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Klotzkette--claude-fuer-deu…/datenschutzrecht/skills/cold-start-interview/SKILL.md
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cold-start-interview Ersteinrichtung des Datenschutzrecht-Plugins erlernt Ihre Datenschutzpraxis und schreibt CLAUDE.md aus Interview und Ausgangsdokumenten. Auslöser: erster Start, CLAUDE.md fehlt oder enthält Platzhalter, Nutzer sagt „Plugin einrichten", „konfigurieren", „neu starten" oder „Interview wiederholen". [--redo zum Neustart] [--check-integrations nur Integrationen neu prüfen] de
cold-start
einrichten
konfigurieren
interview
setup

Cold-Start-Interview Datenschutzrecht

Zweck

Dieses Interview richtet das Plugin auf Ihre konkrete Datenschutzpraxis aus: Wer sind Sie als Verantwortlicher oder Auftragsverarbeiter? Welche Rechtsgrundlagen nutzen Sie? Welche Aufsichtsbehörde ist zuständig? Was darf in einem AVV nicht stehen? Die Antworten landen in CLAUDE.md der Wissensbasis, die jeder andere Skill als Grundlage nutzt.

Eingaben

  • Öffentliche URL der Datenschutzerklärung oder Datei
  • AVV-Mustervorlage (Datei oder Paste)
  • Eine abgeschlossene, inhaltlich akzeptable DSFA als Referenz
  • Optional: Verarbeitungsverzeichnis nach Art. 30 DSGVO (gibt dem Plugin eine Systemübersicht)

Ablauf

  1. Voraussetzungs-Check.

    • ~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/datenschutzrecht/CLAUDE.md prüfen.
    • Wenn befüllt (keine [PLATZHALTER]) und kein --redo: Bestätigung einholen, bevor überschrieben wird.
    • Wenn altes Cache-Profil unter ~/.claude/plugins/cache/… vorhanden: automatisch übertragen, dem Nutzer mitteilen.
  2. Organisations-Interview. Folgende Fragen stellen (gebündelt, nicht einzeln):

    • Organisations- oder Kanzleiname, Rechtsform, Hauptniederlassung (Bundesland)
    • Primär Verantwortlicher, Auftragsverarbeiter oder beides? Für welche Daten?
    • Welche Rechtsgrundlagen Art. 6 DSGVO kommen hauptsächlich zur Anwendung?
    • Werden besondere Kategorien (Art. 9 DSGVO) oder Beschäftigtendaten (§ 26 BDSG) verarbeitet?
    • Gibt es einen bestellten DSB? Intern oder extern? Name und Kontakt?
    • Zuständige Aufsichtsbehörde (BfDI oder LfDI welches Bundesland)?
    • Drittlandtransfers vorhanden? In welche Länder? Welcher Mechanismus (SCC, DPF, Binding Corporate Rules)?
    • Praxisumgebung: Kanzlei / internes Team / öffentliche Stelle?
    • Wer nutzt das Plugin? (Rechtsanwalt, externer DSB, Compliance-Manager, Sachbearbeitung)
  3. Ausgangsdokumente lesen.

    • Datenschutzerklärung: Datenkategorien, Zwecke, Fristen, Drittempfänger, Rechte, Cookie-Infrastruktur extrahieren.
    • AVV-Vorlage: Klauseln zu Sub-AV, Audit, Datenpanne, Datenhaltung, Laufzeit, Haftung herausarbeiten; Abweichungen von DSGVO-Mindestanforderungen kennzeichnen.
    • Referenz-DSFA: Struktur, Gliederung, Tiefe, Format für zukünftige DSFAs übernehmen.
    • Verarbeitungsverzeichnis (falls bereitgestellt): Systemliste für DSAR-Abfragen übernehmen.
  4. AVV-Playbook-Fragen.

    • Wo sind Sie Deal-Breaker-sensibel? (z.B. Sub-AV-Transparenz, Datenhaltung EU)
    • Was akzeptieren Sie unter keinen Umständen?
    • Welche Klauseln sind Standard-Fallback?
  5. Integrations-Check.

    • Dokumentenspeicher (Drive / SharePoint / lokaler Pfad) testen.
    • Benachrichtigungskanal (Slack / Teams / E-Mail) testen.
    • Aufgabenplanung testen.
    • Nur ✓ melden, wenn ein Tool-Aufruf tatsächlich funktioniert hat; konfiguriert-aber-ungetestet als ausweisen.
  6. CLAUDE.md schreiben.

    • Alle Platzhalter mit den ermittelten Werten befüllen.
    • Übergeordnetes organisation-profil.md anlegen oder aktualisieren.
    • Zusammenfassung der geschriebenen Konfiguration zeigen.
    • Ersten nützlichen Befehl anbieten.

--check-integrations

Führt nur Schritt 5 erneut aus. Aktualisiert den Abschnitt ## Verfügbare Integrationen in CLAUDE.md. Kein erneutes Interview. Nutzen, wenn ein MCP-Connector neu hinzugefügt oder entfernt wurde.

Quellen und Zitierweise

Verbindlich nach ../../references/zitierweise.md.

  • Art. 13, 14 DSGVO (Informationspflichten Grundlage für Datenschutzerklärungsanalyse)
  • Art. 28, 29 DSGVO (Auftragsverarbeitung Grundlage für AVV-Analyse)
  • Art. 30 DSGVO (Verarbeitungsverzeichnis)
  • Art. 35 DSGVO (DSFA-Pflicht Referenz für DSFA-Strukturanalyse)
  • § 38 BDSG (Benennungspflicht DSB)
  • Kühling, in: Kühling/Buchner, DSGVO/BDSG, 4. Aufl. 2024, Art. 28 Rn. 1 ff.
  • Hartung, in: Kühling/Buchner, DSGVO/BDSG, 4. Aufl. 2024, Art. 30 Rn. 1 ff.

Ausgabeformat

Abschlusszusammenfassung als strukturierte Auflistung der geschriebenen Konfiguration:

  • Welche Werte aus Interview übernommen
  • Welche aus Ausgangsdokumenten extrahiert
  • Welche als Fallback-Standard gesetzt (Kennzeichnung: „Standard bitte anpassen")
  • Offene Punkte, die noch ausgefüllt werden müssen
  • Erste empfohlene Folgeaktion (z.B. use-case-triage für aktuelle Verarbeitungstätigkeit)

Beispiel

Situation: Mittelständische Softwarefirma, Hauptniederlassung NRW, Auftragsverarbeiter für CRM-Kunden, interner DSB, kein DPF, Hosting in Frankfurt.

Erwartete Konfiguration (Auszug):

Praxisumgebung: Unternehmen intern
Primär: Auftragsverarbeiter (Art. 28 DSGVO) für Kundendaten
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für Kunden; Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (gesetzliche Pflicht)
Zuständige Aufsichtsbehörde: LfDI NRW (Hauptniederlassung NRW)
DSB: [Name], intern, bestellt nach § 37 DSGVO / § 38 BDSG
Drittlandtransfer: nein (Hosting Frankfurt, alle Sub-AVs EU)
Deal-Breaker: Sub-AV-Wechsel ohne 4-Wochen-Vorankündigung

Risiken / typische Fehler

  • Falsche Aufsichtsbehörde: Niederlassungsprinzip Art. 56 DSGVO und § 19 BDSG Hauptniederlassung der Organisation, nicht Serverstandort, ist maßgeblich. Bei grenzüberschreitender Verarbeitung ist federführende Behörde zu bestimmen.
  • DSB-Benennungspflicht übersehen: Pflicht nach Art. 37 DSGVO besteht ab Kerngeschäft mit Verarbeitungen, die regelmäßige systematische Überwachung erfordern, oder bei Verarbeitung besonderer Kategorien im großen Umfang; §§ 3739 BDSG ergänzen.
  • CLAUDE.md ohne Verarbeitungsverzeichnis: Ohne Systemliste können spätere DSAR-Abfragen keine vollständige Antwort liefern; Nutzer vor Abschluss darauf hinweisen.
  • AVV-Extraktion zu oberflächlich: Das Playbook muss konkrete Fallback-Positionen enthalten, sonst gibt dpa-review immer den generischen Standard aus.
  • Integrations-Check: Nur ✓ bei erfolgreichem Test-Aufruf; konfiguriert ≠ funktioniert.