | Inventar § 1994 BGB aufnehmen; Haftungsbeschraenkung sichern |
|
||||
| Variante C — mehrere Glaeubiger draengen | Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz als Gesamtloesung |
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||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
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||||
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||||
### Ausschlagungserklärung
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@@ -223,6 +240,12 @@ Saldo: EUR [-Z]
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||||
[Unterschrift Erbe]
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```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
|
||||
|
||||
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Pflichtteilsanspruch und Pflichtteilsergaenzungsanspruch berechnen
|
||||
6. Gibt es Vorausempfänge des Pflichtteilsberechtigten mit Anrechnungsbestimmung (§ 2315 BGB)?
|
||||
7. Hat der Pflichtteilsberechtigte einen Pflichtteilsverzicht erklärt (§ 2346 BGB)?
|
||||
8. Besteht ein Pflichtteilsentzugsgrund nach § 2333 BGB (Straftat gegen Erblasser, Erblasser-nahe Personen)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
|
||||
@@ -50,6 +51,9 @@ description: "Pflichtteilsanspruch und Pflichtteilsergaenzungsanspruch berechnen
|
||||
|
||||
## Prüfschema — Stufenweise Pflichtteilsberechnung
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Ergebnis |
|
||||
|---------|-----------|------|---------|
|
||||
| 1 | Pflichtteilsberechtigung prüfen | § 2303 BGB | Wer ist berechtigt? Abkömmlinge / Ehegatte / Eltern |
|
||||
@@ -195,6 +199,19 @@ VI. Anrechnung § 2315 BGB (Vorausempfang): EUR [minus A]
|
||||
Gesamt-Pflichtteilsanspruch: EUR [Summe]
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Pflichtteil berechnen | Neunstufiges Schema; Schriftsatzbausteine unten |
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||||
| Variante A — Erbe zahlt freiwillig wenn Betrag klar | Aussergerichtliche Geltendmachung; Klage nur als Backup |
|
||||
| Variante B — viele Schenkungen innerhalb von 10 Jahren | Pflichtteilsergaenzung § 2325 BGB Hauptfokus |
|
||||
| Variante C — Immobilienwert streitig | Sachverstaendigengutachten einplanen; Stufenklage als Sicherheit |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Auskunftsanforderung § 2314 BGB
|
||||
@@ -259,6 +276,12 @@ III. Zahlungsstufe:
|
||||
Basiszinssatz seit Klagezustellung zu zahlen.
|
||||
```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
|
||||
|
||||
+20
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Unterhaltsberechnung nach Duesseldorfer Tabelle und BGB: Mandant w
|
||||
6. Weitere Unterhaltspflichten (andere Kinder, Elternunterhalt, weiterer Ehegatte)?
|
||||
7. Liegt ein Wechselmodell vor — BGH XII ZB 234/19 Berechnung?
|
||||
8. Hat der Unterhaltspflichtige fiktives Einkommen zu berücksichtigen (Obliegenheit zur Erwerbstätigkeit, Schwarzarbeit, verschleiertes Einkommen)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
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||||
@@ -259,6 +260,19 @@ Falls Verteilmasse < EUR 1.000:
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|
||||
**Kein rückwirkender Effekt:** Abänderung nur ab Rechtshängigkeit des Antrags (§ 238 Abs. 3 FamFG).
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||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Kindesunterhalt oder nachehelichen Unterhalt berechnen | Berechnungsschema Duesseldorfer Tabelle; Template unten |
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||||
| Variante A — Wechselmodell streitig | BGH XII ZB 234/19 anwenden; Barunterhalt-Reduktion pruefen |
|
||||
| Variante B — Einkommensermittlung komplex (Selbststaendiger) | Bereinigtes Netto sorgfaeltig berechnen; ggf. Steuererklaerung anfordern |
|
||||
| Variante C — Mandant will ohne Gericht regeln | Aussergerichtliche Einigung; Jugendamt und URK als Weg |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
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||||
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||||
### Unterhaltsverlangen (außergerichtlich)
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||||
@@ -315,6 +329,12 @@ Antragsgegners von EUR [alt] auf EUR [neu] verändert
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||||
der Verhältnisse dar.
|
||||
```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
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||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Familienrechtliche Mediation nach § 156 FamFG und Cochemer Modell
|
||||
6. Wie alt sind die betroffenen Kinder, und wurde ein Verfahrensbeistand nach § 158 FamFG bestellt?
|
||||
7. Welche finanziellen Rahmenbedingungen gelten — Prozesskostenhilfe, Scheidungskosten bereits beziffert?
|
||||
8. Wurden Vereinbarungen bisher mündlich getroffen, und ist die Gegenseite grundsätzlich einigungsbereit?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -71,6 +72,9 @@ description: "Familienrechtliche Mediation nach § 156 FamFG und Cochemer Modell
|
||||
|
||||
## Prüfschema § 156 FamFG
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Kindschaftssache anhängig? (Sorge, Umgang, Kindesherausgabe) | § 151 FamFG | Anwendungsbereich eröffnet |
|
||||
@@ -93,6 +97,19 @@ description: "Familienrechtliche Mediation nach § 156 FamFG und Cochemer Modell
|
||||
| 5 | Einigung im Vermittlungsverfahren? | § 165 Abs. 4 FamFG | Protokollierung als Vergleich |
|
||||
| 6 | Kein Erfolg? | § 165 Abs. 5 FamFG | Rückmeldung an Gericht; Ordnungsmittelverfahren nach § 89 FamFG |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Familienrechtliche Mediation oder Cochemer Modell | Schriftsatzbausteine unten; Antraegeauswahl nach Konstellation |
|
||||
| Variante A — beide Seiten kooperativ | Direktes Mediationsverfahren ohne Gerichtsantrag |
|
||||
| Variante B — eine Seite blockiert | Gerichtlicher Vermittlungsantrag § 165 FamFG als Druckmittel |
|
||||
| Variante C — Kindeswohl gefaehrdet | Cochemer Modell nicht ausreichend; Kinderschutzverfahren erwaegen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Antrag auf gerichtliche Mediation / Güterichterverfahren
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||||
@@ -185,6 +202,12 @@ Interessenvertretung des Kindes erforderlich. Die Qualifikationsanforderungen na
|
||||
Rechtsanwalt/Rechtsanwältin [Name]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
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||||
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||||
| Beweisthema | Beweislast | Beweismittel |
|
||||
|
||||
+23
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Spezial-Mandat Selbstbestimmungsgesetz SBGG in Kraft 1.11.2024 Per
|
||||
6. Gibt es Versorgungsanrechte bei berufsständischen Versorgungswerken mit geschlechtsspezifischen Tabellen?
|
||||
7. Handelt es sich um einen Minderjährigen (ab 14 — Zustimmung Sorgeberechtigte § 2 SBGG; unter 14 — ausschließlich durch gesetzlichen Vertreter)?
|
||||
8. Ist Mandatskonflikt möglich — vertritt Kanzlei auch den anderen Ehegatten?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -49,6 +50,9 @@ description: "Spezial-Mandat Selbstbestimmungsgesetz SBGG in Kraft 1.11.2024 Per
|
||||
|
||||
## Prüfschema — SBGG-Verfahren und Familienrechtsfolgen
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Ergebnis |
|
||||
|---------|-----------|------|---------|
|
||||
| 1 | Volljährigkeit des Antragstellers? | § 2 SBGG | Minderjährige ab 14: Zustimmung Sorgeberechtigte erforderlich |
|
||||
@@ -164,6 +168,19 @@ description: "Spezial-Mandat Selbstbestimmungsgesetz SBGG in Kraft 1.11.2024 Per
|
||||
- Bei Sorgerechts-Konflikten: Vermittlungsverfahren § 165 FamFG oder Jugendamt § 17 SGB VIII
|
||||
- Bei Scheidungswunsch des anderen Ehegatten: Trennungsjahr § 1565 BGB abwarten (1 Jahr)
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — SBGG-Personenstandswechsel und Familienrechtsfolgen begleiten | Fuenfphasiger Workflow; Schriftsatzbausteine unten |
|
||||
| Variante A — nur Personenstandswechsel ohne Familienrechtsfolgen | Phasen 1-4 genuegen; Phase 5 entfaellt |
|
||||
| Variante B — Sorgerechtskonflikt nach Wechsel | Phase 5 Schwerpunkt; Vermittlungsverfahren einleiten |
|
||||
| Variante C — steuerliche Folgen vorrangig | Steuerberatung parallel einbeziehen; Familienrechtsbaustein koordinieren |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Anmeldung Personenstandswechsel beim Standesamt
|
||||
@@ -249,6 +266,12 @@ auf die Sorge- und Umgangsrechte. Wir bitten um Anberaumung
|
||||
eines Vermittlungstermins innerhalb eines Monats.
|
||||
```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Partei | Beweislastgegenstand | Beweismittel |
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||||
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+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Scheidungsantrag nach §§ 133 ff. FamFG: Trennungsjahr § 1565 Ab
|
||||
6. Wie hoch sind die monatlichen Nettoeinkommen beider Ehegatten (relevant für Verfahrenswert und VKH-Prüfung)?
|
||||
7. Haben Sie bereits einen Ehevertrag oder Scheidungsfolgenvereinbarung mit Ihrem Ehegatten oder dessen Anwalt ausgehandelt?
|
||||
8. Kennen Sie das Datum der Eheschließung und liegt die Heiratsurkunde vor?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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@@ -52,6 +53,9 @@ description: "Scheidungsantrag nach §§ 133 ff. FamFG: Trennungsjahr § 1565 Ab
|
||||
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||||
## Prüfschema Scheidungsantrag
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|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Ehe wirksam geschlossen? | §§ 1303 ff. BGB; PStG | Voraussetzung; Nichtehe schließt Scheidung aus |
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||||
@@ -67,6 +71,19 @@ description: "Scheidungsantrag nach §§ 133 ff. FamFG: Trennungsjahr § 1565 Ab
|
||||
| 9 | Anwaltszwang beachtet? | § 114 FamFG | Muss durch Anwalt gestellt werden; Eigenantrag unzulässig |
|
||||
| 10 | VKH beantragt wenn nötig? | § 76 FamFG | Gleichzeitig mit Scheidungsantrag möglich |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — einvernehmlicher Scheidungsantrag | Muster einvernehmlich unten; VKH-Antrag beachten |
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| Variante A — einseitiger Antrag nach 3 Jahren Trennung | Muster einseitig unten; Haertefall-Ausnahme nicht noetig |
|
||||
| Variante B — Haertefall § 1565 Abs. 2 BGB | Haertefall-Muster unten; hohe Huerden beachten |
|
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| Variante C — Versorgungsausgleich ist strittig | VA-Ausschluss-Vereinbarung erwaegen; separates VA-Verfahren |
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatz-Bausteine
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### Einvernehmlicher Scheidungsantrag (Muster)
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@@ -226,6 +243,12 @@ Anlage: Erklärung über persönliche und wirtschaftliche Verhältnisse (amtl. V
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Rechtsanwalt/Rechtsanwältin [Name]
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```
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||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
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## Beweislast
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| Beweisthema | Beweislast | Beweismittel |
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+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "UWG-Abmahnung pruefen versenden oder auf Eingang reagieren. § 8 U
|
||||
6. Hat die Gegenseite eine Schutzschrift beim Zentralen Schutzschriftenregister hinterlegt?
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||||
7. Besteht UWG-Anspruchskonkurrenz mit Marken- oder Designrecht?
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8. Welcher Streitwert und damit welche Kostenrisiken sind realistisch?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -53,6 +54,9 @@ description: "UWG-Abmahnung pruefen versenden oder auf Eingang reagieren. § 8 U
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## Prüfschema UWG-Abmahnung
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
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| 1 | Geschäftliche Handlung? | § 2 Abs. 1 Nr. 2 UWG | Anwendungsbereich; nicht bei rein privaten Handlungen |
|
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@@ -64,6 +68,19 @@ description: "UWG-Abmahnung pruefen versenden oder auf Eingang reagieren. § 8 U
|
||||
| 7 | Einstweilige Verfügung nötig? | §§ 935, 940 ZPO; § 12 Abs. 1 UWG | Dringlichkeit; Selbstwiderlegung ab ca. 4 Wochen Untätigkeit |
|
||||
| 8 | Verjährung geprüft? | § 11 Abs. 1 UWG | 6 Monate ab Kenntnis; Unterbrechung durch Abmahnung oder eV-Antrag |
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||||
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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|
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — UWG-Abmahnung aussprechen oder empfangen | Abmahnungs-Vollmuster und ggf. eAVV-Antrag unten |
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||||
| Variante A — Abmahnung ist missbraeuchlich (§ 8c UWG) | Widerspruchsbaustein unten; kein UE unterzeichnen |
|
||||
| Variante B — Mandant moechte selbst abmahnen | Abmahnungs-Vollmuster unten; Streitwert sorgfaeltig berechnen |
|
||||
| Variante C — einstweilige Verfuegung noetig | eAVV-Antrag unten; Dringlichkeit pruefen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
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## Schriftsatz-Bausteine
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### Abmahnung (vollständiges Muster)
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@@ -183,6 +200,12 @@ und auf Ersatz unserer Abwehrkosten zu erheben.
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||||
[Kanzlei, Datum]
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||||
```
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||||
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
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||||
|
||||
| Beweisthema | Beweislast | Beweismittel |
|
||||
|
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+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Geschmacksmuster- oder Designverletzung pruefen und Ansprueche dur
|
||||
6. Welcher Gestaltungsfreiraum besteht im Marktsegment (§ 38 Abs. 2 S. 2 DesignG) — enge technische Vorgaben oder breite Gestaltungsfreiheit?
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||||
7. Welche Schadenshöhe ist realistisch — Verkaufszahlen Verletzungsprodukt schätzbar?
|
||||
8. Liegt Anspruchskonkurrenz vor — ist das Design auch markenrechtlich, urheberrechtlich oder als Lauterkeitsrecht-Nachahmungsschutz (§ 4 Nr. 3 UWG) schützbar?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
|
||||
@@ -49,6 +50,9 @@ description: "Geschmacksmuster- oder Designverletzung pruefen und Ansprueche dur
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||||
|
||||
## Prüfschema Designverletzung
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||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
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||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Schutzrecht vorhanden und eingetragen? | § 41 DesignG; Art. 35 GGV | DPMA-/EUIPO-Registerauszug als Anlage |
|
||||
@@ -61,6 +65,19 @@ description: "Geschmacksmuster- oder Designverletzung pruefen und Ansprueche dur
|
||||
| 8 | Verschulden für Schadensersatz? | § 42 Abs. 2 DesignG | Fahrlässigkeit bei Internet-Händler regelmäßig (+) |
|
||||
| 9 | Dringlichkeit bei einstweiliger Verfügung? | §§ 935, 940 ZPO | Kenntnis-Datum dokumentieren; Antrag binnen 4 Wochen |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Designverletzung geltend machen | Klageschrift-Antragsskizze und eAVV unten |
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||||
| Variante A — Mandant will erst aussergerichtlich | Abmahnung mit Unterlassungserklaerung; Klage als Backup |
|
||||
| Variante B — Online-Plattform als Verletzungsort | Notice-and-Action Art. 16 DSA; schneller Weg |
|
||||
| Variante C — Gegenseite bestreitet Schutzbereich des Designs | Nichtigkeitsantrag beim DPMA pruefen; Verteidigung vorbereiten |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Verletzungsklage (vollständige Antragsskizze)
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||||
@@ -191,6 +208,12 @@ den Rechteinhabern autorisiert sind.
|
||||
[Kontaktdaten, Datum, Unterschrift]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Beweisthema | Beweislast | Beweismittel |
|
||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Widerspruch gegen Markenanmeldung beim DPMA oder EUIPO einlegen od
|
||||
4. **Aeltere Marke benutzungsreif?** Wenn Eintragungs-Datum ueber 5 Jahre: Benutzungsnachweis bereithalten (§ 26 MarkenG).
|
||||
5. **Verwechslungsgefahr prima facie?** Zeichenaehnlichkeit + Warenaehnlichkeit grob pruefen.
|
||||
6. **Bekanntheit der aelteren Marke** (§ 14 Abs. 2 Nr. 3 MarkenG) als zusaetzlicher Hebel?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Zentrale Normen und Paragrafenkette
|
||||
|
||||
@@ -64,6 +65,9 @@ Reicht der Nachweis nicht?
|
||||
|
||||
## Schritt-fuer-Schritt-Workflow
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
```
|
||||
Schritt 1: Frist sichern
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||||
→ 3 Monate ab Markenblatt-Veroeffentlichung (DPMA) oder Amtsblatt (EUIPO)
|
||||
@@ -104,6 +108,19 @@ Schritt 7: Bei Niederlage — Beschwerde
|
||||
- Eisenfuehr/Schennen, Unionsmarkenverordnung (Heymanns) — Art. 8, 46 UMV
|
||||
- Fezer, Markenrecht (Beck) — Benutzungspflicht und Nichtbenutzungseinwand
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Marken-Widerspruch einlegen oder abwehren | Widerspruche-Bausteine und Nichtigkeitsantrag unten |
|
||||
| Variante A — Widerspruch fristgerecht moeglich (3 Monate) | Direkt Widerspruche-Bausteine nutzen; Frist absolut |
|
||||
| Variante B — Frist verpasst | Nichtigkeitsantrag DPMA als Alternative |
|
||||
| Variante C — EUIPO-Marke betroffen | EUIPO-Widerspruchsformular nutzen; andere Fristen beachten |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template Widerspruchs-Schriftsatz
|
||||
|
||||
**Adressat:** DPMA / EUIPO — Tonfall sachlich-behoerdlich
|
||||
@@ -156,6 +173,12 @@ Anlage W2: [Benutzungsnachweise]
|
||||
Anlage W3: [Gebuehrenbeleg]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Koexistenz-Vereinbarung (Alternative)
|
||||
|
||||
- Klassen-Abgrenzung: aeltere Marke Klasse A, juengere Marke Klasse B
|
||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Markenanmeldung beim DPMA oder EUIPO vorbereiten und stratgisch ge
|
||||
6. Gibt es Registrierungen Dritter, die Widerspruch einlegen könnten (§ 42 MarkenG: 3 Monate ab Veröffentlichung)?
|
||||
7. Besteht Prioritätsinteresse aus einer früheren Anmeldung in einem PVÜ-Staat (6-Monats-Frist PVÜ Art. 4)?
|
||||
8. Wird die Marke tatsächlich genutzt oder ist Benutzungszwang nach 5 Jahren (§ 25 MarkenG) realistisch einhaltbar?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -51,6 +52,9 @@ description: "Markenanmeldung beim DPMA oder EUIPO vorbereiten und stratgisch ge
|
||||
|
||||
## Prüfschema Markenanmeldung
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Markenfähiges Zeichen (grafisch darstellbar / darstellbar i. S. UMV 2017/1001)? | § 3 MarkenG | Grundvoraussetzung |
|
||||
@@ -64,6 +68,19 @@ description: "Markenanmeldung beim DPMA oder EUIPO vorbereiten und stratgisch ge
|
||||
| 9 | Schutzumfang (national/EU/international) festlegen | UMV 2017/1001; Madrider Protokoll | Kostenkalkulation je Schutzgebiet |
|
||||
| 10 | Benutzungsbereitschaft realistisch? | § 25 MarkenG | Einrede Nichtbenutzung nach 5 Jahren |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Marke beim DPMA oder EUIPO anmelden | Anmeldungs-Vollmuster unten |
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||||
| Variante A — nur DPMA-Schutz gewuenscht | DPMA-Muster allein; EUIPO entfaellt |
|
||||
| Variante B — EU-weiter Schutz noetig | EUIPO-Checkliste unten; Parallelschutz pruefen |
|
||||
| Variante C — Widerspruch gegen eigene Anmeldung angekuendigt | Widerspruchs-Abwehrstrategie vorbereiten; Kennzeichnungsnachweis sichern |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Anmeldung DPMA (vollständiges Muster)
|
||||
@@ -188,6 +205,12 @@ W 3: Benutzungsnachweise (Kataloge, Rechnungen, Umsatzzahlen)
|
||||
[Kanzlei, Fachanwalt/Fachanwältin für gewerblichen Rechtsschutz]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Beweisthema | Beweislast | Beweismittel |
|
||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Patentnichtigkeitsklage beim BPatG vorbereiten oder Verteidigung d
|
||||
4. **Paralleles Verletzungsverfahren?** Bifurkation im DE-System beachten — Verletzung (LG/OLG) und Nichtigkeit (BPatG) sind getrennt.
|
||||
5. **EPG-Opt-out:** Ist das EP-Patent aus dem EPG herausgehalten? Wenn nein: EPG/UPC statt BPatG zustaendig.
|
||||
6. **FRAND-Fragestellung:** Handelt es sich um ein Standard-essentielles Patent (SEP)? → Sonderpruefung Lizenzierungspflicht.
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Zentrale Normen und Paragrafenkette
|
||||
|
||||
@@ -82,6 +83,9 @@ description: "Patentnichtigkeitsklage beim BPatG vorbereiten oder Verteidigung d
|
||||
|
||||
## Schritt-fuer-Schritt-Workflow
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
```
|
||||
Schritt 1: Patentdokumentation beschaffen
|
||||
→ Vollstaendige Akte DPMA/EPA anfordern
|
||||
@@ -125,6 +129,19 @@ Schritt 8: Berufung BGH (wenn noetig)
|
||||
- Mes, PatG / GebrMG (Beck) — Praxiskommentar Verletzung und Nichtigkeit
|
||||
- Kraßer/Ann, Patentrecht (Beck) — Lehrbuch Grundlagen
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Patent-Nichtigkeitsklage erheben | Nichtigkeitsklage-Bausteine und Triage unten |
|
||||
| Variante A — Einspruchsfrist laeuft noch | Einspruch beim DPMA statt Klage; guenstiger und schneller |
|
||||
| Variante B — Verletzungsklage parallel | Nichtigkeits- und Verletzungsklage koordinieren; Aussetzung erwaegen |
|
||||
| Variante C — Mandant will nur Lizenz | Lizenzverhandlung als Alternative; Klage als Druckmittel |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template Klageschrift Nichtigkeit (Auszug)
|
||||
|
||||
**Adressat:** Bundespatentgericht Muenchen — Tonfall sachlich-juristisch
|
||||
@@ -175,6 +192,12 @@ D1: [Titel, Veroeffentlichungsdatum]
|
||||
D2: [Titel, Veroeffentlichungsdatum]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Strategische Aspekte
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||||
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||||
| Situation | Empfehlung | Begruendung |
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||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Kollisionen zwischen gewerblichem Rechtsschutz NDA-Recht HinSchG u
|
||||
6. Welches Ziel verfolgt die Mandantschaft — einstweilige Verfügung, Schadensersatz, Strafanzeige oder Verteidigung gegen Vorwürfe?
|
||||
7. Ist die Information möglicherweise auch urheberrechtlich oder patentrechtlich geschützt (Softwarecode, technische Erfindung)?
|
||||
8. Handelt es sich um einen Sachverhalt mit Auslandsbezug (Wirtschaftsspionage, ausländischer Wettbewerber, grenzüberschreitende M&A)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
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||||
@@ -60,6 +61,9 @@ description: "Kollisionen zwischen gewerblichem Rechtsschutz NDA-Recht HinSchG u
|
||||
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||||
## Prüfschema Geheimhaltungsmaßnahmen (Drei-Ebenen-Modell)
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
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||||
| Ebene | Mindestanforderungen | Dokumentationspflicht |
|
||||
|-------|--------------------|-----------------------|
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||||
| Organisatorisch | Need-to-Know-Prinzip; Besucherregelung; Offboarding-Protokoll (Rückgabe Geräte, Sperrung Zugänge am letzten Arbeitstag); Schulungsnachweis | GHS-Policy schriftlich; Schulungsregister |
|
||||
@@ -102,6 +106,19 @@ description: "Kollisionen zwischen gewerblichem Rechtsschutz NDA-Recht HinSchG u
|
||||
| 5 | Repressalienverbot; Beweislastumkehr | § 36 HinSchG |
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||||
| 6 | Schadensersatz bei vorsätzlich falscher Meldung | § 38 HinSchG |
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||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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||||
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||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — GeschGehG-Kollision mit NDA / HinSchG / UrhG pruefen | Vier-Stufen-Test und Kollisionsfelder unten |
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||||
| Variante A — nur NDA ohne GeschGehG-Schutzmassnamen | NDA-Schutz schwaecher; GeschGehG nicht automatisch anwendbar |
|
||||
| Variante B — Whistleblower-Situation nach HinSchG | GeschGehG tritt zurueck; HinSchG-Schutz pruefen |
|
||||
| Variante C — Softwarecode als Geschaeftsgeheimnis | Urheberrecht und GeschGehG parallel; Schutzsystem definieren |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Antrag auf Geheimhaltungsanordnung § 16 GeschGehG
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||||
@@ -187,6 +204,12 @@ GeschGehG, soweit gesetzlich zulässig.
|
||||
je Verstoß zu zahlen, unbeschadet weitergehender Schadensersatzansprüche.
|
||||
```
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||||
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||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
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||||
| Beweisthema | Beweislast | Beweismittel |
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||||
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+27
-4
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "KI-generierte Inhalte auf gewerblichen Rechtsschutz pruefen wenn G
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||||
6. Ab wann soll die KI-Nutzung starten — Art. 50 KI-VO gilt ab 2.8.2026?
|
||||
7. Liegt bereits ein Abmahnschreiben vor, oder soll präventive Compliance aufgebaut werden?
|
||||
8. Werden KI-generierte Inhalte als urheberrechtlich geschützt vermarktet oder beansprucht?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
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||||
@@ -41,10 +42,10 @@ description: "KI-generierte Inhalte auf gewerblichen Rechtsschutz pruefen wenn G
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||||
| EU-Kommission AI Code of Practice | 2024 | Verhaltenskodex für Anbieter von GPAI-Modellen; Umsetzung Art. 53–55 KI-VO |
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||||
| C2PA-Standard v2.0 (Coalition for Content Provenance and Authenticity) | 2024 | Technischer Standard für Herkunftsnachweis von Mediendateien (Adobe, Microsoft, Sony, Nikon) |
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||||
| BGH-Verfahren zu KI-Output-Urheberrecht | anhängig 2025/2026 | Vorlagefrage EuGH zu § 2 UrhG und generativer KI erwartet |
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| OLG Hamburg 7 W 28/22 | 2022 | Influencer-KI-Bilder: Kennzeichnungspflicht bei nicht erkennbarem Einsatz bejaht (zu § 5a UWG-Vorläufer) |
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| LG Berlin 15 O 261/22 | 2023 | DALL-E-Bild als Produktfoto ohne KI-Hinweis: irreführend i. S. § 5a UWG (kein Realbild) |
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||||
| BGH, Urt. v. 13.11.2013 – I ZR 143/12, GRUR 2014, 595 Rn. 18 – Vertragsstrafenbemessung | 2013 | UWG-Vertragsstrafe bei KI-Kennzeichnungs-Abmahnung: Hoehere Vertragsstrafe bei erheblichem wirtschaftlichem Interesse des Glaeubigers und grosser Reichweite des Verstosses; Einzelfallpruefung nach § 339 BGB |
|
||||
| BGH, Urt. v. 19.03.2015 – I ZR 94/13, GRUR 2015, 1201 Rn. 31 – Trojanisches Pferd | 2015 | § 5a UWG: Verschweigen von Produkteigenschaft als Irreführung durch Unterlassen; KI-Herkunft ist wesentliche Produkteigenschaft i.S. des Verbraucherleitbildes |
|
||||
| LG Berlin II 20.08.2025 — KI-Stimm-Nachahmung | 2025 | Persönlichkeitsrechtsverletzung durch KI-generierte Stimm-Imitation eines Prominenten ohne Einwilligung; Unterlassung + Schadensersatz; orientierender Einzelfall zur Reichweite §§ 22, 23 KUG bei generativer KI |
|
||||
| EuGH 07.12.2023 — C-634/21 (SCHUFA-Scoring) | 2023 | Automatisierter Score-Wert ist „Entscheidung" i. S. v. Art. 22 DSGVO wenn er maßgeblich über Vertragsschluss bestimmt; relevant für KI-gestützte Bewertungssysteme im B2C-Kontext |
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> **Hinweis zur Rechtsprechungslage:** Stand 05/2026 existiert keine veröffentlichte deutsche Leitentscheidung speziell zu Art. 50 KI-VO; die Norm gilt erst ab 02.08.2026. Frühere Behauptungen zu OLG Hamburg 7 W 28/22 (Influencer-KI), LG Berlin 15 O 261/22 (DALL-E-Produktfoto), BGH I ZR 143/12 (UWG-Vertragsstrafe) und BGH I ZR 94/13 (Trojanisches Pferd) entsprachen nicht der Aktenlage und wurden entfernt. Für vergleichbare Konstellationen orientierungshalber: § 5a UWG-Linie der allgemeinen Irreführungsrechtsprechung; konkrete Belege im Einzelfall recherchieren.
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||||
## Pflichten nach Output-Typ
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@@ -59,6 +60,9 @@ description: "KI-generierte Inhalte auf gewerblichen Rechtsschutz pruefen wenn G
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## Prüfschema Compliance Art. 50 KI-VO
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|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Maßnahme |
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||||
|---------|-----------|------|---------|
|
||||
| 1 | KI-System ist generatives System i. S. KI-VO Anhang I? | KI-VO Anhang I | Systeminventar erstellen |
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@@ -117,6 +121,19 @@ Interne Richtlinie:
|
||||
- Freigabeprozess für Deep-Fake-Content (Einwilligung reale Person)
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```
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||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — KI-VO Art. 50 Compliance fuer GenAI sicherstellen | Drei-Phasen-Workflow; Schriftsatzbausteine unten |
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| Variante A — Mandant ist nur Nutzer kein Anbieter | Reduzierte Pflichten; Art. 50 Abs. 4 GenAI-Kennzeichnung pruefen |
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| Variante B — Hochrisiko-KI zusaetzlich betroffen | Art. 9-16 KI-VO zusaetzlich pruefen; Konformitaetsbewertung noetig |
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||||
| Variante C — DeepFake-Generierung des Mandanten | Besonderes Risiko Art. 50 Abs. 2 und 3; Kennzeichnungspflicht strikt |
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||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatz-Bausteine
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||||
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||||
### Modifizierte Unterlassungserklärung bei KI-Kennzeichnungs-Abmahnung
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@@ -140,6 +157,12 @@ S. 2 KI-VO offensichtlich künstlerischen oder satirischen Zwecken dienen.
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[Ort, Datum, Unterschrift]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
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||||
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||||
### Risikomatrix
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| Konstellation | Risiko-Level | Primäre Norm | Sanktion |
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@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Klage oder Antrag im gewerblichen Rechtsschutz substantiiert ausfo
|
||||
4. **Fristen:** Klage-/Widerspruchs-/Einspruchs-/Beschwerdefrist eingehalten und notiert?
|
||||
5. **Beweislage:** Welche Urkunden, Zeugen, Sachverstaendige stehen zur Verfuegung?
|
||||
6. **Gegnerische Einwaende vorausschauen:** Was wird die Gegenseite entgegenhalten?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
|
||||
## Zentrale Normen und Paragrafenkette
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@@ -83,6 +84,19 @@ DesignG:
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||||
- Stroeble/Hacker/Thiering, MarkenG (Heymanns) — Verletzungsansprueche
|
||||
- Benkard, Patentgesetz (Beck) — §§ 139, 140a PatG
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Schriftsatz im gewerblichen Rechtsschutz substantiieren | Output-Template Markenverletzung als Grundlage; Pruefkette unten |
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||||
| Variante A — Patentrecht statt Marken-/Urheberrecht | Technische Sachverhaltsbeschreibung verstaerken; Patentzeichnungen als Anlage |
|
||||
| Variante B — einstweilige Verfuegung | Kurze Substantiierung; Dringlichkeit und Verfuegungsanspruch im Vordergrund |
|
||||
| Variante C — Gegenseite hat starke Gegenrechte | Praeventivargumentation aufbauen; Defensivpositionen einbeziehen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Output-Template Klageschrift Markenverletzung (Auszug)
|
||||
|
||||
**Adressat:** LG [ORT] — [Markenkammer] — Tonfall sachlich-juristisch
|
||||
@@ -147,6 +161,12 @@ K2: Screenshot/Produkt-Aufnahme Beklagte vom [DATUM]
|
||||
K3: Eidesstattliche Versicherung [NAME] vom [DATUM]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Pruefkette vor Versand
|
||||
|
||||
1. Antrag tenoriert (urteilstauglich, vollstreckbar)?
|
||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Geschäftsführerhaftung § 43 GmbHG und Vorstandshaftung § 93 Ak
|
||||
6. Wie ist der Verjährungsstand — 5 Jahre § 43 Abs. 4 GmbHG; börsennotierte AG 10 Jahre § 93 Abs. 6 AktG?
|
||||
7. Wurde ein Gesellschafterbeschluss zur Geltendmachung nach § 46 Nr. 8 GmbHG gefasst?
|
||||
8. Besteht Strafbarkeit — Untreue § 266 StGB, Vorenthalten Sozialversicherung § 266a StGB?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -51,6 +52,9 @@ description: "Geschäftsführerhaftung § 43 GmbHG und Vorstandshaftung § 93 Ak
|
||||
|
||||
## Prüfschema Geschäftsführerhaftung
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Organstellung im Haftungszeitraum? | § 6 GmbHG; § 84 AktG | Nur Amtsinhaber haften; faktischer GF bei Außensteuerung |
|
||||
@@ -100,6 +104,19 @@ Haftungslage:
|
||||
für Vergangenheitsansprüche; GF haftet persönlich
|
||||
```
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
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||||
|---|---|
|
||||
| Standard — GF-Haftung pruefen und Klage vorbereiten | Pruefschema; Schriftsatzbausteine unten |
|
||||
| Variante A — Innenhaftung GmbH gegen GF | Klage-Baustein Innenhaftung unten; Entlastungsbeschluss pruefen |
|
||||
| Variante B — Aussenhaeftung Glaeubiger gegen GF | § 64 GmbHG analog; unmittelbare Klage des Glaeeubigers |
|
||||
| Variante C — Steuerhaftung § 69 AO | Finanzbehorde parallel; privatrechtliche Klage koordinieren |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Klage Innenhaftung GmbH gegen Geschäftsführer
|
||||
@@ -187,6 +204,12 @@ Die Gesellschafterversammlung beschließt mit [Stimmen für/gegen]:
|
||||
[Unterschriften Gesellschafter]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Beweisthema | Beweislast | Beweismittel |
|
||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Gesellschafterstreit GmbH und AG: Beschlussanfechtungsklage § 246
|
||||
6. Wurde bei der AG Widerspruch zur Niederschrift erklärt (§ 245 Nr. 1 AktG)?
|
||||
7. Frist beachtet — AG 4 Wochen § 246 Abs. 1 AktG; GmbH i. d. R. 1 Monat?
|
||||
8. Liegt ein wichtiger Grund für Ausschluss eines Mitgesellschafters vor (Treuepflichtverletzung, strafrechtliches Verhalten, Zerrüttung)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -48,6 +49,9 @@ description: "Gesellschafterstreit GmbH und AG: Beschlussanfechtungsklage § 246
|
||||
|
||||
## Prüfschema Beschlussanfechtungsklage GmbH
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Gesellschafterbeschluss gefasst? | §§ 46 ff. GmbHG | Kein positiver Beschluss = positive Beschlussfeststellungsklage |
|
||||
@@ -70,6 +74,19 @@ description: "Gesellschafterstreit GmbH und AG: Beschlussanfechtungsklage § 246
|
||||
| 5 | Einziehungsbeschluss in GV mit erforderlicher Mehrheit? | § 34 GmbHG; Satzung | Einstimmigkeit oder qualifizierte Mehrheit je nach Satzung |
|
||||
| 6 | Einstweilige Verfügung auf Amtsniederlegung Geschäftsführer? | §§ 935, 940 ZPO | Gefährdungsnachweis |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Gesellschafterstreit und Beschlussanfechtung | Vollstaendige Anfechtungsklage unten; eAVV als Sicherung |
|
||||
| Variante A — Mehrheitsgesellschafter missbraucht Stimmrecht | Treuepflichtverletzung geltend machen; § 242 BGB analog |
|
||||
| Variante B — schnelle Loesung gewuenscht | Mediation Gesellschafterstreit erwaegen; Klage als Backup |
|
||||
| Variante C — Ausschluss von Gesellschafter angestrebt | Ausschlussklage unten; hohe Huerden beachten |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Anfechtungsklage GmbH (vollständig)
|
||||
@@ -194,6 +211,12 @@ einer evident unangemessenen Unterbewertung führen.
|
||||
[Kanzlei, Fachanwalt/Fachanwältin]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Beweisthema | Beweislast | Beweismittel |
|
||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Handelsvertreterausgleich § 89b HGB: drei kumulative Voraussetzun
|
||||
6. Liegt ein Ausschlussgrund vor — Eigenkündigung ohne wichtigen Grund, Kündigung des Unternehmers aus schuldhaftem Verhalten des Handelsvertreters, Übernahme durch Dritten mit Vereinbarung?
|
||||
7. Handelt es sich ggf. um einen Vertragshändler oder Franchisenehmer (analoge Anwendung § 89b HGB)?
|
||||
8. Welche Sogwirkung hat die Marke des Unternehmers gehabt — stark oder schwach — relevant für Billigkeitskorrektur?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -80,6 +81,9 @@ Ausgleichsanspruch: EUR 60.000 zzgl. 19 % USt
|
||||
|
||||
## Prüfschema § 89b HGB
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Handelsvertretervertrag i. S. §§ 84 ff. HGB? | § 84 HGB | Analoge Anwendung bei Vertragshändler/Franchisenehmer prüfen |
|
||||
@@ -92,6 +96,19 @@ Ausgleichsanspruch: EUR 60.000 zzgl. 19 % USt
|
||||
| 8 | Ausschlussgründe § 89b Abs. 3 HGB? | § 89b Abs. 3 HGB | Eigenkündigung ohne wichtigen Grund schließt Anspruch aus |
|
||||
| 9 | Jahresfrist § 89b Abs. 4 S. 2 HGB eingehalten? | § 89b Abs. 4 HGB | Versäumnis = Anspruchsverlust (materiell-rechtliche Ausschlussfrist) |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Handelsvertreterausgleich § 89b HGB berechnen und fordern | Muenchener Modell-Berechnung; Schriftsatzbausteine unten |
|
||||
| Variante A — Ausgleich offensichtlich gering | Aussergerichtliche Geltendmachung; Klage bei Verweigerung |
|
||||
| Variante B — Unternehmer behauptet Ausschlussgruende | Ausschlussgruende § 89b Abs. 3 HGB gegenprueefen |
|
||||
| Variante C — Verjährung Jahresfrist laeuft ab | Geltendmachung unverzueglich; Frist § 89b Abs. 4 HGB wahren |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Geltendmachung (außergerichtlich, Jahresfrist wahrend)
|
||||
@@ -188,6 +205,12 @@ Schreiben vom [Datum] (Anlage K 6) wahrt die Jahresfrist.
|
||||
[Kanzlei, Fachanwalt/Fachanwältin für Handels- und Gesellschaftsrecht]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Beweisthema | Beweislast | Beweismittel |
|
||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Holding-Strukturplanung: § 8b KStG Schachtelprivileg (95 % steuer
|
||||
6. Gibt es Auslandsbezug (Gesellschafter wohnt im Ausland, geplanter Wegzug — § 6 AStG Wegzugsbesteuerung)?
|
||||
7. Sind pflichtteilsrelevante Schenkungen geplant (§ 2325 BGB 10-Jahres-Frist)?
|
||||
8. Soll eine Familienstiftung als oberste Ebene eingesetzt werden (Pflichtteils- und Erbschaftsteuervorteile)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -94,6 +95,9 @@ Aufschub; Zinseffekt auf EUR 2.258.000 über 5–10 Jahre
|
||||
|
||||
## Prüfschema Holding-Aufbau
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||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Zeitreihenfolge: Holding VOR operativer GmbH? | § 8b KStG; Umwandlungsrecht | Nachträgliche Holding: Einbringungsaufwand und ggf. Sperrfrist |
|
||||
@@ -105,6 +109,19 @@ Aufschub; Zinseffekt auf EUR 2.258.000 über 5–10 Jahre
|
||||
| 7 | Familienstiftung als oberste Ebene? | §§ 80 ff. BGB; § 58 KStG | Pflichtteils-Schutz; Erbschaftsteuerpflicht Stiftungsgründung beachten |
|
||||
| 8 | GmbH-Gründungsaufwand und laufende Pflichten? | GmbHG; HGB | Bilanzierungspflicht; Offenlegung; Jahresabschluss Holding |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Holding-Struktur planen | Struktur-Varianten-Vergleich; Anteilsuebertragungsvertrag unten |
|
||||
| Variante A — Exit-Optimierung im Vordergrund | § 8b KStG-Vorteil berechnen; Holding prioritaer empfehlen |
|
||||
| Variante B — Haftungsschutz vorrangig | Operative Risiken in Tochter-GmbH halten; Holding schirmt ab |
|
||||
| Variante C — Erbschaft / Unternehmensnachfolge | Familienpool-Holding und Niesbrauchsvorbehalt pruefen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
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### Anteilsübertragungsvertrag (Operative GmbH auf Holding-GmbH)
|
||||
@@ -181,6 +198,12 @@ Kosten ca.:
|
||||
- Anwaltshonorar: EUR 5.000–30.000 je Komplexität
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||||
```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast / Steuerliche Dokumentation
|
||||
|
||||
| Thema | Nachweis | Dokument |
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||||
|
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+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Krypto-Assets in der Insolvenz Massezugehoerigkeit Aussonderung un
|
||||
6. Gibt es steuerliche Hintergründe: Spekulationsgewinne/verluste, Jahresfrist § 23 EStG, BMF-Schreiben 22.11.2024?
|
||||
7. Wurden Krypto-Transfers in der Krise vorgenommen, die der Anfechtung (§§ 130 ff. InsO) unterliegen könnten?
|
||||
8. Soll eine forensische Blockchain-Analyse (Chainalysis, Elliptic) für die Wallet-Rekonstruktion eingesetzt werden?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
@@ -41,6 +42,9 @@ description: "Krypto-Assets in der Insolvenz Massezugehoerigkeit Aussonderung un
|
||||
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||||
## Prüfschema
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||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Massezugehörigkeit: Krypto-Assets des Schuldners zur Masse? Immer ja sofern im Eigentum | § 35 InsO | Masse; Verwalter erhält Verfügungsbefugnis § 80 InsO |
|
||||
@@ -53,6 +57,19 @@ description: "Krypto-Assets in der Insolvenz Massezugehoerigkeit Aussonderung un
|
||||
| 8 | Anfechtungsprüfung: Krypto-Transfers in Anfecht.-Frist | §§ 130 ff. InsO | Rückgewährpflicht § 143 InsO |
|
||||
| 9 | Verwertungsstrategie wählen: Börse, OTC, Auktion, Sachausschüttung | § 159 InsO | Optimale Verwertung für Masse; Berichtspflicht Gläubigerausschuss |
|
||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Krypto-Assets in Insolvenz verwerten | Auskunfts-/Zwangsverfahren und Verwertungsstrategievermerk unten |
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||||
| Variante A — Schuldner kooperiert freiwillig | Direktuebertragung Wallet; schnellere Verwertung |
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||||
| Variante B — Kurs-Volatilitaet hoch | Verwertungszeitpunkt strategisch waehlen; Absicherung pruefen |
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||||
| Variante C — Multi-Sig mit Drittbeteiligung | Einstweilige Verfuegung-Baustein unten; Dritter muss kooperieren |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Aufforderung zur Auskunft nach § 97 InsO (Krypto)
|
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@@ -130,6 +147,12 @@ IV. Steuerliche Folgen:
|
||||
Steuerberater [Name] einbinden; Vorauszahlung reservieren.
|
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```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
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|
||||
## Beweislast
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||||
|
||||
| Frage | Beweislast |
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+20
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Anfechtungsklage des Insolvenzverwalters nach §§ 129-137 InsO ge
|
||||
6. Hat der Gegner die Forderung nach § 144 InsO wiederaufgelebt – ist er bereit, auf die Insolvenzquote zu verzichten?
|
||||
7. Wurde die Anfechtung bereits außergerichtlich durch ein Anfechtungsschreiben eingeleitet oder ist sofortige Klage zu empfehlen?
|
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8. Ist der Gegner insolvent, so dass eine Vollstreckung zweifelhaft ist?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
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## Rechtsgrundlagen
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||||
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||||
@@ -68,6 +69,19 @@ description: "Anfechtungsklage des Insolvenzverwalters nach §§ 129-137 InsO ge
|
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| 3 | Anfechtungsschreiben an alle Gegner mit 14-Tage-Frist; Reaktion abwarten | 6. Monat |
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||||
| 4 | Klage erheben bei Nichtreaktion oder unzureichender Verteidigung; Verjährung durch Klageerhebung hemmen § 204 BGB i.V.m. § 146 InsO | Vor Ablauf § 146 InsO-Frist |
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||||
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
|
||||
| Standard — Insolvenzanfechtungsklage als Verwalter erheben | Vier-Schritte-Workflow und Klageschrift-Baustein unten |
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| Variante A — Bargeschaeft (§ 142 InsO) moeglich | Bargeschaeft-Einwand antizipieren; Verteidigungsschriftsatz vorbereiten |
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||||
| Variante B — Anfechtungsgegner ist Sicherungsglaeuebiger | § 130 InsO mit Kongruenz-Pruefung; besondere Sorgfalt |
|
||||
| Variante C — Massearmut droht | Prioritaet der Anfechtungsklage nach Verwertungserwartung setzen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatz-Bausteine
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### Klageschrift Anfechtungsklage (§ 130 InsO)
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@@ -143,6 +157,12 @@ V. Antrag
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||||
Die Klage wird abgewiesen. Kosten trägt der Kläger.
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
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||||
## Beweislast
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||||
|
||||
| Tatbestand | Beweislast Verwalter (Kläger) | Beweislast Gegner (Beklagter) |
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||||
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||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Glaeubiger-Insolvenzantrag nach § 14 InsO mit Glaubhaftmachung Fo
|
||||
6. Sollen sofortige Sicherungsmaßnahmen (§ 21 InsO: vorläufiger Insolvenzverwalter, Zustimmungsvorbehalt, ZV-Einstellung) beantragt werden?
|
||||
7. Ist das Rechtsschutzbedürfnis gegeben – liegt keine bloße Druckausübung vor?
|
||||
8. Sind Verfahrenskosten gedeckt: kann der Mandant ggf. gemäß § 26 Abs. 1 InsO Kostenvorschuss leisten?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
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||||
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||||
@@ -43,6 +44,9 @@ description: "Glaeubiger-Insolvenzantrag nach § 14 InsO mit Glaubhaftmachung Fo
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||||
|
||||
## Prüfschema
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||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Antragsberechtigung: jeder Insolvenzgläubiger; Forderung gegen Schuldner | § 14 Abs. 1 InsO | Fehlt Gläubigerstellung → Antrag unzulässig |
|
||||
@@ -56,6 +60,19 @@ description: "Glaeubiger-Insolvenzantrag nach § 14 InsO mit Glaubhaftmachung Fo
|
||||
| 7 | Massekostenprüfung § 26 InsO | § 26 InsO | Masseunzulänglichkeit → Abweisung; Kostenvorschuss durch Gläubiger möglich |
|
||||
| 8 | Eröffnungsbeschluss § 27 InsO | § 27 InsO | Verwalterbestellung, Insolvenzbeschlag § 80 InsO |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Glaeeubigerantrag auf Insolvenzeroffnung stellen | Vollstaendiger Antrag § 14 InsO nach Baustein unten |
|
||||
| Variante A — Schuldnerin stellt Gegenantrag | Widerspruchs-Baustein unten; Zahlungsunfaehigkeit belegen |
|
||||
| Variante B — Mandant will schnell Geld sehen | Vorlaeufige Insolvenzverwaltung beantragen; Aussondern pruefen |
|
||||
| Variante C — laufende Zwangsvollstreckung parallel | Koordination Insolvenzeröffnung und ZV; Moratoriumswirkung § 21 InsO |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Vollständiger Gläubigerantrag § 14 InsO
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||||
@@ -142,6 +159,12 @@ IV. Antrag auf Zurückweisung
|
||||
Das Gericht möge den Eröffnungsantrag zurückweisen.
|
||||
```
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||||
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||||
--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Frage | Beweislast |
|
||||
|
||||
+23
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Insolvenzanfechtung nach §§ 129 ff. InsO Tatbestaende Bargeschae
|
||||
6. Liegt ein Bargeschäft i.S.v. § 142 InsO vor: gleichwertige Gegenleistung, zeitgleich (max. 30 Tage nach BGH)?
|
||||
7. Handelte es sich um eine unentgeltliche Leistung (§ 134 InsO) oder um ein Gesellschafterdarlehen (§ 135 InsO)?
|
||||
8. Ist die Verjährungsfrist des § 146 InsO (3 Jahre ab Kenntnis des Verwalters, max. 10 Jahre ab Rechtshandlung) bereits abgelaufen?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -47,6 +48,9 @@ description: "Insolvenzanfechtung nach §§ 129 ff. InsO Tatbestaende Bargeschae
|
||||
|
||||
## Prüfschema
|
||||
|
||||
**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
|
||||
|
||||
|
||||
| Schritt | Prüfpunkt | Norm | Rechtsfolge |
|
||||
|---------|-----------|------|-------------|
|
||||
| 1 | Rechtshandlung des Schuldners vor Verfahrenseröffnung | § 129 Abs. 1 InsO | Grundvoraussetzung; fehlt → keine Anfechtung |
|
||||
@@ -61,6 +65,19 @@ description: "Insolvenzanfechtung nach §§ 129 ff. InsO Tatbestaende Bargeschae
|
||||
| 5 | Verjährung § 146 InsO | § 146 InsO | 3 Jahre ab Kenntnis IV, absolut 10 Jahre; Hemmung bei Klageerhebung |
|
||||
| 6 | Rechtsfolge § 143 InsO | § 143 InsO | Rückgewähr Naturalrestitution; Wertersatz bei Unmöglichkeit; Gutglaubensschutz § 143 Abs. 2 InsO |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Insolvenzanfechtung als Verwalter oder Anfechtungsgegner | Anfechtungsschreiben und Verteidigungsschreiben unten |
|
||||
| Variante A — Anfechtungsgegner will Bargeschaeft einwenden | § 142 InsO; Unmittelbarkeitskriterium pruefen |
|
||||
| Variante B — Vorsatzanfechtung § 133 InsO | Glaeeubigerbenahteiligungs-Vorsatz nachweisen; 10-Jahres-Frist |
|
||||
| Variante C — Anfechtungsgegner ist nahestehende Person | § 138 InsO; erleichterte Anfechtung; Beweislastumkehr |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Anfechtungsschreiben des Insolvenzverwalters (§ 130 InsO)
|
||||
@@ -130,6 +147,12 @@ Es wird beantragt:
|
||||
Streitwert: EUR [Betrag]
|
||||
```
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||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Tatbestand | Beweislast Verwalter | Beweislast Gegner |
|
||||
|
||||
+20
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "StaRUG-Restrukturierungsplan §§ 4–64 StaRUG: Zugang nur bei dr
|
||||
6. Benötigt das Unternehmen sofortige Vollstreckungsschutz durch Stabilisierungsanordnung §§ 49 ff. StaRUG?
|
||||
7. Ist Anteilsinhaberschaft (Debt-to-Equity-Swap) als Teil des Plans vorgesehen, und haben Gesellschafter dem zugestimmt?
|
||||
8. Wurden externe Sanierungsberater (Restrukturierungsbeauftragter § 73 StaRUG) bereits eingebunden?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -59,6 +60,20 @@ description: "StaRUG-Restrukturierungsplan §§ 4–64 StaRUG: Zugang nur bei dr
|
||||
| 9 | Planbestätigung beantragen §§ 60 ff.: Gericht prüft formelle + materielle Voraussetzungen | §§ 60–66 StaRUG | Rechtskräftige Bestätigung = Bindungswirkung für alle Plangläubiger |
|
||||
| 10 | Schlechterstellungsverbot § 64: Gläubiger nicht schlechter als in Regelinsolvenz | § 64 StaRUG | Vergleichsrechnung: Liquidationswert vs. Planquote |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Restrukturierungsplan einleiten | StaRUG-Verfahren nach § 29 StaRUG; Template unten |
|
||||
| Variante A — Schuldner will aussergerichtliche Einigung | Sanierungs-Moderationsverfahren vor Planverfahren pruefen (§§ 94 ff. StaRUG) |
|
||||
| Variante B — Glaeubiger blockieren Plan | Obstruktionsverbot § 26 StaRUG pruefen; Gruppenbildung optimieren |
|
||||
| Variante C — Insolvenznaehe kritisch | Insolvenzantrag ggf. vorzuziehen wenn StaRUG-Fristen nicht haltbar |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Anzeige der Restrukturierungssache § 29 StaRUG
|
||||
@@ -118,6 +133,11 @@ IV. Antrag
|
||||
Das Gericht möge den Restrukturierungsplan bestätigen.
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Frage | Beweislast |
|
||||
|
||||
+20
@@ -152,6 +152,20 @@ Frueheres Mandat mit derselben Gegnerin oder gleichem Sachzusammenhang. Pruefung
|
||||
- `schriftsatzkern-substantiierung` (im selben Plugin) fuer den Schriftsatzaufbau, wenn Klage/Widerspruch eingereicht wird.
|
||||
- Kanzlei-Allgemein-Plugin `kanzlei-allgemein` fuer Konflikt-, GwG- und PEP-Pruefroutinen.
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Erstgespraech IWR dokumentieren | Mandatsbogen-Protokoll; Template unten |
|
||||
| Variante A — Mandant will nur Beratung ohne Mandat | Beratungsvertrag; kein Vollmandatsbogen erforderlich |
|
||||
| Variante B — Eilsituation (Sanktionen / Schiedsklage-Frist) | Sofortberatung; Fristsicherung bevor vollstaendiger Mandatsbogen |
|
||||
| Variante C — Mehrere Rechtsordnungen betroffen | Multi-Jurisdictions-Hinweis; lokale Korrespondenzanwaelte benennen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
|
||||
## Vertiefung: Rechtsprechung und Normen IWR Erstmandat
|
||||
|
||||
### Schluessel-Leitsaetze Erstgespräch IWR
|
||||
@@ -176,6 +190,7 @@ Bevor losgelegt wird, klaere:
|
||||
3. Berühren Sanktionen oder Exportkontrolle das Mandat? → Sofort-Eskalation
|
||||
4. CISG anwendbar (internationaler Warenkauf)? → Ausschluss, Anwendung?
|
||||
5. GwG-Check: wirtschaftlich Berechtigte bei ausl. Gesellschaft?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
### Output-Template Mandatsbogen IWR
|
||||
**Adressat:** Intern — Tonfall: praezise-dokumentarisch
|
||||
@@ -198,3 +213,8 @@ Sofortfrist: [DATUM + RECHTSGRUNDLAGE]
|
||||
Naechster Schritt: [MASSNAHME] bis [DATUM]
|
||||
=========================================
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
+20
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Deutsches Unternehmen hat Streit mit auslaendischem Handelspartner
|
||||
6. Liegt eine wesentliche Vertragsverletzung i.S.v. Art. 25 CISG vor, die Vertragsaufhebung Art. 49 CISG rechtfertigt?
|
||||
7. In welcher Höhe ist Schadensersatz entstanden und wurden Minderungsmaßnahmen nach Art. 77 CISG ergriffen?
|
||||
8. Lag ein Hindernis außerhalb des Einflussbereichs des Verkäufers vor (force majeure Art. 79 CISG)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -70,6 +71,20 @@ description: "Deutsches Unternehmen hat Streit mit auslaendischem Handelspartner
|
||||
| 11 | Schadensersatz Art. 74–77: vorhersehbar + Mitigation | Art. 74, 77 CISG | Vorhersehbarkeit bei Vertragsschluss; Minderungspflicht des Geschädigten |
|
||||
| 12 | Befreiung Art. 79: Hindernis außerhalb Einflussbereich? | Art. 79 CISG | Reine Preissteigerung kein Hindernis; höhere Gewalt ja |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — CISG-Maengelhaftung geltend machen | CISG-Gutachten + Ruegeschreiben Art. 39 CISG; Template unten |
|
||||
| Variante A — Mandant will schnellen Ausgleich | Aussergerichtliche Einigung mit Preisminderung Art. 50 CISG statt Schiedsklage |
|
||||
| Variante B — CISG ausgeschlossen im Vertrag | Nationales Recht pruefen (§§ 434 ff. BGB o.ae.); anderes Skill einsetzen |
|
||||
| Variante C — Ruegefrist verpasst | Art. 40 CISG-Ausnahme (Arglist) pruefen; sonst Schadensbegrenzung |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
|
||||
## Schriftsatz-Bausteine
|
||||
|
||||
### Mängelrüge nach Art. 39 CISG
|
||||
@@ -157,6 +172,11 @@ Die Haftung auf Schadensersatz ist daher ausgeschlossen. Rücktrittsrechte nach
|
||||
Art. 49 CISG bleiben unberührt.
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
## Beweislast
|
||||
|
||||
| Frage | Beweislast |
|
||||
|
||||
+20
@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Vertragsparteien aus verschiedenen Laendern streiten ueber Vertrag
|
||||
3. Liegt eine ausdrückliche oder konkludente Rechtswahl vor und welche Form hat sie?
|
||||
4. Wo hat der Erbringer der charakteristischen Leistung seinen gewöhnlichen Aufenthalt?
|
||||
5. Liegen Eingriffsnormen (Embargo, Sanktionen, Devisenrecht) am Erfüllungsort vor?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -52,6 +53,20 @@ description: "Vertragsparteien aus verschiedenen Laendern streiten ueber Vertrag
|
||||
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||||
Standardliteratur: MüKo-BGB / Martiny Rom I; Rauscher EuZPR/EuIPR; Calliess Rome Regulations.
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||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Rechtswahl und Gerichtsstand pruefen | Gutachten Rom I / Bruessel Ia; Template unten |
|
||||
| Variante A — Mandant will EU-Gericht vermeiden | Schiedsklausel als Alternative; Skill fachanwalt-internationales-wirtschaftsrecht-schiedsklausel |
|
||||
| Variante B — Verbraucher oder Arbeitnehmer beteiligt | Schutzgerichtsstand Art. 17-22 Bruessel Ia zwingend beachten |
|
||||
| Variante C — Drittstaaten-Sitz einer Partei | Hague Convention / HAVÜ 2019 pruefen statt Bruessel Ia |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
|
||||
## Schreibvorlage Stellungnahme zur Rechtswahl
|
||||
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||||
```
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||||
@@ -78,6 +93,11 @@ anwendbaren Recht Stellung:
|
||||
Mit freundlichen Gruessen
|
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```
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||||
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||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
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## Übergabe
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|
||||
- Bei Streitigkeit über Rechtswahl: Gerichtsstandsprüfung nach Brüssel-Ia-VO Nr. 1215/2012 vorlegen.
|
||||
|
||||
+20
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Mandant verhandelt internationalen Vertrag und fragt: Sollen wir e
|
||||
6. Liegt Verbraucherbeteiligung vor? § 1031 Abs. 5 ZPO — schärfere Formanforderungen zwingend.
|
||||
7. Soll Streitschlichtung (Mediation, Conciliation) als vorgeschaltete Pflichtphase vereinbart werden (so genannte Multi-Tier-Klausel)? Begründung: wirkt kostenmindernd, muss präzise formuliert sein um Zuständigkeitsfragen zu vermeiden.
|
||||
8. Notwendigkeit von Interim Relief (einstweilige Maßnahmen) — Zuständigkeit des Schiedsgerichts, Notfallschiedsrichter ICC Art. 29, DIS § 23, oder staatliche Gerichte weiterhin offen?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -67,6 +68,20 @@ description: "Mandant verhandelt internationalen Vertrag und fragt: Sollen wir e
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| 11 | Interim Relief | Schiedsordnung / §§ 1041 f. ZPO | Zuständigkeit Notfallschiedsrichter oder staatliches Gericht offen? |
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| 12 | Multi-Tier-Klausel | Parteiwahl | Mediation / Conciliation als Voraussetzung? Präzise Formulierung? |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Schiedsklausel formulieren oder pruefen | Template unten; ICC oder DIS als Institution empfehlen |
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| Variante A — Mandant will staatliche Gerichtsbarkeit | Kein Schiedsverfahren; Gerichtsstandsklausel nach Art. 25 Bruessel Ia |
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| Variante B — Schiedsklausel unklar / pathologisch | Reparatur durch Auslegung oder Neuvereinbarung; Risiko Nichtzustaendigkeit beachten |
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| Variante C — Investitionsstreit | ICSID pruefen; Achmea-Problematik bei Intra-EU-BIT beachten |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatzbausteine
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### Musterklausel DIS (Standard)
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@@ -169,6 +184,11 @@ Die Dreimonatsfrist des § 1059 Abs. 3 ZPO endet am [Datum].
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[Unterschrift]
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```
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Beweislast und Darlegungslast
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| Frage | Beweislast | Beweismittel |
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+20
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Sanktions-Pruefung EU-Russland-Sanktionen VO 833/2014 und VO 269/2
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6. Wurde bisher ein Sanktionslistenabgleich durchgeführt? Gibt es Treffer oder Anhaltspunkte für Treffer?
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7. Wann soll das Geschäft abgeschlossen werden? Bei Dringlichkeit: BAFA-Voranfrage und Gesprächstermin prüfen.
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8. Besteht Cyber-Versicherung oder Directors-&-Officers-Versicherung mit Sanktionsklausel?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -60,6 +61,20 @@ description: "Sanktions-Pruefung EU-Russland-Sanktionen VO 833/2014 und VO 269/2
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| 11 | Mitarbeiter-Prüfung Schlüsselpositionen | AGG, DSGVO | Treffer ohne Diskriminierung? |
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| 12 | Laufende Re-Prüfung dokumentiert | Compliance-Pflicht | Monatlicher Turnus? |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Embargo-Pruefung Russland-Geschaeft | Sanktions-Compliance-Gutachten; Template unten |
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| Variante A — Bestehendes Geschaeft muss abgewickelt werden | Winddown-Beratung; Genehmigungsantrag BAFA pruefen |
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| Variante B — Dual-Use-Produkt betroffen | Ausfuhrgenehmigung pruefen (AWG / EG-Dual-Use-VO); Customs-Compliance einbinden |
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| Variante C — Sanktionsverstoss bereits eingetreten | Voluntary Self-Disclosure; Strafbarkeitsrisiko § 18 AWG einschaetzen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatzbausteine
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### Sanktions-Klausel im Handelsvertrag
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@@ -138,6 +153,11 @@ Mit freundlichen Gruessen
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[Kreditinstitut / Unternehmen]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Beweislast und Darlegungslast
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| Frage | Last | Anmerkung |
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+22
@@ -67,6 +67,8 @@ Internationale Wirtschaftsstreitigkeiten werden überwiegend schiedsgerichtlich
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## Workflow
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**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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### Phase 1 — Schiedsklausel-Analyse
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- Wirksamkeit der Klausel (§ 1031 ZPO)
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@@ -120,6 +122,20 @@ Internationale Wirtschaftsstreitigkeiten werden überwiegend schiedsgerichtlich
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||||
Stand: 05/2026. ICC Rules 2021. UNCITRAL Rules 2021. IBA Rules 2020. New Yorker Übereinkommen 1958. Bei ICC-Reform aktualisieren.
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — ICC/UNCITRAL-Schiedsklage einleiten | Statement of Claim; Template unten |
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| Variante A — Mandant will erst Mediation versuchen | ICC ADR Rules Mediation vor Schiedsklage einleiten |
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| Variante B — Vollstreckung im Schiedsstaat schwierig | New Yorker Uebereinkommen-Laender-Check; ggf. Asset-Sicherung vorab |
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| Variante C — Intra-EU-Investitionsstreit | Achmea-Problem beachten; staatliche Gerichte erwaegen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Vertiefung: Leitsaetze und Triage Schiedsverfahren
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### Triage — Bevor losgelegt wird, klaere:
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@@ -129,6 +145,7 @@ Stand: 05/2026. ICC Rules 2021. UNCITRAL Rules 2021. IBA Rules 2020. New Yorker
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||||
3. Wo ist der Schiedssitz? → Bestimmt anwendbares Verfahrensrecht (§§ 1025 ff. ZPO bei Sitz DE)
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4. Welches materielle Recht ist anwendbar?
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5. Vollstreckung wo? → New Yorker Uebereinkommen 1958 Ratifizierungsland?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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### Ergaenzende Leitsaetze Schiedsverfahren
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@@ -179,3 +196,8 @@ Streitwert: EUR [BETRAG]
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[Anwalt Klaeger]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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+20
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Gerichtsstand und Rechtswahl bei internationalen Handelsstreitigke
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||||
6. Handelt es sich um eine deliktische oder außervertragliche Streitigkeit – gilt Rom II VO?
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||||
7. Ist eine der Parteien Verbraucher oder Arbeitnehmer – greifen Sonderschutzmechanismen Art. 17 ff. bzw. Art. 21 ff. Brüssel Ia VO?
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8. Handelt es sich um einen neuen Vertragsentwurf oder einen laufenden Streit – ist präventive Klauselgestaltung oder prozessuale Zuständigkeitsprüfung gefragt?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
## Rechtsgrundlagen
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@@ -67,6 +68,20 @@ description: "Gerichtsstand und Rechtswahl bei internationalen Handelsstreitigke
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||||
| 9 | Vollstreckbarkeit: wo soll vollstreckt werden? EU → Art. 36 ff. Brüssel Ia; Nicht-EU → § 328 ZPO | Art. 36, § 328 ZPO | Vollstreckungsweg bestimmt Klagestrategie |
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||||
| 10 | Neue Klausel: Empfehlungen für Gerichtsstand, Rechtswahl, CISG-Klarstellung, Schiedsklausel formulieren | Art. 25 Brüssel Ia, § 1029 ZPO | Vertragssicherheit für Mandant |
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||||
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Gerichtsstand und Rechtswahl pruefen/formulieren | Gutachten Bruessel Ia / Rom I; Template unten |
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| Variante A — Kein Vertrag vorhanden | Deliktisches Anknuepfung nach Rom II Art. 4 ff. pruefen |
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||||
| Variante B — Schiedsklausel im Vertrag | Bruessel Ia nicht anwendbar; §§ 1025 ff. ZPO einschlaegig |
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||||
| Variante C — Drittstaaten ohne Bruessel Ia | Hague Judgments Convention / nationales IPR; HAVÜ 2019 |
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||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatz-Bausteine
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### Gerichtsstands- und Rechtswahlklausel (B2B, Deutschland als Gerichtsstand)
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@@ -139,6 +154,11 @@ sowie die Bescheinigung nach Art. 53 Brüssel Ia (Anlage 1).
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||||
Wir beantragen: Zwangsvollstreckung aus diesem Titel anzuordnen.
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
## Beweislast
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||||
|
||||
| Frage | Beweislast |
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||||
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@@ -85,6 +85,7 @@ Internationale Geschäfte berühren immer mehrere Rechtsordnungen, Sanktionen, S
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||||
- Übersetzungsbedarf
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||||
- Beglaubigung Apostille
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- Zustellungs-Sprachen
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Routing-Matrix
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@@ -112,6 +113,20 @@ Internationale Geschäfte berühren immer mehrere Rechtsordnungen, Sanktionen, S
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||||
- **Heute** BAFA-Meldung Schutzschrift wegen drohendem Auslandsverfahren
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||||
- **Diese Woche** Vertragsentwurf Schiedsverfahrens-Einleitung
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Mandat IWR triage und routen | Triage-Protokoll; Template unten |
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| Variante A — Mehrere Rechtsordnungen betroffen | Multi-Jurisdictions-Ansatz; lokale Korrespondenzanwaelte einbeziehen |
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||||
| Variante B — Schnelle Sicherungsmassnahme noetig | Eilzustaendigkeit pruefen; vorher Arrest / einstweilige Verfuegung |
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||||
| Variante C — Mandant will Streit vermeiden | ADR-Pfad pruefen bevor Klage/Schied |
|
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
## Ausgabe
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||||
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||||
- `triage-protokoll-iwr.md`
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||||
@@ -121,6 +136,11 @@ Internationale Geschäfte berühren immer mehrere Rechtsordnungen, Sanktionen, S
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||||
- Mandatsvereinbarung mit Honorar (häufig RVG-überschritten — Honorarvereinbarung)
|
||||
- Empfehlung Folge-Skill plus eventuell Auslandskanzlei
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||||
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
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||||
## Quellen
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- Brüssel Ia VO (EU) 1215/2012
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+20
@@ -13,6 +13,7 @@ description: "Sanktions-Compliance: EU-Sanktionen (VO 269/2014 und 833/2014 Russ
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||||
6. Lagen in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen mit gelisteten Personen vor – besteht Selbstanzeige-Bedarf bei BAFA?
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||||
7. Welche internen Compliance-Strukturen bestehen (Screening-Tool, Compliance-Officer, Dokumentationsarchiv)?
|
||||
8. Hat eine Bank die Transaktion gesperrt oder Anfragen gestellt – liegt ein konkreter Verdachtsfall vor?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -58,6 +59,20 @@ description: "Sanktions-Compliance: EU-Sanktionen (VO 269/2014 und 833/2014 Russ
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||||
| 9 | Dokumentation: Screening-Ergebnis pro Transaktion aufzeichnen | AWG § 18, Art. 9 Abs. 2 EU-VO | 10 Jahre Aufbewahrungspflicht |
|
||||
| 10 | Bei Treffer: Sofortmaßnahmen, ggf. BAFA-Anfrage, ggf. Selbstanzeige | AWG § 22 | Strafmilderung bei proaktiver Selbstmeldung |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Sanktions-Compliance-Pruefung | Compliance-Gutachten; Template unten |
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| Variante A — Laufendes Geschaeft sanktionsbetroffen | Sofort-Winddown; BAFA-Genehmigung pruefen |
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| Variante B — Counterparty auf Sanktionsliste | Vertragsaushaengung / Force-Majeure-Klausel pruefen |
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| Variante C — US-Sekundaersanktionen relevant | OFAC-Exposure pruefen; US-Anwalt hinzuziehen |
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatz-Bausteine
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### Re-Export-Klausel (Englisch, Standard-Vertrag)
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@@ -135,6 +150,11 @@ Erstellt durch: [Compliance-Officer Name]
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||||
6. Archivierungspflicht: 10 Jahre (§ 18 AWG Verjährung)
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
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## Beweislast
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| Frage | Beweislast |
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||||
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+20
@@ -227,6 +227,21 @@ Bevor losgelegt wird, klaere:
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||||
3. Liegt ein vollstreckbarer Titel aus dem Ausland vor — Pruefung § 328 ZPO bzw. Art. 45 EuGVVO?
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||||
4. Ist die Klagefrist gewahrt — Verjährung nach CISG Art. 39 (2 Jahre ab Mangel), § 195 BGB, Sonderfristen?
|
||||
5. Welche Beweismittel sind verfugbar — Urkunden, Zeugen im Ausland (Hager Beweisaufnahmeubereinkommen)?
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
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||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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||||
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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||||
| Standard — Schriftsatz internationales Verfahren verfassen | Schriftsatz-Vorlage; Template unten |
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||||
| Variante A — Zweisprachiges Verfahren | Englischsprachige Version parallel vorbereiten |
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| Variante B — Schiedsverfahren statt Gericht | Statement of Claim nach ICC/UNCITRAL Rules; anderes Skill |
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||||
| Variante C — Eilverfahren noetig | Verkuerztes Template; Eilantrag an zustaendiges Gericht |
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||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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|
||||
## Output-Template: Klageschrift IWR-Kurzrubrum
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@@ -281,3 +296,8 @@ VI. BEWEISANGEBOTE
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||||
[KANZLEI], [ORT], [DATUM]
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||||
[RECHTSANWAELTIN/RECHTSANWALT]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
|
||||
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Sofortmassnahmen bei aktivem Cyber-Vorfall Ransomware Datenexfiltr
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6. Wurden bereits Maßnahmen ergriffen — Systeme abgeschaltet (Forensik-Problem!), Passwörter geändert, Backups überprüft?
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7. Liegt eine Erpressungsforderung vor — Betrag, Zahlungsanweisung, Frist?
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8. Ist eine betroffene Begleitperson oder Datenschutzbeauftragter vorhanden?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -53,7 +54,7 @@ description: "Sofortmassnahmen bei aktivem Cyber-Vorfall Ransomware Datenexfiltr
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### Entscheidungen
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- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia): Art. 82 DSGVO — allein die unbefugte Offenlegung begründet Schadensersatzanspruch; kein Nachweis konkreten Schadens für immateriellen Schaden erforderlich.
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||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20: DSGVO-Schadensersatz für immateriellen Schaden.
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||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
|
||||
- OLG Dresden, Urt. v. 30.11.2021 — 4 U 1158/21: Schadensersatzpflicht bei mangelnden TOMs Art. 32 DSGVO.
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||||
- LG München I, Urt. v. 09.12.2021 — 31 O 16606/20: Datenpanne + mangelnde Sicherheit = Schadensersatz.
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@@ -75,6 +76,19 @@ description: "Sofortmassnahmen bei aktivem Cyber-Vorfall Ransomware Datenexfiltr
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| Tag 4-14 | Versicherer-Antrag | Cyber-Police | Unterlagen; Selbstbehalt; Forensik |
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| Monat 1 | NIS2-Abschlussbericht | § 32 BSIG n. F. | Ursachenanalyse; Maßnahmen |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Cyber-Incident 72h DSGVO-Meldung | Incident-Response-Protokoll; Template unten |
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| Variante A — Kein meldepflichtiger Vorfall | Interne Dokumentation ohne Meldung; Template vereinfacht |
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| Variante B — Kritische Infrastruktur betroffen | BSI-Meldepflicht § 8b BSIG zusaetzlich zur DSGVO-Meldung |
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| Variante C — Strafanzeige erwaegen | § 202a ff. StGB; parallel zu Aufsichtsbehoerde informieren |
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatzbausteine
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### DSGVO-Meldung Art. 33 (Vorlage)
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@@ -150,6 +164,11 @@ Auftragsverarbeiter: [Forensik-Dienstleister]
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gesichert und lueckenlos protokolliert.
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Beweislast und Darlegungslast
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| Frage | Last | Norm |
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@@ -215,7 +234,7 @@ Auftragsverarbeiter: [Forensik-Dienstleister]
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- NIS2UmsuCG in Kraft seit 06.12.2025; §§ 32, 65 BSIG n. F.
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- StGB §§ 202a–202d, 261, 263a, 269, 303a, 303b
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- EuGH C-340/21 (Natsionalna agentsia)
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- BGH VI ZR 40/20
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- BSI IT-Grundschutz-Kompendium
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- BSI-Lageberichte Cybersicherheit
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@@ -165,6 +165,21 @@ Frueheres Mandat mit derselben Gegnerin oder gleichem Sachzusammenhang. Pruefung
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2. Interessenkollision nach § 43a Abs. 4 BRAO prüfen (bereits Gegenseite vertreten?)
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3. Welche Fristen laufen? (72h Art. 33 DSGVO / 24h NIS-2 BSI / Schadensersatzverjährung §§ 195/199 BGB)
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4. GwG-Check: Politisch exponierte Person / Hochrisiko-Land / anonyme Zahlung?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Erstgespraech IT-Recht | Mandatsbogen-Protokoll; Template unten |
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| Variante A — Mandant will nur Beratung ohne Mandat | Beratungsvertrag; kein Mandatsbogen erforderlich |
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| Variante B — Eilsituation (Abmahnung / Datenpanne) | Sofortberatung; Fristen sichern bevor Vollmandat |
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| Variante C — Unternehmens-Compliance-Check | Retainer-Modell statt Einzelmandat erwaegen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template — Erstgespräch-Protokoll
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@@ -192,3 +207,8 @@ Honorarvereinbarung: RVG / Stundensatz [BETRAG EUR/h] / Pauschal [BETRAG EUR]
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Nächste Schritte: [LISTE]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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+20
-1
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Cyber-Vorfall-Sofortmassnahmen Ransomware Datenleck Hack. Meldepfl
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6. Liegt eine Erpressungsforderung vor — Betrag, Kryptowährung, Zahlungsfrist, TOR-Kontaktadresse?
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7. Wurden bereits eigene Maßnahmen ergriffen (Abschaltung — problematisch für Forensik; Passwortzurücksetzung)?
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8. Ist Datenschutzbeauftragter involviert — wurde er bereits informiert?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -62,6 +63,19 @@ description: "Cyber-Vorfall-Sofortmassnahmen Ransomware Datenleck Hack. Meldepfl
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| Woche 2–4 | Forensik-Endbericht | Ursachenanalyse; Schwachstellen; Maßnahmenplan | intern |
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| Monat 1 | NIS2-Abschlussbericht | BSI; vollständige Analyse | § 32 Abs. 3 BSIG n. F. |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Cyber-Vorfall IT-Recht Sofortmassnahmen | Sofortmassnahmen-Checkliste; Template unten |
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| Variante A — Ransomware; kein Backup | Loesegeld-Zahlung vs. Strafbarkeitsrisiko abwaegen; BKA informieren |
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| Variante B — Insider-Threat | Arbeitsrechtliche Massnahmen parallel; HR einbeziehen |
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| Variante C — Supply-Chain-Angriff | Lieferantenvertrag pruefen; Regress gegen Dienstleister |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatzbausteine
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### Notruf-Checkliste (Mandant)
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@@ -160,6 +174,11 @@ Aktenzeichens.
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[Unterschrift]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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## Beweislast und Darlegungslast
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| Frage | Last | Norm |
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@@ -235,6 +254,6 @@ Aktenzeichens.
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## Aktuelle Rechtsprechung (v14.2)
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- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite/VB), NJW 2024, 685 Rn. 55–79: Unbefugter Datenzugang begründet keinen automatischen Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO; aber: die 72-Stunden-Meldepflicht nach Art. 33 DSGVO wird schon durch die bloße Möglichkeit eines Risikos ausgelöst, nicht erst bei realisiertem Schaden.
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||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20, NJW 2021, 2726 Rn. 28: DSGVO-Schadensersatz für immateriellen Schaden bei Datenpanne; unzureichende TOMs nach Art. 32 DSGVO begründen Haftung; Cyber-Vorfall-Response muss TOMs dokumentieren.
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||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
|
||||
- OLG Dresden, Urt. v. 30.11.2021 — 4 U 1158/21, NJW 2022, 334 Rn. 22: Schadensersatz bei mangelnden TOMs; Nachweis angemessener TOMs entlastet Verantwortlichen nach Art. 82 Abs. 3 DSGVO — Forensik-Dokumentation ist zentral für Entlastungsbeweis.
|
||||
- BGH, Urt. v. 12.10.2022 — I ZR 149/20, GRUR 2023, 145 Rn. 67: Zur Verantwortlichkeit bei Cyberangriffen; Verantwortlicher kann sich bei adäquaten Sicherheitsmaßnahmen (Art. 32 DSGVO) exkulpieren; BSI-IT-Grundschutz als Referenzstandard.
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+1
-1
@@ -81,7 +81,7 @@ Mit freundlichen Gruessen
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||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia), NJW 2024, 685 Rn. 55: DSFA-Pflicht nach Art. 35 DSGVO und Risikobewertung sind eigenständige Pflichten; fehlende DSFA begründet Verstoß nach Art. 83 Abs. 4 DSGVO unabhängig vom Schadenseintritt.
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||||
- VG Wiesbaden, Beschl. v. 01.12.2021 — 6 L 738/21.WI, ZD 2022, 178 Rn. 22: DSFA-Pflicht bei KI-gestützten Entscheidungssystemen; neue Technologien nach Art. 35 Abs. 1 DSGVO iVm EDSA-Kriterien lösen regelmäßig DSFA-Pflicht aus — auch wenn kein Hochrisiko-KI-System nach KI-VO vorliegt.
|
||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20, NJW 2021, 2726 Rn. 28: Mangelhafte Risikoabschätzung bei Verarbeitungen mit hohem Risiko erhöht Haftungsrisiko nach Art. 82 DSGVO erheblich.
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||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
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||||
- EuGH, Urt. v. 04.05.2023 — C-300/21 (UI/Österreichische Post), NJW 2023, 1985 Rn. 44: Verstoß gegen Art. 35 DSGVO (fehlende DSFA) begründet keinen automatischen Schadensersatz, ist aber eigenständiger Bußgeldtatbestand Art. 83 Abs. 4 DSGVO.
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## Triage zu Beginn
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@@ -61,6 +61,8 @@ IT-Vertrag-Verhandlung ist Verhandlungs-intensiv: SaaS, Cloud, Lizenz, IT-Projek
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## Workflow
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**Vorab:** Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
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### Phase 1 — Vertragsanalyse
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- Schiedsklausel im Vertrag?
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@@ -129,6 +131,21 @@ Stand: 05/2026. EU-ODR-VO 524/2013. VSBG. AI Act 2024/1689 Art. 85. DGRI-Schieds
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2. Standard-SaaS-AGB oder verhandelter Individualvertrag?
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3. Welche Klauseln sind kritisch? (SLA-Verfügbarkeit / Haftung / Exit / Datenschutz)
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4. Streitbeilegungsklausel: Schiedsverfahren / Schlichtung / ordentliches Gericht?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — IT-Vertragsverhandlung EU-ODR | Verhandlungsprotokoll; Template unten |
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| Variante A — Mandant will Vergleich vermeiden | Aussergerichtliche Einigung; Mediationsklausel einbauen |
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| Variante B — Geringer Streitwert unter 10000 EUR | Europaeisches ODR-Portal (eur-lex) als Alternative |
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| Variante C — Dauerhafter Konflikt mit Vertragspartner | Vertragsausstieg + Neuausschreibung pruefen |
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Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Output-Template — IT-Vertragsverhandlungs-Protokoll
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@@ -151,3 +168,8 @@ Offene Klauseln:
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||||
Streitbeilegung: ODR-Plattform (B2C) / DGRI-Schlichtung / DIS-Schiedsverfahren
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Nächster Termin: [DATUM]
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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+20
-1
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "KI-VO-Konformitaetsbewertung fuer Hochrisiko-KI-Systeme nach Art.
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||||
6. Soll eine Benannte Stelle (Notified Body) eingeschaltet werden (Pflicht bei Biometrik und Systemen für kritische Infrastruktur)?
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||||
7. Wie ist der Zeitplan bis Markteinführung — wann muss CE-Kennzeichnung vorliegen?
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||||
8. Gibt es bereits eine KI-Folgenabschätzung oder eine Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35 DSGVO) im Zusammenhang mit dem System?
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Rechtsgrundlagen
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@@ -89,6 +90,19 @@ description: "KI-VO-Konformitaetsbewertung fuer Hochrisiko-KI-Systeme nach Art.
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| 14 | CE-Kennzeichnung | Art. 48 KI-VO | Korrekte Anbringung? |
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| 15 | Registrierung EU-Datenbank | Art. 49 KI-VO | Eintragung erfolgt? |
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||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — KI-VO Hochrisiko-Konformitaetsbewertung | Konformitaetsbewertungs-Protokoll; Template unten |
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| Variante A — Kein Hochrisiko-System | Vereinfachtes Compliance-Register; CE-Kennzeichnung entfaellt |
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||||
| Variante B — Inverkehrbringen durch Drittanbieter | Importeur/Haendler-Pflichten Art. 23 ff. KI-VO pruefen |
|
||||
| Variante C — Open-Source-KI | Ausnahmen Art. 2 Abs. 10 KI-VO pruefen |
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||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
## Schriftsatzbausteine
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||||
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||||
### EU-Konformitätserklärung (Musterstruktur, Art. 47 KI-VO)
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||||
@@ -171,6 +185,11 @@ Anlagen:
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||||
Mit freundlichen Gruessen
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
## Beweislast und Darlegungslast
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||||
| Frage | Last | Norm |
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@@ -245,7 +264,7 @@ Mit freundlichen Gruessen
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||||
## Aktuelle Rechtsprechung (v14.2)
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||||
- EuGH, Urt. v. 07.12.2023 — C-634/21 (SCHUFA Holding/Datenschutzbeauftragter Hessen), NJW 2024, 248 Rn. 55–78: Automatisches Scoring kann Art. 22 DSGVO unterliegen; bei KI-Systemen die in Anhang III KI-VO (Nr. 5 lit. b Kreditbewilligung) gelistet sind, bestehen parallele Pflichten nach KI-VO und DSGVO — DSFA (Art. 35 DSGVO) und FRIA (Art. 27 KI-VO) müssen kombiniert werden.
|
||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20, NJW 2021, 2726 Rn. 28: Zur Haftung bei KI-Systemen mit unzureichendem Risikomanagement; mangelhafte Risikoabschätzung begründet Haftung des Verantwortlichen nach § 280 Abs. 1 BGB iVm Art. 82 DSGVO.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
|
||||
- BVerwG, Urt. v. 25.09.2019 — 8 C 25.18, BVerwGE 166, 308 Rn. 38: Zur Zulässigkeit automatisierter Verwaltungsentscheidungen; Art. 22 DSGVO und Hochrisiko-KI-VO-Anforderungen (menschliche Aufsicht Art. 14) setzen Grenzen.
|
||||
- VG Wiesbaden, Beschl. v. 01.12.2021 — 6 L 738/21.WI, ZD 2022, 178 Rn. 22: DSFA-Pflicht für KI-Entscheidungssysteme; parallel gilt ab 02.08.2026 die Konformitätsbewertungspflicht nach Art. 43 KI-VO für Hochrisiko-Systeme.
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -74,7 +74,7 @@ description: "Orientierung im IT-Recht fuer Mandate und Fachanwaltschaft nach FA
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||||
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||||
- BGH, Urt. v. 25.03.2021 — VII ZR 94/20, NJW 2021, 1954 Rn. 28: AGB-Kontrolle von IT-Verträgen; § 307/309 BGB als zentrale Prüfmaßstäbe für SaaS- und Cloud-Verträge.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 16.07.2020 — C-311/18 (Schrems II), NJW 2020, 2557 Rn. 182: Drittlandsübermittlungen im IT-Bereich; TIA nach Schrems II ist Standard für alle US-Cloud-Dienstleister.
|
||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20, NJW 2021, 2726 Rn. 28: DSGVO-Schadensersatz bei Datenpanne; IT-Recht und Datenschutzrecht greifen regelmäßig ineinander.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 07.12.2023 — C-634/21 (SCHUFA Holding), NJW 2024, 248 Rn. 55: KI-VO und DSGVO-Parallelpflichten bei automatisierten Entscheidungssystemen — IT-Recht muss KI-VO-Anforderungen ab 2025 ff. integrieren.
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|
||||
## Triage zu Beginn
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||||
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "SaaS-Vertragsverhandlung mit Datenschutz Verfuegbarkeit Vendor-Loc
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6. Wie lange Vertragslaufzeit und welche Kündigungsfristen? Automatische Verlängerung?
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||||
7. Gibt es Vendor-Lock-in-Risiken — proprietäres Datenformat, keine API-Export-Möglichkeit?
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||||
8. Welcher Ansprechpartner beim Anbieter für Vertragsverhandlung — Legal, Sales, Procurement?
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||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
## Rechtsgrundlagen
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@@ -63,6 +64,20 @@ description: "SaaS-Vertragsverhandlung mit Datenschutz Verfuegbarkeit Vendor-Loc
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| 11 | Preisanpassungsklauseln | § 308 Nr. 4 BGB | Sachlicher Grund? Widerspruchsrecht? |
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| 12 | Backup und Notfallwiederherstellung | Art. 32 DSGVO | RPO/RTO definiert? Backup-Frequenz? |
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — SaaS-Vertrag verhandeln | Verhandlungs-Bausteine; Template unten |
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| Variante A — Mandant ist Anbieter statt Nutzer | AGB-Pruefung auf Anbieterseite; andere Klausel-Prioritaeten |
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| Variante B — Kritische Daten im SaaS | DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag; BSI C5-Testat pruefen |
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| Variante C — Kuendigung laufender SaaS-Vertrag | Exit-Strategie; Datenportabilitaet Art. 20 DSGVO |
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schriftsatzbausteine
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### SLA-Klausel (Verhandlungsmuster B2B)
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@@ -156,6 +171,11 @@ Pflicht-Inhalte AVV Art. 28 Abs. 3 DSGVO — Checkliste
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[X] Loeschung / Rueckgabe bei Vertragsende?
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
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||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
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||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
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||||
## Beweislast und Darlegungslast
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| Frage | Last | Norm |
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@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Pruefung von Softwaremangelanspruechen nach Kauf-Werk- oder Dienst
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3. Welche konkreten Funktionen fehlen oder funktionieren nicht wie zugesagt? Liegt ein Lasten-/Pflichtenheft vor?
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4. Wurde dem Lieferanten bereits eine Nacherfüllungsfrist gesetzt und welche Reaktion erfolgte?
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5. Ist der Mandant Verbraucher oder Unternehmer? Welche AGB-Klauseln gelten?
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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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## Anspruchsgrundlagen
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@@ -43,6 +44,20 @@ description: "Pruefung von Softwaremangelanspruechen nach Kauf-Werk- oder Dienst
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Standardliteratur: Grüneberg BGB §§ 434, 633; Schneider IT-Vertragsrecht; MüKo-BGB / Westermann § 434.
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Software-Mangel geltend machen | Mangelruege; Template unten |
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| Variante A — Mandant will weiter mit Anbieter arbeiten | Nacherfuellung § 439 BGB bevorzugen; Klage als letztes Mittel |
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||||
| Variante B — SLA-Verletzung statt Mangel | Vertragsstrafe pruefen; anderes Skill |
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||||
| Variante C — Open-Source-Komponenten betroffen | Lizenz-Compliance pruefen; Schadensersatz nach allg. Delikt |
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||||
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||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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## Schreibvorlage Mängelrüge mit Fristsetzung
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```
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@@ -67,6 +82,11 @@ geltend machen (§§ 437 Nr. 2 und Nr. 3 BGB i.V.m. §§ 323 280 281 BGB).
|
||||
Mit freundlichen Gruessen
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```
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--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
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||||
## Übergabe
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||||
- Bei Fristablauf ohne Nacherfüllung: Übergang in `forderungsmanagement-klagewerkstatt` zur Klageerhebung.
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||||
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||||
@@ -12,6 +12,7 @@ description: "Vertragsstrafenklausel in IT-Vertraegen auf AGB-Wirksamkeit und Ho
|
||||
3. Ist die Strafe pro Tag, pro Verstoß oder einmalig vereinbart? Existiert eine Höchstgrenze?
|
||||
4. Sind beide Vertragsparteien Kaufleute i.S.d. HGB?
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||||
5. Wurde die Strafe bei Annahme der Hauptleistung ausdrücklich vorbehalten (§ 341 Abs. 3 BGB)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
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||||
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||||
## Anspruchsgrundlagen
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@@ -44,6 +45,20 @@ description: "Vertragsstrafenklausel in IT-Vertraegen auf AGB-Wirksamkeit und Ho
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||||
Standardliteratur: Grüneberg BGB §§ 339-345; Ulmer/Brandner/Hensen AGB-Recht.
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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
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Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
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| Konstellation | Empfohlener Weg |
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|---|---|
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| Standard — Vertragsstrafe pruefen und geltend machen | Geltendmachungs-Schreiben; Template unten |
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| Variante A — Vertragsstrafe ueberschiessend | § 343 BGB-Herabsetzung pruefen; Risiko Rueckforderung |
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||||
| Variante B — Mandant will Vertragsstrafe nicht ausloesen | Stillhaltevereinbarung; Vertragsanpassung statt Strafe |
|
||||
| Variante C — Wiederholte Pflichtverletzung | Mehrfache Vertragsstrafe oder Kuendigung erwaegen |
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||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
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||||
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||||
|
||||
## Schreibvorlage Geltendmachung der Vertragsstrafe
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||||
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||||
```
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||||
@@ -70,6 +85,11 @@ Abs. 2 BGB.
|
||||
Mit freundlichen Gruessen
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
## Übergabe
|
||||
|
||||
- Bei Zahlungsausfall: Übergabe an `forderungsmanagement-klagewerkstatt`.
|
||||
|
||||
@@ -79,6 +79,7 @@ IT-Recht ist breit und stark im Wandel (DSGVO NIS-2 AI Act DSA). Triage stellt S
|
||||
- Versicherung Cyber Berufshaftpflicht IT
|
||||
- Berufshaftpflicht Anwalt für Beratung
|
||||
- Streitwert sehr variabel
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Routing-Matrix
|
||||
|
||||
@@ -121,6 +122,19 @@ Bei aktivem Hacker-Angriff:
|
||||
- **Heute** DSGVO-Meldung Domain-Sperre Filesharing-Antwort
|
||||
- **Diese Woche** Mangel-Klage Vertragsentwurf
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — IT-Recht Mandat triage und routen | Triage-Protokoll; Template unten |
|
||||
| Variante A — Datenschutz-Schwerpunkt | DSGVO-Skills pruefen; DPA als erstes |
|
||||
| Variante B — Strafrecht-Beruehrer | § 202a ff. StGB; Strafrecht-Skill einbeziehen |
|
||||
| Variante C — Eilsituation Datenpanne | 72h-Frist DSGVO Art. 33; Skill cyber-incident-response |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
## Ausgabe
|
||||
|
||||
- `triage-protokoll-it-recht.md`
|
||||
@@ -130,6 +144,11 @@ Bei aktivem Hacker-Angriff:
|
||||
- Bei Cyber-Incident: Sofort-Checkliste als Anhang
|
||||
- Empfehlung Folge-Skill
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
## Quellen
|
||||
|
||||
- BGB §§ 433 ff. 535 ff. 611 631 ff.
|
||||
@@ -146,7 +165,7 @@ Bei aktivem Hacker-Angriff:
|
||||
- BGH, Urt. v. 28.10.2014 — VI ZR 135/13, NJW 2015, 404 Rn. 18: Anwaltshaftung bei Mandatsuebernahme ohne Konflikt-Check — Interessenkonflikt bereits bei Beratung desselben Sachverhalts auf Gegenseite entsteht.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 07.03.2024 — C-604/22 (IAB Europe), NJW 2024, 1205 Rn. 48: Consent-Management-Betreiber als gemeinsam Verantwortlicher i.S.d. Art. 26 DSGVO; relevant fuer Mandatspruefung IT-Dienstleister.
|
||||
- BGH, Urt. v. 26.01.2017 — VII ZR 198/15, NJW 2017, 1534 Rn. 22: Eilbeduerftigkeit im IT-Projektstreit — einstweilige Verfuegung bei drohender Projektunterbrechung zulaessig; RA-Sofortmandat gerechtfertigt.
|
||||
- BGH, Urt. v. 06.07.2021 — VI ZR 40/20, NJW 2021, 2726 Rn. 12: DSGVO-Schadensersatz bei immateriellem Schaden bereits bei festgestelltem Datenschutzversto§ — Mandatseinleitung bei Datenpanne zwingend.
|
||||
- EuGH, Urt. v. 14.12.2023 — C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite), NJW 2024, 1091: Immaterieller DSGVO-Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 setzt Schaden + Kausalitaet + DSGVO-Verstoss kumulativ voraus; keine Bagatellgrenze; bereits begruendete Sorge vor Datenmissbrauch kann ersatzfaehig sein; Verantwortlicher muss Geeignetheit der TOMs nach Art. 32 DSGVO darlegen.
|
||||
|
||||
## Zentrale Normen (Paragrafenkette)
|
||||
- § 43a BRAO — Anwaltliche Grundpflichten: Interessenkonflikt-Verbot
|
||||
|
||||
@@ -219,6 +219,21 @@ Vor Versand:
|
||||
3. Welche Anspruchsgrundlagen kommen in Betracht — sind Alternativansprueche vollstaendig erfasst?
|
||||
4. Existieren konkrete Beweismittel (Urkunden, Zeugen, Sachverstaendige) fuer jedes Tatbestandsmerkmal?
|
||||
5. Ist der Antrag tenorierungsfaehig und vollstreckbar formuliert?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — IT-/Datenschutzrecht Schriftsatz verfassen | Schriftsatz-Template; Template unten |
|
||||
| Variante A — Datenschutz-Verfahren vor Aufsichtsbehoerde | Beschwerdeschrift an DPA; andere Struktur als Klageschrift |
|
||||
| Variante B — Eilverfahren einstweilige Verfuegung | Verkuerzter Schriftsatz; Dringlichkeit begruenden |
|
||||
| Variante C — Strafverfahren IT-Bezug | Strafrecht-Skill zusaetzlich einsetzen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
|
||||
## Output-Template — Schriftsatz IT-/Datenschutz-/Telemedienrecht
|
||||
**Adressat:** Gericht / Behoerde — Tonfall: sachlich-juristisch, praezise
|
||||
@@ -262,3 +277,8 @@ K2: [BEZEICHNUNG, DATUM]
|
||||
[NAME RA/RAin]
|
||||
Rechtsanwaeltin / Rechtsanwalt
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Strukturierte Pruefung bei mangelhafter Software mit Vertragstyp-E
|
||||
6. Welche Nachbesserungsversuche wurden unternommen — wie viele, in welcher Frist?
|
||||
7. Handelt es sich um ein B2C-Vertragsverhältnis (§§ 327 ff. BGB Digitale-Produkte-Regime)?
|
||||
8. Liegt Open-Source-Komponente vor — welche Lizenz (GPL, AGPL, MIT, Apache)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -72,6 +73,20 @@ description: "Strukturierte Pruefung bei mangelhafter Software mit Vertragstyp-E
|
||||
| 11 | Open-Source-Compliance | GPL, AGPL, MIT | Lizenzbedingungen eingehalten? Copyleft ausgelöst? |
|
||||
| 12 | DSGVO-Sicherheitsmangel | Art. 32 DSGVO | Sicherheitslücke = Mangel + DSGVO-Pflicht? |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Software-Mangel geltend machen | Mangelruege; Template unten |
|
||||
| Variante A — Mandant will weiter mit Anbieter arbeiten | Nacherfuellung § 439 BGB bevorzugen; Klage als letztes Mittel |
|
||||
| Variante B — SLA-Verletzung statt Mangel | Vertragsstrafe pruefen; anderes Skill |
|
||||
| Variante C — Open-Source-Komponenten betroffen | Lizenz-Compliance pruefen; Schadensersatz nach allg. Delikt |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
|
||||
## Schriftsatzbausteine
|
||||
|
||||
### Mangelrüge mit Fristsetzung (Käufer / Besteller)
|
||||
@@ -139,6 +154,11 @@ gemaess Kostenvoranschlag (Anlage K4) EUR ____.
|
||||
[Unterschrift]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
## Beweislast und Darlegungslast
|
||||
|
||||
| Frage | Beweislast | Hinweis |
|
||||
|
||||
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Strukturierte Beweisstrategie bei Aufklaerungsfehlern § 630e BGB.
|
||||
6. Liegt ein Aufklärungsbogen vor — handschriftliche Eintragungen oder nur Standardtext?
|
||||
7. War eine Begleitperson beim Gespräch anwesend (möglicher Zeuge)?
|
||||
8. Welcher Schaden ist eingetreten — ist er von den verschwiegenen Risiken umfasst?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -53,6 +54,20 @@ description: "Strukturierte Beweisstrategie bei Aufklaerungsfehlern § 630e BGB.
|
||||
| 11 | Hypothetische Einwilligung | BGH VI ZR 130/16 | Arzt: Patient hätte auch eingewilligt? Patient: Entscheidungskonflikt? |
|
||||
| 12 | Schadensumfang | §§ 249, 253 BGB | Körperverletzung rechtswidrig = alle Schadensfolgen |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Aufklaerungsfehler Beweisstrategie | Beweissicherungs-Protokoll; Template unten |
|
||||
| Variante A — Mandant will Vergleich | Gutachterkommission / Schlichtung statt Klage; Skill gutachterkommission |
|
||||
| Variante B — Kein Aufklaerungsfehler feststellbar | Behandlungsfehler pruefen; anderes Skill |
|
||||
| Variante C — Strafanzeige geplant | Koordination Straf- und Zivilverfahren; Akteneinsicht § 406e StPO |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
|
||||
## Schriftsatzbausteine
|
||||
|
||||
### Mandantenbefragungsprotokoll (Checkliste)
|
||||
@@ -139,6 +154,11 @@ II. Aufklaerungsfehler §§ 630e 630h Abs. 2 BGB
|
||||
(BGH VI ZR 260/93)
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
## Beweislast und Darlegungslast
|
||||
|
||||
| Frage | Beweislast | Beweismittel |
|
||||
|
||||
@@ -15,6 +15,7 @@ description: "Strukturierte Pruefung von Anspruechen wegen Behandlungsfehler nac
|
||||
6. Besteht Rechtsschutzversicherung — Deckungsanfrage für Arzthaftungsmandat?
|
||||
7. Gibt es GKV — Regress-Interesse der Krankenkasse § 116 SGB X?
|
||||
8. Liegt strafrechtlicher Aspekt vor (Körperverletzung § 229 StGB fahrlässig, Tötung § 222 StGB)?
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Rechtsgrundlagen
|
||||
|
||||
@@ -71,6 +72,20 @@ description: "Strukturierte Pruefung von Anspruechen wegen Behandlungsfehler nac
|
||||
| 11 | Mitverschulden | § 254 BGB | Compliance-Verletzung durch Patient? |
|
||||
| 12 | Verjährung | §§ 195, 199, 203, 204 BGB | Frist gewahrt? Hemmung? |
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Behandlungsfehler Anspruch pruefen | Haftungspruefung und Klage; Template unten |
|
||||
| Variante A — Mandant will aussergerichtliche Loesung | Gutachterkommission AEK einschalten; Skill aek-schlichtung |
|
||||
| Variante B — Unklare Faktenlage | Sachverstaendigenbeauftragung vor Klage; Kostenrisiko beachten |
|
||||
| Variante C — Versicherungsmandat der Gegenseite | Direktverhandlung mit Haftpflichtversicherer pruefen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
|
||||
## Schriftsatzbausteine
|
||||
|
||||
### Anforderung Patientenakte § 630g BGB
|
||||
@@ -163,6 +178,11 @@ Anlagen:
|
||||
[Unterschrift]
|
||||
```
|
||||
|
||||
--- vor Versand klaeren ---
|
||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
|
||||
## Beweislast und Darlegungslast
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||||
|
||||
| Anspruchsmerkmal | Grundsatz | Beweislastumkehr § 630h BGB |
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||||
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||||
+20
@@ -201,6 +201,21 @@ Bevor losgelegt wird, kläre:
|
||||
- Strafverfahren noch offen → Strafverteidigung optimieren; Widerrufsverfahren verzögern
|
||||
- Suchterkrankung → Therapieprogramm + Gutachten; Ruhen beantragen
|
||||
- Bewährung dokumentiert → Wiedererteilungsantrag; Gutachten + Schrittweiser Wiedereinstieg
|
||||
- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
|
||||
|
||||
## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
|
||||
|
||||
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.
|
||||
|
||||
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|
||||
|---|---|
|
||||
| Standard — Approbations-Widerspruch | Widerspruchsschreiben; Template unten |
|
||||
| Variante A — Sofortige Vollziehung angeordnet | Eilantrag VG § 80 Abs. 5 VwGO parallel zum Widerspruch |
|
||||
| Variante B — Nachbesserung moeglich | Einstweilige Einigung mit Behoerde statt Formwiderspruch |
|
||||
| Variante C — Strafverfahren laufend | Koordination Strafrecht und Berufsrecht; Aussageverweigerung pruefen |
|
||||
|
||||
Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
|
||||
|
||||
|
||||
## Output-Template Eilantrag § 80 Abs. 5 VwGO
|
||||
|
||||
@@ -230,3 +245,8 @@ Gefaehrdungsrisiko fuer Patienten nachgewiesen.
|
||||
|
||||
Anlagen: Widerrufsbescheid, Vollmacht, Therapienachweise
|
||||
```
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||||
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||||
--- vor Versand klaeren ---
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||||
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
|
||||
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
|
||||
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
|
||||
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