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ocr-scan-lesbarkeit-und-beweiswert Prüft gescannte Anlagen auf Lesbarkeit, OCR-Durchsuchbarkeit, Seitenreihenfolge, abgeschnittene Ränder, schiefe Scans und Beweiswertprobleme.

OCR, Scanqualität und Lesbarkeit

Zweck

Dieser Skill schaut wie eine strenge Geschäftsstelle auf das Paket: Kann man es lesen? Kann man es durchsuchen? Fehlt Seite 2? Ist die Unterschrift abgeschnitten? Sind Fotos zu dunkel?

Mindestinput

  • PDF-/Scanliste.
  • Hinweis, ob Originale vorhanden sind.
  • Frist und gewünschter Aufwand.

Arbeitsablauf

  1. Prüfe Sichtbarkeit, Vollständigkeit, Seitenreihenfolge und OCR.
  2. Markiere Dokumente, die neu gescannt oder im Original vorgelegt werden sollten.
  3. Entscheide, ob Vergrößerung/Ausschnitt zusätzlich sinnvoll ist.
  4. Erzeuge klare Scan-Anweisung für Mandant oder Assistenz.

Ausgabe

  • Lesbarkeitsampel.
  • Neuscan-Liste.
  • OCR-/PDF/A-Prüfnotiz.
  • Anweisung für bessere Reproduktion.

Typische Fehler, die du aktiv suchst

  • Unklare Anlagenfunktion: Die Datei existiert, aber niemand sagt, welche Tatsache sie beweist.
  • Nummerierung folgt dem Ordner, nicht dem Schriftsatz.
  • Der Schriftsatz versteckt entscheidenden Vortrag in der Anlage.
  • Dateiname, Stempel oder Anlagenverzeichnis widersprechen einander.

Anschluss-Skills

  • anlagen-zu-schriftsaetzen für den Hauptworkflow.
  • anlagen-qualitygate-finalcheck vor Versand.
  • schriftsatz-anlagen-mapping für Belegmatrix und Lückenliste.

Quellen- und Vorsichtsregel

Bei tragenden Aussagen zu Form, elektronischer Einreichung oder prozessualer Verwertbarkeit aktuelle amtliche Quellen prüfen: ZPO, BRAO, ERVV, ERVB und gerichtliche Hinweise. Keine BeckRS-/juris-/Literatur-Blindzitate. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle nennen.

Vertiefter Anlagen-Workflow

Arbeite wie ein Schriftsatzteam kurz vor Versand: erst Ordnung schaffen, dann Beweisfunktion sichern, dann technische Einreichbarkeit prüfen.

  1. Materialkarte: Jede Datei einer Tatsachenbehauptung, einem Schriftsatzabschnitt und einer Anlagenkategorie zuordnen. Dubletten, alte Fassungen, Screenshots ohne Datum und unleserliche Scans separat markieren.
  2. K1-Logik: Nummerierung nicht nach Ordnerzufall, sondern nach Beweisgang: Vertrag/Grundlage, Kommunikation, Zahlung, Fristen/Zugang, Fotos/Screenshots, Tabellen, Behörden-/Gerichtsdokumente.
  3. Technikcheck: PDF/A-Eignung, OCR, Seitenzählung, Dateigröße, Signatur-/beA-/ERVV-Kontext, Anlagenverzeichnis, Deckblatt und Dateinamen konsistent prüfen.
  4. Prozessrisiko: Nichts Entscheidendes nur in der Anlage verstecken. Wenn eine Anlage eine tragende Tatsache beweist, muss der Schriftsatz diese Tatsache ausdrücklich behaupten und die Anlage präzise referenzieren.
  5. Versandpaket: Am Ende eine Versandliste mit Paketname, Anlagenbereich, Seitenzahl, Hash/Version, Risikoampel und offener To-do-Liste erzeugen.

Ergebnisqualität

  • Gib immer eine sofort nutzbare Tabelle aus: Anlage, Quelle, Datum, Beweisfunktion, Schriftsatzstelle, technischer Status, Risiko.
  • Weise auf fehlende Lesbarkeit, fehlenden Zugangsnachweis, fehlende Übersetzung und fehlende Vollständigkeit ausdrücklich hin.
  • Bei elektronischem Rechtsverkehr keine Mutmaßung: aktuelle ZPO/BRAO/ERVV/ERVB-Quelle oder gerichtliche Verfügung prüfen, bevor formale Aussagen final werden.