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Akte: Metallbau Hansa GmbH Insolvenzplan und StaRUG-Restrukturierung

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Realistische Akte für die Insolvenzplan- und StaRUG-Planwerkstatt (insolvenzplan-starug-planwerkstatt). Die Schuldnerin, die Metallbau Hansa GmbH aus Hamburg-Billbrook, ist ein mittelständischer Stahlbaudienstleister mit 86 Beschäftigten, der nach zwei Verlustprojekten und einer ausgeschöpften Bankenlinie in eine Liquiditäts- und Ertragskrise geraten ist. Die Akte zeigt alle wesentlichen Schritte eines Insolvenzplan- oder StaRUG-Verfahrens: Krisendiagnose, Gläubigerstruktur, Vergleichsrechnung, Gruppen-/Klassenbildung, Investor-Einbindung, gestaltender und darstellender Teil, Stimmrechtssimulation, Cram-Down-Vorbereitung und Planvollzug.


Sachverhalt

Die Metallbau Hansa GmbH (HRB 142 387, AG Hamburg), Billbrookdeich 127, 22113 Hamburg, fertigt Stahlbaugruppen, Trägerkonstruktionen und Moduleinheiten für kommunale Fernwärmeprojekte, Bahnstationen und industrielle Anlagenbauer. Alleingesellschafterin ist die Hansa Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt); Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sind Anna Reimers (kaufmännisch) und Lukas Petersen (technisch). Der CFO Björn Hollender wurde Anfang 2025 eingestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Umsatz von 19,8 Mio. Euro mit einem EBITDA von 1,42 Mio. Euro. In den Jahren 2023 und 2024 wurden zwei Großaufträge Bahnstation Altona-Süd (3,1 Mio. Euro) und Wärmeprojekt Stellingen (2,4 Mio. Euro) zu fixen Pauschalpreisen ohne Materialgleitklausel abgeschlossen. Der darauffolgende Stahlpreisanstieg ließ die Rohstoffquote von 53 % (2023) auf 64 % (2025) steigen. Kombiniert mit fehlendem Projektcontrolling und einer durch Covenant-Verletzung gekürzten Bankenlinie entstand ein Jahresverlust von vorläufig 2,09 Mio. Euro im Jahr 2025. Die NordBank AG hat die Rückführung ihres Kontokorrentkredits (vollständig ausgenutzt: 2,0 Mio. Euro) zum 30. Juni 2026 angekündigt.

Am 12. Mai 2026 beauftragte die Geschäftsführerin Anna Reimers die Kanzlei Westphal & Partner (RA Dr. Karolin Westphal) mit der Sanierungsberatung. Als externe Finanzierungsoption liegt ein indikativer Term Sheet des Nordlicht Turnaround Fonds GmbH & Co. KG über 1,4 Mio. Euro Mezzanine-Darlehen vor. Die Akte endet mit einem Planeinreichungsdatum von 16. Juni 2026 (geplant) beim Amtsgericht Hamburg (Insolvenzabteilung).


Eckdaten

Merkmal Angabe
Schuldnerin Metallbau Hansa GmbH
Handelsregister HRB 142 387, AG Hamburg
Sitz Billbrookdeich 127, 22113 Hamburg
Geschäftsführung Anna Reimers, Lukas Petersen
Alleingesellschafterin Hansa Beteiligungs UG
Umsatz 2024 18,4 Mio. Euro
Umsatz 2025 (vorläufig) 16,9 Mio. Euro
EBITDA 2025 (vorläufig) 1,03 Mio. Euro
Mitarbeitende 86 Sozialversicherungspflichtige + 2 GF
Hauptgläubiger NordBank AG (4,2 Mio. Euro), Hansa Beteiligungs UG (0,95 Mio. Euro, nachrangig)
Investor Nordlicht Turnaround Fonds GmbH & Co. KG (Term Sheet: 1,4 Mio. Euro)
Verfahrensziel Insolvenzplan in Eigenverwaltung (§ 270a InsO) oder StaRUG-Restrukturierungsplan
Geplantes Aktenzeichen 67g IN /26 (AG Hamburg, noch nicht vergeben)
Mandatsannahme 12. Mai 2026
Planentwurf-Einreichung (geplant) 16. Juni 2026
Planbestätigung (geplant) ca. Juli 2026
Rechtskraft (geplant) ca. August 2026
Beratungskanzlei Westphal & Partner Rechtsanwälte PartGmbB, Hamburg
Steuerberater Dresen & Partner GmbH WPG, Hamburg

Dateien in dieser Akte

Datei Inhalt
01_mandatsnotiz_erstgespraech.md Mandatsnotiz vom Erstgespräch 12.05.2026: Sachverhalt, Sofortfragen, Verfahrensalternativen, Vollmacht
02_unternehmensprofil.md Detailliertes Unternehmensprofil: Stammdaten, Leistungsportfolio, Personal, GuV-Entwicklung, Vermögen
03_liquiditaetsstatus.csv 13-Wochen-Liquiditätsplanung KW 2032 mit wöchentlichen Zu- und Abflüssen, kritischen Salden und Investoren-Szenario
04_gläubiger_und_sicherheiten.csv Vollständige Gläubigerliste (16 Positionen) mit Forderungshöhe, Rang, Sicherheiten, Plangruppe und Planquote
05_bwa_susa_auszug.csv BWA-Auszug 20232026 (Plan) mit GuV-Positionen, Umsatz, EBITDA, Bilanzkennzahlen und monatlichen Ist-Werten
06_krisenursachen_workshop.md Protokoll des Krisenursachen-Workshops vom 19.05.2026 (Ishikawa-Methode, 6 Kategorien, Ranking, Sanierungshebel)
07_sanierungsmassnahmen.csv Maßnahmenplan mit 14 Einzelmaßnahmen, Wirkungsart, Einmal- und Dauereffekten, Status und Risikobewertung
08_investor_term_sheet.md Indikativer Term Sheet Nordlicht Turnaround Fonds: Struktur, Konditionen, Sicherheiten, Covenants, offene Punkte
09_vergleichsrechnung_arbeitsstand.csv Vergleichsrechnung je Gläubigergruppe: Plan vs. Übertragungsinsolvenz vs. Zerschlagungsliquidation
10_gruppen_klassen_entwurf.md Gruppen- und Klassenbildung für Insolvenzplan (5 Gruppen) und StaRUG-Plan (3 Klassen) mit Planangeboten
11_darstellender_teil_rohnotizen.md Rohnotizen darstellender Teil: Schuldnerin, Krisenursachen, Überschuldungsstatus, Fortführungsprognose, Sonderprüfungen
12_gestaltender_teil_klauselideen.md Klauselentwürfe gestaltender Teil (§ 221 InsO): alle Gruppen, Investor-Darlehen, Planvollzug, Monitoring
13_steuer_sv_risiken.md Steuer- und SV-Risikomemo: Rückstände, Sanierungsgewinn § 3a EStG, § 8c KStG, Insolvenzgeld, Organhaftung
14_sicherheitenbewertung.md Gutachtliche Sicherheitenbewertung (Brandt): Maschinenpark, Globalzession, Leasingobjekte, Prüfaufträge
15_stimmrechtssimulation.csv Stimmrechtssimulation je Gruppe mit Prognose Ja/Nein/Unklar, Summen- und Kopfmehrheit, Cram-Down-Analyse
16_stakeholder_q_and_a.md Q&A-Vorbereitung für Gläubigerversammlung: NordBank, LeasingWerk, Stahlhandel, FA, Betriebsrat, Gericht
17_gerichtliche_route.md Verfahrenswahl-Analyse: StaRUG vs. Eigenverwaltung vs. Regelinsolvenz; Empfehlung + Verfahrensschritte
18_planvollzug_kalender.csv Vollständiger Planvollzugs-Kalender Mai 2026 August 2030 mit 42 Meilensteinen, Verantwortlichen, Status
19_redteam_einwaende.md Red-Team-Review: 8 kritische Einwände mit Bewertung und Gegenargumenten; Ampelübersicht
20_zieloutput_checkliste.md Vollständigkeitsprüfung vor Planeinreichung: Pflichtanlagen, prozessuale Voraussetzungen, Kommunikation
darstellender_teil_insolvenzplan.docx DOCX: Vollständiger darstellender Teil des Insolvenzplans (ausformuliert, Calibri 11, mit Rubrum und Anlagen)
gestaltender_teil_insolvenzplan.docx DOCX: Vollständiger gestaltender Teil des Insolvenzplans (alle Paragrafen, bestimmt und vollziehbar)
term_sheet_nordlicht.docx DOCX: Investor Term Sheet Nordlicht Turnaround Fonds (finale Fassung zur Unterzeichnung)
mandatsnotiz_erstgespraech.docx DOCX: Mandatsnotiz im Briefkopf-Format (Kanzlei Westphal & Partner)

Prüffokus

Diese Akte zeigt den gesamten Workflow der Insolvenzplan- und StaRUG-Planwerkstatt an einem realistischen Mittelstandsfall:

  1. Erstgespräch und Krisendiagnose: Wie wird aus dem ersten Mandantengespräch eine vollständige Mandatsnotiz mit Handlungsempfehlungen? Welche Sofortfragen sind in den ersten 48 Stunden zu klären?

  2. Liquiditätsstatus 13 Wochen: Wie identifiziert man kritische Liquiditätsengpässe und kommuniziert diese gegenüber Gläubigern und Gerichten?

  3. Verfahrenswahl (StaRUG vs. InsO): Anhand welcher Kriterien wird zwischen StaRUG-Restrukturierungsplan und Insolvenzplan in Eigenverwaltung entschieden? Welche Rolle spielt das Insolvenzgeld?

  4. Gruppenbildung und Vergleichsrechnung: Wie werden Gläubigergruppen sachgerecht gebildet und welche Anforderungen stellt § 245 InsO an den Cram-Down?

  5. Investor-Einbindung: Welche Parameter enthält ein typisches Term Sheet für Turnaround-Finanzierungen? Welche MAC-Risiken sind zu adressieren?

  6. Darstellender und gestaltender Teil: Was muss der darstellende Teil inhaltlich enthalten (§ 220 InsO)? Wie werden Planklauseln hinreichend bestimmt formuliert?

  7. Steuerliche Begleitung: Wie funktioniert § 3a EStG (Sanierungsgewinn), welche Risiken birgt § 8c KStG, und wie sichert man die SV-Beitragsabführung?

  8. Stimmrechtssimulation und Cram-Down: Wie simuliert man das Abstimmungsverhalten und wann sind die Voraussetzungen des § 245 InsO (Cram-Down gegen NordBank) erfüllt?

  9. Red-Team-Einwände: Welche Schwachstellen hat ein typischer Sanierungsplan, und wie schließt man sie vor der Einreichung?

  10. Planvollzug: Wie sieht ein realistischer Planvollzugskalender über vier Jahre aus?


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