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name, description, language, triggers, argument-hint
| name | description | language | triggers | argument-hint | |||||
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| urlaub-fehlzeiten-tracker | Überprüft offene Abwesenheiten und Fristen – Urlaubsanspruch (BUrlG), Entgeltfortzahlung (EFZG), Mutterschutz (MuSchG), Elternzeit (BEEG). Zeigt nur Abwesenheiten, bei denen eine Entscheidung oder Handlung erforderlich ist – kein reines Statusboard. | de |
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[keine Argumente – nutzt HRIS oder urlaubsregister.yaml] |
/arbeitsrecht:urlaub-fehlzeiten
Zweck
Dieser Skill überprüft alle offenen Abwesenheiten mit gesetzlichen Fristen und zeigt nur diejenigen, bei denen eine Entscheidung oder Handlung erforderlich ist. Er ist kein Statusboard – er teilt Ihnen mit, was Sie tun müssen und warum.
Eingaben
- HRIS-Zugang (falls konfiguriert) oder
~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/arbeitsrecht/urlaubsregister.yaml ~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/arbeitsrecht/CLAUDE.md→ Standort, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarungen
Ablauf
1. Datenquelle ermitteln
Falls HRIS verbunden: Abwesenheitsdaten abrufen. Falls nicht: urlaubsregister.yaml lesen. Falls beides fehlt: „Kein Urlaubsregister gefunden. Bitte HRIS verknüpfen oder Abwesenheiten über /arbeitsrecht:log-fehlzeit eintragen."
2. Fristen-Check für jede offene Abwesenheit
A – Urlaub (BUrlG):
- Gesetzlicher Mindesturlaub: 20 Werktage (§ 3 Abs. 1 BUrlG bei 5-Tage-Woche) bzw. 24 Werktage (§ 3 Abs. 1 BUrlG bei 6-Tage-Woche)
- Übertragung auf Folgejahr nur bei betrieblichen oder personenbezogenen Gründen, bis 31.03. des Folgejahres (§ 7 Abs. 3 BUrlG); BAG, Urt. v. 07.08.2012 – 9 AZR 353/10, NZA 2012, 1216: Verfallsfristen können europarechtswidrig sein, wenn Arbeitgeber Arbeitnehmer nicht auf drohenden Verfall hingewiesen hat
[Modellwissen – prüfen]; EuGH, Urt. v. 06.11.2018 – C-684/16 (Max-Planck), NZA 2018, 1474 (Hinweispflicht Arbeitgeber) - Wartefrist: Voller Urlaubsanspruch erst nach 6-monatigem Bestehen (§ 4 BUrlG); vorher anteiliger Anspruch (§ 5 BUrlG)
- Urlaubsabgeltung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses (§ 7 Abs. 4 BUrlG); steuer- und sozialversicherungspflichtig
B – Entgeltfortzahlung (EFZG):
- 6-Wochen-Frist pro Erkrankung (§ 3 Abs. 1 EFZG)
- Beginn neuer Anspruch bei gleicher Krankheit: Erst nach 6-monatiger Unterbrechung oder 12-Monats-Zeitraum seit letzter AU (§ 3 Abs. 1 S. 2 EFZG)
- BEM-Pflicht (§ 167 Abs. 2 SGB IX): Nach 6-wöchiger Arbeitsunfähigkeit innerhalb eines Jahres; BAG, Urt. v. 12.07.2007 – 2 AZR 716/06, NZA 2008, 173 – BEM ist Obliegenheit vor krankheitsbedingter Kündigung
[Modellwissen – prüfen] - Wiedereingliederung (stufenweise): § 74 SGB V, § 28 SGB IX; Anspruch auf Zustimmung zur stufenweisen Wiedereingliederung
C – Mutterschutz (MuSchG):
- Beschäftigungsverbote (§§ 3–6 MuSchG): 6 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin (§ 3 MuSchG), 8 Wochen nach der Entbindung (§ 3 Abs. 2 MuSchG; bei Frühgeburten: 12 Wochen)
- Kündigungsschutz (§ 17 MuSchG): Während Schwangerschaft bis 4 Monate nach Entbindung; Ausnahme nur mit behördlicher Genehmigung
- Mutterschaftsgeld: Kassenleistung; Arbeitgeberanteil über Arbeitgeberzuschuss (§ 20 MuSchG)
- Fristen im Tracker: Errechneter Entbindungstermin → Fristberechnung Schutzfrist-Ende; Mitteilungspflicht Arbeitnehmer § 15 MuSchG
D – Elternzeit (BEEG):
- Anspruch bis 3 Jahre je Kind (§ 15 Abs. 2 BEEG); 24 Monate zwischen 3. und 8. Geburtstag
- Anmeldefrist: 7 Wochen vor Beginn (§ 16 Abs. 1 BEEG); bei Elternzeit ab Geburt: 7 Wochen vor Beginn; kann nicht rückwirkend genommen werden
- Kündigungsschutz (§ 18 BEEG): Ab Anmeldung der Elternzeit bis zum Ende; Ausnahme § 18 Abs. 1 S. 2 BEEG (besondere Fälle)
- Teilzeit in Elternzeit (§ 15 Abs. 6–7 BEEG): Bis 30 h/Woche; Arbeitgeber kann nur bei dringenden betrieblichen Gründen ablehnen
- Elterngeld: BEEG §§ 1–13 – keine arbeitsrechtliche Pflicht des Arbeitgebers, aber Informationspflicht
3. Alerts nur bei Handlungsbedarf
Darstellung:
- 🔴 Sofortmaßnahme: Frist in < 7 Tagen
- 🟠 Zeitnah handeln: Frist in 7–30 Tagen
- 🟡 Auf dem Radar: Frist in 30–90 Tagen
- 🟢 Unauffällig – kein Handlungsbedarf
Keine langen Statustabellen – nur Fälle mit Handlungsbedarf, jeweils mit einem Satz: Wer, was, bis wann.
Quellen und Zitierweise
Zitierstandard: ../references/zitierweise.md. Methodik: ../references/methodik-deutsches-recht.md.
Wesentliche Quellen:
- Reinhard, in: ErfK, 24. Aufl. 2024, BUrlG § 7 Rn. 1 ff.
- EuGH, Urt. v. 06.11.2018 – C-684/16 (Max-Planck), NZA 2018, 1474 (Hinweispflicht bei Urlaubsverfall)
- BAG, Urt. v. 07.08.2012 – 9 AZR 353/10, NZA 2012, 1216 (Urlaubsverfall)
- BAG, Urt. v. 12.07.2007 – 2 AZR 716/06, NZA 2008, 173 (BEM-Obliegenheit)
- Gäntgen, in: HWK, 10. Aufl. 2022, BEEG § 15 Rn. 1 ff. (Elternzeit)
Ausgabeformat
URLAUB- UND FEHLZEITEN-TRACKER – [Datum]
Aktive Abwesenheiten: [N gesamt] | Handlungsbedarf: [N]
🔴 SOFORTMASSNAHME
[Name/ID] – [Abwesenheitstyp] – Frist: [Datum]
→ [Was zu tun ist, in einem Satz]
🟠 ZEITNAH HANDELN
[Name/ID] – [Typ] – Frist: [Datum]
→ [Handlung]
🟢 Unauffällig ([N] Fälle)
[kurze Zusammenfassung, eine Zeile]
Wie weiter? [Entscheidungsbaum]
Beispiele
/arbeitsrecht:urlaub-fehlzeiten
URLAUB- UND FEHLZEITEN-TRACKER – 15.01.2025
Aktive Abwesenheiten: 8 gesamt | Handlungsbedarf: 2
🟠 ZEITNAH HANDELN
MA-0047 (Projektmanagerin) – Elternzeit-Anmeldung – Frist: 03.02.2025
→ Elternzeitanmeldung mit 7-Wochen-Frist (§ 16 Abs. 1 BEEG) liegt noch nicht vor.
Bitte Mitarbeiterin erinnern und Antrag schriftlich bestätigen.
🟡 AUF DEM RADAR
MA-0031 (Vertrieb) – EFZG-Erschöpfung (gleiche Erkrankung) – 05.03.2025
→ 6. Krankheitswoche bei derselben Erkrankung. BEM prüfen (§ 167 Abs. 2 SGB IX).
EFZG-Anspruch erschöpft sich am 05.03.2025.
🟢 Unauffällig (6 Fälle) – keine Handlung erforderlich.
Risiken / typische Fehler
- Urlaubsverfall ohne Hinweis – nach EuGH C-684/16 und BAG 9 AZR 353/10 verfällt Urlaub NICHT, wenn Arbeitgeber nicht aktiv auf Verfall hingewiesen hat; Hinweis dokumentieren.
- BEEG-Anmeldefrist verpasst – Elternzeit kann nicht rückwirkend genommen werden; späteste Anmeldung 7 Wochen vor Beginn.
- BEM-Pflicht vor Kündigung – ohne BEM erhöhte Darlegungslast des Arbeitgebers bei krankheitsbedingter Kündigung.
- Mutterschutzfristen falsch berechnet – bei Mehrlingsbirth oder Frühgeburt gelten abweichende Schutzfristen (§ 3 Abs. 2 S. 2 MuSchG: 12 Wochen statt 8 Wochen).