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| arbeitsrecht-kaltstart-interview | Ersteinrichtung des Arbeitsrecht-Plugins – ermittelt Standortprofil, Tarifbindung, Betriebsratssituation und Eskalationsregeln aus Personalhandbuch und Kündigungsunterlagen. Ausführen bei Neuinstallation, bei noch nicht befüllter CLAUDE.md-Konfiguration oder mit --redo oder --check-integrations. |
/arbeitsrecht:arbeitsrecht-kaltstart-interview
Fachlicher Kern — Arbeitsrecht
- Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel
/arbeitsrecht:arbeitsrecht-kaltstart-interviewund löse die dort angelegte Fachfrage; keine Flucht in allgemeines Routing, außer eine echte Frist oder Zuständigkeit ist unklar. - Normenradar: BGB §§ 611a, 613a, 615, 623; KSchG §§ 1, 4, 7; TzBfG §§ 14, 15, 16; AGG §§ 1, 3, 7, 15, 22; EntgTranspG §§ 3, 5, 7; BUrlG §§ 1, 3, 7; BetrVG §§ 87, 99, 102; ArbZG; NachwG; SGB IX §§ 164, 167, 168.
- Verifizierte Anker: BAG, Urteil vom 23.10.2025 - 8 AZR 300/24 (Entgeltgleichheit, Paarvergleich, Beweislast, bundesarbeitsgericht.de); BAG, Urteil vom 03.06.2025 - 9 AZR 104/24 (kein Verzicht auf gesetzlichen Mindesturlaub im bestehenden Arbeitsverhältnis); bei Kündigungszugang immer § 623 BGB, Zugang nach § 130 BGB, Dreiwochenfrist §§ 4, 7 KSchG und Beweis des konkreten Umschlags trennen.
- Arbeitsmodus: Zuerst Status, Zugang, Frist, Beteiligungsrechte, Sonderkündigungsschutz, Beweislast und prozessualen nächsten Schritt sichern; dann erst Materiellrecht vertiefen.
- Outputpflicht: Fristenblatt, Zugangsmatrix, Beweisangebot, Mandantenmail, Betriebsrats-/Gegnerbrief oder Klage-/Erwiderungsbaustein.
- Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
Zweck
Arbeitsrecht ist standort- und betriebsgebunden. Die richtige Antwort in einem tarifgebundenen Metallbetrieb mit Betriebsrat ist falsch im ungebundenen Start-up mit 8 Mitarbeitern. Dieses Interview kartiert Ihren Fußabdruck: jedes Bundesland und jedes Land mit Mitarbeitern, Tarifbindung, Betriebsratssituation – und baut daraus eine Eskalationstabelle, die weiß, welche Regeln wo gelten.
Eingaben
- Konfigurationsdatei
~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/arbeitsrecht/CLAUDE.md(Zieldatei) - Kanzlei-/Unternehmensname, Branche, Mitarbeiterzahl, Standorte
- Personalhandbuch (optional, verbessert Ausgaben erheblich)
- Bis zu drei aktuelle Kündigungsunterlagen (optional)
- Angaben zu Tarifbindung, Betriebsrat, HRIS-System
Ablauf
Vorabprüfung
~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/arbeitsrecht/CLAUDE.mdprüfen.
--check-integrations: Nur den Integrationsabschnitt neu ermitteln, Interview überspringen.--redo: Vollständiges Interview neu ausführen, auch wenn Konfiguration vorhanden.- Kein Flag: Falls Konfiguration vorhanden und vollständig (keine
[PLATZHALTER]), melden: "Plugin bereits eingerichtet. Änderung mit--redooder gezielt mit/arbeitsrecht:arbeitsrecht-anpassen." - Falls Konfiguration aus altem Cache-Pfad vorhanden: Dorthin migrieren und mitteilen.
- Teil 0 – Was ist verbunden?
Alle konfigurierten Integrationen aktiv testen (nicht nur deklariert). Nur
✓melden, wenn ein Tool-Aufruf in dieser Sitzung erfolgreich war. Nicht getestete Integrationen:⚪mit kurzem Hinweis zur Prüfung.
Interview (Teile 1–5)
Teil 1 – Praxisumfeld und Nutzerrolle
Alle folgenden Fragen in einem einzigen Prompt stellen:
Damit das Plugin für Ihre Praxis kalibriert ist, bitte kurz beantworten:
- Kanzlei oder Unternehmen? (Kanzlei / Rechtsabteilung in-house / Behörde)
- Praxisumfeld: (Einzelkanzlei / Mittelkanzlei / Großkanzlei / Fachanwalt Arbeitsrecht / Syndikusrechtsanwalt)
- Wer nutzt dieses Plugin? (Rechtsanwalt / Fachanwalt / Syndikus | HR-Leitung mit Anwaltszugang | HR ohne Anwaltszugang)
- Anwaltlicher Ansprechpartner (falls HR-Nutzer): Name / Team / Außenkanzlei
- Kanzlei-/Unternehmensname und Branche (für unternehmens-profil.md, falls nicht vorhanden)
Teil 2 – Standort-Fußabdruck
Wo beschäftigen Sie Mitarbeiter?
- Bundesländer (mit ca. Mitarbeiterzahl je Bundesland)
- Ausländische Standorte (für Entsendung/AÜG-Prüfung)
- Gesamtmitarbeiterzahl (maßgeblich für KSchG-Schwellenwert § 23 KSchG: > 10 AN)
- Remote-first oder überwiegend Präsenz?
Aus den Angaben ermitteln:
- Gilt das KSchG allgemein? (§ 23 KSchG: > 10 AN, Beschäftigung > 6 Monate)
- Tarifbindung? Welche Tarifverträge?
- Betriebsrat vorhanden? Ggf. Sprecherausschuss (SprAuG)?
- Besondere Kündigungsschutzträger im Betrieb? (Schwerbehinderte, Betriebsratsmitglieder, Datenschutzbeauftragte)
Teil 3 – Einstellung und Kündigung
- Wann prüft die Rechtsabteilung Einstellungen? (alle / nur Führungskräfte / nur bei Befristung)
- Gibt es ein Standard-Arbeitsvertragsmuster?
- Wann prüft die Rechtsabteilung Kündigungen? (alle / nur bei KSchG / RIF / Führungskräfte)
- Standard-Abfindungsformel? (0,5 × Bruttomonatsgehalt × Beschäftigungsjahre nach § 1a KSchG oder Einzelvereinbarung)
- Aufhebungsvertrag als Standard? Musterstandort?
Teil 4 – Seed-Dokumente
Bitte stellen Sie Folgendes bereit (optional, verbessert Ausgaben erheblich):
- Aktuelles Personalhandbuch (oder Ablageort)
- Bis zu drei aktuelle Kündigungsunterlagen (anonymisiert ist in Ordnung)
- Muster-Aufhebungsvertrag, falls vorhanden
Dokumente lesen und daraus extrahieren:
- Bestehendes Eskalationsschema
- Besondere Klauseln (Wettbewerbsverbote, Rückzahlungsklauseln, Freiwilligkeitsvorbehalte)
- Unterschriften-/Genehmigungsprozess bei Kündigungen
Teil 5 – Systeme und Integrationen
- HRIS-System? (Workday / BambooHR / Personio / DATEV / keins)
- Urlaubsdaten-Zugang für die Rechtsabteilung?
- Dokumentenablage? (DMS / SharePoint / Google Drive / lokal)
- E-Mail-Integration gewünscht?
Konfiguration schreiben
Alle gesammelten Informationen in ~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/arbeitsrecht/CLAUDE.md schreiben. Übergeordnete Verzeichnisse anlegen. Company-profile.md erstellen, falls nicht vorhanden.
Quellen und Zitierweise
Einschlägige Normen für die Eskalationstabelle:
- KSchG § 23 (Schwellenwert > 10 AN), § 1 (Kündigungsschutz), § 17 (Massenentlassung)
- BetrVG § 102 (BR-Anhörung vor Kündigung), § 99 (Zustimmung bei Einstellung)
- SGB IX § 168 (Zustimmung Inklusionsamt bei Schwerbehinderung)
- MuSchG § 17 (Kündigungsverbot Schwangerschaft)
- BEEG § 18 (Kündigungsverbot Elternzeit)
- KSchG § 15 (Sonderkündigungsschutz BR-Mitglieder)
- BDSG § 26 (Beschäftigtendatenschutz)
Zitierstandard: ../references/zitierweise.md. Methodik: ../references/methodik-buergerliches-recht.md.
Ausgabeformat
Abschlussbericht des Interviews:
Arbeitsrecht-Plugin: Einrichtung abgeschlossen
=============================================
Praxisumfeld: [Kanzlei/in-house/Syndikus]
Nutzerrolle: [Anwalt / HR mit Zugang / HR ohne Zugang]
KSchG anwendbar: [ja/nein – Begründung]
Tarifbindung: [ja: Tarif / nein]
Betriebsrat: [ja / nein / unklar]
Standorte:
DE-BY: N Mitarbeiter
DE-NW: N Mitarbeiter
[...]
Eskalationstabelle:
Betriebsbedingte Kündigung → immer GC + Außenberater
Kündigung Schwerbehinderte → immer Inklusionsamt § 168 SGB IX
Kündigung BR-Mitglied → immer § 15 KSchG prüfen, GC
Kündigung Schwangerschaft → § 17 MuSchG Zustimmung Behörde
[...]
Seed-Dokumente gelesen: [N]
⚪ Integrationen: [Liste mit Status]
Konfiguration gespeichert: ~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/arbeitsrecht/CLAUDE.md
Beispiele
/arbeitsrecht:arbeitsrecht-kaltstart-interview
/arbeitsrecht:arbeitsrecht-kaltstart-interview --redo
/arbeitsrecht:arbeitsrecht-kaltstart-interview --check-integrations
Risiken / typische Fehler
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Tarifbindung übersehen. Nachwirkung (§ 4 Abs. 5 TVG), Allgemeinverbindlicherklärung (§ 5 TVG) oder Bezugnahmeklausel im Arbeitsvertrag können Tarifrecht anwendbar machen, ohne Verbandsmitgliedschaft.
- Betriebsrat-Situation unklar. Betriebsrat kann auch in kleinen Betrieben (ab 5 wahlberechtigten AN) gewählt werden (§ 1 BetrVG). Auf § 102 BetrVG hinweisen, sobald Kündigung im Raum steht.
- Datenschutz bei Seed-Dokumenten. Kündigungsunterlagen sind personenbezogen; § 26 BDSG. Anonymisierung oder Pseudonymisierung empfehlen.