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name: statusfeststellung
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description: Statusfeststellung für eine geplante Beschäftigung – Abgrenzung Arbeitnehmer/Selbständiger nach § 611a BGB, Scheinselbständigkeit, Clearingverfahren § 7a SGB IV, AÜG-Abgrenzung (Leiharbeit vs. Werkvertrag). Ausschließlich prospektiv – für bestehende Verhältnisse Außenberater einschalten.
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language: de
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triggers:
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- "statusfeststellung"
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- "scheinselbständigkeit"
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- "arbeitnehmer oder selbständig"
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- "worker classification"
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- "freier mitarbeiter"
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- "honorarvertrag prüfen"
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- "§ 7a sgb iv"
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argument-hint: "[Beschreibung der geplanten Beschäftigung oder Honorarvertragsentwurf]"
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# /arbeitsrecht:statusfeststellung
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## Zweck
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Scheinselbständigkeit ist eines der teuersten Risiken im deutschen Arbeitsrecht. Nachentrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen bis zu 4 Jahren rückwirkend (§ 25 SGB IV), Steuernachzahlungen, Bußgelder – und das Arbeitsverhältnis entsteht kraft Gesetzes (§ 10 AÜG bei unerlaubter Überlassung; ggf. § 611a BGB analog bei fehlerhafter Klassifizierung). Dieser Skill prüft prospektiv, ob die geplante Struktur hält.
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## Eingaben
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- Beschreibung der geplanten Tätigkeit (Art, Umfang, Ort, Dauer)
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- Entwurf des Honorar- oder Werkvertrags (falls vorhanden)
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- Angaben zur Einbindung in betriebliche Abläufe (eigene Betriebsmittel? Weisungsabhängigkeit? Mehrere Auftraggeber?)
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- `~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/arbeitsrecht/CLAUDE.md` → Standort, Klassifizierungsrisiken
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## Ablauf
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### 1. Arbeitnehmereigenschaft (§ 611a BGB)
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Seit 01.04.2017 kodifiziert (§ 611a BGB):
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**Arbeitnehmer** ist, wer aufgrund eines privatrechtlichen Vertrags **im Dienste eines anderen** zu **weisungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit** verpflichtet ist. Maßgeblich ist das Gesamtbild; kein einzelnes Merkmal ist allein entscheidend.
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**Weisungsgebundenheit** (§ 611a Abs. 1 S. 2 BGB):
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- Inhalt, Durchführung, Zeit, Dauer oder Ort der Tätigkeit
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- In den Betrieb eingegliedert?
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- Eigene unternehmerische Entscheidungsfreiheit? (eigene Betriebsmittel, eigenes unternehmerisches Risiko)
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**Prüfkatalog (BAG-Kriterienliste, Gesamtbild):**
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| Indiz für Arbeitnehmer | Indiz für Selbständigen |
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| Weisungsbefugnis bzgl. Arbeitszeit/-ort | Freie Zeiteinteilung |
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| Eingliederung in Betriebsorganisation | Eigene Betriebsmittel |
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| Kein unternehmerisches Risiko | Mehrere Auftraggeber |
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| Keine eigenen Mitarbeiter | Eigene Werbung / Auftreten am Markt |
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| Persönliche Leistungspflicht | Vertretung durch Dritte möglich |
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| Betriebsmittel werden gestellt | Eigene Haftung für Ergebnis |
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| Vergütung als festes Gehalt | Vergütung nach Projektergebnis |
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BAG, Urt. v. 21.05.2019 – 9 AZR 295/18, NZA 2019, 1558 (Gesamtbildbetrachtung `[Modellwissen – prüfen]`)
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BAG, Urt. v. 14.06.2016 – 9 AZR 305/15, NZA 2016, 1331 (Freelancer IT-Bereich `[Modellwissen – prüfen]`)
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**Kontraktion des Willens:** § 611a Abs. 1 S. 5 BGB: Nicht ausschlaggebend ist die Bezeichnung im Vertrag (Honorarvertrag, Werkvertrag, freier Mitarbeiter); maßgebend ist die tatsächliche Durchführung (BAG, Urt. v. 17.10.2017 – 9 AZR 792/16, NZA 2018, 173 Rn. 24 `[Modellwissen – prüfen]`).
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### 2. Sozialversicherungsrechtliche Bewertung (§ 7 SGB IV)
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Gem. § 7 Abs. 1 SGB IV ist Beschäftigung die **nichtselbständige Arbeit**, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis. Anhaltspunkte: Weisungsgebundenheit und Eingliederung (§ 7 Abs. 1 S. 2 SGB IV). Der SV-Begriff deckt sich weitgehend mit § 611a BGB, ist aber eigenständig auszulegen.
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**Clearingverfahren § 7a SGB IV:**
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- Jede der Beteiligten (Arbeitnehmer, Auftraggeber) kann vor Aufnahme der Tätigkeit Feststellung des Erwerbsstatus bei der **Deutsche Rentenversicherung Bund (Clearingstelle)** beantragen.
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- Dauer: ca. 3–6 Monate
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- Bei negativem Bescheid (Scheinselbständigkeit festgestellt): Nachzahlung Sozialversicherungsbeiträge bis zu 4 Jahre rückwirkend (§ 25 SGB IV); bei Vorsatz: 30 Jahre.
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- **Empfehlung bei Grenzfällen:** Clearingverfahren proaktiv nutzen, bevor Tätigkeit beginnt.
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### 3. AÜG-Abgrenzung (§§ 1 ff. AÜG)
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Falls Dienstleistung durch Dritte (Werkvertrag, Dienstleistungsvertrag):
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**Echte Arbeitnehmerüberlassung (AÜG):**
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- Erlaubnispflichtig (§ 1 AÜG)
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- Höchstüberlassungsdauer: 18 Monate (§ 1 Abs. 1b AÜG)
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- Equal Pay nach § 8 AÜG ab Monat 10 (tariflich verlängerbar bis 15 Monate)
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- Kein „verdeckter" Arbeitnehmer – Offenlegungspflicht in Vertrag (§ 1 Abs. 1 S. 5 AÜG; BAG, Urt. v. 12.07.2016 – 9 AZR 352/15, NZA 2016, 1332 `[Modellwissen – prüfen]`)
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**Scheinselbständigkeit bei Werkvertrag:**
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Wenn der Auftragnehmer nach Weisungen des Auftraggebers in dessen Betrieb eingegliedert ist, liegt verdeckte Arbeitnehmerüberlassung vor. Bei fehlender AÜG-Erlaubnis: Arbeitsverhältnis entsteht kraft Gesetzes (§ 10 Abs. 1 AÜG).
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**10 Prüfpunkte Werkvertrag vs. Arbeitnehmerüberlassung:**
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1. Schuldet Auftragnehmer einen Werkerfolg oder Dienste?
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2. Trägt er das unternehmerische Werkrisiko (Nachbesserungspflicht, Gewährleistung)?
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3. Setzt er eigene Betriebsmittel ein?
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4. Bestimmt er Arbeitszeit und -ort selbst?
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5. Erhält er Weisungen zu Inhalt und Durchführung?
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6. Ist er in Teambesprechungen, Schichtpläne, EDV-Systeme des Auftraggebers eingebunden?
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7. Muss er persönlich tätig sein oder kann er Erfüllungsgehilfen einsetzen?
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8. Hat er mehrere Auftraggeber (Indiz für echte Selbständigkeit)?
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9. Wie lange besteht die Geschäftsbeziehung? (Dauerschuldverhältnisse sind verdächtig)
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10. Wie hoch ist der Anteil des Auftraggebers am Gesamtumsatz des Auftragnehmers? (> 75 %: hohes Risiko)
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### 4. Praktische Handlungsempfehlungen
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🟢 Kein Risiko:
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- Auftragnehmer hat mehrere Auftraggeber, eigene Betriebsmittel, trägt unternehmerisches Risiko, keine Eingliederung
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🟡 Grenzfall – Gestaltungsempfehlungen:
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- Vertrag überarbeiten: Werkvertrag mit klarem Werkerfolg und Gewährleistung
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- Eingliederung reduzieren: keine fixen Arbeitszeiten, kein Büro beim Auftraggeber, eigene IT
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- Clearingverfahren § 7a SGB IV einleiten
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🔴 Blockierend – Neustrukturierung oder reguläre Einstellung:
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- Vollständige Eingliederung in Betrieb, feste Arbeitszeiten, kein eigenes unternehmerisches Risiko
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- Keine AÜG-Erlaubnis, aber Beschäftigung wie Leiharbeitnehmer
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## Quellen und Zitierweise
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Zitierstandard: `../references/zitierweise.md`. Methodik: `../references/methodik-deutsches-recht.md`.
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Wesentliche Quellen:
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- Wank, in: ErfK, 24. Aufl. 2024, § 611a BGB Rn. 1 ff. (Arbeitnehmerbegriff)
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- Thüsing, in: MüKoBGB, 9. Aufl. 2022, § 611a BGB Rn. 80 ff.
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- Schüren, in: HWK, 10. Aufl. 2022, § 1 AÜG Rn. 1 ff.
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- BAG, Urt. v. 21.05.2019 – 9 AZR 295/18, NZA 2019, 1558
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- BAG, Urt. v. 17.10.2017 – 9 AZR 792/16, NZA 2018, 173
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- BSG, Urt. v. 04.09.2018 – B 12 KR 11/17 R, NZA 2019, 275 (§ 7 SGB IV, Gesamtbild `[Modellwissen – prüfen]`)
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## Ausgabeformat
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STATUSFESTSTELLUNG – [Tätigkeitsbeschreibung] – [Datum]
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VERTRAULICH – MANDATSGEHEIMNIS – § 43a Abs. 2 BRAO
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Ergebnis: [🟢 Selbständig / 🟡 Grenzfall / 🔴 Arbeitnehmerstatus wahrscheinlich]
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I. § 611a BGB Gesamtbild [Bewertung mit Indikatoren-Tabelle]
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II. § 7 SGB IV (SV-rechtlich) [Bewertung]
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III. AÜG-Relevanz (falls gegeben) [Bewertung]
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IV. Clearingverfahren empfohlen? [ja/nein – Begründung]
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V. Gestaltungsempfehlungen [konkrete Maßnahmen]
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Risikobewertung: [🔴 / 🟠 / 🟡 / 🟢]
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Wie weiter? [Entscheidungsbaum]
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## Beispiele
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**Beispiel – IT-Freelancer:**
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*Sachverhalt:* Softwareentwickler K soll als „freier Mitarbeiter" für 12 Monate ausschließlich für einen Auftraggeber tätig sein, arbeitet täglich im Büro des Auftraggebers, nutzt dessen Laptop, nimmt an Daily-Standup-Meetings teil, erhält Aufgaben über das Jira-Board des Auftraggebers.
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*Ergebnis:* 🔴 Arbeitnehmerstatus sehr wahrscheinlich. Faktoren: Ausschließlichkeit, Eingliederung in Betriebsabläufe, kein eigenes unternehmerisches Risiko, Betriebsmittel gestellt. Clearingverfahren § 7a SGB IV dringend empfohlen. Alternativ: reguläres Arbeitsverhältnis oder AÜG-konforme Leiharbeit (mit Erlaubnis).
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## Risiken / typische Fehler
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- **Vertrag vs. Praxis:** § 611a Abs. 1 S. 5 BGB – Wie der Vertrag heißt, ist unerheblich; entscheidend ist die tatsächliche Durchführung.
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- **Rückwirkende Sozialversicherungspflicht** – bis 4 Jahre (§ 25 SGB IV), bei Vorsatz 30 Jahre.
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- **AÜG ohne Erlaubnis** – führt zur Entstehung eines Arbeitsverhältnisses kraft Gesetzes (§ 10 AÜG); erhebliche Haftungsrisiken.
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- **Prospektiver Charakter** – dieses Plugin prüft nur geplante Strukturen; für bestehende Verhältnisse unbedingt Außenberater und ggf. Clearingstelle einschalten.
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