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https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht
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2cc8e46a92
- LICENSE: Pointer auf Doppellizenz (SPDX: Apache-2.0 OR MIT) - LICENSE-APACHE: ursprünglicher Apache-2.0-Text (umbenannt) - LICENSE-MIT: MIT-Standardtext, Copyright (c) 2026 Klotzkette - NOTICE: Doppellizenzhinweis ergänzt - README, CONTRIBUTING: Lizenzblock und FAQ angepasst - steuerberatung/, insolvenzrecht/ README: Plugin-Lizenzblöcke aktualisiert - playbook-aus-eigenen-daten SKILL frontmatter: license: Apache-2.0 OR MIT
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11 KiB
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name: playbook-aus-eigenen-daten
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description: Erzeugt aus eigenen Daten (E-Mails, Schriftsätzen, Aktenexporten, Notizen, Sprachprotokollen) ein wiederverwendbares Vorgehens-Spielbuch (Playbook) für wiederkehrende anwaltliche Arbeitsabläufe. Extrahiert Muster, typische Klauseln, Standardfragen, Eskalationsstufen und Fristen aus tatsächlicher Bearbeitungspraxis.
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language: de
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license: Apache-2.0 OR MIT
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triggers:
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- "playbook aus meinen daten erstellen"
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- "wie mache ich aus meinen e-mails ein playbook"
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- "spielbuch aus akten generieren"
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- "vorgehensleitfaden aus dokumenten ableiten"
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- "workflow automatisieren aus eigener praxis"
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- "wiederkehrenden arbeitsablauf in skill verwandeln"
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- "muster aus mandatshistorie extrahieren"
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- "kanzlei-spielbuch aus outlook ziehen"
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related_skills:
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- kanzlei-builder-hub/skills/skill-installierer
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- kanzlei-builder-hub/skills/skills-qualitaetspruefung
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- vertragsrecht/agenten/spielbuch-monitor
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# Skill: Playbook aus eigenen Daten
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## Zweck
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Aus echten, bereits abgeschlossenen Mandaten und Korrespondenzen wird ein
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strukturiertes Vorgehens-Spielbuch (Playbook) destilliert, das anschließend
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als wiederverwendbarer Skill, Auslöser oder Agentenrezept im Hintergrund
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für gleichartige Vorgänge eingesetzt werden kann. Eingaben sind ausschließlich
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die eigenen Daten der Anwältin oder des Anwalts: Outlook-Mails, Wordsschriftsätze,
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Aktenexporte, Sprachnotizen, Excel-Trackings oder Notizdokumente.
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Das Ergebnis ist kein generisches Muster, sondern ein an die tatsächliche
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Arbeitsweise der Kanzlei angepasstes Spielbuch — mit den dort üblichen
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Floskeln, Eskalationsstufen, Standardklauseln, Prüfreihenfolgen und
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Mandantenansprachen.
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## Eingaben
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- **E-Mail-Korpus** (Outlook-Konnektor oder `.eml`/`.msg`-Exporte): typischerweise
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20–200 Mails aus einem oder mehreren ähnlichen Mandaten.
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- **Schriftsätze und Anschreiben** (Word, PDF): mindestens 5 abgeschlossene
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Vergleichsfälle desselben Mandatstyps.
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- **Notizen** (Markdown, Notizbuch-Exporte, Sprachprotokoll-Transkripte).
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- **Tracking-Exporte** (Excel, CSV) aus Aktenverwaltung oder
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Fristenkalender — optional, schärft Fristenketten.
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- **Mandantenkommunikations-Logs** aus `mandantenkommunikation/` — falls
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vorhanden.
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Pflichtangabe der Nutzerin / des Nutzers:
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- **Mandatstyp** (z. B. „Kündigungsschutzklage Arbeitnehmer", „NDA-Review
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Inbound", „Mietkündigung Vermieter", „GmbH-Gründung").
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- **Erwarteter Wiederverwendungs-Kontext** (Mandantenkommunikation vs.
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interne Bearbeitung vs. Schriftsatzentwurf).
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- **Vertraulichkeitsstufe** der Eingaben (anonymisiert vs. echte
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Mandantendaten — bei echten Daten greift § 43a Abs. 2 BRAO,
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§ 203 StGB; siehe Risiken).
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## Rechtlicher Rahmen
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- **§ 43a Abs. 2 BRAO** — anwaltliche Verschwiegenheitspflicht; gilt auch
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bei Aufbereitung eigener Mandatsdaten zu Trainings- oder
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Mustergenerierungszwecken.
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- **§ 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB** — strafbewehrte Verletzung von Privatgeheimnissen.
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- **§ 2 Abs. 3, § 50 BRAO** — Aktenführungs- und Aufbewahrungspflichten;
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Playbook-Ableitungen sind keine Akte, müssen aber nachvollziehbar bleiben.
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- **Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO** — berechtigtes Interesse an interner
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Arbeitsorganisation; Abwägung gegen schutzwürdige Mandanteninteressen.
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- **Art. 32 DSGVO** — technische und organisatorische Maßnahmen
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(Zugriffsbeschränkung, Pseudonymisierung).
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- **BVerfG, Beschl. v. 12.04.2005 – 2 BvR 1027/02, BVerfGE 113, 29 Rn. 99** —
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Schutz des Vertrauensverhältnisses zwischen Anwalt und Mandant
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(Vertraulichkeit auch gegenüber technischen Hilfsmitteln).
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- **BGH, Urt. v. 13.07.2021 – VI ZR 128/20, NJW 2021, 2956 Rn. 17** —
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Anforderungen an Anonymisierung in juristischen Veröffentlichungen,
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übertragbar auf interne Mustergenerierung.
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- **EuGH, Urt. v. 04.05.2023 – C-487/21, ECLI:EU:C:2023:369 Rn. 45** —
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Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO umfasst keine Geschäftsgeheimnisse
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(anwendbar bei Mandantenauskunftsersuchen zu intern abgeleiteten
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Spielbüchern).
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Kommentare:
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- Henssler, in: Henssler/Prütting, BRAO, 6. Aufl. 2024, § 43a Rn. 41 ff.
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(Reichweite der Verschwiegenheitspflicht bei interner
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Wissensverarbeitung).
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- Paal, in: Paal/Pauly, DS-GVO BDSG, 4. Aufl. 2024, Art. 6 Rn. 38
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(berechtigtes Interesse bei interner Arbeitsorganisation).
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- Grüneberg, BGB, 84. Aufl. 2025, § 666 Rn. 4 (Rechenschafts- und
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Aufbewahrungspflichten als Hintergrund anwaltlicher Aktenführung).
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- Fischer, StGB, 71. Aufl. 2024, § 203 Rn. 6a (Schweigepflicht bei
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EDV-gestützter Verarbeitung).
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## Ablauf
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1. **Vorab-Trennung Vertraulichkeitsstufen.** Eingaben werden nach
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Quelle markiert: (a) bereits anonymisierte Muster, (b) eigene
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Notizen ohne Personenbezug, (c) echte Mandatsdaten. Stufe (c)
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wird vor der Mustererkennung pseudonymisiert
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(Namen → `[MANDANT_1]`, `[GEGNER_1]`, IBAN/AZ → Token).
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2. **Korpus-Indizierung.** Mails werden nach Sender, Empfänger,
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Datum, Mandatsbezug (aus Betreff/Aktenzeichen) gruppiert; Schriftsätze
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nach Verfahrensstadium (Anhörung, Klageerwiderung, Replik usw.)
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sortiert.
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3. **Phasen-Extraktion.** Aus jedem Vergleichsfall wird der zeitliche
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Verlauf rekonstruiert: Erstkontakt → Sachverhaltsaufnahme →
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rechtliche Prüfung → Mandantenrücksprache → Schriftsatz/Anschreiben →
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Fristen → Eskalation → Abschluss. Phasen werden über Fälle hinweg
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geclustert.
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4. **Sprachmuster-Extraktion.** Wiederkehrende Formulierungen werden
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typisiert: (a) Anrede- und Schlussformeln; (b) Standardklauseln in
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Aufforderungsschreiben (§ 286 BGB); (c) Eskalationssignale gegenüber
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der Gegenseite; (d) Mandanten-Erklärungen schwieriger Punkte in
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einfacher Sprache.
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5. **Entscheidungs-Punkt-Identifikation.** Wo verzweigt das Vorgehen?
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Typische Bedingungen: außergerichtliche Einigung vs. Klage, Frist
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gewahrt vs. nicht gewahrt, Mandant zahlungsfähig vs. nicht. Diese
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Verzweigungen werden als Entscheidungsbaum erfasst.
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6. **Fristen-Skelett.** Aus den Vergleichsfällen werden typische
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Fristen-Ketten herausgezogen (z. B. Klagefrist § 4 KSchG = 3 Wochen,
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Verjährungsbeginn § 199 BGB, Berufungsfrist § 517 ZPO = 1 Monat).
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7. **Playbook-Generierung.** Aus 3–6 ergibt sich ein strukturiertes
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Spielbuch im Format `<mandatstyp>.playbook.md` mit Phasen-Liste,
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Klausel-Bibliothek, Entscheidungsbaum, Fristen-Skelett und
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Eskalationsmatrix.
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8. **Verifikation.** Spielbuch wird gegen 2 weitere, nicht
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für die Generierung verwendete Vergleichsfälle gespiegelt:
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passt die Phasenabfolge? Treffen die Klauselvorschläge? Fehlende
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Schritte werden ergänzt.
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9. **Ablage und Versionierung.** Spielbuch wird unter
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`playbooks/<mandatstyp>.playbook.md` abgelegt; Generierungs-Log
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(welche Quelldateien, welche Anonymisierung) unter
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`playbooks/<mandatstyp>.generierungslog.json`.
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10. **Aktivierung als wiederverwendbarer Auslöser.** Optional: aus
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dem Spielbuch wird ein leichtgewichtiger Skill oder ein
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Agentenrezept erzeugt, das das Vorgehen bei neuen, gleichartigen
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Mandaten automatisch vorschlägt.
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## Ausgabeformat
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```
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playbooks/
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├── <mandatstyp>.playbook.md # Hauptergebnis
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├── <mandatstyp>.klauselbibliothek.md # Wiederverwendbare Textbausteine
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├── <mandatstyp>.fristen.yaml # Fristen-Skelett, maschinenlesbar
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├── <mandatstyp>.entscheidungsbaum.md # Verzweigungspunkte
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└── <mandatstyp>.generierungslog.json # Audit-Trail
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```
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**`<mandatstyp>.playbook.md` Pflichtsektionen:**
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1. Übersicht (Mandatstyp, typische Dauer, Hauptrisiken)
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2. Phasen (mit Eingaben/Ausgaben pro Phase)
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3. Sprachmuster nach Kontext (Mandant intern / Gegenseite / Gericht /
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Behörde)
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4. Entscheidungsbaum (Knotenpunkte und Folgepfade)
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5. Fristen-Skelett (mit Norm-Verweisen)
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6. Eskalationsmatrix (Schwellenwerte, Zuständigkeiten)
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7. Verifikationsstatus (gegen welche Fälle gespiegelt)
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||
8. Quellenpflicht (welche Korpus-Dateien zur Generierung beitrugen —
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nur Hash-IDs, keine Mandantennamen)
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## Beispiel
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**Eingabe:** Eine Fachanwältin für Arbeitsrecht stellt einen Outlook-Ordner
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mit 47 Mails aus drei abgeschlossenen Kündigungsschutzverfahren bereit,
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dazu vier Word-Klageschriften und ein Excel-Tracking mit Verfahrensdauern.
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||
**Ausgabe (Auszug aus `kuendigungsschutz-arbeitnehmer.playbook.md`):**
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```markdown
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## Phase 2 — Sachverhaltsaufnahme (Tag 1–3 nach Erstkontakt)
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Eingaben: Kündigungsschreiben, Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen
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(letzte 6 Monate), Anhörungsprotokoll Betriebsrat (§ 102 BetrVG).
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Standardfragen an Mandant:
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- Datum des Zugangs der Kündigung? (Kritisch für § 4 KSchG, 3 Wochen).
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||
- Wurde der Betriebsrat angehört? Liegt Anhörungsprotokoll vor?
|
||
- Schwerbehinderung, Schwangerschaft, Elternzeit, Mandatsträger?
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||
(Sonderkündigungsschutz § 168 SGB IX, § 17 MuSchG, § 18 BEEG,
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||
§ 15 KSchG)
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||
- Sozialauswahl: vergleichbare Arbeitnehmer im Betrieb?
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||
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||
Entscheidungspunkt:
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- Frist § 4 KSchG noch offen? → Klagevorbereitung Phase 3.
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||
- Frist abgelaufen? → § 5 KSchG nachträgliche Zulassung prüfen,
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||
Mandant über Erfolgsaussichten aufklären.
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||
```
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||
|
||
**Fristen-Skelett-Auszug (`kuendigungsschutz-arbeitnehmer.fristen.yaml`):**
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||
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||
```yaml
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||
phase: klageerhebung
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||
norm: § 4 Satz 1 KSchG
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dauer_tage: 21
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fristbeginn: zugang_kuendigung
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folge_bei_versaeumnis: fiktion_der_wirksamkeit_§7_kschg
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||
ausnahme: § 5 KSchG nachträgliche Zulassung
|
||
```
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||
## Risiken und typische Fehler
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- **Re-Identifikation trotz Pseudonymisierung.** Datums-Kombinationen,
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ungewöhnliche Sachverhalte und Standortangaben können Mandanten
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identifizierbar machen, auch wenn Namen ersetzt sind (BGH, NJW 2021,
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||
2956 Rn. 17). Anonymisierung muss mehrstufig sein.
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- **Übergeneralisierung.** Wenige Vergleichsfälle führen zu Spielbüchern,
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die seltene Konstellationen ignorieren — daher Mindestkorpus
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(≥ 5 Vergleichsfälle pro Mandatstyp) und Verifikationsphase.
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- **Klauselübernahme aus Mandantenkommunikation.** Wenn Standardklauseln
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aus realen Mails übernommen werden, können fremde Wortschöpfungen
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oder Mandanten-Geschäftsgeheimnisse mitwandern. Filterregel: nur
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generische Formulierungen ins Spielbuch.
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- **Vermischung mit aktuellem Mandat.** Wird ein Spielbuch parallel
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zu einem laufenden Mandat erstellt, droht Datenleck zwischen Mandaten —
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daher strikte Trennung der Generierungs-Workspaces.
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- **Veraltete Rechtsstände.** Spielbücher basieren auf Vergleichsfällen
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von gestern — Pflicht zur Auffrischung gegen aktuelle Rechtsprechung
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bei jedem Einsatz, gestützt durch den
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`regulierungs-feed-monitor` und den `verlaengerungs-monitor`.
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- **§ 203 StGB-Risiko bei Cloud-Verarbeitung.** Wenn die Generierung
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in einer Cloud-Umgebung läuft, sind die Anforderungen aus
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Fischer, StGB, § 203 Rn. 6a einzuhalten (Auftragsverarbeitungsvertrag,
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Verschwiegenheitsverpflichtung der Auftragsverarbeiterin).
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## Quellenpflicht
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Jedes generierte Spielbuch dokumentiert in `generierungslog.json`:
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- Hash-IDs der Quelldateien (kein Klarname).
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- Datum und Version der Generierung.
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- Eingesetzte Anonymisierungs-Regelsätze.
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- Verifikationsergebnisse gegen Vergleichsfälle.
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Beim Einsatz des Spielbuchs auf ein neues Mandat erfolgt im
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Mandatsworkspace ein Eintrag mit Spielbuch-Version und Treffer-Score.
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Rechtsprechung und Kommentarstellen aus dem Spielbuch werden im
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neuen Mandat auf Aktualität gegengeprüft (mindestens BGH/BAG/BFH der
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letzten 24 Monate).
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