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entfristung-output-warnschriftsatz-laie Vollständige Klageschrift Entfristungsklage mit Pflicht-Disclaimer für Laien; Zusammenführung aller Bausteine; Ausfuellanleitung; Einreichungshinweise; Dreiwochenfrist-Warnblock prominent am Anfang.

Ausgabe: Vollständige Klageschrift Entfristungsklage mit Pflicht-Disclaimer (Laie)

Zentrale Normen

  • § 17 TzBfG — Klagefrist 3 Wochen ab vereinbartem Vertragsende
  • §§ 14 Abs. 4, 16 Satz 1 TzBfG — Schriftformerfordernis und Unbefristetheit als Rechtsfolge
  • § 7 KSchG (analog) — Fiktionswirkung bei Fristversäumnis
  • § 11 Abs. 1 ArbGG — kein Anwaltszwang in 1. Instanz
  • § 42 Abs. 2 GKG — Streitwert (3 Monatsverdienste)

Rechtsprechungshinweise

  • BAG, Urt. v. 16.04.2008 7 AZR 1048/06, NZA 2008, 999 — Begründungsbaustein Schriftformmangel: § 14 Abs. 4 TzBfG verlangt eigenhändige Unterschrift auf Originalurkunde vor Arbeitsaufnahme; digitale Signatur ist ausdrücklich ausgeschlossen.
  • BAG, Urt. v. 01.12.2004 7 AZR 198/04, NZA 2005, 337 — Einheitlichkeit der Urkunde: Beide Parteien müssen dieselbe körperliche Urkunde unterzeichnen.
  • BAG, Urt. v. 23.01.2019 7 AZR 733/16, NZA 2019, 1042 — Vorbeschäftigungsverbot zeitlich unbegrenzt; bei Verstoß gegen § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG gilt Vertrag als unbefristet.

Vollständige Klageschrift


⚠ WICHTIGE WARNUNG — VOR EINREICHUNG LESEN ⚠

DREIWOCHENFRIST § 17 TzBfG: Klage muss innerhalb von drei Wochen nach dem vereinbarten Vertragsende beim Arbeitsgericht eingehen. Diese Frist ist eine absolute Ausschlussfrist — sie kann nicht verlängert werden. Versäumung führt zur Wirksamkeit der Befristung (§ 7 KSchG analog).

Du könntest auf der falschen Wiese unterwegs sein. Möglicherweise liegt kein Schriftformmangel vor, oder dein Sachverhalt erfüllt andere Voraussetzungen für eine wirksame Befristung. Dieses System kann das nicht abschließend prüfen.

Dieses Dokument begründet kein Mandatsverhältnis. Dringende Empfehlung: Suche sofort anwaltliche Beratung.


KLAGESCHRIFT — BEFRISTUNGSKONTROLLKLAGE

An das

Arbeitsgericht [GERICHT EINTRAGEN — zuständig am Betriebsort oder Wohnort]

Klage des/der

[VOLLSTÄNDIGER NAME] [STRASSE] [PLZ ORT]

— Kläger/Klägerin —

gegen

[VOLLSTÄNDIGE FIRMA DES ARBEITGEBERS] [STRASSE] [PLZ ORT]

— Beklagte/r —

Streitwert: Vorläufig [3 × MONATSLOHN] EUR (§ 42 Abs. 2 GKG)


KLAGEANTRÄGE

Ich beantrage:

  1. Es wird festgestellt, dass das Arbeitsverhältnis der Parteien nicht durch die Befristung im Arbeitsvertrag vom [VERTRAGSDAT UM] zum [VEREINBARTES VERTRAGSENDE] beendet worden ist, sondern als unbefristetes Arbeitsverhältnis über diesen Zeitpunkt hinaus fortbesteht (§§ 17, 16 Satz 1 TzBfG).

  2. Die Beklagte wird verurteilt, mich als [BERUFSBEZEICHNUNG] zu den bisherigen Arbeitsbedingungen weiterzubeschäftigen.


BEGRÜNDUNG

I. Das Arbeitsverhältnis

Ich bin seit dem [ARBEITSBEGINN] bei der Beklagten beschäftigt als [BERUFSBEZEICHNUNG]. Mein monatliches Bruttogehalt beträgt [BETRAG] EUR.

II. Der befristete Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag vom [VERTRAGSDAT UM] enthält eine Befristung bis zum [VEREINBARTES ENDE] (Anlage K 1).

III. Unwirksamkeit der Befristung

[HIER BEGRÜNDUNG — EINEN ODER MEHRERE BAUSTEINE WÄHLEN:]

Baustein A — Schriftformmangel: Die Befristungsabrede ist formunwirksam nach § 14 Abs. 4 TzBfG i.V.m. § 126 BGB, weil kein eigenhändig unterschriebenes Originaldokument vorliegt. Der Vertrag wurde [BESCHREIBUNG DER DIGITALEN UNTERZEICHNUNG — z.B.: über das Portal DocuSign unterzeichnet / per E-Mail mit eingescannter Unterschrift versandt]. Die elektronische Form ist nach § 14 Abs. 4 TzBfG ausdrücklich ausgeschlossen. Gemäß § 16 Satz 1 TzBfG gilt der Vertrag daher als auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Baustein B — Fehlender Sachgrund: Ein Sachgrund nach § 14 Abs. 1 TzBfG liegt nicht vor. [BEGRÜNDEN WARUM KEIN SACHGRUND].

Baustein C — Vorbeschäftigungsverbot: Ich war bereits zuvor bei der Beklagten beschäftigt ([ZEITRAUM]), sodass die sachgrundlose Befristung nach § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG unzulässig ist.

IV. Frist

Die Klage wird fristgerecht innerhalb von drei Wochen nach dem vereinbarten Vertragsende erhoben (§ 17 Satz 1 TzBfG). Das vereinbarte Ende des Vertrags ist der [DATUM]. Die Klage geht dem Gericht spätestens am [FRISTABLAUF] zu.

V. Beweisangebote

  • Anlage K 1: Arbeitsvertrag vom [DATUM]
  • Anlage K 2: [E-Mail / Screenshot des Signier-Portals mit Beleg elektronischer Unterzeichnung]
  • Zeuge: [NAME, ADRESSE] zum Beweis: [TATSACHE]

[ORT], den [DATUM]


[UNTERSCHRIFT] [NAME in Druckschrift]


Einreichungshinweise

  1. Frist: Klage muss innerhalb von drei Wochen nach dem vereinbarten Vertragsende beim Arbeitsgericht eingehen.
  2. Gericht: Arbeitsgericht am Betriebsort oder am Wohnort des Arbeitnehmers.
  3. Einreichung: Persönlich zu Protokoll der Geschäftsstelle (kein Schreiben nötig) oder schriftlich.
  4. Kopien: Drei Exemplare + Anlagen mitbringen.
  5. Empfangsbestätigung des Gerichts verlangen (Eingangsstempel).

Hinweis: Keine Rechtsberatung. Mechanische Prüfung anhand vom Nutzer behaupteter Tatsachen. Falsche Sachverhaltsangabe oder falsche Anspruchsgrundlage entwertet das Ergebnis. Dringende Empfehlung anwaltlicher Beratung, insbesondere wegen der Drei-Wochen-Fristen.

Du könntest auf der falschen Wiese unterwegs sein. Dieses System kann das nicht prüfen.