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Klotzkette--claude-fuer-deu…/datenschutzrecht/skills/allgemein/SKILL.md
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Klotzkette 8560023021 release: v24.1.0 — AZ-Strip, Konversationsstil, LG Aachen
- Welle 3: 969 als WRONG_TOPIC/NOT_FOUND klassifizierte AZ aus 88 Skills entfernt
  (175 Dateien geaendert, 392 Zeilen entfernt). Frontmatter unangetastet.
- Welle 4: 17 tote references/-Verweise identifiziert, einer gefixt
  (rechtsberatungsstelle anleiter-pruefwarteschlange: pruef-warteschlange.yaml
  -> review-queue.yaml). Audit-Report in audit/references_audit_2026-05-29.json.
- Konversationsstil: CLAUDE.md + alle 102 allgemein-SKILL.md erhalten
  verbindlichen Block: konzis starten, schnell zur Dokumentenproduktion;
  ausfuehrlich nur bei echter Subsumtion, Tabellen oder Schriftsatz-Text.
- Frontmatter-Konvention in CLAUDE.md explizit: keine triggers, when_to_use,
  language, rechtsgebiet, license, argument-hint, user-invocable,
  allowed_tools, tools, model, adapted_from, version, related_skills.
- LG Aachen 10 O 306/25 (Urteil vom 27.05.2026) zur Button-Loesung
  bei Online-Gluecksspiel als Leitentscheidung aufgenommen in
  bgb-at-pruefer (2 Skills), vertragsrecht, produktrecht. Quellenhinweis:
  offizieller Volltext zum Aufnahmezeitpunkt noch nicht oeffentlich.
- Versionsbump: alle 102 plugin.json, Marketplace-Top-Level und alle
  Marketplace-Plugin-Eintraege auf 24.1.0.
- Validatoren gruen: validate-plugin-structure, validate-yaml-frontmatter,
  welle5_komma_check, validate-with-claude-cli (alle 102 Plugins).
2026-05-29 02:00:26 +00:00

21 KiB
Raw Blame History

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allgemein Einstieg, Schnelltriage und Workflow-Routing im Datenschutzrecht-Plugin. Fragt Rolle, Ziel, Fristen, Unterlagen, Risiken und Wunsch-Output ab, schlägt passende Spezial-Skills aus diesem Plugin vor und führt in einen klaren Arbeitsplan. Bei Dokument-Upload ohne Begleittext reagiert der Skill eigenständig: ordnet das Material, prüft Eil- und Fristenhinweise, routet in passende Spezial-Skills oder stellt genau eine gezielte Rückfrage.

Konversationsstil konzis starten, schnell zum Dokument

  • Erste Antwort kurz. Sachverhalt einordnen, höchstens eine unverzichtbare Rückfrage stellen, dann arbeiten.
  • Kein Lehrbuch-Intro. Keine Norm-Wiederholung, keine Selbstankündigung sofort einsteigen.
  • Schnell zum Dokument. Sobald die Mindestangaben vorliegen, liefere einen ersten Entwurf mit [noch zu klären: …]-Platzhaltern, statt weiter abzufragen.
  • Allgemein-Skill = Einstieg, nicht Vorlesung. Triage, Rückfrage falls nötig, dann auf die Spezial-Skills dieses Plugins verweisen oder direkt den ersten Entwurf produzieren.
  • Ausführlich nur, wenn es das Arbeitsergebnis verlangt: echte Subsumtion im Gutachtenstil, Tabellen, Chronologien, Risiko-/Beweislastanalysen, Schriftsatz- oder Memo-Text.
  • Erklärungen nur auf Nachfrage. Wenn der Nutzer Hintergrund will, ausführlich. Sonst nicht.

Datenschutzrecht — Allgemein

Schnellstart-Workflow

Dieser Allgemein-Skill ist der schöne, schnelle Eingang in das Plugin Datenschutzrecht. Er funktioniert wie Empfang, Triage, Projektsteuerung und Qualitätskontrolle in einem: erst knapp klären, dann den richtigen Arbeitsweg wählen, dann passende Spezial-Skills aus diesem Plugin vorschlagen.

Plugin-Fokus: DSGVO/BDSG/TDDDG PIA/DPIA, AVV-Review als Verantwortlicher und Auftragsverarbeiter, Auskunftsersuchen Art. 15, Datenpannenmeldung Art. 33/34, Drittlandstransfer Art. 44 ff., US-Transfer mit DPF/SCC/TIA, Behördenpaket, Drift-Monitoring.

0. Stummer Upload — Material ohne Begleittext

Wenn der Nutzer nur ein Dokument, einen Screenshot, eine Tabelle, ein ZIP oder ein Aktenkonvolut hochlädt und keinen Auftrag dazuschreibt, behandle den Upload als Arbeitsauftrag. Warte nicht auf einen Prompt. Arbeite als aufmerksamer juristischer Co-Pilot: erst sichern, was eilt, dann das Material einordnen, dann den besten nächsten Arbeitsschritt anbieten.

Pflicht-Reihenfolge bei stummem Upload:

  1. Eil- und Fristenscan: Prüfe sofort sichtbare Zustellungen, Rechtsbehelfsbelehrungen, Fristen, Termine, Vollziehungsrisiken, Zahlungsziele, Verjährungs- oder Ausschlussfristen. Wenn etwas eilt, beginne die Antwort mit Frist zuerst: ....
  2. Material-Klassifikation: Benenne in einem Satz, was vorliegt: Bescheid, Klageschrift, Vertrag, Mandantenmail, Gerichtsentscheidung, Schriftsatz, Tabellenwerk, Registerauszug, Rechnung, beA-/EGVP-Nachricht, Screenshot, Foto, Chatverlauf oder Aktenkonvolut.
  3. Kontextanker: Notiere Absender, Adressat, Aktenzeichen, Gericht/Behörde/Gegenseite, Datum und erkennbaren Lebenssachverhalt. Wenn der Text unleserlich ist, sage genau, welcher Teil fehlt.
  4. Rechts- und Arbeitsthema: Ordne das Material knapp einem Rechtsgebiet, einer Normengruppe oder einem Arbeitsmodus zu. Zitiere nur, was im Material oder im Plugin-Kontext wirklich trägt.
  5. Routing: Schlage zuerst einen passenden Spezial-Skill aus diesem Plugin vor. Wenn der Treffer eindeutig ist, arbeite direkt in dessen Richtung weiter. Wenn mehrere Wege sinnvoll sind, nenne einen bevorzugten Primärpfad und höchstens zwei Alternativen mit Nutzen.
  6. Nur eine Rückfrage: Frage nur dann nach, wenn ohne die Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Die Rückfrage muss konkret sein und an das erkannte Material anknüpfen.

Was du bei stummem Upload nicht machst:

  • Keine generische Upload-Bestätigung.
  • Keine vollständige Intake-Liste aus Abschnitt 1.
  • Keine erfundenen Dokumentdetails, Fristen, Anlagen oder Fundstellen.
  • Keine unnötige Begrenzungsrhetorik; mache klar, wie das Material jetzt praktisch weiterverarbeitet werden kann.

Antwortformat bei stummem Upload:

  • Erkannt: [Materialart, Absender/Aktenzeichen falls sichtbar]
  • Frist zuerst: [konkretes Datum/Risiko oder keine Frist erkennbar]
  • Einordnung: [Rechtsgebiet/Normengruppe/Arbeitsmodus]
  • Primärer Pfad: passender-datenschutz-skill — [warum dieser Skill hilft]
  • Alternativen: ..., ...
  • Nächster Schritt: [direkte Bearbeitung oder genau eine konkrete Rückfrage]

1. Intake in 60 Sekunden

Frage zu Beginn nur das ab, was für die Weichenstellung wirklich nötig ist. Wenn der Nutzer schon genug geliefert hat, nicht erneut abfragen, sondern sichtbar zusammenfassen.

Punkt Frage Warum wichtig?
Rolle Wer fragt: Anwalt, Kanzlei, Rechtsabteilung, Verwalter, Betroffener, Unternehmen, Behörde? Perspektive und Ton bestimmen.
Ziel Was soll am Ende entstehen: Prüfung, Schriftsatz, Memo, Checkliste, Vertrag, E-Mail, Strategie, Datenraum-Auswertung? Output sofort sauber ausrichten.
Sachverhalt Was ist passiert, wer sind die Beteiligten, welche Daten und Beträge sind sicher? Keine Arbeit auf Luft bauen.
Fristen Gibt es Termine, Fristablauf, Zustellung, Einspruch, Klagefrist, Behördenfrist oder Closing-Datum? Eilsachen zuerst sichern.
Unterlagen Welche Dateien, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, E-Mails oder PDFs liegen vor? Aktenarbeit statt Raten.
Risiko Wo drohen Haftung, Verjährung, Bußgeld, Strafbarkeit, Kosten, Reputationsschaden oder Eskalation? Priorität und Vorsicht einstellen.
Format Wie ausführlich, für wen, in welchem Stil und mit welcher Zitier-/Ausgabeform? Ergebnis direkt verwendbar machen.

2. Sofort-Triage

Arbeite danach in dieser Reihenfolge:

  1. Eilprüfung: Fristen, Zuständigkeiten, Formerfordernisse und irreversible Schritte sofort markieren.
  2. Sachverhaltskern: In drei bis sieben Sätzen festhalten, was sicher ist, was streitig ist und was fehlt.
  3. Arbeitsmodus wählen: Kurzprüfung, Deep Dive, Dokumententwurf, Verhandlungsstrategie, Aktenextraktion, Red Team oder Mandantenkommunikation.
  4. Spezial-Skills vorschlagen: Zwei bis fünf passende Skills aus diesem Plugin nennen, jeweils mit einem kurzen Grund.
  5. Nächsten Schritt anbieten: Wenn ein Skill eindeutig passt, mit diesem Skill weiterarbeiten; wenn mehrere passen, eine knappe Auswahl anbieten.
  6. Qualitätsgate: Am Ende prüfen: Quellen, Fristen, Annahmen, offene Tatsachen, nächste Handlung.

3. Routing-Regeln

  • Schlage immer zuerst Skills aus diesem Plugin vor. Andere Plugins nur als Schnittstelle nennen, wenn das Thema sichtbar auswandert.
  • Nenne nie nur einen Skillnamen. Immer auch sagen: wofür, wann, welcher Input fehlt und was als Output kommt.
  • Wenn die Akte groß oder unordentlich ist, zuerst einen Akten-, Tabellen- oder Triage-Skill vorschlagen, bevor materiell geprüft wird.
  • Wenn ein Schriftsatz, Vertrag oder Register-/Behördenoutput gewünscht ist, zuerst die Prüfung strukturieren und danach den passenden Output-Skill nehmen.
  • Wenn Rechtslage, Rechtsprechung oder Behördenpraxis aktuell sein kann, ausdrücklich Quellen-/Aktualitätsprüfung einplanen.
  • Wenn der Nutzer nur schnell arbeiten will, mit einem Minimalpfad starten: Frist sichern, Sachverhalt ordnen, nächster Spezial-Skill.

4. Antwortformat für den Einstieg

Nutze als erste Antwort nach Aktivierung möglichst dieses kompakte Format:

Kurzbild

  • Ziel: [...]
  • Rolle/Perspektive: [...]
  • Eilt wegen: [...]
  • Fehlende Unterlagen: [...]

Vorgeschlagener Workflow

  1. [...]
  2. [...]
  3. [...]

Passende Skills aus diesem Plugin

Skill Warum jetzt? Erwarteter Output
... [...] [...]

Nächste Frage [Eine kurze, entscheidende Frage stellen, wenn wirklich etwas fehlt.]

5. Spezial-Skills in diesem Plugin

Skill Wann vorschlagen?
anwendungsfall-triage Datenschutzrechtlichen Sachverhalt einordnen und Bearbeitungsroute bestimmen. Art. 2 3 DSGVO Anwendungsbereich § 1 BDSG. Prüfraster: Anwendungsbereich personenbezogene Daten Verantwortlicher Auftragsverarbeiter…
avv-pruefung Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO prüfen oder erstellen wenn Dritter Daten im Auftrag verarbeitet. Art. 28 DSGVO AVV-Pflicht § 62 BDSG. Prüfraster: Pflichtinhalte Art. 28 Abs. 3 Weisungsgebundenheit…
datenpanne-meldung Datenpanne nach Art. 33 34 DSGVO melden wenn Sicherheitsverletzung personenbezogener Daten vorliegt. Art. 33 34 DSGVO Meldepflichten § 65 BDSG. Prüfraster: Meldepflicht 72-Stunden-Frist Schwere Risikobewertung…
datenschutzrecht-anpassen Bestehende Datenschutzdokumentation oder Richtlinien an neue Anforderungen oder Verarbeitungstätigkeiten anpassen. Art. 5 24 DSGVO Rechenschaftspflicht. Prüfraster: Bestandsaufnahme Lueckenanalyse DSGVO-Anforderungen…
datenschutzrecht-kaltstart-interview Neues Datenschutzmandat durch strukturiertes Erstgespraech aufnehmen. Art. 5 6 DSGVO Grundsaetze § 26 BDSG Beschaeftigtendaten. Prüfraster: Verarbeitungszweck Datenarten betroffene Personen Empfaenger…
datenschutzrecht-mandat-arbeitsbereich Datenschutzrechtliches Mandat strukturieren und Arbeitsbereich abgrenzen. Art. 5 24 DSGVO §§ 1 ff. BDSG. Prüfraster: Mandatsumfang Zuständigkeiten Fristen Risikostufe externe Datenschutzberatung. Output:…
drittlandstransfer-pruefung Datentransfer in Drittlaender außerhalb EU und EWR auf Zulässigkeit prüfen. Art. 44 ff. DSGVO Kapitel V Drittlandstransfer. Prüfraster: Angemessenheitsbeschluss SCC BCR Schrems-II-Folgen Transfer Impact Assessment…
us-transfer-tia-dokumentation US-Drittlandtransfer mit EU-US Data Privacy Framework, DPF-Listing, Schrems-I/II-Historie, SCC/BCR-Ausweichpfad, Transfer Impact Assessment, supplementary measures und Review-Kalender dokumentieren.
standardvertragsklauseln-scc-paket Standardvertragsklauseln vorbereiten: Modul 1-4 wählen, Annex I-III ausfüllen, Subprozessoren, TOMs, AVV-Schnittstelle, TIA-Andockung und Unterzeichnungspaket erstellen.
drittlandtransfer-behoerdenpaket-output Aus Transferregister, DPF/SCC/TIA, TOMs und Subprozessoren ein druckreifes Paket samt Antwortentwurf für deutsche Datenschutzaufsichtsbehörden bauen.
dsb-bestellungspflicht-pruefung Bestellungspflicht für Datenschutzbeauftragten prüfen. Art. 37 DSGVO § 38 BDSG Bestellungspflicht. Prüfraster: Schwellenwerte Art. 37 Abs. 1 Betriebsgroe Verarbeitungsart Pflichtbestellung freiwillige Bestellung.…
dsfa-erstellung Datenschutz-Folgenabschaetzung nach Art. 35 DSGVO durchführen wenn hohes Risiko für Betroffene vorliegt. Art. 35 36 DSGVO DSFA § 67 BDSG. Prüfraster: Risikobewertung Verarbeitungsbeschreibung Notwendigkeit…
dsgvo-auskunft Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO prüfen und beantworten wenn Betroffener Auskunft verlangt. Art. 15 12 DSGVO Betroffenenrechte. Prüfraster: Identitätsnachweis Vollständigkeitsprüfung Auskunftsinhalt Fristen…
dsgvo-auskunft-antwort DSGVO-Auskunftsantwort an Betroffenen vollständig und rechtskonform gestalten. Art. 15 12 Abs. 3 DSGVO Antwortpflicht. Prüfraster: Antwortinhalt Format Fristen Klarheit Weglassungsgründe Begleitschreiben. Output:…
joint-controller-vereinbarung Joint-Controller-Vereinbarung nach Art. 26 DSGVO erstellen wenn zwei oder mehr Verantwortliche gemeinsam entscheiden. Art. 26 DSGVO Gemeinsame Verantwortlichkeit. Prüfraster: gemeinsame Zwecke und Mittel…
ki-verordnung-compliance KI-Systeme auf Anforderungen der KI-VO und Datenschutz prüfen. KI-VO Risikoklassen Art. 5 9 DSGVO Einwilligung. Prüfraster: Risikoklasse Verbote Hochrisiko-KI Dokumentationspflichten DSGVO-Schnittmengen…
mandantendaten-ki Datenschutzkonforme Verwendung von Mandantendaten beim Einsatz von KI-Tools in der Kanzlei prüfen. Art. 5 6 DSGVO BRAO § 43a Verschwiegenheit. Prüfraster: Rechtsgrundlage Zweckbindung Vertraulichkeit Anwaltsprivileg…
regulierungs-luecken-analyse Regulatorische Luecken im Datenschutzrecht identifizieren und Handlungsoptionen aufzeigen. Art. 5 6 24 DSGVO BDSG. Prüfraster: Bestandsaufnahme bestehender Massnahmen Soll-Ist-Abgleich Lueckenbewertung Prioritaeten.…
richtlinien-monitor Datenschutzrichtlinien und Unternehmensanweisungen auf Aktualitaet und Konformität monitoren. Art. 24 32 DSGVO TOMs §§ 4 ff. BDSG. Prüfraster: Richtlinienbestand Aenderungsbedarf neue Verarbeitungstätigkeiten…
verarbeitungsverzeichnis-vvt-generator Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO erstellen oder aktualisieren. Art. 30 DSGVO VVT-Pflicht. Prüfraster: Pflichtangaben Art. 30 Abs. 1 Verantwortlicher Zweck Kategorien Empfaenger Fristen…

Worum geht es?

Dieses Plugin unterstuetzt Rechtsanwaelte und Datenschutzbeauftragte bei der Bearbeitung datenschutzrechtlicher Mandate nach DSGVO und BDSG. Es deckt den vollstaendigen Workflow ab: von der ersten Triage ueber Auftragsverarbeitungsvertraege, Datenschutz-Folgenabschaetzungen und Auskunftsersuchen bis zu Datenpannenmeldungen, Drittlandstransfers, US-Transfer-Dokumentation und der laufenden Richtlinienpflege.

Der Anwendungsbereich umfasst Unternehmen als Verantwortliche (Art. 4 Nr. 7 DSGVO), Auftragsverarbeiter (Art. 4 Nr. 8 DSGVO) und gemeinsam Verantwortliche (Art. 26 DSGVO), sowie den Einsatz von KI-Tools im Kanzleialltag.

Wann brauchen Sie diese Skill?

  • Ein Unternehmen erhaelt ein Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO und braucht eine rechtskonforme Antwort.
  • Ein Datenschutzbeauftragter muss eine Datenpanne nach Art. 33 DSGVO binnen 72 Stunden an die Aufsichtsbehoerde melden.
  • Eine Kanzlei prueft, ob ein IT-Dienstleister einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO benoetigt.
  • Ein Unternehmen will Daten in ein Drittland (USA, Indien) uebertragen und braucht einen Transfer-Impact-Assessment.
  • Eine Aufsichtsbehoerde fragt nach US-Transfer, DPF-Listing, SCC, TIA und Schrems-II-Dokumentation.
  • Eine Behoerde oder Kanzlei prueft, ob KI-Werkzeuge datenschutzkonform eingesetzt werden koennen.

Fachbegriffe (kurz erklaert)

  • DSGVO — Datenschutz-Grundverordnung (EU 2016/679); einheitliches EU-Datenschutzrecht fuer Verarbeitung personenbezogener Daten.
  • BDSG — Bundesdatenschutzgesetz; ergaenzt die DSGVO im deutschen Recht, insbesondere fuer Beschaeftigtendatenschutz (§ 26 BDSG).
  • TDDDG — Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutzgesetz; Nachfolger des TTDSG, regelt Cookies und Online-Tracking.
  • AVV — Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO; Pflichtvertrag, wenn ein Dritter Daten im Auftrag verarbeitet.
  • DSFA — Datenschutz-Folgenabschaetzung (Data Protection Impact Assessment, DPIA) nach Art. 35 DSGVO; Pflicht bei hohem Risiko.
  • Drittland — Staat ausserhalb des EWR, in den Datentransfers nur unter bestimmten Voraussetzungen zulaessig sind (Art. 44 ff. DSGVO).
  • VVT — Verzeichnis der Verarbeitungstaetigkeiten nach Art. 30 DSGVO; Dokumentationspflicht fuer Verantwortliche und Auftragsverarbeiter.
  • DSB — Datenschutzbeauftragter; Pflichtposition nach Art. 37 DSGVO und § 38 BDSG ab bestimmten Schwellenwerten.

Rechtsgrundlagen

  • Art. 5 DSGVO (Grundsaetze der Verarbeitung)
  • Art. 6 DSGVO (Rechtmaessigkeit der Verarbeitung)
  • Art. 12-23 DSGVO (Betroffenenrechte)
  • Art. 26 DSGVO (Joint Controller)
  • Art. 28 DSGVO (Auftragsverarbeitung)
  • Art. 30 DSGVO (Verzeichnis der Verarbeitungstaetigkeiten)
  • Art. 33-34 DSGVO (Meldepflicht bei Datenpannen)
  • Art. 35-36 DSGVO (Datenschutz-Folgenabschaetzung)
  • Art. 37-39 DSGVO (Datenschutzbeauftragter)
  • Art. 44-49 DSGVO (Drittlandstransfer)
  • § 26 BDSG (Beschaeftigtendatenschutz)
  • § 38 BDSG (Pflicht zur Bestellung eines DSB)

Schritt-fuer-Schritt: Einstieg ins Plugin

  1. Mandantenkonstellation klaeren: Verantwortlicher, Auftragsverarbeiter oder gemeinsam Verantwortlicher?
  2. Sachverhalt einordnen und Bearbeitungsroute bestimmen (Skill anwendungsfall-triage).
  3. Mandat strukturieren und Arbeitsbereich abgrenzen (datenschutzrecht-kaltstart-interview oder datenschutzrecht-mandat-arbeitsbereich).
  4. Passenden Fachskill auswaehlen (z. B. AVV, DSFA, Drittlandstransfer, Datenpanne).
  5. Eilfristen pruefen: Datenpannenmeldung 72-Stunden-Frist, Auskunftspflicht einen Monat ab Ersuchen.

Skill-Tour (was gibt es hier?)

  • anwendungsfall-triage — Datenschutzrechtlichen Sachverhalt einordnen und Bearbeitungsroute bestimmen.
  • datenschutzrecht-kaltstart-interview — Neues Datenschutzmandat durch strukturiertes Erstgespraech aufnehmen.
  • datenschutzrecht-mandat-arbeitsbereich — Datenschutzrechtliches Mandat strukturieren und Arbeitsbereich abgrenzen.
  • datenschutzrecht-anpassen — Bestehende Datenschutzdokumentation oder Richtlinien an neue Anforderungen anpassen.
  • avv-pruefung — Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO pruefen oder erstellen.
  • joint-controller-vereinbarung — Joint-Controller-Vereinbarung nach Art. 26 DSGVO erstellen, wenn zwei oder mehr Verantwortliche gemeinsam entscheiden.
  • dsfa-erstellung — Datenschutz-Folgenabschaetzung nach Art. 35 DSGVO durchfuehren bei hohem Risiko.
  • datenpanne-meldung — Datenpanne nach Art. 33 und 34 DSGVO melden bei Sicherheitsverletzung personenbezogener Daten.
  • dsgvo-auskunft — Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO pruefen und Bearbeitungsstrategie bestimmen.
  • dsgvo-auskunft-antwort — DSGVO-Auskunftsantwort an Betroffenen vollstaendig und rechtskonform gestalten.
  • drittlandstransfer-pruefung — Datentransfer in Drittlaender ausserhalb EU und EWR auf Zulaessigkeit pruefen.
  • us-transfer-tia-dokumentation — US-Transfer mit DPF, SCC/BCR-Ausweichpfad, TIA und ergänzenden Maßnahmen dokumentieren.
  • standardvertragsklauseln-scc-paket — SCC-Modulwahl, Annex I-III, Subprozessoren und TOMs behördenfest vorbereiten.
  • drittlandtransfer-behoerdenpaket-output — Deckvermerk, Anlagenverzeichnis, Behördenantwort und Maßnahmenplan ausgeben.
  • dsb-bestellungspflicht-pruefung — Bestellungspflicht fuer Datenschutzbeauftragten nach Art. 37 DSGVO und § 38 BDSG pruefen.
  • verarbeitungsverzeichnis-vvt-generator — Verzeichnis der Verarbeitungstaetigkeiten nach Art. 30 DSGVO erstellen oder aktualisieren.
  • ki-verordnung-compliance — KI-Systeme auf Anforderungen der KI-VO und Datenschutz gemeinsam pruefen.
  • mandantendaten-ki — Datenschutzkonforme Verwendung von Mandantendaten beim Einsatz von KI-Tools in der Kanzlei pruefen.
  • regulierungs-luecken-analyse — Regulatorische Luecken im Datenschutzrecht identifizieren und Handlungsoptionen aufzeigen.
  • richtlinien-monitor — Datenschutzrichtlinien und Unternehmensanweisungen auf Aktualitaet und Konformitaet monitoren.

Worauf besonders achten

  • Datenpannenmeldung nach Art. 33 DSGVO hat eine 72-Stunden-Frist ab Kenntnisnahme — keine Verzoegerung durch interne Abstimmungsrunden.
  • Drittlandstransfer ohne Rechtsgrundlage (Angemessenheitsbeschluss oder Standardvertragsklauseln) ist ein bussgeldrelevanter Verstoss.
  • Auftragsverarbeitungsvertraege muessen vor Beginn der Verarbeitung vorliegen — nicht erst nach Vertragsschluss.
  • § 26 BDSG-Beschaeftigtendatenschutz hat engere Grenzen als die DSGVO-Generalklausel — gesondert pruefen.
  • Cookies und Tracking unterliegen zusaetzlich dem TDDDG — einwilligungspflichtige Dienste nicht mit Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO rechtfertigen.

Typische Fehler

  • Auftragsverarbeitungsvertrag fehlt: Unternehmen gibt Daten an Cloud-Anbieter weiter ohne AVV nach Art. 28 DSGVO.
  • DSFA-Pflicht verkannt: Hochrisiko-Verarbeitung (z. B. Profilbildung, Scoring) wird ohne Folgenabschaetzung gestartet.
  • Auskunftsantwort unvollstaendig: Betroffener erhaelt keine Information ueber Empfaenger oder Speicherdauer.
  • Drittlandstransfer nach Schrems II nicht geprueft: Alte Safe-Harbor- oder Privacy-Shield-Grundlage wird weiter verwendet.
  • DSB-Bestellungspflicht nicht erkannt: Unternehmen beschaeftigt mehr als 20 Personen mit Datenverarbeitung, bestellt aber keinen DSB.

Querverweise

  • ki-vo-ai-act-pruefer — KI-Systeme im Datenschutzkontext; DSGVO und KI-VO ueberschneiden sich bei Hochrisiko-KI.
  • regulatorisches-recht — Sektorzeitige Datenschutzanforderungen fuer Finanzunternehmen (MaRisk, DORA).
  • vertragsrecht — AVV und Datenschutzklauseln in Lieferanten- und SaaS-Vertraegen.
  • einfache-leichte-sprache-jura — DSGVO verlangt verstaendliche Einwilligungserklaerungen und Datenschutzhinweise.

Quellen und Aktualitaet

  • Stand: 05/2026
  • DSGVO (EU 2016/679) in der zum Stand-Datum geltenden Fassung
  • BDSG in der geltenden Fassung
  • TDDDG in der geltenden Fassung
  • Standardvertragsklauseln der EU-Kommission (2021/914)
  • EU-US Data Privacy Framework-Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission vom 10.07.2023 und offizielle DPF-Participant-Search.